Kartenmodule ergaenzen

Phase 6: alles, was einen Ort hat — Loeschwasser, Objekte mit Feuerwehrplan,
die Lagekarte eines Einsatzes und die geplante Foerderstrecke.

Keine Kacheln aus dem Netz. Wo eine Wehr ausrueckt und wo ihre Hydranten
liegen, ist niemandes Geschaeft; der Kartenserver laeuft selbst
(tileserver-gl im Compose-Profil "karte"). Ohne ihn zeigt die Karte einen
leeren Grund und sagt das auch — Punkte, Entfernungen und Umkreissuche
funktionieren trotzdem. Dasselbe gilt fuer einen eingetragenen, aber nicht
erreichbaren Server.

Die Umkreissuche laeuft ueber PostGIS: ST_DWithin auf der Geografie mit
GiST-Index rechnet in Metern und nutzt den Index. Gefragt wird waehrend der
Fahrt, und bei tausend Hydranten waere alles andere ein vollstaendiger
Tabellendurchlauf.

Der Import aus GeoJSON und Stadtwerke-CSV ist nachsichtig, aber ehrlich: er
erkennt "DN 100", deutsche Kommazahlen, Datumsangaben und vertauschte Achsen
— raet aber nichts. Fehlt die Position, wird die Zeile uebersprungen; ohne
Statusangabe steht "ungeprueft", nicht "einsatzbereit".

22 taktische Zeichen nach FwDV 102 selbst gezeichnet, die Lagekarte gleicht
ueber denselben Ereignisstrom ab wie die Atemschutzueberwachung.

Die Wasserfoerderung rechnet Reibung, Hoehe und Pumpenzahl; das Ergebnis wird
nie gespeichert, sondern bei jeder Anzeige neu gerechnet. Geht eine Strecke
nicht auf, sagt die Ausgabe das.

Behoben: die Reibungsbeiwerte lagen im ersten Wurf um den Faktor zehn daneben.
Aufgefallen ist es nur, weil die Tests gegen die Tabellenwerte der Ausbildung
pruefen und nicht gegen die eigene Implementierung.

Dazu ein Abruf fuer abgelegte Dateien (/api/dateien/[id]) — bis hierher gab es
nur den Upload.

59 neue Tests (48 Unit, 11 E2E je Browser).

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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Florian Wilde
2026-09-04 01:41:24 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent e1480c0c3e
commit 1c1e141666
53 changed files with 7804 additions and 40 deletions
+122 -1
View File
@@ -29,7 +29,7 @@ Anmelden mit `SEED_ADMIN_EMAIL` und `SEED_ADMIN_PASSWORT` aus der `.env`
| Phase 3 — Einsätze und Übungen | fertig |
| Phase 4 — Kiosk-PWA im Gerätehaus | fertig |
| Phase 5 — Atemschutz (FwDV 7) | fertig |
| Phase 6 — Kartenmodule | offen |
| Phase 6 — Kartenmodule | fertig |
| Phase 7 — Benachrichtigungen und Termine | offen |
| Phase 8 — Lokale KI | offen |
| Phase 9 — Kassenverwaltung | offen |
@@ -664,6 +664,127 @@ Einsatz als Erstes gefragt wird — wie viele Träger heute einsetzbar sind.
---
## Phase 6 — Kartenmodule
Die Frage, wegen der es das Modul gibt, wird auf der Anfahrt gestellt: **Was
liegt in der Nähe, und was gibt es her?**
### Keine Kacheln aus dem Netz
Wo eine Wehr ausrückt, wo ihre Hydranten liegen und welche Objekte sie im Blick
hat, ist niemandes Geschäft. FLORIAN lädt deshalb **keine** Kartenkacheln von
einem öffentlichen Dienst — auch nicht „nur zum Ausprobieren". Der Kartenserver
läuft selbst:
```bash
docker compose --profile karte up -d
```
Dafür wird eine MBTiles-Datei des eigenen Ausrückegebiets gebraucht; woher man
sie bekommt, steht in [docker/karten/LIESMICH.md](docker/karten/LIESMICH.md).
Danach in der `.env`:
```
KARTE_STIL_URL=http://localhost:8085/styles/basic/style.json
```
**Ohne Kartenserver läuft alles trotzdem** — die Karte zeigt einen leeren Grund
mit einem Hinweis darauf. Punkte liegen an der richtigen Stelle, Entfernungen
stimmen, die Umkreissuche rechnet; es fehlen nur die Straßen darunter. Ist ein
Server eingetragen, aber nicht erreichbar, sieht es genauso aus — mit
entsprechendem Hinweis.
### Löschwasser
Hydranten, Saugstellen, Zisternen und offene Gewässer mit Typ, Nennweite,
Durchfluss, Zustand und dem, was man vor Ort wissen muss („im Winter oft
zugeschoben").
Die **Umkreissuche** ist der eigentliche Zweck: in die Karte tippen, und es
steht da, was in 500 Metern erreichbar ist — nach Entfernung sortiert, mit
Nennweite und Durchfluss. Sie läuft über PostGIS (`ST_DWithin` auf der
Geografie, GiST-Index), nicht über die Dezimalgrade: bei tausend Hydranten wäre
alles andere ein vollständiger Tabellendurchlauf, und gefragt wird während der
Fahrt.
### Import
Zwei Quellen, die eine Wehr tatsächlich bekommt:
| Quelle | Was erkannt wird |
|---|---|
| **GeoJSON** | FeatureCollection mit Punkten, Eigenschaften wie in der CSV |
| **CSV der Stadtwerke** | Spaltennamen wie `DN`, `Lage`, `Latitude`, `Pruefdatum`, `Bauart` |
Der Import ist nachsichtig, aber ehrlich: „DN 100" wird zu 100, „48,5031" zu
48.5031, „24.05.2026" zu einem Datum, und vertauschte Achsen werden erkannt und
zurückgedreht. Was nicht lesbar ist, wird mit Zeilennummer und Grund gemeldet —
und der Rest läuft durch. Eine Liste, die zu 90 Prozent stimmt, ist im Einsatz
mehr wert als keine.
**Geraten wird nichts.** Fehlt die Position, wird die Zeile übersprungen: ein
Hydrant ohne Ort ist kein Hydrant. Und ohne Statusangabe steht „ungeprüft",
nicht „einsatzbereit".
### Objekte und Feuerwehrpläne
Was hier gepflegt wird, wird auf der Anfahrt gelesen — oft vom Beifahrersitz,
oft in zwanzig Sekunden. Deshalb sind **Zufahrt**, **Gefahren** und
**Schlüsseldepot** eigene Felder und stehen ganz oben, nicht in einer
Fließtextnotiz.
Dazu Ansprechpartner mit der einzigen Angabe, die im Einsatz zählt — wer nachts
ans Telefon geht — und die Planblätter nach DIN 14095 mit ihrem Stand.
Gesucht wird über alles: Name, Straße, Gefahrenstichwort, Ansprechpartner. Wer
im Einsatz sucht, weiß selten, wie das Objekt im System heißt.
### Lagekarte
Eine je Einsatz, unterhalb der Einsatzdaten. 22 taktische Zeichen nach
FwDV 102, selbst gezeichnet als SVG — fertige Sätze sind selten frei
verwendbar, und nachgeladen wird ohnehin nichts.
Ein Werkzeug, ein Klick: Zeichen wählen, in die Karte tippen. Dazu Linienzüge
(Schlauchleitung, Absperrung), Flächen (Bereitstellungsraum) und
Beschriftungen.
Der Abgleich zwischen Geräten läuft über denselben Ereignisstrom wie die
Atemschutzüberwachung, und wie dort steht der Zustand der Verbindung sichtbar
da. Zurückgenommene Elemente verschwinden von der Karte, nicht aus dem
Datenbestand: eine Lagekarte ist die Mitschrift einer Entscheidung.
### Wasserförderung
Die Rechnung, die sonst mit Tabelle und Bleistift auf der Motorhaube entsteht.
Strecke in die Karte tippen, Durchmesser und Fördermenge einstellen:
```
Reibungsverlust je 100 m = Beiwert × (Fördermenge / 100)²
Höhenverlust = Höhenmeter × 0,1 bar
```
Daraus: Zahl der Verstärkerpumpen, Schlauchlängen je Abschnitt, Restdruck und
der Druck, der an der Einsatzstelle ankommt. Die Beiwerte treffen die
Tabellenwerte der Ausbildung — 1,5 bar je 100 m im B-Schlauch bei 800 l/min.
Reicht ein Abschnitt selbst mit voller Pumpe nicht, sagt die Ausgabe das,
statt eine Zahl auszuwerfen, die niemand halten kann. Und unter jeder Rechnung
steht, was sie ist: **eine Planungshilfe. Was zählt, ist der Druck am
Verteiler.**
### Zusätzliche Umgebungsvariablen
| Variable | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
| `KARTE_STIL_URL` | — | Stil des eigenen Kartenservers; leer = leerer Grund |
| `KARTE_BREITENGRAD` | `48.5` | Mittelpunkt, falls kein Standort verortet ist |
| `KARTE_LAENGENGRAD` | `12.15` | dito |
| `KARTE_ZOOM` | `13` | Zoomstufe beim Öffnen |
| `KARTE_PORT` | `8085` | Port des tileserver-gl (Profil `karte`) |
---
## Befehle
```bash