# Devlog Entwicklungstagebuch mit Zeiterfassung. Jeder Arbeitsabschnitt bekommt einen Eintrag: wann, wie lange, was entstanden ist, und was dabei schiefging. Die aufgewendete Zeit wandert nach jedem Abschnitt in die Spalte „tatsächlich" der [Aufwandsschätzung](AUFWANDSSCHAETZUNG.md). ## Zeitübersicht | Phase | Sitzungszeit | Sitzungen | abgeschlossen | |---|---:|---:|---| | Phase 0 — Fundament | 1:00 h | 1 | 03.09.2026 | | Phase 1 — Stammdaten | 1:15 h | 1 | 03.09.2026 | | Phase 1 — Nachtrag Geräteformular | 0:50 h | 1 | 03.09.2026 | | Phase 2 — Wartung und Prüfung | 2:25 h | 1 | 03.09.2026 | | Phase 3 — Einsätze und Übungen | 2:10 h | 1 | 03.09.2026 | | Phase 4 — Kiosk-PWA im Gerätehaus | 3:00 h | 1 | 03.09.2026 | | Phase 5 — Atemschutz nach FwDV 7 | 2:40 h | 1 | 03.09.2026 | | Phase 6 — Kartenmodule | 2:50 h | 1 | 04.09.2026 | | Phase 7 — Benachrichtigungen und Termine | 3:10 h | 1 | 04.09.2026 | | Phase 8 — Lokale KI | 3:40 h | 1 | 04.09.2026 | | Aufräumarbeiten (Issues #10–#12) | 1:20 h | 1 | 04.09.2026 | | Phase 9 — Kassenverwaltung | 4:10 h | 1 | 04.09.2026 | | **Summe** | **28:30 h** | **12** | | --- ## 2026-09-04 · Phase 9 — Kassenverwaltung **12:40 – 16:50 · 4:10 h · Version 0.10.0** ### Was entstanden ist Neun Modelle, drei Trigger, zwölf CHECKs, sechs Router, fünf Ansichten und ein Kassenjahr im Seed. Der Reihe nach, wie es CLAUDE.md vorgibt: Schema, Migration, Serverlogik, UI, Tests. | Bereich | Umfang | |---|---| | Datenmodell | `Kassenkonto`, `Buchungskategorie`, `Buchung`, `Beitragssatz`, `Beitrag`, `Rechnung`, `Rechnungsposition`, `Kassenabschluss`, `Abschlussposten` | | Absicherung | RLS für alle neun Tabellen, drei Trigger, zwölf CHECKs, ein REVOKE | | Bibliothek | `lib/kasse/betrag.ts`, `bankimport.ts`, `vorschlag.ts`, `texte.ts`, `dokumente.ts` | | Router | Konten, Kategorien, Buchungen, Beiträge, Rechnungen, Abschluss | | Oberfläche | Übersicht, Kassenbuch, Beiträge, Rechnungen, Abschluss mit Auswertung | | Hintergrund | Rechnungs-PDF, Kassenprüfbericht, Meldung überfälliger Posten | | Tests | 67 Unit-Tests (13 gegen eine echte Datenbank), 13 E2E-Tests | ### Entscheidungen **Die Sperren sitzen in der Datenbank, nicht im Router.** Die ganze Phase hängt an einem Satz: was geprüft ist, ändert sich nicht mehr. Ein Zustandscheck in `buchung.aendern` erfüllt das nicht — er gilt für genau diesen einen Weg. Ein zweiter Router, ein Skript, ein Import, und der geprüfte Bestand ist ein anderer, ohne dass irgendwo etwas auffällt. Also drei Trigger: festgeschriebene Buchung unveränderbar, geprüfter Zeitraum zu, festgeschriebener Abschluss fest. **Jeder Trigger hat genau eine Ausnahme, und jede hat einen Grund.** Die Buchung lässt den Verweis auf ihre Gegenbuchung eintragen — eine Stornierung entsteht später, sie einzutragen ist keine Änderung des Vorgangs, sondern seine Fortschreibung. Der Abschluss lässt den Prüfbericht nachtragen, denn das PDF entsteht im Hintergrund und damit nach dem Festschreiben. Ohne diese Ausnahme gäbe es nie einen Bericht. **Der Bestand wird gerechnet, nie gespeichert.** Ein gespeicherter Bestand neben einer nachgetragenen Buchung wäre falsch, ohne falsch auszusehen — und genau danach sucht ein Kassenprüfer. Bei den Größenordnungen einer Feuerwehrkasse kostet das Rechnen nichts. **Der Kategorievorschlag geht dem eigenen Bestand vor der Stichwortliste nach.** Wenn eine Wehr Diesel seit Jahren unter „Fahrzeuge" bucht statt unter „Kraftstoff", ist das ihre Entscheidung, und sie soll dabei bleiben dürfen. Die Stichwortliste greift erst, wenn es noch keinen Bestand gibt. Unter der Hälfte gemeinsamer Wörter schweigt der Vorschlag: ein falscher wird übernommen, ohne gelesen zu werden. **Der Bankimport erzeugt Entwürfe, keine Buchungen.** Und jeder Umsatz trägt eine Kennung, damit ein zweimal eingelesener Auszug als solcher erkannt wird. Ohne das wäre es ein doppelt gebuchter Monat, und der fiele erst beim Kassenabschluss auf — also drei Monate später. **Kein XML-Parser für CAMT.** Gebraucht werden sechs Felder aus einer flachen Struktur, die Datei kommt von der eigenen Bank. Der Parser ist kürzer als die Einbindung, und in einer Anwendung ohne Netzzugang ist jede Abhängigkeit weniger eine Sorge weniger. Namensräume werden ignoriert — genau das, was ein Parser hier auch täte. **In der Prüfmaske stehen die gezählten Felder leer.** Der Buchbestand ist zu sehen, weil der Prüfer ihn für die Differenz braucht. Vorbelegt wird nichts: wer erst das Buch sieht und dann zählt, zählt, bis es passt. ### Wo es gehakt hat | Problem | Ursache | Lösung | |---|---|---| | Der Abschluss ließ sich nicht mit seinem Bericht versehen | Der Trigger sperrte auch `berichtDateiId` — das PDF entsteht aber erst nach dem Festschreiben | Ausnahme für genau dieses Feld, wie beim Stornierungsverweis der Buchung | | Die Rechnungsnummer war ein Wettlauf | Höchste lesen, dann schreiben: zwei gleichzeitige Rechnungen lesen dieselbe Nummer | Zusammenstoß erkennen und die nächste nehmen; gefunden hat es der parallele E2E-Lauf über zwei Projekte | | Eine Organisation ließ sich nicht mehr löschen | Der DELETE-Trigger der Buchung kannte den Aufbewahrungsschalter nicht, den Audit-Log und Prüfprotokoll haben | `app.audit_bereinigung` auch dort — ohne ihn wäre die DSGVO-Löschung nicht durchführbar | | Der Datenbanktest ließ sich nur einmal ausführen | Dieselbe Ursache: das Aufräumen scheiterte an den festgeschriebenen Buchungen, und der Rest lief im nächsten Lauf gegen einen geprüften Zeitraum | siehe oben | | E2E: „Barkasse" fand sieben Elemente | Das Wort steht auch in Verwendungszwecken | über die Kartenüberschrift angesprochen | | E2E: die erste Maifest-Zeile war die falsche | Absteigend sortiert steht das laufende Jahr oben, und das ist nicht festgeschrieben | eine Buchung genommen, die es nur im Vorjahr gibt — und die Gegenprobe dazu | | Prisma wollte zum zehnten Mal die Trigramm-Indizes aus Phase 1 löschen | Sie stehen in einer Roh-SQL-Migration, nicht im Schema | 30 DropIndex-Blöcke entfernt, Kommentar in die Migration | | Der volle E2E-Lauf meldete quer durch alle Module Fehler | `npm run build` während eines laufenden `next dev`: der Produktionslauf überschreibt `.next`, und der Entwicklungsserver antwortet danach nur noch mit 500 | Entwicklungsserver beenden, `.next` löschen, neu laufen lassen — 239 grün | | Ein E2E-Test aus Phase 0 wurde rot | Er sicherte zu, dass die Kasse **kein** Verweis ist — die Zusicherung ist mit dieser Phase abgelaufen | umgeschrieben: die Kasse ist jetzt ein Verweis. Ein künftiges Modul zum Ausgrauen gibt es nicht mehr | ### Abweichung von der Vorgabe Keine. `Phase-9.md` ist vollständig umgesetzt, einschließlich CAMT.053, MT940, Nummernkreis, Kassenprüfbericht und Export. Der Beleg-Anhang an einer Buchung nutzt den `Belegentwurf` aus Phase 8 mit — er hat dafür einen `buchungId` bekommen. Fotografieren und Erfassen war bereits da; neu ist nur, dass daraus eine Buchung wird. ### Nachweise - `npm run typecheck` — ohne Ausgabe - `npm run lint` — ohne Befund - `npm run test` — 562 Tests grün, davon 13 neu gegen eine echte Datenbank - `npm run test:e2e` — 239 Tests grün über Desktop und Tablet, davon 26 neue - `npm run build` — fünf neue Routen unter `/kasse` - `npm run db:seed` — Kassenjahr angelegt, Abschluss festgeschrieben - Rechnungs-PDF (41 kB) und Kassenprüfbericht (45 kB) einmal von Hand über Gotenberg erzeugt und in MinIO abgelegt — die beiden Vorlagen haben sonst keinen automatischen Nachweis --- ## 2026-09-04 · Aufräumarbeiten — Issues #10 bis #12 **11:15 – 12:35 · 1:20 h** ### Was entstanden ist Drei Punkte, die seit mehreren Phasen im Abschlussbericht standen und in jeder Phase Zeit gekostet haben. Diesmal als Issues angelegt und abgearbeitet. | Issue | Kern | |---|---| | #11 | ESLint hatte keine Konfiguration — `npm run lint` prüfte nichts | | #12 | `
` in einem `

` auf der Einsatzseite, seit Phase 3 | | #10 | Die E2E-Tests schrieben in die Beispielwehr | ### Entscheidungen **ESLint zuerst.** Er findet die anderen beiden — und tatsächlich hat er gleich zwei Fehler gemeldet, die niemand gesucht hatte: eine Fehlerfläche auf der Karte, die nie etwas anzeigen konnte, und zwei `useMemo` in der Lagekarte, die bei jedem Rendern neu rechneten. **Keine Formatierungsregeln.** Die macht Prettier. Zwei Werkzeuge, die sich über Anführungszeichen streiten, lenken von den Regeln ab, auf die es ankommt. **Auch keine typgestützten Regeln.** `no-floating-promises` wäre für diesen Stack die wertvollste Regel überhaupt — sie braucht aber den Compiler bei jedem Lauf, und dann dauert der Lauf Minuten statt Sekunden. Bei einem Werkzeug, das vor jedem Commit laufen soll, ist das der falsche Tausch. **Das Badge wurde ein ``, nicht der Absatz ein `

`.** Die Meldung kam von einer Stelle, aber die Ursache saß im Bauteil: ein Abzeichen ist Fließtext-Inhalt und gehört in ein Inline-Element. So ist auch jede künftige Verwendung in einem Absatz richtig, und die Darstellung ändert sich nicht — `inline-flex` verhält sich in beiden gleich. **Eine zweite Wehr statt Aufräumen nach dem Lauf.** Ein abgebrochener Lauf lässt beim Aufräumen einen Bestand zurück, den niemand erwartet. Ein vollständiger Neuaufbau ist der einzige Zustand, den man kennt — und der Seed kann ohnehin schon alles, er brauchte nur eine Kennung aus der Umgebung. **Ein Riegel gegen den eigenen Fehler.** `npm run db:test-reset` bricht ab, wenn die Testkennung mit der der Beispielwehr übereinstimmt. Ein Skript, das eine ganze Wehr löscht, braucht eine Stelle, an der es sich weigert. ### Wo es gehakt hat | Problem | Ursache | Lösung | |---|---|---| | Zwei Tests fielen nach der Umstellung durch — und das war richtig so | Sie hatten die Verschmutzung gebraucht. `getByText("B 3 Wohnhausbrand", { exact: true })` traf bisher einen Einsatz aus einem früheren Testlauf, weil der kein Objekt hatte; der Einsatz aus dem Seed hat eines und steht in derselben Zelle | Anker am Zellenanfang statt Prüfung auf Gleichheit | | Der Kiosk-Test schrieb weiter in die Beispielwehr | `const WEHR = "ff-musterhausen"` stand fest im Test. Das Terminal merkt sich die Wehr und schreibt Mängel und Fahrten genau dorthin | Kennung aus `wehr.ts`, wie überall sonst | | Ein doppelt deklarierter Bezeichner rutschte durch den Typecheck | `tests/e2e` war in der `tsconfig.json` ausgeschlossen | Ausnahme entfernt. Sie hat nichts gebracht: die Dateien übersetzen sauber | | Die Anmeldung im Bildschirmfoto-Skript lief ins Leere | Bekannt aus Phase 7 — bei kaltem `.next` ist die Seite noch nicht hydriert | War schon behoben; hier nur wieder aufgetreten und bestätigt | ### Abweichung von der Vorgabe **Issues angelegt**, obwohl CLAUDE.md das ausdrücklich verbietet („Niemals ein Issue anlegen"). Auf ausdrückliche Anweisung im Chat — die Regel stammt vom Auftraggeber, und er hat sie für diesen Vorgang aufgehoben. ### Nachweise - `npx tsc --noEmit` — ohne Ausgabe, jetzt **einschließlich** `tests/e2e` - `npm run lint` — ohne Beanstandung - `npm run test` — 495 Tests grün - `npx playwright test` — grün gegen die Testwehr - Die Beispielwehr steht danach unverändert auf dem Seed-Stand: 49 Geräte, 8 Einsätze, 1 Atemschutzüberwachung, 19 Termine, 4 Wiki-Seiten --- ## 2026-09-04 · Phase 8 — Lokale KI **07:30 – 11:10 · 3:40 h · Version 0.9.0** ### Was entstanden ist Ein Wiki, das man befragen kann, ein Diktat, ein Berichtsassistent, eine Belegerfassung — und zwei Protokolle, die belegen, was davon eine Maschine getan hat. | Bereich | Dateien | |---|---| | Rechnen | `lib/ki/zerlegen.ts`, `beleg-lesen.ts`, `anweisungen.ts`, `wiki.ts`, `vorgang.ts` | | Kanäle | `lib/integrations/llm.ts` (um Einbettungen und Bilder erweitert), `whisper.ts` | | Server | `server/routers/ki/wiki.ts`, `assistent.ts` | | Oberfläche | `app/(app)/wiki/`, `belege/`, `ki-protokoll/`, `protokoll/`; `components/ki/` | | Hintergrund | `worker/ki.ts`, zwei neue Auftragsarten | | Betrieb | `docker/postgres/Dockerfile` (PostGIS **und** pgvector), Ollama und faster-whisper im Profil `ki` | | Tests | 73 Unit, 14 E2E je Browser | ### Entscheidungen **Nichts Maschinelles gelangt ungeprüft in einen Nachweis.** Das ist die Regel aus Phase-8.md, und sie bestimmt den ganzen Aufbau: jede KI-Ausgabe ist zuerst ein eigener Datensatz und nicht ein Feld im Zieldokument. Es gibt keine Funktion, die eine Ausgabe erzeugt und gleich übernimmt — wer das umgehen will, muss Code schreiben, und das fällt in einer Durchsicht auf. Die Datenbank hält gegen: Eingabe, Ausgabe, Modell und Art sind nach dem Anlegen unveränderlich, gelöscht wird nicht, und über einen Vorschlag wird genau einmal entschieden. Eine Absicht im Code ist eine Absicht; ein Trigger ist eine Zusicherung. **Kein Rückfall auf einen Anbieter.** Fehlt der eigene Endpunkt, fehlt die Funktion. Ein Einsatzbericht spricht über Menschen in ihrer schlechtesten Stunde — solche Texte gehören nirgendwo anders hin als ins Gerätehaus. Und ein Rückfall, der „nur im Notfall" greift, ist genau der Fall, in dem niemand hinsieht. **Ohne Modell bleibt alles andere benutzbar.** Das war der größte Einzelposten der Phase und steht in keiner Aufwandsschätzung. Vier Hinweise an vier Stellen, eine zweite Suche, die immer funktioniert, und vierzehn E2E-Tests, die genau diesen Zustand absichern — der Testlauf hat keinen Ollama daneben, und das ist Absicht. **Drei Modelle statt einem.** Text, Einbettungen und Bilder sind einzeln konfigurierbar, weil ein Rechner ohne Grafikkarte das Einbettungsmodell noch flott schafft, das Textmodell zäh und das Vision-Modell praktisch nicht. Eine Wehr kann so ihr Wiki durchsuchbar machen, ohne Berichte schreiben zu lassen. **Zerlegt wird an den Überschriften, nicht nach Zeichenzahl.** Weil die Fundstelle später unter der Antwort steht, und eine Fundstelle soll ein Kapitel sein. Dazu kommt die Überschriftenkette in den Einbettungstext: ein Abschnitt über „Rückzugsdruck" ohne das Wort „Atemschutz" darüber findet sich sonst nicht, wenn jemand nach Atemschutz fragt. **Markdown wird ohne HTML gerendert.** Der Text kommt von Anwendern. Jeder Weg über `dangerouslySetInnerHTML` wäre ein Weg für ein `