Verlangt eine Vorlagen-Version eine Freigabe, laesst sich ein Lauf erst abschliessen, wenn ein Zweiter ihn freigegeben hat. Das braucht zweierlei, und beides zusammen: das neue Recht `freigeben` (ADMIN und REDAKTEUR, nicht TECHNIKER) und dass man nicht an dem Lauf gearbeitet hat. Als gearbeitet zaehlt: angelegt, einen Schritt gesetzt oder abgeschlossen. Eine Zuweisung allein nicht — waere die Regel hier strenger, blockierte sie kleine Teams ohne Gewinn. Auch ein Administrator kann sich nicht selbst freigeben, und das ist der ganze Sinn. Die Pruefung sitzt in `hatDaranGearbeitet` an einer Stelle, wie `laufMussVeraenderbarSein`; die wichtigste Haelfte — der Ersteller — haelt zusaetzlich ein CHECK in der Datenbank. Zurueckweisen verlangt eine Begruendung, setzt den Lauf auf IN_ARBEIT und nimmt eine erteilte Freigabe zurueck. Kein fuenfter LaufStatus: ein neuer Enum-Wert haette jeden Codepfad betroffen, der heute vier Faelle kennt. Sobald jemand abzuschliessen versucht und die Freigabe fehlt, bekommen die Freigabeberechtigten eine Mail — ein anderer Empfaengerkreis als bei jeder anderen Meldung, und ohne die, die gearbeitet haben. Die Aufforderung entsteht ausserhalb der Transaktion: innerhalb wuerde sie mit dem Fehler zurueckgerollt, und dann wartet ein Lauf auf etwas, von dem niemand weiss. Ein partieller Unique-Index haelt sie bei mehreren Versuchen auf einmal. Die Pflicht haengt an der Version, nicht an der Vorlage: eine veroeffentlichte Version ist unveraenderlich, ein laufender Lauf behaelt also seine Regel. Beim Bearbeiten und Duplizieren wandert sie mit — das war die unmittelbare Lehre aus #039, wo die tiefe Kopie zwei Felder stillschweigend verworfen hatte. 1526 Vitest-Tests (vorher 1496), 115 E2E-Ablaeufe gruen. Klickprobe am gebauten Stand mit elf Pruefungen; drei rote Punkte darin waren meine eigenen Testfehler, einer davon lehrreich: ein reload() direkt nach einer Server Action trifft den Router-Cache von Next und zeigt kurz den alten Stand. Closes #40 Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
Laufzettel — Anleitung
Laufzettel ist eine Checkliste für wiederkehrende IT-Arbeiten. Ein Redakteur schreibt einmal auf, was bei einer PC-Neuinstallation, einem Onboarding oder einem Patchday zu tun ist — das ist eine Vorlage. Aus einer veröffentlichten Vorlage entsteht ein Lauf: die Abschrift für einen bestimmten Fall, mit einem bestimmten Gerät und einer bestimmten Person. Den Lauf arbeitet ein Techniker Schritt für Schritt ab, oft am Handy, direkt am Gerät. Am Ende wird er abgeschlossen und archiviert und ändert sich nie wieder.
Auf jedem Gerät klebt ein QR-Aufkleber. Wer ihn scannt, landet auf der Geräteseite und sieht, was dort zu tun ist und was dort schon getan wurde. Der Code auf dem Aufkleber wird nie geändert und nie an ein zweites Gerät vergeben — er ist die einzige Angabe am Gerät, die Jahre hält.
Wer welches Kapitel braucht
Techniker — du arbeitest Läufe ab, scannst Aufkleber und druckst Etiketten:
- 01 Erste Schritte — anmelden, wo was steht
- 02 Läufe abarbeiten — der Alltag, am Schreibtisch und am Handy
- 03 QR-Aufkleber und Tags — scannen, registrieren, Etiketten drucken
- 08 Fehlerbehebung — wenn etwas klemmt
Administrator oder Redakteur — du richtest ein und pflegst:
- 04 Vorlagen bauen — Abschnitte, Schritte, Variablen, veröffentlichen
- 05 Mitarbeiter, Abteilungen und Geräte — Stammdaten und CSV-Import
- 06 Verzeichnis anbinden — Active Directory als Quelle der Personen
- 07 Verwaltung — Benutzer, Rollen, Einstellungen, Betriebsmodus, Kunden
Mitarbeiter — du bedienst Laufzettel nicht, sondern willst nur wissen, was mit deinem Gerät passiert ist:
- 09 Meine Geräte — anmelden, was dort steht und was nicht
Dieses eine Kapitel ist an Mitarbeiter gerichtet und nicht an die IT. Wer die Selbstauskunft im Haus freigibt, kann es weitergeben, ohne den Rest der Anleitung mitzuschicken.
Zwei Betriebsmodi
Laufzettel läuft in einem von zwei Modi. Der Modus entscheidet, ob es eine Kundenebene gibt, und ändert einige Beschriftungen.
| Modus | Für wen | Kundenebene |
|---|---|---|
| Intern | eine Firma und ihre eigenen Mitarbeiter | unsichtbar |
| Dienstleistung | IT-Dienstleister mit mehreren Kunden | sichtbar: Kundenliste, Kundenwahl, Kürzel auf dem Etikett |
Im Modus Intern heißt der Menüpunkt „Mitarbeiter & Geräte“, im Modus Dienstleistung „Personen & Geräte“; dort kommt außerdem „Kunden“ dazu, und das Verzeichnis fällt weg. Wo diese Anleitung „Person“ schreibt, heißt es im Modus Intern auch „Mitarbeiter“ — gemeint ist dasselbe. Umgestellt wird der Modus unter Admin, siehe Kapitel 07.
Drei Zusagen, die überall gelten
- Eine veröffentlichte Version wird nie verändert. Sonst zeigte ein alter Lauf Schritte, die es damals nicht gab. „Bearbeiten“ erzeugt stattdessen eine Kopie als Entwurf.
- Ein archivierter Lauf ist schreibgeschützt. Kein Haken, keine Notiz, kein Kommentar geht danach noch. Nur ein Administrator holt ihn zurück.
- Gelöscht wird fast nichts. Geräte, Abteilungen, Vorlagen und Kunden werden archiviert, Personen nur deaktiviert. Ein archivierter Lauf muss auch in zehn Jahren noch sagen können, für wen er lief.
