Neun Kapitel unter docs/anleitung/ fuer Technik und Verwaltung, mit 35 Bildern aus `pnpm docs:screenshots` und einem Fehlerbehebungskapitel aus echten Meldungen. `pnpm docs:pdf` macht daraus 72 Seiten A4 — hell gedruckt, mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Seitenzahlen, ohne neue Abhaengigkeit. Die Ablaeufe pruefen ihre Voraussetzungen, bevor der erste startet: antwortet ein gebauter Stand, steht der Seed-Bestand, und liest der Server dieselbe Datenbank wie der Testprozess. Jeder Ablauf legt an, was er braucht, und raeumt es weg. Vier neue kommen dazu: Hauptablauf, Onboarding mit Vergleich der Zwischenablage, Rollen und 390 px auf achtzehn Seiten. Drei Fehler kamen dabei heraus. Das Projekt „handy" pruefte 412 px statt der verlangten 390. Ein angemeldeter Benutzer ohne Recht erfuhr nie, warum er abgewiesen wurde — die Meldung stand auf einer Seite, die ihn sofort weiterleitet; jetzt gibt es /kein-zugriff. Und der Verzeichnis-Ablauf schrieb die Attributzuordnung der ersten vorhandenen Quelle um, in einer echten Installation also der produktiven. 101 Ablaeufe in INTERN und 97 in DIENSTLEISTUNG, beide ohne Fehlschlag. Closes #18 Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
11 KiB
laufzettel
Checklisten für wiederkehrende IT-Arbeiten. Versionierte Vorlagen, daraus gestartete Läufe, im Team abgearbeitet, abgeschlossen und unveränderlich archiviert — mit Historie je Gerät und je Mitarbeiter. Einstieg über QR-Aufkleber: Code scannen, Geräteseite öffnen, loslegen.
Stand: in Entwicklung auf
v0.1.0(MVP). Der Fortschritt steht indocs/issues/README.md, Entscheidungen im Entwicklungstagebuch.
Zwei Betriebsmodi
| Modus | Für wen | Kunden-Ebene | Verzeichnis |
|---|---|---|---|
INTERN (Standard) |
eine Firma, eigene Mitarbeiter | unsichtbar | eigenes AD per LDAP |
DIENSTLEISTUNG |
IT-Dienstleister mit mehreren Kunden | sichtbar | manuell oder per CSV je Kunde |
Der Modus liegt in der Datenbank und ist vom Admin ohne Neustart umschaltbar. Jede kundenbezogene
Zeile trägt immer eine Kunden-Zuordnung, im Modus INTERN die eigene Organisation — deshalb ist
der Wechsel eine Datenänderung und keine Migration.
Voraussetzungen
- Node 24 (
.nvmrc) und pnpm 12 über corepack, oder nur Docker mit Compose-Plugin - PostgreSQL 17 (im Compose-Stand enthalten)
Entwicklung
corepack enable pnpm
pnpm install
cp .env.example .env # APP_SECRET und Passwörter ausfüllen
pnpm db:up # PostgreSQL auf 127.0.0.1:5433
pnpm db:migrate
pnpm db:seed
pnpm dev # http://localhost:3000
APP_SECRET erzeugen:
openssl rand -base64 48
Qualitätsschranken
pnpm lint && pnpm typecheck && pnpm test && pnpm pruefe:doku
Ein Pre-Commit-Hook erzwingt Lint und Format, ein Commit-Msg-Hook Conventional Commits.
Ende-zu-Ende-Tests: pnpm test:e2e.
Betrieb mit Docker Compose
cp .env.example .env # APP_URL, APP_SECRET, POSTGRES_PASSWORD sind Pflicht
docker compose up -d --build
Die Migrationen laufen beim Start automatisch in einem eigenen Einmal-Dienst. Der Seed läuft absichtlich nicht automatisch — ihn startest du einmal von Hand:
docker compose run --rm migrate pnpm db:seed
Was der Seed anlegt
| Inhalt | |
|---|---|
| Grundbestand | Betriebsmodus, eigene Organisation, Administrator aus SEED_ADMIN_EMAIL und SEED_ADMIN_PASSWORD |
| Vorlagen | die sieben Abläufe des Hauses als veröffentlichte Version 1 — PC Neuinstallation, Onboarding, Offboarding, Server-Inbetriebnahme, Firewall-Rollout, Patchday, Restore-Test |
| Beispielbestand | 3 Abteilungen, 5 Personen, PC-001 und NB-001 mit Tag-Code, 5 vorgedruckte Tags, Schnellstart-Vorgaben je Gerätetyp |
| Verzeichnis | eine deaktivierte Beispielquelle zum Abschauen — Adresse und Bind-Passwort ersetzen, dann einschalten |
Mit SEED_MODE=DIENSTLEISTUNG (Alias SEED_MODE=SERVICE) kommen zwei Demo-Kunden dazu,
„Musterfirma GmbH" (MUS) und „Bäckerei Reiter" (REI), mit je einer Abteilung, einer Person und
einem Gerät nach der Hostname-Regel (MUS-PC-001).
Der Seed richtet ein, er räumt nicht auf. Was schon da ist, bleibt: eine bearbeitete Vorlage, eine geänderte Ziel-OU oder ein umgeschalteter Betriebsmodus überstehen jeden weiteren Lauf. Zweimal hintereinander aufgerufen ändert der zweite Lauf nichts.
Die sieben Vorlagen liegen als JSON im Austauschformat unter
prisma/seed-daten/vorlagen/. Wer eine anpassen will, ändert die Datei — oder besser: die Vorlage
in der Oberfläche, denn eine veröffentlichte Version wird nie verändert, und der Seed fasst eine
vorhandene Vorlage nicht mehr an.
Die Datenbank ist von außen nicht erreichbar
Das ist bewusst so gebaut und in tests/betriebsstand.test.ts festgehalten:
postgreshat keinports:-Mapping, nurexposepostgreshängt ausschließlich im Netzintern, dasinternal: trueist — ein Netz ohne Gateway, also weder vom Host noch aus dem LAN erreichbar- nur
webhängt zusätzlich im Netzextern(Reverse Proxy, OIDC, LDAP) webbindet standardmäßig auf127.0.0.1:3000; davor gehört ein Reverse Proxy
Prüfen:
nc -z localhost 5432 && echo "FEHLER: offen" || echo "dicht"
docker compose exec web nc -z postgres 5432 && echo "von innen erreichbar"
Für die Entwicklung gibt es docker-compose.dev.yml, das PostgreSQL auf 5433 öffnet. Diese
Datei ist nicht für den Betrieb gedacht.
Reverse Proxy
Die App läuft hinter einem Reverse Proxy und hat keine fest verdrahteten Adressen. Maßgeblich ist
APP_URL — sie steckt in den QR-Codes und in der OIDC-Rückruf-Adresse. Der Proxy muss
X-Forwarded-Proto und X-Forwarded-Host setzen.
Sicherung
Der geschlossene Port ändert nichts an der Sicherung, sie läuft über den Dienstnamen:
docker compose exec -T postgres pg_dump -U laufzettel laufzettel | gzip > sicherung-$(date +%F).sql.gz
Zurückspielen:
gunzip -c sicherung-2026-09-24.sql.gz | docker compose exec -T postgres psql -U laufzettel laufzettel
Gesichert werden muss nur die Datenbank — die App hält keinen veränderlichen Zustand auf der
Platte. Das Volume heißt laufzettel_datenbank.
Anmeldung
Zwei Wege, beide gleichzeitig möglich:
- OIDC (Ziel: authentik) für den normalen Betrieb
- lokal mit E-Mail und Passwort, nur wenn
AUTH_LOCAL_ENABLED=true— für die Entwicklung und als Notfallzugang, wenn der Identitätsanbieter ausfällt
Die Rolle kommt bei jedem OIDC-Login aus dem groups-Claim und wird über
OIDC_GROUP_ADMIN, OIDC_GROUP_EDITOR, OIDC_GROUP_TECHNICIAN und OIDC_GROUP_VIEWER
zugeordnet. Unbekannte Benutzer werden beim ersten Login angelegt.
| Rolle | Darf |
|---|---|
ADMIN |
alles, inkl. Benutzer, Verzeichnis, Abteilungen, Archiv-Verwaltung |
REDAKTEUR |
Vorlagen anlegen, bearbeiten, veröffentlichen; alles was TECHNIKER darf |
TECHNIKER |
Läufe starten, abarbeiten, abschließen, archivieren; Geräte pflegen |
LESER |
nur lesen |
Die Anbindung an authentik ist in docs/betrieb/authentik.md
Schritt für Schritt beschrieben.
Verzeichnis-Abgleich (nur Modus INTERN)
Unter Admin → Verzeichnis wird eine LDAP-Quelle angelegt: Adresse (ldaps:// empfohlen,
ldap+starttls:// und ldap:// gehen auch), ein Dienstkonto mit Leserecht, der Basis-DN und
optional ein eigener Filter. Ein Dienstkonto genügt — Laufzettel schreibt nie ins Verzeichnis.
- „Verbindung testen“ liest die ersten Einträge und zeigt sie mit den gemappten Feldern, ohne etwas zu speichern. Erst daran sieht man, ob die Zuordnung stimmt.
- Die Attributzuordnung ist einklappbar im Formular und trägt die AD-Vorgaben; ein OpenLDAP
bekommt hier etwa
entryUUIDals Kennung. - Der Zeitplan läuft im selben Prozess wie die Anwendung und sieht jede Minute nach, welche
Quelle fällig ist; das Intervall steht je Quelle.
ZEITPLAN_AKTIV=falseschaltet ihn ab — für Einmal-Container, die nur Migrationen fahren. - Gelöscht wird nie. Wer im Verzeichnis verschwindet oder deaktiviert wird, wird hier inaktiv. Lässt sich kein einziger Eintrag zuordnen, deaktiviert der Abgleich niemanden und meldet stattdessen einen Fehler — ein falsch gesetztes Kennungsattribut soll nicht die halbe Firma abschalten.
- Das Bind-Passwort wird verschlüsselt gespeichert und nie wieder angezeigt; ein leeres Feld beim Bearbeiten heißt „unverändert“.
Ohne Verzeichnis geht es auch: Personen lassen sich von Hand anlegen oder aus einer CSV-Datei einlesen.
Umgebungsvariablen
Jede Variable steht mit Erklärung in .env.example — hier die Übersicht. Pflicht
sind APP_URL, APP_SECRET, POSTGRES_PASSWORD und DATABASE_URL; fehlt eine davon, bricht der
Compose-Stand ab, statt mit Standardwerten zu starten.
| Variable | Bedeutung |
|---|---|
APP_URL |
Die öffentliche Adresse, unter der die App erreichbar ist. Steht sie hinter einem Reverse Proxy, ist es dessen Adresse — nicht die interne. Aus ihr entstehen die QR-Adressen auf den Aufklebern und die OIDC-Rücksprungadresse. |
APP_SECRET |
Schlüssel für Sitzungs-Cookies und die Verschlüsselung des LDAP-Bind-Passworts. Mindestens 32 Zeichen, erzeugen mit openssl rand -base64 48. Ändert man ihn, sind alle Sitzungen ungültig und gespeicherte Bind-Passwörter unlesbar. |
DATABASE_URL |
Verbindung zur PostgreSQL-Datenbank. |
POSTGRES_USER, POSTGRES_PASSWORD, POSTGRES_DB |
Zugangsdaten des Datenbank-Containers im Compose-Stand. |
AUTH_LOCAL_ENABLED |
true schaltet die lokale Anmeldung mit E-Mail und Passwort frei — Notfallzugang und Entwicklung. Auf false verschwindet das Formular und der Endpunkt lehnt ab. |
OIDC_ISSUER, OIDC_CLIENT_ID, OIDC_CLIENT_SECRET |
Der Identitätsanbieter. Discovery über <issuer>/.well-known/openid-configuration. |
OIDC_NAME |
Beschriftung des Anmeldeknopfs, etwa „Firmenanmeldung“. |
OIDC_SCOPE |
Angefragte Scopes; muss einen enthalten, der groups liefert. |
OIDC_GROUP_ADMIN, OIDC_GROUP_EDITOR, OIDC_GROUP_TECHNICIAN, OIDC_GROUP_VIEWER |
Welche Gruppe welche Rolle bekommt. Die Rolle wird bei jeder Anmeldung neu gesetzt. |
OIDC_CUSTOMER_GROUP_PREFIX |
Nur im Modus DIENSTLEISTUNG: Gruppen mit diesem Präfix weisen einen Benutzer einem Kunden zu. |
BIND_ADDR, APP_PORT |
Wohin der Compose-Stand die App bindet. Standard 127.0.0.1:3000 — davor gehört ein Reverse Proxy. |
APP_VERSION, GIT_SHA |
Erscheinen unten links in der Oberfläche. Im Compose-Stand Build-Argumente. |
SEED_ADMIN_EMAIL, SEED_ADMIN_PASSWORD |
Der Administrator, den pnpm db:seed anlegt. Das Passwort wird nur als argon2-Hash gespeichert. Fehlt eines, überspringt der Seed ihn. |
SEED_MODE |
INTERN (Standard) oder DIENSTLEISTUNG — der Alias SERVICE tut dasselbe. Betrifft nur den ersten Seed-Lauf; danach steht der Modus in der Datenbank. |
SEED_ORG_NAME, SEED_ORG_KUERZEL |
Name und Kürzel der eigenen Organisation. Das Kürzel steht auf Etiketten und in der Hostname-Regel. |
ZEITPLAN_AKTIV |
false schaltet den Verzeichnis-Abgleich nach Zeitplan ab. |
TEST_DATABASE_URL |
Datenbank für die Tests. Ohne sie überspringen sich alle Datenbanktests. |
Dokumentation
- Anleitung für Technik und Verwaltung — acht Kapitel mit Bildern.
pnpm docs:pdfmacht daraus ein PDF; jedem Release liegt es bei - Architektur und Entscheidungen
- Austauschformat für Vorlagen — wie eine Vorlage als JSON aussieht
- Anbindung an authentik — Inbetriebnahme, Proxmox und Reverse Proxy folgen mit #019
- Konventionen — Sprache, Schichtung, feste Regeln
- Änderungen · Entwicklungstagebuch
Lizenz
Noch nicht festgelegt.