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Laufzettel/docs/issues/033-sse-live.md
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Florian WildeandClaude Opus 5 1be73b266c
Prüfung / pruefung (pull_request) Canceled after 0s
Prüfung / e2e (pull_request) Canceled after 0s
Prüfung / pruefung (push) Canceled after 0s
Prüfung / e2e (push) Canceled after 0s
feat(laeufe): Live-Aktualisierung per Ereignisstrom statt Polling (#53)
Die Abarbeitungsansicht fragte alle zehn Sekunden nach dem Zustand. Jetzt
melden vier Datenbank-Trigger `NOTIFY lauf_geaendert, '<laufId>'`, eine
LISTEN-Verbindung je Prozess hoert zu, und der Route Handler schiebt
weiter. Gemessen: der Haken des Kollegen ist nach 485 ms beim Zuschauer
(am Handy 487 ms), vorher bis zu zehn Sekunden. Zwanzig offene Laschen
kosten nichts mehr statt zwanzig Abfragen je zehn Sekunden.

Das Ereignis kommt aus der Datenbank und nicht aus dem Dienst, aus
demselben Grund, aus dem auch die Regeln dort stehen: ein Trigger sieht
auch den Seed, eine Migration und die Reparatur per psql. Und NOTIFY
erreicht jede Instanz der Anwendung, ohne einen zweiten Dienst.

Welche Tabellen melden, haengt an dem, was `laufZustand` liefert — nicht
daran, was das Issue vorgeschlagen hat. Mit Triggern nur auf
Schrittergebnis und Lauf waere der Strom ein **Rueckschritt** gewesen:
das Polling verglich den ganzen Stand und sah deshalb auch Kommentare,
ein Strom sieht nur, was gemeldet wird. Der Kommentar des Kollegen waere
nie angekommen, und die Seite haette ausgesehen wie immer. Es melden
jetzt vier Tabellen, und `laufZustand` traegt `anzahlAnhaenge` — ein
Ereignis ohne Entsprechung im Zustand loest nichts aus.

Das Polling bleibt als Rueckfall an **derselben** Adresse, unterschieden
nur am Accept-Kopf: eine Rechtepruefung, ein Lesemodell, eine Nutzlast.
Ein zweiter Endpunkt waere eine zweite Stelle, an der jemand
rechtErforderlich vergessen kann. Bei erreichter Obergrenze antwortet
der Handler gewoehnlich mit JSON; EventSource meldet darauf einen Fehler
und versucht es nicht wieder, also faellt der Client von sich aus
zurueck — ohne Sonderfall.

Nebenbei zwei Fehler in docs/betrieb/reverse-proxy.md behoben, beide aus
#52: `client_max_body_size 8m` bei `ANHANG_MAX_MB=10` haette ein
10-MB-Foto mit 413 abgewiesen, bevor die eigene Meldung zum Zuge kommt.

Closes #53

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-10-05 22:50:32 +02:00

6.2 KiB
Raw Blame History

#033 M20 – Live-Aktualisierung per SSE statt Polling

Status: erledigt Im Tracker: #53 Meilenstein: v0.2.0 Labels: phase-2, backend, frontend Geschätzt: 6 h Tatsächlich: 1 h 40 min

Ziel

Die Abarbeitungsansicht fragt alle zehn Sekunden nach dem Zustand. Das reicht für zwei Techniker an einem Lauf, kostet aber bei zwanzig offenen Tabs zwanzig Abfragen je zehn Sekunden — und zehn Sekunden sind lang, wenn zwei Leute dieselbe Liste abhaken.

Die Vorleistung steht: das Polling liegt in genau einem Route Handler (/api/laeufe/[id]/zustand) und lässt sich tauschen.

Zu entscheiden

  • LISTEN/NOTIFY in Postgres als Signal — Empfehlung. Ein Trigger auf Schrittergebnis und Lauf schickt NOTIFY lauf_geaendert, '<laufId>'; der Route Handler hält eine Verbindung und schiebt weiter. Damit funktioniert es auch mit mehreren Instanzen der Anwendung, ohne einen zweiten Dienst. Die Alternative — der Server fragt selbst alle zwei Sekunden — wäre dasselbe Polling, nur an anderer Stelle.
  • Polling bleibt als Rückfall, nicht als zweite Wahrheit: derselbe Handler antwortet weiter auf eine gewöhnliche Anfrage. Wer kein EventSource hat oder hinter einem Proxy sitzt, der Ströme puffert, bekommt den alten Weg. Ein Rückfall, der nie geprüft wird, ist keiner — deshalb ein Test je Weg.

Aufgaben

  • Trigger und NOTIFY in einer handgeschriebenen Migration, mit dem üblichen Vermerk (Prisma kennt Trigger nicht und will sie löschen)
  • Route Handler liefert text/event-stream, schickt alle 25 s einen Kommentar als Herzschlag (sonst schließen Proxys die Verbindung) und beendet sauber bei abort
  • Der Handler prüft Recht und Mandant selbst — ein offener Strom ist ein Leseweg wie jeder andere (CLAUDE.md: Route Handler deckt die Hülle nicht ab)
  • Client: EventSource mit Wiederverbindung; bei versteckter Lasche pausieren wie heute; bei error auf Polling zurückfallen und das einmal melden, nicht bei jedem Versuch
  • docs/betrieb/reverse-proxy.md: proxy_buffering off für nginx, flush_interval -1 für Caddy — ohne das kommt kein Ereignis an, und die Seite sieht aus, als sei sie hängen geblieben
  • Obergrenze für gleichzeitige Ströme je Instanz, damit ein Browser mit vierzig Tabs die Verbindungen nicht aufbraucht

Akzeptanzkriterien

  • Test: zwei Sitzungen am selben Lauf — hakt die eine ab, sieht die andere es in unter einer Sekunde, ohne neu zu laden
  • Test: ohne Recht wird der Strom abgewiesen, bevor das erste Ereignis fließt
  • Test: ein Lauf eines fremden Kunden liefert keinen Strom
  • Test: der Rückfall auf Polling funktioniert — gefahren mit abgeschaltetem EventSource
  • Der Herzschlag kommt an: eine Verbindung überlebt 60 s ohne Änderung

Beim Umsetzen dazugekommen

  • Es wäre ein Rückschritt geworden. Das Issue nannte Trigger auf Schrittergebnis und Lauf. laufZustand trägt aber auch die Zahl der Kommentare — das Polling verglich alle zehn Sekunden den ganzen Stand und sah sie damit, ein Strom sieht nur, was gemeldet wird. Mit den zwei Triggern aus dem Issue wäre der Kommentar des Kollegen nie angekommen, und niemandem wäre etwas aufgefallen: die Seite sieht aus wie immer. Jetzt melden vier Tabellen, und tests/datenbankregeln.test.ts zählt sie namentlich auf. Gegenprobe gefahren: ohne die Trigger auf Kommentar und Anhang wird tests/lauf-ereignisse.test.ts rot.
  • laufZustand hat anzahlAnhaenge bekommen. Anhänge gibt es seit #032, im Zustand standen sie nicht. Ein Ereignis ohne Entsprechung im Zustand löst nichts aus, weil der Client vergleicht, bevor er neu lädt — ein angehängtes Foto wäre also auch mit Trigger unsichtbar geblieben.
  • Ein Handler für beide Wege, unterschieden am Accept-Kopf. So steht „Polling bleibt als Rückfall, nicht als zweite Wahrheit“ nicht nur im Issue: es ist dieselbe Rechteprüfung, dasselbe Lesemodell, dieselbe Nutzlast. Ein zweiter Endpunkt wäre eine zweite Stelle, an der jemand rechtErforderlich vergessen kann.
  • Die Obergrenze braucht keinen Sonderfall. Ist sie erreicht, antwortet der Handler gewöhnlich mit JSON. EventSource verlangt text/event-stream, meldet einen Fehler und versucht es nicht wieder — der Client fällt damit von sich aus auf Polling zurück. Kein eigener Fehlercode, kein zweiter Pfad.
  • Eine LISTEN-Verbindung je Prozess, nicht je Strom — und ausdrücklich nicht aus dem Prisma-Pool: ein Pool gibt Verbindungen zurück und verteilt sie neu, ein LISTEN darauf gilt danach für eine fremde Anfrage oder für niemanden.
  • Nach einem Verbindungsabbruch werden alle Zuhörer geweckt. NOTIFY hat keinen Zwischenspeicher; was während des Abbruchs passierte, ist verloren. Lieber ein Abruf zu viel als ein stiller Stand, der falsch ist.
  • Bei versteckter Lasche wird der Strom geschlossen, nicht bloß ignoriert. Eine offene Verbindung je Hintergrundlasche ist genau das, was die Obergrenze verhindern soll.
  • Zwei Fehler in docs/betrieb/reverse-proxy.md gefunden, beide aus #032: client_max_body_size stand auf 8m, während ANHANG_MAX_MB 10 erlaubt — ein 10-MB-Foto wäre an nginx mit „413“ gescheitert, und die freundliche Meldung der Anwendung wäre nie zum Zuge gekommen. Jetzt 12m, mit dem Hinweis, dass beide Werte zusammengehören. Dazu beschrieb der Kommentar am proxy_read_timeout noch das alte Polling.
  • Der Herzschlag ist echt über 70 Sekunden gefahren, nicht nur im Test mit verkürztem Intervall: readyState blieb OPEN, ein einziges Zustands-Ereignis, kein Fehler, kein Neuaufbau.
  • Gemessen statt behauptet: der Haken war nach 485 ms beim Zuschauer (Desktop) und nach 487 ms am Handy. Mit abgeschaltetem EventSource dauert derselbe Ablauf rund 13 Sekunden — das ist zugleich der Nachweis, dass der Strom wirklich benutzt wird und nicht heimlich gepollt wird.
  • Der Testname versprach tests/e2e/live.spec.ts, also gibt es die Datei. Zwei Browser-Kontexte, und für den Rückfall wird dem Zuschauer EventSource vor dem Laden weggenommen.