Ein Abschnitt oder ein einzelner Schritt erscheint nur, wenn seine Bedingung zutrifft — abhaengig von einer Variable des Laufs oder vom Zustand eines anderen Schritts. Der echte Fall steht im Seed: "Mitarbeiter-Onboarding" traegt beide Konto-Abschnitte, fuenf AD-Schritte und vier fuer Entra ID, und `konto_typ` sagt beim Start, welcher gilt. Bisher klickte ein Techniker die anderen neun bei jedem Onboarding weg. Entscheidungen, alle im Issue begruendet: - Laufend ausgewertet, nicht beim Start festgeschrieben. Fuer die Abteilungsabschnitte (#031) ist Festschreiben richtig; fuer Bedingungen nicht — die Antwort auf "ist Pruefen fehlgeschlagen?" entsteht erst waehrend der Arbeit. Ein struktureller Test prueft, dass alle drei Schichten (Abschlussregel, Abarbeitung, Druck) die Auswertung rufen. - Nicht entscheidbar heisst: gilt. Ein Lauf ohne konto_typ zeigt beide Abschnitte — genau wie vorher. Ein Abschnitt zu viel ist sichtbar und korrigierbar, ein fehlender faellt niemandem auf. - OFFEN ist eine Antwort, keine Luecke: waere es unentscheidbar, waere ein bedingter Abschnitt von Anfang an sichtbar. - Eine Bedingung, kein Ausdrucksbaum. Kein und, kein oder. - Verwiesen wird ueber Titel-Pfade, nicht ueber Kennungen: vier Wege schreiben eine Struktur neu und geben neue Kennungen. Zwei stille Datenverluste gefunden, der zweite aelter als dieser Meilenstein: - Der Import verwarf `nurFuerAbteilungen`. Der Export schreibt es seit #031, das Schema nimmt es an, der Import setzte es nicht — eine exportierte Vorlage verlor ihre Abteilungsabschnitte und galt dort fuer alle. - Die tiefe Kopie verwarf es ebenfalls, womit jedes "Bearbeiten" einer Vorlage alle Einschraenkungen verlor. Ursache war ein von Hand getippter Zwischentyp, der weniger Felder nannte als die Abfrage liefert; jetzt aus Prisma abgeleitet, beide Kopierwege teilen eine Stelle, und ein Test vergleicht Kopie und Original Feld fuer Feld. Gefunden hat beides die Klickprobe am gebauten Stand, nicht die Suite: im Editor stand "Bedingung gesetzt", nach "Bearbeiten" war sie weg. Dreizehn Gegenproben liefen, alle wurden rot — und der teuerste Befund lag ausserhalb von allen. 1499 Vitest-Tests (vorher 1457), 115 E2E-Ablaeufe gruen. Closes #39 Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
Laufzettel — Anleitung
Laufzettel ist eine Checkliste für wiederkehrende IT-Arbeiten. Ein Redakteur schreibt einmal auf, was bei einer PC-Neuinstallation, einem Onboarding oder einem Patchday zu tun ist — das ist eine Vorlage. Aus einer veröffentlichten Vorlage entsteht ein Lauf: die Abschrift für einen bestimmten Fall, mit einem bestimmten Gerät und einer bestimmten Person. Den Lauf arbeitet ein Techniker Schritt für Schritt ab, oft am Handy, direkt am Gerät. Am Ende wird er abgeschlossen und archiviert und ändert sich nie wieder.
Auf jedem Gerät klebt ein QR-Aufkleber. Wer ihn scannt, landet auf der Geräteseite und sieht, was dort zu tun ist und was dort schon getan wurde. Der Code auf dem Aufkleber wird nie geändert und nie an ein zweites Gerät vergeben — er ist die einzige Angabe am Gerät, die Jahre hält.
Wer welches Kapitel braucht
Techniker — du arbeitest Läufe ab, scannst Aufkleber und druckst Etiketten:
- 01 Erste Schritte — anmelden, wo was steht
- 02 Läufe abarbeiten — der Alltag, am Schreibtisch und am Handy
- 03 QR-Aufkleber und Tags — scannen, registrieren, Etiketten drucken
- 08 Fehlerbehebung — wenn etwas klemmt
Administrator oder Redakteur — du richtest ein und pflegst:
- 04 Vorlagen bauen — Abschnitte, Schritte, Variablen, veröffentlichen
- 05 Mitarbeiter, Abteilungen und Geräte — Stammdaten und CSV-Import
- 06 Verzeichnis anbinden — Active Directory als Quelle der Personen
- 07 Verwaltung — Benutzer, Rollen, Einstellungen, Betriebsmodus, Kunden
Mitarbeiter — du bedienst Laufzettel nicht, sondern willst nur wissen, was mit deinem Gerät passiert ist:
- 09 Meine Geräte — anmelden, was dort steht und was nicht
Dieses eine Kapitel ist an Mitarbeiter gerichtet und nicht an die IT. Wer die Selbstauskunft im Haus freigibt, kann es weitergeben, ohne den Rest der Anleitung mitzuschicken.
Zwei Betriebsmodi
Laufzettel läuft in einem von zwei Modi. Der Modus entscheidet, ob es eine Kundenebene gibt, und ändert einige Beschriftungen.
| Modus | Für wen | Kundenebene |
|---|---|---|
| Intern | eine Firma und ihre eigenen Mitarbeiter | unsichtbar |
| Dienstleistung | IT-Dienstleister mit mehreren Kunden | sichtbar: Kundenliste, Kundenwahl, Kürzel auf dem Etikett |
Im Modus Intern heißt der Menüpunkt „Mitarbeiter & Geräte“, im Modus Dienstleistung „Personen & Geräte“; dort kommt außerdem „Kunden“ dazu, und das Verzeichnis fällt weg. Wo diese Anleitung „Person“ schreibt, heißt es im Modus Intern auch „Mitarbeiter“ — gemeint ist dasselbe. Umgestellt wird der Modus unter Admin, siehe Kapitel 07.
Drei Zusagen, die überall gelten
- Eine veröffentlichte Version wird nie verändert. Sonst zeigte ein alter Lauf Schritte, die es damals nicht gab. „Bearbeiten“ erzeugt stattdessen eine Kopie als Entwurf.
- Ein archivierter Lauf ist schreibgeschützt. Kein Haken, keine Notiz, kein Kommentar geht danach noch. Nur ein Administrator holt ihn zurück.
- Gelöscht wird fast nichts. Geräte, Abteilungen, Vorlagen und Kunden werden archiviert, Personen nur deaktiviert. Ein archivierter Lauf muss auch in zehn Jahren noch sagen können, für wen er lief.
