Beim Onboarding in der Buchhaltung gehoeren Schritte dazu, die sonst niemand braucht: DATEV, Drucker fuer Formulare, Bankportal. Bisher hiess die Wahl: eine Vorlage je Abteilung pflegen, oder Schritte, die fuer die meisten "nicht zutreffend" sind. Jeder Abschnitt kann jetzt nennen, fuer welche Abteilungen er gilt -- als **Namen**, nicht als Kennungen. Der Abschnitt gehoert zur Version und muss ein Umbenennen oder Archivieren einer Abteilung ueberleben; dieselbe Entscheidung wie bei Mitarbeiter.abteilung. Deshalb wandert die Einschraenkung auch durch Export und Import. Welche Abschnitte ein Lauf hat, wird beim Start festgeschrieben. Ein spaeterer Abteilungswechsel aendert ihn nicht -- sonst verschwaende ein Schritt, an dem schon eine Notiz haengt, und ein archivierter Lauf muss genau das zeigen, was damals abgearbeitet wurde. Leer heisst alle: Laeufe von vor dieser Fassung verhalten sich unveraendert, ohne dass eine Migration Daten nachfuehren muesste. Damit das eindeutig bleibt, wird ein Lauf abgewiesen, fuer den kein Abschnitt uebrig bleibt -- es gaebe ohnehin nichts abzuarbeiten. Die Abschlussregel zaehlt nur geltende Pflichtschritte. Vorher waere der Abschluss unerreichbar gewesen: abhaken laesst sich nur, was in der Abarbeitung steht. Der Test hat das sofort gezeigt. Die Regel liegt in src/lib, weil drei Schichten sie brauchen -- der Dienst beim Start und beim Abschluss, die Lesemodelle der Abarbeitung und des Drucks. In einem Lesemodell waere sie eine Abhaengigkeit in die falsche Richtung. Im gebauten Stand durchgeklickt: einschraenken, speichern, veroeffentlichen, zwei Laeufe mit verschiedenen Abteilungen starten -- 6 Abschnitte mit 23 Schritten fuer die Buchhaltung, 5 mit 20 fuer den Vertrieb. Dabei einen eigenen Numerusfehler im Hinweistext gefunden und behoben. Closes #51
Laufzettel — Anleitung
Laufzettel ist eine Checkliste für wiederkehrende IT-Arbeiten. Ein Redakteur schreibt einmal auf, was bei einer PC-Neuinstallation, einem Onboarding oder einem Patchday zu tun ist — das ist eine Vorlage. Aus einer veröffentlichten Vorlage entsteht ein Lauf: die Abschrift für einen bestimmten Fall, mit einem bestimmten Gerät und einer bestimmten Person. Den Lauf arbeitet ein Techniker Schritt für Schritt ab, oft am Handy, direkt am Gerät. Am Ende wird er abgeschlossen und archiviert und ändert sich nie wieder.
Auf jedem Gerät klebt ein QR-Aufkleber. Wer ihn scannt, landet auf der Geräteseite und sieht, was dort zu tun ist und was dort schon getan wurde. Der Code auf dem Aufkleber wird nie geändert und nie an ein zweites Gerät vergeben — er ist die einzige Angabe am Gerät, die Jahre hält.
Wer welches Kapitel braucht
Techniker — du arbeitest Läufe ab, scannst Aufkleber und druckst Etiketten:
- 01 Erste Schritte — anmelden, wo was steht
- 02 Läufe abarbeiten — der Alltag, am Schreibtisch und am Handy
- 03 QR-Aufkleber und Tags — scannen, registrieren, Etiketten drucken
- 08 Fehlerbehebung — wenn etwas klemmt
Administrator oder Redakteur — du richtest ein und pflegst:
- 04 Vorlagen bauen — Abschnitte, Schritte, Variablen, veröffentlichen
- 05 Mitarbeiter, Abteilungen und Geräte — Stammdaten und CSV-Import
- 06 Verzeichnis anbinden — Active Directory als Quelle der Personen
- 07 Verwaltung — Benutzer, Rollen, Einstellungen, Betriebsmodus, Kunden
Zwei Betriebsmodi
Laufzettel läuft in einem von zwei Modi. Der Modus entscheidet, ob es eine Kundenebene gibt, und ändert einige Beschriftungen.
| Modus | Für wen | Kundenebene |
|---|---|---|
| Intern | eine Firma und ihre eigenen Mitarbeiter | unsichtbar |
| Dienstleistung | IT-Dienstleister mit mehreren Kunden | sichtbar: Kundenliste, Kundenwahl, Kürzel auf dem Etikett |
Im Modus Intern heißt der Menüpunkt „Mitarbeiter & Geräte“, im Modus Dienstleistung „Personen & Geräte“; dort kommt außerdem „Kunden“ dazu, und das Verzeichnis fällt weg. Wo diese Anleitung „Person“ schreibt, heißt es im Modus Intern auch „Mitarbeiter“ — gemeint ist dasselbe. Umgestellt wird der Modus unter Admin, siehe Kapitel 07.
Drei Zusagen, die überall gelten
- Eine veröffentlichte Version wird nie verändert. Sonst zeigte ein alter Lauf Schritte, die es damals nicht gab. „Bearbeiten“ erzeugt stattdessen eine Kopie als Entwurf.
- Ein archivierter Lauf ist schreibgeschützt. Kein Haken, keine Notiz, kein Kommentar geht danach noch. Nur ein Administrator holt ihn zurück.
- Gelöscht wird fast nichts. Geräte, Abteilungen, Vorlagen und Kunden werden archiviert, Personen nur deaktiviert. Ein archivierter Lauf muss auch in zehn Jahren noch sagen können, für wen er lief.
