feat(security): Haertung nach OWASP Top 10 (#024)
Drei echte Luecken gefunden und geschlossen: 1. Die 27 Server Actions verliessen sich allein auf proxy.ts. Jede prueft die Sitzung jetzt selbst und schlaegt gegen die Datenbank nach, ob das Konto noch gilt - damit lassen sich Sitzungen ueberhaupt erst widerrufen. 2. Der Anmelde-Endpunkt prueft die Herkunft des Formulars; vorher war Login-CSRF moeglich. 3. Content-Security-Policy mit Nonce je Anfrage und strict-dynamic. Dazu: npm audit ist ohne Befund (mysql2 und deepmerge-ts per overrides angehoben statt Prisma zurueckzustufen), eine Benutzerverwaltung fuer die Kommandozeile und docs/sicherheit.md mit allem, was bewusst offen bleibt - keine Rollen, keine Zwei-Faktor-Anmeldung. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
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# Sicherheit
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Dieses Dokument hält fest, was ProxLedger gegen die üblichen Angriffe tut – und was es **nicht** tut.
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Die Gliederung folgt den OWASP Top 10 (2021).
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## A01 – Fehlerhafte Zugriffskontrolle
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- `src/proxy.ts` schickt jede Anfrage ohne gültige Sitzung zur Anmeldung. Öffentlich sind nur die
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Anmeldung, die Agent-API (eigene Tokens), die Gesundheitsprüfung, die beiden Agent-Skripte und die Symbole.
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- **Jede Server Action prüft zusätzlich selbst** (`sitzungErforderlich()`). Server Actions sind eigene
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Endpunkte; eine einzige Schutzschicht davor wäre zu wenig, falls der Musterausdruck im Proxy je
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danebengreift.
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- Die Prüfung geht in die Datenbank: Ein gesperrtes Konto oder ein Widerruf beendet laufende Sitzungen
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sofort (`npm run benutzer -- sperren <email>`), statt bis zum Ablauf des Tokens zu warten.
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- Die Anmeldung prüft den `Origin`, damit keine fremde Seite jemanden unbemerkt in ein untergeschobenes
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Konto anmeldet (Login-CSRF). Für Server Actions erledigt das Next.js selbst.
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**Nicht vorhanden:** Rollen. Wer angemeldet ist, darf alles. Für ein Werkzeug, das ein Systemhaus intern
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betreibt, ist das vertretbar – für mehrere Mandanten wäre es das nicht.
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## A02 – Kryptografische Fehler
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- Passwörter: argon2id (`@node-rs/argon2`), keine eigene Krypto.
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- Sitzungen: signiertes JWT (HS256) aus `APP_SECRET`, 12 Stunden gültig, Cookie `httpOnly`, `sameSite=lax`
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und `secure`, sobald `APP_URL` auf `https://` steht.
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- Zugangsdaten für SMTP und Webhooks liegen AES-256-GCM-verschlüsselt in der Datenbank
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(`src/lib/geheimnisse.ts`); der Schlüssel wird aus `APP_SECRET` abgeleitet.
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- Agent- und Enrollment-Tokens werden nur als SHA-256-Hash gespeichert. Das ist hier richtig und nicht
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zu schwach: Die Tokens sind 32 Byte Zufall, es gibt nichts zu raten.
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**Wichtig:** `APP_SECRET` ist der Generalschlüssel. Geht er verloren, sind alle Sitzungen ungültig und die
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gespeicherten Zugangsdaten unlesbar. Er gehört in die Sicherung.
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## A03 – Injektion
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- Datenbankzugriffe ausschließlich über Prisma mit gebundenen Werten; kein `$queryRawUnsafe` im Projekt.
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- Ausgaben maskiert React selbst.
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- Zusätzlich greift eine Content-Security-Policy mit frischem Nonce je Anfrage und `strict-dynamic`
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(`src/proxy.ts`). Eingeschleustes `<script>` – etwa über einen manipulierten Hostnamen aus einer
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Proxmox-Ausgabe – läuft damit nicht.
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- Der Agent baut sein JSON mit einer eigenen Maskierung; Sonderzeichen aus Proxmox-Ausgaben sind als
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Testfall hinterlegt.
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## A04 – Unsicheres Design
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- Push-Modell: Das Dashboard braucht **keinen** Zugang zu den Proxmox-Hosts. Es gibt keine gespeicherten
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root-Zugänge, die abhandenkommen könnten – die Hosts melden von sich aus.
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- Der Agent sendet nur Statusangaben (Subscription, Version, Sockel, IPs). Keine Gastliste, keine Daten.
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- Enrollment-Tokens sind befristet und in der Zahl der Nutzungen begrenzt.
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## A05 – Sicherheitsrelevante Fehlkonfiguration
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- Kopfzeilen: `X-Content-Type-Options`, `X-Frame-Options: DENY`, `Referrer-Policy`, `Permissions-Policy`,
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`Strict-Transport-Security` (`next.config.ts`) sowie die CSP aus dem Proxy.
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- Die Anwendung startet nicht mit zu kurzem `APP_SECRET`.
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- Im Container läuft die Anwendung als unprivilegierter Benutzer; Anhänge werden mit Rechten 640 abgelegt.
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- Fehlermeldungen nennen keine Einzelheiten: Bei der Anmeldung steht dieselbe Meldung für „Adresse
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unbekannt“ und „Passwort falsch“.
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## A06 – Verwundbare Komponenten
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- `npm audit --omit=dev` meldet **keine** bekannten Schwachstellen (Stand 18.09.2026).
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- Zwei Fassungen werden über `overrides` angehoben: `mysql2` und `deepmerge-ts` kommen als Beiwerk von
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Prisma mit, obwohl wir Postgres nutzen. Ohne die Anhebung bliebe nur ein Rückschritt auf Prisma 6.
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- Die CI prüft bei jedem Push (#019).
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## A07 – Fehler bei Identifizierung und Authentifizierung
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- Ratenbremse: fünf Anmeldeversuche je Kennung und Viertelstunde.
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- Anmeldung wahlweise per Passwort oder OIDC (authentik, mit PKCE und `state`).
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- Jede Anmeldung – erfolgreich oder nicht – landet im Audit-Log.
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**Nicht vorhanden:** Zwei-Faktor-Anmeldung. Wer sie braucht, stellt OIDC davor und schaltet die
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Passwortanmeldung ab.
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## A08 – Datenintegrität
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- Der Agent prüft vor dem Selbstaktualisieren, ob die geladene Datei wie ein Bash-Skript beginnt.
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- Webhooks werden mit HMAC-SHA256 signiert, damit die Gegenstelle die Herkunft prüfen kann.
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- Hochgeladene Rechnungen werden nicht dem gemeldeten Typ nach beurteilt, sondern am Dateianfang
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geprüft (`%PDF-`), auf 10 MB begrenzt und unter ihrer Prüfsumme abgelegt.
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## A09 – Protokollierung
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- Audit-Log für Anmeldungen, Änderungen an Kunden, Rechnungen, Tokens, Kanälen und Warnregeln –
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einsehbar unter *Einstellungen → Protokoll*.
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- Der Agent protokolliert auf dem Host über `logger` ins Journal.
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## A10 – Server-Side Request Forgery
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- Die einzige ausgehende Verbindung, die sich einstellen lässt, ist der Benachrichtigungs-Webhook. Er
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wird bewusst von einem Angemeldeten eingetragen und ist damit kein fremdgesteuerter Aufruf.
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- Sonst ruft das Dashboard keine Adressen auf, die aus Daten stammen.
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## Was ein Betreiber selbst tun muss
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1. HTTPS davorschalten (Beispiele unter `deploy/reverse-proxy/`) und `APP_URL` auf `https://` setzen.
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2. `APP_SECRET` und die Datenbank sichern (`deploy/backup.sh`).
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3. Das Dashboard nicht ins offene Internet stellen, wenn es nicht sein muss. Die Agent-API muss
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erreichbar sein, die Oberfläche nicht.
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4. Enrollment-Tokens nach dem Ausrollen widerrufen.
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