docs(betrieb): netbird Reverse Proxy (Beta) aufnehmen (#030)
netbird bringt seit v0.65 einen eigenen Reverse Proxy mit, v0.72 ergaenzte private Dienste. Damit entfaellt ein zusaetzlicher nginx: TLS-Terminierung und Weiterleitung durchs Mesh, ohne offenen Port. Wichtigster Hinweis in der Anleitung: Eine Anmeldehuerde vor dem Dienst (SSO, Passwort, PIN) gilt auch fuer /api/agent. Die Agents weisen sich mit eigenem Token aus und koennen sich nirgends anmelden - sie wuerden stumm ins Leere melden. Zwei Auswege beschrieben: zwei Dienste oder ein privater Dienst, der nur aus dem netbird-Netz erreichbar ist. Beta-Einschraenkungen benannt: kein Rosenpass, selbst gehostet nur mit Traefik (TLS-Passthrough). Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
@@ -66,7 +66,77 @@ Danach einmal anmelden und darauf achten, dass die Adresszeile auf `proxledger.f
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## Weg B: netbird (kein offener Port)
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## Weg B: netbird Reverse Proxy (Beta)
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Seit v0.65 bringt netbird einen **eigenen Reverse Proxy** mit; v0.72 hat private Dienste und „Bring
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Your Own Proxy“ ergänzt. Damit entfällt der nginx Proxy Manager vollständig: netbird übernimmt die
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TLS-Terminierung und reicht den Verkehr durch das Mesh an den Ziel-Peer weiter – **ohne offenen Port
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und ohne Firewall-Regel auf dem ProxLedger-Host**.
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Für ProxLedger ist das der bequemste Weg, weil er die beiden Dinge löst, an denen es sonst hakt: ein
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gültiges Zertifikat (damit Passkeys funktionieren) und eine feste öffentliche Adresse.
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> **Beta.** Die Funktion ist als Beta gekennzeichnet. Sie unterstützt derzeit **kein Rosenpass**, und
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> wer netbird selbst hostet, braucht **Traefik** als äußeren Proxy – nur der beherrscht das nötige
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> TLS-Passthrough.
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### 1. Dienst anlegen
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Im netbird-Dashboard unter *Services → Reverse Proxy → Create*:
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| Reiter | Einstellung |
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| **Details** | Mode `HTTP`; Subdomain `proxledger`, dazu eine Basis-Domäne; als Target den Peer mit ProxLedger, Protokoll `HTTP`, Port `3000` |
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| **Authentication** | für ProxLedger **aus lassen** – Begründung unten |
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| **Access Control** | nach Bedarf: IP-Bereiche, Länder, CrowdSec-Bewertung |
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| **Settings** | *Host header forwarding* **an**, ebenso das Umschreiben von Weiterleitungen |
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Das Zertifikat besorgt netbird selbst über ACME (Let's Encrypt); alternativ lassen sich eigene
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Zertifikate hinterlegen.
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**Host header forwarding ist nicht optional.** ProxLedger bildet Weiterleitungen, die OIDC-Rückkehr
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und die `rpID` der Passkeys aus der öffentlichen Adresse. Kommt beim Dienst nur die interne Adresse
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an, landet man nach der Anmeldung auf einer Adresse, die es im Browser nicht gibt.
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### 2. Adresse eintragen
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```bash
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APP_URL="https://proxledger.<ihre-basis-domaene>"
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```
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und dieselbe Adresse unter *Einstellungen → System* als **Adresse des Dashboards**. Danach neu starten.
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### 3. Warum die netbird-Anmeldung hier ausbleiben sollte
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netbird kann den Dienst zusätzlich absichern – per SSO über den eigenen Identitätsanbieter, per
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Passwort, PIN oder Kopfzeile. Verlockend, aber für ProxLedger meist falsch:
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**Die Absicherung gilt für den ganzen Dienst, also auch für `/api/agent`.** Die Agents auf den
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Proxmox-Hosts können sich dort nicht anmelden – sie weisen sich mit ihrem eigenen Token aus. Steht
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eine SSO-Hürde davor, melden alle Hosts stumm ins Leere, bis der Zwischenspeicher voll ist.
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Zwei Wege, wenn die zusätzliche Hürde gewünscht ist:
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1. **Zwei Dienste anlegen:** einen für die Oberfläche mit SSO, einen zweiten (eigene Subdomain) ohne
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Anmeldung für die Agents. Im Installations-Einzeiler dann die Agent-Adresse verwenden
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(`--url https://agents.<domaene>`).
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2. **Privater Dienst:** netbird kann einen Dienst so schalten, dass er **nur** aus dem eigenen Netz und
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nur für ausgewählte Gruppen erreichbar ist. Das ist die sauberste Lösung, wenn sowohl Arbeitsplätze
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als auch alle Proxmox-Hosts ohnehin im netbird-Netz sind: kein offener Zugang, trotzdem gültiges
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Zertifikat und damit Passkeys.
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### 4. Prüfen
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```bash
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curl -fsS -o /dev/null -w "%{http_code}\n" https://proxledger.<domaene>/api/gesundheit
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curl -fsS https://proxledger.<domaene>/install.sh | grep -m1 DASHBOARD_URL
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```
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Die zweite Zeile muss die **öffentliche** Adresse zeigen – das ist die, die später in jedem Agent steht.
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## Weg C: netbird ohne Reverse Proxy (kein offener Port)
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netbird spannt ein privates Netz über WireGuard. ProxLedger ist dann **nur** für Geräte im Netz
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erreichbar – kein Port im Internet, kein Zertifikat von außen nötig.
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@@ -107,7 +177,8 @@ untereinander sprechen.
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### 4. HTTPS trotzdem einrichten
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netbird verschlüsselt den Transport – der Browser weiß davon aber nichts, und **Passkeys bleiben ohne
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HTTPS gesperrt**. Zwei Möglichkeiten:
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HTTPS gesperrt**. Am einfachsten ist hier der Reverse Proxy aus Weg B (auch als privater Dienst
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nutzbar). Sonst bleiben zwei Möglichkeiten:
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- **Empfohlen:** Zusätzlich einen kleinen Reverse Proxy im netbird-Netz betreiben (nginx oder Caddy)
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mit einem Zertifikat für einen internen Namen, ausgestellt über DNS-01 – dafür muss nichts nach
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@@ -121,14 +192,24 @@ betreiben. In dem Fall `APP_URL` auf genau diese Adresse setzen – sonst setzt
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## Beides zusammen
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## Welcher Weg wofür
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Der häufigste Aufbau in der Praxis:
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| Lage | Empfehlung |
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| Eigener Server, Domäne vorhanden, Kunden sollen zugreifen | **Weg A** – nginx Proxy Manager |
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| Alles läuft ohnehin über netbird, Zertifikat gewünscht | **Weg B** – netbird Reverse Proxy, bei Bedarf als privater Dienst |
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| Kein offener Zugang, keine Passkeys nötig | **Weg C** – netbird pur, `APP_URL` auf die netbird-Adresse |
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Weg B ist der kürzeste, wenn netbird ohnehin im Einsatz ist: ein Dienst, ein Zertifikat, kein
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offener Port. Nur die Beta-Kennzeichnung sollte man im Hinterkopf behalten und nicht gleichzeitig auf
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etwas anderes umstellen, damit bei einem Problem klar ist, woran es liegt.
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Der häufigste gemischte Aufbau:
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| Zugang | Weg |
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| Oberfläche für Mitarbeiter und Kunden | nginx Proxy Manager mit Let's-Encrypt-Zertifikat |
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| Agents aus Kundennetzen | netbird, oder dieselbe öffentliche Adresse |
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| Oberfläche für Mitarbeiter und Kunden | nginx Proxy Manager oder netbird Reverse Proxy |
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| Agents aus Kundennetzen | netbird-Netz, oder dieselbe öffentliche Adresse |
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Wichtig ist nur, dass die Agents dieselbe Adresse erreichen, die im Installations-Einzeiler steht.
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Ändert sich die Adresse später, genügt der Einzeiler erneut auf jedem Host – die Zuordnung bleibt
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@@ -136,6 +217,9 @@ erhalten, weil sie an der Maschinenkennung hängt, nicht an der Adresse.
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## Merkposten
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0. **Keine Anmeldehürde vor `/api/agent`.** Egal welcher Proxy: Wer die Oberfläche zusätzlich absichert,
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schließt damit auch die Agents aus – die weisen sich mit eigenem Token aus und können sich nirgends
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anmelden.
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1. **Adresse zuerst festlegen, dann Passkeys anlegen.** Ein Passkey gilt nur für die Domäne, unter der
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er registriert wurde.
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2. **`APP_URL` und die Dashboard-Adresse müssen auf die öffentliche Adresse zeigen** – daraus entstehen
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