Commit Graph
3 Commits
Author SHA1 Message Date
Florian Wilde e48eda4332 Irrefuehrende Sicherheitszusagen entfernen, OWASP-Durchgang festhalten
Zwei Kommentare versprachen Schutz, den es nicht gab. Das ist schlimmer
als eine fehlende Zusage, weil man sich darauf verlaesst:

- In middleware.ts stand "Ohne Authentifizierungs-Cookie gar nicht erst
  weiterreichen". Die Middleware prueft keine Anmeldung, sie setzt
  Kopfzeilen; die Liste steuert allein den Cache-Control-Kopf. Wer den
  Satz glaubt, verzichtet an einer neuen Seite auf erfordereBenutzer().
  Die Liste heisst jetzt OHNE_CACHE_SPERRE und sagt selbst, was sie ist.

- In datei.ts hiess es, die Pfadpruefung fange "Symlink-Tricks" ab.
  resolve() rechnet mit Zeichenketten und folgt keinem Link - dafuer
  braeuchte es realpath(). Nachgeruestet wird es nicht: Wer dort einen
  Symlink anlegen kann, hat schon Schreibrechte im Datenverzeichnis. Der
  Satz musste trotzdem weg.

Dazu docs/SICHERHEIT.md: Bedrohungsmodell, der Durchgang entlang der
OWASP Top 10 - und ein eigener Abschnitt darueber, was ausdruecklich NICHT
geschuetzt ist.

Aus dem OWASP-Durchgang kamen keine weiteren Funde. Zwei Stellen sahen
danach aus und waren es nicht: Prisma.join() in suche.ts fuegt nur bereits
parametrisierte Fragmente zusammen, und der Suchausschnitt mit den
<mark>-Markern aus ts_headline wird zerlegt und als React-Kinder
gerendert, nicht als HTML - obwohl die Quelle der OCR-Text hochgeladener
Dokumente ist.

Refs #38
2026-08-24 09:53:43 +02:00
Florian Wilde 92ff8efe39 Objektspeicher verschluesseln, statt es dem Anbieter zu ueberlassen
Im S3-Treiber stand nur ServerSideEncryption: 'AES256'. Das ist
Verschluesselung mit dem Schluessel des Anbieters - er entschluesselt beim
Ausliefern selbst. Gegen eine verlorene Platte im Rechenzentrum hilft das,
gegen den Anbieter und gegen gestohlene Zugangsdaten zum Eimer nicht. In
diesem Eimer liegen Bescheide, Arztbriefe und Kontoauszuege.

Der Dateitreiber hat es von Anfang an richtig gemacht. Der Umschlag zieht
deshalb nach src/lib/speicher/umschlag.ts um und wird von beiden benutzt,
statt ihn ein zweites Mal zu schreiben.

Neu ist die Bindung an den Ablageort: Der Schluessel des Objekts wandert
in die Zusatzdaten. Wer Schreibrechte auf den Eimer hat, kann die Bytes
von Dokument A damit nicht unter dem Namen von Dokument B ablegen - beim
Lesen schlaegt die Pruefung fehl, statt den falschen Bescheid mit
gueltiger Pruefsumme auszuliefern.

Damit fallen die presigned URLs weg. Sie liessen den Browser direkt beim
Anbieter laden; was dort liegt, ist jetzt Geheimtext. Die Auslieferung
geht ueber dieselbe eigene Route wie beim Dateitreiber - die prueft
zusaetzlich die Berechtigung und schreibt einen Audit-Eintrag. Ein
weitergeleiteter Link allein oeffnet also nichts mehr.

Bestehende Dateien bleiben durchgehend lesbar: Der Treiber erkennt am
Kopf, ob ein Umschlag da ist, und reicht alles andere unveraendert durch.
Auch die alten Umschlaege ohne Ortsbindung gehen weiter auf - sonst waere
die Verbesserung ein Datenverlust. Nachgezogen wird mit

    npm run speicher:verschluesseln            # nur schauen
    npm run speicher:verschluesseln -- --anwenden

Geprueft: 12 Tests gegen drei Mutationen, ein Trockenlauf ueber die 120
Dateien der Entwicklungsablage, und eine Probe mit einer Klartextdatei,
die nach dem Lauf verschluesselt auf der Platte liegt und sich trotzdem
korrekt zurueeklesen laesst.

Refs #38
2026-08-24 09:50:41 +02:00
Florian Wilde 22b3a9b9e9 feat: Stammdaten, Ersteinrichtung, Zweitfaktor und Protokollansicht
Damit ist Etappe 1 fachlich vollstaendig.

Ersteinrichtung in drei Schritten, bewusst ausserhalb des
Anwendungsrahmens: der setzt Benutzer, zweiten Faktor UND eine betreute
Person voraus - beim allerersten Start gibt es nichts davon. Die Aktion
fuer den ersten Zugang sperrt sich selbst, sobald ein Benutzer existiert.

Zweiter Faktor: Das Geheimnis wird zuerst nur abgelegt, ohne
totpAktiviertAm. Erst ein echter Code aus der App schaltet ihn scharf.
Wer sich beim Abtippen vertut oder die falsche App nimmt, wuerde sich
sonst dauerhaft aussperren. Erst danach gibt es die
Wiederherstellungscodes - einmal angezeigt, danach nur noch als Hash.

Betreuungsjahr (src/lib/stammdaten/betreuungsjahr.ts): laeuft ab dem Tag
der Bestellung, nicht ab dem Kalenderjahr. Schrittweise vorwaerts
gerechnet statt ueber eine Differenz, damit Schaltjahre und der
29. Februar von selbst stimmen. Daran haengen Jahresbericht,
Rechnungslegung und die Ausschlussfrist der Aufwandspauschale.

Aendert sich das Bestellungsdatum, werden die Pflichtfristen neu
abgeleitet - ueber einen dynamischen Import, damit die Stammdaten auch
dann speicherbar bleiben, wenn das Fristenmodul fehlt.

Protokollansicht zeigt je Eintrag die geaenderten Felder als alt -> neu.
Die Aenderungen liegen verschluesselt, weil dort Diagnosen und
Kontostaende stehen koennen.

Seed legt bewusst keine echten Personendaten an, nur den ersten Zugang.
Mit SEED_DEMO=true kommt ein vollstaendiger Beispielfall dazu - Erika
Musterfrau, COPD GOLD III, Pflegegrad 3, Heimeinzug Januar 2026,
leerstehendes Haus, zwei Versicherungen, laufender Antrag beim Bezirk
mit acht Nachforderungen. Nur ausserhalb der Produktion.

Docker Compose ohne Reverse Proxy - der ist auf dem Zielserver
vorhanden. Die Datenbank hat keine Portfreigabe und ist nur ueber das
interne Netz erreichbar; die Anwendung horcht auf 127.0.0.1.

Etappe: 1
Phase: Fundament
2026-08-22 02:16:22 +02:00