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florian.wilde 3525777fb4 Merge #38: Sicherheitsprüfung abarbeiten (v1.11.0) 2026-08-24 10:35:19 +00:00
Florian Wilde 406f7854b7 chore: Version 1.11.0 2026-08-24 10:06:13 +02:00
Florian Wilde e48eda4332 Irrefuehrende Sicherheitszusagen entfernen, OWASP-Durchgang festhalten
Zwei Kommentare versprachen Schutz, den es nicht gab. Das ist schlimmer
als eine fehlende Zusage, weil man sich darauf verlaesst:

- In middleware.ts stand "Ohne Authentifizierungs-Cookie gar nicht erst
  weiterreichen". Die Middleware prueft keine Anmeldung, sie setzt
  Kopfzeilen; die Liste steuert allein den Cache-Control-Kopf. Wer den
  Satz glaubt, verzichtet an einer neuen Seite auf erfordereBenutzer().
  Die Liste heisst jetzt OHNE_CACHE_SPERRE und sagt selbst, was sie ist.

- In datei.ts hiess es, die Pfadpruefung fange "Symlink-Tricks" ab.
  resolve() rechnet mit Zeichenketten und folgt keinem Link - dafuer
  braeuchte es realpath(). Nachgeruestet wird es nicht: Wer dort einen
  Symlink anlegen kann, hat schon Schreibrechte im Datenverzeichnis. Der
  Satz musste trotzdem weg.

Dazu docs/SICHERHEIT.md: Bedrohungsmodell, der Durchgang entlang der
OWASP Top 10 - und ein eigener Abschnitt darueber, was ausdruecklich NICHT
geschuetzt ist.

Aus dem OWASP-Durchgang kamen keine weiteren Funde. Zwei Stellen sahen
danach aus und waren es nicht: Prisma.join() in suche.ts fuegt nur bereits
parametrisierte Fragmente zusammen, und der Suchausschnitt mit den
<mark>-Markern aus ts_headline wird zerlegt und als React-Kinder
gerendert, nicht als HTML - obwohl die Quelle der OCR-Text hochgeladener
Dokumente ist.

Refs #38
2026-08-24 09:53:43 +02:00
Florian Wilde 92ff8efe39 Objektspeicher verschluesseln, statt es dem Anbieter zu ueberlassen
Im S3-Treiber stand nur ServerSideEncryption: 'AES256'. Das ist
Verschluesselung mit dem Schluessel des Anbieters - er entschluesselt beim
Ausliefern selbst. Gegen eine verlorene Platte im Rechenzentrum hilft das,
gegen den Anbieter und gegen gestohlene Zugangsdaten zum Eimer nicht. In
diesem Eimer liegen Bescheide, Arztbriefe und Kontoauszuege.

Der Dateitreiber hat es von Anfang an richtig gemacht. Der Umschlag zieht
deshalb nach src/lib/speicher/umschlag.ts um und wird von beiden benutzt,
statt ihn ein zweites Mal zu schreiben.

Neu ist die Bindung an den Ablageort: Der Schluessel des Objekts wandert
in die Zusatzdaten. Wer Schreibrechte auf den Eimer hat, kann die Bytes
von Dokument A damit nicht unter dem Namen von Dokument B ablegen - beim
Lesen schlaegt die Pruefung fehl, statt den falschen Bescheid mit
gueltiger Pruefsumme auszuliefern.

Damit fallen die presigned URLs weg. Sie liessen den Browser direkt beim
Anbieter laden; was dort liegt, ist jetzt Geheimtext. Die Auslieferung
geht ueber dieselbe eigene Route wie beim Dateitreiber - die prueft
zusaetzlich die Berechtigung und schreibt einen Audit-Eintrag. Ein
weitergeleiteter Link allein oeffnet also nichts mehr.

Bestehende Dateien bleiben durchgehend lesbar: Der Treiber erkennt am
Kopf, ob ein Umschlag da ist, und reicht alles andere unveraendert durch.
Auch die alten Umschlaege ohne Ortsbindung gehen weiter auf - sonst waere
die Verbesserung ein Datenverlust. Nachgezogen wird mit

    npm run speicher:verschluesseln            # nur schauen
    npm run speicher:verschluesseln -- --anwenden

Geprueft: 12 Tests gegen drei Mutationen, ein Trockenlauf ueber die 120
Dateien der Entwicklungsablage, und eine Probe mit einer Klartextdatei,
die nach dem Lauf verschluesselt auf der Platte liegt und sich trotzdem
korrekt zurueeklesen laesst.

Refs #38
2026-08-24 09:50:41 +02:00
Florian Wilde 676fbb8ee4 Texterkennung in Grenzen zwingen, die das Dokument nicht selbst setzt
Zwei Wege, auf denen ein hochgeladenes Dokument den Server umbringen
konnte. Beide haben gemeinsam, dass die Groesse aus der Datei kam.

1. Dekompressionsbombe. Die PDF-Stroeme wurden mit inflateSync ohne
   maxOutputLength ausgepackt. Ein Flate-Strom sagt nicht, wie gross er
   ausgepackt wird - ein paar Kilobyte Fuellung blaehen sich auf Gigabyte
   auf. Jetzt ein Deckel je Strom (8 MB) und einer ueber die Summe
   (64 MB); zlib bricht selbst ab, der Strom wird verworfen, der Text ist
   eben unvollstaendig.

2. Riesenseiten. "pdftoppm -r 300" rendert mit fester Aufloesung, aber
   die Seitengroesse steht im PDF. Bei 200 x 200 Zoll ergeben 300 dpi ein
   Bild von 60000 x 60000 Pixeln, und zwar je Seite. Jetzt "-scale-to"
   statt fester dpi: Die laengste Kante bekommt eine feste Pixelzahl,
   unabhaengig davon, was im Dokument als Papierformat steht. Fuer A4
   entspricht das etwa den bisherigen 300 dpi. Dazu ein Deckel auf die
   Gesamtgroesse der gerenderten Dateien.

Der erste Bombentest war wertlos: Die Nutzlast enthielt keine
PDF-Textoperatoren, also war das Ergebnis mit und ohne Grenze leer. Mit
einer Marke in der Nutzlast und einer Gegenprobe knapp unter der Grenze
schlagen beide Mutationen an.

Refs #38
2026-08-24 09:41:35 +02:00
Florian Wilde 5b54d7bc5f Ersteinrichtung schliessen: Geheimnis und eine Sperre statt zweier Schritte
Die Aktion ist die einzige Stelle der Anwendung, an der jemand ohne
Anmeldung schreiben darf. Zwei Dinge fehlten.

Erstens stand die Seite zwischen dem ersten Start und dem Anlegen des
Zugangs fuer jeden offen: Wer sie in diesem Fenster fand, wurde
Administrator einer Anwendung mit Gesundheits- und Finanzdaten. Das
Fenster ist kurz, aber Zufall ist keine Zugriffskontrolle. Jetzt muss
ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS aus der .env mit eingegeben werden; verglichen
wird ueber Hashes in gleichbleibender Zeit, und ein falscher Wert
antwortet mit derselben Mindestdauer wie das Anmeldeformular.

Fehlt der Wert, ist die Einrichtung gesperrt statt offen. Das ist
Absicht: Eine Installation, bei der die Zeile vergessen wurde, soll eine
Meldung zeigen und nicht einrichtbar sein.

Zweitens waren Pruefung und Anlegen zwei Schritte. Beide laufen jetzt in
einer Transaktion, und die Sperrzeile mit fester Id entscheidet - eine
zweite gleichzeitige Anfrage scheitert am Primaerschluessel, bevor ein
zweiter Administrator entsteht.

Die Seite liest die Sperrzeile mit: Lag der erste Zugang im Papierkorb,
stand Schritt 1 sonst wieder offen. Der Seed setzt sie ebenfalls.

Refs #38
2026-08-24 08:03:49 +02:00
Florian Wilde 609aa5d27d Anmeldung haerten: Einmalcodes, Anschluss, Host, Passkey-Vorzimmer
Vier Stellen, an denen eine Zusage nicht gehalten wurde.

1. Ein TOTP-Code galt mehrfach. Der Kommentar in totp.ts versprach seit
   dem Anfang, der Aufrufer speichere das getroffene Zeitfenster - getan
   hat es niemand. Damit liess sich ein abgelesener Code innerhalb von 90
   Sekunden noch einmal einloesen. Jetzt geht jede Pruefung durch
   zweitenFaktorEinloesen(), und die Bedingung steht im WHERE von
   updateMany: Zwei gleichzeitige Anmeldungen mit demselben Code treffen
   nicht beide eine Zeile.

2. Der Anschluss kam aus dem ERSTEN Eintrag von "x-forwarded-for". Das
   ist der Teil, den der Aufrufer selbst schreibt. Wer bei jeder Anfrage
   eine andere Zahl hineinschrieb, sah fuer die Anmeldesperre wie tausend
   Anschluesse aus - die Zaehlung war nicht nur wirkungslos, sondern
   irrefuehrend. Jetzt von hinten gelesen, und nur wenn VERTRAUE_PROXY
   gesetzt ist. Ohne Proxy ist der Kopf fremdbestimmt; dann lieber keine
   Zaehlung nach Anschluss als eine, die eine Kopfzeile aushebelt. Beim
   ersten Mal steht eine Zeile im Log, damit das Fehlen auffaellt.

3. trustHost stand fest auf true. Ist AUTH_URL gesetzt - der
   dokumentierte Betrieb setzt es, Passkeys brauchen es -, gibt es keinen
   Grund, die Adresse aus einer Kopfzeile von aussen abzuleiten.
   AUTH_TRUST_HOST bleibt wirksam, damit die dokumentierte Einstellung
   nicht stillschweigend uebergangen wird.

4. Passkeys liessen sich ohne erneute Bestaetigung anlegen und entfernen.
   Ein Passkey ist ein vollwertiger Zugang, der einen Passwortwechsel
   ueberlebt - an einem unbeaufsichtigten Rechner waren das zwei Klicks.
   Jetzt dasselbe Vorzimmer wie beim Vollexport. Dabei musste
   alsFehler() lernen, die Weiterleitung von Next durchzulassen: Sonst
   verschwand die Zwischenfrage in "Der Passkey konnte nicht geprueft
   werden".

Refs #38
2026-08-24 08:03:33 +02:00
Florian Wilde 6bd8f7e8a4 Schema: Zeitschritt fuer TOTP und Sperre fuer die Ersteinrichtung
Zwei Felder fuer zwei Luecken, in einer Migration:

benutzer.totpLetzterSchritt haelt das zuletzt akzeptierte TOTP-Fenster
fest. Ohne das gilt ein Code bis zu 90 Sekunden lang beliebig oft.

Die Tabelle ersteinrichtung hat genau eine Zeile mit fester Id. Das ist
kein Protokoll, sondern eine Sperre: Bisher entschied "gibt es schon
einen Benutzer?" und danach wurde angelegt - zwei Anfragen gleichzeitig
kamen beide durch. Jetzt entscheidet der Primaerschluessel.

Enthalten ist eine Datenmigration: Wo schon ein Zugang besteht, wird die
Sperrzeile gesetzt. Ohne sie stuende die Einrichtungsseite auf jedem
bestehenden System nach dem Update wieder offen.

Die DROP-INDEX-Zeilen zu den Trigramm-Indizes hat das Skript aus #36
wieder entfernt; "npm run db:pruefen" bestaetigt, dass beide stehen.

Refs #38
2026-08-24 08:03:32 +02:00
Florian Wilde 133b0314c5 Anmeldesperre gegen Selbstverlaengerung und Schreiblast sichern
Die Sperre hielt sich selbst am Leben. Jeder Aufruf wurde festgehalten,
auch der, der wegen der laufenden Sperre gar nicht geprueft wurde; die
Frist lief zugleich ab dem juengsten Fehlversuch. Wer also alle zehn
Minuten ein falsches Passwort an eine fremde Adresse schickte, sperrte
deren Inhaber dauerhaft aus - ohne das Passwort zu kennen. Jeder dieser
Aufrufe hinterliess ausserdem eine Zeile, die erst der Wartungslauf nach
30 Tagen wieder los wurde.

Jetzt zwei getrennte Dinge: Ein geprueft fehlgeschlagener Versuch zaehlt
und wird einzeln festgehalten. Ein waehrend der Sperre abgewiesener
Aufruf zaehlt nicht und wird hoechstens einmal je Sperre vermerkt.

Die Auswertung geht die Versuche von alt nach neu durch und zieht die
Runden nach: Ist das Mass voll, beginnt an diesem Versuch eine Sperre
und der Zaehler faengt von vorn an. Damit laeuft die Frist auch dann ab,
wenn die Fehlversuche noch im Zeitfenster stehen - vorher blieb der
Zugang bis zum Fensterende dicht.

Die Tests sind gegen vier Mutationen geprueft; jede wird rot.

Refs #38
2026-08-24 02:13:04 +02:00
Florian Wilde 2bed78915f Zweiten Faktor zur Grenze machen, nicht nur zur Anzeige
"Der zweite Faktor ist Pflicht" stand im Kopf von auth.ts, durchgesetzt
wurde es aber nur im App-Layout. Ein Layout schuetzt, was durch das
Layout gerendert wird - Server Actions und Route Handler laufen daran
vorbei. Wer eine Passwort-Sitzung hatte, die TOTP-Einrichtung aber nie
abgeschlossen hat, kam an die Daten.

Die Pruefung steckt jetzt in erfordereBenutzer() selbst und damit ueber
erfordereZugang() automatisch in jeder Server Action. Massgeblich ist
der Datenbankstand, nicht das Feld im Sitzungstoken - das laesst sich
ueber session.update() vom Client beeinflussen.

Fuer Route Handler gibt es benutzerFuerRoute(): 401 bzw. 403 statt einer
Umleitung. Eine Anmeldeseite als Inhalt einer Word-Datei waere die
falsche Antwort.

Dabei aufgefallen: Der Dokumentenabruf unter /api/dokumente/datei fragte
nur nach der Anmeldung. Auch geschlossen.

Ausnahmen sind aufgezaehlt und werden von tests/mfa-grenze.test.ts
festgehalten - der Test liest den Quelltext und schlaegt an, sobald eine
weitere dazukommt.

Refs #38
2026-08-24 02:12:50 +02:00
Florian Wilde 2c1b8f4c28 Abhaengigkeiten auf Fassungen ohne bekannte Luecken heben
npm audit meldete 32 Schwachstellen, davon 5 kritische. Der Vorschlag
des Werkzeugs war ein Sprung auf Next.js 16 - noetig war er nicht: next,
next-auth und @auth/core waren nur durchgereicht markiert, ein eigenes
Advisory hatten allein nodemailer, postcss und sharp. Die drei sind
Blattpakete und lassen sich gezielt ueberschreiben.

Nodemailer 9 kollidiert mit einer optionalen Peer-Angabe von next-auth
(hoechstens 8). Das ist folgenlos, weil der E-Mail-Provider von next-auth
hier nicht benutzt wird, sondern Nodemailer direkt.

Danach: 0 Schwachstellen.

Refs #38
2026-08-24 02:12:37 +02:00
florian.wilde ece995bb6a Merge #37: Update brach ohne Meldung ab
Abgeschnittene Leitungen unter pipefail beendeten update.sh stumm und
haetten die Selbstpruefung der Sicherung falsch negativ gemacht. Behoben,
mit ERR-Falle und Test gegen das Muster.
2026-08-23 22:36:53 +00:00
Florian Wilde 107406e3c0 Update brach ohne Meldung ab
Beim Sprung von 1.5.0 auf 1.10.1 endete scripts/update.sh mitten in der
Ausgabe. Kein Fehler, keine Zeile, einfach zurueck zur
Eingabeaufforderung.

Ursache war eine abgeschnittene Leitung:

  git log --oneline "HEAD..$ZIEL" | head -15 | sed ...

head schliesst die Leitung nach 15 Zeilen, git log schreibt weiter und
bekommt SIGPIPE (141). Mit "set -o pipefail" gilt die ganze Kette als
gescheitert, "set -e" beendet das Skript - stumm.

Zeitabhaengig, deshalb monatelang unauffaellig: Solange git log fertig
wurde, bevor head zumachte, ging es gut. Die Schwelle liegt exakt bei
15 Commits, und v1.5.0..v1.10.0 waren die ersten 16.

Behoben, indem der Erzeuger selbst begrenzt (git log -15) statt die
Leitung zu kappen. Dieselbe Behandlung fuer die beiden Tag-Listen.

Dieselbe Falle steckte in der Selbstpruefung von sicherung.sh:

  openssl enc -d ... | head -c 5 | grep -q "PGDMP"

Beide Leser schliessen frueh. Bei kleiner Datenbank steht alles im
Puffer und es faellt nicht auf; mit wachsender Datenbank kippt es - und
dann meldet das Skript eine INTAKTE Sicherung als kaputt und verweigert
das Update. Jetzt liest dd eine feste Menge und endet regulaer.

Damit so etwas nicht wieder stumm passiert:
- Eine ERR-Falle nennt Zeilennummer und Exitcode und erklaert bei 141,
  dass es SIGPIPE ist und ein Fehler im Skript, nicht beim Benutzer.
- Ein Test verbietet "| head" in Skripten mit pipefail und nennt die
  Zeile. Gegenprobe gemacht: Er schlaegt an.
- Bei mehr als 15 Commits steht "... und N weitere" darunter, statt sie
  wortlos wegzulassen.

Nachgestellt: der Ablauf von 1.5.0 auf 1.10.1 laeuft durch.
2026-08-24 00:36:08 +02:00
florian.wilde 9ea78a4d29 Merge #36: Zeilenenden im Repository auf LF
Behebt Issue #26: .gitattributes legt LF fest, 29 Dateien normalisiert.
Nachgewiesen nur Zeilenenden, kein Zeichen Inhalt geaendert.

Closes #26
2026-08-23 22:28:47 +00:00
Florian Wilde 1ed19eb76e Zeilenenden der 24 verbliebenen Dateien normalisieren
Ausschliesslich Zeilenenden. Nachgewiesen mit
"git diff --cached --ignore-cr-at-eol": Der Diff ist leer, es hat sich
kein Zeichen Inhalt geaendert.

Deshalb ein eigener Commit: 7448 geaenderte Zeilen in einem Commit mit
echten Aenderungen zu verstecken, macht die Historie an dieser Stelle
unlesbar. So laesst er sich beim Durchsehen ueberspringen.

Refs #26
2026-08-23 23:37:02 +02:00
Florian Wilde 6a0db51e3b Zeilenenden im Repository auf LF festlegen
Ohne .gitattributes liegen Dateien gemischt vor: 29 von 500 mit CRLF,
der Rest mit LF. Jedes zeilenweise arbeitende Werkzeug schreibt eine
CRLF-Datei dann mit LF zurueck, und der Diff zeigt statt drei
geaenderten Zeilen die ganze Datei - bei Issue #7 waren es 578 statt 8,
kurz vor dem Push bemerkt.

Dieser Commit legt nur die Regel fest. Die Normalisierung der 29 Dateien
kommt getrennt, damit die Historie lesbar bleibt.

Refs #26
2026-08-23 23:34:38 +02:00
florian.wilde 851724774a Merge #35: Doppelt gerenderte Listen dokumentieren
Behebt Issue #28: Kommentar an der Dokumentenliste, Muster und drei
tragfaehige Wege in e2e/hilfen.ts, Begruendung warum die Verdopplung
bleibt.

Closes #28
2026-08-23 21:29:15 +00:00
Florian Wilde 3772e360e1 Doppelt gerenderte Listen dokumentieren
Die Dokumentenliste rendert jeden Eintrag zweimal: als Karte fuers Handy,
als Tabellenzeile ab Tablet. Eine Fassung ist per Breakpoint versteckt,
steht aber im DOM. Beim Testen trifft getByText(...).first() deshalb die
unsichtbare Kopie, und die Pruefung scheitert mit "element is not
visible" an einer Stelle, die augenscheinlich in Ordnung ist. Das hat
mehrfach Zeit gekostet, weil man den Grund nicht sieht.

Nachgemessen an /dokumente mit acht Dokumenten: ein Titel liefert 16
Treffer, davon 8 sichtbar - und first() ist unsichtbar.

- Kommentar an der Komponente, mit dem Verweis auf die Hilfsdatei.
- In e2e/hilfen.ts das Muster beschrieben und drei Wege genannt, die
  tragen: innerText fuer "steht das da", visible=true zum Klicken, die
  Zusammenfassungszeile fuer Anzahlen. Alle drei nachgeprueft, bevor sie
  aufgeschrieben wurden - eine Anleitung mit kaputtem Rezept waere
  schlimmer als keine.

Zur Frage aus dem Issue, ob sich die Verdopplung vermeiden laesst: nein,
nicht ohne Verlust. Eine Tabelle, die zu Karten umbricht, verlangt
display:block auf Zeilen und Zellen - damit ist es keine Tabelle mehr,
Vorlesesoftware verliert den Zusammenhang von Spaltenkopf und Wert, und
genau der macht eine Liste mit acht Spalten erst benutzbar. Die
Begruendung steht jetzt am Code, statt die Frage offen zu lassen.

Betroffen ist uebrigens nur diese eine Stelle, nicht mehrere:
kalender-monat.tsx und das Stammdatenformular nutzen Breakpoints, ohne
Inhalt doppelt zu rendern.

Refs #28
2026-08-23 23:28:22 +02:00
florian.wilde d75eb185d5 Merge #34: Verweise auf fremde Akten an einer Stelle pruefen
Behebt Issue #23: Durchgang durch alle Server Actions, eine Luecke
geschlossen (buchung.vorgangId), die Pruefung in lib/auth/verweise.ts
zusammengefasst.

Closes #23
2026-08-23 21:21:40 +00:00
Florian Wilde 91a9aca0d8 Verweise auf fremde Akten an einer Stelle pruefen
Wenn ein Formular einen Fremdschluessel mitschickt, kommt der aus einer
Auswahlliste im Browser. Der Server darf sich darauf nicht verlassen -
eine veraenderte Anfrage kann jede beliebige Id enthalten.

Alle 22 Dateien unter src/server/actions/ durchgesehen. Das Ergebnis ist
besser als befuerchtet: Bis auf eine Stelle war jeder Verweis geprueft.

  buchung.vorgangId ging ungeprueft durch. Konto, Beleg und Vertrag
  wurden geprueft, der Vorgang nicht.

Die Pruefung liegt jetzt in lib/auth/verweise.ts statt verstreut in den
Aktionen. Die acht erlaubten Ziele sind eine ausgeschriebene Aufzaehlung
und kein dynamischer Tabellenzugriff: So sieht der Typpruefer jede
Abfrage, und welche Tabellen erreichbar sind, ist eine Entscheidung und
keine Nebenwirkung. Mehrere Verweise laufen nebeneinander - bei vier
Verweisen eine Wartezeit statt vier.

Umgestellt: die vier Einzelpruefungen der Buchung, die drei des
Vermoegenspostens, die eigene Hilfsfunktion fuer den Ansprechpartner.
Nicht angefasst wurden die Stellen, die ihre eigene, passendere Form
haben - etwa das Kontaktprotokoll, das beide Verweise parallel laedt und
feldgenaue Meldungen zurueckgibt.

Zum Test: Der erste Entwurf rief die Server Action per fetch nach. Der
waere auch ohne jede Pruefung gruen gewesen, weil Next einen Aufruf ohne
gueltige Action-Id ohnehin ablehnt - er haette nichts bewiesen. Der
jetzige schiebt dem echten Auswahlfeld einen Eintrag mit fremder Id
unter und schickt das Formular normal ab. Gegenprobe mit ausgebauter
Pruefung: faellt um, wie er soll.

Refs #23
2026-08-23 23:20:26 +02:00
75 changed files with 12080 additions and 10039 deletions
+29 -2
View File
@@ -15,9 +15,17 @@ DATABASE_URL="postgresql://cockpit:bitte-aendern@localhost:5432/betreuungs_cockp
# 32 zufaellige Bytes, base64. Erzeugen: npm run schluessel # 32 zufaellige Bytes, base64. Erzeugen: npm run schluessel
AUTH_SECRET= AUTH_SECRET=
# Oeffentliche Basis-URL der Anwendung (ohne abschliessenden Slash). # Oeffentliche Basis-URL der Anwendung (ohne abschliessenden Slash).
# Hinter einem Proxy die Adresse, die im Browser in der Adresszeile steht -
# nicht die interne. Passkeys pruefen dagegen.
AUTH_URL=http://localhost:3000 AUTH_URL=http://localhost:3000
# Hinter einem Reverse Proxy auf true setzen.
AUTH_TRUST_HOST=true # Darf der Host-Kopf der Anfrage die Adresse bestimmen?
#
# Solange AUTH_URL gesetzt ist: nein, und die Zeile bleibt weg. Die Adresse
# ist dann bekannt und muss nicht aus einer Kopfzeile abgeleitet werden, die
# von aussen kommt. Ein "X-Forwarded-Host: fremde.example" schlaegt sonst in
# erzeugte Adressen durch.
# AUTH_TRUST_HOST=true
# --- Erreichbarkeit: HIER MUSST DU DICH ENTSCHEIDEN ------------------------- # --- Erreichbarkeit: HIER MUSST DU DICH ENTSCHEIDEN -------------------------
# #
@@ -73,6 +81,25 @@ LOGIN_MAX_VERSUCHE=5
LOGIN_FENSTER_SEKUNDEN=900 LOGIN_FENSTER_SEKUNDEN=900
LOGIN_SPERRE_SEKUNDEN=900 LOGIN_SPERRE_SEKUNDEN=900
# Geheimnis fuer die Ersteinrichtung. OHNE DIESEN WERT LAESST SICH DER ERSTE
# ZUGANG NICHT ANLEGEN - das ist Absicht.
#
# Zwischen dem ersten Start und dem Anlegen des Zugangs stand die
# Einrichtungsseite sonst offen: Wer sie in diesem Fenster findet, wird
# Administrator. Erzeugen: npm run schluessel
ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS=
# Steht ein Reverse Proxy davor?
#
# Nur mit "true" wird "X-Forwarded-For" geglaubt - und dann von HINTEN
# gelesen, weil der vordere Teil der Liste vom Aufrufer selbst kommt.
# Ohne diese Zeile zaehlt die Anmeldesperre nur nach E-Mail-Adresse.
#
# Der dokumentierte Betrieb (Reverse Proxy davor) braucht sie also:
VERTRAUE_PROXY=true
# Bei mehreren gestaffelten Proxys deren Anzahl. Sonst weglassen.
# VERTRAUE_PROXY_STUFEN=1
# --- Objektspeicher (S3-kompatibel, EU!) ------------------------------------ # --- Objektspeicher (S3-kompatibel, EU!) ------------------------------------
# Wird ab Etappe 3 verwendet. Beispiel: Hetzner Object Storage, Falkenstein. # Wird ab Etappe 3 verwendet. Beispiel: Hetzner Object Storage, Falkenstein.
# ACHTUNG: Mit dem Anbieter muss ein AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO bestehen. # ACHTUNG: Mit dem Anbieter muss ein AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO bestehen.
+32
View File
@@ -0,0 +1,32 @@
# Zeilenenden
#
# Im Repository steht ueberall LF, unabhaengig davon, auf welchem System
# gearbeitet wird. Der Grund ist nicht Geschmack, sondern eine Falle:
#
# Solange Dateien gemischt vorliegen, schreibt jedes zeilenweise
# arbeitende Werkzeug - sed, ein Formatierer, ein Skript - die Datei mit
# LF zurueck. Der Diff zeigt dann nicht die drei geaenderten Zeilen,
# sondern die ganze Datei. Genau das ist passiert: 578 Diff-Zeilen statt
# 8, kurz vor einem Push bemerkt.
#
# Nebenwirkung derselben Mischung: "git diff --check" meldet bei
# CRLF-Dateien jede hinzugefuegte Zeile als "trailing whitespace", weil
# es das CR so wertet. Damit ist die Pruefung fuer diese Dateien wertlos.
* text=auto eol=lf
# Shell-Skripte laufen auf dem Server. Ein CRLF im Shebang macht sie
# unbrauchbar ("bad interpreter"), und der Fehler ist von aussen nicht
# anzusehen. Deshalb hier ausdruecklich, nicht nur ueber die Regel oben.
*.sh text eol=lf
# Binaerdateien nie anfassen.
*.png binary
*.jpg binary
*.jpeg binary
*.gif binary
*.ico binary
*.pdf binary
*.woff binary
*.woff2 binary
*.ttf binary
*.zip binary
+142 -1
View File
@@ -26,6 +26,145 @@ Wiederherstellung*.
_Noch nichts._ _Noch nichts._
## [1.11.0] – 2026-08-24
Diese Fassung geht aus einer Sicherheitsprüfung hervor. Sie ändert nichts
an der Bedienung, schließt aber mehrere Lücken — darunter drei, bei denen
im Code eine Zusage stand, die so nicht galt.
### Vor dem Update: zwei neue Zeilen in der `.env`
```bash
ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS=<zufälliger Wert, npm run schluessel erzeugt einen>
VERTRAUE_PROXY=true
```
Beide sind nicht zwingend, aber beide haben Folgen, wenn sie fehlen:
- Ohne `ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS` läuft alles weiter — nur der **erste**
Zugang ließe sich nicht mehr anlegen. Auf einer bestehenden Installation
ist das genau richtig; bei einer Neuinstallation brauchst du den Wert.
- Ohne `VERTRAUE_PROXY=true` zählt die Anmeldesperre nur noch nach
E-Mail-Adresse, nicht mehr zusätzlich nach Anschluss. Beim ersten Mal
steht eine erklärende Zeile im Log.
### Nach dem Update, nur mit Objektspeicher
Bereits abgelegte Dateien liegen weiter unverschlüsselt, bis sie einmal
umgeschrieben werden. Lesen funktioniert durchgehend, der Lauf lässt sich
jederzeit abbrechen und wiederholen:
```bash
npm run speicher:verschluesseln # erst schauen
npm run speicher:verschluesseln -- --anwenden
```
Wer beim Dateitreiber bleibt, muss nichts tun — dort wurde immer schon
verschlüsselt.
### Behoben
- **Der zweite Faktor war eine Anzeige, keine Grenze.** „TOTP ist Pflicht"
galt nur für Seiten. Server Actions und Downloads liefen daran vorbei:
Wer sich mit Passwort angemeldet, die Einrichtung aber nie abgeschlossen
hatte, kam an die Daten. Die Prüfung sitzt jetzt an der Stelle, durch die
alles muss.
- **Ein Dokumenten-Download fragte nur nach der Anmeldung.** Dieselbe
Lücke, an einer Stelle, die bei der ersten Durchsicht übersehen wurde.
- **Die Anmeldesperre sperrte dauerhaft aus.** Jeder Versuch während einer
laufenden Sperre verlängerte sie um die volle Dauer. Wer alle zehn
Minuten ein falsches Passwort an eine fremde Adresse schickte, sperrte
deren Inhaber aus — ohne das Passwort zu kennen. Nebenbei wuchs die
Tabelle mit jedem Versuch.
- **Ein Code aus der Authenticator-App galt mehrfach.** Bis zu 90 Sekunden
lang ließ sich derselbe Code erneut einlösen — abgelesen, abgefangen
oder aus dem Browserverlauf. Jetzt gilt jeder genau einmal.
- **Passkeys ließen sich ohne Rückfrage anlegen und entfernen.** An einem
unbeaufsichtigten Rechner waren das zwei Klicks zu einem dauerhaften
eigenen Zugang, der auch einen Passwortwechsel überlebt hätte. Jetzt
fragt die Anwendung vorher nach Passwort und Code — wie beim Export.
- **Die Ersteinrichtung stand offen.** Zwischen dem ersten Start und dem
Anlegen des Zugangs konnte jeder, der die Seite fand, Administrator
werden. Zwei gleichzeitige Anfragen legten außerdem beide einen Zugang
an.
- **Dateien im Objektspeicher lagen mit dem Schlüssel des Anbieters da.**
Gegen eine verlorene Festplatte im Rechenzentrum half das, gegen den
Anbieter und gegen gestohlene Zugangsdaten zum Speicher nicht. Jetzt
liegt derselbe Umschlag darum wie bei der Ablage auf dem eigenen Server,
mit einem Schlüssel, der die Anwendung nie verlässt.
- **Ein präpariertes PDF konnte den Server umbringen.** Beim Auslesen des
eingebetteten Texts gab es keine Obergrenze: Wenige Kilobyte Füllung
blähen sich beim Auspacken auf Gigabyte auf. Ebenso beim Umwandeln in
Bilder — die Seitengröße steht im Dokument, und bei fester Auflösung
ergab eine künstlich große Seite ein Bild von mehreren Gigabyte.
- **32 Schwachstellen in mitgelieferten Paketen, davon 5 kritische.**
Jetzt keine.
### Geändert
- **Downloads laufen jetzt immer über die Anwendung**, auch mit
Objektspeicher. Das ist die Folge der Verschlüsselung — entschlüsseln
kann nur die Anwendung. Nebeneffekt: Jeder Abruf prüft die Berechtigung
und wird protokolliert. Ein weitergeleiteter Link allein öffnet nichts
mehr.
- **`docs/SICHERHEIT.md`** ist neu: Bedrohungsmodell, der Durchgang entlang
der OWASP Top 10 — und ein Abschnitt darüber, was ausdrücklich **nicht**
geschützt ist.
## [1.10.2] – 2026-08-24
### Behoben
- **Das Update brach ohne Meldung ab.** Beim Sprung von 1.5.0 auf 1.10.1
endete `scripts/update.sh` mitten in der Ausgabe — kein Fehler, keine
Zeile, einfach zurück zur Eingabeaufforderung. Ursache war eine
abgeschnittene Leitung:
```
git log --oneline "HEAD..$ZIEL" | head -15 | sed ...
```
`head` schließt die Leitung nach 15 Zeilen, `git log` schreibt weiter
und bekommt SIGPIPE. Weil das Skript mit `set -o pipefail` und
`set -e` läuft, gilt die ganze Kette als gescheitert und das Skript
beendet sich — stumm.
Das ist zeitabhängig und deshalb monatelang nicht aufgefallen: Solange
`git log` fertig war, bevor `head` zumachte, ging alles gut. Genau bei
1.10.0 lagen zum ersten Mal **mehr als 15 Commits** dazwischen.
- **Dieselbe Falle in der Selbstprüfung der Sicherung.** `sicherung.sh`
prüfte mit `openssl … | head -c 5 | grep -q "PGDMP"`, ob sich die
frische Sicherung wieder entschlüsseln lässt. Bei kleiner Datenbank
ging das gut, weil alles im Puffer stand. Mit wachsender Datenbank
hätte es gekippt — und dann hätte das Skript eine **völlig intakte
Sicherung als kaputt gemeldet** und das Update verweigert.
### Geändert
- **Ein stummer Abbruch ist nicht mehr möglich.** `update.sh` meldet
jetzt bei jedem unerwarteten Ende die Zeilennummer und den Exitcode,
und erklärt bei 141 ausdrücklich, dass es sich um SIGPIPE handelt und
um einen Fehler im Skript, nicht um einen Bedienfehler.
- Stehen mehr als 15 Commits an, steht jetzt „… und N weitere" darunter,
statt sie wortlos wegzulassen.
### Geprüft
- Ein Test verbietet das Muster künftig in allen Betriebsskripten:
Wer wieder `| head` in eine Leitung schreibt, bekommt die Zeilennummer
genannt. Gegenprobe gemacht — der Test schlägt an.
- Der Ablauf von 1.5.0 auf 1.10.1 einmal nachgestellt: läuft durch.
## [1.10.1] – 2026-08-23 ## [1.10.1] – 2026-08-23
### Geändert ### Geändert
@@ -1126,7 +1265,9 @@ Was davon wann angegangen wird, steht in [`docs/ROADMAP.md`](docs/ROADMAP.md).
--- ---
[Unveröffentlicht]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.10.1...HEAD [Unveröffentlicht]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.11.0...HEAD
[1.11.0]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.10.2...v1.11.0
[1.10.2]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.10.1...v1.10.2
[1.10.1]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.10.0...v1.10.1 [1.10.1]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.10.0...v1.10.1
[1.10.0]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.9.0...v1.10.0 [1.10.0]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.9.0...v1.10.0
[1.9.0]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.8.0...v1.9.0 [1.9.0]: https://git.wilde-server.de/florian.wilde/betreuungs-cockpit/compare/v1.8.0...v1.9.0
+24 -11
View File
@@ -131,14 +131,14 @@ cd /opt/betreuungs-cockpit
# Auf die letzte veröffentlichte Fassung wechseln, # Auf die letzte veröffentlichte Fassung wechseln,
# nicht auf den laufenden Entwicklungsstand # nicht auf den laufenden Entwicklungsstand
git checkout v1.10.1 git checkout v1.10.2
``` ```
### Kontrolle ### Kontrolle
```bash ```bash
ls docker-compose.yml Dockerfile .env.example # alle drei da ls docker-compose.yml Dockerfile .env.example # alle drei da
git describe --tags # v1.10.1 git describe --tags # v1.10.2
``` ```
--- ---
@@ -156,6 +156,7 @@ const w = n => b(n).replace(/[+/=]/g,'x');
console.log('AUTH_SECRET=' + b(32)); console.log('AUTH_SECRET=' + b(32));
console.log('ENC_KEY_V1=' + b(32)); console.log('ENC_KEY_V1=' + b(32));
console.log('INDEX_KEY=' + b(32)); console.log('INDEX_KEY=' + b(32));
console.log('ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS=' + w(24));
console.log('POSTGRES_PASSWORD=' + w(24)); console.log('POSTGRES_PASSWORD=' + w(24));
console.log('SICHERUNG_PASSWORT=' + w(24)); console.log('SICHERUNG_PASSWORT=' + w(24));
console.log('S3_ACCESS_KEY_ID=' + w(12)); console.log('S3_ACCESS_KEY_ID=' + w(12));
@@ -192,7 +193,15 @@ POSTGRES_PASSWORD=<aus Schritt 2>
# --- Anmeldung --- # --- Anmeldung ---
AUTH_SECRET=<aus Schritt 2> AUTH_SECRET=<aus Schritt 2>
AUTH_URL=https://cockpit.deine-domain.de # exakt deine Adresse, mit https AUTH_URL=https://cockpit.deine-domain.de # exakt deine Adresse, mit https
AUTH_TRUST_HOST=true
# Ohne diesen Wert laesst sich der erste Zugang nicht anlegen. Absicht:
# sonst steht die Einrichtungsseite bis zum ersten Anlegen fuer jeden offen.
ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS=<aus Schritt 2>
# Ein Reverse Proxy steht davor (Schritt 7). Nur damit wird der
# weitergereichte Kopf geglaubt, aus dem die Anmeldesperre den Anschluss
# liest. Ohne die Zeile zaehlt sie nur nach E-Mail-Adresse.
VERTRAUE_PROXY=true
# --- Verschlüsselung --- # --- Verschlüsselung ---
ENC_KEY_V1=<aus Schritt 2> ENC_KEY_V1=<aus Schritt 2>
@@ -258,12 +267,16 @@ chmod 600 .env
```bash ```bash
# Sind alle Pflichtwerte gefüllt? Zeigt nur die Namen, nicht die Werte. # Sind alle Pflichtwerte gefüllt? Zeigt nur die Namen, nicht die Werte.
grep -E '^(POSTGRES_PASSWORD|AUTH_SECRET|AUTH_URL|ENC_KEY_V1|INDEX_KEY|S3_ACCESS_KEY_ID|S3_SECRET_ACCESS_KEY|SICHERUNG_PASSWORT)=.+' .env \ grep -E '^(POSTGRES_PASSWORD|AUTH_SECRET|AUTH_URL|ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS|VERTRAUE_PROXY|ENC_KEY_V1|INDEX_KEY|S3_ACCESS_KEY_ID|S3_SECRET_ACCESS_KEY|SICHERUNG_PASSWORT)=.+' .env \
| sed 's/=.*/ = gesetzt/' | sed 's/=.*/ = gesetzt/'
``` ```
Acht Zeilen müssen erscheinen. Fehlt eine, startet die Anwendung nicht — Zehn Zeilen müssen erscheinen. Fehlt eine, startet die Anwendung nicht —
und sagt dir beim Start auch, welche. und sagt dir beim Start auch, welche. Zwei Ausnahmen: Fehlt
`ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS`, startet die Anwendung, aber der erste Zugang
lässt sich nicht anlegen. Fehlt `VERTRAUE_PROXY`, läuft alles — die
Anmeldesperre zählt dann nur nach E-Mail-Adresse und schreibt beim ersten
Mal eine Zeile ins Log.
--- ---
@@ -299,7 +312,7 @@ betreuungs-cockpit-sicherung-1 Up
```bash ```bash
# Antwortet die Anwendung? (Port anpassen, falls du APP_PORT gesetzt hast) # Antwortet die Anwendung? (Port anpassen, falls du APP_PORT gesetzt hast)
curl -s http://127.0.0.1:3000/api/gesundheit curl -s http://127.0.0.1:3000/api/gesundheit
# {"status":"bereit","version":"1.10.1","commit":"..."} # {"status":"bereit","version":"1.10.2","commit":"..."}
``` ```
Kommt hier nichts, sieh in die Logs: Kommt hier nichts, sieh in die Logs:
@@ -649,7 +662,7 @@ Erst **vom Proxy-Server aus** — kommt er überhaupt an?
```bash ```bash
curl -s http://10.0.0.5:3000/api/gesundheit curl -s http://10.0.0.5:3000/api/gesundheit
# {"status":"bereit","version":"1.10.1",...} # {"status":"bereit","version":"1.10.2",...}
``` ```
Kommt hier nichts, liegt es an 7a: falsche `APP_BIND`, Firewall, oder der Kommt hier nichts, liegt es an 7a: falsche `APP_BIND`, Firewall, oder der
@@ -700,7 +713,7 @@ Zum Schluss: **Fristen → Pflichtfristen ableiten**.
- Du kommst mit E-Mail, Passwort und dem Code aus der App herein. - Du kommst mit E-Mail, Passwort und dem Code aus der App herein.
- Unter **Fristen** stehen Einträge mit Paragraphenbezug. - Unter **Fristen** stehen Einträge mit Paragraphenbezug.
- Unter **Protokoll** siehst du deine eigene Anmeldung. - Unter **Protokoll** siehst du deine eigene Anmeldung.
- Unten links in der Seitenleiste steht `Version 1.10.1 · <commit>`. - Unten links in der Seitenleiste steht `Version 1.10.2 · <commit>`.
--- ---
@@ -875,7 +888,7 @@ alles so vor wie zuvor.
| Aufruf | Wirkung | | Aufruf | Wirkung |
|---|---| |---|---|
| `./scripts/update.sh` | auf die neueste veröffentlichte Fassung | | `./scripts/update.sh` | auf die neueste veröffentlichte Fassung |
| `./scripts/update.sh v1.10.1` | auf eine bestimmte Fassung | | `./scripts/update.sh v1.10.2` | auf eine bestimmte Fassung |
| `./scripts/update.sh --pruefen` | nur nachsehen, nichts ändern | | `./scripts/update.sh --pruefen` | nur nachsehen, nichts ändern |
| `./scripts/update.sh --ja` | ohne Rückfrage (für cron) | | `./scripts/update.sh --ja` | ohne Rückfrage (für cron) |
| `./scripts/update.sh --verwerfen` | eigene Änderungen wegwerfen statt beiseitelegen | | `./scripts/update.sh --verwerfen` | eigene Änderungen wegwerfen statt beiseitelegen |
@@ -913,7 +926,7 @@ git fetch --tags
git log --oneline HEAD..origin/main git log --oneline HEAD..origin/main
# 3. Umschalten # 3. Umschalten
git checkout v1.10.1 git checkout v1.10.2
# 4. Neu bauen und starten # 4. Neu bauen und starten
GIT_COMMIT=$(git rev-parse --short HEAD) BUILD_ZEIT=$(date -Iseconds) docker compose up -d --build GIT_COMMIT=$(git rev-parse --short HEAD) BUILD_ZEIT=$(date -Iseconds) docker compose up -d --build
+1 -1
View File
@@ -9,7 +9,7 @@ Zeit spart. Er steht weit unten, wenn er nur schön wäre.
Diese Datei ist eine Absichtserklärung, kein Vertrag. Was sich im Betrieb Diese Datei ist eine Absichtserklärung, kein Vertrag. Was sich im Betrieb
als wichtiger herausstellt, rutscht nach oben. als wichtiger herausstellt, rutscht nach oben.
Stand: 23.08.2026 · Aktuelle Fassung: **1.10.1** ([CHANGELOG](../CHANGELOG.md)) Stand: 23.08.2026 · Aktuelle Fassung: **1.10.2** ([CHANGELOG](../CHANGELOG.md))
--- ---
+168
View File
@@ -0,0 +1,168 @@
# Sicherheit
Was in dieser Anwendung gegen welche Bedrohung steht — und was
ausdrücklich **nicht**. Der zweite Teil ist der wichtigere: Eine Zusage,
die nicht gilt, ist gefährlicher als eine fehlende, weil man sich auf sie
verlässt.
Stand: v1.11.0. Die Fassung entstand beim Abarbeiten von Issue #38
(Sicherheitsprüfung durch ein zweites Modell) und dem eigenen Durchgang
entlang der OWASP Top 10 (2021).
---
## Das Bedrohungsmodell
Eine ehrenamtliche rechtliche Betreuung. Ein Benutzer, eine betreute
Person, ein kleiner Server hinter einem Reverse Proxy. In der Datenbank
liegen Gesundheitsdaten (Art. 9 DSGVO), Kontobewegungen und
Vermögensverzeichnisse.
Nach Wahrscheinlichkeit geordnet:
| Was | Wie wahrscheinlich | Was dagegen steht |
|---|---|---|
| Offene Sitzung an einem unbeaufsichtigten Rechner | hoch | Abmeldung nach 30 min Leerlauf; erneute Bestätigung vor Export, Löschen, Benutzer- und Passkey-Verwaltung |
| Verlorenes oder gestohlenes Gerät | mittel | Zweiter Faktor ist Pflicht; Passkeys verlangen Nutzerverifikation |
| Kopiertes Backup, falsch gerechtetes Verzeichnis | mittel | Feldverschlüsselung (AES-256-GCM), Dateien im Umschlag, Schlüssel nur in der Umgebung |
| Zugangsdaten zum Objektspeicher abhandengekommen | mittel | Objekte liegen verschlüsselt, an ihren Ablageort gebunden |
| Raten von Passwörtern über das Formular | mittel | Anmeldesperre nach E-Mail **und** Anschluss, Argon2id |
| Einbruch in den Server selbst | gering | Kaum etwas — wer dort Wurzelrechte hat, hat die Schlüssel |
Der letzte Punkt ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Grenze: Die
Anwendung braucht die Schlüssel zur Laufzeit. Wer den Prozess kontrolliert,
kommt an sie heran. Dagegen hilft Betriebssicherheit, kein Anwendungscode.
---
## Was ausdrücklich nicht geschützt ist
- **Der Server selbst.** Siehe oben.
- **Metadaten in der Datenbank.** Verschlüsselt sind einzelne Felder —
Diagnosen, IBANs, Verwendungszwecke, Notizen. Dass es einen Vorgang
„Betreuungsgericht" gibt und wann er angelegt wurde, steht im Klartext.
Sonst ließe sich nichts mehr sortieren oder filtern.
- **Symlinks im Ablageverzeichnis.** `resolve()` folgt keinen Links. Wer
dort einen anlegen kann, hat bereits Schreibrechte im Datenverzeichnis —
dann ist der Umweg über einen Link die geringste Sorge. Bis v1.10.2 stand
im Code das Gegenteil; der Satz ist entfernt.
- **Die Middleware prüft keine Anmeldung.** Sie setzt Kopfzeilen, mehr
nicht. Der Zugriffsschutz sitzt in `src/lib/auth/sitzung.ts`, und nur
dort. Bis v1.10.2 behauptete ein Kommentar das Gegenteil.
- **Verfügbarkeit.** Es gibt keinen Schutz gegen jemanden, der den Server
mit Anfragen überzieht. Bei einem Nutzer hinter einem Proxy ist das die
Aufgabe des Proxys.
---
## Der Durchgang entlang der OWASP Top 10 (2021)
### A01 Broken Access Control
Jede Server Action und jede Seite geht durch `erfordereZugang()`, das
zeilenweise gegen die `betreuteId` prüft — nie nur im UI ausgeblendet.
Fremdschlüssel aus Formularen werden über `src/lib/auth/verweise.ts`
geprüft; ein verändertes Auswahlfeld kann keine fremde Akte verknüpfen
(e2e-Test `fremdakte.spec.ts`).
Weiterleitungsziele laufen durch `sicheresZiel()` — kein offener Redirect.
**Behoben in dieser Runde:** Die MFA-Pflicht galt nur für Seiten, nicht
für Server Actions und Route Handler. Sie steckt jetzt in
`erfordereBenutzer()` selbst. `tests/mfa-grenze.test.ts` liest den
Quelltext und schlägt an, sobald eine weitere Umgehung dazukommt.
### A02 Cryptographic Failures
- Felder: AES-256-GCM, Umschlag `bc1.<version>.<iv>.<tag>.<ct>`, Feldname
als Zusatzdaten — ein Geheimtext lässt sich nicht von einem Feld in ein
anderes kopieren.
- Dateien: AES-256-GCM, Umschlag `BCD1`, seit v1.11.0 **beide** Treiber,
mit dem Ablageschlüssel als Zusatzdaten.
- Passwörter: Argon2id, Parameter im Hash, Nachziehen beim Anmelden.
- Schlüsselrotation über `ENC_KEY_V<n>` / `ENC_KEY_AKTIV`; alte Schlüssel
bleiben zum Entschlüsseln stehen.
- Alle Geheimnisvergleiche laufen über `timingSafeEqual` — geprüft für
Reauth-Cookie, Zugriffstoken, ICS-Signatur, Wartungsschlüssel und das
Einrichtungsgeheimnis.
**Behoben in dieser Runde:** Der Objektspeicher verließ sich auf
`ServerSideEncryption: 'AES256'` — den Schlüssel des Anbieters.
### A03 Injection
Prisma parametrisiert. Die fünf Rohabfragen benutzen ausnahmslos
`Prisma.sql`-Templates; `Prisma.join()` in `suche.ts` fügt nur bereits
parametrisierte Fragmente zusammen und ist damit unbedenklich.
Zu XSS: `ts_headline` liefert `<mark>`-Marker im Suchausschnitt, und die
Quelle ist der OCR-Text hochgeladener Dokumente. Gerendert wird er in
`dokument-liste.tsx` aber nicht als HTML, sondern zerlegt und als React-
Kinder ausgegeben — also escaped. Das einzige
`dangerouslySetInnerHTML` der Anwendung setzt eine feste Konstante für die
Themenumschaltung. **Kein Fund.**
### A04 Insecure Design
Erneute Bestätigung vor den folgenschweren Handlungen. Anmeldesperre nach
zwei Dimensionen. Löschen ist ein Papierkorb mit 30 Tagen Frist.
**Behoben in dieser Runde:** Passkeys ließen sich ohne erneute
Bestätigung anlegen und entfernen — ein Passkey ist ein vollwertiger
Zugang, der einen Passwortwechsel überlebt.
### A05 Security Misconfiguration
CSP mit Nonce pro Anfrage und `strict-dynamic` im Produktivbetrieb; dazu
`X-Content-Type-Options`, `X-Frame-Options: DENY`, `Referrer-Policy:
no-referrer`, `Permissions-Policy`, HSTS mit zwei Jahren.
`poweredByHeader` aus.
**Behoben in dieser Runde:** `trustHost` stand fest auf `true`, obwohl
`AUTH_URL` gesetzt ist. `X-Forwarded-For` wurde ohne Proxy geglaubt und
aus dem falschen Ende gelesen.
### A06 Vulnerable and Outdated Components
`npm audit`: 0 Schwachstellen (vorher 32, davon 5 kritisch).
### A07 Identification and Authentication Failures
Passwort + TOTP in einem Schritt, kein Zwischenzustand. Passkeys mit
erzwungener Nutzerverifikation zählen als zwei Faktoren.
`sitzungsGeneration` macht alle Sitzungen auf einen Schlag ungültig.
Antwortzeiten sind angeglichen, damit sich keine E-Mail-Adressen abfragen
lassen.
**Behoben in dieser Runde:** TOTP-Codes galten mehrfach; die Anmeldesperre
verlängerte sich selbst; die Ersteinrichtung stand offen und war nicht
atomar.
### A08 Software and Data Integrity Failures
Zu jedem abgelegten Dokument steht eine SHA-256-Prüfsumme über den
Klartext in der Datenbank — der Nachweis der Unverändertheit gegenüber dem
Gericht. Der Umschlag ist authentifiziert (GCM), Veränderungen fallen beim
Lesen auf.
### A09 Security Logging and Monitoring Failures
`AuditLog` hält Anmeldungen, Fehlversuche, Exporte, Löschungen und
Passkey-Änderungen fest. Anmeldeversuche stehen zusätzlich in
`login_versuch` und werden nach 30 Tagen aufgeräumt.
**Behoben in dieser Runde:** Während einer Sperre entstand pro Anfrage
eine Zeile — die Tabelle ließ sich vollschreiben. Jetzt eine je Sperre.
### A10 Server-Side Request Forgery
Die Anwendung ruft nichts von außen ab: kein `fetch`, keine
HTTP-Bibliothek, keine Webhooks, keine URL-Vorschauen. Ausgehend geht nur
SMTP an den konfigurierten Server. **Keine Angriffsfläche.**
---
## Wenn etwas gefunden wird
Kein öffentliches Issue. Der Weg führt über das Dashboard; dort wird
entschieden, ob und wie es hier landet.
+116
View File
@@ -0,0 +1,116 @@
import { expect, test } from '@playwright/test'
import { PrismaClient } from '@prisma/client'
import { anmelden } from './hilfen'
/**
* Verweise über Aktengrenzen hinweg — gegen die echte Anwendung.
*
* Die Auswahllisten im Browser zeigen nur die eigene Akte. Darauf darf
* sich der Server nicht verlassen: Wer das Formular verändert, schickt
* jede beliebige Id.
*
* Genau das wird hier nachgestellt — nicht als nachgebauter Aufruf,
* sondern indem dem echten Auswahlfeld ein Eintrag mit einer fremden Id
* untergeschoben und das Formular ganz normal abgeschickt wird. Nur so
* beweist der Test etwas: Er liefe rot, wenn die Prüfung fehlte.
*
* Solange nur eine betreute Person angelegt ist, wäre der Fehler
* folgenlos. Er bliebe es nicht — ein fremder Name stünde im Briefkopf.
*/
const KENNUNG = 'Prüfhausen Fremdakte'
async function mitDb<T>(arbeit: (db: PrismaClient) => Promise<T>): Promise<T> {
const db = new PrismaClient()
try {
return await arbeit(db)
} finally {
await db.$disconnect()
}
}
async function aufraeumen(): Promise<void> {
await mitDb(async (db) => {
await db.betreute.deleteMany({ where: { nachname: { contains: 'Fremdakte' } } })
})
}
test.describe('Verweise auf eine fremde Akte', () => {
test.beforeAll(async () => {
await aufraeumen()
})
test.afterAll(async () => {
await aufraeumen()
})
test('weist einen Kontakt aus einer anderen Akte ab', async ({ page }) => {
// Zweite Akte mit einem Kontakt darin — der angemeldete Benutzer hat
// auf sie keinen Zugriff.
const fremderKontakt = await mitDb(async (db) => {
const fremde = await db.betreute.create({
data: {
vorname: 'Otto',
nachname: `${KENNUNG} Fremdakte`,
geburtsdatum: new Date(Date.UTC(1940, 0, 1)),
},
})
const kontakt = await db.kontakt.create({
data: {
betreuteId: fremde.id,
name: `${KENNUNG} Fremder Sachbearbeiter`,
rolle: 'SACHBEARBEITER_BEZIRK',
},
})
return kontakt.id
})
await anmelden(page)
// Irgendeinen Vorgang der eigenen Akte öffnen.
const vorgangId = await mitDb(async (db) => {
const vorgang = await db.vorgang.findFirst({
where: { geloeschtAm: null, betreute: { vorname: 'Erika' } },
select: { id: true },
})
return vorgang?.id ?? ''
})
test.skip(vorgangId === '', 'Kein Vorgang in der eigenen Akte.')
await page.goto(`/vorgaenge/${vorgangId}`)
const auswahl = page.locator('select[name="ansprechpartnerId"]')
await auswahl.waitFor()
// Dem echten Auswahlfeld die fremde Id unterschieben und ganz normal
// abschicken — so, wie es ein verändertes Formular täte.
await auswahl.evaluate((feld, id) => {
const eintrag = document.createElement('option')
eintrag.value = id
eintrag.textContent = 'untergeschoben'
;(feld as HTMLSelectElement).append(eintrag)
;(feld as HTMLSelectElement).value = id
}, fremderKontakt)
await page.getByRole('button', { name: 'Speichern' }).click()
// Der Server lehnt ab, mit einer Meldung, die den Grund nennt.
// Grosszuegige Frist: Im Entwicklungsmodus wird die Server Action beim
// ersten Aufruf uebersetzt, und das dauert laenger als die Vorgabe.
await expect(page.getByText(/gehört nicht zu dieser betreuten Person/).first()).toBeVisible({
timeout: 45_000,
})
// Und vor allem: Die Verknüpfung ist nicht entstanden.
const verknuepft = await mitDb((db) =>
db.vorgang.count({ where: { ansprechpartnerId: fremderKontakt } }),
)
expect(verknuepft).toBe(0)
})
test('die Auswahlliste zeigt den fremden Kontakt gar nicht erst', async ({ page }) => {
await anmelden(page)
await page.goto('/vorgaenge')
const inhalt = await page.locator('body').innerText()
expect(inhalt).not.toContain('Fremder Sachbearbeiter')
})
})
+43
View File
@@ -117,3 +117,46 @@ export function beispielPdf(text = 'Bescheid'): Buffer {
return Buffer.from(pdf, 'latin1') return Buffer.from(pdf, 'latin1')
} }
/**
* Doppelt gerenderte Listen — was beim Suchen schiefgeht.
*
* Die Dokumentenliste (und moeglicherweise kuenftig weitere) rendert
* denselben Inhalt ZWEIMAL: als Karten fuers Handy, als Tabelle ab
* Tablet. Eine der beiden Fassungen ist per Breakpoint versteckt, steht
* aber im DOM.
*
* Die Folge im Test:
*
* await expect(page.getByText('Bescheid').first()).toBeVisible()
* // -> "element is not visible", obwohl die Seite richtig aussieht
*
* `.first()` nimmt, was zuerst im Baum steht - und das ist die Karte,
* also am Schreibtisch die unsichtbare Fassung. Es liegt NICHT an der
* Anwendung.
*
* Nachgemessen an /dokumente mit acht Dokumenten: Ein Titel liefert 16
* Treffer, davon 8 sichtbar - und `.first()` ist unsichtbar.
*
* Drei Wege, die tragen:
*
* 1. Ueber den Seitentext pruefen, wenn es nur um "steht das da?" geht:
*
* const inhalt = await page.locator('body').innerText()
* expect(inhalt).toContain('Bescheid')
*
* innerText liefert nur sichtbaren Text - die versteckte Fassung
* faellt von selbst weg. (Fuer Inhalt in einem zugeklappten
* <details> braucht es dagegen textContent.)
*
* 2. Auf die sichtbare Fassung einschraenken, wenn geklickt wird:
*
* page.getByRole('link', { name: 'Bescheid' }).locator('visible=true')
*
* 3. Die Zusammenfassungszeile pruefen ("12 Dokumente"), wenn es um
* Anzahlen geht - die steht nur einmal.
*
* Was nicht traegt: eine feste Anzahl erwarten. `getByText(...)` findet
* jeden Eintrag zweimal, und wer das mit toHaveCount(1) prueft, schreibt
* einen Test, der bei jeder Layoutaenderung umfaellt.
*/
+1563 -2269
View File
File diff suppressed because it is too large Load Diff
+18 -14
View File
@@ -1,6 +1,6 @@
{ {
"name": "betreuungs-cockpit", "name": "betreuungs-cockpit",
"version": "1.10.1", "version": "1.11.0",
"private": true, "private": true,
"description": "Arbeits- und Dokumentationswerkzeug fuer die ehrenamtliche rechtliche Betreuung", "description": "Arbeits- und Dokumentationswerkzeug fuer die ehrenamtliche rechtliche Betreuung",
"engines": { "engines": {
@@ -18,6 +18,7 @@
"db:migrate": "prisma migrate dev", "db:migrate": "prisma migrate dev",
"db:deploy": "prisma migrate deploy", "db:deploy": "prisma migrate deploy",
"db:migration": "node scripts/migration-erzeugen.mjs", "db:migration": "node scripts/migration-erzeugen.mjs",
"speicher:verschluesseln": "tsx --env-file=.env scripts/speicher-verschluesseln.mts",
"db:pruefen": "node -e \"import('./scripts/migration-erzeugen.mjs').then(m => m.indizesPruefen())\"", "db:pruefen": "node -e \"import('./scripts/migration-erzeugen.mjs').then(m => m.indizesPruefen())\"",
"db:volltext": "prisma db execute --schema prisma/schema.prisma --file prisma/sql/volltextsuche.sql", "db:volltext": "prisma db execute --schema prisma/schema.prisma --file prisma/sql/volltextsuche.sql",
"db:seed": "prisma db seed", "db:seed": "prisma db seed",
@@ -37,8 +38,8 @@
"seed": "tsx prisma/seed.ts" "seed": "tsx prisma/seed.ts"
}, },
"dependencies": { "dependencies": {
"@aws-sdk/client-s3": "3.735.0", "@aws-sdk/client-s3": "3.1116.0",
"@aws-sdk/s3-request-presigner": "3.735.0", "@aws-sdk/s3-request-presigner": "3.1116.0",
"@node-rs/argon2": "2.0.2", "@node-rs/argon2": "2.0.2",
"@prisma/client": "6.3.1", "@prisma/client": "6.3.1",
"@radix-ui/react-dialog": "1.1.4", "@radix-ui/react-dialog": "1.1.4",
@@ -54,9 +55,9 @@
"date-fns": "4.1.0", "date-fns": "4.1.0",
"docx": "9.1.1", "docx": "9.1.1",
"lucide-react": "0.474.0", "lucide-react": "0.474.0",
"next": "15.1.6", "next": "15.5.23",
"next-auth": "5.0.0-beta.25", "next-auth": "5.0.0-beta.32",
"nodemailer": "6.10.0", "nodemailer": "9.0.5",
"otpauth": "9.3.6", "otpauth": "9.3.6",
"pdf-lib": "1.17.1", "pdf-lib": "1.17.1",
"qrcode": "1.5.4", "qrcode": "1.5.4",
@@ -69,22 +70,22 @@
"zod": "3.24.1" "zod": "3.24.1"
}, },
"devDependencies": { "devDependencies": {
"@playwright/test": "1.50.1", "@playwright/test": "1.62.1",
"@types/archiver": "6.0.3", "@types/archiver": "6.0.3",
"@types/node": "22.13.1", "@types/node": "22.13.1",
"@types/nodemailer": "6.4.17", "@types/nodemailer": "7.0.4",
"@types/qrcode": "1.5.5", "@types/qrcode": "1.5.5",
"@types/react": "19.0.8", "@types/react": "19.0.8",
"@types/react-dom": "19.0.3", "@types/react-dom": "19.0.3",
"autoprefixer": "10.4.20", "autoprefixer": "10.4.20",
"eslint": "9.19.0", "eslint": "9.39.1",
"eslint-config-next": "15.1.6", "eslint-config-next": "15.5.23",
"postcss": "8.5.1", "postcss": "8.5.26",
"prisma": "6.3.1", "prisma": "6.3.1",
"tailwindcss": "3.4.17", "tailwindcss": "3.4.17",
"tsx": "4.19.2", "tsx": "4.20.6",
"typescript": "5.7.3", "typescript": "5.7.3",
"vitest": "3.0.5" "vitest": "3.2.6"
}, },
"allowScripts": { "allowScripts": {
"@prisma/client@6.3.1": true, "@prisma/client@6.3.1": true,
@@ -99,6 +100,9 @@
"next-auth": { "next-auth": {
"@simplewebauthn/server": "$@simplewebauthn/server", "@simplewebauthn/server": "$@simplewebauthn/server",
"@simplewebauthn/browser": "$@simplewebauthn/browser" "@simplewebauthn/browser": "$@simplewebauthn/browser"
} },
"nodemailer": "9.0.5",
"postcss": "8.5.26",
"sharp": "0.35.3"
} }
} }
@@ -0,0 +1,31 @@
-- sicherheitsaudit
--
-- Erzeugt mit "npm run db:migration". Entfernt wurden die
-- DROP-INDEX-Anweisungen zu diesen Indizes:
-- dokument_absender_trgm
-- vorgang_titel_trgm
--
-- Sie stammen aus prisma/sql/volltextsuche.sql und sind Prisma unbekannt;
-- ohne sie waere die Volltextsuche still langsam geworden.
-- AlterTable
ALTER TABLE "benutzer" ADD COLUMN "totpLetzterSchritt" INTEGER;
-- CreateTable
CREATE TABLE "ersteinrichtung" (
"id" TEXT NOT NULL,
"abgeschlossenAm" TIMESTAMP(3) NOT NULL DEFAULT CURRENT_TIMESTAMP,
"userId" TEXT,
CONSTRAINT "ersteinrichtung_pkey" PRIMARY KEY ("id")
);
-- Bestehende Installationen nachziehen.
--
-- Die Tabelle oben ist die Sperre fuer die Ersteinrichtung. Auf einem
-- System, das schon laeuft, ist die Einrichtung laengst erledigt - ohne
-- diese Zeile stuende die Sperre nach dem Update offen, und der Weg zum
-- Anlegen eines Administrators waere wieder frei.
INSERT INTO "ersteinrichtung" ("id", "userId")
SELECT 'einmalig', (SELECT "id" FROM "benutzer" ORDER BY "erstelltAm" ASC LIMIT 1)
WHERE EXISTS (SELECT 1 FROM "benutzer");
+26
View File
@@ -70,6 +70,13 @@ model User {
// TOTP ist Pflicht. Das Secret liegt verschluesselt, nicht im Klartext. // TOTP ist Pflicht. Das Secret liegt verschluesselt, nicht im Klartext.
totpSecretVerschluesselt String? totpSecretVerschluesselt String?
totpAktiviertAm DateTime? totpAktiviertAm DateTime?
/// Der zuletzt akzeptierte TOTP-Zeitschritt (Unixzeit / 30).
///
/// Ein TOTP-Code gilt 30 Sekunden, mit Toleranz bis zu 90. In dieser Zeit
/// liesse sich derselbe Code ein zweites Mal einloesen - abgelesen ueber
/// die Schulter oder abgefangen. Deshalb wird der Schritt festgehalten
/// und nur noch ein groesserer akzeptiert.
totpLetzterSchritt Int?
// Einmal-Wiederherstellungscodes, einzeln Argon2id-gehasht. // Einmal-Wiederherstellungscodes, einzeln Argon2id-gehasht.
wiederherstellungscodes String[] @default([]) wiederherstellungscodes String[] @default([])
@@ -128,6 +135,25 @@ model BetreuungsZugang {
@@map("betreuungs_zugang") @@map("betreuungs_zugang")
} }
/// Haelt fest, dass die Ersteinrichtung stattgefunden hat.
///
/// Die Tabelle hat genau eine Zeile mit fester Id. Das ist kein Protokoll,
/// sondern eine Sperre: Vorher stand im Code "wenn es noch keinen Benutzer
/// gibt, lege einen an" - zwei Anfragen gleichzeitig kamen beide durch die
/// Pruefung und legten beide einen Administrator an. Ueber den
/// Primaerschluessel entscheidet das jetzt die Datenbank, und zwar fuer
/// genau einen Gewinner.
model Ersteinrichtung {
/// Immer "einmalig". Der feste Wert ist die Sperre.
id String @id
abgeschlossenAm DateTime @default(now())
/// Wer den Zugang angelegt hat - nur zum Nachvollziehen.
userId String?
@@map("ersteinrichtung")
}
/// Fehlgeschlagene und erfolgreiche Anmeldeversuche - Grundlage fuer das /// Fehlgeschlagene und erfolgreiche Anmeldeversuche - Grundlage fuer das
/// Rate-Limiting am Login. Wird nach 30 Tagen aufgeraeumt. /// Rate-Limiting am Login. Wird nach 30 Tagen aufgeraeumt.
model LoginVersuch { model LoginVersuch {
+8
View File
@@ -112,6 +112,14 @@ async function ersterZugang() {
}, },
}) })
// Die Ersteinrichtung ist damit erledigt. Ohne diese Zeile stuende die
// Einrichtungsseite nach dem Seed weiter offen.
await db.ersteinrichtung.upsert({
where: { id: 'einmalig' },
update: {},
create: { id: 'einmalig', userId: benutzer.id },
})
console.log(`Zugang ${email} angelegt.`) console.log(`Zugang ${email} angelegt.`)
if (devSecret) { if (devSecret) {
console.log(' Zweiter Faktor mit dem Entwicklungs-Geheimnis vorbelegt.') console.log(' Zweiter Faktor mit dem Entwicklungs-Geheimnis vorbelegt.')
+1
View File
@@ -18,6 +18,7 @@ AUTH_SECRET=${b64(32)}
ENC_KEY_V1=${b64(32)} ENC_KEY_V1=${b64(32)}
ENC_KEY_AKTIV=1 ENC_KEY_AKTIV=1
INDEX_KEY=${b64(32)} INDEX_KEY=${b64(32)}
ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS=${b64(24)}
POSTGRES_PASSWORD=${b64(24).replace(/[+/=]/g, 'x')} POSTGRES_PASSWORD=${b64(24).replace(/[+/=]/g, 'x')}
# WICHTIG: ENC_KEY_V1 geht NICHT verloren gehen duerfen. # WICHTIG: ENC_KEY_V1 geht NICHT verloren gehen duerfen.
+12 -2
View File
@@ -75,9 +75,19 @@ done
# --- Selbstpruefung ---------------------------------------------------------- # --- Selbstpruefung ----------------------------------------------------------
# Ein Backup, das sich nicht entschluesseln laesst, ist kein Backup. # Ein Backup, das sich nicht entschluesseln laesst, ist kein Backup.
# Deshalb wird sofort geprueft, ob die Datei wieder lesbar ist. # Deshalb wird sofort geprueft, ob die Datei wieder lesbar ist.
if openssl enc -d -aes-256-cbc -pbkdf2 -iter 200000 \ # Kein "| head -c 5 | grep -q": Beide schliessen die Leitung, sobald sie
# genug haben. openssl schreibt dann in ein geschlossenes Rohr, bekommt
# SIGPIPE - und mit "set -o pipefail" gilt die ganze Kette als
# gescheitert. Bei einer kleinen Datenbank faellt das nicht auf, weil
# alles schon im Puffer steht; mit wachsender Datenbank kippt es, und
# dann meldet die Selbstpruefung eine INTAKTE Sicherung als kaputt.
#
# "dd" liest eine feste Menge und beendet sich regulaer.
KOPF="$(openssl enc -d -aes-256-cbc -pbkdf2 -iter 200000 \
-pass env:SICHERUNG_PASSWORT -in "$DATEI" 2>/dev/null \ -pass env:SICHERUNG_PASSWORT -in "$DATEI" 2>/dev/null \
| head -c 5 | grep -q "PGDMP"; then | dd bs=1 count=5 2>/dev/null || true)"
if [ "$KOPF" = "PGDMP" ]; then
echo "$(date -Iseconds) Selbstpruefung bestanden." echo "$(date -Iseconds) Selbstpruefung bestanden."
else else
echo "$(date -Iseconds) FEHLER: Die Sicherung laesst sich nicht entschluesseln!" >&2 echo "$(date -Iseconds) FEHLER: Die Sicherung laesst sich nicht entschluesseln!" >&2
+184
View File
@@ -0,0 +1,184 @@
/**
* Bestehende Dateien nachtraeglich in den Umschlag stecken.
*
* npm run speicher:verschluesseln # nur schauen
* npm run speicher:verschluesseln -- --anwenden
*
* Warum es diesen Lauf gibt: Der Objektspeicher-Treiber hat bis v1.10.2
* unverschluesselt abgelegt - es stand nur ServerSideEncryption: 'AES256'
* darauf, also Verschluesselung mit dem Schluessel des Anbieters. Seit
* v1.11.0 liegt derselbe Umschlag darum wie beim Dateitreiber. Neue Dateien
* bekommen ihn beim Ablegen; die alten liegen weiter im Klartext, bis sie
* hier einmal umgeschrieben werden.
*
* Lesen funktioniert waehrenddessen durchgehend: Der Treiber erkennt am
* Kopf, ob ein Umschlag da ist, und reicht alles andere unveraendert durch.
* Der Lauf laesst sich also jederzeit starten, abbrechen und wiederholen.
*
* Er ist absichtlich langsam und einfach: ein Objekt nach dem anderen,
* lesen, pruefen, zurueckschreiben. Bei ein paar hundert Dokumenten dauert
* das Sekunden, und ein Fehler betrifft immer nur eine Datei.
*
* OHNE --anwenden wird nichts geschrieben.
*/
import { createRequire } from 'node:module'
import { readFile, writeFile } from 'node:fs/promises'
/**
* "server-only" fuer diesen Lauf neutralisieren.
*
* Das Paket wirft beim Import ausserhalb einer Server-Umgebung - genau
* dafuer ist es da. Hier laufen wir aber bewusst ausserhalb von Next, und
* die Alternative waere, den Umschlag im Skript noch einmal zu schreiben.
* Zwei Fassungen derselben Krypto sind die schlechtere Wahl: Wenn eine
* davon abweicht, merkt es niemand, bis eine Datei nicht mehr aufgeht.
*
* Deshalb wird der Modullader vorher umgebogen und danach dynamisch
* importiert - statische Importe wuerden vorgezogen und liefen in den
* Fehler.
*/
const verlangen = createRequire(import.meta.url)
const modulLader = verlangen('node:module') as {
_load: (anfrage: string, ...rest: unknown[]) => unknown
}
const echterLader = modulLader._load
modulLader._load = function (anfrage: string, ...rest: unknown[]) {
if (anfrage === 'server-only') return {}
return echterLader.call(this, anfrage, ...rest)
}
const { env } = await import('../src/lib/env')
const { istVerschluesselt, verschluesselnBinaer } = await import('../src/lib/speicher/umschlag')
const anwenden = process.argv.includes('--anwenden')
type Bilanz = { geprueft: number; umgeschrieben: number; schonGut: number; fehler: number }
function zeile(text = ''): void {
console.log(text)
}
/** Objektspeicher: auflisten, lesen, bei Bedarf zurueckschreiben. */
async function s3Durchgehen(): Promise<Bilanz> {
const s3 = await import('../src/lib/speicher/s3')
const bilanz: Bilanz = { geprueft: 0, umgeschrieben: 0, schonGut: 0, fehler: 0 }
const schluessel = await s3.objekteAuflisten()
zeile(` ${schluessel.length} Objekte im Eimer "${env.s3.bucket}".`)
zeile()
for (const eintrag of schluessel) {
bilanz.geprueft += 1
try {
const roh = await s3.rohLesen(eintrag)
if (istVerschluesselt(roh)) {
bilanz.schonGut += 1
continue
}
if (anwenden) {
// schreiben() legt den Umschlag selbst an - der Inhalt geht also
// als Klartext hinein und kommt verschluesselt im Eimer an.
await s3.schreiben(eintrag, roh, 'application/octet-stream')
}
bilanz.umgeschrieben += 1
zeile(` ${anwenden ? 'umgeschrieben' : 'waere umzuschreiben'}: ${eintrag}`)
} catch (fehler) {
bilanz.fehler += 1
zeile(` FEHLER bei ${eintrag}: ${fehler instanceof Error ? fehler.message : fehler}`)
}
}
return bilanz
}
/** Dateitreiber: dasselbe fuer das Ablageverzeichnis. */
async function dateienDurchgehen(): Promise<Bilanz> {
const { readdir, stat } = await import('node:fs/promises')
const { join, relative, sep } = await import('node:path')
const treiber = await import('../src/lib/speicher/datei')
const bilanz: Bilanz = { geprueft: 0, umgeschrieben: 0, schonGut: 0, fehler: 0 }
const wurzel = treiber.ablageverzeichnis()
zeile(` Verzeichnis ${wurzel}`)
zeile()
async function absteigen(verzeichnis: string): Promise<void> {
let eintraege: string[]
try {
eintraege = await readdir(verzeichnis)
} catch {
return // gibt es noch nicht
}
for (const name of eintraege) {
const pfad = join(verzeichnis, name)
if ((await stat(pfad)).isDirectory()) {
await absteigen(pfad)
continue
}
bilanz.geprueft += 1
try {
const roh = await readFile(pfad)
if (istVerschluesselt(roh)) {
bilanz.schonGut += 1
continue
}
// Der Ablageschluessel ist der Pfad unterhalb der Wurzel, mit
// Schraegstrichen - genau das, was der Treiber beim Schreiben
// benutzt. Er gehoert in die Zusatzdaten, sonst waere die Datei
// hinterher zwar verschluesselt, aber nicht an ihren Platz
// gebunden, und liesse sich unter fremdem Namen wieder einspielen.
const ablageschluessel = relative(wurzel, pfad).split(sep).join('/')
if (anwenden) {
await writeFile(pfad, verschluesselnBinaer(roh, ablageschluessel), { mode: 0o600 })
}
bilanz.umgeschrieben += 1
zeile(` ${anwenden ? 'umgeschrieben' : 'waere umzuschreiben'}: ${pfad}`)
} catch (fehler) {
bilanz.fehler += 1
zeile(` FEHLER bei ${pfad}: ${fehler instanceof Error ? fehler.message : fehler}`)
}
}
}
await absteigen(wurzel)
return bilanz
}
async function main(): Promise<void> {
zeile()
zeile(' Bestehende Dateien in den Umschlag stecken')
zeile(' ' + '-'.repeat(50))
zeile()
if (!anwenden) {
zeile(' TROCKENLAUF - es wird nichts geschrieben.')
zeile(' Zum Anwenden: npm run speicher:verschluesseln -- --anwenden')
zeile()
}
const treiber = env.speicherTreiber
zeile(` Treiber: ${treiber}`)
zeile()
const bilanz = treiber === 's3' ? await s3Durchgehen() : await dateienDurchgehen()
zeile()
zeile(` Geprueft: ${bilanz.geprueft}`)
zeile(` Schon im Umschlag: ${bilanz.schonGut}`)
zeile(` ${anwenden ? 'Umgeschrieben' : 'Umzuschreiben'}: ${bilanz.umgeschrieben}`)
if (bilanz.fehler > 0) zeile(` Fehler: ${bilanz.fehler}`)
zeile()
if (bilanz.fehler > 0) process.exitCode = 1
}
main().catch((fehler) => {
console.error(fehler)
process.exitCode = 1
})
+45 -5
View File
@@ -52,6 +52,32 @@ gut() { printf ' %s%s%s\n' "$GRUEN" "$1" "$AUS"; }
warnung() { printf ' %s%s%s\n' "$GELB" "$1" "$AUS"; } warnung() { printf ' %s%s%s\n' "$GELB" "$1" "$AUS"; }
abbruch() { printf '\n%sAbbruch: %s%s\n\n' "$ROT" "$1" "$AUS" >&2; exit 1; } abbruch() { printf '\n%sAbbruch: %s%s\n\n' "$ROT" "$1" "$AUS" >&2; exit 1; }
# --- Unerwarteter Abbruch ----------------------------------------------------
#
# "set -e" beendet das Skript bei jedem Befehl, der nicht 0 zurueckgibt -
# stumm. Auf dem Bildschirm bricht die Ausgabe dann einfach ab, und man
# sucht an der falschen Stelle.
#
# Genau das ist beim Sprung von v1.5.0 auf v1.10.1 passiert: Eine Leitung
# der Form "git log ... | head -15" hat den Erzeuger mit SIGPIPE beendet,
# "pipefail" hat das an die Kette weitergereicht, und das Skript war weg.
#
# Diese Falle sagt jetzt wenigstens, WO es passiert ist. Exitcode 141
# heisst SIGPIPE - dann wurde irgendwo wieder eine Leitung zu frueh
# geschlossen.
unerwartet() {
code=$1
zeile=$2
printf '%sAbbruch in Zeile %s (Exitcode %s).%s\n' "$ROT" "$zeile" "$code" "$AUS" >&2
if [ "$code" = "141" ]; then
printf '%sExitcode 141 ist SIGPIPE: eine Leitung wurde zu frueh geschlossen,%s\n' "$ROT" "$AUS" >&2
printf '%setwa durch "| head". Das ist ein Fehler im Skript, nicht bei dir.%s\n' "$ROT" "$AUS" >&2
fi
printf '%sKam der Abbruch vor Schritt 5, wurde nichts veraendert.%s\n' "$ROT" "$AUS" >&2
}
trap 'unerwartet $? $LINENO' ERR
# --- Aufrufparameter --------------------------------------------------------- # --- Aufrufparameter ---------------------------------------------------------
ZIEL="" ZIEL=""
@@ -113,7 +139,11 @@ if ! git fetch --tags --quiet origin; then
fi fi
JETZT="$(git describe --tags --exact-match 2>/dev/null || git rev-parse --short HEAD)" JETZT="$(git describe --tags --exact-match 2>/dev/null || git rev-parse --short HEAD)"
NEUESTE="$(git tag --list 'v*' --sort=-v:refname | head -1)" # Kein "| head -1": Siehe den Hinweis zu SIGPIPE weiter unten. Die erste
# Zeile holt die Shell selbst.
ALLE_TAGS="$(git tag --list 'v*' --sort=-v:refname)"
NEUESTE="${ALLE_TAGS%%$'
'*}"
[ -n "$NEUESTE" ] || abbruch "Es gibt keine veroeffentlichte Fassung (kein Tag)." [ -n "$NEUESTE" ] || abbruch "Es gibt keine veroeffentlichte Fassung (kein Tag)."
@@ -123,7 +153,8 @@ fi
git rev-parse --verify --quiet "$ZIEL^{commit}" >/dev/null \ git rev-parse --verify --quiet "$ZIEL^{commit}" >/dev/null \
|| abbruch "Die Fassung '$ZIEL' gibt es nicht. Vorhanden: || abbruch "Die Fassung '$ZIEL' gibt es nicht. Vorhanden:
$(git tag --list 'v*' --sort=-v:refname | head -5 | sed 's/^/ /')" $(printf '%s
' "$ALLE_TAGS" | sed -n '1,5p' | sed 's/^/ /')"
printf ' Jetzt: %s\n' "$JETZT" printf ' Jetzt: %s\n' "$JETZT"
printf ' Ziel: %s%s%s\n' "$FETT" "$ZIEL" "$AUS" printf ' Ziel: %s%s%s\n' "$FETT" "$ZIEL" "$AUS"
@@ -152,14 +183,23 @@ if [ -n "$CHANGELOG" ]; then
if (nummer == jetzt) exit if (nummer == jetzt) exit
drucken = (nummer != "Unveröffentlicht") drucken = (nummer != "Unveröffentlicht")
} }
drucken { print " " $0 } drucken && zeilen < 60 { print " " $0; zeilen++ }
' | head -60 '
else else
warnung "Kein CHANGELOG.md in $ZIEL gefunden." warnung "Kein CHANGELOG.md in $ZIEL gefunden."
fi fi
printf '\n' printf '\n'
git log --oneline --no-decorate "HEAD..$ZIEL" | head -15 | sed 's/^/ /' # "-15" statt "| head -15": Bei mehr Commits als der Grenze schliesst head
# die Leitung, git bekommt SIGPIPE, und mit "set -o pipefail" gilt die ganze
# Kette als gescheitert - "set -e" beendet das Skript dann OHNE Meldung.
# Genau das ist beim Sprung von v1.5.0 auf v1.10.1 passiert.
ANZAHL="$(git rev-list --count "HEAD..$ZIEL")"
git log --oneline --no-decorate -15 "HEAD..$ZIEL" | sed 's/^/ /'
if [ "$ANZAHL" -gt 15 ]; then
printf ' ... und %s weitere
' "$((ANZAHL - 15))"
fi
if [ "$NUR_PRUEFEN" = "1" ]; then if [ "$NUR_PRUEFEN" = "1" ]; then
printf '\n' printf '\n'
+6 -2
View File
@@ -1,6 +1,6 @@
import { Readable } from 'node:stream' import { Readable } from 'node:stream'
import type { NextRequest } from 'next/server' import type { NextRequest } from 'next/server'
import { aktiveBetreute, erfordereBenutzer, reauthGueltig } from '@/lib/auth/sitzung' import { aktiveBetreute, benutzerFuerRoute, reauthGueltig } from '@/lib/auth/sitzung'
import { darf } from '@/lib/auth/rollen' import { darf } from '@/lib/auth/rollen'
import { db, nichtGeloescht } from '@/lib/db' import { db, nichtGeloescht } from '@/lib/db'
import { protokollieren } from '@/lib/audit' import { protokollieren } from '@/lib/audit'
@@ -33,7 +33,11 @@ function abgelehnt(nachricht: string, status: number): Response {
} }
export async function GET(anfrage: NextRequest): Promise<Response> { export async function GET(anfrage: NextRequest): Promise<Response> {
const benutzer = await erfordereBenutzer('/berichte/export') // Eine Route antwortet mit einem Statuscode, nicht mit einer
// Anmeldeseite als Dateiinhalt.
const angemeldet = await benutzerFuerRoute()
if (!angemeldet.ok) return angemeldet.antwort
const benutzer = angemeldet.benutzer
const gewuenscht = anfrage.nextUrl.searchParams.get('betreute') const gewuenscht = anfrage.nextUrl.searchParams.get('betreute')
const aktive = await aktiveBetreute(benutzer) const aktive = await aktiveBetreute(benutzer)
+9 -1
View File
@@ -21,8 +21,16 @@ export const dynamic = 'force-dynamic'
export default async function ErsteinrichtungSeite() { export default async function ErsteinrichtungSeite() {
const anzahlBenutzer = await db.user.count({ where: { geloeschtAm: null } }) const anzahlBenutzer = await db.user.count({ where: { geloeschtAm: null } })
// Die Sperrzeile ist die eigentliche Auskunft darueber, ob eingerichtet
// wurde. Der Benutzerzaehler allein genuegt nicht: Liegt der erste Zugang
// im Papierkorb, stuende Schritt 1 sonst wieder offen.
const sperre = await db.ersteinrichtung.findUnique({
where: { id: 'einmalig' },
select: { id: true },
})
// --- Schritt 1: Es gibt noch keinen Zugang ------------------------------- // --- Schritt 1: Es gibt noch keinen Zugang -------------------------------
if (anzahlBenutzer === 0) { if (anzahlBenutzer === 0 && !sperre) {
return ( return (
<> <>
<Card> <Card>
@@ -61,6 +61,23 @@ export function ZugangFormular() {
/> />
</Feld> </Feld>
<Feld
id="geheimnis"
beschriftung="Einrichtungsgeheimnis"
erklaerung="Der Wert von ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS aus der .env. Er verhindert, dass jemand
anders diesen Zugang anlegt, solange die Seite noch offensteht."
fehler={zustand.felder?.geheimnis}
pflicht
>
<Input
name="geheimnis"
type="password"
autoComplete="off"
spellCheck={false}
required
/>
</Feld>
<Feld <Feld
id="passwort" id="passwort"
beschriftung="Passwort" beschriftung="Passwort"
@@ -2,7 +2,7 @@ import { NextResponse } from 'next/server'
import type { Modul } from '@prisma/client' import type { Modul } from '@prisma/client'
import { protokollieren } from '@/lib/audit' import { protokollieren } from '@/lib/audit'
import { darf } from '@/lib/auth/rollen' import { darf } from '@/lib/auth/rollen'
import { aktuellerBenutzer } from '@/lib/auth/sitzung' import { benutzerFuerRoute } from '@/lib/auth/sitzung'
import { db, nichtGeloescht } from '@/lib/db' import { db, nichtGeloescht } from '@/lib/db'
import { typErkennen } from '@/lib/speicher/dateityp' import { typErkennen } from '@/lib/speicher/dateityp'
import { betreuteIdAusSchluessel, lesen } from '@/lib/speicher' import { betreuteIdAusSchluessel, lesen } from '@/lib/speicher'
@@ -55,7 +55,10 @@ function nurText(status: number, meldung: string): NextResponse {
export async function GET( export async function GET(
_anfrage: Request, _anfrage: Request,
{ params }: { params: Promise<{ signatur: string }> }, { params }: { params: Promise<{ signatur: string }> },
): Promise<NextResponse> { // Response statt NextResponse: Die Abweisung ohne zweiten Faktor kommt
// aus benutzerFuerRoute() und ist eine schlichte Response. NextResponse
// erbt davon, die uebrigen Rueckgaben passen also weiterhin.
): Promise<Response> {
const { signatur } = await params const { signatur } = await params
// 1. Signatur und Ablauf // 1. Signatur und Ablauf
@@ -70,9 +73,14 @@ export async function GET(
} }
const schluessel = geprueft.schluessel const schluessel = geprueft.schluessel
// 2. Angemeldet? // 2. Angemeldet - und mit abgeschlossenem zweitem Faktor.
const benutzer = await aktuellerBenutzer() //
if (!benutzer) return nurText(401, 'Bitte melde dich an.') // Frueher stand hier nur die Frage nach der Anmeldung. Damit kam jemand,
// der die TOTP-Einrichtung nie abgeschlossen hatte, an jedes Dokument -
// die MFA-Pflicht galt nur fuer Seiten, nicht fuer diesen Abruf.
const angemeldet = await benutzerFuerRoute()
if (!angemeldet.ok) return angemeldet.antwort
const benutzer = angemeldet.benutzer
// 3. Zugriff auf genau diese betreute Person // 3. Zugriff auf genau diese betreute Person
const betreuteId = betreuteIdAusSchluessel(schluessel) const betreuteId = betreuteIdAusSchluessel(schluessel)
+19 -33
View File
@@ -3,15 +3,17 @@ import Credentials from 'next-auth/providers/credentials'
import type { Rolle } from '@prisma/client' import type { Rolle } from '@prisma/client'
import { db } from '@/lib/db' import { db } from '@/lib/db'
import { env } from '@/lib/env' import { env } from '@/lib/env'
import { hashVeraltet, passwortHashen, passwortPruefen, wiederherstellungscodeFinden } from '@/lib/crypto/hash' import { hashVeraltet, passwortHashen, passwortPruefen } from '@/lib/crypto/hash'
import { totpPruefen, totpSecretEntschluesseln } from '@/lib/crypto/totp'
import { import {
anmeldungErlaubt, anmeldungErlaubt,
aufMindestdauerWarten, aufMindestdauerWarten,
fehlversucheZuruecksetzen, fehlversucheZuruecksetzen,
sperreVermerken,
versuchFesthalten, versuchFesthalten,
} from '@/lib/auth/ratelimit' } from '@/lib/auth/ratelimit'
import { protokollieren } from '@/lib/audit' import { protokollieren } from '@/lib/audit'
import { zweitenFaktorEinloesen } from '@/lib/auth/zweiter-faktor'
import { anschlussAus } from '@/lib/auth/anschluss'
import { PasskeyFehler, anmeldungPruefen } from '@/lib/auth/passkey' import { PasskeyFehler, anmeldungPruefen } from '@/lib/auth/passkey'
import type { AuthenticationResponseJSON } from '@simplewebauthn/server' import type { AuthenticationResponseJSON } from '@simplewebauthn/server'
@@ -64,12 +66,13 @@ export class PasskeyAnmeldeFehler extends CredentialsSignin {
function ipAusAnfrage(anfrage: Request | undefined): string | null { function ipAusAnfrage(anfrage: Request | undefined): string | null {
if (!anfrage) return null if (!anfrage) return null
const weitergeleitet = anfrage.headers.get('x-forwarded-for')?.split(',')[0]?.trim() return anschlussAus(anfrage.headers)
return weitergeleitet || anfrage.headers.get('x-real-ip') || null
} }
export const { handlers, signIn, signOut, auth } = NextAuth({ export const { handlers, signIn, signOut, auth } = NextAuth({
trustHost: true, // Siehe env.vertraueHost: Ist AUTH_URL gesetzt, wird dem Host-Kopf nicht
// geglaubt. Vorher stand hier fest "true".
trustHost: env.vertraueHost,
secret: process.env.AUTH_SECRET, secret: process.env.AUTH_SECRET,
session: { session: {
@@ -110,7 +113,7 @@ export const { handlers, signIn, signOut, auth } = NextAuth({
// 1. Sperre pruefen, bevor teuer gerechnet wird. // 1. Sperre pruefen, bevor teuer gerechnet wird.
const sperre = await anmeldungErlaubt(email, ip) const sperre = await anmeldungErlaubt(email, ip)
if (sperre.gesperrt) { if (sperre.gesperrt) {
await versuchFesthalten(email, ip, false, 'gesperrt') await sperreVermerken(email, ip)
throw new AnmeldeFehler('gesperrt', sperre.nochSekunden) throw new AnmeldeFehler('gesperrt', sperre.nochSekunden)
} }
@@ -141,33 +144,13 @@ export const { handlers, signIn, signOut, auth } = NextAuth({
throw new AnmeldeFehler('konto-inaktiv') throw new AnmeldeFehler('konto-inaktiv')
} }
// 3. Zweiter Faktor. Ohne eingerichtetes TOTP kommt der Benutzer // 3. Zweiter Faktor. Ist er noch nicht eingerichtet, kommt der
// zwar herein, das App-Layout schickt ihn aber sofort zur // Benutzer nur bis zur Einrichtungsseite - erzwungen in
// Einrichtung - er kann nichts anderes tun. // erfordereBenutzer(), nicht erst im Layout.
if (benutzer.totpSecretVerschluesselt && benutzer.totpAktiviertAm) { if (benutzer.totpSecretVerschluesselt && benutzer.totpAktiviertAm) {
const codeOhneTrenner = code.replace(/[\s-]/g, '') const eingeloest = await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, code)
let zweiterFaktorOk = false
if (/^\d{6}$/.test(codeOhneTrenner)) { if (!eingeloest.ok) {
const secret = totpSecretEntschluesseln(benutzer.totpSecretVerschluesselt)
zweiterFaktorOk = totpPruefen(secret, benutzer.email, codeOhneTrenner).gueltig
} else if (codeOhneTrenner.length >= 12) {
// Wiederherstellungscode - wird nach Gebrauch entfernt.
const treffer = await wiederherstellungscodeFinden(
benutzer.wiederherstellungscodes,
code,
)
if (treffer >= 0) {
zweiterFaktorOk = true
const rest = benutzer.wiederherstellungscodes.filter((_, i) => i !== treffer)
await db.user.update({
where: { id: benutzer.id },
data: { wiederherstellungscodes: rest },
})
}
}
if (!zweiterFaktorOk) {
await versuchFesthalten(email, ip, false, 'code-falsch') await versuchFesthalten(email, ip, false, 'code-falsch')
await protokollieren({ await protokollieren({
aktion: 'ANMELDUNG_FEHLGESCHLAGEN', aktion: 'ANMELDUNG_FEHLGESCHLAGEN',
@@ -175,7 +158,10 @@ export const { handlers, signIn, signOut, auth } = NextAuth({
entitaetId: benutzer.id, entitaetId: benutzer.id,
userEmail: email, userEmail: email,
userId: benutzer.id, userId: benutzer.id,
bezeichnung: 'Zweiter Faktor falsch', bezeichnung:
eingeloest.grund === 'wiederverwendet'
? 'Zweiter Faktor bereits verbraucht'
: 'Zweiter Faktor falsch',
}) })
await aufMindestdauerWarten(begonnen) await aufMindestdauerWarten(begonnen)
throw new AnmeldeFehler('code-falsch') throw new AnmeldeFehler('code-falsch')
@@ -274,7 +260,7 @@ export const { handlers, signIn, signOut, auth } = NextAuth({
// anmeldet - erraten laesst sich ein Passkey ohnehin nicht. // anmeldet - erraten laesst sich ein Passkey ohnehin nicht.
const sperre = await anmeldungErlaubt(benutzer.email, ip) const sperre = await anmeldungErlaubt(benutzer.email, ip)
if (sperre.gesperrt) { if (sperre.gesperrt) {
await versuchFesthalten(benutzer.email, ip, false, 'gesperrt') await sperreVermerken(benutzer.email, ip)
throw new AnmeldeFehler('gesperrt', sperre.nochSekunden) throw new AnmeldeFehler('gesperrt', sperre.nochSekunden)
} }
@@ -17,6 +17,21 @@ import {
* *
* Am Handy eine Karte je Dokument, ab Tablet eine Tabelle - die Tabelle * Am Handy eine Karte je Dokument, ab Tablet eine Tabelle - die Tabelle
* scrollt dabei im eigenen Rahmen, nie die ganze Seite. * scrollt dabei im eigenen Rahmen, nie die ganze Seite.
*
* ACHTUNG, jeder Inhalt steht ZWEIMAL im DOM: einmal als Karte, einmal
* als Tabellenzeile. Eine der beiden Fassungen ist per Breakpoint
* versteckt, steht aber trotzdem im Baum.
*
* Fuer Tests heisst das: getByText(...).first() trifft womoeglich die
* unsichtbare Kopie, und die Pruefung scheitert mit "element is not
* visible" an einer Stelle, die augenscheinlich in Ordnung ist. Der Weg,
* der traegt, steht in e2e/hilfen.ts unter "Doppelt gerenderte Listen".
*
* Warum nicht eine Fassung fuer beide? Eine Tabelle, die sich zu Karten
* umbricht, verlangt display:block auf Zeilen und Zellen. Damit ist es
* keine Tabelle mehr - Vorlesesoftware verliert den Zusammenhang von
* Spaltenkopf und Wert, und genau der macht eine Dokumentenliste mit
* acht Spalten erst benutzbar. Die Verdopplung ist der Preis dafuer.
*/ */
export function DokumentListe({ eintraege }: { eintraege: Listeneintrag[] }) { export function DokumentListe({ eintraege }: { eintraege: Listeneintrag[] }) {
return ( return (
+92
View File
@@ -0,0 +1,92 @@
import 'server-only'
import { env } from '@/lib/env'
/**
* Von welchem Anschluss kommt diese Anfrage?
*
* Gebraucht wird das nur fuer eines: die zweite Dimension der Anmeldesperre.
* Gezaehlt wird nach E-Mail UND nach Anschluss, damit es weder hilft,
* dieselbe Adresse von vielen Anschluessen zu probieren, noch viele
* Adressen von einem.
*
* ## Warum das vorher nichts geschuetzt hat
*
* Der Wert kam aus "x-forwarded-for", und zwar aus dem ERSTEN Eintrag:
*
* kopf.get('x-forwarded-for')?.split(',')[0]?.trim()
*
* Dieser Kopf ist eine Liste, an die jeder Zwischenknoten hinten anhaengt.
* Der erste Eintrag ist deshalb der, den der Aufrufer selbst geschickt hat -
* frei erfunden. Wer bei jeder Anfrage eine andere Zahl hineinschrieb, sah
* fuer die Sperre wie tausend verschiedene Anschluesse aus. Die Zaehlung
* nach Anschluss war damit nicht nur wirkungslos, sondern irrefuehrend: Im
* Protokoll standen tausend Anschluesse, wo einer war.
*
* Richtig ist das andere Ende: Was der vertraute Proxy anhaengt, hat er
* selbst gesehen und nicht der Aufrufer geschrieben.
*
* ## Und wenn kein Proxy davor steht
*
* Dann ist der Kopf vollstaendig fremdbestimmt und es gibt hier nichts zu
* holen - also null. Keine Zaehlung nach Anschluss ist besser als eine, die
* sich mit einer Kopfzeile aushebeln laesst. Deshalb muss der Betrieb
* ausdruecklich sagen, dass ein Proxy davorsteht (VERTRAUE_PROXY=true).
*/
let gewarnt = false
/**
* Warnt einmal, wenn weitergereichte Koepfe ankommen, ihnen aber nicht
* geglaubt wird. Genau dann fehlt die Einstellung im Betrieb.
*/
function einmalWarnen(): void {
if (gewarnt) return
gewarnt = true
console.warn(
'[anschluss] Es kommen "x-forwarded-for"-Koepfe an, aber VERTRAUE_PROXY ist nicht gesetzt. ' +
'Die Anmeldesperre zaehlt deshalb nur nach E-Mail-Adresse, nicht nach Anschluss. ' +
'Steht ein Reverse Proxy davor, setze VERTRAUE_PROXY=true (und, bei mehreren, ' +
'VERTRAUE_PROXY_STUFEN=<Anzahl>). Steht keiner davor, ist das hier richtig so.',
)
}
/**
* Liest die Adresse des Aufrufers aus den Koepfen.
*
* @param kopf Die Kopfzeilen der Anfrage.
* @returns Die Adresse, oder null, wenn sie sich nicht vertrauenswuerdig
* bestimmen laesst.
*/
export function anschlussAus(kopf: Headers): string | null {
const weitergereicht = kopf.get('x-forwarded-for')
const echterIp = kopf.get('x-real-ip')
if (!env.vertraueProxy) {
if (weitergereicht || echterIp) einmalWarnen()
return null
}
if (weitergereicht) {
const kette = weitergereicht
.split(',')
.map((teil) => teil.trim())
.filter((teil) => teil.length > 0)
// Von hinten zaehlen: Der letzte Eintrag stammt vom naechsten
// Zwischenknoten, der zweitletzte von dem davor. Bei einer Stufe ist
// der letzte Eintrag der Aufrufer, wie der Proxy ihn gesehen hat.
if (kette.length > 0) {
const stelle = kette.length - env.vertraueProxyStufen
return kette[Math.max(0, stelle)] ?? null
}
}
// Manche Proxys setzen nur diesen Kopf. Er enthaelt genau eine Adresse,
// also gibt es hier nichts abzuzaehlen.
return echterIp?.trim() || null
}
/** Nur fuer Tests: setzt die einmalige Warnung zurueck. */
export function warnungZuruecksetzen(): void {
gewarnt = false
}
+82 -14
View File
@@ -14,8 +14,32 @@ import { ipHashen } from '@/lib/crypto/hash'
* Gezaehlt wird nach E-Mail UND nach Anschluss (IP-Hash). Damit hilft es * Gezaehlt wird nach E-Mail UND nach Anschluss (IP-Hash). Damit hilft es
* weder, dieselbe Adresse von vielen Anschluessen zu probieren, noch viele * weder, dieselbe Adresse von vielen Anschluessen zu probieren, noch viele
* Adressen von einem Anschluss. * Adressen von einem Anschluss.
*
* ## Warum abgewiesene Versuche nicht mitzaehlen
*
* Frueher wurde jeder Aufruf festgehalten, auch der, der wegen einer
* laufenden Sperre gar nicht geprueft wurde. Zusammen mit einer Frist, die
* vom juengsten Fehlversuch aus gerechnet wurde, ergab das eine
* Rueckkopplung: Jeder abgewiesene Aufruf schob die Frist um die volle
* Sperrdauer nach hinten. Wer alle zehn Minuten ein falsches Passwort an
* eine fremde Adresse schickte, sperrte deren Inhaber dauerhaft aus - ohne
* das Passwort zu kennen. Und jeder dieser Aufrufe hinterliess eine Zeile,
* die erst der Wartungslauf nach 30 Tagen wieder los wurde.
*
* Deshalb jetzt zwei getrennte Dinge:
*
* - Ein *geprueft* fehlgeschlagener Versuch (falsches Passwort, falscher
* Code, unbekannte Adresse) zaehlt und wird einzeln festgehalten.
* - Ein *abgewiesener* Aufruf waehrend der Sperre zaehlt nicht und wird
* hoechstens einmal je Sperre vermerkt.
*
* Damit steht die Frist fest, sobald sie einmal gesetzt ist, und die
* Tabelle waechst nicht mit der Zahl der Angriffsversuche.
*/ */
/** Grund fuer eine Zeile, die nur den abgewiesenen Aufruf dokumentiert. */
const GRUND_ABGEWIESEN = 'gesperrt'
export type SperrErgebnis = export type SperrErgebnis =
| { gesperrt: false; verbleibendeVersuche: number } | { gesperrt: false; verbleibendeVersuche: number }
| { gesperrt: true; nochSekunden: number } | { gesperrt: true; nochSekunden: number }
@@ -29,33 +53,49 @@ function fensterStart(): Date {
* Passwortvergleich aufgerufen - ein gesperrter Zugang soll gar nicht erst * Passwortvergleich aufgerufen - ein gesperrter Zugang soll gar nicht erst
* Rechenzeit fuer Argon2 kosten. * Rechenzeit fuer Argon2 kosten.
*/ */
export async function anmeldungErlaubt( export async function anmeldungErlaubt(email: string, ip: string | null): Promise<SperrErgebnis> {
email: string, const jetzt = Date.now()
ip: string | null,
): Promise<SperrErgebnis> {
const seit = fensterStart()
const kennung = email.trim().toLowerCase() const kennung = email.trim().toLowerCase()
const ipH = ipHashen(ip) const ipH = ipHashen(ip)
const fehlversuche = await db.loginVersuch.findMany({ const fehlversuche = await db.loginVersuch.findMany({
where: { where: {
erfolg: false, erfolg: false,
zeitpunkt: { gte: seit }, // Abgewiesene Aufrufe zaehlen nicht mit - sonst haelt sich die Sperre
// selbst am Leben, siehe Kopf dieser Datei.
grund: { not: GRUND_ABGEWIESEN },
zeitpunkt: { gte: new Date(jetzt - env.loginFensterSekunden * 1000) },
OR: [{ email: kennung }, ...(ipH ? [{ ipHash: ipH }] : [])], OR: [{ email: kennung }, ...(ipH ? [{ ipHash: ipH }] : [])],
}, },
orderBy: { zeitpunkt: 'desc' }, orderBy: { zeitpunkt: 'asc' },
select: { zeitpunkt: true }, select: { zeitpunkt: true },
take: env.loginMaxVersuche + 1, // Deckel gegen eine ausufernde Abfrage. Mehr als eine Handvoll Runden
// passt ohnehin nicht in ein Zeitfenster, in dem jede Runde gesperrt
// wird.
take: 200,
}) })
if (fehlversuche.length >= env.loginMaxVersuche) { // Von alt nach neu durchgehen und die Runden nachvollziehen: Sobald das
const juengster = fehlversuche[0]!.zeitpunkt.getTime() // Mass voll ist, beginnt an genau diesem Versuch eine Sperre, und der
const frei = juengster + env.loginSperreSekunden * 1000 // Zaehler faengt von vorn an. Ist ihre Frist inzwischen abgelaufen, sind
const nochSekunden = Math.max(1, Math.ceil((frei - Date.now()) / 1000)) // die Versuche davor abgegolten - sonst bliebe der Zugang bis zum Ende
return { gesperrt: true, nochSekunden } // des Zeitfensters dicht, obwohl die Sperre laengst um ist.
let zaehler = 0
let sperreBis = 0
for (const versuch of fehlversuche) {
zaehler += 1
if (zaehler >= env.loginMaxVersuche) {
sperreBis = versuch.zeitpunkt.getTime() + env.loginSperreSekunden * 1000
zaehler = 0
}
} }
return { gesperrt: false, verbleibendeVersuche: env.loginMaxVersuche - fehlversuche.length } if (sperreBis > jetzt) {
return { gesperrt: true, nochSekunden: Math.max(1, Math.ceil((sperreBis - jetzt) / 1000)) }
}
return { gesperrt: false, verbleibendeVersuche: env.loginMaxVersuche - zaehler }
} }
/** Haelt einen Versuch fest. Der Grund hilft spaeter beim Nachvollziehen. */ /** Haelt einen Versuch fest. Der Grund hilft spaeter beim Nachvollziehen. */
@@ -75,6 +115,34 @@ export async function versuchFesthalten(
}) })
} }
/**
* Vermerkt einen abgewiesenen Aufruf - aber nur den ersten je Sperre.
*
* Dass eine Sperre gegriffen hat, will man im Protokoll sehen. Wie oft
* dagegen geklopft wurde, ist die Information nicht wert: Sie kostet eine
* Zeile pro Anfrage, und genau daraus laesst sich die Tabelle vollschreiben.
* Eine Zeile je Sperre reicht, um den Vorgang zu erkennen.
*
* @returns true, wenn tatsaechlich vermerkt wurde.
*/
export async function sperreVermerken(email: string, ip: string | null): Promise<boolean> {
const kennung = email.trim().toLowerCase()
const vorhanden = await db.loginVersuch.findFirst({
where: {
email: kennung,
erfolg: false,
grund: GRUND_ABGEWIESEN,
zeitpunkt: { gte: fensterStart() },
},
select: { id: true },
})
if (vorhanden) return false
await versuchFesthalten(kennung, ip, false, GRUND_ABGEWIESEN)
return true
}
/** /**
* Nach einer erfolgreichen Anmeldung werden die Fehlversuche dieser * Nach einer erfolgreichen Anmeldung werden die Fehlversuche dieser
* Adresse geloescht - sonst bliebe der Zaehler bis zum Fensterende stehen. * Adresse geloescht - sonst bliebe der Zaehler bis zum Fensterende stehen.
+68 -4
View File
@@ -46,8 +46,46 @@ export async function aktuellerBenutzer(): Promise<User | null> {
return benutzer return benutzer
} }
/** Wie aktuellerBenutzer, leitet aber zum Anmeldeformular um. */ /** Hat dieser Benutzer den zweiten Faktor abgeschlossen? */
export function zweiterFaktorFertig(benutzer: User): boolean {
return Boolean(benutzer.totpAktiviertAm && benutzer.totpSecretVerschluesselt)
}
/**
* Der angemeldete Benutzer - mit abgeschlossenem zweitem Faktor.
*
* Die MFA-Pflicht steckt bewusst HIER und nicht im App-Layout. Ein Layout
* schuetzt nur, was durch das Layout gerendert wird; Server Actions und
* Route Handler laufen daran vorbei. Wer eine Passwort-Sitzung hat, aber
* die TOTP-Einrichtung nie abgeschlossen hat, konnte sie frueher direkt
* aufrufen - "MFA ist Pflicht" war damit eine Aussage ueber die
* Oberflaeche, keine Sicherheitsgrenze.
*
* Massgeblich ist der Datenbankstand aus aktuellerBenutzer(), nicht das
* Feld im Sitzungstoken: Das laesst sich ueber session.update() vom
* Client beeinflussen.
*
* Die Ausnahmen sind klein und aufgezaehlt - Einrichtung des zweiten
* Faktors und Abmelden. Wer eine weitere braucht, nimmt bewusst
* erfordereBenutzerOhneZweitenFaktor() und begruendet es dort.
*/
export async function erfordereBenutzer(zielNachAnmeldung?: string): Promise<User> { export async function erfordereBenutzer(zielNachAnmeldung?: string): Promise<User> {
const benutzer = await erfordereBenutzerOhneZweitenFaktor(zielNachAnmeldung)
if (!zweiterFaktorFertig(benutzer)) {
redirect('/zwei-faktor/einrichten')
}
return benutzer
}
/**
* Nur fuer die Handvoll Stellen, die VOR abgeschlossener MFA erreichbar
* sein muessen: die Einrichtung selbst und das Abmelden. Jede weitere
* Verwendung ist ein Loch in der MFA-Pflicht und braucht eine
* Begruendung im Code.
*/
export async function erfordereBenutzerOhneZweitenFaktor(
zielNachAnmeldung?: string,
): Promise<User> {
const benutzer = await aktuellerBenutzer() const benutzer = await aktuellerBenutzer()
if (!benutzer) { if (!benutzer) {
const ziel = zielNachAnmeldung ? `?weiter=${encodeURIComponent(zielNachAnmeldung)}` : '' const ziel = zielNachAnmeldung ? `?weiter=${encodeURIComponent(zielNachAnmeldung)}` : ''
@@ -57,11 +95,37 @@ export async function erfordereBenutzer(zielNachAnmeldung?: string): Promise<Use
} }
/** /**
* Erzwingt den eingerichteten zweiten Faktor. Wird im App-Layout * Fuer Route Handler: Statt umzuleiten wird abgewiesen.
* aufgerufen: ohne TOTP kommt niemand an Fachdaten. *
* Ein Redirect ist bei einer Datei- oder Kalenderantwort die falsche
* Antwort - der Aufrufer will Daten, nicht eine Anmeldeseite als Inhalt.
*/
export async function benutzerFuerRoute(): Promise<
{ ok: true; benutzer: User } | { ok: false; antwort: Response }
> {
const benutzer = await aktuellerBenutzer()
if (!benutzer) {
return { ok: false, antwort: new Response('Nicht angemeldet.', { status: 401 }) }
}
if (!zweiterFaktorFertig(benutzer)) {
return {
ok: false,
antwort: new Response('Zweiter Faktor ist nicht eingerichtet.', { status: 403 }),
}
}
return { ok: true, benutzer }
}
/**
* Erzwingt den eingerichteten zweiten Faktor.
*
* Bleibt als eigener Aufruf im App-Layout bestehen, obwohl
* erfordereBenutzer() das inzwischen selbst tut: Zwei Sperren an
* derselben Stelle kosten nichts und die aeussere ist die, die man beim
* Lesen des Layouts sieht.
*/ */
export async function erfordereZweitenFaktor(benutzer: User): Promise<void> { export async function erfordereZweitenFaktor(benutzer: User): Promise<void> {
if (!benutzer.totpAktiviertAm || !benutzer.totpSecretVerschluesselt) { if (!zweiterFaktorFertig(benutzer)) {
redirect('/zwei-faktor/einrichten') redirect('/zwei-faktor/einrichten')
} }
} }
+121
View File
@@ -0,0 +1,121 @@
import 'server-only'
import { db, nichtGeloescht } from '@/lib/db'
/**
* Gehoert ein verknuepfter Datensatz zu dieser Akte?
*
* Wenn ein Formular einen Fremdschluessel mitschickt - Konto, Vertrag,
* Immobilie, Dokument, Vorgang, Kontakt -, dann kommt der aus einer
* Auswahlliste im Browser. Der Server darf sich darauf nicht verlassen:
* Eine veraenderte Anfrage kann jede beliebige Id enthalten.
*
* Ohne die Pruefung entstuende eine Verknuepfung ueber Aktengrenzen
* hinweg. Was daran gefaehrlich ist, sieht man erst an den Folgen: Der
* Rueckkaufswert der einen Akte haengt am Vertrag der anderen, ein
* fremder Name steht im Briefkopf, ein fremder Beschluss in der
* Genehmigungskette.
*
* Solange nur eine betreute Person angelegt ist, ist all das folgenlos.
* Die Pruefung gehoert trotzdem hin - sie kostet eine Abfrage, und die
* zweite betreute Person kommt frueher, als man denkt.
*
* Bewusst KEINE Ausnahme geworfen: Formularaktionen geben Fehler zurueck,
* damit die Eingaben des Benutzers nicht verlorengehen.
*/
/** Die Tabellen, auf die ein Formular verweisen darf. */
export type Verweisziel =
| 'konto'
| 'vertrag'
| 'immobilie'
| 'dokument'
| 'vorgang'
| 'kontakt'
| 'vermoegensposten'
| 'buchung'
type Sucher = (id: string, betreuteId: string) => Promise<{ id: string } | null>
/**
* Je Ziel eine Abfrage, ausgeschrieben statt dynamisch zusammengesetzt.
*
* Das ist ein paar Zeilen laenger als ein Zugriff ueber den Tabellennamen -
* dafuer ist die Liste der erlaubten Ziele eine bewusste Aufzaehlung und
* keine Nebenwirkung, und der Typpruefer sieht jede Abfrage.
*/
const SUCHER: Record<Verweisziel, Sucher> = {
konto: (id, betreuteId) =>
db.konto.findFirst({ where: { id, betreuteId, ...nichtGeloescht }, select: { id: true } }),
vertrag: (id, betreuteId) =>
db.vertrag.findFirst({ where: { id, betreuteId, ...nichtGeloescht }, select: { id: true } }),
immobilie: (id, betreuteId) =>
db.immobilie.findFirst({ where: { id, betreuteId, ...nichtGeloescht }, select: { id: true } }),
dokument: (id, betreuteId) =>
db.dokument.findFirst({ where: { id, betreuteId, ...nichtGeloescht }, select: { id: true } }),
vorgang: (id, betreuteId) =>
db.vorgang.findFirst({ where: { id, betreuteId, ...nichtGeloescht }, select: { id: true } }),
kontakt: (id, betreuteId) =>
db.kontakt.findFirst({ where: { id, betreuteId, ...nichtGeloescht }, select: { id: true } }),
vermoegensposten: (id, betreuteId) =>
db.vermoegensposten.findFirst({
where: { id, betreuteId, ...nichtGeloescht },
select: { id: true },
}),
buchung: (id, betreuteId) =>
db.buchung.findFirst({ where: { id, betreuteId, ...nichtGeloescht }, select: { id: true } }),
}
const BESCHRIFTUNG: Record<Verweisziel, string> = {
konto: 'Dieses Konto',
vertrag: 'Dieser Vertrag',
immobilie: 'Diese Immobilie',
dokument: 'Dieses Dokument',
vorgang: 'Dieser Vorgang',
kontakt: 'Dieser Kontakt',
vermoegensposten: 'Dieser Vermögensposten',
buchung: 'Diese Buchung',
}
/**
* Prueft einen einzelnen Verweis.
*
* Ein leerer Verweis ist in Ordnung - "keine Verknuepfung" ist ein
* gueltiger Zustand und keine Verletzung.
*
* @returns null, wenn alles stimmt; sonst die fertige Fehlermeldung.
*/
export async function verweisPruefen(
ziel: Verweisziel,
id: string | null | undefined,
betreuteId: string,
): Promise<string | null> {
if (!id) return null
const treffer = await SUCHER[ziel](id, betreuteId)
return treffer ? null : `${BESCHRIFTUNG[ziel]} gehört nicht zu dieser betreuten Person.`
}
/**
* Prueft mehrere Verweise auf einmal und meldet den ersten Verstoss.
*
* Die Abfragen laufen nebeneinander: Bei vier Verweisen ist das eine
* Wartezeit statt vier.
*
* @example
* const fehler = await verweisePruefen(betreuteId, {
* konto: werte.kontoId,
* vertrag: werte.vertragId,
* })
* if (fehler) return { fehler }
*/
export async function verweisePruefen(
betreuteId: string,
verweise: Partial<Record<Verweisziel, string | null | undefined>>,
): Promise<string | null> {
const eintraege = Object.entries(verweise) as [Verweisziel, string | null | undefined][]
const ergebnisse = await Promise.all(
eintraege.map(([ziel, id]) => verweisPruefen(ziel, id, betreuteId)),
)
return ergebnisse.find((meldung) => meldung !== null) ?? null
}
+93
View File
@@ -0,0 +1,93 @@
import 'server-only'
import type { User } from '@prisma/client'
import { db } from '@/lib/db'
import { wiederherstellungscodeFinden } from '@/lib/crypto/hash'
import { totpPruefen, totpSchritt, totpSecretEntschluesseln } from '@/lib/crypto/totp'
/**
* Einloesen des zweiten Faktors - einmal und nur einmal.
*
* Ein TOTP-Code gilt 30 Sekunden, mit der Toleranz von einem Fenster bis zu
* 90. Wer ihn in dieser Zeit noch einmal einreicht, kommt ohne die
* Toleranz ein zweites Mal herein: abgelesen ueber die Schulter,
* mitgeschrieben von einem Zwischenglied, oder aus einem Formular, das im
* Browserverlauf steht. Der Kommentar in totp.ts versprach seit dem Anfang,
* der Aufrufer speichere das getroffene Fenster - getan hat es niemand.
*
* Deshalb hier: Der Schritt wird festgehalten, und angenommen wird nur ein
* groesserer. Damit ist jeder Code genau einmal gut.
*
* ## Warum updateMany und nicht update
*
* Die Bedingung steht im WHERE, nicht in einem if davor. Zwei Anfragen mit
* demselben Code, gleichzeitig abgeschickt, wuerden sonst beide den
* Vergleich bestehen, bevor eine von ihnen schreibt. So entscheidet die
* Datenbank: Genau eine trifft eine Zeile, die andere keine.
*/
export type ZweiterFaktorErgebnis =
| { ok: true; art: 'totp' | 'wiederherstellungscode' }
| { ok: false; grund: 'falsch' | 'wiederverwendet' }
/** Ab dieser Laenge wird die Eingabe als Wiederherstellungscode gelesen. */
const CODE_MINDESTLAENGE = 12
/**
* Prueft die Eingabe und verbraucht sie.
*
* Nimmt sowohl einen sechsstelligen TOTP-Code als auch einen
* Wiederherstellungscode. Letzterer wird nach Gebrauch aus der Liste
* entfernt - auch das eine Einmalverwendung, nur mit anderem Mechanismus.
*
* @param benutzer Der Datensatz aus der Datenbank, nicht aus der Sitzung.
* @param eingabe Was im Formular stand, ungereinigt.
*/
export async function zweitenFaktorEinloesen(
benutzer: User,
eingabe: string,
): Promise<ZweiterFaktorErgebnis> {
const ohneTrenner = eingabe.replace(/[\s-]/g, '')
if (/^\d{6}$/.test(ohneTrenner)) {
if (!benutzer.totpSecretVerschluesselt) return { ok: false, grund: 'falsch' }
const secret = totpSecretEntschluesseln(benutzer.totpSecretVerschluesselt)
const { gueltig, delta } = totpPruefen(secret, benutzer.email, ohneTrenner)
if (!gueltig || delta === null) return { ok: false, grund: 'falsch' }
const schritt = totpSchritt(delta)
const { count } = await db.user.updateMany({
where: {
id: benutzer.id,
OR: [{ totpLetzterSchritt: null }, { totpLetzterSchritt: { lt: schritt } }],
},
data: { totpLetzterSchritt: schritt },
})
// Keine Zeile getroffen: Dieser Schritt war schon einmal dran. Der Code
// ist rechnerisch richtig und trotzdem verbraucht.
if (count === 0) return { ok: false, grund: 'wiederverwendet' }
return { ok: true, art: 'totp' }
}
if (ohneTrenner.length >= CODE_MINDESTLAENGE) {
const treffer = await wiederherstellungscodeFinden(benutzer.wiederherstellungscodes, eingabe)
if (treffer < 0) return { ok: false, grund: 'falsch' }
// Auch hier die Bedingung in die Abfrage: Sonst koennten zwei
// gleichzeitige Anmeldungen denselben Code einloesen, weil beide noch
// die alte Liste sehen.
const rest = benutzer.wiederherstellungscodes.filter((_, i) => i !== treffer)
const { count } = await db.user.updateMany({
where: { id: benutzer.id, wiederherstellungscodes: { equals: benutzer.wiederherstellungscodes } },
data: { wiederherstellungscodes: rest },
})
if (count === 0) return { ok: false, grund: 'wiederverwendet' }
return { ok: true, art: 'wiederherstellungscode' }
}
return { ok: false, grund: 'falsch' }
}
+19 -2
View File
@@ -20,6 +20,9 @@ const ZIFFERN = 6
const PERIODE = 30 const PERIODE = 30
const TOLERANZ_FENSTER = 1 const TOLERANZ_FENSTER = 1
/** Laenge eines TOTP-Fensters in Sekunden - fuer den Wiederverwendungsschutz. */
export const TOTP_PERIODE = PERIODE
function totpBauen(secret: string, kennung: string): TOTP { function totpBauen(secret: string, kennung: string): TOTP {
return new TOTP({ return new TOTP({
issuer: AUSSTELLER, issuer: AUSSTELLER,
@@ -54,10 +57,24 @@ export async function totpQrCode(secret: string, kennung: string): Promise<strin
}) })
} }
/**
* Der absolute Zeitschritt, auf den ein Code passt.
*
* validate() gibt nur die Abweichung zum aktuellen Fenster zurueck (delta).
* Zum Festhalten braucht es eine Zahl, die nicht davon abhaengt, wann
* geprueft wurde - sonst waere ein spaeter geprueftes Fenster kleiner als
* ein frueher geprueftes.
*/
export function totpSchritt(delta: number, jetztMs = Date.now()): number {
return Math.floor(jetztMs / 1000 / PERIODE) + delta
}
/** /**
* Prueft einen eingegebenen Sechsstelligen gegen das Geheimnis. * Prueft einen eingegebenen Sechsstelligen gegen das Geheimnis.
* Gibt zusaetzlich das getroffene Zeitfenster zurueck - der Aufrufer *
* speichert es, um eine Wiederverwendung desselben Codes zu verhindern. * Gibt zusaetzlich das getroffene Zeitfenster zurueck. Wer damit anmeldet,
* muss es ueber zweitenFaktorEinloesen() festhalten - sonst gilt derselbe
* Code bis zu 90 Sekunden lang ein zweites Mal.
*/ */
export function totpPruefen( export function totpPruefen(
secret: string, secret: string,
+71
View File
@@ -31,6 +31,18 @@ function zahl(name: string, standard: number): number {
return n return n
} }
/**
* Ein Ja/Nein-Schalter. Bewusst nur "true"/"1"/"ja" als Ja - alles andere,
* auch ein Tippfehler, gilt als Nein. Bei einem Sicherheitsschalter ist das
* die richtige Richtung: Wer sich verschreibt, bekommt die strengere
* Einstellung, nicht die laxere.
*/
function schalter(name: string, standard = false): boolean {
const wert = process.env[name]?.trim().toLowerCase()
if (wert === undefined || wert === '') return standard
return wert === 'true' || wert === '1' || wert === 'ja'
}
function schluessel32(name: string): Buffer { function schluessel32(name: string): Buffer {
const roh = pflicht(name) const roh = pflicht(name)
const buf = Buffer.from(roh, 'base64') const buf = Buffer.from(roh, 'base64')
@@ -214,6 +226,65 @@ export const env = {
} }
}, },
/**
* Darf der Host-Kopf der Anfrage die oeffentliche Adresse bestimmen?
*
* Standard: nur dann, wenn AUTH_URL nicht gesetzt ist. Ist die Adresse
* konfiguriert - der dokumentierte Betrieb setzt sie, Passkeys brauchen
* sie ohnehin -, gibt es keinen Grund, sie aus einer Kopfzeile von aussen
* abzuleiten. Vorher stand in auth.ts fest "true", und ein
* "X-Forwarded-Host: fremde.example" haette in erzeugte Adressen
* durchgeschlagen.
*
* AUTH_TRUST_HOST bleibt wirksam, damit die dokumentierte Einstellung
* nicht stillschweigend uebergangen wird.
*/
get vertraueHost() {
return schalter('AUTH_TRUST_HOST', !process.env.AUTH_URL)
},
/**
* Geheimnis fuer die Ersteinrichtung.
*
* Zwischen dem ersten Start und dem Anlegen des Zugangs steht die Seite
* offen: Wer sie in diesem Fenster findet, legt sich selbst einen
* Administratorzugang an. Das Fenster ist kurz, aber es ist da - und bei
* einer Anwendung mit Gesundheits- und Finanzdaten ist "kurz" kein
* Argument.
*
* Ohne diesen Wert ist die Ersteinrichtung gesperrt. Das ist Absicht:
* Eine Installation, bei der das Feld vergessen wurde, soll nicht
* einrichtbar sein, sondern eine Meldung zeigen.
*/
get ersteinrichtungGeheimnis() {
return process.env.ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS?.trim() ?? ''
},
/**
* Steht ein Reverse Proxy davor, dem die weitergereichten Koepfe zu
* glauben sind?
*
* Standard ist nein. Das ist die unbequeme, aber richtige Voreinstellung:
* Ohne Proxy ist "x-forwarded-for" frei erfunden, und eine Sperre, die
* darauf zaehlt, laesst sich mit einer Kopfzeile aushebeln. Wer einen
* Proxy davorstellt - der dokumentierte Betrieb tut das -, sagt es hier
* ausdruecklich. Siehe src/lib/auth/anschluss.ts.
*/
get vertraueProxy() {
return schalter('VERTRAUE_PROXY', false)
},
/**
* Wie viele Zwischenknoten vertraut werden. Bei einem Proxy: 1.
*
* Die Zahl sagt, wie weit von hinten in der Kette der Aufrufer steht.
* Zu hoch gesetzt liest man wieder fremdbestimmte Eintraege, deshalb
* bleibt es bei eins, solange nichts anderes dasteht.
*/
get vertraueProxyStufen() {
return Math.max(1, zahl('VERTRAUE_PROXY_STUFEN', 1))
},
get istProduktion() { get istProduktion() {
return process.env.NODE_ENV === 'production' return process.env.NODE_ENV === 'production'
}, },
+50 -5
View File
@@ -1,6 +1,6 @@
import 'server-only' import 'server-only'
import { execFile } from 'node:child_process' import { execFile } from 'node:child_process'
import { mkdtemp, readdir, readFile, rm, writeFile } from 'node:fs/promises' import { mkdtemp, readdir, readFile, rm, stat, writeFile } from 'node:fs/promises'
import { tmpdir } from 'node:os' import { tmpdir } from 'node:os'
import { join } from 'node:path' import { join } from 'node:path'
import { promisify } from 'node:util' import { promisify } from 'node:util'
@@ -43,6 +43,26 @@ const MAX_SEITEN = 30
/** Mehr als das braucht keine Volltextsuche - und die Spalte bleibt handhabbar. */ /** Mehr als das braucht keine Volltextsuche - und die Spalte bleibt handhabbar. */
const MAX_ZEICHEN = 400_000 const MAX_ZEICHEN = 400_000
/**
* Laengste Kante einer gerenderten Seite in Pixeln.
*
* Vorher wurde mit festen 300 dpi gerendert. Bei einer normalen A4-Seite
* sind das rund 2480 x 3510 Pixel - unproblematisch. Die Seitengroesse
* steht aber im PDF und kann beliebig gross angegeben werden: Bei einer
* Seite von 200 x 200 Zoll ergeben 300 dpi ein Bild von 60000 x 60000
* Pixeln, also mehrere Gigabyte auf der Platte, und das je Seite. Ein
* Dokument, das jemand in die Akte legt, haette so den Server vollschreiben
* koennen.
*
* "-scale-to" haengt die Aufloesung an die Pixelzahl statt an die
* angegebene Papiergroesse. 3500 Pixel entsprechen bei A4 etwa 300 dpi -
* fuer den Regelfall bleibt also alles wie vorher.
*/
const MAX_KANTE_PIXEL = 3500
/** Wie viel die gerenderten Seiten zusammen belegen duerfen. */
const MAX_BILDER_BYTES = 512 * 1024 * 1024
// ----------------------------------------------------------------------------- // -----------------------------------------------------------------------------
// Verfuegbarkeit // Verfuegbarkeit
// ----------------------------------------------------------------------------- // -----------------------------------------------------------------------------
@@ -146,14 +166,39 @@ async function tesseractAufDatei(pfad: string): Promise<{ text: string; meldung?
async function pdfInBilder(verzeichnis: string, pdfPfad: string): Promise<string[]> { async function pdfInBilder(verzeichnis: string, pdfPfad: string): Promise<string[]> {
await ausfuehren( await ausfuehren(
'pdftoppm', 'pdftoppm',
['-r', '300', '-gray', '-png', '-l', String(MAX_SEITEN), pdfPfad, join(verzeichnis, 'seite')], [
{ timeout: ZEITGRENZE_JE_SEITE_MS * 4, windowsHide: true }, // Statt fester dpi: Die laengste Kante wird auf eine feste Pixelzahl
// gebracht. Siehe MAX_KANTE_PIXEL - eine im PDF angegebene Riesenseite
// ergibt sonst ein Riesenbild.
'-scale-to',
String(MAX_KANTE_PIXEL),
'-gray',
'-png',
'-l',
String(MAX_SEITEN),
pdfPfad,
join(verzeichnis, 'seite'),
],
{ timeout: ZEITGRENZE_JE_SEITE_MS * 4, maxBuffer: 1024 * 1024, windowsHide: true },
) )
const dateien = await readdir(verzeichnis)
return dateien const dateien = (await readdir(verzeichnis))
.filter((name) => name.startsWith('seite') && name.endsWith('.png')) .filter((name) => name.startsWith('seite') && name.endsWith('.png'))
.sort() .sort()
.map((name) => join(verzeichnis, name)) .map((name) => join(verzeichnis, name))
// Zweiter Deckel, hinterher: Was pdftoppm trotz -scale-to abgelegt hat,
// wird nur bis zu einer Gesamtgroesse weiterverarbeitet. Der Rest bleibt
// liegen und wird mit dem Arbeitsverzeichnis geloescht.
const genommen: string[] = []
let gesamt = 0
for (const pfad of dateien) {
const { size } = await stat(pfad)
if (gesamt + size > MAX_BILDER_BYTES) break
gesamt += size
genommen.push(pfad)
}
return genommen
} }
/** /**
+55 -7
View File
@@ -15,8 +15,33 @@ import { inflateSync, inflateRawSync, unzipSync } from 'node:zlib'
* "nicht_verfuegbar", und der Nutzer traegt die Metadaten von Hand ein. * "nicht_verfuegbar", und der Nutzer traegt die Metadaten von Hand ein.
* *
* Rein, ohne Seiteneffekte, ohne Netz. * Rein, ohne Seiteneffekte, ohne Netz.
*
* ## Grenzen, und warum es sie braucht
*
* Ein Flate-Strom sagt nicht, wie gross er ausgepackt wird. Ein paar
* Kilobyte Nullen komprimieren auf fast nichts und blaehen sich beim
* Auspacken auf Gigabyte auf - die klassische Dekompressionsbombe. Vorher
* lief das Auspacken ohne Obergrenze, und ein Dokument, das jemand in die
* Akte legt, haette den Server damit aus dem Speicher werfen koennen.
*
* Deshalb drei Deckel: einer je Strom, einer fuer die Summe, und die
* bestehende Obergrenze von 2000 Stroemen. Wird einer erreicht, bricht das
* Auspacken ab und der Text ist eben unvollstaendig - besser ein
* "nicht_verfuegbar" als ein Serverneustart.
*/ */
/**
* Wie gross ein einzelner ausgepackter Strom werden darf.
*
* Acht Megabyte sind fuer eine Seite Text absurd viel - ein
* Behoerdenbescheid liegt bei einigen Kilobyte. Die Grenze ist bewusst
* grosszuegig: Sie soll Bomben abfangen, nicht ungewoehnliche PDFs.
*/
const MAX_STROM_BYTES = 8 * 1024 * 1024
/** Und wie viel es ueber alle Stroeme zusammen sein darf. */
const MAX_GESAMT_BYTES = 64 * 1024 * 1024
/** Oktal-Escapes und Standard-Escapes in PDF-Literalstrings. */ /** Oktal-Escapes und Standard-Escapes in PDF-Literalstrings. */
function literalEntpacken(roh: string): string { function literalEntpacken(roh: string): string {
let ergebnis = '' let ergebnis = ''
@@ -108,8 +133,9 @@ function stroemeAuspacken(pdf: Buffer): string[] {
const roh = pdf.toString('latin1') const roh = pdf.toString('latin1')
const stroeme: string[] = [] const stroeme: string[] = []
let suchAb = 0 let suchAb = 0
let gesamt = 0
while (stroeme.length < 2000) { while (stroeme.length < 2000 && gesamt < MAX_GESAMT_BYTES) {
const beginn = roh.indexOf('stream', suchAb) const beginn = roh.indexOf('stream', suchAb)
if (beginn < 0) break if (beginn < 0) break
@@ -131,28 +157,50 @@ function stroemeAuspacken(pdf: Buffer): string[] {
} }
if (/\/Filter\s*(\/FlateDecode|\[\s*\/FlateDecode)/.test(kopf)) { if (/\/Filter\s*(\/FlateDecode|\[\s*\/FlateDecode)/.test(kopf)) {
const entpackt = flateVersuchen(daten) const entpackt = flateVersuchen(daten, MAX_GESAMT_BYTES - gesamt)
if (entpackt) stroeme.push(entpackt.toString('latin1')) if (entpackt) {
gesamt += entpackt.length
stroeme.push(entpackt.toString('latin1'))
}
continue continue
} }
if (!/\/Filter/.test(kopf)) { if (!/\/Filter/.test(kopf)) {
// Unkomprimiert: Hier gibt es nichts, was sich aufblaehen koennte -
// die Bytes stehen so in der Datei. Sie zaehlen trotzdem mit, damit
// die Summe stimmt.
gesamt += daten.length
stroeme.push(daten.toString('latin1')) stroeme.push(daten.toString('latin1'))
continue continue
} }
// Unbekannter Filter: trotzdem einen Flate-Versuch wagen. // Unbekannter Filter: trotzdem einen Flate-Versuch wagen.
const entpackt = flateVersuchen(daten) const entpackt = flateVersuchen(daten, MAX_GESAMT_BYTES - gesamt)
if (entpackt) stroeme.push(entpackt.toString('latin1')) if (entpackt) {
gesamt += entpackt.length
stroeme.push(entpackt.toString('latin1'))
}
} }
return stroeme return stroeme
} }
function flateVersuchen(daten: Buffer): Buffer | null { /**
* Packt einen Strom aus - mit Deckel.
*
* maxOutputLength laesst zlib abbrechen, sobald die Ausgabe die Grenze
* ueberschreitet; der Fehler landet im catch wie jeder andere. Ohne diese
* Angabe entpackt Node so lange, wie Speicher da ist.
*
* @param rest Wie viele Bytes ueber alle Stroeme noch uebrig sind.
*/
function flateVersuchen(daten: Buffer, rest: number): Buffer | null {
const grenze = Math.min(MAX_STROM_BYTES, rest)
if (grenze <= 0) return null
for (const fn of [inflateSync, unzipSync, inflateRawSync]) { for (const fn of [inflateSync, unzipSync, inflateRawSync]) {
try { try {
return fn(daten) return fn(daten, { maxOutputLength: grenze })
} catch { } catch {
// naechster Versuch // naechster Versuch
} }
+17 -54
View File
@@ -1,8 +1,8 @@
import 'server-only' import 'server-only'
import { createCipheriv, createDecipheriv, randomBytes } from 'node:crypto'
import { mkdir, readFile, rm, stat, writeFile } from 'node:fs/promises' import { mkdir, readFile, rm, stat, writeFile } from 'node:fs/promises'
import { dirname, join, resolve, sep } from 'node:path' import { dirname, join, resolve, sep } from 'node:path'
import { env } from '@/lib/env' import { env } from '@/lib/env'
import { entschluesselnBinaer, verschluesselnBinaer } from '@/lib/speicher/umschlag'
import { import {
dateiRoutePfad, dateiRoutePfad,
schluesselErfordern, schluesselErfordern,
@@ -23,15 +23,10 @@ import {
* gibt sonst Bescheide, Arztbriefe und Kontoauszuege im Klartext preis. * gibt sonst Bescheide, Arztbriefe und Kontoauszuege im Klartext preis.
* Der Schluessel liegt in der Umgebung, nicht neben den Daten. * Der Schluessel liegt in der Umgebung, nicht neben den Daten.
* *
* Umschlag (binaer): * Der Umschlag selbst steht in src/lib/speicher/umschlag.ts - der
* "BCD1" | Schluesselversion (uint32 BE) | IV (12) | AuthTag (16) | Geheimtext * Objektspeicher benutzt denselben.
*/ */
const MAGIE = Buffer.from('BCD1', 'ascii')
const IV_LAENGE = 12
const TAG_LAENGE = 16
const KOPF_LAENGE = MAGIE.length + 4 + IV_LAENGE + TAG_LAENGE
function wurzel(): string { function wurzel(): string {
return resolve(process.cwd(), env.dateiSpeicherPfad) return resolve(process.cwd(), env.dateiSpeicherPfad)
} }
@@ -39,8 +34,18 @@ function wurzel(): string {
/** /**
* Baut den Dateipfad - und prueft danach noch einmal, dass er wirklich * Baut den Dateipfad - und prueft danach noch einmal, dass er wirklich
* unterhalb des Ablageverzeichnisses liegt. Der Schluessel ist zwar bereits * unterhalb des Ablageverzeichnisses liegt. Der Schluessel ist zwar bereits
* streng geprueft, aber diese zweite Sperre kostet nichts und faengt auch * streng geprueft, aber diese zweite Sperre kostet nichts.
* Symlink-Tricks und Windows-Eigenheiten ab. *
* Was sie NICHT abfaengt, obwohl hier lange das Gegenteil stand: Symlinks.
* resolve() rechnet nur mit Zeichenketten und folgt keinem Link - dafuer
* braeuchte es realpath(). Ein untergeschobener Symlink im Ablageverzeichnis
* wuerde also nicht auffallen.
*
* Nachgeruestet wird das trotzdem nicht, und zwar aus einem Grund und nicht
* aus Bequemlichkeit: Wer dort einen Symlink anlegen kann, hat bereits
* Schreibrechte im Datenverzeichnis des Servers - dann ist der Umweg ueber
* einen Link die Sorge, die am wenigsten draengt. Der Satz musste
* verschwinden, weil er eine Sicherheit versprach, die es nie gab.
*/ */
function pfadFuer(schluessel: string): string { function pfadFuer(schluessel: string): string {
const geprueft = schluesselErfordern(schluessel) const geprueft = schluesselErfordern(schluessel)
@@ -52,57 +57,15 @@ function pfadFuer(schluessel: string): string {
return ziel return ziel
} }
function verschluesselnBinaer(inhalt: Buffer): Buffer {
const version = env.aktiveSchluesselversion
const schluessel = env.verschluesselungsschluessel.get(version)
if (!schluessel) throw new Error(`Verschlüsselungsschlüssel Version ${version} fehlt.`)
const iv = randomBytes(IV_LAENGE)
const cipher = createCipheriv('aes-256-gcm', schluessel, iv, { authTagLength: TAG_LAENGE })
cipher.setAAD(Buffer.from(`bcd:${version}`, 'utf8'))
const geheim = Buffer.concat([cipher.update(inhalt), cipher.final()])
const versionBytes = Buffer.alloc(4)
versionBytes.writeUInt32BE(version, 0)
return Buffer.concat([MAGIE, versionBytes, iv, cipher.getAuthTag(), geheim])
}
function entschluesselnBinaer(roh: Buffer): Buffer {
// Dateien ohne Umschlag (von Hand hineingelegt, aus einer aelteren
// Installation uebernommen) werden unveraendert durchgereicht.
if (roh.length < KOPF_LAENGE || !roh.subarray(0, MAGIE.length).equals(MAGIE)) return roh
const version = roh.readUInt32BE(MAGIE.length)
const schluessel = env.verschluesselungsschluessel.get(version)
if (!schluessel) {
throw new Error(
`Zum Entschlüsseln dieser Datei fehlt ENC_KEY_V${version}. Alte Schlüssel dürfen beim ` +
`Rotieren nicht aus der Umgebung entfernt werden.`,
)
}
const ivVon = MAGIE.length + 4
const iv = roh.subarray(ivVon, ivVon + IV_LAENGE)
const tag = roh.subarray(ivVon + IV_LAENGE, ivVon + IV_LAENGE + TAG_LAENGE)
const geheim = roh.subarray(KOPF_LAENGE)
const decipher = createDecipheriv('aes-256-gcm', schluessel, iv, { authTagLength: TAG_LAENGE })
decipher.setAAD(Buffer.from(`bcd:${version}`, 'utf8'))
decipher.setAuthTag(tag)
return Buffer.concat([decipher.update(geheim), decipher.final()])
}
export async function schreiben(schluessel: string, inhalt: Buffer): Promise<void> { export async function schreiben(schluessel: string, inhalt: Buffer): Promise<void> {
const pfad = pfadFuer(schluessel) const pfad = pfadFuer(schluessel)
await mkdir(dirname(pfad), { recursive: true }) await mkdir(dirname(pfad), { recursive: true })
await writeFile(pfad, verschluesselnBinaer(inhalt), { mode: 0o600 }) await writeFile(pfad, verschluesselnBinaer(inhalt, schluessel), { mode: 0o600 })
} }
export async function lesen(schluessel: string): Promise<Buffer> { export async function lesen(schluessel: string): Promise<Buffer> {
const roh = await readFile(pfadFuer(schluessel)) const roh = await readFile(pfadFuer(schluessel))
return entschluesselnBinaer(roh) return entschluesselnBinaer(roh, schluessel)
} }
export async function entfernen(schluessel: string): Promise<void> { export async function entfernen(schluessel: string): Promise<void> {
+92 -20
View File
@@ -3,12 +3,18 @@ import {
DeleteObjectCommand, DeleteObjectCommand,
GetObjectCommand, GetObjectCommand,
HeadObjectCommand, HeadObjectCommand,
ListObjectsV2Command,
PutObjectCommand, PutObjectCommand,
S3Client, S3Client,
} from '@aws-sdk/client-s3' } from '@aws-sdk/client-s3'
import { getSignedUrl } from '@aws-sdk/s3-request-presigner'
import { env } from '@/lib/env' import { env } from '@/lib/env'
import { schluesselErfordern, TOKEN_STANDARD_SEKUNDEN } from '@/lib/speicher/schluessel' import {
dateiRoutePfad,
schluesselErfordern,
zugriffTokenErzeugen,
TOKEN_STANDARD_SEKUNDEN,
} from '@/lib/speicher/schluessel'
import { entschluesselnBinaer, verschluesselnBinaer } from '@/lib/speicher/umschlag'
/** /**
* Treiber "s3": S3-kompatibler Objektspeicher, betrieben in der EU. * Treiber "s3": S3-kompatibler Objektspeicher, betrieben in der EU.
@@ -17,10 +23,28 @@ import { schluesselErfordern, TOKEN_STANDARD_SEKUNDEN } from '@/lib/speicher/sch
* Art. 28 DSGVO mit dem Anbieter - hier liegen Gesundheits- und * Art. 28 DSGVO mit dem Anbieter - hier liegen Gesundheits- und
* Finanzdaten. Ohne diesen Vertrag bleibt es beim Dateitreiber. * Finanzdaten. Ohne diesen Vertrag bleibt es beim Dateitreiber.
* *
* Ausgeliefert wird nur ueber kurzlebige presigned URLs. Sie tragen * ## Anwendungsseitige Verschluesselung
* Content-Disposition: attachment und einen festen Content-Type, damit der *
* Objektspeicher eine hochgeladene Datei niemals als HTML im Browser * Frueher stand hier nur ServerSideEncryption: 'AES256'. Das ist
* rendern kann. * Verschluesselung mit dem Schluessel des Anbieters: Er entschluesselt beim
* Ausliefern selbst. Gegen eine verlorene Festplatte im Rechenzentrum hilft
* das, gegen den Anbieter und gegen gestohlene Zugangsdaten zum Eimer
* nicht - und in diesem Eimer liegen Bescheide, Arztbriefe und
* Kontoauszuege.
*
* Deshalb liegt jetzt derselbe Umschlag darum wie beim Dateitreiber, mit
* einem Schluessel aus der Umgebung. Die serverseitige Verschluesselung
* bleibt zusaetzlich stehen; sie kostet nichts.
*
* ## Und deshalb keine presigned URLs mehr
*
* Eine presigned URL laesst den Browser direkt beim Objektspeicher laden.
* Was dort liegt, ist jetzt aber Geheimtext - der Browser bekaeme
* unlesbare Bytes. Die Auslieferung geht darum ueber dieselbe eigene Route
* wie beim Dateitreiber: Sie prueft zusaetzlich die Berechtigung des
* angemeldeten Benutzers und schreibt einen Audit-Eintrag. Dass jeder
* Abruf durch die Anwendung laeuft, ist bei einer Handvoll Dokumenten am
* Tag kein Thema.
*/ */
let klient: S3Client | null = null let klient: S3Client | null = null
@@ -42,18 +66,29 @@ function eimer(): string {
return env.s3.bucket return env.s3.bucket
} }
/**
* Legt ein Objekt ab - verschluesselt.
*
* Der gemeldete MIME-Typ wird nicht mehr gebraucht: Was hier landet, ist
* Geheimtext und wird als application/octet-stream ausgezeichnet. Der
* Parameter bleibt in der Signatur, damit die Fassade beide Treiber gleich
* aufrufen kann.
*/
export async function schreiben( export async function schreiben(
schluessel: string, schluessel: string,
inhalt: Buffer, inhalt: Buffer,
mimeTyp: string, _mimeTyp: string,
): Promise<void> { ): Promise<void> {
const geprueft = schluesselErfordern(schluessel) const geprueft = schluesselErfordern(schluessel)
await s3().send( await s3().send(
new PutObjectCommand({ new PutObjectCommand({
Bucket: eimer(), Bucket: eimer(),
Key: geprueft, Key: geprueft,
Body: inhalt, Body: verschluesselnBinaer(inhalt, geprueft),
ContentType: mimeTyp, // Bewusst nicht der echte Typ: Was hier liegt, ist Geheimtext. Ein
// "application/pdf" darauf waere eine Falschauskunft, und der einzige
// Weg zum Inhalt fuehrt ohnehin durch die Anwendung.
ContentType: 'application/octet-stream',
// Auch beim direkten Abruf niemals im Browser darstellen. // Auch beim direkten Abruf niemals im Browser darstellen.
ContentDisposition: 'attachment', ContentDisposition: 'attachment',
// Serverseitige Verschluesselung, wo der Anbieter sie unterstuetzt. // Serverseitige Verschluesselung, wo der Anbieter sie unterstuetzt.
@@ -67,7 +102,10 @@ export async function lesen(schluessel: string): Promise<Buffer> {
const antwort = await s3().send(new GetObjectCommand({ Bucket: eimer(), Key: geprueft })) const antwort = await s3().send(new GetObjectCommand({ Bucket: eimer(), Key: geprueft }))
if (!antwort.Body) throw new Error(`Objekt ${geprueft} ist leer.`) if (!antwort.Body) throw new Error(`Objekt ${geprueft} ist leer.`)
const bytes = await antwort.Body.transformToByteArray() const bytes = await antwort.Body.transformToByteArray()
return Buffer.from(bytes) // Objekte, die vor dieser Aenderung abgelegt wurden, tragen keinen
// Umschlag und kommen unveraendert zurueck. Der Migrationslauf
// (npm run speicher:verschluesseln) schreibt sie nach und nach um.
return entschluesselnBinaer(Buffer.from(bytes), geprueft)
} }
export async function entfernen(schluessel: string): Promise<void> { export async function entfernen(schluessel: string): Promise<void> {
@@ -85,20 +123,54 @@ export async function existiert(schluessel: string): Promise<boolean> {
} }
} }
/**
* Zeigt auf die eigene, signierte Route - nicht mehr auf den
* Objektspeicher.
*
* Der direkte Weg zum Anbieter lieferte den Rohinhalt aus. Solange der
* Klartext war, ging das; jetzt ist es Geheimtext, und entschluesseln kann
* nur die Anwendung. Der Nebeneffekt ist erwuenscht: Die Route prueft die
* Berechtigung des angemeldeten Benutzers und schreibt einen Audit-Eintrag.
* Ein weitergeleiteter Link allein oeffnet also nichts mehr.
*/
export async function signierteUrl( export async function signierteUrl(
schluessel: string, schluessel: string,
sekunden: number = TOKEN_STANDARD_SEKUNDEN, sekunden: number = TOKEN_STANDARD_SEKUNDEN,
): Promise<string> { ): Promise<string> {
const geprueft = schluesselErfordern(schluessel) const geprueft = schluesselErfordern(schluessel)
return getSignedUrl( return dateiRoutePfad(zugriffTokenErzeugen(geprueft, sekunden))
s3(), }
new GetObjectCommand({
Bucket: eimer(), // -----------------------------------------------------------------------------
Key: geprueft, // Wartung
// Die Antwort des Objektspeichers wird hier festgenagelt: Anhang, // -----------------------------------------------------------------------------
// niemals HTML, egal was beim Hochladen gemeldet wurde. //
ResponseContentDisposition: 'attachment', // Nur fuer den Migrationslauf, der bestehende Objekte nachtraeglich in den
}), // Umschlag steckt. Bewusst hier und nicht im Skript: Der Zugang zum Eimer
{ expiresIn: Math.min(Math.max(Math.floor(sekunden), 1), 60 * 60) }, // wird an genau einer Stelle aufgebaut.
/** Alle Ablageschluessel im Eimer, seitenweise geholt. */
export async function objekteAuflisten(): Promise<string[]> {
const gefunden: string[] = []
let weiter: string | undefined
do {
const antwort = await s3().send(
new ListObjectsV2Command({ Bucket: eimer(), ContinuationToken: weiter }),
) )
for (const eintrag of antwort.Contents ?? []) {
if (eintrag.Key) gefunden.push(eintrag.Key)
}
weiter = antwort.IsTruncated ? antwort.NextContinuationToken : undefined
} while (weiter)
return gefunden
}
/** Der Inhalt, wie er im Eimer liegt - ohne den Umschlag abzunehmen. */
export async function rohLesen(schluessel: string): Promise<Buffer> {
const geprueft = schluesselErfordern(schluessel)
const antwort = await s3().send(new GetObjectCommand({ Bucket: eimer(), Key: geprueft }))
if (!antwort.Body) throw new Error(`Objekt ${geprueft} ist leer.`)
return Buffer.from(await antwort.Body.transformToByteArray())
} }
+119
View File
@@ -0,0 +1,119 @@
import 'server-only'
import { createCipheriv, createDecipheriv, randomBytes } from 'node:crypto'
import { env } from '@/lib/env'
/**
* Anwendungsseitiger Umschlag fuer abgelegte Dateien (AES-256-GCM).
*
* Der Dateitreiber hat das von Anfang an getan, der Objektspeicher nicht:
* Dort stand nur ServerSideEncryption: 'AES256'. Das ist Verschluesselung
* mit dem Schluessel des Anbieters - er entschluesselt beim Ausliefern
* selbst. Gegen ein kopiertes Backup hilft es, gegen den Anbieter und gegen
* gestohlene Zugangsdaten zum Eimer nicht. Bei Bescheiden, Arztbriefen und
* Kontoauszuegen ist das der falsche Zuschnitt.
*
* Jetzt liegt derselbe Umschlag um beides. Der Schluessel kommt aus der
* Umgebung und nie aus der Datenbank oder vom Anbieter.
*
* ## Format
*
* "BCD1" | Schluesselversion (uint32 BE) | IV (12) | AuthTag (16) | Geheimtext
*
* Bewusst dasselbe Format wie bisher im Dateitreiber - bestehende Dateien
* bleiben ohne Umschreiben lesbar.
*
* ## Zusatzdaten
*
* Mitauthentifiziert wird die Schluesselversion und, wo der Aufrufer ihn
* angibt, der Ablageschluessel des Objekts. Letzteres bindet den Geheimtext
* an seinen Platz: Wer Schreibrechte auf den Eimer hat, kann die Bytes von
* Dokument A nicht unter dem Namen von Dokument B ablegen - beim Lesen
* schlaegt die Pruefung fehl, statt den falschen Bescheid auszuliefern.
*
* Ohne Angabe bleibt es bei "bcd:<version>", damit die Dateien, die der
* Dateitreiber frueher geschrieben hat, weiter aufgehen.
*/
const MAGIE = Buffer.from('BCD1', 'ascii')
const IV_LAENGE = 12
const TAG_LAENGE = 16
export const KOPF_LAENGE = MAGIE.length + 4 + IV_LAENGE + TAG_LAENGE
function zusatzdaten(version: number, ablageschluessel?: string): Buffer {
return Buffer.from(
ablageschluessel ? `bcd:${version}:${ablageschluessel}` : `bcd:${version}`,
'utf8',
)
}
/** Traegt dieser Inhalt bereits einen Umschlag? */
export function istVerschluesselt(roh: Buffer): boolean {
return roh.length >= KOPF_LAENGE && roh.subarray(0, MAGIE.length).equals(MAGIE)
}
export function verschluesselnBinaer(inhalt: Buffer, ablageschluessel?: string): Buffer {
const version = env.aktiveSchluesselversion
const schluessel = env.verschluesselungsschluessel.get(version)
if (!schluessel) throw new Error(`Verschlüsselungsschlüssel Version ${version} fehlt.`)
const iv = randomBytes(IV_LAENGE)
const cipher = createCipheriv('aes-256-gcm', schluessel, iv, { authTagLength: TAG_LAENGE })
cipher.setAAD(zusatzdaten(version, ablageschluessel))
const geheim = Buffer.concat([cipher.update(inhalt), cipher.final()])
const versionBytes = Buffer.alloc(4)
versionBytes.writeUInt32BE(version, 0)
return Buffer.concat([MAGIE, versionBytes, iv, cipher.getAuthTag(), geheim])
}
/**
* Nimmt den Umschlag ab.
*
* Inhalte ohne Umschlag werden unveraendert durchgereicht: Dateien aus
* einer aelteren Installation, von Hand hineingelegte, und - bis der
* Migrationslauf durch ist - die Objekte, die vor dieser Aenderung im
* Objektspeicher lagen.
*/
export function entschluesselnBinaer(roh: Buffer, ablageschluessel?: string): Buffer {
if (!istVerschluesselt(roh)) return roh
const version = roh.readUInt32BE(MAGIE.length)
const schluessel = env.verschluesselungsschluessel.get(version)
if (!schluessel) {
throw new Error(
`Zum Entschlüsseln dieser Datei fehlt ENC_KEY_V${version}. Alte Schlüssel dürfen beim ` +
`Rotieren nicht aus der Umgebung entfernt werden.`,
)
}
const ivVon = MAGIE.length + 4
const iv = roh.subarray(ivVon, ivVon + IV_LAENGE)
const tag = roh.subarray(ivVon + IV_LAENGE, ivVon + IV_LAENGE + TAG_LAENGE)
const geheim = roh.subarray(KOPF_LAENGE)
// Zwei Anlaeufe: erst mit dem Ablageschluessel als Zusatzdaten, dann ohne.
// Der zweite Anlauf ist fuer alles, was vor der Bindung an den Platz
// geschrieben wurde - ohne ihn waeren die alten Dateien nicht mehr
// lesbar, und das waere ein Datenverlust fuer eine Verbesserung.
const varianten = ablageschluessel ? [ablageschluessel, undefined] : [undefined]
let letzterFehler: unknown = null
for (const variante of varianten) {
try {
const decipher = createDecipheriv('aes-256-gcm', schluessel, iv, {
authTagLength: TAG_LAENGE,
})
decipher.setAAD(zusatzdaten(version, variante))
decipher.setAuthTag(tag)
return Buffer.concat([decipher.update(geheim), decipher.final()])
} catch (fehler) {
letzterFehler = fehler
}
}
throw letzterFehler instanceof Error
? letzterFehler
: new Error('Die Datei ließ sich nicht entschlüsseln.')
}
+1 -1
View File
@@ -17,7 +17,7 @@
*/ */
/** Muss zur "version" in der package.json passen. */ /** Muss zur "version" in der package.json passen. */
export const VERSION = '1.10.1' export const VERSION = '1.11.0'
/** /**
* Kurzer Git-Stand, beim Bauen hineingereicht: * Kurzer Git-Stand, beim Bauen hineingereicht:
+16 -3
View File
@@ -30,8 +30,21 @@ import { NextResponse, type NextRequest } from 'next/server'
* Data-URI eingebettet, statt sie ueber einen Fremddienst zu holen. * Data-URI eingebettet, statt sie ueber einen Fremddienst zu holen.
*/ */
/** Ohne Authentifizierungs-Cookie gar nicht erst weiterreichen. */ /**
const OEFFENTLICHE_PFADE = [ * Seiten, die auch ohne Anmeldung sinnvoll im Verlauf stehen duerfen.
*
* ACHTUNG - was diese Liste NICHT ist: eine Zugriffskontrolle. Frueher
* stand hier "Ohne Authentifizierungs-Cookie gar nicht erst weiterreichen",
* und das war schlicht falsch: Die Middleware prueft keine Anmeldung, sie
* setzt Kopfzeilen. Ausgewertet wird die Liste einzig fuer die Frage, ob
* "Cache-Control: no-store" gesetzt wird.
*
* Der Irrtum waere teuer geworden: Wer den Satz glaubt, verzichtet an einer
* neuen Seite auf erfordereBenutzer() - "die Middleware faengt das ja ab".
* Sie faengt nichts ab. Der Zugriffsschutz sitzt in
* src/lib/auth/sitzung.ts, und nur dort.
*/
const OHNE_CACHE_SPERRE = [
'/anmelden', '/anmelden',
'/ersteinrichtung', '/ersteinrichtung',
'/datenschutz', '/datenschutz',
@@ -79,7 +92,7 @@ export function middleware(anfrage: NextRequest) {
// Verhindert, dass ein Bericht oder Beleg im Verlauf des Browsers // Verhindert, dass ein Bericht oder Beleg im Verlauf des Browsers
// zwischengespeichert wird. // zwischengespeichert wird.
if (!OEFFENTLICHE_PFADE.some((pfad) => anfrage.nextUrl.pathname.startsWith(pfad))) { if (!OHNE_CACHE_SPERRE.some((pfad) => anfrage.nextUrl.pathname.startsWith(pfad))) {
antwort.headers.set('Cache-Control', 'no-store, must-revalidate') antwort.headers.set('Cache-Control', 'no-store, must-revalidate')
} }
+3 -3
View File
@@ -5,6 +5,7 @@ import { headers } from 'next/headers'
import { z } from 'zod' import { z } from 'zod'
import { signIn } from '@/auth' import { signIn } from '@/auth'
import { anmeldungErlaubt } from '@/lib/auth/ratelimit' import { anmeldungErlaubt } from '@/lib/auth/ratelimit'
import { anschlussAus } from '@/lib/auth/anschluss'
/** /**
* Server Action fuer das Anmeldeformular. * Server Action fuer das Anmeldeformular.
@@ -43,11 +44,10 @@ function istWeiterleitung(fehler: unknown): boolean {
) )
} }
/** Hinter dem Reverse Proxy steht die echte Adresse im weitergereichten Kopf. */ /** Siehe src/lib/auth/anschluss.ts - der Kopf wird nur mit Proxy geglaubt. */
async function ipDerAnfrage(): Promise<string | null> { async function ipDerAnfrage(): Promise<string | null> {
try { try {
const kopf = await headers() return anschlussAus(await headers())
return kopf.get('x-forwarded-for')?.split(',')[0]?.trim() || kopf.get('x-real-ip') || null
} catch { } catch {
return null return null
} }
+8 -4
View File
@@ -5,7 +5,7 @@ import { z } from 'zod'
import { db } from '@/lib/db' import { db } from '@/lib/db'
import { erfordereBenutzer, reauthBestaetigen } from '@/lib/auth/sitzung' import { erfordereBenutzer, reauthBestaetigen } from '@/lib/auth/sitzung'
import { passwortPruefen } from '@/lib/crypto/hash' import { passwortPruefen } from '@/lib/crypto/hash'
import { totpPruefen, totpSecretEntschluesseln } from '@/lib/crypto/totp' import { zweitenFaktorEinloesen } from '@/lib/auth/zweiter-faktor'
import { aufMindestdauerWarten } from '@/lib/auth/ratelimit' import { aufMindestdauerWarten } from '@/lib/auth/ratelimit'
/** /**
@@ -56,10 +56,14 @@ export async function anmeldungBestaetigen(
const passwortStimmt = await passwortPruefen(frisch.passwortHash, gelesen.data.passwort) const passwortStimmt = await passwortPruefen(frisch.passwortHash, gelesen.data.passwort)
// Der Code wird nur eingeloest, wenn das Passwort stimmt. Sonst
// verbrauchte ein falsches Passwort mit richtigem Code das Zeitfenster,
// und der Benutzer muesste dreissig Sekunden auf den naechsten warten -
// ohne zu verstehen, warum.
let codeStimmt = true let codeStimmt = true
if (frisch.totpSecretVerschluesselt && frisch.totpAktiviertAm) { if (passwortStimmt && frisch.totpSecretVerschluesselt && frisch.totpAktiviertAm) {
const secret = totpSecretEntschluesseln(frisch.totpSecretVerschluesselt) const eingeloest = await zweitenFaktorEinloesen(frisch, gelesen.data.code)
codeStimmt = totpPruefen(secret, frisch.email, gelesen.data.code).gueltig codeStimmt = eingeloest.ok
} }
if (!passwortStimmt || !codeStimmt) { if (!passwortStimmt || !codeStimmt) {
+93 -10
View File
@@ -1,25 +1,49 @@
'use server' 'use server'
import { redirect } from 'next/navigation' import { redirect } from 'next/navigation'
import { createHash, timingSafeEqual } from 'node:crypto'
import { z } from 'zod' import { z } from 'zod'
import { db } from '@/lib/db' import { db } from '@/lib/db'
import { env } from '@/lib/env'
import { passwortHashen } from '@/lib/crypto/hash' import { passwortHashen } from '@/lib/crypto/hash'
import { protokollieren } from '@/lib/audit' import { protokollieren } from '@/lib/audit'
import { aufMindestdauerWarten } from '@/lib/auth/ratelimit'
/** /**
* Anlegen des allerersten Zugangs. * Anlegen des allerersten Zugangs.
* *
* Diese Aktion ist nur so lange erreichbar, wie es noch keinen Benutzer * Diese Aktion ist die einzige Stelle der Anwendung, an der jemand ohne
* gibt. Danach sperrt sie sich selbst - sonst koennte sich jemand von * Anmeldung etwas schreiben darf. Entsprechend eng ist sie gebaut - zwei
* aussen einen Administratorzugang anlegen. * Dinge sichern sie ab:
*
* ## 1. Ein Geheimnis aus der Umgebung
*
* Vorher galt: "Wenn es noch keinen Benutzer gibt, darf jeder einen
* anlegen." Zwischen dem ersten Start und dem Anlegen des Zugangs stand die
* Seite damit offen - wer sie in diesem Fenster fand, wurde Administrator
* einer Anwendung mit Gesundheits- und Finanzdaten. Das Fenster ist kurz,
* aber Zufall ist keine Zugriffskontrolle. Jetzt muss ERSTEINRICHTUNG_
* GEHEIMNIS aus der .env mit eingegeben werden.
*
* ## 2. Eine Sperre in der Datenbank
*
* Die Pruefung "gibt es schon einen Benutzer?" und das Anlegen waren zwei
* getrennte Schritte. Zwei Anfragen gleichzeitig kamen beide durch die
* Pruefung, bevor eine von ihnen schrieb - und legten beide einen
* Administrator an. Jetzt entscheidet der Primaerschluessel der Tabelle
* ersteinrichtung, und der laesst genau einen Gewinner zu.
*/ */
const PASSWORT_MINDESTLAENGE = 12 const PASSWORT_MINDESTLAENGE = 12
/** Fester Schluessel der einen Zeile, die die Sperre bildet. */
const SPERRE = 'einmalig'
const ZugangSchema = z const ZugangSchema = z
.object({ .object({
name: z.string().trim().min(2, 'Bitte deinen Namen angeben.').max(120), name: z.string().trim().min(2, 'Bitte deinen Namen angeben.').max(120),
email: z.string().trim().toLowerCase().email('Bitte eine gültige E-Mail-Adresse angeben.'), email: z.string().trim().toLowerCase().email('Bitte eine gültige E-Mail-Adresse angeben.'),
geheimnis: z.string().min(1, 'Bitte das Einrichtungsgeheimnis aus der .env eingeben.'),
passwort: z passwort: z
.string() .string()
.min( .min(
@@ -37,22 +61,54 @@ const ZugangSchema = z
export type ZugangZustand = { export type ZugangZustand = {
fehler?: string fehler?: string
felder?: Partial<Record<'name' | 'email' | 'passwort' | 'passwortWiederholung', string>> felder?: Partial<
Record<'name' | 'email' | 'passwort' | 'passwortWiederholung' | 'geheimnis', string>
>
werte?: { name?: string; email?: string } werte?: { name?: string; email?: string }
} }
/**
* Vergleicht zwei Zeichenketten in gleichbleibender Zeit.
*
* Ueber die Laenge wird gehasht, nicht abgeschnitten: timingSafeEqual will
* gleich lange Puffer, und ein vorgeschalteter Laengenvergleich verriete
* die Laenge des Geheimnisses.
*/
function gleich(eingabe: string, erwartet: string): boolean {
const a = createHash('sha256').update(eingabe).digest()
const b = createHash('sha256').update(erwartet).digest()
return timingSafeEqual(a, b)
}
export async function erstenZugangAnlegen( export async function erstenZugangAnlegen(
_vorher: ZugangZustand, _vorher: ZugangZustand,
formular: FormData, formular: FormData,
): Promise<ZugangZustand> { ): Promise<ZugangZustand> {
const vorhandene = await db.user.count() const begonnen = Date.now()
if (vorhandene > 0) {
// Ist die Einrichtung schon gelaufen, ist hier Schluss - unabhaengig
// davon, ob der Benutzer inzwischen im Papierkorb liegt.
const bereitsErledigt = await db.ersteinrichtung.findUnique({
where: { id: SPERRE },
select: { id: true },
})
if (bereitsErledigt || (await db.user.count()) > 0) {
return { fehler: 'Es gibt bereits einen Zugang. Bitte melde dich an.' } return { fehler: 'Es gibt bereits einen Zugang. Bitte melde dich an.' }
} }
if (env.ersteinrichtungGeheimnis === '') {
return {
fehler:
'Die Ersteinrichtung ist gesperrt, weil ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS in der .env fehlt. ' +
'Trage dort einen zufälligen Wert ein („npm run schluessel“ erzeugt passende), starte ' +
'die Anwendung neu und gib ihn hier ein.',
}
}
const gelesen = ZugangSchema.safeParse({ const gelesen = ZugangSchema.safeParse({
name: formular.get('name'), name: formular.get('name'),
email: formular.get('email'), email: formular.get('email'),
geheimnis: formular.get('geheimnis'),
passwort: formular.get('passwort'), passwort: formular.get('passwort'),
passwortWiederholung: formular.get('passwortWiederholung'), passwortWiederholung: formular.get('passwortWiederholung'),
}) })
@@ -64,6 +120,7 @@ export async function erstenZugangAnlegen(
felder: { felder: {
name: felder.name?.[0], name: felder.name?.[0],
email: felder.email?.[0], email: felder.email?.[0],
geheimnis: felder.geheimnis?.[0],
passwort: felder.passwort?.[0], passwort: felder.passwort?.[0],
passwortWiederholung: felder.passwortWiederholung?.[0], passwortWiederholung: felder.passwortWiederholung?.[0],
}, },
@@ -74,9 +131,26 @@ export async function erstenZugangAnlegen(
} }
} }
const { name, email, passwort } = gelesen.data const { name, email, passwort, geheimnis } = gelesen.data
const benutzer = await db.user.create({ if (!gleich(geheimnis, env.ersteinrichtungGeheimnis)) {
// Dieselbe Mindestdauer wie am Anmeldeformular: Sonst verraet die
// Antwortzeit, ob das Geheimnis stimmte und erst das Anlegen scheiterte.
await aufMindestdauerWarten(begonnen)
return {
fehler: 'Das Einrichtungsgeheimnis stimmt nicht.',
felder: { geheimnis: 'Stimmt nicht mit ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS überein.' },
werte: { name, email },
}
}
// Anlegen und Sperren in einem Zug. Kommt eine zweite Anfrage gleichzeitig
// hier an, scheitert sie am Primaerschluessel der Sperrzeile - und zwar
// bevor ein zweiter Administrator entstanden ist.
let benutzerId: string
try {
const ergebnis = await db.$transaction(async (tx) => {
const benutzer = await tx.user.create({
data: { data: {
name, name,
email, email,
@@ -85,13 +159,22 @@ export async function erstenZugangAnlegen(
rolle: 'ADMIN', rolle: 'ADMIN',
}, },
}) })
await tx.ersteinrichtung.create({ data: { id: SPERRE, userId: benutzer.id } })
return benutzer
})
benutzerId = ergebnis.id
} catch {
// Der haeufigste Fall ist die verlorene Wettlauf-Anfrage. Für den, der
// davorsitzt, ist die Auskunft dieselbe wie oben.
return { fehler: 'Es gibt bereits einen Zugang. Bitte melde dich an.' }
}
await protokollieren({ await protokollieren({
aktion: 'ERSTELLT', aktion: 'ERSTELLT',
entitaet: 'User', entitaet: 'User',
entitaetId: benutzer.id, entitaetId: benutzerId,
bezeichnung: `${name} (erster Zugang)`, bezeichnung: `${name} (erster Zugang)`,
userId: benutzer.id, userId: benutzerId,
userEmail: email, userEmail: email,
userName: name, userName: name,
}) })
+16 -49
View File
@@ -4,6 +4,7 @@ import { revalidatePath } from 'next/cache'
import { redirect } from 'next/navigation' import { redirect } from 'next/navigation'
import { Prisma } from '@prisma/client' import { Prisma } from '@prisma/client'
import { db, nichtGeloescht } from '@/lib/db' import { db, nichtGeloescht } from '@/lib/db'
import { verweisePruefen } from '@/lib/auth/verweise'
import { erfordereZugang, ZugriffVerweigert } from '@/lib/auth/sitzung' import { erfordereZugang, ZugriffVerweigert } from '@/lib/auth/sitzung'
import { aenderungErmitteln, protokollieren } from '@/lib/audit' import { aenderungErmitteln, protokollieren } from '@/lib/audit'
import { sealen } from '@/lib/crypto/feld' import { sealen } from '@/lib/crypto/feld'
@@ -325,29 +326,15 @@ export async function buchungSpeichern(
} }
const werte = gepruft.data const werte = gepruft.data
if (werte.kontoId) { // Alle vier Verweise auf einmal - der Vorgang war bisher der einzige,
const konto = await db.konto.findFirst({ // der ungeprueft durchging.
where: { id: werte.kontoId, betreuteId, ...nichtGeloescht }, const verweisfehler = await verweisePruefen(betreuteId, {
select: { id: true }, konto: werte.kontoId,
vertrag: werte.vertragId,
dokument: werte.belegId,
vorgang: werte.vorgangId,
}) })
if (!konto) return { fehler: 'Dieses Konto gehört nicht zu dieser betreuten Person.' } if (verweisfehler) return { fehler: verweisfehler }
}
// Wie beim Konto: Der Vertrag muss zu dieser Akte gehoeren.
if (werte.vertragId) {
const vertrag = await db.vertrag.findFirst({
where: { id: werte.vertragId, betreuteId, ...nichtGeloescht },
select: { id: true },
})
if (!vertrag) return { fehler: 'Dieser Vertrag gehört nicht zu dieser betreuten Person.' }
}
if (werte.belegId) {
const beleg = await db.dokument.findFirst({
where: { id: werte.belegId, betreuteId, ...nichtGeloescht },
select: { id: true },
})
if (!beleg) return { fehler: 'Dieses Dokument gehört nicht zu dieser betreuten Person.' }
}
const felder = { const felder = {
kontoId: werte.kontoId, kontoId: werte.kontoId,
@@ -635,34 +622,14 @@ export async function vermoegenspostenSpeichern(
} }
const werte = gepruft.data const werte = gepruft.data
if (werte.kontoId) { // An der Verknuepfung zum Vertrag haengt dessen Rueckkaufswert - sie
const konto = await db.konto.findFirst({ // darf nicht in eine fremde Akte zeigen.
where: { id: werte.kontoId, betreuteId, ...nichtGeloescht }, const verweisfehler = await verweisePruefen(betreuteId, {
select: { id: true }, konto: werte.kontoId,
vertrag: werte.vertragId,
immobilie: werte.immobilieId,
}) })
if (!konto) return { fehler: 'Dieses Konto gehört nicht zu dieser betreuten Person.' } if (verweisfehler) return { fehler: verweisfehler }
}
// Dieselbe Pruefung fuer die beiden anderen Verweise. Sie fehlte:
// An der Verknuepfung zum Vertrag haengt dessen Rueckkaufswert, und
// die darf nicht in eine fremde Akte zeigen.
if (werte.vertragId) {
const vertrag = await db.vertrag.findFirst({
where: { id: werte.vertragId, betreuteId, ...nichtGeloescht },
select: { id: true },
})
if (!vertrag) return { fehler: 'Dieser Vertrag gehört nicht zu dieser betreuten Person.' }
}
if (werte.immobilieId) {
const immobilie = await db.immobilie.findFirst({
where: { id: werte.immobilieId, betreuteId, ...nichtGeloescht },
select: { id: true },
})
if (!immobilie) {
return { fehler: 'Diese Immobilie gehört nicht zu dieser betreuten Person.' }
}
}
const felder = { const felder = {
bezeichnung: werte.bezeichnung, bezeichnung: werte.bezeichnung,
+58 -19
View File
@@ -20,7 +20,11 @@ import {
registrierungPruefen, registrierungPruefen,
registrierungVorbereiten, registrierungVorbereiten,
} from '@/lib/auth/passkey' } from '@/lib/auth/passkey'
import { erfordereBenutzer, reauthBestaetigen } from '@/lib/auth/sitzung' import {
erfordereBenutzer,
erfordereFrischeAnmeldung,
reauthBestaetigen,
} from '@/lib/auth/sitzung'
/** /**
* Server Actions rund um Passkeys. * Server Actions rund um Passkeys.
@@ -42,6 +46,21 @@ export type PasskeyStart<T> = { ok: true; optionen: T } | { ok: false; fehler: s
/** Ergebnis eines abschliessenden Schritts. */ /** Ergebnis eines abschliessenden Schritts. */
export type PasskeyErgebnis = { ok: true; meldung?: string } | { ok: false; fehler: string } export type PasskeyErgebnis = { ok: true; meldung?: string } | { ok: false; fehler: string }
/**
* Erkennt die Weiterleitung, die Next.js intern als Ausnahme wirft.
* Wie in anmelden.ts ueber das digest-Feld statt ueber einen Import aus
* next/dist - interne Pfade aendern sich zwischen Nebenversionen.
*/
function istWeiterleitung(fehler: unknown): boolean {
return (
typeof fehler === 'object' &&
fehler !== null &&
'digest' in fehler &&
typeof (fehler as { digest?: unknown }).digest === 'string' &&
(fehler as { digest: string }).digest.startsWith('NEXT_REDIRECT')
)
}
function alsFehler(fehler: unknown): { ok: false; fehler: string } { function alsFehler(fehler: unknown): { ok: false; fehler: string } {
if (fehler instanceof PasskeyFehler) { if (fehler instanceof PasskeyFehler) {
return { ok: false, fehler: PASSKEY_MELDUNG[fehler.grund] } return { ok: false, fehler: PASSKEY_MELDUNG[fehler.grund] }
@@ -50,6 +69,18 @@ function alsFehler(fehler: unknown): { ok: false; fehler: string } {
return { ok: false, fehler: PASSKEY_MELDUNG.ungueltig } return { ok: false, fehler: PASSKEY_MELDUNG.ungueltig }
} }
/**
* Wie alsFehler, wirft aber die Weiterleitung von Next durch.
*
* Ohne das verschwindet der Ruf nach einer erneuten Bestaetigung in der
* allgemeinen Meldung "Der Passkey konnte nicht geprueft werden" - der
* Benutzer sieht einen Fehler, wo eine Zwischenfrage gemeint war.
*/
function alsFehlerOderWeiter(fehler: unknown): { ok: false; fehler: string } {
if (istWeiterleitung(fehler)) throw fehler
return alsFehler(fehler)
}
/** /**
* Parst die Antwort des Browsers. * Parst die Antwort des Browsers.
* *
@@ -74,14 +105,26 @@ function antwortLesen<T>(roh: string): T {
// Einrichten (angemeldet, unter "Mein Konto") // Einrichten (angemeldet, unter "Mein Konto")
// --------------------------------------------------------------------------- // ---------------------------------------------------------------------------
/**
* Ein Passkey ist ein vollwertiger Zugang - wer einen anlegt, kommt danach
* ohne Passwort und ohne Code herein. Deshalb dasselbe Vorzimmer wie beim
* Vollexport: Die Anmeldung muss frisch sein.
*
* Das ist genau der Fall, gegen den die erneute Bestaetigung da ist: Eine
* offene Sitzung an einem unbeaufsichtigten Rechner ist in diesem Umfeld
* der wahrscheinlichste Angriffsweg. Wer daran vorbeikaeme, richtete sich
* in zwei Klicks einen dauerhaften eigenen Zugang ein - und der ueberlebte
* auch einen Passwortwechsel.
*/
export async function passkeyEinrichtungStarten(): Promise< export async function passkeyEinrichtungStarten(): Promise<
PasskeyStart<PublicKeyCredentialCreationOptionsJSON> PasskeyStart<PublicKeyCredentialCreationOptionsJSON>
> { > {
try { try {
const benutzer = await erfordereBenutzer() const benutzer = await erfordereBenutzer()
await erfordereFrischeAnmeldung(benutzer, '/konto')
return { ok: true, optionen: await registrierungVorbereiten(benutzer) } return { ok: true, optionen: await registrierungVorbereiten(benutzer) }
} catch (fehler) { } catch (fehler) {
return alsFehler(fehler) return alsFehlerOderWeiter(fehler)
} }
} }
@@ -97,6 +140,11 @@ export async function passkeyEinrichtungAbschliessen(
): Promise<PasskeyErgebnis> { ): Promise<PasskeyErgebnis> {
try { try {
const benutzer = await erfordereBenutzer() const benutzer = await erfordereBenutzer()
// Auch im zweiten Schritt: Zwischen Optionen holen und Antwort
// einreichen liegt der Griff zum Sensor, und die Frist kann in dieser
// Zeit ablaufen. Ohne die Pruefung waere der erste Schritt nur eine
// Empfehlung.
await erfordereFrischeAnmeldung(benutzer, '/konto')
const geprueft = NameSchema.safeParse(name) const geprueft = NameSchema.safeParse(name)
if (!geprueft.success) { if (!geprueft.success) {
@@ -122,7 +170,7 @@ export async function passkeyEinrichtungAbschliessen(
revalidatePath('/konto') revalidatePath('/konto')
return { ok: true, meldung: `„${passkey.name}“ ist eingerichtet.` } return { ok: true, meldung: `„${passkey.name}“ ist eingerichtet.` }
} catch (fehler) { } catch (fehler) {
return alsFehler(fehler) return alsFehlerOderWeiter(fehler)
} }
} }
@@ -130,9 +178,15 @@ export async function passkeyEinrichtungAbschliessen(
// Verwalten // Verwalten
// --------------------------------------------------------------------------- // ---------------------------------------------------------------------------
/**
* Entfernen braucht die frische Anmeldung genauso wie das Anlegen: Wer
* einem Betreuer alle Passkeys wegnimmt, sperrt ihn von dem Weg aus, auf
* dem er hereinkommt.
*/
export async function passkeyEntfernen(id: string): Promise<PasskeyErgebnis> { export async function passkeyEntfernen(id: string): Promise<PasskeyErgebnis> {
try { try {
const benutzer = await erfordereBenutzer() const benutzer = await erfordereBenutzer()
await erfordereFrischeAnmeldung(benutzer, '/konto')
// Zeilenweise Pruefung: Es genuegt nicht, dass die ID existiert - sie // Zeilenweise Pruefung: Es genuegt nicht, dass die ID existiert - sie
// muss zu DIESEM Benutzer gehoeren. deleteMany mit userId im WHERE // muss zu DIESEM Benutzer gehoeren. deleteMany mit userId im WHERE
@@ -163,7 +217,7 @@ export async function passkeyEntfernen(id: string): Promise<PasskeyErgebnis> {
revalidatePath('/konto') revalidatePath('/konto')
return { ok: true, meldung: `„${passkey.name}“ wurde entfernt.` } return { ok: true, meldung: `„${passkey.name}“ wurde entfernt.` }
} catch (fehler) { } catch (fehler) {
return alsFehler(fehler) return alsFehlerOderWeiter(fehler)
} }
} }
@@ -187,21 +241,6 @@ function sicheresZiel(ziel: string): string {
return ziel return ziel
} }
/**
* Erkennt die Weiterleitung, die Next.js intern als Ausnahme wirft.
* Wie in anmelden.ts ueber das digest-Feld statt ueber einen Import aus
* next/dist - interne Pfade aendern sich zwischen Nebenversionen.
*/
function istWeiterleitung(fehler: unknown): boolean {
return (
typeof fehler === 'object' &&
fehler !== null &&
'digest' in fehler &&
typeof (fehler as { digest?: unknown }).digest === 'string' &&
(fehler as { digest: string }).digest.startsWith('NEXT_REDIRECT')
)
}
/** /**
* Uebersetzt den Fehlercode aus authorize() in einen lesbaren Satz. * Uebersetzt den Fehlercode aus authorize() in einen lesbaren Satz.
* "passkey:<grund>" kommt aus PasskeyAnmeldeFehler, alles andere aus dem * "passkey:<grund>" kommt aus PasskeyAnmeldeFehler, alles andere aus dem
+14 -32
View File
@@ -6,6 +6,7 @@ import type { Prisma } from '@prisma/client'
import { db, nichtGeloescht } from '@/lib/db' import { db, nichtGeloescht } from '@/lib/db'
import { erfordereZugang } from '@/lib/auth/sitzung' import { erfordereZugang } from '@/lib/auth/sitzung'
import { aenderungErmitteln, protokollieren, type Aenderung } from '@/lib/audit' import { aenderungErmitteln, protokollieren, type Aenderung } from '@/lib/audit'
import { verweisePruefen } from '@/lib/auth/verweise'
import { oeffnen, sealen } from '@/lib/crypto/feld' import { oeffnen, sealen } from '@/lib/crypto/feld'
import { import {
AufgabeAbhakenSchema, AufgabeAbhakenSchema,
@@ -69,34 +70,6 @@ async function kontaktnameZu(kontaktId: string | null): Promise<string | null> {
return [kontakt.name, kontakt.organisation].filter(Boolean).join(', ') return [kontakt.name, kontakt.organisation].filter(Boolean).join(', ')
} }
/**
* Gehoert der Ansprechpartner zu dieser Akte?
*
* Ohne die Pruefung koennte ein veraendertes Formular einen Kontakt aus
* einer fremden Akte an den Vorgang haengen - und sein Name stuende
* anschliessend im Briefkopf.
*/
async function ansprechpartnerPruefen(
betreuteId: string,
ansprechpartnerId: string | null,
): Promise<{ ok: true } | { ok: false; zustand: Formularzustand }> {
if (!ansprechpartnerId) return { ok: true }
const kontakt = await db.kontakt.findFirst({
where: { id: ansprechpartnerId, betreuteId, geloeschtAm: null },
select: { id: true },
})
if (kontakt) return { ok: true }
return {
ok: false,
zustand: {
fehler: 'Diesen Kontakt gibt es nicht (mehr).',
felder: { ansprechpartnerId: 'Bitte einen Kontakt aus dem Verzeichnis wählen.' },
},
}
}
export async function vorgangAnlegen( export async function vorgangAnlegen(
_vorher: Formularzustand, _vorher: Formularzustand,
formular: FormData, formular: FormData,
@@ -119,8 +92,13 @@ export async function vorgangAnlegen(
const eingabe = gelesen.data const eingabe = gelesen.data
const geprueft = await ansprechpartnerPruefen(betreuteId, eingabe.ansprechpartnerId) // Sein Name stuende sonst im Briefkopf - siehe lib/auth/verweise.ts.
if (!geprueft.ok) return geprueft.zustand const verweisfehler = await verweisePruefen(betreuteId, {
kontakt: eingabe.ansprechpartnerId,
})
if (verweisfehler) {
return { fehler: verweisfehler, felder: { ansprechpartnerId: verweisfehler } }
}
const jetzt = new Date() const jetzt = new Date()
@@ -250,8 +228,12 @@ export async function vorgangAendern(
const eingabe = gelesen.data const eingabe = gelesen.data
const geprueft = await ansprechpartnerPruefen(vorgang.betreuteId, eingabe.ansprechpartnerId) const verweisfehler = await verweisePruefen(vorgang.betreuteId, {
if (!geprueft.ok) return geprueft.zustand kontakt: eingabe.ansprechpartnerId,
})
if (verweisfehler) {
return { fehler: verweisfehler, felder: { ansprechpartnerId: verweisfehler } }
}
const vorherOffen = oeffnen('Vorgang', vorgang) const vorherOffen = oeffnen('Vorgang', vorgang)
+21 -6
View File
@@ -3,10 +3,15 @@
import { revalidatePath } from 'next/cache' import { revalidatePath } from 'next/cache'
import { z } from 'zod' import { z } from 'zod'
import { db } from '@/lib/db' import { db } from '@/lib/db'
import { erfordereBenutzer, erfordereFrischeAnmeldung } from '@/lib/auth/sitzung' import {
erfordereBenutzer,
erfordereBenutzerOhneZweitenFaktor,
erfordereFrischeAnmeldung,
} from '@/lib/auth/sitzung'
import { protokollieren } from '@/lib/audit' import { protokollieren } from '@/lib/audit'
import { import {
totpPruefen, totpPruefen,
totpSchritt,
totpQrCode, totpQrCode,
totpSecretEntschluesseln, totpSecretEntschluesseln,
totpSecretErzeugen, totpSecretErzeugen,
@@ -40,7 +45,9 @@ export type EinrichtungsDaten = {
} }
export async function zweitenFaktorVorbereiten(): Promise<EinrichtungsDaten> { export async function zweitenFaktorVorbereiten(): Promise<EinrichtungsDaten> {
const benutzer = await erfordereBenutzer() // Ausnahme von der MFA-Pflicht, und zwar die offensichtliche: Wer den
// zweiten Faktor gerade einrichtet, hat ihn noch nicht.
const benutzer = await erfordereBenutzerOhneZweitenFaktor()
if (benutzer.totpAktiviertAm && benutzer.totpSecretVerschluesselt) { if (benutzer.totpAktiviertAm && benutzer.totpSecretVerschluesselt) {
// Schon eingerichtet - kein neues Geheimnis, sonst waere die alte App // Schon eingerichtet - kein neues Geheimnis, sonst waere die alte App
@@ -78,7 +85,8 @@ export async function zweitenFaktorBestaetigen(
_vorher: BestaetigungsZustand, _vorher: BestaetigungsZustand,
formular: FormData, formular: FormData,
): Promise<BestaetigungsZustand> { ): Promise<BestaetigungsZustand> {
const benutzer = await erfordereBenutzer() // Zweite und letzte Ausnahme: der Abschluss der Einrichtung selbst.
const benutzer = await erfordereBenutzerOhneZweitenFaktor()
if (benutzer.totpAktiviertAm) { if (benutzer.totpAktiviertAm) {
return { fehler: 'Der zweite Faktor ist bereits eingerichtet.' } return { fehler: 'Der zweite Faktor ist bereits eingerichtet.' }
@@ -93,9 +101,9 @@ export async function zweitenFaktorBestaetigen(
} }
const secret = totpSecretEntschluesseln(benutzer.totpSecretVerschluesselt) const secret = totpSecretEntschluesseln(benutzer.totpSecretVerschluesselt)
const { gueltig } = totpPruefen(secret, benutzer.email, gelesen.data) const { gueltig, delta } = totpPruefen(secret, benutzer.email, gelesen.data)
if (!gueltig) { if (!gueltig || delta === null) {
return { return {
fehler: fehler:
'Der Code stimmt nicht. Prüfe, ob die Uhrzeit deines Geräts automatisch gestellt wird — ' + 'Der Code stimmt nicht. Prüfe, ob die Uhrzeit deines Geräts automatisch gestellt wird — ' +
@@ -108,7 +116,14 @@ export async function zweitenFaktorBestaetigen(
await db.user.update({ await db.user.update({
where: { id: benutzer.id }, where: { id: benutzer.id },
data: { totpAktiviertAm: new Date(), wiederherstellungscodes: hashes }, data: {
totpAktiviertAm: new Date(),
wiederherstellungscodes: hashes,
// Der Code, mit dem gerade bestaetigt wurde, ist verbraucht. Ohne
// diese Zeile liesse er sich unmittelbar danach fuer die erste
// Anmeldung noch einmal verwenden.
totpLetzterSchritt: totpSchritt(delta),
},
}) })
await protokollieren({ await protokollieren({
+250
View File
@@ -0,0 +1,250 @@
import { beforeEach, describe, expect, it, vi } from 'vitest'
/**
* Die Anmeldesperre - und warum sie sich frueher selbst am Leben hielt.
*
* Bis v1.10.2 wurde jeder Aufruf festgehalten, auch der, der wegen einer
* laufenden Sperre gar nicht geprueft wurde. Gleichzeitig lief die Frist ab
* dem juengsten Fehlversuch. Beides zusammen ergab eine Rueckkopplung: Wer
* regelmaessig gegen eine gesperrte Adresse klopfte, verlaengerte die Sperre
* bei jedem Klopfen um die volle Dauer - und sperrte den Inhaber damit
* dauerhaft aus, ohne dessen Passwort zu kennen. Nebenbei wuchs die Tabelle
* mit jedem Versuch.
*
* Diese Tests laufen gegen eine Attrappe der Datenbank. Das reicht: Was hier
* geprueft wird, ist die Rechnung, nicht die Abfrage.
*/
// Kuerzere Sperre als Zeitfenster - nur so wird sichtbar, ob die Frist
// wirklich ablaeuft oder bis zum Fensterende stehen bleibt.
process.env.LOGIN_MAX_VERSUCHE = '5'
process.env.LOGIN_FENSTER_SEKUNDEN = '3600'
process.env.LOGIN_SPERRE_SEKUNDEN = '900'
type Zeile = {
id: string
email: string
ipHash: string | null
erfolg: boolean
grund: string | null
zeitpunkt: Date
}
let tabelle: Zeile[] = []
let laufendeNummer = 0
/** Nur die Abfrageformen, die in ratelimit.ts wirklich vorkommen. */
function passt(zeile: Zeile, wo: Record<string, unknown>): boolean {
if ('erfolg' in wo && zeile.erfolg !== wo.erfolg) return false
if ('email' in wo && zeile.email !== wo.email) return false
if ('grund' in wo) {
const bedingung = wo.grund
if (typeof bedingung === 'object' && bedingung !== null && 'not' in bedingung) {
if (zeile.grund === (bedingung as { not: string }).not) return false
} else if (zeile.grund !== bedingung) {
return false
}
}
if ('zeitpunkt' in wo) {
const { gte, lt } = wo.zeitpunkt as { gte?: Date; lt?: Date }
if (gte && zeile.zeitpunkt < gte) return false
if (lt && zeile.zeitpunkt >= lt) return false
}
if ('OR' in wo) {
const zweige = wo.OR as Record<string, unknown>[]
if (!zweige.some((zweig) => passt(zeile, zweig))) return false
}
if ('ipHash' in wo && zeile.ipHash !== wo.ipHash) return false
return true
}
vi.mock('@/lib/db', () => ({
db: {
loginVersuch: {
findMany: async ({
where,
orderBy,
take,
}: {
where: Record<string, unknown>
orderBy?: { zeitpunkt?: 'asc' | 'desc' }
take?: number
}) => {
const treffer = tabelle.filter((zeile) => passt(zeile, where))
treffer.sort((a, b) =>
orderBy?.zeitpunkt === 'desc'
? b.zeitpunkt.getTime() - a.zeitpunkt.getTime()
: a.zeitpunkt.getTime() - b.zeitpunkt.getTime(),
)
return take ? treffer.slice(0, take) : treffer
},
findFirst: async ({ where }: { where: Record<string, unknown> }) =>
tabelle.find((zeile) => passt(zeile, where)) ?? null,
create: async ({ data }: { data: Omit<Zeile, 'id' | 'zeitpunkt'> }) => {
laufendeNummer += 1
const zeile: Zeile = {
id: `z${laufendeNummer}`,
email: data.email,
ipHash: data.ipHash ?? null,
erfolg: data.erfolg,
grund: data.grund ?? null,
zeitpunkt: new Date(),
}
tabelle.push(zeile)
return zeile
},
deleteMany: async ({ where }: { where: Record<string, unknown> }) => {
const vorher = tabelle.length
tabelle = tabelle.filter((zeile) => !passt(zeile, where))
return { count: vorher - tabelle.length }
},
},
},
}))
const { anmeldungErlaubt, sperreVermerken, versuchFesthalten, fehlversucheZuruecksetzen } =
await import('@/lib/auth/ratelimit')
const OPFER = 'opfer@example.de'
const ANSCHLUSS = '198.51.100.7'
const FREMD = '203.0.113.9'
const START = new Date('2026-08-24T12:00:00Z').getTime()
/** Setzt die Uhr auf START plus so viele Sekunden. */
function beiSekunde(sekunden: number): void {
vi.setSystemTime(new Date(START + sekunden * 1000))
}
async function fehlversuch(sekunde: number): Promise<void> {
beiSekunde(sekunde)
await versuchFesthalten(OPFER, ANSCHLUSS, false, 'passwort-falsch')
}
describe('Anmeldesperre', () => {
beforeEach(() => {
tabelle = []
laufendeNummer = 0
vi.useFakeTimers()
beiSekunde(0)
})
it('sperrt erst, wenn das Mass voll ist', async () => {
for (let i = 0; i < 4; i += 1) await fehlversuch(i)
beiSekunde(10)
expect((await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)).gesperrt).toBe(false)
await fehlversuch(11)
beiSekunde(12)
expect((await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)).gesperrt).toBe(true)
})
it('laesst die Frist ablaufen, obwohl die Fehlversuche noch im Zeitfenster stehen', async () => {
for (let i = 0; i < 5; i += 1) await fehlversuch(i)
beiSekunde(890)
expect((await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)).gesperrt).toBe(true)
// Kurz danach offen - und mit vollem Kontingent, nicht mit null
// Restversuchen. Das Zeitfenster laeuft noch (3600 s), die fuenf
// Fehlversuche stehen also weiterhin in der Tabelle.
beiSekunde(905)
const frei = await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)
expect(frei.gesperrt).toBe(false)
if (!frei.gesperrt) expect(frei.verbleibendeVersuche).toBe(5)
})
it('laesst sich durch Klopfen waehrend der Sperre nicht verlaengern', async () => {
for (let i = 0; i < 5; i += 1) await fehlversuch(i)
// Der Angreifer klopft mitten in der Sperre weiter. Genau das hat die
// Frist frueher jedes Mal um volle 900 s nach hinten geschoben.
for (const sekunde of [100, 300, 600, 880]) {
beiSekunde(sekunde)
expect((await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)).gesperrt).toBe(true)
await sperreVermerken(OPFER, FREMD)
}
// Die Frist haengt am fuenften echten Fehlversuch (Sekunde 4), nicht am
// letzten Klopfen (Sekunde 880).
beiSekunde(905)
expect((await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)).gesperrt).toBe(false)
})
it('rechnet einen abgewiesenen Aufruf nicht als Fehlversuch', async () => {
// Vier echte Fehlversuche - das Mass ist noch nicht voll.
for (let i = 0; i < 4; i += 1) await fehlversuch(i)
// Dazu ein Vermerk ueber einen abgewiesenen Aufruf. Er steht als
// fuenfte Zeile in der Tabelle, darf aber nicht mitzaehlen: Geprueft
// wurde bei ihm nichts, also sagt er ueber die Zugangsdaten nichts aus.
beiSekunde(5)
await sperreVermerken(OPFER, FREMD)
expect(tabelle.length).toBe(5)
beiSekunde(6)
const stand = await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)
expect(stand.gesperrt).toBe(false)
if (!stand.gesperrt) expect(stand.verbleibendeVersuche).toBe(1)
})
it('rechnet die Frist ab dem Versuch, der das Mass vollgemacht hat', async () => {
// Vier Fehlversuche ganz frueh, der fuenfte deutlich spaeter. Die
// Sperre beginnt beim fuenften - nicht beim ersten und nicht beim
// naechsten, der noch kommt.
for (let i = 0; i < 4; i += 1) await fehlversuch(i)
await fehlversuch(600)
beiSekunde(1400)
expect((await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)).gesperrt).toBe(true)
beiSekunde(1510)
expect((await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)).gesperrt).toBe(false)
})
it('schreibt je Sperre hoechstens eine Zeile, egal wie oft geklopft wird', async () => {
for (let i = 0; i < 5; i += 1) await fehlversuch(i)
const nachSperre = tabelle.length
for (let i = 0; i < 200; i += 1) {
beiSekunde(10 + i)
await sperreVermerken(OPFER, FREMD)
}
expect(tabelle.length).toBe(nachSperre + 1)
})
it('zaehlt die naechste Runde erst nach Ablauf der Sperre wieder hoch', async () => {
for (let i = 0; i < 5; i += 1) await fehlversuch(i)
await fehlversuch(906)
const stand = await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)
expect(stand.gesperrt).toBe(false)
if (!stand.gesperrt) expect(stand.verbleibendeVersuche).toBe(4)
// Vier weitere - dann greift die zweite Sperre.
for (let i = 1; i < 5; i += 1) await fehlversuch(906 + i)
beiSekunde(915)
expect((await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)).gesperrt).toBe(true)
})
it('raeumt die Fehlversuche nach erfolgreicher Anmeldung ab', async () => {
for (let i = 0; i < 5; i += 1) await fehlversuch(i)
beiSekunde(10)
expect((await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)).gesperrt).toBe(true)
await fehlversucheZuruecksetzen(OPFER)
const frei = await anmeldungErlaubt(OPFER, ANSCHLUSS)
expect(frei.gesperrt).toBe(false)
if (!frei.gesperrt) expect(frei.verbleibendeVersuche).toBe(5)
})
})
+136
View File
@@ -0,0 +1,136 @@
import { afterEach, beforeEach, describe, expect, it, vi } from 'vitest'
import { anschlussAus, warnungZuruecksetzen } from '@/lib/auth/anschluss'
/**
* Aus welchem Kopf die Adresse des Aufrufers gelesen wird.
*
* Vorher stand dort der ERSTE Eintrag von "x-forwarded-for". Das ist die
* klassische Verwechslung: Der Kopf ist eine Liste, an die jeder
* Zwischenknoten hinten anhaengt - der erste Eintrag ist also der, den der
* Aufrufer selbst mitgeschickt hat. Wer bei jeder Anfrage eine andere Zahl
* hineinschrieb, sah fuer die Anmeldesperre wie tausend Anschluesse aus.
*/
function koepfe(werte: Record<string, string>): Headers {
return new Headers(werte)
}
describe('Anschluss des Aufrufers', () => {
beforeEach(() => {
warnungZuruecksetzen()
delete process.env.VERTRAUE_PROXY
delete process.env.VERTRAUE_PROXY_STUFEN
})
afterEach(() => {
delete process.env.VERTRAUE_PROXY
delete process.env.VERTRAUE_PROXY_STUFEN
vi.restoreAllMocks()
})
describe('ohne vertrauten Proxy', () => {
it('glaubt dem weitergereichten Kopf nicht', () => {
const warnung = vi.spyOn(console, 'warn').mockImplementation(() => {})
expect(anschlussAus(koepfe({ 'x-forwarded-for': '203.0.113.9' }))).toBeNull()
expect(warnung).toHaveBeenCalledOnce()
})
it('warnt nur einmal, nicht bei jeder Anfrage', () => {
const warnung = vi.spyOn(console, 'warn').mockImplementation(() => {})
for (let i = 0; i < 20; i += 1) {
anschlussAus(koepfe({ 'x-forwarded-for': `203.0.113.${i}` }))
}
expect(warnung).toHaveBeenCalledOnce()
})
it('schweigt, wenn gar kein solcher Kopf ankommt', () => {
const warnung = vi.spyOn(console, 'warn').mockImplementation(() => {})
expect(anschlussAus(koepfe({}))).toBeNull()
expect(warnung).not.toHaveBeenCalled()
})
})
describe('mit einem vertrauten Proxy', () => {
beforeEach(() => {
process.env.VERTRAUE_PROXY = 'true'
})
it('nimmt den letzten Eintrag, nicht den ersten', () => {
// Links das, was der Aufrufer selbst behauptet hat; rechts das, was
// der Proxy gesehen hat. Nur letzteres ist etwas wert.
const kopf = koepfe({ 'x-forwarded-for': '10.0.0.1, 198.51.100.7' })
expect(anschlussAus(kopf)).toBe('198.51.100.7')
})
it('laesst sich durch eine erfundene Kette nicht taeuschen', () => {
const kopf = koepfe({
'x-forwarded-for': '1.1.1.1, 2.2.2.2, 3.3.3.3, 198.51.100.7',
})
expect(anschlussAus(kopf)).toBe('198.51.100.7')
})
it('nimmt den einzigen Eintrag, wenn der Aufrufer keinen mitschickte', () => {
expect(anschlussAus(koepfe({ 'x-forwarded-for': '198.51.100.7' }))).toBe('198.51.100.7')
})
it('faellt auf x-real-ip zurueck', () => {
expect(anschlussAus(koepfe({ 'x-real-ip': '198.51.100.7' }))).toBe('198.51.100.7')
})
it('gibt null, wenn nichts da ist', () => {
expect(anschlussAus(koepfe({}))).toBeNull()
})
it('kommt mit Leerraum und leeren Gliedern zurecht', () => {
const kopf = koepfe({ 'x-forwarded-for': ' 10.0.0.1 , , 198.51.100.7 ' })
expect(anschlussAus(kopf)).toBe('198.51.100.7')
})
})
describe('mit mehreren Stufen', () => {
it('zaehlt die angegebene Anzahl von hinten ab', () => {
process.env.VERTRAUE_PROXY = 'true'
process.env.VERTRAUE_PROXY_STUFEN = '2'
// Zwei eigene Zwischenknoten: der aeussere haengt 198.51.100.7 an,
// der innere 10.0.0.5. Der Aufrufer steht eine Stelle weiter links.
const kopf = koepfe({ 'x-forwarded-for': 'erfunden, 198.51.100.7, 10.0.0.5' })
expect(anschlussAus(kopf)).toBe('198.51.100.7')
})
it('greift nicht ueber den Anfang der Kette hinaus', () => {
process.env.VERTRAUE_PROXY = 'true'
process.env.VERTRAUE_PROXY_STUFEN = '9'
expect(anschlussAus(koepfe({ 'x-forwarded-for': '198.51.100.7' }))).toBe('198.51.100.7')
})
})
describe('der Schalter selbst', () => {
it('gilt nur bei ausdruecklichem Ja', () => {
for (const wert of ['false', 'nein', '0', 'vielleicht', '']) {
warnungZuruecksetzen()
vi.spyOn(console, 'warn').mockImplementation(() => {})
process.env.VERTRAUE_PROXY = wert
expect(anschlussAus(koepfe({ 'x-forwarded-for': '198.51.100.7' }))).toBeNull()
}
})
it('nimmt true, 1 und ja', () => {
for (const wert of ['true', '1', 'ja', 'TRUE', ' Ja ']) {
process.env.VERTRAUE_PROXY = wert
expect(anschlussAus(koepfe({ 'x-forwarded-for': '198.51.100.7' }))).toBe('198.51.100.7')
}
})
})
})
+133
View File
@@ -0,0 +1,133 @@
import { readFileSync, readdirSync, statSync } from 'node:fs'
import { join, relative, sep } from 'node:path'
import { describe, expect, it } from 'vitest'
/**
* Die MFA-Pflicht als Grenze, nicht als Behauptung.
*
* "Der zweite Faktor ist Pflicht" stand lange im Kopf von src/auth.ts,
* durchgesetzt wurde es aber nur im App-Layout. Ein Layout schuetzt, was
* durch das Layout gerendert wird - Server Actions und Route Handler laufen
* daran vorbei. Wer eine Passwort-Sitzung hatte, die TOTP-Einrichtung aber
* nie abgeschlossen hat, kam trotzdem an die Daten.
*
* Seitdem steckt die Pruefung in erfordereBenutzer() selbst. Damit sie dort
* bleibt, prueft dieser Test die Bauform statt des Verhaltens: Er liest den
* Quelltext und besteht darauf, dass die Umgehungen aufgezaehlt bleiben.
*
* Ein Integrationstest waere schoener, braeuchte aber eine Sitzung mit
* halbfertigem zweitem Faktor - also genau den Zustand, den die Anwendung
* nicht mehr herstellen laesst. Diese Pruefung greift dafuer bei jedem
* neuen Endpunkt, auch bei dem, an den beim Testeschreiben niemand denkt.
*/
const WURZEL = join(__dirname, '..', 'src')
/**
* Wer an aktuellerBenutzer() oder erfordereBenutzerOhneZweitenFaktor()
* vorbei darf - und warum.
*
* Gemeinsam ist allen: Sie geben keine Daten einer betreuten Person heraus.
* Wer hier etwas ergaenzt, hebelt die MFA-Pflicht fuer diesen Pfad aus und
* schuldet eine Begruendung.
*/
const ERLAUBT = new Map<string, string>([
['lib/auth/sitzung.ts', 'definiert die Funktionen'],
['app/(auth)/anmelden/page.tsx', 'leitet bereits Angemeldete weiter, zeigt nichts an'],
['app/(auth)/ersteinrichtung/page.tsx', 'laeuft, bevor es einen zweiten Faktor geben kann'],
['app/(auth)/zwei-faktor/einrichten/page.tsx', 'ist die Einrichtung selbst'],
['server/actions/zwei-faktor.ts', 'Vorbereiten und Bestaetigen der Einrichtung'],
])
/** Route Handler, die absichtlich ohne Anmeldung erreichbar sind. */
const OEFFENTLICHE_ROUTEN = new Map<string, string>([
['app/api/auth/[...nextauth]/route.ts', 'die Anmeldung selbst'],
['app/api/gesundheit/route.ts', 'Statusabfrage fuer die Ueberwachung, ohne Daten'],
['app/api/kalender/[signatur]/route.ts', 'signierter Abo-Link, eigene Pruefung'],
['app/api/wartung/route.ts', 'Aufruf per Geheimnis aus dem Systemdienst'],
])
/** Alles, was einen angemeldeten Benutzer mit fertigem zweitem Faktor sichert. */
const WAECHTER = [
'benutzerFuerRoute',
'erfordereZugang',
'erfordereBenutzer(',
'finanzKontext',
'berichtsKontext',
]
function dateienUnter(verzeichnis: string, endungen: string[]): string[] {
const gefunden: string[] = []
for (const eintrag of readdirSync(verzeichnis)) {
if (eintrag === 'node_modules' || eintrag === '.next') continue
const pfad = join(verzeichnis, eintrag)
if (statSync(pfad).isDirectory()) {
gefunden.push(...dateienUnter(pfad, endungen))
} else if (endungen.some((endung) => eintrag.endsWith(endung))) {
gefunden.push(pfad)
}
}
return gefunden
}
/** Pfad relativ zu src/, immer mit Schraegstrich - auch unter Windows. */
function kennung(pfad: string): string {
return relative(WURZEL, pfad).split(sep).join('/')
}
describe('MFA-Grenze', () => {
it('umgeht die Pflicht nur an den aufgezaehlten Stellen', () => {
const umgehungen = dateienUnter(WURZEL, ['.ts', '.tsx'])
.filter((pfad) => {
const quelltext = readFileSync(pfad, 'utf-8')
return (
quelltext.includes('aktuellerBenutzer') ||
quelltext.includes('erfordereBenutzerOhneZweitenFaktor')
)
})
.map(kennung)
.sort()
expect(umgehungen).toEqual([...ERLAUBT.keys()].sort())
})
it('sichert jeden Route Handler oder erklaert, warum nicht', () => {
const ungesichert = dateienUnter(join(WURZEL, 'app'), ['route.ts'])
.map(kennung)
.filter((datei) => !OEFFENTLICHE_ROUTEN.has(datei))
.filter((datei) => {
const quelltext = readFileSync(join(WURZEL, datei), 'utf-8')
return !WAECHTER.some((waechter) => quelltext.includes(waechter))
})
expect(ungesichert).toEqual([])
})
it('weist einen Abruf ohne zweiten Faktor ab, statt ihn umzuleiten', () => {
// Ein Redirect auf die Anmeldeseite waere bei einer Datei die falsche
// Antwort: Der Aufrufer bekaeme HTML, wo er ein Dokument erwartet, und
// ein Skript wertete das womoeglich als Erfolg.
const quelltext = readFileSync(join(WURZEL, 'lib', 'auth', 'sitzung.ts'), 'utf-8')
const abschnitt = quelltext.slice(quelltext.indexOf('export async function benutzerFuerRoute'))
expect(abschnitt).toContain('status: 401')
expect(abschnitt).toContain('status: 403')
})
it('prueft den zweiten Faktor am Datenbankstand, nicht am Sitzungstoken', () => {
const quelltext = readFileSync(join(WURZEL, 'lib', 'auth', 'sitzung.ts'), 'utf-8')
const funktion = quelltext.slice(
quelltext.indexOf('export function zweiterFaktorFertig'),
quelltext.indexOf('export async function erfordereBenutzer'),
)
// Die Felder kommen aus dem User-Datensatz. Stuende hier etwas aus der
// Sitzung, liesse es sich ueber session.update() vom Client setzen.
expect(funktion).toContain('benutzer.totpAktiviertAm')
expect(funktion).toContain('benutzer.totpSecretVerschluesselt')
expect(funktion).not.toContain('sitzung')
})
})
+104
View File
@@ -0,0 +1,104 @@
import { deflateSync } from 'node:zlib'
import { describe, expect, it } from 'vitest'
import { pdfTextLesen } from '@/lib/ocr/pdf-text'
/**
* Was passiert, wenn jemand ein praepariertes PDF in die Akte legt?
*
* Ein Flate-Strom sagt nicht, wie gross er ausgepackt wird. Ein paar
* Kilobyte Nullen komprimieren auf fast nichts und blaehen sich beim
* Auspacken auf Gigabyte auf - die klassische Dekompressionsbombe. Der
* Textleser packte vorher ohne Obergrenze aus.
*
* Der Test rechnet nicht mit Gigabyte - das waere in einer Testsuite
* unhoeflich. Er baut eine Bombe, die die eingebaute Grenze knapp
* ueberschreitet, und besteht darauf, dass sie nicht ausgepackt wird.
*/
/** Baut ein minimales PDF mit einem einzigen Flate-Strom. */
function pdfMitStrom(nutzlast: Buffer, filter = '/FlateDecode'): Buffer {
const kopf = Buffer.from(
`%PDF-1.4\n1 0 obj\n<< /Length ${nutzlast.length} /Filter ${filter} >>\nstream\n`,
'latin1',
)
const fuss = Buffer.from('\nendstream\nendobj\n%%EOF\n', 'latin1')
return Buffer.concat([kopf, nutzlast, fuss])
}
/**
* Text, den der Extraktor tatsaechlich findet: Er springt nur an, wenn im
* Strom PDF-Textoperatoren stehen.
*/
function inhaltsstrom(text: string): Buffer {
return Buffer.from(`BT /F1 12 Tf (${text}) Tj ET\n`, 'latin1')
}
describe('PDF-Textleser gegen praeparierte Dateien', () => {
it('liest einen gewoehnlichen Flate-Strom', () => {
const pdf = pdfMitStrom(deflateSync(inhaltsstrom('Bescheid vom Sozialamt')))
expect(pdfTextLesen(pdf)).toContain('Bescheid vom Sozialamt')
})
it('packt eine Bombe nicht aus, die die Stromgrenze ueberschreitet', () => {
// Die Nutzlast traegt eine erkennbare Marke UND 9 MB Fuellung. Beides
// ist wichtig: Ohne die Marke waere das Ergebnis auch ohne Grenze leer,
// und der Test bewiese nichts. Die Fuellung komprimiert auf wenige
// Kilobyte, die Grenze je Strom liegt bei 8 MB - zlib bricht ab, der
// Strom wird verworfen, und die Marke erscheint eben nicht.
const bombe = deflateSync(
Buffer.concat([inhaltsstrom('BOMBE-MARKE'), Buffer.alloc(9 * 1024 * 1024, 0x20)]),
)
const pdf = pdfMitStrom(bombe)
// Kein Absturz, kein Aufblaehen: einfach kein Text.
expect(pdfTextLesen(pdf)).toBe('')
})
it('liest denselben Strom, wenn er unter der Grenze bleibt', () => {
// Gegenprobe zum Test darueber: Dieselbe Bauform, nur 4 MB Fuellung.
// Damit ist belegt, dass oben die Grenze greift und nicht die Bauform
// des Testfalls.
const knappDrunter = deflateSync(
Buffer.concat([inhaltsstrom('BOMBE-MARKE'), Buffer.alloc(4 * 1024 * 1024, 0x20)]),
)
expect(pdfTextLesen(pdfMitStrom(knappDrunter))).toContain('BOMBE-MARKE')
})
it('bleibt handhabbar, wenn viele mittelgrosse Stroeme zusammenkommen', () => {
// Zwoelf Stroeme mit je 6 MB Nutzlast liegen einzeln unter der
// Stromgrenze, zusammen aber ueber der Gesamtgrenze von 64 MB. Ohne den
// zweiten Deckel waeren das 72 MB im Speicher, und zwar je Dokument.
const einer = deflateSync(Buffer.concat([inhaltsstrom('Seite'), Buffer.alloc(6 * 1024 * 1024, 0x20)]))
const teile: Buffer[] = [Buffer.from('%PDF-1.4\n', 'latin1')]
for (let i = 0; i < 12; i += 1) {
teile.push(
Buffer.from(`${i + 1} 0 obj\n<< /Length ${einer.length} /Filter /FlateDecode >>\nstream\n`, 'latin1'),
einer,
Buffer.from('\nendstream\nendobj\n', 'latin1'),
)
}
teile.push(Buffer.from('%%EOF\n', 'latin1'))
const text = pdfTextLesen(Buffer.concat(teile))
// Etwas wird gelesen - aber nicht alle zwoelf Stroeme. Waere der
// Gesamtdeckel weg, stuende "Seite" zwoelfmal darin.
const treffer = text.split('Seite').length - 1
expect(treffer).toBeGreaterThan(0)
expect(treffer).toBeLessThan(12)
})
it('kommt mit einem kaputten Strom zurecht, ohne zu werfen', () => {
const pdf = pdfMitStrom(Buffer.from('das ist kein zlib-strom', 'latin1'))
expect(() => pdfTextLesen(pdf)).not.toThrow()
})
it('ignoriert Bilddaten, statt sie auszupacken zu versuchen', () => {
const pdf = pdfMitStrom(deflateSync(inhaltsstrom('unsichtbar')), '/DCTDecode')
expect(pdfTextLesen(pdf)).toBe('')
})
})
+47
View File
@@ -85,3 +85,50 @@ describe.skipIf(!mitGit)('Betriebsskripte', () => {
} }
}) })
}) })
/**
* Abschneidende Leitungen in Skripten mit "pipefail".
*
* Anlass ist ein Abbruch im Betrieb: Beim Sprung von v1.5.0 auf v1.10.1
* endete update.sh mitten in der Ausgabe, ohne jede Meldung. Ursache war
*
* git log --oneline "HEAD..$ZIEL" | head -15 | sed ...
*
* "head" schliesst die Leitung nach 15 Zeilen, "git log" schreibt weiter
* und bekommt SIGPIPE (Exitcode 141). Mit "set -o pipefail" gilt die
* ganze Kette als gescheitert, "set -e" beendet das Skript - stumm.
*
* Es ist zeitabhaengig: Solange der Erzeuger fertig wird, bevor "head"
* zumacht, faellt nichts auf. Deshalb lief es monatelang gut und riss
* genau dann, als zum ersten Mal mehr als 15 Commits dazwischenlagen.
*
* Dieselbe Falle steckte in der Selbstpruefung der Sicherung, wo sie
* eine intakte Sicherung als kaputt gemeldet haette, sobald die
* Datenbank gross genug ist.
*
* Der Test verbietet das Muster deshalb ganz. Wer eine Ausgabe kuerzen
* will, nimmt "git log -15", "sed -n '1,15p'" oder einen Zaehler in awk -
* alles drei liest bis zum Ende und schliesst nichts zu frueh.
*/
describe('Skripte mit pipefail', () => {
const skripte = ['scripts/update.sh', 'scripts/sicherung.sh', 'scripts/wiederherstellung.sh']
it.each(skripte)('%s schneidet keine Leitung mit head ab', (pfad) => {
const inhalt = readFileSync(pfad, 'utf8')
if (!/set -[a-z]*o pipefail|set -o pipefail/.test(inhalt)) return
const treffer = inhalt
.split('\n')
.map((zeile, nummer) => ({ zeile, nummer: nummer + 1 }))
// Kommentarzeilen erklaeren das Muster gerade - sie sind erlaubt.
.filter(({ zeile }) => !zeile.trim().startsWith('#'))
.filter(({ zeile }) => !zeile.includes('printf'))
.filter(({ zeile }) => /\|\s*head\b/.test(zeile))
expect(
treffer.map((t) => `Zeile ${t.nummer}: ${t.zeile.trim()}`),
'Abschneidende Leitung: der Erzeuger bekommt SIGPIPE, pipefail reicht ' +
'es weiter, set -e beendet das Skript stumm.',
).toEqual([])
})
})
+129
View File
@@ -0,0 +1,129 @@
import { describe, expect, it } from 'vitest'
import {
entschluesselnBinaer,
istVerschluesselt,
KOPF_LAENGE,
verschluesselnBinaer,
} from '@/lib/speicher/umschlag'
/**
* Der Umschlag um abgelegte Dateien.
*
* Der Dateitreiber hat ihn von Anfang an benutzt, der Objektspeicher nicht:
* Dort stand nur ServerSideEncryption: 'AES256' - Verschluesselung mit dem
* Schluessel des Anbieters, der beim Ausliefern selbst entschluesselt.
* Gegen eine verlorene Platte im Rechenzentrum hilft das, gegen den
* Anbieter und gegen gestohlene Zugangsdaten zum Eimer nicht.
*
* Seit v1.11.0 liegt derselbe Umschlag um beides. Diese Tests halten die
* drei Eigenschaften fest, auf die es dabei ankommt: Er geht wieder auf,
* er merkt Veraenderungen, und er bindet den Inhalt an seinen Platz.
*/
const INHALT = Buffer.from('Bescheid des Sozialamts vom 3. Maerz, Seite 1 von 2.', 'utf8')
const ORT = 'betreute/abc123/dokumente/eins.pdf'
describe('Umschlag um abgelegte Dateien', () => {
it('geht wieder auf', () => {
const zu = verschluesselnBinaer(INHALT, ORT)
expect(entschluesselnBinaer(zu, ORT).equals(INHALT)).toBe(true)
})
it('sieht dem Geheimtext den Klartext nicht an', () => {
const zu = verschluesselnBinaer(INHALT, ORT)
expect(zu.includes(Buffer.from('Sozialamt', 'utf8'))).toBe(false)
expect(istVerschluesselt(zu)).toBe(true)
expect(zu.length).toBe(KOPF_LAENGE + INHALT.length)
})
it('erzeugt bei gleichem Inhalt zwei verschiedene Geheimtexte', () => {
// Sonst liesse sich an zwei gleich aussehenden Objekten ablesen, dass
// dasselbe Dokument zweimal in der Akte liegt.
const a = verschluesselnBinaer(INHALT, ORT)
const b = verschluesselnBinaer(INHALT, ORT)
expect(a.equals(b)).toBe(false)
expect(entschluesselnBinaer(a, ORT).equals(entschluesselnBinaer(b, ORT))).toBe(true)
})
it('merkt, wenn am Geheimtext gedreht wurde', () => {
const zu = verschluesselnBinaer(INHALT, ORT)
const letzte = zu.length - 1
zu.writeUInt8(zu.readUInt8(letzte) ^ 0x01, letzte)
expect(() => entschluesselnBinaer(zu, ORT)).toThrow()
})
it('merkt, wenn am Kopf gedreht wurde', () => {
const zu = verschluesselnBinaer(INHALT, ORT)
// Ein Bit im IV.
zu.writeUInt8(zu.readUInt8(8) ^ 0x01, 8)
expect(() => entschluesselnBinaer(zu, ORT)).toThrow()
})
describe('Bindung an den Ablageort', () => {
it('laesst sich nicht unter einem anderen Namen auspacken', () => {
// Der Angriff dahinter: Wer Schreibrechte auf den Eimer hat, legt die
// Bytes von Dokument A unter dem Namen von Dokument B ab. Ohne die
// Bindung lieferte die Anwendung anschliessend den falschen Bescheid
// aus - und zwar mit gueltiger Pruefsumme fuer den falschen Inhalt.
const zu = verschluesselnBinaer(INHALT, ORT)
expect(() =>
entschluesselnBinaer(zu, 'betreute/abc123/dokumente/zwei.pdf'),
).toThrow()
})
it('laesst sich nicht in eine fremde Akte verschieben', () => {
const zu = verschluesselnBinaer(INHALT, ORT)
expect(() => entschluesselnBinaer(zu, 'betreute/xyz789/dokumente/eins.pdf')).toThrow()
})
})
describe('Rueckwaertsvertraeglichkeit', () => {
it('reicht Inhalte ohne Umschlag unveraendert durch', () => {
// Genau der Zustand, in dem die Objekte im Speicher liegen, bis der
// Migrationslauf sie umgeschrieben hat. Wuerde hier geworfen, waere
// nach dem Update kein einziges altes Dokument mehr abrufbar.
const roh = Buffer.from('%PDF-1.4 ganz gewoehnlich', 'utf8')
expect(istVerschluesselt(roh)).toBe(false)
expect(entschluesselnBinaer(roh, ORT).equals(roh)).toBe(true)
})
it('haelt auch etwas fuer unverpackt, das zufaellig kurz ist', () => {
const winzig = Buffer.from('abc', 'utf8')
expect(istVerschluesselt(winzig)).toBe(false)
expect(entschluesselnBinaer(winzig, ORT).equals(winzig)).toBe(true)
})
it('oeffnet einen Umschlag, der noch ohne Ortsbindung geschrieben wurde', () => {
// So hat der Dateitreiber bis v1.10.2 geschrieben. Diese Dateien
// muessen weiter aufgehen, sonst waere die Verbesserung ein
// Datenverlust.
const alt = verschluesselnBinaer(INHALT)
expect(entschluesselnBinaer(alt, ORT).equals(INHALT)).toBe(true)
expect(entschluesselnBinaer(alt).equals(INHALT)).toBe(true)
})
})
it('kommt mit einer leeren Datei zurecht', () => {
const leer = Buffer.alloc(0)
const zu = verschluesselnBinaer(leer, ORT)
expect(entschluesselnBinaer(zu, ORT).length).toBe(0)
})
it('kommt mit einer groesseren Datei zurecht', () => {
const gross = Buffer.alloc(3 * 1024 * 1024, 0x41)
const zu = verschluesselnBinaer(gross, ORT)
expect(entschluesselnBinaer(zu, ORT).equals(gross)).toBe(true)
})
})
+190
View File
@@ -0,0 +1,190 @@
import { beforeEach, describe, expect, it, vi } from 'vitest'
import type { User } from '@prisma/client'
/**
* Ein TOTP-Code gilt genau einmal.
*
* Ein Code ist 30 Sekunden gueltig, mit der Toleranz von einem Fenster bis
* zu 90. In dieser Zeit liess er sich beliebig oft einloesen: abgelesen
* ueber die Schulter, mitgeschrieben von einem Zwischenglied, oder aus einem
* Formular im Browserverlauf. Der Kommentar in totp.ts versprach von Anfang
* an, der Aufrufer speichere das getroffene Fenster - getan hat es niemand.
*
* Geprueft wird gegen eine Attrappe der Datenbank, die das WHERE von
* updateMany nachbildet. Genau darauf beruht die Einmalverwendung: Die
* Bedingung steht in der Abfrage, nicht in einem if davor.
*/
let benutzer: User
let updateAufrufe = 0
function passtSchritt(bedingung: Record<string, unknown>, wert: number | null): boolean {
if ('OR' in bedingung) {
const zweige = bedingung.OR as Record<string, unknown>[]
return zweige.some((zweig) => passtSchritt(zweig, wert))
}
if ('totpLetzterSchritt' in bedingung) {
const erwartet = bedingung.totpLetzterSchritt
if (erwartet === null) return wert === null
if (typeof erwartet === 'object' && erwartet !== null && 'lt' in erwartet) {
return wert !== null && wert < (erwartet as { lt: number }).lt
}
}
return true
}
vi.mock('@/lib/db', () => ({
db: {
user: {
updateMany: async ({
where,
data,
}: {
where: Record<string, unknown>
data: Partial<User>
}) => {
updateAufrufe += 1
if (where.id !== benutzer.id) return { count: 0 }
// Die Liste der Wiederherstellungscodes muss noch die sein, die der
// Aufrufer gesehen hat - sonst war jemand schneller.
if ('wiederherstellungscodes' in where) {
const erwartet = (where.wiederherstellungscodes as { equals: string[] }).equals
const gleich =
erwartet.length === benutzer.wiederherstellungscodes.length &&
erwartet.every((wert, i) => wert === benutzer.wiederherstellungscodes[i])
if (!gleich) return { count: 0 }
}
if (('OR' in where || 'totpLetzterSchritt' in where) && !passtSchritt(where, benutzer.totpLetzterSchritt)) {
return { count: 0 }
}
benutzer = { ...benutzer, ...data }
return { count: 1 }
},
},
},
}))
const { zweitenFaktorEinloesen } = await import('@/lib/auth/zweiter-faktor')
const { totpAktuellerCode, totpSchritt, totpSecretErzeugen, totpSecretVerschluesseln } =
await import('@/lib/crypto/totp')
const { wiederherstellungscodeHashen, wiederherstellungscodesErzeugen } = await import(
'@/lib/crypto/hash'
)
const EMAIL = 'betreuer@example.de'
const SECRET = totpSecretErzeugen()
function grundstand(): User {
return {
id: 'benutzer-1',
email: EMAIL,
totpSecretVerschluesselt: totpSecretVerschluesseln(SECRET),
totpAktiviertAm: new Date('2026-01-01T00:00:00Z'),
totpLetzterSchritt: null,
wiederherstellungscodes: [],
} as unknown as User
}
describe('Zweiten Faktor einloesen', () => {
beforeEach(() => {
benutzer = grundstand()
updateAufrufe = 0
vi.useFakeTimers()
vi.setSystemTime(new Date('2026-08-24T12:00:15Z'))
})
it('nimmt einen gueltigen Code an und haelt das Fenster fest', async () => {
const code = totpAktuellerCode(SECRET, EMAIL)
const ergebnis = await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, code)
expect(ergebnis).toEqual({ ok: true, art: 'totp' })
expect(benutzer.totpLetzterSchritt).toBe(totpSchritt(0))
})
it('lehnt denselben Code beim zweiten Mal ab', async () => {
const code = totpAktuellerCode(SECRET, EMAIL)
expect(await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, code)).toEqual({ ok: true, art: 'totp' })
// Noch im selben Fenster - der Code waere rechnerisch weiter richtig.
vi.setSystemTime(new Date('2026-08-24T12:00:25Z'))
expect(await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, code)).toEqual({
ok: false,
grund: 'wiederverwendet',
})
})
it('lehnt ihn auch im Toleranzfenster danach ab', async () => {
const code = totpAktuellerCode(SECRET, EMAIL)
await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, code)
// Ein Fenster weiter: Die Toleranz liesse den alten Code noch gelten.
vi.setSystemTime(new Date('2026-08-24T12:00:45Z'))
expect(await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, code)).toEqual({
ok: false,
grund: 'wiederverwendet',
})
})
it('nimmt den naechsten Code an', async () => {
await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, totpAktuellerCode(SECRET, EMAIL))
const vorher = benutzer.totpLetzterSchritt
vi.setSystemTime(new Date('2026-08-24T12:00:45Z'))
const naechster = totpAktuellerCode(SECRET, EMAIL)
expect(await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, naechster)).toEqual({ ok: true, art: 'totp' })
expect(benutzer.totpLetzterSchritt!).toBeGreaterThan(vorher!)
})
it('lehnt einen falschen Code ab, ohne zu schreiben', async () => {
expect(await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, '000000')).toEqual({
ok: false,
grund: 'falsch',
})
expect(updateAufrufe).toBe(0)
expect(benutzer.totpLetzterSchritt).toBeNull()
})
it('toleriert Leerzeichen und Bindestriche in der Eingabe', async () => {
const code = totpAktuellerCode(SECRET, EMAIL)
const zerlegt = `${code.slice(0, 3)} ${code.slice(3)}`
expect(await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, zerlegt)).toEqual({ ok: true, art: 'totp' })
})
it('loest einen Wiederherstellungscode genau einmal ein', async () => {
const codes = wiederherstellungscodesErzeugen(3)
benutzer = {
...grundstand(),
wiederherstellungscodes: await Promise.all(codes.map(wiederherstellungscodeHashen)),
} as User
const erster = codes[0]!
expect(await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, erster)).toEqual({
ok: true,
art: 'wiederherstellungscode',
})
expect(benutzer.wiederherstellungscodes).toHaveLength(2)
// Derselbe Code noch einmal: Er steht nicht mehr in der Liste.
expect(await zweitenFaktorEinloesen(benutzer, erster)).toEqual({
ok: false,
grund: 'falsch',
})
expect(benutzer.wiederherstellungscodes).toHaveLength(2)
})
it('haelt die Reihenfolge der Zeitschritte ein', () => {
const frueh = totpSchritt(0, Date.parse('2026-08-24T12:00:00Z'))
const spaet = totpSchritt(0, Date.parse('2026-08-24T12:00:30Z'))
expect(spaet).toBe(frueh + 1)
// Das Delta verschiebt um ganze Fenster, nicht um Sekunden.
expect(totpSchritt(1, Date.parse('2026-08-24T12:00:00Z'))).toBe(spaet)
})
})