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betreuungs-cockpit/src/lib/env.ts
T
Florian Wilde c0cb29bf53 Serverseitige Verschluesselung optional machen
Der S3-Treiber setzte bei jedem PutObject fest
ServerSideEncryption: 'AES256'. Das mitgelieferte MinIO laeuft ohne KMS
und lehnt das mit "NotImplemented" ab - es liess sich kein einziges
Dokument ablegen. Wer der INSTALLATION.md folgte, landete zwangslaeufig
dort; es war kein Konfigurationsfehler des Betreibers, sondern der
Auslieferungszustand.

Gebraucht wird die Zeile ohnehin nicht mehr. Seit v1.11.0 verschluesselt
die Anwendung jede Datei selbst, bevor sie den Server verlaesst. Eine
zweite Lage durch den Anbieter schuetzt vor nichts, was der eigene
Umschlag nicht schon abdeckt.

Jetzt steuert S3_SSE, ob der Kopf mitgeht. Leer bedeutet aus - auch eine
Zeile mit Leerzeichen, sonst schickte eine leergelassene .env-Zeile einen
leeren Kopf und der Anbieter antwortete mit einem Fehler, den niemand
versteht.

Im Kommentar von v1.11.0 stand, die serverseitige Verschluesselung
"kostet nichts". Das war falsch: Auf MinIO ohne KMS kostete sie die
gesamte Funktion. Der Satz ist korrigiert.

Aufgefallen ist das erst im Betrieb, und der Grund ist derselbe wie beim
Ausloeser: In der Entwicklung laeuft der Dateitreiber, der S3-Pfad wurde
von keinem Test ausgefuehrt. Deshalb pruefen die neuen Tests den Befehl
ab, bevor er das Netz sieht - was hineingeschrieben wird, ist jetzt
belegt, nicht angenommen.

Gegen drei Mutationen geprueft: SSE wieder fest verdrahtet, leere Angabe
nicht abgefangen, Inhalt unverschluesselt - jede wird rot.

Refs #42
2026-09-01 16:08:26 +02:00

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11 KiB
TypeScript

import 'server-only'
/**
* Zugriff auf die Umgebungsvariablen - mit Pruefung, aber bewusst faul.
*
* Warum faul? `next build` importiert Servermodule, ohne dass eine .env mit
* echten Schluesseln vorliegen muss (z.B. im Docker-Build). Wuerden wir beim
* Import validieren, schluege jeder Build ohne Produktivschluessel fehl.
* Stattdessen prueft jeder Zugriff beim ersten Mal und merkt sich das
* Ergebnis. Fehlt etwas, kommt eine Meldung, die sagt, was zu tun ist.
*/
function pflicht(name: string): string {
const wert = process.env[name]
if (!wert || wert.trim() === '') {
throw new Error(
`Umgebungsvariable ${name} fehlt. Lege sie in der .env an - ` +
`mit "npm run schluessel" erzeugst du passende Werte.`,
)
}
return wert
}
function zahl(name: string, standard: number): number {
const wert = process.env[name]
if (!wert) return standard
const n = Number.parseInt(wert, 10)
if (Number.isNaN(n)) {
throw new Error(`Umgebungsvariable ${name} muss eine Zahl sein, ist aber "${wert}".`)
}
return n
}
/**
* Ein Ja/Nein-Schalter. Bewusst nur "true"/"1"/"ja" als Ja - alles andere,
* auch ein Tippfehler, gilt als Nein. Bei einem Sicherheitsschalter ist das
* die richtige Richtung: Wer sich verschreibt, bekommt die strengere
* Einstellung, nicht die laxere.
*/
function schalter(name: string, standard = false): boolean {
const wert = process.env[name]?.trim().toLowerCase()
if (wert === undefined || wert === '') return standard
return wert === 'true' || wert === '1' || wert === 'ja'
}
function schluessel32(name: string): Buffer {
const roh = pflicht(name)
const buf = Buffer.from(roh, 'base64')
if (buf.length !== 32) {
throw new Error(
`Umgebungsvariable ${name} muss 32 Bytes base64-kodiert sein ` +
`(ist ${buf.length} Bytes). Erzeuge sie mit "npm run schluessel".`,
)
}
return buf
}
/** Merkt sich das Ergebnis, damit nicht bei jedem Zugriff neu geparst wird. */
function einmal<T>(fn: () => T): () => T {
let wert: T
let geladen = false
return () => {
if (!geladen) {
wert = fn()
geladen = true
}
return wert
}
}
const holeVerschluesselungsschluessel = einmal((): Map<number, Buffer> => {
const schluessel = new Map<number, Buffer>()
// ENC_KEY_V1, ENC_KEY_V2, ... - alte Versionen bleiben zum Entschluesseln
// stehen, verschluesselt wird immer mit der aktiven Version.
for (const [name, wert] of Object.entries(process.env)) {
const treffer = name.match(/^ENC_KEY_V(\d+)$/)
if (!treffer) continue
// Eine LEERE Variable ist kein Schluessel.
//
// docker compose reicht ENC_KEY_V2 immer durch - mit leerem Wert, wenn
// in der .env keiner steht. Wuerde hier allein der Name zaehlen, waere
// jede Installation ohne zweiten Schluessel kaputt, und zwar mit der
// irrefuehrenden Meldung "ENC_KEY_V2 fehlt" - obwohl niemand einen
// zweiten Schluessel wollte.
if (!wert || wert.trim() === '') continue
schluessel.set(Number.parseInt(treffer[1]!, 10), schluessel32(name))
}
if (schluessel.size === 0) {
throw new Error(
'Kein Verschluesselungsschluessel gefunden. Es muss mindestens ENC_KEY_V1 ' +
'gesetzt sein. Erzeuge ihn mit "npm run schluessel".',
)
}
return schluessel
})
const holeAktiveVersion = einmal((): number => {
const version = zahl('ENC_KEY_AKTIV', 1)
if (!holeVerschluesselungsschluessel().has(version)) {
const vorhanden = [...holeVerschluesselungsschluessel().keys()].sort().join(', ')
throw new Error(
`ENC_KEY_AKTIV=${version}, aber ENC_KEY_V${version} ist nicht gesetzt oder leer. ` +
`Vorhanden sind die Versionen: ${vorhanden}. Beim Rotieren zuerst den ` +
`neuen Schluessel eintragen, danach ENC_KEY_AKTIV umstellen.`,
)
}
return version
})
const holeIndexSchluessel = einmal(() => schluessel32('INDEX_KEY'))
export const env = {
/** Alle bekannten Verschluesselungsschluessel nach Version. */
get verschluesselungsschluessel() {
return holeVerschluesselungsschluessel()
},
/** Version, mit der neu verschluesselt wird. */
get aktiveSchluesselversion() {
return holeAktiveVersion()
},
/** Separater HMAC-Schluessel fuer Blindindizes. */
get indexSchluessel() {
return holeIndexSchluessel()
},
get datenbankUrl() {
return pflicht('DATABASE_URL')
},
// --- Sitzung und Anmeldung ------------------------------------------------
get sitzungMaxAlterSekunden() {
return zahl('SESSION_MAX_AGE', 30 * 60)
},
get reauthMaxAlterSekunden() {
return zahl('REAUTH_MAX_AGE', 5 * 60)
},
get loginMaxVersuche() {
return zahl('LOGIN_MAX_VERSUCHE', 5)
},
get loginFensterSekunden() {
return zahl('LOGIN_FENSTER_SEKUNDEN', 15 * 60)
},
get loginSperreSekunden() {
return zahl('LOGIN_SPERRE_SEKUNDEN', 15 * 60)
},
// --- Objektspeicher -------------------------------------------------------
get speicherTreiber(): 'datei' | 's3' {
const wert = process.env.SPEICHER_TREIBER ?? (process.env.S3_ACCESS_KEY_ID ? 's3' : 'datei')
return wert === 's3' ? 's3' : 'datei'
},
get dateiSpeicherPfad() {
return process.env.DATEI_SPEICHER_PFAD ?? './daten/dokumente'
},
get s3() {
return {
endpoint: pflicht('S3_ENDPOINT'),
region: process.env.S3_REGION ?? 'eu-central',
bucket: pflicht('S3_BUCKET'),
accessKeyId: pflicht('S3_ACCESS_KEY_ID'),
secretAccessKey: pflicht('S3_SECRET_ACCESS_KEY'),
/**
* Serverseitige Verschluesselung - nur, wenn ausdruecklich gewuenscht.
*
* Frueher stand im Treiber fest ServerSideEncryption: 'AES256'. Das
* mitgelieferte MinIO laeuft ohne KMS und lehnt das mit
* "NotImplemented" ab: Es liess sich kein einziges Dokument ablegen,
* und wer der INSTALLATION.md folgte, landete zwangslaeufig dort.
*
* Gebraucht wird sie ohnehin nicht mehr. Seit v1.11.0 verschluesselt
* die Anwendung jede Datei selbst, bevor sie den Server verlaesst
* (src/lib/speicher/umschlag.ts). Serverseitige Verschluesselung
* schuetzt vor nichts, was der eigene Umschlag nicht schon abdeckt -
* sie ist hoechstens eine zweite Lage fuer Anbieter, die sie
* anbieten.
*
* Leer bedeutet aus. Wer sie will, setzt S3_SSE=AES256 oder den Wert,
* den sein Anbieter erwartet.
*/
serverseitigeVerschluesselung: process.env.S3_SSE?.trim() || null,
}
},
// --- OCR ------------------------------------------------------------------
get tesseractBefehl() {
return process.env.TESSERACT_BEFEHL ?? 'tesseract'
},
get ocrAktiv() {
return process.env.OCR_AKTIV !== 'false'
},
// --- Uploads --------------------------------------------------------------
get uploadMaxBytes() {
return zahl('UPLOAD_MAX_BYTES', 25 * 1024 * 1024)
},
// --- E-Mail ---------------------------------------------------------------
get smtpKonfiguriert() {
return Boolean(process.env.SMTP_HOST)
},
get smtp() {
return {
host: pflicht('SMTP_HOST'),
port: zahl('SMTP_PORT', 587),
user: process.env.SMTP_USER,
passwort: process.env.SMTP_PASSWORD,
absender: process.env.SMTP_FROM ?? 'Betreuungs-Cockpit <noreply@localhost>',
}
},
get basisUrl() {
return (process.env.AUTH_URL ?? 'http://localhost:3000').replace(/\/$/, '')
},
/**
* Herkunft und Bereichskennung fuer Passkeys (WebAuthn).
*
* Beides wird aus AUTH_URL abgeleitet und nicht getrennt konfiguriert -
* eine zweite Quelle waere eine zweite Gelegenheit, sie auseinanderlaufen
* zu lassen.
*
* Die "rpId" ist der nackte Hostname ohne Schema und ohne Port. An sie
* bindet der Authenticator den Schluessel: Ein Passkey fuer
* cockpit.example.de funktioniert auf keiner anderen Adresse - genau das
* macht ihn gegen Phishing immun. Umgekehrt heisst das: Wer die Domain
* wechselt, muss alle Passkeys neu einrichten.
*
* Der Browser gibt WebAuthn ausserdem nur in einem sicheren Kontext frei -
* also unter https oder auf localhost. Hinter einem Proxy, der auf http
* weiterreicht, muss AUTH_URL trotzdem die oeffentliche https-Adresse
* nennen; verglichen wird gegen das, was im Browser in der Adresszeile
* stand.
*/
get passkey() {
const url = new URL(process.env.AUTH_URL ?? 'http://localhost:3000')
return {
rpId: url.hostname,
rpName: 'Betreuungs-Cockpit',
herkunft: url.origin,
sicherAufrufbar: url.protocol === 'https:' || url.hostname === 'localhost',
}
},
/**
* Darf der Host-Kopf der Anfrage die oeffentliche Adresse bestimmen?
*
* Standard: nur dann, wenn AUTH_URL nicht gesetzt ist. Ist die Adresse
* konfiguriert - der dokumentierte Betrieb setzt sie, Passkeys brauchen
* sie ohnehin -, gibt es keinen Grund, sie aus einer Kopfzeile von aussen
* abzuleiten. Vorher stand in auth.ts fest "true", und ein
* "X-Forwarded-Host: fremde.example" haette in erzeugte Adressen
* durchgeschlagen.
*
* AUTH_TRUST_HOST bleibt wirksam, damit die dokumentierte Einstellung
* nicht stillschweigend uebergangen wird.
*/
get vertraueHost() {
return schalter('AUTH_TRUST_HOST', !process.env.AUTH_URL)
},
/**
* Geheimnis fuer die Ersteinrichtung.
*
* Zwischen dem ersten Start und dem Anlegen des Zugangs steht die Seite
* offen: Wer sie in diesem Fenster findet, legt sich selbst einen
* Administratorzugang an. Das Fenster ist kurz, aber es ist da - und bei
* einer Anwendung mit Gesundheits- und Finanzdaten ist "kurz" kein
* Argument.
*
* Ohne diesen Wert ist die Ersteinrichtung gesperrt. Das ist Absicht:
* Eine Installation, bei der das Feld vergessen wurde, soll nicht
* einrichtbar sein, sondern eine Meldung zeigen.
*/
get ersteinrichtungGeheimnis() {
return process.env.ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS?.trim() ?? ''
},
/**
* Steht ein Reverse Proxy davor, dem die weitergereichten Koepfe zu
* glauben sind?
*
* Standard ist nein. Das ist die unbequeme, aber richtige Voreinstellung:
* Ohne Proxy ist "x-forwarded-for" frei erfunden, und eine Sperre, die
* darauf zaehlt, laesst sich mit einer Kopfzeile aushebeln. Wer einen
* Proxy davorstellt - der dokumentierte Betrieb tut das -, sagt es hier
* ausdruecklich. Siehe src/lib/auth/anschluss.ts.
*/
get vertraueProxy() {
return schalter('VERTRAUE_PROXY', false)
},
/**
* Wie viele Zwischenknoten vertraut werden. Bei einem Proxy: 1.
*
* Die Zahl sagt, wie weit von hinten in der Kette der Aufrufer steht.
* Zu hoch gesetzt liest man wieder fremdbestimmte Eintraege, deshalb
* bleibt es bei eins, solange nichts anderes dasteht.
*/
get vertraueProxyStufen() {
return Math.max(1, zahl('VERTRAUE_PROXY_STUFEN', 1))
},
get istProduktion() {
return process.env.NODE_ENV === 'production'
},
} as const