Version 0.8.0
CI / pruefen (pull_request) Canceled after 0s

Passkeys und die Jellyfin-Anbindung als groessere Bausteine, dazu vier
Nacharbeiten aus dem Betrieb. Changelog, Release-Notiz, DEVLOG und die
bebilderte Anleitung nachgezogen.

Die Anleitung hat zwei neue Abschnitte samt Screenshots: „Anmelden per
Passkey" und ein Bild im Jellyfin-Abschnitt. Beide Aufnahmen brauchen
Gegenstellen — einen Authenticator und einen Medienserver. Damit
`npm run screenshots` reproduzierbar bleibt, stellt das Skript sie jetzt
selbst bereit: der virtuelle Authenticator kommt ueber CDP vom Browser, der
Jellyfin-Nachbau sind ein paar Zeilen HTTP im Skript. Beide Spuren raeumt es
nach der Aufnahme ueber die Oberflaeche wieder weg.

Der Merkposten zum Entwicklungsmodus in CLAUDE.md war zu absolut: dass unter
Playwright nichts hydratisiert, stimmt nicht durchgehend — im
Screenshot-Lauf gegen denselben Dev-Server funktionierten die Klicks. Der
Eintrag beschreibt jetzt das Beobachtete statt einer Regel, die nicht traegt,
und nennt die Pruefung, mit der sich der Zustand feststellen laesst. Dazu neu:
APP_URL muss zum aufgerufenen Port passen, sonst scheitern Passkeys am
Ursprungsabgleich.

Alle Screenshots neu aufgenommen — die Einstellungsseite hatte sich durch die
neuen Abschnitte ohnehin geaendert.
This commit is contained in:
Florian Wilde
2026-09-02 10:35:43 +02:00
parent 2deb7e1aa5
commit 0f9ad6e29d
27 changed files with 455 additions and 10 deletions
+115
View File
@@ -7,6 +7,121 @@ die Versionierung [Semantic Versioning](https://semver.org/lang/de/).
## [Unveröffentlicht]
## [0.8.0] — 2026-09-02
Zwei größere Bausteine: **Anmeldung per Passkey** und die **Jellyfin-Anbindung**.
Dazu vier Nacharbeiten aus dem laufenden Betrieb.
> ⚠️ **Beim Aktualisieren kommen zwei Migrationen mit** (`passkeys`,
> `medienserver`). Der Container spielt sie beim Start selbst ein; `./update.sh`
> legt vorher eine Sicherung an.
### Hinzugefügt
- **Anmeldung per Passkey (WebAuthn).** Windows Hello, Face ID, Touch ID oder
ein Sicherheitsschlüssel — statt Passwort. Anlegen und verwalten unter
*Einstellungen → Passkeys*, anmelden über „Mit Passkey anmelden" **ohne
vorherige E-Mail-Eingabe**.
Ein Passkey ist der dritte Weg in denselben Trichter: am Ende steht dieselbe
Sitzung wie bei Passwort und OIDC. Das Passwort bleibt daneben bestehen, und
den letzten verbleibenden Anmeldeweg lässt Flimmer nicht entfernen.
Drei Dinge, die beim Selbsthosten zählen:
- **HTTPS ist Pflicht** (Ausnahme: `localhost`). Läuft die Instanz über
einfaches HTTP, verschwindet die Verwaltung mit einem Hinweis, statt einen
kryptischen Browserfehler zu zeigen.
- Der Hostname kommt aus `APP_URL`, nicht aus dem `Host`-Header — hinter
einem Reverse Proxy hinge er sonst am falschen Namen.
- **Ein Domainwechsel entwertet alle Passkeys.** Sie sind fest an den
Hostnamen gebunden und müssen danach neu angelegt werden.
Abschaltbar über `ENABLE_PASSKEYS`.
- **Jellyfin anbinden** — Bestand und Sichtungen übernehmen, unter
*Einstellungen → Medienserver*.
Zugeordnet wird über die **TMDB-Kennung**, die Jellyfin zu jedem Item
mitliefert; dieselbe Kennung, auf der Flimmers Katalog ohnehin aufbaut. Kein
Raten über Titel und Jahreszahlen — die Zuordnung ist eindeutig oder sie
findet nicht statt. Was Jellyfin ohne Kennung führt, landet im Bericht.
Angemeldet wird mit Benutzername und Passwort, **nicht** mit einem
API-Schlüssel: mit einem Schlüssel liefert Jellyfin den Bestand ohne
Gesehen-Status, und zwar ohne Fehlermeldung. Der Verbindungstest prüft das
ausdrücklich nach und sagt es. Das Zugangstoken liegt verschlüsselt in der
Datenbank (AES-256-GCM, Schlüssel aus `AUTH_SECRET`), das Passwort wird nicht
gespeichert.
Der Abgleich ist eine **Einbahnstraße**: er ergänzt und löscht nie etwas, das
in Flimmer steht. Fehlende Titel werden nur mit gesetztem Häkchen
aufgenommen — im täglichen Lauf also nie. Danach läuft er im
Hintergrundlauf mit.
*Grenze der Quelle:* Jellyfin kennt `PlayCount` und `LastPlayedDate`, aber
keine Liste einzelner Sichtungen. Ein dreimal gesehener Film kommt deshalb
mit **einem** Termin an, nicht mit drei. Das steht auch in der Anleitung.
Das Zurückschreiben nach Jellyfin (Stufe 3) ist noch nicht dabei; das Feld
liegt im Datenmodell bereit.
- **Standardreihenfolge je Universum.** Welche Reihenfolge beim Öffnen
erscheint, lässt sich jetzt festlegen — wer Schreibrecht hat, setzt sie für
alle. Die Rangfolge bleibt schlicht: Adresse schlägt Standard schlägt erste.
Über die Schnittstelle mit `PATCH /api/v1/universen/{id}`.
### Geändert
- **Rückmeldung beim Tippen** in Suche und Bibliothek. Beim Suchen wird das
Trefferraster gedämpft und auf `aria-busy` gesetzt, der Hinweis „sucht …"
steht jetzt auch in der Bibliothek. Die alten Treffer bleiben sichtbar —
sie verschwinden zu lassen ließe die Liste bei jedem Tastendruck springen.
Die Sammelverzögerung liegt einheitlich bei 250 ms.
- **`update.sh` erkennt jetzt den Container-Zustand.** Schlägt die Abfrage über
den veröffentlichten Port fehl, zählt der Healthcheck des Containers —
hinter einem Reverse Proxy ist der App-Port oft gar nicht auf dem Host
veröffentlicht, und das Skript meldete dann einen Fehlschlag, obwohl das
Update sauber durchgelaufen war. Im Fehlerfall nennt es außerdem den Zustand
und ordnet ihn ein.
*Zur Klarstellung:* Der Changelog zu 0.7.1 führte diese Rückfallprüfung
bereits auf. Sie war dort beschrieben, aber nicht umgesetzt — jetzt ist sie
es.
- Die Entwicklungsdatenbank hat einen eigenen Compose-Projektnamen
(`flimmer-dev`). Vorher leiteten beide Compose-Dateien ihn aus dem
Verzeichnis ab, und ein `docker compose down -v` auf dem Produktivstack nahm
das Volume der Entwicklungsdatenbank mit.
### Behoben
- **Ein als gesehen markierter Film ließ sich nicht mehr zurücksetzen.** Im
Zustand „gesehen" stand statt eines Knopfes ein Etikett ohne Klickziel, und
eine Gegenfunktion gab es nicht — Serien hatten längst einen Umschalter,
Filme nur einen Hinweg. Die grüne Plakette ist jetzt klickbar.
Zurückgenommen wird dabei **nur der laufende Durchlauf**: wer einen Film
dreimal gesehen hat, verliert die früheren Sichtungen nicht.
- **Die Beschriftungen im Titelraster sprangen**, sobald ein Titel zweizeilig
umbrach — die Metazeile saß dann eine Zeilenhöhe tiefer als bei den Nachbarn,
und die Reihen waren unterschiedlich hoch. Der Titelblock belegt jetzt immer
zwei Zeilen; in der Bibliothek wird zusätzlich der Platz des
Fortschrittsbalkens freigehalten, den es nur bei Serien gibt.
### Getestet
78 Tests (vorher 52). Neu dazu: Passkey-Verwaltung samt Aussperrsperre, der
Jellyfin-Abgleich gegen nachgebildete Antworten, die Standardreihenfolge samt
Eindeutigkeit, und das Zurücknehmen einer Filmsichtung über
Durchlaufgrenzen hinweg.
Zusätzlich wurden die Klickwege gegen einen **Produktionsbau** geprüft — die
Passkey-Anmeldung mit einem virtuellen Authenticator, der Jellyfin-Abgleich
gegen einen nachgebildeten Server samt des Falls, in dem der Gesehen-Status
fehlt.
## [0.7.1] — 2026-09-01
### Hinzugefügt