Inhalte: Wochen 9 bis 12

- Woche 9 Virtualisierung (B1, A8, LF9)
- Woche 10 Verzeichnisdienst und Serverdienste (B3, A6, LF10)
- Woche 11 Netze trennen und verbinden (B2, A6, LF9)
- Woche 12 Kundenauftrag von der Anfrage bis zur Abnahme (A2, A3, A7)

12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten,
2 Lernzielkontrollen, 23 Glossareintraege, Themenblock Server und
Virtualisierung. Die Praxisaufgaben 9.1 und 10.1 bauen aufeinander auf:
Der Testserver aus Woche 9 traegt die Testdomaene in Woche 10.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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Florian Wilde
2026-10-04 22:28:42 +02:00
co-authored by Claude Opus 5.5
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id: "10.1"
titel: Eine Abteilung im Verzeichnisdienst abbilden
woche: 10
block: server
ziel: Du bildest auf dem Testserver eine Abteilung mit OU, Gruppen nach AGDLP, Freigabe, Laufwerkszuordnung und Druckerzuordnung ab und weist mit zwei Testkonten nach, dass jede Rolle genau die vorgesehenen Rechte hat.
zeitrahmen: 8 Stunden, verteilt auf zwei Tage
rahmenplan: [B3, A6, B1, A5]
lernfeld: LF10
material:
- Testserver aus Praxisaufgabe 9.1 mit Domänencontroller-Rolle oder Zugang zur Testdomäne
- Ein Testclient, der Mitglied der Testdomäne ist
- Abteilungsübersicht aus Praxisaufgabe 5.1
- Checkliste „Neuen Mitarbeiter einrichten"
kriterien:
- Ein Plan mit OU-Struktur, Gruppen und Rechten lag vor der Umsetzung vor
- Die Gruppen folgen AGDLP und der Namensregel
- Berechtigungen sind ausschließlich an domänenlokale Gruppen vergeben, nicht an Konten
- Laufwerk und Drucker werden per Gruppenrichtlinie zugeordnet, gefiltert auf die Gruppe
- Zwei Testkonten mit unterschiedlicher Rolle haben genau die vorgesehenen Rechte – nachgewiesen durch Anmeldung, nicht durch Ansicht der Einstellungen
- gpresult wurde am Client geprüft und das Ergebnis dokumentiert
- Ein Abteilungswechsel eines Testkontos wurde durchgespielt, nur durch Änderung der Gruppenzugehörigkeit
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## Auftrag
Nimm eine Abteilung aus deiner Übersicht aus Aufgabe 5.1 – etwa den Einkauf – und bilde sie
in der Testdomäne vollständig ab.
1. **Planen:** OU für die Abteilung, globale Gruppen nach Rolle (Mitarbeitende,
Abteilungsleitung), domänenlokale Gruppen nach Recht (Ablage ändern, Ablage lesen).
Schreib auf, welche Rolle welches Recht bekommt.
2. **Ablage:** Ordner auf dem Testserver anlegen, freigeben, NTFS-Rechte an die
domänenlokalen Gruppen vergeben.
3. **Konten:** Zwei Testkonten nach der Checkliste anlegen, eines je Rolle.
4. **Richtlinien:** Laufwerkszuordnung und Druckerzuordnung per Gruppenrichtlinie, gefiltert
auf die Gruppe der Abteilung.
5. **Nachweisen:** Mit beiden Testkonten am Testclient anmelden, Zugriff prüfen – auch, was
**nicht** gehen darf. `gpresult /r` ausführen und festhalten.
6. **Wechsel durchspielen:** Ein Testkonto wechselt in eine andere Abteilung. Ändere nur die
Gruppenzugehörigkeit und prüfe erneut.
## Worauf es ankommt
Der Nachweis per Anmeldung ist der Teil, der zählt. Eine Berechtigung, die im Dialog richtig
aussieht, aber beim Anmelden nicht wirkt – etwa weil die Freigabe enger ist als NTFS oder
die Richtlinie herausgefiltert wird –, fällt sonst erst dem Mitarbeiter am ersten Arbeitstag
auf.
## Zeit
Zwei Tage. Plane am ersten Tag und setze die Ablage um, am zweiten Tag Konten, Richtlinien
und Nachweis.
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id: "11.1"
titel: Ein Gästenetz im Testaufbau einrichten
woche: 11
block: netzwerk
ziel: Du richtest im Testaufbau ein Gästenetz mit eigenem VLAN, Subnetz, DHCP, Firewallregeln und Funknetz ein und weist nach, dass Gäste ins Internet kommen, aber kein internes Netz erreichen.
zeitrahmen: 7 Stunden
rahmenplan: [B2, A6, A5, B1]
lernfeld: LF9
material:
- Testswitch mit VLAN-Unterstützung
- Testfirewall (z. B. OPNsense oder pfSense, auch als VM) mit Internetzugang
- Ein Access Point, der mehrere Funknetze mit VLAN-Zuordnung kann
- Zwei Testgeräte, eines davon ein Smartphone oder Notebook mit WLAN
- Netzplan und VLAN-Übersicht des Testaufbaus
kriterien:
- Ein Plan mit VLAN-ID, Subnetz, Gateway, DHCP-Bereich und Firewallregeln lag vor der Umsetzung vor
- Switchports sind nach Plan als Access- bzw. Trunk-Port konfiguriert, auf dem Trunk sind nur die benötigten VLANs zugelassen
- Ein Gastgerät erhält per DHCP eine Adresse aus dem Gästenetz
- Ein Gastgerät erreicht Internetseiten über den Namen
- Ein Gastgerät erreicht weder ein internes Netz noch die Verwaltungsoberfläche von Firewall, Switch oder Access Point – nachgewiesen mit Ping und Browser
- Zwei Gastgeräte erreichen sich nicht gegenseitig
- Jede Firewallregel hat eine Beschreibung mit Zweck
- Netzplan und VLAN-Übersicht sind aktualisiert
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## Auftrag
Für Besucher und Lieferanten soll es ein Funknetz geben, das ins Internet führt und sonst
nirgendwohin. Du baust es im Testaufbau.
1. **Planen:** VLAN-ID, Subnetz, Gateway auf der Firewall, DHCP-Bereich, DNS. Schreib die
Firewallregeln in der Reihenfolge auf, in der sie stehen sollen – siehe Handout N6.
2. **Switch:** VLAN anlegen, Port zur Firewall und Port zum Access Point als Trunk mit den
benötigten VLANs.
3. **Firewall:** Schnittstelle für das VLAN, Gateway-Adresse, DHCP, Regeln.
4. **Access Point:** Funknetz „Gast" mit WPA2/WPA3-Personal, Zuordnung zu VLAN 90, Isolation
der Endgeräte.
5. **Nachweisen:** Mit einem Gastgerät Adresse prüfen, Internetseite öffnen, interne Adressen
und die Verwaltungsoberflächen anpingen und im Browser aufrufen – das muss scheitern. Mit
zwei Gastgeräten prüfen, dass sie sich nicht erreichen.
6. **Dokumentieren:** Plan mit den tatsächlichen Werten, Netzplan und VLAN-Übersicht
aktualisieren.
## Worauf es ankommt
Der Nachweis, was **nicht** geht, ist wichtiger als der, was geht. Dass ein Gast ins Internet
kommt, merkt jeder. Dass er auch die Verwaltungsoberfläche der Firewall aufrufen kann, merkt
man erst, wenn es jemand ausprobiert – und dann besser du.
## Zeit
Sieben Stunden. Teste nach jedem Schritt, nicht erst am Ende – ein falsch eingestellter
Trunk ist nach dem Einrichten der Firewall nur noch schwer zu finden.
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id: "12.1"
titel: Ein Angebot für neue Arbeitsplätze ausarbeiten
woche: 12
block: arbeitsalltag
ziel: Du nimmst die Anforderungen für vier neue Arbeitsplätze auf, holst drei vergleichbare Angebote ein, rechnest und bewertest sie und legst eine begründete Empfehlung samt Pflichtenheft vor.
zeitrahmen: 10 Stunden, verteilt auf drei Tage
rahmenplan: [A2, A3, A1, A7]
lernfeld: LF2
material:
- Gesprächstermin mit dem „Kunden" (Ausbilder oder eine Führungskraft mit echtem Bedarf)
- Zugang zu Händlerportalen bzw. Ansprechpartner bei zwei Lieferanten des Betriebs
- Vorlage für Nutzwertanalyse (aus Praxisaufgabe 2.2)
kriterien:
- Ein Lastenheft mit prüfbaren Muss-, Soll- und Kann-Anforderungen liegt vor und ist vom Kunden bestätigt
- Drei Angebote liegen vor, eingeholt mit derselben Anfrage
- Für jedes Angebot ist der Bezugspreis nach Schema berechnet, netto
- Die Nutzwertanalyse enthält neben dem Preis mindestens drei weitere gewichtete Kriterien
- Die Empfehlung begründet die Wahl und nennt, was gegen die anderen Angebote spricht
- Das Pflichtenheft beschreibt Geräte, Einrichtung, Zeitplan und Abnahmekriterien
- Die Empfehlung wurde dem Kunden in höchstens zehn Minuten vorgestellt
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## Auftrag
Eine Abteilung bekommt vier neue Arbeitsplätze. Du bereitest die Entscheidung so vor, dass
der Kunde sie in einer Besprechung treffen kann.
1. **Anforderungen aufnehmen:** Gespräch mit dem Kunden nach Handout A7. Schreib das
Lastenheft und lass es bestätigen. Jede Anforderung muss prüfbar sein.
2. **Anfrage stellen:** Eine einheitliche Anfrage an drei Anbieter – Menge, Anforderungen,
Liefertermin, gewünschte Garantie.
3. **Rechnen:** Bezugskalkulation je Angebot nach Handout A8.
4. **Bewerten:** Nutzwertanalyse nach Handout H3 mit Preis, Lieferzeit, Garantie und Service
und den Kriterien, die sich aus dem Lastenheft ergeben.
5. **Pflichtenheft:** Welche Geräte, wie eingerichtet, bis wann, und woran der Kunde bei der
Abnahme prüft, ob alles erfüllt ist.
6. **Vorstellen:** Höchstens zehn Minuten, eine Seite Handzettel, Empfehlung am Anfang, nicht
am Ende.
## Worauf es ankommt
Der Kunde will eine Entscheidung treffen, keine Datenblätter lesen. Eine gute Vorstellung
beginnt mit der Empfehlung, begründet sie mit zwei, drei Punkten und zeigt die Rechnung nur
auf Nachfrage. Und: Die Abnahmekriterien im Pflichtenheft sind die Absicherung für den Tag,
an dem jemand sagt, so habe man sich das nicht vorgestellt.
## Zeit
Drei Tage, davon ein Tag Wartezeit auf Angebote. In dieser Zeit schreibst du das
Pflichtenheft vor.
+53
View File
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id: "9.1"
titel: Einen Testserver als virtuelle Maschine bereitstellen
woche: 9
block: server
ziel: Du planst eine virtuelle Maschine für einen Testserver, stellst sie auf dem Testhost bereit, nimmst sie in Sicherung und Dokumentation auf und weist mit einem Snapshot nach, dass du eine Änderung sauber zurücknehmen kannst.
zeitrahmen: 6 Stunden
rahmenplan: [B1, B3, A5, A8]
lernfeld: LF9
material:
- Zugang zum Testhost (Proxmox VE, Hyper-V oder vergleichbar)
- Installationsabbild eines Server-Betriebssystems
- Freie IP-Adresse im Testnetz und Zugang zum DNS
- Checkliste „Virtuelle Maschine bereitstellen"
kriterien:
- Ein Planungsblatt mit Zweck, Ressourcen, Festplatten, Netz, Sicherung und Verantwortlichem lag vor dem Anlegen vor
- Die zugewiesenen Ressourcen sind begründet und passen zu dem, was der Host hergibt
- System und Daten liegen auf getrennten virtuellen Festplatten
- Die VM hat eine feste Adresse, einen DNS-Eintrag und einen Namen nach der Namensregel
- Gasterweiterungen sind installiert, die VM fährt über den Hypervisor sauber herunter
- Die VM ist in die Sicherung aufgenommen, ein erster Sicherungslauf ist erfolgreich
- Ein Snapshot wurde vor einer Änderung angelegt, die Änderung zurückgenommen und der Snapshot anschließend gelöscht
- Die Dokumentation liegt in der IT-Dokumentation
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## Auftrag
Die Ausbildung braucht einen eigenen Testserver, auf dem in den nächsten Wochen
Verzeichnisdienst und Freigaben geübt werden. Du stellst ihn bereit.
1. **Planen:** Fülle das Planungsblatt nach Handout V3 aus und lass es dir vom Ausbilder
freigeben, bevor du etwas anlegst.
2. **Prüfen:** Hat der Testhost genug freien Arbeitsspeicher und Speicherplatz?
3. **Anlegen und installieren:** VM nach Plan anlegen, Betriebssystem installieren,
Gasterweiterungen und Updates einspielen.
4. **Einbinden:** feste Adresse, DNS-Eintrag, Name nach Regel.
5. **Absichern:** VM in die Sicherung aufnehmen und einen ersten Lauf abwarten.
6. **Rückweg üben:** Snapshot anlegen, eine Änderung vornehmen (etwa eine Rolle
installieren), auf den Snapshot zurücksetzen, prüfen, dass die Änderung weg ist, und den
Snapshot löschen.
7. **Dokumentieren:** Planungsblatt mit den tatsächlichen Werten in der IT-Dokumentation
ablegen.
## Worauf es ankommt
Das Planungsblatt vor dem Anlegen ist kein Formular, sondern der Kern der Aufgabe. Eine VM
ohne Plan funktioniert genauso – bis jemand in einem Jahr fragt, wofür sie da ist und ob man
sie abschalten kann.
## Zeit
Sechs Stunden einschließlich Installation. Die Wartezeiten bei Installation und Updates
nutzt du für die Dokumentation.