Inhalte: Wochen 9 bis 12
- Woche 9 Virtualisierung (B1, A8, LF9) - Woche 10 Verzeichnisdienst und Serverdienste (B3, A6, LF10) - Woche 11 Netze trennen und verbinden (B2, A6, LF9) - Woche 12 Kundenauftrag von der Anfrage bis zur Abnahme (A2, A3, A7) 12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 23 Glossareintraege, Themenblock Server und Virtualisierung. Die Praxisaufgaben 9.1 und 10.1 bauen aufeinander auf: Der Testserver aus Woche 9 traegt die Testdomaene in Woche 10. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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Claude Opus 5.5
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id: N6
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titel: Zwischen Netzen – Routing und Firewallregeln
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block: netzwerk
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woche: 11
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worum: Netze zu trennen ist leicht. Die Kunst ist, genau den Verkehr durchzulassen, der gebraucht wird, und zu wissen, welcher Weg genommen wird.
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rahmenplan: [B2, A6, A8]
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lernfeld: LF9
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merksatz: Die genaueste Route gewinnt. Regeln von oben nach unten, die erste passende entscheidet, am Ende ist alles verboten.
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karten:
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- frage: Welche Route wählt ein Router, wenn mehrere Einträge auf ein Ziel passen?
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antwort: Die genaueste, also die mit dem längsten Präfix. Für 10.10.30.7 gewinnt 10.10.30.0/24 gegen 10.10.0.0/16, und beide gewinnen gegen die Standardroute 0.0.0.0/0.
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- frage: In welcher Reihenfolge werden Firewallregeln ausgewertet?
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antwort: Von oben nach unten. Die erste Regel, auf die ein Paket passt, entscheidet; alle weiteren werden nicht mehr geprüft. Passt keine, greift die Grundregel am Ende – üblicherweise blockieren.
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- frage: Was bedeutet, dass eine Firewall zustandsbehaftet arbeitet?
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antwort: Sie merkt sich erlaubte Verbindungen und lässt die zugehörigen Antworten von selbst durch. Man muss deshalb nur die Richtung erlauben, in der die Verbindung aufgebaut wird.
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## Das Wesentliche
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- **Eine Routingtabelle** sagt für jedes Zielnetz, wohin ein Paket als Nächstes geht:
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Zielnetz, nächster Router (Next Hop) und Schnittstelle.
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- **Die genaueste Route gewinnt** (längstes Präfix). Passt nichts Genaueres, greift die
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**Standardroute** `0.0.0.0/0` – meist Richtung Internet.
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- **Routen entstehen** von selbst für direkt angeschlossene Netze, statisch von Hand oder
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dynamisch über Routingprotokolle. Im kleinen Betrieb reichen fast immer direkt
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angeschlossene Netze und eine Standardroute.
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- **Zwischen VLANs** routet der Router, die Firewall oder ein Layer-3-Switch. Steht dort eine
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Firewall, wird aus „getrennt" endlich „geregelt".
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- **Eine Firewallregel** besteht aus Quelle, Ziel, Dienst (Protokoll und Port) und Aktion.
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Gute Regeln sind so eng wie möglich: nicht „Verwaltung darf ins Servernetz", sondern
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„Verwaltung darf den Dateiserver über SMB".
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- **Von oben nach unten, erste Regel gewinnt.** Eine weite Erlaubnis oben macht jede Sperre
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darunter wirkungslos. Spezielle Regeln nach oben, allgemeine nach unten.
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- **Grundregel blockieren.** Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten – nicht
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umgekehrt.
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- **Zustandsbehaftet:** Antworten auf erlaubte Verbindungen kommen von selbst durch. Eine
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zweite Regel für die Rückrichtung ist überflüssig und meist ein Zeichen dafür, dass jemand
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das Prinzip nicht kannte.
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- **Jede Regel braucht eine Beschreibung** mit Zweck und Ticketnummer. Eine Regel, deren Zweck
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niemand kennt, traut sich keiner zu löschen.
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## Übersicht
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| Nr. | Quelle | Ziel | Dienst | Aktion | Zweck |
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| 1 | Gäste | Firewall (Gateway Gäste) | DNS | erlauben | Namensauflösung |
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| 2 | Gäste | alle internen Netze | alle | blockieren | Gäste bleiben draußen |
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| 3 | Gäste | beliebig | HTTP, HTTPS | erlauben | Internetzugang |
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| 4 | Verwaltung | Dateiserver | SMB | erlauben | Ablagen |
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| 5 | Verwaltung | Druckernetz | Druckdienst | erlauben | Drucken |
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| 6 | beliebig | beliebig | alle | blockieren | Grundregel |
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Regel 1 steht vor der Sperre, weil das Gateway der Gäste – hier 10.10.90.1 – selbst in einem
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internen Adressbereich liegt. Andersherum würde Regel 2 auch die Namensauflösung sperren.
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Ein Router hat folgende Einträge: `0.0.0.0/0 → 192.0.2.1`,
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`10.10.0.0/16 → 10.0.0.2`, `10.10.30.0/24 → 10.0.0.3`. Wohin leitet er Pakete an
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10.10.30.7, 10.10.40.5 und 8.8.8.8? Begründen Sie.
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**Antwort:** 10.10.30.7 passt auf alle drei Einträge; gewählt wird der genaueste,
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`10.10.30.0/24`, also an 10.0.0.3. 10.10.40.5 passt auf `10.10.0.0/16` und die
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Standardroute; der genauere Eintrag gewinnt, also an 10.0.0.2. 8.8.8.8 passt nur auf die
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Standardroute und geht an 192.0.2.1. Maßgeblich ist jeweils die Präfixlänge, nicht die
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Reihenfolge der Einträge in der Tabelle.
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