Inhalte: Wochen 9 bis 12

- Woche 9 Virtualisierung (B1, A8, LF9)
- Woche 10 Verzeichnisdienst und Serverdienste (B3, A6, LF10)
- Woche 11 Netze trennen und verbinden (B2, A6, LF9)
- Woche 12 Kundenauftrag von der Anfrage bis zur Abnahme (A2, A3, A7)

12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten,
2 Lernzielkontrollen, 23 Glossareintraege, Themenblock Server und
Virtualisierung. Die Praxisaufgaben 9.1 und 10.1 bauen aufeinander auf:
Der Testserver aus Woche 9 traegt die Testdomaene in Woche 10.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Florian Wilde
2026-10-04 22:28:42 +02:00
co-authored by Claude Opus 5.5
parent 1de38b9b7a
commit 08459d8c99
28 changed files with 1673 additions and 0 deletions
+61
View File
@@ -0,0 +1,61 @@
---
id: N7
titel: WLAN im Betrieb – Frequenzen, Verschlüsselung, Gästenetz
block: netzwerk
woche: 11
worum: Ein Funknetz, das zu Hause genügt, genügt im Betrieb selten. Entscheidend sind Ausleuchtung, getrennte Netze und Zugangsdaten, die man einer einzelnen Person wieder wegnehmen kann.
rahmenplan: [B2, A6, A2]
lernfeld: LF9
merksatz: Mitarbeiter mit eigenem Zugang, Gäste im eigenen VLAN, Kanäle so verteilt, dass sich die Access Points nicht gegenseitig stören.
karten:
- frage: Welche Kanäle nutzt man im 2,4-GHz-Band, damit sich benachbarte Access Points nicht stören?
antwort: Die Kanäle 1, 6 und 11. Sie überlappen sich nicht. Alle anderen Kombinationen stören sich gegenseitig.
- frage: Was unterscheidet WPA2/WPA3-Personal von WPA2/WPA3-Enterprise?
antwort: Bei Personal teilen sich alle denselben Schlüssel – wer ihn kennt, ist drin, und entziehen lässt er sich nur, indem man ihn für alle ändert. Bei Enterprise meldet sich jeder mit eigenen Zugangsdaten über 802.1X und einen RADIUS-Server an; ein einzelner Zugang lässt sich sperren.
- frage: Wie richtet man ein Gäste-WLAN sicher ein?
antwort: Eigenes Funknetz in einem eigenen VLAN mit eigenem Subnetz, Firewallregeln, die nur den Weg ins Internet erlauben, Isolation der Gäste untereinander und ein regelmäßig wechselnder Schlüssel oder Zugangscodes.
---
## Das Wesentliche
- **2,4 GHz** reicht weiter und durch Wände, hat aber nur drei überlappungsfreie Kanäle:
**1, 6 und 11**. Es ist voll mit Nachbarnetzen, Bluetooth und Mikrowellen.
- **5 GHz** hat viele Kanäle und mehr Durchsatz, aber weniger Reichweite. Im Büro die erste
Wahl. **6 GHz** (ab Wi-Fi 6E) bietet noch mehr freie Kanäle, setzt aber passende Endgeräte
voraus.
- **Ausleuchten statt raten.** Wo Access Points hängen, entscheidet eine Messung vor Ort,
nicht der Grundriss. Stahlregale im Lager und Brandschutztüren dämpfen mehr als jede
Rigipswand.
- **Mehr Access Points mit geringerer Sendeleistung** sind besser als wenige mit voller
Leistung. Ein Endgerät, das am fernen Access Point festhängt, bremst alle anderen.
- **WPA3**, wo die Geräte es können, sonst WPA2 mit AES. WEP und WPA (ohne Zahl) sind
gebrochen.
- **Mitarbeiter über Enterprise (802.1X):** jeder mit eigenen Zugangsdaten oder einem
Gerätezertifikat. Verlässt jemand den Betrieb, wird sein Zugang gesperrt – nicht der
Schlüssel für alle geändert.
- **Gäste in ein eigenes VLAN**, nur Internet, keine internen Netze, untereinander isoliert.
Den Schlüssel regelmäßig wechseln oder Tageszugänge ausgeben.
- **Zentral verwalten:** Bei mehr als zwei, drei Access Points gehört ein Controller dazu,
der Kanäle, Sendeleistung und Einstellungen einheitlich hält.
## Übersicht
| Funknetz | Verschlüsselung | VLAN | Darf |
|---|---|---|---|
| Firma | WPA3-Enterprise (802.1X) | Verwaltung | wie ein Kabelanschluss der Verwaltung |
| Lager-Scanner | WPA2/WPA3-Personal, eigener Schlüssel | Produktion | nur die Lagerverwaltung |
| Gäste | WPA2/WPA3-Personal, wechselnder Schlüssel | Gäste | nur Internet, isoliert |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Im Betrieb wird ein einziges WLAN mit gemeinsamem Schlüssel für Mitarbeiter und
Gäste genutzt. Ein ehemaliger Mitarbeiter kennt den Schlüssel. Beschreiben Sie die Risiken
und eine bessere Lösung.
**Antwort:** Risiken: Jeder, der den Schlüssel kennt – auch ehemalige Mitarbeiter und Gäste –,
ist im selben Netz wie die internen Systeme und kann sie erreichen. Entziehen lässt sich der
Zugang nur, indem man den Schlüssel für alle ändert und auf allen Geräten neu einträgt.
Bessere Lösung: (1) Ein Funknetz für Mitarbeiter mit WPA2/WPA3-Enterprise über 802.1X und
einen RADIUS-Server, angebunden an die Benutzerkonten – ein ausgeschiedener Mitarbeiter wird
mit seinem Konto gesperrt. (2) Ein getrenntes Gästenetz in eigenem VLAN, das per Firewall nur
ins Internet darf und Gäste untereinander isoliert, mit regelmäßig wechselndem Schlüssel.