Inhalte: Wochen 9 bis 12

- Woche 9 Virtualisierung (B1, A8, LF9)
- Woche 10 Verzeichnisdienst und Serverdienste (B3, A6, LF10)
- Woche 11 Netze trennen und verbinden (B2, A6, LF9)
- Woche 12 Kundenauftrag von der Anfrage bis zur Abnahme (A2, A3, A7)

12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten,
2 Lernzielkontrollen, 23 Glossareintraege, Themenblock Server und
Virtualisierung. Die Praxisaufgaben 9.1 und 10.1 bauen aufeinander auf:
Der Testserver aus Woche 9 traegt die Testdomaene in Woche 10.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Florian Wilde
2026-10-04 22:28:42 +02:00
co-authored by Claude Opus 5.5
parent 1de38b9b7a
commit 08459d8c99
28 changed files with 1673 additions and 0 deletions
@@ -0,0 +1,66 @@
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id: V6
titel: Datei- und Druckdienste zentral bereitstellen
block: server
woche: 10
worum: Ein zentraler Dateiserver und ein Druckserver sind unspektakulär – solange sie geplant sind. Ungeplant werden sie zur größten Rumpelkammer im Betrieb.
rahmenplan: [B3, A9, A8]
lernfeld: LF10
merksatz: Struktur nach Abteilungen, Rechte nach Gruppen, Laufwerke per Richtlinie, Treiber nur von der IT.
karten:
- frage: Was sind Schattenkopien auf einem Dateiserver, und ersetzen sie die Datensicherung?
antwort: Zeitpunktkopien eines Laufwerks, über die Benutzer selbst frühere Fassungen einer Datei zurückholen können (Vorgängerversionen). Sie liegen auf demselben Laufwerk und ersetzen deshalb keine Datensicherung.
- frage: Welchen Vorteil hat ein Druckserver gegenüber direkt verbundenen Druckern an jedem Client?
antwort: Treiber, Warteschlangen und Einstellungen werden an einer Stelle gepflegt und per Gruppenrichtlinie verteilt. Ein Treiberwechsel oder ein neuer Drucker muss nicht an jedem Rechner einzeln eingerichtet werden.
- frage: Warum ordnet man Laufwerke per Gruppenrichtlinie statt per Hand zu?
antwort: Weil die Zuordnung dann für alle gleich ist, sich nach Gruppenzugehörigkeit richtet und bei einem Abteilungswechsel von selbst angepasst wird. Handzuordnungen sind nach dem ersten Rechnerwechsel weg.
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## Das Wesentliche
- **Eine Ablagestruktur, die der Betrieb versteht:** oben die Abteilungen, darunter, was die
Abteilung selbst gliedert. Dazu ein Bereich für abteilungsübergreifende Projekte und ein
Austauschordner, der regelmäßig geleert wird.
- **Rechte nach AGDLP** und so flach wie möglich: Berechtigungen auf der obersten Ebene einer
Abteilung setzen und vererben lassen. Jede Unterbrechung der Vererbung tiefer unten ist
eine künftige Supportanfrage.
- **Freigabe und NTFS:** Freigabe meist „Authentifizierte Benutzer – Ändern" oder
„Vollzugriff", die eigentliche Steuerung über NTFS. Siehe Handout S2.
- **Laufwerke per Gruppenrichtlinie** zuordnen, gefiltert auf die Gruppe. Dann bekommt jeder
genau die Laufwerke seiner Rolle – auch am neuen Rechner.
- **Schattenkopien** einschalten: Benutzer holen versehentlich überschriebene Dateien selbst
zurück. Sie ersetzen keine Sicherung, sparen aber viele Tickets.
- **Kontingente und Dateiprüfung** verhindern, dass ein einzelner Ordner den Server füllt –
oder dass dort private Videosammlungen landen.
- **Druckserver:** Drucker zentral einrichten, Treiber zentral pflegen, Zuordnung per
Richtlinie. Standardbenutzer dürfen Druckertreiber seit 2021 nicht mehr ohne Weiteres selbst
installieren – Treiber verteilt deshalb die IT.
- **Drucker an Standorte binden**, nicht an Personen: Wer im Lager arbeitet, braucht den
Drucker im Lager, egal an welchem Rechner.
## Übersicht
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\\srv-datei-01\Daten
├── Buchhaltung DL-FS-Buchhaltung-Aendern / -Lesen
├── Einkauf DL-FS-Einkauf-Aendern / -Lesen
├── Vertrieb DL-FS-Vertrieb-Aendern / -Lesen
├── Projekte je Projekt eine eigene Gruppe
├── Vorlagen alle lesen, nur Verwaltung ändert
└── Austausch alle ändern, wird jeden Freitag geleert
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## Prüfungsfrage
**Frage:** Eine Mitarbeiterin hat am Vormittag eine wichtige Tabelle auf dem Dateiserver
versehentlich überschrieben. Welche Möglichkeiten der Wiederherstellung gibt es, und in
welcher Reihenfolge prüfen Sie sie?
**Antwort:** (1) Schattenkopien: Sind sie eingeschaltet, kann die Mitarbeiterin über
„Vorgängerversionen" im Eigenschaftendialog selbst die letzte Fassung vor der Änderung
zurückholen – am schnellsten und ohne Eingriff der IT. (2) Programmeigene Versionen, etwa die
Versionsverwaltung der Anwendung oder automatisch gespeicherte Fassungen. (3) Die
Datensicherung: Die Datei wird aus der letzten Sicherung vor dem Überschreiben
wiederhergestellt, am besten unter einem anderen Namen, damit die Mitarbeiterin vergleichen
kann. Die Reihenfolge folgt dem Aufwand und der Aktualität: Eine Schattenkopie vom Vormittag
ist näher am verlorenen Stand als die Sicherung der letzten Nacht.