Baustein 2: Inhalte einlesen und pruefen, Handouts, Suche, Glossar

Die fachlichen Inhalte liegen als Dateien unter content/ und werden beim
Start eingelesen, geprueft und in den Speicher geladen.

- Inhaltslader mit Zod-Schemata und Querverweispruefung
- Fehlermeldungen nennen Datei und Zeile, gesammelt statt beim ersten
  Fehler geworfen; die Anwendung startet bei Fehlern nicht
- npm run inhalte:pruefen prueft ohne Start
- Handout-Ansicht mit festem Aufbau, Uebersicht nach Themenbloecken
- Volltextsuche mit Gewichtung und Trefferausschnitt
- Gelesen-Markierung je Handout
- Glossar mit Suche und automatischer Verlinkung in den Handouts
- Beispielinhalte: 4 Wochen, 12 Handouts, 24 Merkkarten, 4 Aufgaben,
  4 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 24 Glossareintraege
- rahmenplan.yaml aus FIAusbV 2020 und KMK-Rahmenlehrplan, mit Fundstellen
- gray-matter entfernt, YAML-Kopf wird selbst herausgeloest
- npm run screenshots nimmt die Bilder fuer die Anleitung auf
- 39 neue Tests, insgesamt 68

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Florian Wilde
2026-09-10 07:56:38 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent e856349cd4
commit 1af5613e9b
70 changed files with 4779 additions and 124 deletions
+51
View File
@@ -0,0 +1,51 @@
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id: N1
titel: Das Schichtenmodell als Werkzeug der Fehlersuche
block: netzwerk
woche: 3
worum: Das Schichtenmodell ist keine Theorie zum Auswendiglernen, sondern eine Reihenfolge für die Fehlersuche.
rahmenplan: [B2, A8]
lernfeld: LF3
merksatz: Von unten nach oben prüfen – Kabel vor IP, IP vor Namen, Namen vor Anwendung.
karten:
- frage: In welcher Reihenfolge suchst du einen Netzwerkfehler und warum?
antwort: Von unten nach oben – erst Leitung und Verbindung, dann IP-Adresse und Weg, dann Namensauflösung, zuletzt die Anwendung. Eine untere Schicht trägt alle darüber, also ist jede Prüfung oben wertlos, solange unten etwas fehlt.
- frage: Auf welcher Schicht arbeiten Switch, Router und Firewall mit Anwendungsfilter?
antwort: Der Switch auf Schicht 2 (MAC-Adressen), der Router auf Schicht 3 (IP-Adressen), eine Firewall mit Anwendungsfilter bis hinauf auf Schicht 7.
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## Das Wesentliche
- **Vier Schichten reichen im Alltag:** Leitung, Netz, Transport, Anwendung. Die sieben
Schichten des OSI-Modells braucht man für die Prüfung, die vier für die Arbeit.
- **Immer von unten prüfen.** Die Verbindungsanzeige am Anschluss zu übersehen und
stattdessen DNS zu prüfen, kostet regelmäßig eine Stunde.
- **Jede Schicht hat ein eigenes Werkzeug:** Anzeige-LED und Kabeltester unten,
`ipconfig` und `ping` in der Mitte, `nslookup` darüber, Browser und Protokolldatei oben.
- **Ein Gerät kann auf mehreren Schichten arbeiten.** Ein „Switch" mit Routingfunktion ist
beides – bei der Fehlersuche muss man wissen, welche Rolle er gerade spielt.
- **Kapselung heißt:** Jede Schicht packt ihre eigene Kopfzeile davor. Deshalb sieht man im
Mitschnitt außen Ethernet, dann IP, dann TCP, dann erst die Nutzdaten.
## Übersicht
| Schicht | Adresse | Gerät | Werkzeug | Typische Störung |
|---|---|---|---|---|
| Anwendung | URL, Name | Server, Anwendung | Browser, Protokolle | Dienst gestoppt, Anmeldung falsch |
| Transport | Port | Firewall | `Test-NetConnection` | Port gesperrt |
| Netz | IP-Adresse | Router | `ping`, `tracert` | falsche Adresse, kein Weg |
| Leitung | MAC-Adresse | Switch, Kabel | LED, Kabeltester | Kabelbruch, Anschluss aus |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Ein Anwender kann eine interne Webanwendung nicht erreichen, andere Kollegen im
selben Netz schon. Beschreiben Sie Ihr Vorgehen anhand des Schichtenmodells.
**Antwort:** Schicht 1 und 2: Verbindungsanzeige am Anschluss und am Switch prüfen, Kabel
und Anschlussdose kontrollieren. Schicht 3: mit `ipconfig` prüfen, ob eine gültige Adresse
und ein Standardgateway vorhanden sind, danach das Gateway und den Server anpingen.
Schicht 4: mit `Test-NetConnection` prüfen, ob der Zielport erreichbar ist – schlägt das bei
erreichbarer IP fehl, ist eine Firewallregel wahrscheinlich. Erst danach Schicht 7: Name mit
`nslookup` auflösen, Anmeldedaten, Browserzwischenspeicher und die Protokolle der Anwendung
prüfen. Da andere Kollegen es erreichen, liegt die Ursache erfahrungsgemäß unten oder in
der Konfiguration dieses einen Arbeitsplatzes.