Baustein 2: Inhalte einlesen und pruefen, Handouts, Suche, Glossar

Die fachlichen Inhalte liegen als Dateien unter content/ und werden beim
Start eingelesen, geprueft und in den Speicher geladen.

- Inhaltslader mit Zod-Schemata und Querverweispruefung
- Fehlermeldungen nennen Datei und Zeile, gesammelt statt beim ersten
  Fehler geworfen; die Anwendung startet bei Fehlern nicht
- npm run inhalte:pruefen prueft ohne Start
- Handout-Ansicht mit festem Aufbau, Uebersicht nach Themenbloecken
- Volltextsuche mit Gewichtung und Trefferausschnitt
- Gelesen-Markierung je Handout
- Glossar mit Suche und automatischer Verlinkung in den Handouts
- Beispielinhalte: 4 Wochen, 12 Handouts, 24 Merkkarten, 4 Aufgaben,
  4 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 24 Glossareintraege
- rahmenplan.yaml aus FIAusbV 2020 und KMK-Rahmenlehrplan, mit Fundstellen
- gray-matter entfernt, YAML-Kopf wird selbst herausgeloest
- npm run screenshots nimmt die Bilder fuer die Anleitung auf
- 39 neue Tests, insgesamt 68

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Florian Wilde
2026-09-10 07:56:38 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent e856349cd4
commit 1af5613e9b
70 changed files with 4779 additions and 124 deletions
+74
View File
@@ -0,0 +1,74 @@
id: woche-01
woche: 1
titel: Lernzielkontrolle Woche 1 – Arbeitsalltag und Auftrag
dauer_minuten: 30
hinweis: >-
Offene Fragen, keine Hilfsmittel. Antworte in ganzen Sätzen – bei der
Abschlussprüfung wird ebenfalls nicht in Stichworten bewertet.
fragen:
- id: f1
frage: >-
Nennen Sie vier Angaben, die in jede Störungsmeldung gehören, und
begründen Sie bei zweien davon, warum sie ohne Rückfrage nötig sind.
punkte: 8
musterloesung: >-
Betroffene Person und Gerät oder Dienst; das beobachtete Verhalten
einschließlich Fehlermeldung im Wortlaut; der Zeitpunkt des ersten
Auftretens; die bereits durchgeführten Maßnahmen. Begründungen: Der
Zeitpunkt erlaubt den Abgleich mit Änderungen und Protokolldateien und
grenzt damit den Ursachenraum ein. Die bereits durchgeführten Maßnahmen
verhindern, dass der Bearbeiter dieselben Schritte wiederholt und Zeit
verliert. (Je Angabe 1 Punkt, je Begründung 2 Punkte.)
- id: f2
frage: >-
Ein Kollege schreibt als Betreff "Rechner spinnt". Formulieren Sie einen
brauchbaren Betreff und erklären Sie in einem Satz, woran man einen guten
Betreff erkennt.
punkte: 4
musterloesung: >-
Beispiel: "PC-042 Buchhaltung – Bluescreen beim Start von Word, seit
heute 09:15". Ein guter Betreff nennt Gerät oder Dienst, das Fehlerbild
und den Zeitpunkt und ist damit in der Ticketübersicht allein verständlich,
ohne dass das Ticket geöffnet werden muss.
- id: f3
frage: >-
Warum wiederholt man im Kundengespräch das geschilderte Problem in eigenen
Worten, bevor man mit der Fehlersuche beginnt?
punkte: 4
musterloesung: >-
Weil Missverständnisse dadurch auffallen, bevor Arbeitszeit in die falsche
Richtung fließt. Der Kunde kann sofort korrigieren. Zusätzlich zeigt die
Zusammenfassung, dass zugehört wurde, was die Anspannung senkt und die
weitere Zusammenarbeit erleichtert.
- id: f4
frage: >-
Sie sollen den Aufwand für die Einrichtung von zehn Arbeitsplätzen
schätzen. Beschreiben Sie Ihr Vorgehen in vier Schritten.
punkte: 8
musterloesung: >-
(1) Die Arbeit für einen Arbeitsplatz in einzelne Schritte zerlegen.
(2) Jeden Schritt getrennt schätzen, jeweils mit bestem, wahrscheinlichem
und schlechtestem Fall. (3) Prüfen, welche Schritte sich für zehn Geräte
vorbereiten oder parallelisieren lassen – ein einmal erstelltes Abbild
ersetzt zehn Installationen, die Zeit steigt also nicht linear. (4) Weg-,
Rüst- und Übergabezeiten je Gerät ergänzen, Wartezeiten als Durchlaufzeit
getrennt ausweisen und einen begründeten Puffer offenlegen; das Ergebnis
als Spanne nennen.
- id: f5
frage: >-
Was gehört in ein Ticket, wenn Sie es schließen? Nennen Sie zwei Dinge und
erklären Sie, warum "erledigt" nicht genügt.
punkte: 6
musterloesung: >-
Die festgestellte Ursache und die durchgeführte Maßnahme, idealerweise
ergänzt um den tatsächlichen Aufwand. "Erledigt" genügt nicht, weil das
Ticket die einzige Dokumentation des Vorgangs ist: Tritt der Fehler erneut
auf oder bearbeitet ihn jemand anderes, ist ohne Ursache und Maßnahme die
gesamte Fehlersuche zu wiederholen. Außerdem lässt sich ohne diese Angaben
nicht erkennen, ob ein Fehler häufig auftritt und eine dauerhafte Lösung
braucht.
+86
View File
@@ -0,0 +1,86 @@
id: woche-03
woche: 3
titel: Lernzielkontrolle Woche 3 – Netzwerkgrundlagen
dauer_minuten: 45
hinweis: >-
Offene Fragen. Bei Rechenaufgaben zählt der Rechenweg – ein richtiges Ergebnis
ohne Weg gibt die halbe Punktzahl.
fragen:
- id: f1
frage: >-
Bestimmen Sie zu 192.168.10.200 mit der Maske 255.255.255.224 die
Netzadresse, die Broadcastadresse und den nutzbaren Hostbereich. Zeigen Sie
den Rechenweg.
punkte: 8
musterloesung: >-
Maske 255.255.255.224 entspricht /27. Blockgröße = 256 − 224 = 32.
Vielfache von 32: 0, 32, 64, 96, 128, 160, 192, 224. Das größte Vielfache,
das 200 nicht übersteigt, ist 192 – Netzadresse also 192.168.10.192/27.
Broadcast = nächste Netzadresse (224) minus 1 = 192.168.10.223. Nutzbar:
192.168.10.193 bis 192.168.10.222, das sind 30 Adressen (Blockgröße minus
zwei). (Blockgröße 2 P., Netzadresse 2 P., Broadcast 2 P., Hostbereich 2 P.)
- id: f2
frage: >-
Ein Standort braucht vier getrennte Netze mit je mindestens 25 Geräten.
Zur Verfügung steht 192.168.50.0/24. Wie teilen Sie auf und warum?
punkte: 8
musterloesung: >-
25 Geräte brauchen 27 Adressen (25 Hosts plus Netzadresse plus Broadcast),
also Blockgröße 32 und damit /27 mit 30 nutzbaren Adressen. Aus einem /24
entstehen acht /27-Netze; vier werden vergeben, vier bleiben Reserve:
192.168.50.0/27, .32/27, .64/27, .96/27. Eine Aufteilung in /26 wäre
ebenfalls ausreichend, ergäbe aber nur vier Netze insgesamt und damit keine
Reserve – bei absehbarem Wachstum die schlechtere Wahl.
- id: f3
frage: >-
Ein Arbeitsplatz meldet die Adresse 169.254.13.7. Was bedeutet das, und
welche drei Prüfungen führen Sie in welcher Reihenfolge durch?
punkte: 6
musterloesung: >-
169.254.x.x ist eine Selbstvergabe des Clients (APIPA); sie bedeutet, dass
kein DHCP-Server geantwortet hat. Reihenfolge von unten nach oben:
(1) Schicht 1 – Kabel und Verbindungsanzeige an Gerät, Dose und Switch.
(2) Schicht 2 – ist der Switchport aktiv und im richtigen VLAN?
(3) DHCP – antwortet der Server, ist der Adressbereich erschöpft, ist die
DHCP-Weiterleitung im betreffenden Netz eingerichtet?
- id: f4
frage: >-
Ein Rechner kann 8.8.8.8 anpingen, aber keine Internetseite öffnen. Wo
liegt der Fehler, und wie weisen Sie ihn nach?
punkte: 5
musterloesung: >-
Bei der Namensauflösung. Die IP-Verbindung nach außen steht, also ist
entweder kein oder ein falscher DNS-Server eingetragen, oder der
eingetragene Server antwortet nicht. Nachweis: "nslookup www.example.com"
schlägt fehl, während der Ping auf die IP-Adresse funktioniert; ergänzend
"ipconfig /all" auf den eingetragenen DNS-Server prüfen und testweise einen
bekannt funktionierenden Server abfragen.
- id: f5
frage: >-
Ordnen Sie Switch, Router und Kabel den Schichten des Schichtenmodells zu
und erklären Sie, warum man bei der Fehlersuche unten anfängt.
punkte: 6
musterloesung: >-
Kabel: Schicht 1 (Bitübertragung). Switch: Schicht 2 (MAC-Adressen).
Router: Schicht 3 (IP-Adressen). Man beginnt unten, weil jede Schicht auf
der darunterliegenden aufsetzt: Fehlt die physische Verbindung, ist jede
Prüfung auf IP- oder Namensebene ohne Aussagekraft. Von unten nach oben zu
arbeiten schließt außerdem mit jedem Schritt einen ganzen Bereich
möglicher Ursachen aus.
- id: f6
frage: >-
Nennen Sie die vier Schritte des DHCP-Ablaufs in der richtigen Reihenfolge
und erklären Sie einen davon.
punkte: 5
musterloesung: >-
Discover, Offer, Request, Acknowledge. Beispiel Offer: Der DHCP-Server
antwortet auf die Suchanfrage des Clients mit einem konkreten
Adressangebot samt Maske, Gateway, DNS-Servern und Mietdauer; die Adresse
ist damit noch nicht vergeben, sondern nur vorgemerkt, bis der Client sie
mit Request anfordert.