Inhalte: Wochen 13 bis 16

- Woche 13 Linux-Grundlagen (B3, A6, LF9)
- Woche 14 Betrieb und Ueberwachung (A8, A5, LF11)
- Woche 15 Serviceanfragen bearbeiten (A1, A2, A5, LF6)
- Woche 16 Vorbereitung auf Teil 1 (C3, C4, A10, LF2, LF5)

12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten,
2 Lernzielkontrollen und eine Probepruefung Teil 1 (90 Minuten,
100 Punkte, eine durchgehende Fallsituation). Alle Rechenbeispiele
nachgerechnet.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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Florian Wilde
2026-10-05 06:33:31 +02:00
co-authored by Claude Opus 5.5
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id: "13.1"
titel: Einen Linux-Server grundlegend einrichten und absichern
woche: 13
block: system
ziel: Du richtest auf dem Testhost einen Linux-Server ein, sicherst den Fernzugang ab, stellst einen Webserver als Dienst bereit und weist nach, dass nur erreichbar ist, was erreichbar sein soll.
zeitrahmen: 6 Stunden
rahmenplan: [B3, A6, B1, A5]
lernfeld: LF9
material:
- Testhost aus Praxisaufgabe 9.1 und ein Installationsabbild von Debian oder Ubuntu Server
- Ein eigener Rechner mit SSH-Client
- Checkliste „Linux-Server grundlegend einrichten"
kriterien:
- Die VM ist nach Handout V3 geplant und dokumentiert
- Es gibt einen persönlichen Benutzer mit sudo-Recht, gearbeitet wird nicht als root
- Die Anmeldung per SSH geht nur mit Schlüssel, root kann sich nicht direkt anmelden – nachgewiesen durch einen fehlschlagenden Versuch
- Automatische Sicherheitsupdates sind eingerichtet
- Die Firewall lässt nur SSH und HTTP zu, ss -tlnp bestätigt, dass nichts Unerwartetes lauscht
- nginx läuft als Dienst, startet nach einem Neustart von selbst und liefert eine eigene Testseite aus
- Ein absichtlich herbeigeführter Fehler in der nginx-Konfiguration wurde mit journalctl gefunden und behoben
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## Auftrag
1. **Planen und installieren:** VM nach Handout V3 planen, Debian oder Ubuntu Server
installieren, nur das Grundsystem und den SSH-Server auswählen.
2. **Benutzer:** persönlichen Benutzer anlegen und in die Gruppe `sudo` aufnehmen.
3. **Schlüssel:** Schlüsselpaar auf deinem Rechner erzeugen, öffentlichen Schlüssel
hinterlegen, Anmeldung testen.
4. **SSH absichern:** root-Anmeldung und Passwort-Anmeldung abschalten. Zweite Sitzung offen
lassen und testen, bevor du die erste schließt.
5. **Aktualisieren:** alle Updates einspielen, automatische Sicherheitsupdates einrichten.
6. **Firewall:** nur SSH und HTTP freigeben, mit `ss -tlnp` gegenprüfen.
7. **Webserver:** nginx installieren, eine eigene Testseite unter `/var/www/html` ablegen,
Neustart des Servers, prüfen, ob die Seite wieder da ist.
8. **Fehlersuche üben:** Baue einen Tippfehler in die nginx-Konfiguration ein, starte nginx neu,
finde die Ursache mit `systemctl status` und `journalctl`, behebe sie. Halte die Meldung fest.
## Worauf es ankommt
Der Nachweis, dass die root-Anmeldung und die Anmeldung per Passwort **scheitern**, gehört
dazu. Eine Einstellung in der Konfigurationsdatei ist erst dann wirksam, wenn der Dienst sie
geladen hat – und das zeigt nur der Versuch.
## Zeit
Sechs Stunden. Wenn du dich ausgesperrt hast, kommst du über die Konsole des Hypervisors
wieder hinein – genau dafür gibt es sie.
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id: "14.1"
titel: Eine Überwachung für drei Systeme einrichten
woche: 14
block: system
ziel: Du richtest für drei Systeme der Testumgebung eine Überwachung mit begründeten Schwellwerten ein, legst fest, wer bei welchem Alarm was tut, und weist mit einem absichtlich herbeigeführten Ausfall nach, dass der Alarm ankommt.
zeitrahmen: 6 Stunden
rahmenplan: [A8, A5, B3]
lernfeld: LF11
material:
- Zugang zum Überwachungssystem des Betriebs oder eine Test-Installation (z. B. Checkmk, Zabbix oder Uptime Kuma)
- Testserver aus den Praxisaufgaben 9.1 und 13.1 sowie ein Testclient
- Ein Postfach oder Kanal, an den Alarme gehen dürfen
kriterien:
- Für jedes System sind mindestens vier Prüfungen eingerichtet, darunter Erreichbarkeit und Plattenplatz
- Jede Prüfung hat Schwellen für Warnung und kritisch, mit Begründung
- Für jeden kritischen Alarm ist eine Handlung und ein Empfänger festgelegt
- Ein absichtlicher Ausfall (Dienst gestoppt) hat einen Alarm ausgelöst, die Zeit bis zum Eingang ist gemessen
- Nach Behebung meldet die Überwachung die Entwarnung
- Es ist beschrieben, wie auffällt, dass die Überwachung selbst ausgefallen ist
- Die Einrichtung ist dokumentiert
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## Auftrag
1. **Auswählen:** Nimm den Windows-Testserver, den Linux-Server und einen Testclient.
2. **Prüfungen festlegen:** Was muss je System überwacht werden? Nutze die Übersicht aus Handout
S9 als Ausgangspunkt, aber übernimm sie nicht blind – ein Client braucht anderes als ein
Server.
3. **Schwellen begründen:** Schreib zu jeder Schwelle einen Satz, warum sie dort liegt.
4. **Handlungen festlegen:** Wer bekommt welchen Alarm, und was tut er dann? Ein Alarm ohne
Handlung ist keiner.
5. **Einrichten** im Überwachungssystem.
6. **Testen:** Stoppe einen überwachten Dienst. Miss die Zeit, bis der Alarm ankommt. Starte den
Dienst wieder und prüfe die Entwarnung.
7. **Die Überwachung überwachen:** Beschreibe, woran ihr merkt, dass das Überwachungssystem
selbst ausgefallen ist.
## Worauf es ankommt
Weniger ist mehr. Zwanzig Prüfungen je System sehen gründlich aus und erzeugen nach einer
Woche so viele Meldungen, dass niemand mehr hinschaut. Gesucht sind die Prüfungen, bei denen
ein Alarm tatsächlich bedeutet: Jetzt muss jemand etwas tun.
## Zeit
Sechs Stunden. Vor dem Test kurz ankündigen, dass gleich ein Alarm kommt – sonst sucht jemand
anderes die Ursache.
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id: "15.1"
titel: Eine Woche im ersten Level
woche: 15
block: arbeitsalltag
ziel: Du übernimmst unter Aufsicht den ersten Level im Ticketsystem, ordnest jedes Ticket nach Art und Priorität ein, erkennst ein wiederkehrendes Problem und schreibst zwei Wissensartikel.
zeitrahmen: Montag bis Donnerstag, jeweils vormittags
rahmenplan: [A1, A2, A5, A7]
lernfeld: LF6
material:
- Zugang zum Ticketsystem mit Bearbeitungsrecht im ersten Level
- Prioritätenmatrix und Zielzeiten des Betriebs (oder die aus Handout A11)
- Zugang zur Wissensdatenbank
kriterien:
- Mindestens 15 Tickets sind nach Art (Störung, Serviceanfrage) und Priorität eingeordnet, jeweils mit einem Satz Begründung
- Die Einordnungen sind mit dem Ausbilder abgeglichen, Abweichungen besprochen
- Jede Eskalation an den zweiten Level enthält alle Angaben, sodass keine Rückfrage nötig war
- Die Nutzer wurden bei längerer Bearbeitung von sich aus über den Stand informiert
- Mindestens ein wiederkehrendes Muster ist als Problem mit verknüpften Tickets angelegt
- Zwei Wissensartikel nach dem Aufbau aus Handout A12 liegen in der Wissensdatenbank
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## Auftrag
An vier Vormittagen bist du der erste Ansprechpartner für neue Tickets – der Ausbilder oder ein
Kollege aus dem zweiten Level sitzt daneben oder ist erreichbar.
1. **Annehmen:** Jedes neue Ticket lesen, bei Bedarf beim Melder nachfragen, bis die Angaben
aus Handout A1 vollständig sind.
2. **Einordnen:** Art und Priorität festlegen und in einem Satz begründen.
3. **Lösen oder eskalieren:** Was du lösen kannst, löst du. Was nicht, gibst du vollständig an
den zweiten Level weiter.
4. **Informieren:** Melde dich bei Nutzern, deren Ticket länger dauert, bevor sie nachfragen.
5. **Muster erkennen:** Sammle Tickets, die sich ähneln. Lege für ein Muster ein Problem an.
6. **Aufschreiben:** Für zwei Lösungen, die du in dieser Woche gebraucht hast, schreibst du einen
Wissensartikel.
7. **Abgleichen:** Am Ende jedes Vormittags gehst du deine Einordnungen mit dem Ausbilder durch.
## Worauf es ankommt
Die Begründung der Priorität ist wichtiger als die Priorität selbst. Wer begründen kann, warum
der Bildschirm der Geschäftsführung nach dem Lagerdrucker kommt, hat das Prinzip verstanden – und
kann es dem Geschäftsführer auch erklären.
## Zeit
Vier Vormittage. Nachmittags laufen die übrigen Inhalte der Woche.
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id: "16.1"
titel: Drei Arbeitsplätze nach Ergonomie und Energie bewerten
woche: 16
block: hardware
ziel: Du prüfst drei Bildschirmarbeitsplätze auf ergonomische Mängel, misst ihren Stromverbrauch, rechnest die Jahreskosten hoch und legst eine begründete Empfehlung mit Kosten vor.
zeitrahmen: 5 Stunden
rahmenplan: [C3, C4, A3, A2]
lernfeld: LF2
material:
- Checkliste „Bildschirmarbeitsplatz prüfen"
- Eine Energiemessgerät-Steckdose
- Maßband
- Aktueller Strompreis des Betriebs (bei der Buchhaltung erfragen)
kriterien:
- An drei Arbeitsplätzen ist die Checkliste vollständig abgearbeitet, Mängel sind mit Foto oder Maß belegt
- Die Nutzer wurden nach Beschwerden gefragt, ihre Antworten sind festgehalten
- Der Verbrauch ist im Betrieb und im Leerlauf gemessen, nicht aus dem Datenblatt übernommen
- Die Jahreskosten sind nach der Formel aus Handout H5 nachvollziehbar berechnet
- Für jeden Mangel ist eine Maßnahme mit Kosten oder Aufwand vorgeschlagen
- Sofort behebbare Mängel (Bildschirmhöhe, Ausrichtung, Energiesparplan) sind mit Einverständnis der Nutzer behoben
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## Auftrag
1. **Auswählen:** Drei Arbeitsplätze in verschiedenen Abteilungen, mit dem Einverständnis der
Personen, die dort arbeiten.
2. **Prüfen:** Checkliste abarbeiten, Maße nehmen, Mängel fotografieren.
3. **Fragen:** Haben die Nutzer Beschwerden – Nacken, Augen, Rücken, Handgelenke?
4. **Messen:** Mit der Messsteckdose Rechner und Bildschirme im Betrieb und im Leerlauf messen,
außerdem nach Feierabend, falls sie nicht ausgeschaltet werden.
5. **Rechnen:** Jahreskosten je Arbeitsplatz und hochgerechnet auf alle gleichartigen
Arbeitsplätze im Betrieb.
6. **Beheben, was sofort geht:** Bildschirm einstellen, Arbeitsplatz drehen, Energiesparplan
setzen.
7. **Empfehlen:** Was bleibt, mit Maßnahme, Kosten und Nutzen – auf einer Seite.
## Worauf es ankommt
Die Messung zählt, nicht das Datenblatt. Ein Rechner, der laut Hersteller 15 Watt im Leerlauf
braucht, kann mit einem schlecht eingestellten Energiesparplan das Dreifache aufnehmen. Und:
Die Aufgabe ist eine gute Übung für Teil 1 der Abschlussprüfung, in dem Ergonomie und
Energiekosten regelmäßig vorkommen.
## Zeit
Fünf Stunden. Die Messung nach Feierabend kann über Nacht laufen.