From 7d171f149dfd41706fb0a05d11dd2f1257550c4e Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Florian Wilde Date: Sun, 4 Oct 2026 21:53:10 +0200 Subject: [PATCH] Inhalte: Wochen 5 bis 8 Vier neue Wochen nach Rahmenplan, im bestehenden Format: - Woche 5 Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit (C1, C2, C5) - Woche 6 IT-Sicherheit und Datenschutz (A6, LF4) - Woche 7 Skripting mit PowerShell (A10, A4) - Woche 8 Datensicherung und Speicher (A9) 12 Handouts, 38 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 2 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 22 Glossareintraege, zwei neue Themenbloecke. Jede Berufsbildposition ist jetzt von mindestens einem Inhalt beruehrt. Die Praxisaufgaben bauen aufeinander auf: Die Abteilungsuebersicht aus 5.1 ist Grundlage der Schutzbedarfsfeststellung in 6.1, und deren Ergebnis ist Massstab fuer die Sicherungspruefung in 8.1. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 --- CHANGELOG.md | 32 ++++ content/aufgaben/5.1-den-betrieb-kartieren.md | 49 +++++ .../aufgaben/6.1-schutzbedarf-feststellen.md | 51 ++++++ content/aufgaben/7.1-inventarskript.md | 50 +++++ content/aufgaben/8.1-sicherung-pruefen.md | 53 ++++++ .../05-arbeitsplatz-sicherheit-pruefen.yaml | 54 ++++++ .../06-wiederherstellung-testen.yaml | 60 ++++++ content/glossar.yaml | 171 ++++++++++++++++++ content/handouts/A4-rechte-und-pflichten.md | 69 +++++++ content/handouts/A5-den-betrieb-verstehen.md | 59 ++++++ .../handouts/A6-digital-zusammenarbeiten.md | 57 ++++++ .../I1-schutzziele-und-schutzbedarf.md | 60 ++++++ content/handouts/I2-konten-schuetzen.md | 61 +++++++ .../I3-datenschutz-am-arbeitsplatz.md | 64 +++++++ content/handouts/P1-powershell-pipeline.md | 74 ++++++++ .../P2-variablen-bedingungen-schleifen.md | 81 +++++++++ content/handouts/P3-ein-skript-das-bleibt.md | 86 +++++++++ content/handouts/S3-datensicherung-planen.md | 63 +++++++ .../S4-wiederherstellen-und-testen.md | 61 +++++++ content/handouts/S5-raid-nas-san.md | 62 +++++++ content/lernzielkontrollen/woche-05.yaml | 94 ++++++++++ content/lernzielkontrollen/woche-07.yaml | 86 +++++++++ content/rahmenplan.yaml | 8 + content/wochen/05-ausbildung-und-betrieb.yaml | 30 +++ .../wochen/06-sicherheit-und-datenschutz.yaml | 30 +++ content/wochen/07-skripting.yaml | 30 +++ content/wochen/08-datensicherung.yaml | 30 +++ 27 files changed, 1625 insertions(+) create mode 100644 content/aufgaben/5.1-den-betrieb-kartieren.md create mode 100644 content/aufgaben/6.1-schutzbedarf-feststellen.md create mode 100644 content/aufgaben/7.1-inventarskript.md create mode 100644 content/aufgaben/8.1-sicherung-pruefen.md create mode 100644 content/checklisten/05-arbeitsplatz-sicherheit-pruefen.yaml create mode 100644 content/checklisten/06-wiederherstellung-testen.yaml create mode 100644 content/handouts/A4-rechte-und-pflichten.md create mode 100644 content/handouts/A5-den-betrieb-verstehen.md create mode 100644 content/handouts/A6-digital-zusammenarbeiten.md create mode 100644 content/handouts/I1-schutzziele-und-schutzbedarf.md create mode 100644 content/handouts/I2-konten-schuetzen.md create mode 100644 content/handouts/I3-datenschutz-am-arbeitsplatz.md create mode 100644 content/handouts/P1-powershell-pipeline.md create mode 100644 content/handouts/P2-variablen-bedingungen-schleifen.md create mode 100644 content/handouts/P3-ein-skript-das-bleibt.md create mode 100644 content/handouts/S3-datensicherung-planen.md create mode 100644 content/handouts/S4-wiederherstellen-und-testen.md create mode 100644 content/handouts/S5-raid-nas-san.md create mode 100644 content/lernzielkontrollen/woche-05.yaml create mode 100644 content/lernzielkontrollen/woche-07.yaml create mode 100644 content/wochen/05-ausbildung-und-betrieb.yaml create mode 100644 content/wochen/06-sicherheit-und-datenschutz.yaml create mode 100644 content/wochen/07-skripting.yaml create mode 100644 content/wochen/08-datensicherung.yaml diff --git a/CHANGELOG.md b/CHANGELOG.md index fe4f6f2..c697202 100644 --- a/CHANGELOG.md +++ b/CHANGELOG.md @@ -26,6 +26,38 @@ Vor `npm version` wandert der Abschnitt „Unveröffentlicht" unter eine neue ## [Unveröffentlicht] +## [1.0.3] – 2026-10-04 + +Vier neue Wochen Lehrgang. Damit ist jede Position des Ausbildungsrahmenplans +von mindestens einem Inhalt berührt. + +### Hinzugefügt + +- **Woche 5 · Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit** – Handouts A4 (Rechte + und Pflichten, Aufbau der Abschlussprüfung), A5 (Aufbau- und + Ablauforganisation, Mitbestimmung), A6 (Kanalwahl, Ablage, Besprechungen), + Praxisaufgabe 5.1 (den Betrieb aus Sicht der IT kartieren), + Lernzielkontrolle. Schließt C1, C2 und C5 +- **Woche 6 · IT-Sicherheit und Datenschutz** – Handouts I1 (Schutzziele und + Schutzbedarf nach BSI-Standard 200-2), I2 (Passwörter, zweiter Faktor, + Phishing), I3 (DSGVO in der Administration), Praxisaufgabe 6.1 + (Schutzbedarfsfeststellung), Checkliste „Sicherheit eines Arbeitsplatzes + prüfen" +- **Woche 7 · Skripting mit PowerShell** – Handouts P1 (Pipeline und + Objekte), P2 (Variablen, Bedingungen, Schleifen), P3 (Skripte, die man + betreuen kann), Praxisaufgabe 7.1 (Inventarskript), Lernzielkontrolle. + Schließt A4 und A10 +- **Woche 8 · Datensicherung und Speicher** – Handouts S3 (Sicherungsarten, + 3-2-1, RPO und RTO), S4 (Wiederherstellung testen), S5 (RAID, NAS, SAN), + Praxisaufgabe 8.1 (Sicherung eines Bereichs prüfen und zurückspielen), + Checkliste „Wiederherstellung testen" +- Themenblöcke „IT-Sicherheit und Datenschutz" (I) und „Skripting und + Automatisierung" (P) +- 22 Glossareinträge, 38 Merkkarten + +Bestehende Installationen: Die neuen Wochen erscheinen im Wochenplan unter +„noch nicht eingeplant" und werden dort einmal eingeplant. + ## [1.0.2] – 2026-10-04 ### Hinzugefügt diff --git a/content/aufgaben/5.1-den-betrieb-kartieren.md b/content/aufgaben/5.1-den-betrieb-kartieren.md new file mode 100644 index 0000000..56c6de9 --- /dev/null +++ b/content/aufgaben/5.1-den-betrieb-kartieren.md @@ -0,0 +1,49 @@ +--- +id: "5.1" +titel: Den Betrieb aus Sicht der IT kartieren +woche: 5 +block: arbeitsalltag +ziel: Du erstellst eine Übersicht aller Abteilungen mit Ansprechpartner, wichtigsten Anwendungen und kritischen Zeiten und legst sie so ab, dass das ganze IT-Team damit arbeiten kann. +zeitrahmen: 6 Stunden, verteilt auf zwei Tage +rahmenplan: [C2, C5, A1] +lernfeld: LF1 +material: + - Aktuelles Organigramm (bei der Personalabteilung oder im Intranet) + - Geräteliste und Ticketsystem (lesend) + - Zugang zur gemeinsamen Dokumentation der IT +kriterien: + - Jede Abteilung aus dem Organigramm ist erfasst, keine fehlt + - Je Abteilung sind Ansprechpartner, die drei wichtigsten Anwendungen und die kritischen Zeiten benannt + - Die Angaben stammen aus Gesprächen mit den Abteilungen, nicht nur aus vorhandenen Unterlagen + - Abhängigkeiten zwischen Abteilungen (Datenaustausch, gemeinsame Anwendungen) sind eingezeichnet + - Die Übersicht liegt am vereinbarten Ort in der IT-Dokumentation, mit Datum und Verfasser + - Mindestens drei Verbesserungsvorschläge aus den Gesprächen sind als Tickets angelegt +--- + +## Auftrag + +Die IT kennt die Rechner, aber nicht immer die Arbeit, die darauf läuft. Diese Lücke +schließt du. + +1. Besorge dir das aktuelle Organigramm und lege für jede Abteilung einen Abschnitt an. +2. Vereinbare mit jeder Abteilung ein Gespräch von höchstens 15 Minuten. Stell die Fragen aus + der Übersicht im Handout A5 – nicht mehr, sonst wird es ein Verhör. +3. Halte fest: Ansprechpartner, die drei wichtigsten Anwendungen, Zeiten, in denen nichts + ausfallen darf, und mit wem die Abteilung Daten austauscht. +4. Zeichne die Abhängigkeiten ein: Welche Abteilung bekommt Daten von welcher, über welche + Anwendung? +5. Lege das Ergebnis in der IT-Dokumentation ab. Benenne die Datei nach der Regel aus + Handout A6. +6. Was dir in den Gesprächen an Beschwerden und Wünschen begegnet, legst du als Ticket an. + +## Worauf es ankommt + +Die Gespräche sind der eigentliche Wert dieser Aufgabe. Eine Übersicht, die nur aus +vorhandenen Listen abgeschrieben ist, enthält genau die Fehler, die schon in den Listen +stehen. Und: Nach dieser Woche kennen dich die Abteilungen. Das spart dir in drei Jahren +Ausbildung viele Erklärungen. + +## Zeit + +Zwei halbe Tage. Wenn eine Abteilung keine Zeit hat, notiere das und frag nach einem +Termin in der nächsten Woche – die Aufgabe kann trotzdem zur Abnahme. diff --git a/content/aufgaben/6.1-schutzbedarf-feststellen.md b/content/aufgaben/6.1-schutzbedarf-feststellen.md new file mode 100644 index 0000000..af6764a --- /dev/null +++ b/content/aufgaben/6.1-schutzbedarf-feststellen.md @@ -0,0 +1,51 @@ +--- +id: "6.1" +titel: Den Schutzbedarf eines Arbeitsbereichs feststellen +woche: 6 +block: sicherheit +ziel: Du stellst für einen Arbeitsbereich des Betriebs den Schutzbedarf der Informationen, Anwendungen und IT-Systeme fest, begründest jede Einstufung und leitest daraus drei konkrete Maßnahmen ab. +zeitrahmen: 5 Stunden +rahmenplan: [A6, A5, B1] +lernfeld: LF4 +material: + - Übersicht der Abteilungen aus Praxisaufgabe 5.1 + - Geräteliste und Netzplan + - Vorlage für die Schutzbedarfsfeststellung (Tabelle beim Ausbilder) + - Gesprächstermin mit der Leitung des gewählten Bereichs +kriterien: + - Die wichtigsten Informationen und Geschäftsabläufe des Bereichs sind erfasst + - Für jede Anwendung ist der Schutzbedarf je Schutzziel eingestuft + - Jede Einstufung ist mit einem konkreten Schadensszenario begründet + - Der Schutzbedarf der IT-Systeme ist nachvollziehbar aus den Anwendungen abgeleitet (Maximumprinzip, ggf. Kumulations- oder Verteilungseffekt) + - Drei Maßnahmen sind vorgeschlagen, jeweils mit dem Schutzziel, dem sie dienen + - Die Einstufung ist mit der Leitung des Bereichs abgestimmt +--- + +## Auftrag + +Wähle mit dem Ausbilder einen Arbeitsbereich aus, etwa Personal, Buchhaltung, Lager oder +Vertrieb. + +1. **Informationen und Abläufe:** Welche Informationen werden dort verarbeitet, und für + welche Abläufe? Nutze dafür deine Gesprächsnotizen aus Aufgabe 5.1. +2. **Anwendungen:** Welche Programme und Dienste verarbeiten diese Informationen? +3. **Schutzbedarf der Anwendungen:** Stufe jede Anwendung für Vertraulichkeit, Integrität + und Verfügbarkeit ein – normal, hoch oder sehr hoch. Begründe mit einem der sechs + Schadensszenarien aus Handout I1. +4. **IT-Systeme:** Auf welchen Servern, Clients und Verbindungen laufen die Anwendungen? + Leite den Schutzbedarf ab und schreib dazu, welches Prinzip du angewandt hast. +5. **Abstimmung:** Leg die Einstufung der Leitung des Bereichs vor. Sie kennt die Folgen + eines Ausfalls besser als die IT. +6. **Maßnahmen:** Schlage drei Maßnahmen vor, die dort ansetzen, wo der Bedarf hoch ist und + der Schutz heute nicht reicht. + +## Worauf es ankommt + +Die Begründung ist wichtiger als die Einstufung. „Sehr hoch" ohne Szenario ist wertlos; +„hoch, weil ein Ausfall von mehr als einem Tag die Lohnabrechnung verzögert und damit gegen +Arbeitsverträge verstößt" ist eine Aussage, mit der man arbeiten kann. + +## Zeit + +Fünf Stunden einschließlich Abstimmungsgespräch. Den Bereich lieber klein wählen und +gründlich bearbeiten als groß und oberflächlich. diff --git a/content/aufgaben/7.1-inventarskript.md b/content/aufgaben/7.1-inventarskript.md new file mode 100644 index 0000000..01e95b5 --- /dev/null +++ b/content/aufgaben/7.1-inventarskript.md @@ -0,0 +1,50 @@ +--- +id: "7.1" +titel: Ein Inventarskript schreiben +woche: 7 +block: programmierung +ziel: Du schreibst ein PowerShell-Skript, das die wichtigsten Angaben eines Rechners erfasst und an eine gemeinsame CSV-Datei anhängt, und weist an drei Rechnern nach, dass es zuverlässig funktioniert. +zeitrahmen: 8 Stunden, verteilt auf zwei Tage +rahmenplan: [A10, A4, B3, A5] +lernfeld: LF5 +material: + - Drei Testrechner mit Windows, darunter ein Notebook + - Eine Netzwerkfreigabe mit Schreibrecht für die CSV-Datei + - Zugang zum Git-Repository der IT +kriterien: + - Das Skript erfasst Rechnername, Hersteller, Modell, Seriennummer, Betriebssystem mit Version, Arbeitsspeicher in GB, freien Platz auf C in GB und den Zeitpunkt des letzten Starts + - Der Zielpfad der CSV-Datei ist ein Parameter, kein fester Wert im Code + - Ein zweiter Lauf auf demselben Rechner erzeugt keine doppelte Zeile, sondern aktualisiert sie + - Ist die Freigabe nicht erreichbar, bricht das Skript mit einer verständlichen Meldung ab + - Das Skript hat einen Hilfeblock mit Beschreibung und Beispielaufruf + - Die Ergebnisse von drei Rechnern liegen in der CSV-Datei und lassen sich in Excel öffnen + - Das Skript liegt mit mindestens drei sinnvoll beschriebenen Commits im Repository +--- + +## Auftrag + +Die Geräteliste der IT wird von Hand gepflegt und ist deshalb nie ganz aktuell. Dein Skript +soll das ändern. + +1. **Angaben finden:** Ermittle mit `Get-CimInstance`, wo die Angaben stecken. Hilfreich + sind die Klassen `Win32_ComputerSystem`, `Win32_BIOS`, `Win32_OperatingSystem` und + `Win32_LogicalDisk`. Nutze `Get-Member`, um die Eigenschaften zu finden. +2. **Ein Objekt bauen:** Fasse alles in einem `[PSCustomObject]` zusammen. Rechne Bytes in + Gigabyte um und runde auf eine Nachkommastelle. +3. **Ablegen:** Lies die vorhandene CSV-Datei ein, ersetze die Zeile des eigenen Rechners + oder hänge eine neue an, und schreib die Datei zurück. +4. **Absichern:** Zielpfad als Parameter, Prüfung mit `Test-Path`, Fehlerbehandlung mit + `try`/`catch`. +5. **Dokumentieren:** Hilfeblock oben im Skript, Commits im Repository. +6. **Nachweisen:** Lauf auf drei Rechnern, darunter ein zweiter Lauf auf demselben Rechner. + +## Worauf es ankommt + +Das Aktualisieren statt Anhängen ist der Teil, an dem die meisten hängen bleiben – und genau +der Teil, der das Skript im Alltag brauchbar macht. Überleg dir vorher, woran du einen +Rechner eindeutig erkennst. Der Rechnername ist es nicht immer; die Seriennummer schon eher. + +## Zeit + +Zwei Tage. Wenn du nach zwei Stunden nicht weißt, wo eine Angabe steckt, frag nach – das +Suchen in den Klassen gehört zur Übung, das Verzweifeln daran nicht. diff --git a/content/aufgaben/8.1-sicherung-pruefen.md b/content/aufgaben/8.1-sicherung-pruefen.md new file mode 100644 index 0000000..94638c4 --- /dev/null +++ b/content/aufgaben/8.1-sicherung-pruefen.md @@ -0,0 +1,53 @@ +--- +id: "8.1" +titel: Die Sicherung eines Bereichs prüfen und zurückspielen +woche: 8 +block: system +ziel: Du prüfst, ob die bestehende Datensicherung zum Schutzbedarf eines Arbeitsbereichs passt, spielst eine Sicherung auf eine Testumgebung zurück und vergleichst die gemessene Zeit mit dem, was der Bereich verkraftet. +zeitrahmen: 6 Stunden +rahmenplan: [A9, A5, A4, A8] +lernfeld: LF4 +material: + - Ergebnis der Schutzbedarfsfeststellung aus Praxisaufgabe 6.1 + - Lesender Zugang zur Sicherungssoftware und ihren Protokollen + - Ein Testserver oder eine virtuelle Maschine als Ziel der Wiederherstellung + - Checkliste „Wiederherstellung testen" +kriterien: + - RPO und RTO des Bereichs sind mit der Leitung abgestimmt und schriftlich festgehalten + - Die bestehende Sicherung ist beschrieben – Art, Häufigkeit, Aufbewahrung, Speicherorte + - Der Abgleich mit der 3-2-1-Regel und mit RPO und RTO ist vollständig, Lücken sind benannt + - Die Wiederherstellung wurde auf die Testumgebung durchgeführt, nicht auf das laufende System + - Die gemessene Dauer ist dokumentiert und dem RTO gegenübergestellt + - Das Ergebnis wurde inhaltlich geprüft, nicht nur die Erfolgsmeldung der Software + - Die Testumgebung ist anschließend bereinigt + - Für jede gefundene Lücke liegt ein konkreter Verbesserungsvorschlag vor +--- + +## Auftrag + +Nimm den Bereich, den du in Aufgabe 6.1 untersucht hast. Du kennst seinen Schutzbedarf – +jetzt prüfst du, ob die Sicherung dazu passt. + +1. **Anforderungen festhalten:** Wie viel Datenverlust (RPO) und wie viel Ausfallzeit (RTO) + verkraftet der Bereich? Stimme beides mit der Leitung ab. +2. **Bestand aufnehmen:** Was wird gesichert, wie oft, wie lange aufbewahrt, wohin? Lies dazu + Einstellungen und Protokolle der Sicherungssoftware. +3. **Abgleichen:** Erfüllt die Sicherung die 3-2-1-Regel? Gibt es eine Kopie, die offline oder + unveränderlich ist? Reicht die Häufigkeit für das RPO? +4. **Zurückspielen:** Stelle nach der Checkliste die Daten des Bereichs auf der + Testumgebung wieder her. Miss die Zeit vom Entschluss bis zur Arbeitsfähigkeit. +5. **Prüfen:** Öffne Dateien, starte die Anwendung, vergleiche den Stand mit dem + Sicherungszeitpunkt. +6. **Bewerten und vorschlagen:** Wo liegen Lücken? Was schlägst du vor? + +## Worauf es ankommt + +Die gemessene Zeit ist das wichtigste Ergebnis. Fast jeder Betrieb schätzt die Dauer einer +Wiederherstellung zu niedrig ein, weil er die Suche nach dem richtigen Sicherungsstand, das +Bereitstellen der Umgebung und das Prüfen nicht mitrechnet. Wenn deine Messung über dem RTO +liegt, ist das kein Misserfolg der Aufgabe – sondern genau der Befund, für den sie da ist. + +## Zeit + +Sechs Stunden. Arbeite in der Testumgebung, und frag vor dem Zurückspielen den Ausbilder, +ob Ziel und Umfang stimmen. diff --git a/content/checklisten/05-arbeitsplatz-sicherheit-pruefen.yaml b/content/checklisten/05-arbeitsplatz-sicherheit-pruefen.yaml new file mode 100644 index 0000000..2aae1d0 --- /dev/null +++ b/content/checklisten/05-arbeitsplatz-sicherheit-pruefen.yaml @@ -0,0 +1,54 @@ +id: 05-arbeitsplatz-sicherheit-pruefen +titel: Sicherheit eines Arbeitsplatzes prüfen +block: sicherheit +worum: >- + Ein Rundgang mit der Liste in der Hand findet mehr als jede Richtlinie. Geprüft + wird, was tatsächlich eingestellt ist – nicht, was eingestellt sein sollte. +rahmenplan: [A6, A5] +lernfeld: LF4 +mit_ticket: false + +gruppen: + - id: vorbereiten + titel: Vorbereiten + schritte: + - id: v1 + text: Arbeitsplatz und Nutzer mit Termin angekündigt, Zweck der Prüfung erklärt + - id: v2 + text: Gerät in der Geräteliste nachgeschlagen, Soll-Zustand (Betriebssystem, Verschlüsselung, Schutzsoftware) notiert + + - id: durchfuehren + titel: Durchführen + schritte: + - id: d1 + text: Bildschirmsperre greift nach spätestens 10 Minuten, Sperren mit Windows-Taste + L ist bekannt + - id: d2 + text: Betriebssystem und Anwendungen auf aktuellem Stand, keine ausstehenden Neustarts für Updates + - id: d3 + text: Schutzsoftware aktiv, Signaturen aktuell, letzte vollständige Prüfung ohne Befund + - id: d4 + text: Festplattenverschlüsselung aktiv (bei Notebooks Pflicht), Wiederherstellungsschlüssel zentral hinterlegt + - id: d5 + text: Der Nutzer arbeitet ohne lokale Administratorrechte + - id: d6 + text: Keine Passwörter auf Zetteln, unter der Tastatur oder in Textdateien auf dem Desktop + - id: d7 + text: Zweiter Faktor für E-Mail und Fernzugang eingerichtet + - id: d8 + text: Keine vertraulichen Ausdrucke offen am Platz oder im Drucker liegen gelassen + + - id: pruefen + titel: Prüfen + schritte: + - id: p1 + text: Abweichungen vom Soll-Zustand vollständig notiert, je mit Befund und Risiko + - id: p2 + text: Mit dem Nutzer kurz besprochen, was gefunden wurde – ohne Vorwurf + + - id: abschliessen + titel: Abschließen + schritte: + - id: a1 + text: Für jede Abweichung ein Ticket angelegt oder die Abweichung sofort behoben und dokumentiert + - id: a2 + text: Wiederkehrende Abweichungen an den Ausbilder gemeldet – sie deuten auf eine fehlende Regel hin diff --git a/content/checklisten/06-wiederherstellung-testen.yaml b/content/checklisten/06-wiederherstellung-testen.yaml new file mode 100644 index 0000000..23886e6 --- /dev/null +++ b/content/checklisten/06-wiederherstellung-testen.yaml @@ -0,0 +1,60 @@ +id: 06-wiederherstellung-testen +titel: Wiederherstellung testen +block: system +worum: >- + Der Test findet auf einer Testumgebung statt, wird gemessen und inhaltlich + geprüft. Die Erfolgsmeldung der Sicherungssoftware ist kein Ergebnis. +rahmenplan: [A9, A5] +lernfeld: LF4 +mit_ticket: true + +gruppen: + - id: vorbereiten + titel: Vorbereiten + schritte: + - id: v1 + text: Umfang des Tests festgelegt (Datei, Ordner, Anwendung oder ganzes System) + - id: v2 + text: RPO und RTO des betroffenen Bereichs nachgeschlagen + - id: v3 + text: Testumgebung bereitgestellt und vom Produktivnetz getrennt + - id: v4 + text: Sicherungsstand gewählt und notiert (Datum, Uhrzeit, Art der Sicherung) + + - id: durchfuehren + titel: Durchführen + schritte: + - id: d1 + text: Startzeit notiert + - id: d2 + text: Wiederherstellung auf die Testumgebung gestartet – nicht auf das laufende System + - id: d3 + text: Auftretende Meldungen und Wartezeiten mitgeschrieben + - id: d4 + text: Endzeit notiert, sobald mit den Daten gearbeitet werden kann + + - id: pruefen + titel: Prüfen + schritte: + - id: p1 + text: Stichprobe von mindestens fünf Dateien geöffnet, Inhalt lesbar + - id: p2 + text: Stand entspricht dem gewählten Sicherungszeitpunkt + - id: p3 + text: Berechtigungen sind mit zurückgekommen + - id: p4 + text: Anwendung startet und arbeitet mit den zurückgespielten Daten (falls Teil des Tests) + - id: p5 + text: Gemessene Dauer dem RTO gegenübergestellt + + - id: abschliessen + titel: Abschließen + schritte: + - id: a1 + text: Testprotokoll mit Datum, Umfang, Sicherungsstand, Dauer und Ergebnis abgelegt + - id: a2 + text: Testumgebung bereinigt, zurückgespielte Daten gelöscht + - id: a3 + text: Abweichungen und Auffälligkeiten als Tickets angelegt + - id: a4 + text: Datum des nächsten Tests festgelegt diff --git a/content/glossar.yaml b/content/glossar.yaml index caa8ba5..84d9ea2 100644 --- a/content/glossar.yaml +++ b/content/glossar.yaml @@ -182,3 +182,174 @@ SSDs durch Schreibvorgänge – die Kennzahlen für den Zustand sind deshalb unterschiedlich. siehe_auch: [SMART] + +# --- Woche 5: Ausbildung, Betrieb, Zusammenarbeit ------------------------- + +- begriff: Probezeit + erklaerung: >- + Der erste Abschnitt der Ausbildung, mindestens einen und höchstens vier + Monate lang. In dieser Zeit können beide Seiten jederzeit ohne Frist und ohne + Angabe von Gründen kündigen, schriftlich. + +- begriff: Ausbildungsnachweis + formen: [Berichtsheft, Ausbildungsnachweise, Ausbildungsnachweises] + erklaerung: >- + Die schriftliche oder elektronische Aufzeichnung dessen, was in der + Ausbildung tatsächlich gelernt und getan wurde. Ein ordnungsgemäß geführter + Nachweis ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. + +- begriff: Organigramm + erklaerung: >- + Die zeichnerische Darstellung der Aufbauorganisation eines Betriebs: + Abteilungen, Stellen und wer wem gegenüber weisungsbefugt ist. + +- begriff: Betriebsrat + erklaerung: >- + Die gewählte Vertretung der Beschäftigten. Er hat unter anderem ein + Mitbestimmungsrecht, wenn technische Einrichtungen eingeführt werden, die + Verhalten oder Leistung überwachen können – also bei vielen IT-Projekten. + siehe_auch: [Jugend- und Auszubildendenvertretung] + +- begriff: Jugend- und Auszubildendenvertretung + steht_fuer: JAV + formen: [JAV] + erklaerung: >- + Die Interessenvertretung der Beschäftigten unter 18 und der Auszubildenden + unter 25. Sie kann gewählt werden, wo es einen Betriebsrat und in der Regel + mindestens fünf solcher Beschäftigten gibt. + siehe_auch: [Betriebsrat] + +# --- Woche 6: IT-Sicherheit und Datenschutz ------------------------------- + +- begriff: Schutzziele + formen: [Schutzziel, Schutzzielen] + erklaerung: >- + Die drei Grundwerte der Informationssicherheit: Vertraulichkeit (nur Befugte + sehen die Daten), Integrität (die Daten sind unverfälscht) und Verfügbarkeit + (sie stehen bereit, wenn sie gebraucht werden). + siehe_auch: [Schutzbedarf] + +- begriff: Schutzbedarf + formen: [Schutzbedarfs, Schutzbedarfsfeststellung] + erklaerung: >- + Wie viel Schutz eine Information oder ein System braucht – gemessen am + Schaden, der entstünde, wenn ein Schutzziel verletzt würde. Der + IT-Grundschutz des BSI unterscheidet normal, hoch und sehr hoch. + siehe_auch: [Schutzziele, Maximumprinzip] + +- begriff: Maximumprinzip + erklaerung: >- + Ein IT-System übernimmt den höchsten Schutzbedarf aller Anwendungen, die auf + ihm laufen. Eine einzige Anwendung mit sehr hohem Bedarf hebt also das ganze + System an. + siehe_auch: [Schutzbedarf] + +- begriff: Phishing + formen: [Phishing-Mail, Phishing-Mails] + erklaerung: >- + Gefälschte Nachrichten oder Webseiten, die zur Eingabe von Zugangsdaten oder + zu einer Zahlung verleiten sollen. Erkennungszeichen sind Zeitdruck, ein + unpassender Absender und ein Link, dessen Ziel nicht zum Absender passt. + +- begriff: Zwei-Faktor-Authentifizierung + steht_fuer: 2FA + formen: [2FA, MFA, zweiter Faktor, zweiten Faktor] + erklaerung: >- + Eine Anmeldung, die neben dem Passwort einen zweiten, unabhängigen Nachweis + verlangt – etwa einen Code aus einer App oder einen Sicherheitsschlüssel. Ein + gestohlenes Passwort allein genügt dann nicht mehr. + +- begriff: DSGVO + steht_fuer: Datenschutz-Grundverordnung + formen: [Datenschutz-Grundverordnung] + erklaerung: >- + Die europäische Verordnung, die regelt, wie personenbezogene Daten erhoben, + verarbeitet und geschützt werden müssen. Sie gilt unmittelbar in allen + Mitgliedstaaten. + siehe_auch: [personenbezogene Daten] + +- begriff: personenbezogene Daten + formen: [personenbezogener Daten, personenbezogenen Daten] + erklaerung: >- + Alle Angaben, die sich einer bestimmten oder bestimmbaren Person zuordnen + lassen – Name, E-Mail-Adresse, Personalnummer, aber auch eine IP-Adresse oder + ein Foto. + siehe_auch: [DSGVO] + +# --- Woche 7: Skripting mit PowerShell ------------------------------------ + +- begriff: Cmdlet + formen: [Cmdlets] + erklaerung: >- + Ein eingebauter PowerShell-Befehl. Cmdlets heißen immer nach dem Muster + Verb-Substantiv, etwa Get-Service, und liefern Objekte statt Text. + siehe_auch: [Pipeline] + +- begriff: Pipeline + erklaerung: >- + Die Verkettung von Befehlen mit dem senkrechten Strich. In PowerShell wandern + dabei Objekte von Befehl zu Befehl, die sich nach ihren Eigenschaften filtern, + sortieren und auswählen lassen. + siehe_auch: [Cmdlet] + +# --- Woche 8: Datensicherung und Speicher --------------------------------- + +- begriff: Vollsicherung + formen: [Vollsicherungen] + erklaerung: >- + Eine Sicherung aller ausgewählten Daten, unabhängig davon, ob sie sich + geändert haben. Grundlage für inkrementelle und differenzielle Sicherungen. + siehe_auch: [inkrementelle Sicherung, differenzielle Sicherung] + +- begriff: inkrementelle Sicherung + formen: [inkrementellen Sicherung, inkrementellen Sicherungen, inkrementell] + erklaerung: >- + Sichert nur, was sich seit der letzten Sicherung gleich welcher Art geändert + hat. Schnell und platzsparend; zum Zurückspielen braucht man die + Vollsicherung und alle inkrementellen Sicherungen seitdem. + siehe_auch: [Vollsicherung, differenzielle Sicherung] + +- begriff: differenzielle Sicherung + formen: [differenziellen Sicherung, differenziellen Sicherungen, differenziell] + erklaerung: >- + Sichert alles, was sich seit der letzten Vollsicherung geändert hat. Wächst + bis zur nächsten Vollsicherung; zum Zurückspielen genügen die Vollsicherung + und die letzte differenzielle Sicherung. + siehe_auch: [Vollsicherung, inkrementelle Sicherung] + +- begriff: RPO + steht_fuer: Recovery Point Objective + erklaerung: >- + Der größte Datenverlust, den ein Bereich verkraftet, gemessen in Zeit. Ein + RPO von vier Stunden heißt: Es muss mindestens alle vier Stunden gesichert + werden. + siehe_auch: [RTO] + +- begriff: RTO + steht_fuer: Recovery Time Objective + erklaerung: >- + Die größte Ausfallzeit, die ein Bereich verkraftet, bis nach einem Schaden + wieder gearbeitet werden kann. Ob sie eingehalten wird, zeigt nur ein + gemessener Wiederherstellungstest. + siehe_auch: [RPO] + +- begriff: RAID + steht_fuer: Redundant Array of Independent Disks + erklaerung: >- + Ein Verbund mehrerer Festplatten, der je nach Stufe schneller ist oder den + Ausfall einzelner Platten übersteht. Ein RAID schützt nicht vor Löschen, + Verschlüsselung oder Beschädigung von Dateien – es ist keine Datensicherung. + +- begriff: NAS + steht_fuer: Network Attached Storage + erklaerung: >- + Ein Speichergerät im Netzwerk, das Dateien über Freigaben bereitstellt, etwa + per SMB oder NFS. + siehe_auch: [SAN, RAID] + +- begriff: SAN + steht_fuer: Storage Area Network + erklaerung: >- + Ein Speichernetz, das Servern Speicherblöcke bereitstellt, etwa per iSCSI. + Der Server sieht eine Festplatte und legt selbst ein Dateisystem darauf an. + siehe_auch: [NAS] diff --git a/content/handouts/A4-rechte-und-pflichten.md b/content/handouts/A4-rechte-und-pflichten.md new file mode 100644 index 0000000..f2cd9b9 --- /dev/null +++ b/content/handouts/A4-rechte-und-pflichten.md @@ -0,0 +1,69 @@ +--- +id: A4 +titel: Rechte und Pflichten in der Ausbildung +block: arbeitsalltag +woche: 5 +worum: Der Ausbildungsvertrag ist kein gewöhnlicher Arbeitsvertrag – das Berufsbildungsgesetz regelt, was beide Seiten einander schulden. +rahmenplan: [C1] +lernfeld: LF1 +merksatz: Du schuldest das Lernen, der Betrieb schuldet das Ausbilden. Das Berichtsheft beweist beides. +karten: + - frage: Wie lang darf die Probezeit in der Ausbildung sein, und was gilt in dieser Zeit für die Kündigung? + antwort: Mindestens einen, höchstens vier Monate. In der Probezeit können beide Seiten jederzeit ohne Frist und ohne Angabe von Gründen kündigen – schriftlich. + - frage: Unter welchen Bedingungen kann ein Azubi nach der Probezeit kündigen? + antwort: Aus wichtigem Grund ohne Frist, oder mit vier Wochen Frist, wenn er die Ausbildung aufgeben oder einen anderen Beruf lernen will. Immer schriftlich und mit Angabe des Grundes. + - frage: Warum ist das Berichtsheft mehr als eine lästige Pflicht? + antwort: Ein ordnungsgemäß geführter Ausbildungsnachweis ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Ohne ihn keine Prüfung. + - frage: Aus welchen Teilen besteht die Abschlussprüfung zum Fachinformatiker Systemintegration? + antwort: Aus Teil 1 nach etwa anderthalb Jahren (Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes, 20 %) und Teil 2 am Ende (Projektarbeit 50 %, zwei schriftliche Fachbereiche je 10 %, Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %). +--- + +## Das Wesentliche + +- **Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) geht dem Vertrag vor.** Was dort zugunsten des Azubis + geregelt ist, lässt sich im Ausbildungsvertrag nicht wegverhandeln. +- **Deine Pflichten (§ 13 BBiG)** lassen sich in einem Satz zusammenfassen: dich bemühen, + den Beruf zu lernen. Dazu gehören die Berufsschule, die Weisungen im Rahmen der + Ausbildung, der pflegliche Umgang mit Geräten, Verschwiegenheit über Betriebs- und + Geschäftsgeheimnisse und das Führen des Ausbildungsnachweises. +- **Die Pflichten des Betriebs (§ 14 BBiG):** dir den Beruf planmäßig beibringen, + Ausbildungsmittel kostenlos stellen, dich zur Berufsschule freistellen, dir Zeit für das + Berichtsheft während der Arbeitszeit geben und es regelmäßig durchsehen. Und: dir nur + Aufgaben geben, die der Ausbildung dienen. +- **Berufsschule ist Arbeitszeit.** Ein Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden + wird einmal pro Woche als voller Ausbildungstag angerechnet. Danach musst du nicht mehr in + den Betrieb. +- **Probezeit:** ein bis vier Monate. Danach kann der Betrieb nur noch aus wichtigem Grund + kündigen. +- **Vergütung, Urlaub und Arbeitszeit** stehen im Vertrag. Ob zusätzlich ein Tarifvertrag + gilt, hängt davon ab, ob der Betrieb tarifgebunden ist oder der Vertrag darauf verweist – + frag nach, statt zu raten. +- **Bei Problemen** sind Ausbilder, Betriebsrat bzw. Jugend- und Auszubildendenvertretung + und die Ausbildungsberatung der IHK die Ansprechpartner. In dieser Reihenfolge, aber nicht + zwingend. + +## Übersicht + +| Prüfungsteil | Zeitpunkt | Inhalt | Gewicht | +|---|---|---|---| +| Teil 1 | etwa nach 18 Monaten | Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes (schriftlich, 90 Min.) | 20 % | +| Teil 2 | Ende der Ausbildung | Betriebliches Projekt der Systemintegration mit Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch | 50 % | +| | | Konzeption und Administration von IT-Systemen (schriftlich) | 10 % | +| | | Analyse und Entwicklung von Netzwerken (schriftlich) | 10 % | +| | | Wirtschafts- und Sozialkunde (schriftlich) | 10 % | + +Teil 1 zählt also schon zur Endnote – er ist keine Zwischenprüfung zum Üben. + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Ein Auszubildender wird nach der Probezeit regelmäßig zum Brötchenholen und +Autowaschen eingeteilt. Beurteilen Sie die Situation und nennen Sie zwei Wege, wie er +reagieren kann. + +**Antwort:** Nach § 14 BBiG dürfen Auszubildenden nur Aufgaben übertragen werden, die dem +Ausbildungszweck dienen und ihren körperlichen Kräften angemessen sind. Regelmäßige +ausbildungsfremde Tätigkeiten sind damit unzulässig; gelegentliche Gefälligkeiten, die alle +im Team gleichermaßen übernehmen, sind dagegen kein Verstoß. Der Auszubildende kann +(1) das Gespräch mit dem Ausbilder suchen und die Tätigkeiten im Berichtsheft wahrheitsgemäß +eintragen, (2) sich an Betriebsrat oder Jugend- und Auszubildendenvertretung wenden oder +(3) die Ausbildungsberatung der zuständigen Kammer einschalten. diff --git a/content/handouts/A5-den-betrieb-verstehen.md b/content/handouts/A5-den-betrieb-verstehen.md new file mode 100644 index 0000000..26bb945 --- /dev/null +++ b/content/handouts/A5-den-betrieb-verstehen.md @@ -0,0 +1,59 @@ +--- +id: A5 +titel: Den Betrieb verstehen – Aufbau, Abläufe, Ansprechpartner +block: arbeitsalltag +woche: 5 +worum: Die IT ist für die anderen da. Wer nicht weiß, was eine Abteilung tut und wann es dort brennt, setzt die falschen Prioritäten. +rahmenplan: [C2, A1] +lernfeld: LF1 +merksatz: Das Organigramm sagt, wer entscheidet. Die Abläufe sagen, wer leidet, wenn etwas ausfällt. +karten: + - frage: Was ist der Unterschied zwischen Aufbau- und Ablauforganisation? + antwort: Die Aufbauorganisation legt fest, wer wo steht – Abteilungen, Stellen, Weisungswege, sichtbar im Organigramm. Die Ablauforganisation legt fest, wie die Arbeit fließt – Reihenfolge, Zuständigkeiten und Übergaben in einem Prozess. + - frage: Warum ist die IT in den meisten Betrieben ein Unterstützungsprozess? + antwort: Weil sie nicht selbst das verkauft, womit der Betrieb sein Geld verdient, sondern die Kernprozesse – Fertigung, Vertrieb, Verwaltung – am Laufen hält. Ihre Kunden sind die anderen Abteilungen. + - frage: Ab wann kann in einem Betrieb eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt werden? + antwort: Wenn es einen Betriebsrat gibt und in der Regel mindestens fünf Beschäftigte unter 18 Jahren oder Auszubildende unter 25 Jahren dort arbeiten. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Aufbauorganisation** – wer wo steht. Das Organigramm zeigt Abteilungen, Stellen und + Weisungswege. Es beantwortet die Frage: Wer darf das entscheiden? +- **Ablauforganisation** – wie die Arbeit fließt. Ein Auftrag geht vom Vertrieb über die + Arbeitsvorbereitung in die Fertigung und zum Versand. Jede Übergabe ist eine Stelle, an + der IT gebraucht wird – und an der ein Ausfall auffällt. +- **Kernprozesse und Unterstützungsprozesse.** Kernprozesse bringen das Geld herein. + Die IT gehört fast immer zu den Unterstützungsprozessen: Ihre Kunden sitzen im selben Haus. +- **Linie, Stab, Matrix.** In der Linie hat jeder genau einen Vorgesetzten. Eine Stabsstelle + berät, entscheidet aber nicht (etwa der Datenschutz). In der Matrix gibt es zwei Richtungen + der Weisung, zum Beispiel Abteilung und Projekt. +- **Die Rechtsform** sagt, wer haftet und wer unterschreiben darf. In einer GmbH haftet die + Gesellschaft mit ihrem Vermögen; die Geschäftsführung vertritt sie nach außen. +- **Mitbestimmung:** Ab fünf ständig Beschäftigten kann ein Betriebsrat gewählt werden. Er + redet unter anderem mit, wenn Technik eingeführt wird, die Leistung oder Verhalten + überwachen kann – und das ist bei fast jeder neuen Software der Fall. +- **Für die IT zählt vor allem:** Wann wird wo gearbeitet, was darf wann nicht ausfallen, und + wer ist der Ansprechpartner, der für die Abteilung sprechen darf. + +## Übersicht + +| Frage an eine Abteilung | Warum die IT das wissen muss | +|---|---| +| Was ist euer wichtigstes Programm? | Bestimmt, was bei einer Störung zuerst wiederhergestellt wird | +| Wann darf nichts ausfallen? | Wartungsfenster legt man nicht auf den Monatsabschluss der Buchhaltung | +| Wer spricht für euch? | Änderungen werden mit einer Person abgestimmt, nicht mit allen | +| Mit wem tauscht ihr Daten aus? | Schnittstellen sind die häufigste Fehlerquelle nach Updates | +| Was nervt euch an der IT? | Die ehrlichste Liste für Verbesserungen, die es gibt | + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Die IT-Abteilung soll eine neue Software zur Zeiterfassung einführen. Welche +Stellen im Betrieb müssen Sie vor der Einführung einbeziehen, und warum? + +**Antwort:** (1) Die Geschäftsführung bzw. die verantwortliche Führungskraft, weil sie über +Einführung und Budget entscheidet. (2) Den Betriebsrat, weil eine Zeiterfassung geeignet +ist, Verhalten oder Leistung zu überwachen; er hat dabei ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 +Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. (3) Den Datenschutzbeauftragten, weil personenbezogene Daten verarbeitet +werden. (4) Die Personalabteilung bzw. Lohnbuchhaltung als fachlich verantwortliche Stelle, +die mit den Daten arbeitet und die Schnittstelle zur Abrechnung kennt. diff --git a/content/handouts/A6-digital-zusammenarbeiten.md b/content/handouts/A6-digital-zusammenarbeiten.md new file mode 100644 index 0000000..4c38425 --- /dev/null +++ b/content/handouts/A6-digital-zusammenarbeiten.md @@ -0,0 +1,57 @@ +--- +id: A6 +titel: Digital zusammenarbeiten – der richtige Kanal, der richtige Ort +block: arbeitsalltag +woche: 5 +worum: Chat, E-Mail, Ticket, Wiki – jedes Werkzeug ist für etwas anderes gut. Wer alles überall bespricht, findet nichts wieder. +rahmenplan: [C5, A5] +lernfeld: LF1 +merksatz: Aufträge ins Ticket, Wissen ins Wiki, Absprachen in den Chat – und was zählt, schriftlich. +karten: + - frage: Wohin gehört eine Absprache, die in drei Monaten noch nachvollziehbar sein muss – Chat, E-Mail oder Ticket? + antwort: Ins Ticket, wenn sie zu einem Auftrag gehört, sonst in die gemeinsame Dokumentation. Chats sind für schnelle Abstimmung gedacht und lassen sich später kaum noch durchsuchen. + - frage: Was gehört in ein Besprechungsprotokoll, damit es etwas nützt? + antwort: Die getroffenen Entscheidungen und die vereinbarten Aufgaben mit Verantwortlichem und Termin. Wer was gesagt hat, ist meist entbehrlich. + - frage: Warum schickt man einen Link auf die Datei statt die Datei als Anhang? + antwort: Weil sonst mehrere Fassungen entstehen und niemand mehr weiß, welche gilt. Der Link zeigt immer auf den aktuellen Stand und unterliegt den Zugriffsrechten der Ablage. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Den Kanal nach dem Zweck wählen, nicht nach der Gewohnheit.** Eine Frage, die in zwei + Minuten geklärt ist, gehört nicht in eine E-Mail mit fünf Empfängern – und eine Zusage an + einen Kunden nicht in den Chat. +- **Ein Ort der Wahrheit.** Jede Information hat genau einen Ablageort. Kopien per Mail, + auf dem Desktop oder im privaten Ordner sind am nächsten Tag veraltet. +- **Dateinamen, die sich sortieren:** `2026-10-05_Netzplan_Halle2_v3.pdf` statt + `Netzplan neu final(2).pdf`. Das Datum vorn in der Form JJJJ-MM-TT ordnet sich von selbst. +- **Besprechungen** haben eine Tagesordnung vorher und ein Protokoll danach. Im Protokoll + stehen Entscheidungen und Aufgaben – wer, was, bis wann. +- **Was nicht in den Chat gehört:** Passwörter, personenbezogene Daten von Kunden oder + Kollegen, Kundendaten aus Tickets. Chats werden mitgelesen, weitergeleitet und abfotografiert. +- **Erreichbarkeit ehrlich halten.** Status setzen, Abwesenheit eintragen, Vertretung nennen. + Wer nicht antwortet, ist für die anderen ein ungelöstes Ticket. +- **Videokonferenz:** Kamera an, wenn es um Abstimmung geht; Mikrofon aus, wenn man nicht + spricht; Bildschirm teilen nur mit geschlossenen privaten Fenstern. + +## Übersicht + +| Anliegen | Kanal | Warum | +|---|---|---| +| Störung oder Auftrag | Ticket | Nachvollziehbar, zuweisbar, messbar | +| Kurze Rückfrage an einen Kollegen | Chat | Schnell, wird nicht aufbewahrt | +| Zusage, Angebot, Absprache mit Externen | E-Mail | Nachweisbar und an einen Empfänger gerichtet | +| Eskalation, Konflikt, eilige Störung | Telefon oder persönlich | Tonfall und sofortige Rückfrage | +| Anleitung, Konfiguration, Netzplan | Wiki bzw. gemeinsame Dokumentation | Auffindbar für alle, auch in zwei Jahren | + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** In Ihrem Team werden Konfigurationsänderungen bisher per Chat angekündigt und +dort besprochen. Bewerten Sie dieses Vorgehen und schlagen Sie eine Verbesserung vor. + +**Antwort:** Der Chat eignet sich für die schnelle Abstimmung, nicht als Nachweis. Ankündigungen +gehen in anderen Nachrichten unter, sind später schwer auffindbar und enthalten weder +Begründung noch Rückfallplan in fester Form. Besser ist eine Änderungsanfrage im +Ticketsystem mit Beschreibung, Zeitpunkt, betroffenen Systemen, Rückfallplan und +Freigabe; der Chat dient dann nur noch als Hinweis mit Link auf das Ticket. Nach der Änderung +wird die Dokumentation im Wiki aktualisiert. diff --git a/content/handouts/I1-schutzziele-und-schutzbedarf.md b/content/handouts/I1-schutzziele-und-schutzbedarf.md new file mode 100644 index 0000000..8d0cc45 --- /dev/null +++ b/content/handouts/I1-schutzziele-und-schutzbedarf.md @@ -0,0 +1,60 @@ +--- +id: I1 +titel: Schutzziele und Schutzbedarf – was ist wie viel wert? +block: sicherheit +woche: 6 +worum: Nicht alles muss gleich gut geschützt werden. Die Schutzbedarfsfeststellung sagt, wo sich Aufwand lohnt – und begründet ihn. +rahmenplan: [A6] +lernfeld: LF4 +merksatz: Erst fragen, was passiert, wenn es schiefgeht. Dann entscheiden, wie viel Schutz es braucht. +karten: + - frage: Welche drei Schutzziele kennt die Informationssicherheit, und was bedeuten sie? + antwort: Vertraulichkeit – nur Befugte sehen die Daten. Integrität – die Daten sind vollständig und unverfälscht. Verfügbarkeit – Daten und Systeme stehen bereit, wenn sie gebraucht werden. + - frage: Welche drei Schutzbedarfskategorien unterscheidet der IT-Grundschutz des BSI? + antwort: Normal – die Schadensauswirkungen sind begrenzt und überschaubar. Hoch – sie können beträchtlich sein. Sehr hoch – sie können existenzbedrohend oder katastrophal sein. + - frage: Was besagt das Maximumprinzip bei der Schutzbedarfsfeststellung? + antwort: Ein IT-System erbt den höchsten Schutzbedarf aller Anwendungen, die darauf laufen. Läuft eine Anwendung mit hohem Bedarf auf einem Server, hat der Server mindestens hohen Bedarf. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Drei Schutzziele:** Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit. Jede Sicherheitsmaßnahme + dient mindestens einem davon. Oft kommt Authentizität hinzu: Man weiß sicher, von wem + etwas stammt. +- **Schutzbedarf ergibt sich aus dem möglichen Schaden**, nicht aus der Technik. Die Frage + lautet: Was passiert, wenn diese Information bekannt wird, verfälscht wird oder ausfällt? +- **Drei Kategorien:** normal, hoch, sehr hoch. Bewertet wird **je Schutzziel** – die + Lohnabrechnung hat einen sehr hohen Bedarf an Vertraulichkeit, aber nicht zwingend an + Verfügbarkeit in der Stunde. +- **Sechs Schadensszenarien** helfen beim Einordnen: Verstoß gegen Gesetze oder Verträge, + Verletzung von Persönlichkeitsrechten, Gefahr für Leib und Leben, Beeinträchtigung der + Aufgabenerfüllung, Ansehensverlust, finanzielle Folgen. +- **Von oben nach unten:** Erst die Geschäftsprozesse und Informationen bewerten, dann die + Anwendungen, dann die IT-Systeme, Räume und Verbindungen, auf denen sie liegen. +- **Vererbung:** Ein System übernimmt den höchsten Bedarf seiner Anwendungen + (Maximumprinzip). Viele kleine Schäden auf einem System können zusammen einen höheren + Bedarf ergeben (Kumulationseffekt). Ist eine Anwendung auf mehrere Systeme verteilt, + kann der Bedarf des einzelnen Systems niedriger liegen (Verteilungseffekt). +- **Jede Einstufung braucht eine Begründung.** „Hoch, weil wichtig" ist keine. + +## Übersicht + +| Kategorie | Bedeutung | Beispiel Verfügbarkeit | +|---|---|---| +| normal | begrenzte, überschaubare Auswirkungen | Ausfall des Intranets für einen Tag ist lästig, aber verkraftbar | +| hoch | beträchtliche Auswirkungen | Ausfall der Warenwirtschaft für einen Tag stoppt Versand und Rechnungen | +| sehr hoch | existenzbedrohende oder katastrophale Auswirkungen | Ausfall der Produktionssteuerung über Tage mit Vertragsstrafen | + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Auf einem Server laufen der Dateidienst der Verwaltung (Schutzbedarf +Vertraulichkeit: normal) und die Personaldatenbank (Vertraulichkeit: sehr hoch). Welchen +Schutzbedarf hat der Server hinsichtlich der Vertraulichkeit? Begründen Sie und nennen Sie +eine Alternative. + +**Antwort:** Nach dem Maximumprinzip übernimmt der Server den höchsten Schutzbedarf der +darauf betriebenen Anwendungen, hier also „sehr hoch" für die Vertraulichkeit. Damit +müssen auch für den Dateidienst die strengeren Maßnahmen gelten – etwa beim Zugriff von +Administratoren und bei der Sicherung. Alternativ lässt sich die Personaldatenbank auf ein +eigenes System auslagern; dann kann der Dateiserver mit normalem Schutzbedarf betrieben +werden, und der hohe Aufwand beschränkt sich auf das System, das ihn wirklich braucht. diff --git a/content/handouts/I2-konten-schuetzen.md b/content/handouts/I2-konten-schuetzen.md new file mode 100644 index 0000000..9279bd9 --- /dev/null +++ b/content/handouts/I2-konten-schuetzen.md @@ -0,0 +1,61 @@ +--- +id: I2 +titel: Konten schützen – Passwörter, zweiter Faktor, Phishing +block: sicherheit +woche: 6 +worum: Die meisten Angriffe beginnen nicht mit einer Sicherheitslücke, sondern mit einem Konto, das sich jemand ausgeliehen hat. +rahmenplan: [A6, B3] +lernfeld: LF4 +merksatz: Lang statt kompliziert, für jedes Konto ein eigenes, und wo es geht ein zweiter Faktor. +karten: + - frage: Was macht ein Passwort sicher – Länge oder Sonderzeichen? + antwort: Vor allem die Länge und dass es nirgends sonst verwendet wird. Eine lange Passphrase aus mehreren Wörtern ist stärker und besser zu merken als ein kurzes Passwort mit Sonderzeichen. + - frage: Aus welchen drei Arten von Faktoren kann eine Anmeldung bestehen? + antwort: Wissen (Passwort, PIN), Besitz (Smartphone mit App, Sicherheitsschlüssel, Chipkarte) und Sein (Fingerabdruck, Gesicht). Zwei Faktoren müssen aus verschiedenen Arten stammen. + - frage: Warum arbeiten Administratoren im Alltag nicht mit ihrem Administratorkonto? + antwort: Weil jede Schadsoftware, die sie versehentlich starten, sonst mit vollen Rechten läuft. Für den Alltag dient ein normales Konto, das Administratorkonto nur für die Aufgabe, die es braucht. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Länge schlägt Komplexität.** Eine Passphrase wie `Kaffee-Lager-Gabelstapler-Montag` ist + stärker als `K4ff33!` und lässt sich merken. +- **Für jedes Konto ein eigenes Passwort.** Wird ein Dienst gehackt, probieren Angreifer die + erbeuteten Zugangsdaten überall sonst aus. Ein Passwortmanager macht das handhabbar. +- **Kein Wechsel ohne Anlass.** Regelmäßiger Zwangswechsel führt zu `Sommer2026!`, + `Herbst2026!`. Gewechselt wird, wenn ein Verdacht besteht – dann aber sofort. +- **Zweiter Faktor:** Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr. Pflicht für + E-Mail, Fernzugang und alle Administratorkonten. +- **Getrennte Konten für Verwaltungsaufgaben.** Surfen und Mails lesen mit dem normalen + Konto, administrieren mit dem Administratorkonto – und nur dafür. +- **Phishing erkennen:** Zeitdruck, ungewöhnlicher Absender, Link-Ziel passt nicht zum + Absender, Aufforderung zur Anmeldung oder Zahlung. Vor dem Klick auf den Link zeigen und + die Adresse lesen. +- **Wer geklickt hat, meldet es sofort.** Nicht schämen, nicht löschen, nicht abwarten. Je + früher die IT Bescheid weiß, desto kleiner der Schaden. +- **Bildschirm sperren**, sobald man den Platz verlässt: Windows-Taste + L. + +## Übersicht + +| Merkmal einer Phishing-Mail | Beispiel | +|---|---| +| Druck und Dringlichkeit | „Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt" | +| Absender passt nicht | `support@micros0ft-konto.net` | +| Link-Ziel weicht ab | Text zeigt `microsoft.com`, Ziel ist eine fremde Adresse | +| Ungewöhnliche Bitte | Gutscheine kaufen, Kontodaten ändern, Anhang „aktivieren" | +| Allgemeine Anrede | „Sehr geehrter Kunde" statt des Namens | + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Eine Mitarbeiterin meldet, dass sie auf einen Link in einer verdächtigen Mail +geklickt und dort ihr Passwort eingegeben hat. Beschreiben Sie Ihr Vorgehen in der +richtigen Reihenfolge. + +**Antwort:** (1) Sofort das Passwort des betroffenen Kontos ändern und bestehende +Anmeldesitzungen beenden, damit der Angreifer den Zugang nicht mehr nutzen kann. (2) Prüfen, +ob der zweite Faktor aktiv ist und ob seit dem Klick ungewöhnliche Anmeldungen, +Weiterleitungsregeln oder versendete Mails auftreten. (3) Die Mail sichern und andere +Empfänger warnen bzw. die Mail aus deren Postfächern entfernen. (4) Den Rechner auf +Schadsoftware prüfen, falls zusätzlich etwas heruntergeladen wurde. (5) Den Vorfall +dokumentieren und an die Verantwortlichen für Informationssicherheit und Datenschutz +melden – bei Zugriff auf personenbezogene Daten kann eine Meldepflicht bestehen. diff --git a/content/handouts/I3-datenschutz-am-arbeitsplatz.md b/content/handouts/I3-datenschutz-am-arbeitsplatz.md new file mode 100644 index 0000000..d2e461f --- /dev/null +++ b/content/handouts/I3-datenschutz-am-arbeitsplatz.md @@ -0,0 +1,64 @@ +--- +id: I3 +titel: Datenschutz in der IT – was du sehen kannst und was du anschauen darfst +block: sicherheit +woche: 6 +worum: In der IT hat man Zugriff auf fast alles. Die DSGVO regelt, was man damit tun darf – und das ist deutlich weniger. +rahmenplan: [A6, C1] +lernfeld: LF4 +merksatz: Zugriff ist kein Anlass. Hineingeschaut wird nur, wenn der Auftrag es verlangt. +karten: + - frage: Was sind personenbezogene Daten? + antwort: Alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen – Name, E-Mail-Adresse, Personalnummer, IP-Adresse, Standortdaten, aber auch ein Foto oder eine Stimmaufnahme. + - frage: Innerhalb welcher Frist muss eine Datenschutzverletzung der Aufsichtsbehörde gemeldet werden? + antwort: Innerhalb von 72 Stunden, nachdem sie bekannt geworden ist – es sei denn, sie führt voraussichtlich zu keinem Risiko für die Betroffenen. Melden muss der Betrieb; du meldest intern sofort. + - frage: Was bedeutet Datenminimierung? + antwort: Es werden nur die Daten erhoben und gespeichert, die für den Zweck wirklich nötig sind – und gelöscht, sobald der Zweck erfüllt ist. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Die DSGVO schützt Personen, nicht Daten.** Personenbezogen ist alles, was sich einer + bestimmten Person zuordnen lässt – auch eine IP-Adresse oder ein Kennzeichen. +- **Besonders schützenswert** sind Gesundheitsdaten, religiöse und politische + Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, biometrische Daten und weitere. In der IT + begegnen sie dir in Krankmeldungen, Personalakten und Zutrittssystemen. +- **Die Grundsätze:** rechtmäßig, zweckgebunden, so wenig wie nötig, richtig, nicht länger als + nötig gespeichert, sicher verarbeitet. Und der Betrieb muss nachweisen können, dass er sich + daran hält. +- **Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM):** Zugriffsrechte, Verschlüsselung, + Protokollierung, Datensicherung, Schulungen. Ein großer Teil davon ist IT-Arbeit. +- **Als Administrator** siehst du Postfächer, Personalordner und Protokolle. Hineinschauen + darfst du nur, wenn ein Auftrag es erfordert – und dann nur so weit wie nötig. Was du + dabei siehst, bleibt bei dir. +- **Eine Datenpanne** – verlorenes Notebook, falsch versendete Mail, offener Ordner – meldest + du sofort intern. Der Betrieb hat 72 Stunden für die Meldung an die Aufsichtsbehörde, und + die Uhr läuft ab dem Moment, in dem jemand im Betrieb davon weiß. +- **Der Datenschutzbeauftragte** berät und kontrolliert. Er ist Pflicht, sobald in der Regel + mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener + Daten beschäftigt sind. + +## Übersicht + +| Situation | Richtig | +|---|---| +| Ein Kollege bittet dich, „mal kurz" ins Postfach seiner Chefin zu schauen | Ablehnen – Zugriff nur mit Auftrag der berechtigten Stelle | +| Ein Notebook ist im Zug liegen geblieben | Sofort melden, Konto sperren, Verschlüsselung prüfen | +| Du siehst beim Support eine Krankmeldung auf dem Bildschirm | Nicht lesen, nicht erwähnen, Fenster schließen lassen | +| Alte Festplatten aus der Personalabteilung | Nachweisbar sicher löschen oder vernichten, Protokoll anlegen | +| Testdaten für eine neue Software gesucht | Keine echten Personaldaten, sondern erfundene oder unkenntlich gemachte | + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Ein Außendienstmitarbeiter verliert ein Notebook mit Kundendaten. Die Festplatte +ist mit BitLocker verschlüsselt. Muss der Vorfall der Aufsichtsbehörde gemeldet werden? +Begründen Sie. + +**Antwort:** Grundsätzlich ist der Verlust eines Geräts mit personenbezogenen Daten eine +Verletzung des Schutzes dieser Daten und binnen 72 Stunden zu melden. Eine Meldung kann +entfallen, wenn die Verletzung voraussichtlich nicht zu einem Risiko für die Betroffenen +führt. Das ist bei einer wirksamen, dem Stand der Technik entsprechenden Verschlüsselung +regelmäßig der Fall – vorausgesetzt, das Gerät war ausgeschaltet oder gesperrt und der +Schlüssel ist nicht mit verloren gegangen. Die Entscheidung trifft der Verantwortliche mit +dem Datenschutzbeauftragten; der Vorfall wird in jedem Fall intern dokumentiert, und das +Konto des Mitarbeiters wird vorsorglich gesperrt bzw. das Passwort geändert. diff --git a/content/handouts/P1-powershell-pipeline.md b/content/handouts/P1-powershell-pipeline.md new file mode 100644 index 0000000..884ee29 --- /dev/null +++ b/content/handouts/P1-powershell-pipeline.md @@ -0,0 +1,74 @@ +--- +id: P1 +titel: PowerShell – Befehle, Pipeline und Objekte +block: programmierung +woche: 7 +worum: PowerShell reicht keine Texte weiter, sondern Objekte mit Eigenschaften. Wer das verstanden hat, braucht kein Textschnipseln mehr. +rahmenplan: [A10, B3] +lernfeld: LF5 +merksatz: Verb-Substantiv finden, Get-Member fragen, filtern, sortieren, auswählen – formatiert wird erst ganz am Ende. +karten: + - frage: Wie sind die Befehle (Cmdlets) in PowerShell benannt, und wie findet man einen unbekannten Befehl? + antwort: Nach dem Muster Verb-Substantiv, etwa Get-Service oder Stop-Process. Get-Command mit einem Suchbegriff findet Befehle, Get-Help erklärt sie mit Beispielen. + - frage: Was unterscheidet die Pipeline in PowerShell von der in einer klassischen Linux-Shell? + antwort: In PowerShell wandern Objekte mit Eigenschaften durch die Pipeline, nicht Textzeilen. Man filtert nach Eigenschaften wie Status oder Name, statt Spalten aus Text herauszuschneiden. + - frage: Wozu dient Get-Member? + antwort: Es zeigt, welche Eigenschaften und Methoden die Objekte haben, die ein Befehl liefert – also womit man in der Pipeline weiterarbeiten kann. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Verb-Substantiv:** `Get-Service`, `Get-Process`, `Get-ChildItem`, `Stop-Service`. Die + Verben sind festgelegt – `Get` liest, `Set` ändert, `New` legt an, `Remove` löscht. +- **Selbst finden statt googeln:** `Get-Command *service*` findet Befehle, + `Get-Help Get-Service -Examples` zeigt Beispiele. Einmal `Update-Help` als Administrator. +- **Objekte statt Text.** `Get-Service` liefert Dienstobjekte mit Eigenschaften wie `Name`, + `Status` und `StartType`. Welche es gibt, verrät `Get-Service | Get-Member`. +- **Die vier Werkzeuge der Pipeline:** + - `Where-Object` filtert: `Where-Object Status -eq 'Stopped'` + - `Sort-Object` sortiert: `Sort-Object Name` + - `Select-Object` wählt Eigenschaften oder Anzahl: `Select-Object Name, Status -First 10` + - `ForEach-Object` tut etwas mit jedem Objekt +- **Vergleiche** heißen `-eq`, `-ne`, `-gt`, `-lt`, `-like` (mit `*` als Platzhalter) und + `-match` (regulärer Ausdruck). Groß- und Kleinschreibung spielt dabei keine Rolle. +- **Ausgeben und weitergeben:** `Export-Csv` schreibt eine Tabelle für Excel, + `Out-File` eine Textdatei. `Format-Table` gehört nur ans Ende – danach sind es keine + verwertbaren Objekte mehr. +- **Erst lesen, dann ändern.** Jeder Befehl, der etwas verändert, kennt `-WhatIf`: Er sagt, + was er tun würde, und tut es nicht. + +## Übersicht + +```powershell +# Alle beendeten Dienste, die automatisch starten sollten +Get-Service | + Where-Object { $_.Status -eq 'Stopped' -and $_.StartType -eq 'Automatic' } | + Sort-Object Name | + Select-Object Name, DisplayName + +# Die fünf Prozesse mit dem höchsten Speicherverbrauch +Get-Process | Sort-Object WorkingSet -Descending | Select-Object -First 5 Name, Id, WorkingSet + +# Dateien im Downloadordner, älter als 90 Tage, als Tabelle für Excel +Get-ChildItem $HOME\Downloads -File | + Where-Object LastWriteTime -lt (Get-Date).AddDays(-90) | + Select-Object Name, Length, LastWriteTime | + Export-Csv alte-downloads.csv -NoTypeInformation -Encoding UTF8 +``` + +`$_` steht innerhalb der geschweiften Klammern für das Objekt, das gerade durch die Pipeline +kommt. + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Schreiben Sie eine PowerShell-Befehlszeile, die alle laufenden Dienste +alphabetisch sortiert mit Name und Anzeigename in die Datei `dienste.csv` schreibt, und +erklären Sie jeden Teil. + +**Antwort:** +`Get-Service | Where-Object Status -eq 'Running' | Sort-Object Name | Select-Object Name, DisplayName | Export-Csv dienste.csv -NoTypeInformation` +– `Get-Service` liefert alle Dienste als Objekte. `Where-Object` lässt nur die durch, deren +Eigenschaft `Status` den Wert `Running` hat. `Sort-Object Name` sortiert nach dem Namen. +`Select-Object` behält nur die beiden gewünschten Eigenschaften. `Export-Csv` schreibt das +Ergebnis als Tabelle; `-NoTypeInformation` unterdrückt die Typzeile, die ältere +PowerShell-Fassungen sonst an den Anfang setzen. diff --git a/content/handouts/P2-variablen-bedingungen-schleifen.md b/content/handouts/P2-variablen-bedingungen-schleifen.md new file mode 100644 index 0000000..77bb62a --- /dev/null +++ b/content/handouts/P2-variablen-bedingungen-schleifen.md @@ -0,0 +1,81 @@ +--- +id: P2 +titel: Variablen, Bedingungen und Schleifen +block: programmierung +woche: 7 +worum: Drei Bausteine reichen für fast jedes Verwaltungsskript – sich etwas merken, eine Entscheidung treffen, etwas wiederholen. +rahmenplan: [A10, A4] +lernfeld: LF5 +merksatz: Merken mit $, entscheiden mit if, wiederholen mit foreach. Der Rest ist Übung. +karten: + - frage: Was ist der Unterschied zwischen "Hallo $name" und 'Hallo $name' in PowerShell? + antwort: In doppelten Anführungszeichen wird die Variable durch ihren Wert ersetzt, also etwa „Hallo Anna". In einfachen Anführungszeichen bleibt der Text genau so stehen, wie er geschrieben ist. + - frage: Was gibt dieses Skript aus – $summe = 0; foreach ($z in 1..5) { if ($z % 2 -eq 0) { $summe += $z } }; $summe + antwort: 6. Die Schleife läuft über 1 bis 5, die Bedingung lässt nur gerade Zahlen durch (Rest bei Division durch 2 ist 0), also werden 2 und 4 addiert. + - frage: Wann nimmt man foreach als Schleife und wann ForEach-Object? + antwort: foreach für eine Liste, die schon in einer Variablen liegt – übersichtlich und schnell. ForEach-Object mitten in einer Pipeline, wenn die Objekte direkt aus einem Befehl kommen. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Variablen** beginnen mit `$`: `$pfad = 'D:\Daten'`. Sie können alles aufnehmen – Text, + Zahlen, Listen, ganze Objekte aus einem Befehl: `$dienste = Get-Service`. +- **Text:** In `"…"` werden Variablen eingesetzt, in `'…'` nicht. Für Eigenschaften im Text: + `"Freier Platz: $($laufwerk.FreeSpace)"`. +- **Listen** entstehen mit `@('PC-001', 'PC-002')` oder als Bereich `1..10`. Das erste Element + ist `$liste[0]`, die Anzahl `$liste.Count`. +- **Eigene Objekte** für Berichte: `[PSCustomObject]@{ Name = $n; Status = $s }`. Daraus + wird mit `Export-Csv` eine saubere Tabelle. +- **Bedingungen:** `if (…) { … } elseif (…) { … } else { … }`. In der Klammer steht ein + Vergleich mit `-eq`, `-gt`, `-like` usw. – **nicht** mit `=`, das ist eine Zuweisung. +- **Verknüpfen** mit `-and`, `-or`, `-not`. +- **Schleifen:** `foreach ($pc in $rechner) { … }` geht jedes Element durch. + `while (…) { … }` läuft, solange die Bedingung gilt – und braucht deshalb etwas, das sie + irgendwann falsch werden lässt. +- **Rechnen:** `+ - * /` und `%` für den Rest einer Division. `1GB` ist für PowerShell eine + Zahl, `$bytes / 1GB` rechnet also direkt in Gigabyte um. + +## Übersicht + +```powershell +$grenze = 15 # Prozent freier Platz, ab dem gewarnt wird + +$laufwerke = Get-CimInstance -ClassName Win32_LogicalDisk -Filter 'DriveType = 3' + +foreach ($lw in $laufwerke) { + $frei = [math]::Round($lw.FreeSpace / $lw.Size * 100, 1) + + if ($frei -lt $grenze) { + Write-Warning "$($lw.DeviceID) hat nur noch $frei % frei." + } + else { + Write-Output "$($lw.DeviceID): $frei % frei – in Ordnung." + } +} +``` + +`DriveType = 3` sind lokale Festplatten; USB-Sticks (2) und Netzlaufwerke (4) bleiben außen vor. + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Schreiben Sie ein kurzes PowerShell-Skript, das für eine Liste von drei +Rechnernamen prüft, ob sie per Ping erreichbar sind, und für jeden Rechner „erreichbar" oder +„nicht erreichbar" ausgibt. + +**Antwort:** + +```powershell +$rechner = @('PC-001', 'PC-002', 'PC-003') +foreach ($pc in $rechner) { + if (Test-Connection -ComputerName $pc -Count 1 -Quiet) { + Write-Output "$pc erreichbar" + } + else { + Write-Output "$pc nicht erreichbar" + } +} +``` + +Die Liste wird in einer Variablen gehalten, `foreach` geht jeden Namen durch. +`Test-Connection -Quiet` liefert statt einer ausführlichen Ausgabe nur wahr oder falsch, +was die `if`-Bedingung direkt auswertet. diff --git a/content/handouts/P3-ein-skript-das-bleibt.md b/content/handouts/P3-ein-skript-das-bleibt.md new file mode 100644 index 0000000..74c086e --- /dev/null +++ b/content/handouts/P3-ein-skript-das-bleibt.md @@ -0,0 +1,86 @@ +--- +id: P3 +titel: Ein Skript schreiben, das man in einem Jahr noch versteht +block: programmierung +woche: 7 +worum: Ein Skript, das nur sein Verfasser bedienen kann, ist eine Abhängigkeit. Ein gutes Skript erklärt sich, prüft seine Eingaben und meldet Fehler, statt sie zu verschweigen. +rahmenplan: [A10, A4, A5] +lernfeld: LF5 +merksatz: Sagen, was es tut. Prüfen, was hineinkommt. Melden, was schiefgeht. Erst mit -WhatIf laufen lassen. +karten: + - frage: Wozu dient ein param-Block am Anfang eines Skripts? + antwort: Er legt fest, welche Eingaben das Skript erwartet, mit Typ und ob sie Pflicht sind. Werte stehen dann nicht fest im Code, und PowerShell fragt fehlende Pflichtangaben selbst ab. + - frage: Warum fängt ein try-catch-Block manche Fehler nicht ab, und wie behebt man das? + antwort: Viele Cmdlets melden Fehler nur und laufen weiter (nicht abbrechende Fehler). Mit -ErrorAction Stop am Befehl wird daraus ein abbrechender Fehler, den catch auffängt. + - frage: Was bewirkt die Ausführungsrichtlinie RemoteSigned? + antwort: Selbst geschriebene, lokale Skripte laufen; aus dem Internet heruntergeladene Skripte nur, wenn sie signiert sind. Sie schützt vor versehentlichem Ausführen, ist aber keine Sicherheitsgrenze. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Ein Kopf mit Hilfe:** Ein Block `<# .SYNOPSIS … .EXAMPLE … #>` ganz oben macht das + Skript für `Get-Help .\skript.ps1` lesbar. Darin steht, was es tut, was es braucht und ein + Beispielaufruf. +- **Eingaben als Parameter**, nicht fest im Code: Pfade, Rechnernamen und Grenzwerte gehören + in den `param()`-Block. `[Parameter(Mandatory)]` macht eine Angabe zur Pflicht. +- **Namen, die etwas sagen:** `$freierPlatzProzent` statt `$x`. Kommentare erklären das + **Warum**, nicht das Was – das Was steht im Code. +- **Fehler nicht verschlucken.** `try { … -ErrorAction Stop } catch { … }` fängt Fehler auf + und meldet sie verständlich. Ein leerer `catch`-Block ist schlimmer als gar keiner. +- **Erst trocken, dann echt.** Mit `[CmdletBinding(SupportsShouldProcess)]` bekommt das eigene + Skript `-WhatIf`. Ein Skript, das löscht, ändert oder verschiebt, läuft zuerst so. +- **Klein anfangen und testen.** Erst an einem Testrechner, dann an einem echten, dann an + allen. Jede Stufe mit Blick auf die Ausgabe. +- **Versionieren.** Skripte gehören in ein Git-Repository der IT, nicht auf den Desktop. So + sieht man, wer wann was geändert hat, und kommt zur letzten funktionierenden Fassung zurück. +- **Ausführungsrichtlinie:** Auf Clients ist meist `RemoteSigned` eingestellt. Sie verhindert + versehentliches Ausführen fremder Skripte, ist aber keine Sicherheitsgrenze. + +## Übersicht + +```powershell +<# +.SYNOPSIS + Löscht Protokolldateien, die älter als eine bestimmte Anzahl Tage sind. +.EXAMPLE + .\Protokolle-Aufraeumen.ps1 -Pfad D:\Logs -Tage 30 -WhatIf +#> +[CmdletBinding(SupportsShouldProcess)] +param( + [Parameter(Mandatory)][string]$Pfad, + [int]$Tage = 30 +) + +if (-not (Test-Path $Pfad)) { + throw "Den Pfad $Pfad gibt es nicht." +} + +$stichtag = (Get-Date).AddDays(-$Tage) +$alt = Get-ChildItem $Pfad -Filter *.log -File | Where-Object LastWriteTime -lt $stichtag + +foreach ($datei in $alt) { + if ($PSCmdlet.ShouldProcess($datei.FullName, 'Löschen')) { + try { + Remove-Item $datei.FullName -ErrorAction Stop + } + catch { + Write-Warning "Konnte $($datei.Name) nicht löschen: $($_.Exception.Message)" + } + } +} +``` + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Ein Kollege hat ein Skript geschrieben, das auf allen Rechnern temporäre Dateien +löscht. Pfad und Rechnerliste stehen fest im Code, Fehler werden nicht behandelt. Nennen Sie +vier Verbesserungen und begründen Sie sie. + +**Antwort:** (1) Pfad und Rechnerliste als Parameter übergeben – das Skript lässt sich dann +für andere Fälle nutzen, ohne den Code zu ändern. (2) `-WhatIf` unterstützen und das Skript +zuerst trocken laufen lassen – bei einem löschenden Skript lässt sich so vorab prüfen, was +betroffen wäre. (3) Fehlerbehandlung mit `try`/`catch` und `-ErrorAction Stop` – damit nicht +erreichbare Rechner oder gesperrte Dateien gemeldet und nicht stillschweigend übergangen +werden. (4) Einen Hilfeblock mit Beschreibung und Beispiel ergänzen und das Skript im +Repository der IT versionieren – so kann es auch jemand anderes betreuen. Ebenfalls richtig: +Eingaben prüfen, z. B. mit `Test-Path`, und ein Protokoll der gelöschten Dateien schreiben. diff --git a/content/handouts/S3-datensicherung-planen.md b/content/handouts/S3-datensicherung-planen.md new file mode 100644 index 0000000..01a336e --- /dev/null +++ b/content/handouts/S3-datensicherung-planen.md @@ -0,0 +1,63 @@ +--- +id: S3 +titel: Datensicherung planen – voll, differenziell, inkrementell +block: system +woche: 8 +worum: Eine Sicherung ist erst dann geplant, wenn feststeht, wie viel Datenverlust und wie viel Ausfallzeit der Betrieb verkraftet. +rahmenplan: [A9, A6, A8] +lernfeld: LF4 +merksatz: Drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus – und eine, an die kein Angreifer herankommt. +karten: + - frage: Was ist der Unterschied zwischen einer inkrementellen und einer differenziellen Sicherung? + antwort: Die inkrementelle sichert alles, was sich seit der letzten Sicherung gleich welcher Art geändert hat. Die differenzielle sichert alles seit der letzten Vollsicherung – sie wächst also jeden Tag, lässt sich aber schneller zurückspielen. + - frage: Was braucht man, um am Donnerstag aus einer Vollsicherung vom Sonntag und täglichen inkrementellen Sicherungen wiederherzustellen? + antwort: Die Vollsicherung vom Sonntag und alle inkrementellen Sicherungen von Montag bis Donnerstag, in dieser Reihenfolge. Bei differenziellen Sicherungen genügen die Vollsicherung und die vom Donnerstag. + - frage: Was bedeuten RPO und RTO? + antwort: RPO (Recovery Point Objective) ist der größte hinnehmbare Datenverlust, gemessen in Zeit – er bestimmt, wie oft gesichert wird. RTO (Recovery Time Objective) ist die größte hinnehmbare Ausfallzeit bis zur Wiederherstellung. + - frage: Warum ist ein RAID keine Datensicherung? + antwort: Ein RAID schützt nur vor dem Ausfall einer Festplatte. Gelöschte, verschlüsselte oder beschädigte Dateien sind auf allen Platten gleichzeitig weg – das RAID spiegelt den Schaden mit. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Erst die Anforderungen, dann die Technik.** Wie viel Arbeit darf verloren gehen (RPO)? + Wie lange darf es dauern, bis wieder gearbeitet werden kann (RTO)? Die Antworten kommen + aus der Schutzbedarfsfeststellung, nicht aus dem Datenblatt der Software. +- **Vollsicherung:** alles, jedes Mal. Einfach zurückzuspielen, aber groß und langsam. +- **Inkrementell:** nur das Geänderte seit der letzten Sicherung. Klein und schnell beim + Sichern, beim Zurückspielen braucht man die ganze Kette. +- **Differenziell:** das Geänderte seit der letzten Vollsicherung. Wächst bis zur nächsten + Vollsicherung, zum Zurückspielen reichen zwei Sicherungen. +- **3-2-1-Regel:** drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer + Haus. Gegen Ransomware kommt eine Kopie hinzu, die offline oder unveränderlich ist – sonst + verschlüsselt der Angreifer die Sicherung gleich mit. +- **Generationen:** Tägliche Sicherungen werden einige Tage aufbewahrt, wöchentliche einige + Wochen, monatliche länger (Großvater-Vater-Sohn). So findet man auch einen Fehler, der erst + nach drei Wochen auffällt. +- **Keine Sicherung:** ein RAID, eine Synchronisation in die Cloud, ein Papierkorb. Alle drei + übernehmen eine Löschung oder Verschlüsselung sofort. +- **Sicherungen verschlüsseln**, wenn sie den Betrieb verlassen – und den Schlüssel so + ablegen, dass man ihn im Notfall findet, ohne die Sicherung zu brauchen. + +## Übersicht + +| Art | Sichert | Zurückspielen braucht | Platzbedarf | +|---|---|---|---| +| Voll | alles | eine Sicherung | hoch | +| Differenziell | Änderungen seit der letzten Vollsicherung | Vollsicherung + letzte differenzielle | mittel, wächst täglich | +| Inkrementell | Änderungen seit der letzten Sicherung | Vollsicherung + alle inkrementellen seitdem | gering | + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Die Buchhaltung verkraftet höchstens vier Stunden Datenverlust und muss nach +einem Ausfall am selben Arbeitstag wieder arbeiten können. Entwerfen Sie ein passendes +Sicherungskonzept und begründen Sie es. + +**Antwort:** Das RPO von vier Stunden verlangt mindestens alle vier Stunden während der +Arbeitszeit eine Sicherung, etwa inkrementell um 10, 14 und 18 Uhr, ergänzt durch eine +nächtliche differenzielle und eine wöchentliche Vollsicherung. Das RTO von einem halben +Arbeitstag erfordert, dass die Sicherung schnell erreichbar ist – also eine Kopie auf einem +Sicherungsspeicher im Haus. Nach der 3-2-1-Regel kommt eine Kopie außer Haus hinzu, eine +davon offline oder unveränderlich gegen Ransomware. Aufbewahrt wird nach Generationen +(z. B. 14 Tage täglich, 8 Wochen wöchentlich, 12 Monate monatlich). Das Konzept gilt erst als +umgesetzt, wenn eine Wiederherstellung getestet und die benötigte Zeit gemessen wurde. diff --git a/content/handouts/S4-wiederherstellen-und-testen.md b/content/handouts/S4-wiederherstellen-und-testen.md new file mode 100644 index 0000000..bb1a458 --- /dev/null +++ b/content/handouts/S4-wiederherstellen-und-testen.md @@ -0,0 +1,61 @@ +--- +id: S4 +titel: Wiederherstellen und testen – die Sicherung, die zählt +block: system +woche: 8 +worum: Niemand braucht eine Sicherung. Alle brauchen eine Wiederherstellung. Ob sie gelingt, weiß man nur, wenn man sie geübt hat. +rahmenplan: [A9, A5, A8] +lernfeld: LF4 +merksatz: Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung – sondern eine Hoffnung. +karten: + - frage: Woran erkennt man, ob ein Wiederherstellungstest bestanden ist? + antwort: Die Daten sind vollständig, lesbar und auf dem erwarteten Stand, die Anwendung arbeitet damit, und die gemessene Dauer liegt innerhalb des vereinbarten RTO. + - frage: Warum gehört der Wiederherstellungsplan auch auf Papier? + antwort: Weil er genau dann gebraucht wird, wenn Server, Wiki und Passwortmanager vielleicht nicht erreichbar sind. Ein Plan, der nur auf dem ausgefallenen System liegt, hilft niemandem. + - frage: In welcher Reihenfolge stellt man nach einem Totalausfall die Systeme wieder her? + antwort: Nach Abhängigkeiten und Schutzbedarf – zuerst die Grundlagen wie Netz, Verzeichnisdienst und Namensauflösung, dann die Systeme mit dem höchsten Verfügbarkeitsbedarf, zuletzt der Rest. +--- + +## Das Wesentliche + +- **Regelmäßig testen**, nicht erst im Ernstfall. Eine einzelne Datei jeden Monat, eine + ganze Anwendung oder ein ganzer Server mindestens einmal im Jahr und nach jeder größeren + Änderung an der Sicherung. +- **Auf eine Testumgebung zurückspielen**, nicht über das laufende System. Sonst wird aus + dem Test der Ernstfall. +- **Messen, nicht schätzen.** Wie lange hat das Zurückspielen gedauert – einschließlich + Suchen, Anfordern des Mediums und Prüfen? Das ist die Zahl, die man mit dem RTO vergleicht. +- **Das Ergebnis prüfen:** Öffnet sich die Datei, startet die Anwendung, stimmt der Stand? + Eine fehlerfrei abgeschlossene Wiederherstellung mit leeren Dateien ist ein + fehlgeschlagener Test. +- **Protokollieren:** Datum, was zurückgespielt wurde, von welcher Sicherung, Dauer, + Ergebnis, Auffälligkeiten. Das Protokoll ist der Nachweis gegenüber Geschäftsführung, + Prüfern und Versicherung. +- **Der Wiederherstellungsplan** nennt Reihenfolge, Zuständige, Zugangsdaten zum + Sicherungssystem und den Ort der Schlüssel. Er liegt ausgedruckt an einem bekannten Ort. +- **Reihenfolge nach Abhängigkeiten:** Ohne Netz, Verzeichnisdienst und Namensauflösung + läuft keine Fachanwendung, egal wie wichtig sie ist. + +## Übersicht + +| Test | Wie oft | Zeigt | +|---|---|---| +| Einzelne Datei oder E-Mail | monatlich | Die Sicherung läuft und ist lesbar | +| Ganzer Ordner mit Berechtigungen | vierteljährlich | Rechte kommen mit zurück | +| Ganze Anwendung samt Datenbank | halbjährlich | Die Anwendung arbeitet mit den gesicherten Daten | +| Ganzer Server bzw. virtuelle Maschine | jährlich | Das RTO ist einzuhalten | + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Die Sicherungssoftware meldet seit Monaten „erfolgreich". Warum genügt das nicht +als Nachweis, und wie gehen Sie bei einem Wiederherstellungstest vor? + +**Antwort:** Die Meldung bestätigt nur, dass der Sicherungsvorgang ohne Fehler beendet +wurde – nicht, dass die richtigen Daten gesichert wurden, dass sie lesbar sind und dass sie +sich in der geforderten Zeit zurückspielen lassen. Vorgehen: (1) Umfang und Ziel des Tests +festlegen, etwa eine Anwendung samt Datenbank auf einen Testserver. (2) Die Wiederherstellung +durchführen und die Zeit vom Beginn bis zur Arbeitsfähigkeit messen. (3) Das Ergebnis +inhaltlich prüfen – Daten vollständig, Anwendung startet, Stand entspricht dem +Sicherungszeitpunkt. (4) Das Ergebnis mit RPO und RTO vergleichen, protokollieren und +Abweichungen als Maßnahme erfassen. (5) Die Testumgebung anschließend bereinigen, weil sie +echte Daten enthält. diff --git a/content/handouts/S5-raid-nas-san.md b/content/handouts/S5-raid-nas-san.md new file mode 100644 index 0000000..739d244 --- /dev/null +++ b/content/handouts/S5-raid-nas-san.md @@ -0,0 +1,62 @@ +--- +id: S5 +titel: RAID, NAS und SAN – Speicher, der einen Ausfall übersteht +block: system +woche: 8 +worum: Festplatten fallen aus, das ist sicher. Ein RAID sorgt dafür, dass man es erst an der Warnmeldung merkt und nicht am Stillstand. +rahmenplan: [A9, B1, A3] +lernfeld: LF2 +merksatz: RAID gegen Plattenausfall, Sicherung gegen alles andere. Das eine ersetzt das andere nie. +karten: + - frage: Wie viel Speicher ist nutzbar, und wie viele Platten dürfen ausfallen – bei RAID 1, RAID 5 und RAID 6? + antwort: RAID 1 – die Hälfte, eine Platte je Spiegel. RAID 5 – alle Platten bis auf eine, eine darf ausfallen. RAID 6 – alle Platten bis auf zwei, zwei dürfen ausfallen. + - frage: Ein RAID 5 aus fünf Platten mit je 4 TB – wie viel ist nutzbar? + antwort: 16 TB. Eine Platte entfällt auf die Paritätsinformation, also (5 − 1) × 4 TB. + - frage: Worin unterscheiden sich NAS und SAN? + antwort: Ein NAS stellt Dateien über das Netzwerk bereit, etwa per SMB oder NFS – die Clients sehen Freigaben. Ein SAN stellt Speicherblöcke bereit, etwa per iSCSI oder Fibre Channel – der Server sieht eine Festplatte und legt selbst ein Dateisystem an. +--- + +## Das Wesentliche + +- **RAID 0** verteilt die Daten auf mehrere Platten (Striping). Schnell, aber ohne jede + Ausfallsicherheit: Fällt eine Platte aus, ist alles weg. Kein Einsatz für wichtige Daten. +- **RAID 1** spiegelt zwei Platten. Halbe Kapazität, eine Platte darf ausfallen. Typisch für + das Betriebssystem eines Servers. +- **RAID 5** verteilt Daten und Paritätsinformation über mindestens drei Platten. Eine Platte + darf ausfallen. Bei großen Platten ist der Wiederaufbau lang und belastet die übrigen + Platten – fällt währenddessen eine zweite aus, sind die Daten verloren. +- **RAID 6** wie RAID 5 mit doppelter Parität, mindestens vier Platten. Zwei Platten dürfen + ausfallen. Heute die bessere Wahl für große Datenspeicher. +- **RAID 10** ist ein Verbund aus Spiegeln (mindestens vier Platten). Halbe Kapazität, schnell + beim Schreiben, je Spiegelpaar darf eine Platte ausfallen. Gut für Datenbanken. +- **Hot-Spare:** eine Reserveplatte, die bei einem Ausfall sofort einspringt. Der + Wiederaufbau beginnt, bevor jemand den Ausfall bemerkt. +- **Überwachen:** Ein RAID mit ausgefallener Platte läuft weiter und sieht gesund aus. + Ohne Benachrichtigung merkt man den ersten Ausfall erst am zweiten. +- **NAS, SAN, DAS:** NAS liefert Dateien übers Netz, SAN liefert Speicherblöcke an Server, DAS + hängt direkt an einem einzigen Server. + +## Übersicht + +| Stufe | Mindestens | Nutzbar bei n Platten | Darf ausfallen | Typischer Einsatz | +|---|---|---|---|---| +| RAID 0 | 2 | n | keine | Zwischenspeicher, Videoschnitt | +| RAID 1 | 2 | n / 2 | eine | Systemplatten | +| RAID 5 | 3 | n − 1 | eine | kleinere Datenspeicher | +| RAID 6 | 4 | n − 2 | zwei | große Datenspeicher, NAS | +| RAID 10 | 4 | n / 2 | eine je Spiegel | Datenbanken, virtuelle Maschinen | + +## Prüfungsfrage + +**Frage:** Für ein NAS stehen sechs Festplatten mit je 8 TB zur Verfügung. Vergleichen Sie +RAID 5, RAID 6 und RAID 10 hinsichtlich nutzbarer Kapazität und Ausfallsicherheit und +geben Sie eine Empfehlung. + +**Antwort:** RAID 5: (6 − 1) × 8 TB = 40 TB nutzbar, eine Platte darf ausfallen. RAID 6: +(6 − 2) × 8 TB = 32 TB, zwei beliebige Platten dürfen ausfallen. RAID 10: 6 / 2 × 8 TB = 24 TB, +je Spiegelpaar darf eine Platte ausfallen – fallen beide Platten eines Paares aus, sind die +Daten verloren. Empfehlung: RAID 6. Bei 8-TB-Platten dauert der Wiederaufbau viele Stunden; +in dieser Zeit verträgt RAID 5 keinen weiteren Fehler, RAID 6 schon. RAID 10 wäre schneller +beim Schreiben, kostet aber deutlich mehr Kapazität, und für ein NAS mit Dateiablagen ist +die Schreibleistung meist nicht entscheidend. Unabhängig davon ersetzt keine RAID-Stufe die +Datensicherung. diff --git a/content/lernzielkontrollen/woche-05.yaml b/content/lernzielkontrollen/woche-05.yaml new file mode 100644 index 0000000..b277048 --- /dev/null +++ b/content/lernzielkontrollen/woche-05.yaml @@ -0,0 +1,94 @@ +id: woche-05 +woche: 5 +titel: Lernzielkontrolle Woche 5 – Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit +dauer_minuten: 40 +hinweis: >- + Offene Fragen. Antworten in ganzen Sätzen; bei Rechtsfragen genügt die + sinngemäße Regel, die Paragrafennummer ist nicht gefordert. + +fragen: + - id: f1 + frage: >- + Ein Auszubildender ist seit sechs Wochen im Betrieb und möchte die + Ausbildung beenden, weil er doch studieren will. Was muss er beachten? + Wie wäre es nach acht Monaten? + punkte: 6 + musterloesung: >- + Nach sechs Wochen liegt er in der Probezeit (ein bis vier Monate). Er kann + jederzeit ohne Einhaltung einer Frist und ohne Angabe von Gründen kündigen, + die Kündigung muss aber schriftlich erfolgen. Nach acht Monaten ist die + Probezeit vorbei: Er kann dann mit einer Frist von vier Wochen kündigen, + weil er die Berufsausbildung aufgeben will; die Kündigung muss schriftlich + und unter Angabe des Grundes erfolgen. (Probezeit 2 P., Kündigung darin 1 P., + Frist danach 2 P., Schriftform mit Grund 1 P.) + + - id: f2 + frage: >- + Nennen Sie je drei Pflichten des Auszubildenden und des Ausbildungsbetriebs. + punkte: 6 + musterloesung: >- + Auszubildender (drei aus): sich bemühen, die berufliche Handlungsfähigkeit + zu erwerben; übertragene Aufgaben sorgfältig ausführen; an + Ausbildungsmaßnahmen und der Berufsschule teilnehmen; Weisungen im Rahmen + der Ausbildung befolgen; die Betriebsordnung beachten; Geräte und + Werkzeuge pfleglich behandeln; über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse + Stillschweigen wahren; den Ausbildungsnachweis führen. + Betrieb (drei aus): die Ausbildung planmäßig durchführen; Ausbildungsmittel + kostenlos zur Verfügung stellen; zum Besuch der Berufsschule freistellen + und anhalten; Zeit zum Führen des Ausbildungsnachweises geben und ihn + regelmäßig durchsehen; nur ausbildungsbezogene Aufgaben übertragen; eine + angemessene Vergütung zahlen. (Je Pflicht 1 P.) + + - id: f3 + frage: >- + Warum lohnt es sich, das Berichtsheft gewissenhaft zu führen? Nennen Sie + zwei Gründe. + punkte: 4 + musterloesung: >- + (1) Ein ordnungsgemäß geführter Ausbildungsnachweis ist Voraussetzung für + die Zulassung zur Abschlussprüfung. (2) Er belegt gegenüber Betrieb und + Kammer, was tatsächlich vermittelt wurde – bei Streit über ausbildungsfremde + Tätigkeiten oder Lücken ist er das wichtigste Beweismittel. Ebenfalls + richtig: Er hilft bei der Prüfungsvorbereitung, weil er zeigt, welche Themen + schon behandelt wurden. (Je Grund 2 P.) + + - id: f4 + frage: >- + Erklären Sie den Unterschied zwischen Aufbau- und Ablauforganisation an + einem Beispiel aus Ihrem Betrieb. + punkte: 6 + musterloesung: >- + Die Aufbauorganisation beschreibt die Struktur: Abteilungen, Stellen und + Weisungsbeziehungen, dargestellt im Organigramm – etwa dass die IT der + kaufmännischen Leitung unterstellt ist. Die Ablauforganisation beschreibt, + wie Arbeit über die Stellen hinweg fließt – etwa der Weg einer + Kundenbestellung vom Vertrieb über die Arbeitsvorbereitung und Fertigung + bis zum Versand und zur Rechnung. (Definition je 2 P., stimmiges Beispiel 2 P.) + + - id: f5 + frage: >- + Ein Kollege schreibt Ihnen im Chat das Passwort für einen Serverzugang, + damit Sie eine Störung beheben können. Wie bewerten Sie das, und wie wäre + es richtig gewesen? + punkte: 5 + musterloesung: >- + Passwörter gehören nicht in den Chat: Nachrichten werden gespeichert, + lassen sich weiterleiten, sind auf mehreren Geräten sichtbar und oft auch + für Administratoren der Plattform lesbar. Richtig wäre, den Zugang über den + Passwortmanager des Teams zu teilen oder ein persönliches Konto mit den + nötigen Rechten einzurichten. Ist das Passwort bereits im Chat gelandet, + wird es nach der Störung geändert. (Bewertung mit Begründung 3 P., + richtiger Weg 2 P.) + + - id: f6 + frage: >- + Ordnen Sie jedem Anliegen den passenden Kommunikationsweg zu und begründen + Sie kurz: (a) Der Drucker im Lager druckt nicht. (b) Sie möchten wissen, + ob ein Kollege um 14 Uhr Zeit hat. (c) Sie sagen einem Lieferanten einen + Liefertermin zu. + punkte: 6 + musterloesung: >- + (a) Ticket – die Störung muss erfasst, zugewiesen und nachvollziehbar + abgeschlossen werden. (b) Chat oder kurzer Anruf – eine schnelle Absprache + ohne Nachweisbedarf. (c) E-Mail – eine Zusage an Externe muss nachweisbar + sein und an einen bestimmten Empfänger gehen. (Je Zuordnung mit Begründung 2 P.) diff --git a/content/lernzielkontrollen/woche-07.yaml b/content/lernzielkontrollen/woche-07.yaml new file mode 100644 index 0000000..9175b9d --- /dev/null +++ b/content/lernzielkontrollen/woche-07.yaml @@ -0,0 +1,86 @@ +id: woche-07 +woche: 7 +titel: Lernzielkontrolle Woche 7 – Skripting mit PowerShell +dauer_minuten: 45 +hinweis: >- + Offene Fragen. Bei Code zählt, dass er funktionieren würde – Schreibweise von + Groß- und Kleinbuchstaben und kleine Tippfehler werden nicht abgezogen. + +fragen: + - id: f1 + frage: >- + Erklären Sie, was in der PowerShell-Pipeline von Befehl zu Befehl + weitergereicht wird, und welchen Vorteil das gegenüber einer Shell hat, + die Text weiterreicht. + punkte: 5 + musterloesung: >- + Weitergereicht werden Objekte mit Eigenschaften und Methoden, keine + Textzeilen. Der nächste Befehl kann direkt auf Eigenschaften wie Status, + Name oder Größe zugreifen, nach ihnen filtern und sortieren. Bei einer + Textshell müsste man die gewünschte Angabe erst aus der Zeile + herausschneiden; ändert sich das Ausgabeformat, bricht das Skript. + (Objekte 2 P., Vorteil mit Begründung 3 P.) + + - id: f2 + frage: >- + Schreiben Sie eine Befehlszeile, die die zehn größten Dateien im Ordner + D:\Daten (ohne Unterordner) mit Name und Größe anzeigt, die größte zuerst. + punkte: 6 + musterloesung: >- + Get-ChildItem D:\Daten -File | Sort-Object Length -Descending | + Select-Object -First 10 Name, Length. Bewertung: Dateien des Ordners + abrufen (2 P.), absteigend nach Length sortieren (2 P.), auf zehn + begrenzen und die Eigenschaften auswählen (2 P.). Der Schalter -File ist + wünschenswert, aber nicht gefordert. + + - id: f3 + frage: >- + Was gibt das folgende Skript aus? Begründen Sie. + $liste = @(3, 8, 12, 5); + $treffer = 0; + foreach ($zahl in $liste) { if ($zahl -gt 4) { $treffer++ } }; + $treffer + punkte: 4 + musterloesung: >- + Ausgabe: 3. Die Schleife geht alle vier Zahlen durch; die Bedingung ist + bei 8, 12 und 5 erfüllt, nicht bei 3. Bei jedem Treffer wird der Zähler + um eins erhöht. (Ergebnis 2 P., Begründung 2 P.) + + - id: f4 + frage: >- + Erklären Sie den Unterschied zwischen -eq, -like und -match an je einem + Beispiel. + punkte: 6 + musterloesung: >- + -eq vergleicht auf Gleichheit: 'PC-001' -eq 'pc-001' ist wahr, weil + Groß- und Kleinschreibung keine Rolle spielt. -like vergleicht mit + Platzhaltern: 'PC-001' -like 'PC-*' ist wahr. -match prüft gegen einen + regulären Ausdruck: 'PC-001' -match '^PC-\d{3}$' ist wahr, weil auf + "PC-" genau drei Ziffern folgen. (Je Operator mit Beispiel 2 P.) + + - id: f5 + frage: >- + Ein Skript soll alte Benutzerprofile löschen. Was tun Sie, bevor Sie es + auf allen Rechnern ausführen? Nennen Sie drei Schritte. + punkte: 6 + musterloesung: >- + (1) Mit -WhatIf laufen lassen und prüfen, welche Profile betroffen wären. + (2) Zuerst an einem Testrechner, dann an einem einzelnen echten Rechner + ausführen und das Ergebnis kontrollieren. (3) Sicherstellen, dass eine + aktuelle Sicherung der betroffenen Daten vorliegt. Ebenfalls richtig: + Änderung ankündigen bzw. als Änderungsanfrage freigeben lassen, Protokoll + der gelöschten Profile schreiben, Ausschlussliste für Dienst- und + Administratorkonten einbauen. (Je Schritt 2 P.) + + - id: f6 + frage: >- + Im folgenden Ausschnitt wird ein Fehler beim Kopieren nicht vom + catch-Block aufgefangen. Warum, und wie beheben Sie das? + try { Copy-Item \\server\vorlagen\*.docx C:\Vorlagen } catch { Write-Warning 'Kopieren fehlgeschlagen' } + punkte: 5 + musterloesung: >- + Copy-Item meldet die meisten Fehler als nicht abbrechende Fehler: Er gibt + eine Fehlermeldung aus und läuft weiter, der catch-Block wird nicht + erreicht. Abhilfe: -ErrorAction Stop an den Befehl anhängen, dann wird der + Fehler zu einem abbrechenden Fehler und vom catch-Block aufgefangen. + (Ursache 3 P., Behebung 2 P.) diff --git a/content/rahmenplan.yaml b/content/rahmenplan.yaml index 8bc3767..2b3e1ff 100644 --- a/content/rahmenplan.yaml +++ b/content/rahmenplan.yaml @@ -203,3 +203,11 @@ bloecke: kuerzel: S titel: Betriebssysteme und Dienste farbe: petrol + - id: sicherheit + kuerzel: I + titel: IT-Sicherheit und Datenschutz + farbe: petrol + - id: programmierung + kuerzel: P + titel: Skripting und Automatisierung + farbe: petrol diff --git a/content/wochen/05-ausbildung-und-betrieb.yaml b/content/wochen/05-ausbildung-und-betrieb.yaml new file mode 100644 index 0000000..35bc46f --- /dev/null +++ b/content/wochen/05-ausbildung-und-betrieb.yaml @@ -0,0 +1,30 @@ +nummer: 5 +titel: Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit +block: arbeitsalltag +leitfrage: Für wen arbeitet die IT – und woher weißt du, was diese Leute brauchen? +ziel: >- + Du kennst deine Rechte und Pflichten in der Ausbildung, kannst den Aufbau des + Betriebs aus Sicht der IT beschreiben und wählst für jede Absprache den + passenden Kanal. + +handouts: [A4, A5, A6] +aufgaben: ["5.1"] +checklisten: [] +lernzielkontrolle: woche-05 + +tage: + - tag: Montag + theorie: [A4] + praxis: Den eigenen Ausbildungsvertrag und den betrieblichen Ausbildungsplan durchlesen, Fragen notieren und mit dem Ausbilder klären. + - tag: Dienstag + theorie: [A5] + praxis: Praxisaufgabe 5.1 beginnen – Organigramm besorgen, Gesprächstermine mit allen Abteilungen vereinbaren, erste Gespräche führen. + - tag: Mittwoch + theorie: [A6] + praxis: Ablage der IT-Dokumentation sichten, drei veraltete oder doppelte Dokumente finden und einen Vorschlag zur Bereinigung machen. + - tag: Donnerstag + theorie: [] + praxis: Praxisaufgabe 5.1 abschließen – restliche Gespräche, Abhängigkeiten einzeichnen, Übersicht ablegen, Tickets anlegen. + - tag: Freitag + theorie: [] + praxis: Lernzielkontrolle, danach Berichtsheft schreiben. diff --git a/content/wochen/06-sicherheit-und-datenschutz.yaml b/content/wochen/06-sicherheit-und-datenschutz.yaml new file mode 100644 index 0000000..25cec7c --- /dev/null +++ b/content/wochen/06-sicherheit-und-datenschutz.yaml @@ -0,0 +1,30 @@ +nummer: 6 +titel: IT-Sicherheit und Datenschutz +block: sicherheit +leitfrage: Was ist hier eigentlich wie viel wert – und wer würde es vermissen? +ziel: >- + Du kannst den Schutzbedarf eines Arbeitsbereichs feststellen und begründen, + einen Arbeitsplatz auf typische Schwachstellen prüfen und richtig reagieren, + wenn ein Konto oder Daten in falsche Hände geraten sind. + +handouts: [I1, I2, I3] +aufgaben: ["6.1"] +checklisten: [05-arbeitsplatz-sicherheit-pruefen] +lernzielkontrolle: null + +tage: + - tag: Montag + theorie: [I1] + praxis: Drei Anwendungen des Betriebs gemeinsam mit dem Ausbilder einstufen, je Schutzziel mit Begründung. + - tag: Dienstag + theorie: [I2] + praxis: Fünf Arbeitsplätze nach Checkliste prüfen, Abweichungen als Tickets anlegen. + - tag: Mittwoch + theorie: [I3] + praxis: Praxisaufgabe 6.1 beginnen – Bereich wählen, Informationen und Anwendungen erfassen, Gespräch mit der Leitung vereinbaren. + - tag: Donnerstag + theorie: [] + praxis: Praxisaufgabe 6.1 abschließen – Systeme ableiten, Einstufung abstimmen, Maßnahmen vorschlagen. + - tag: Freitag + theorie: [] + praxis: Ergebnis der Schutzbedarfsfeststellung dem Ausbilder vorstellen, Berichtsheft schreiben. diff --git a/content/wochen/07-skripting.yaml b/content/wochen/07-skripting.yaml new file mode 100644 index 0000000..6b8af8a --- /dev/null +++ b/content/wochen/07-skripting.yaml @@ -0,0 +1,30 @@ +nummer: 7 +titel: Skripting mit PowerShell +block: programmierung +leitfrage: Welche Arbeit machst du jede Woche von Hand, obwohl ein Rechner sie besser könnte? +ziel: >- + Du kannst mit der PowerShell-Pipeline Informationen abfragen und filtern, + ein Skript mit Variablen, Bedingungen und Schleifen schreiben und es so + gestalten, dass andere es sicher benutzen können. + +handouts: [P1, P2, P3] +aufgaben: ["7.1"] +checklisten: [] +lernzielkontrolle: woche-07 + +tage: + - tag: Montag + theorie: [P1] + praxis: Zehn Fragen an das eigene System mit der Pipeline beantworten – etwa welche Dienste beendet sind, die automatisch starten sollten. + - tag: Dienstag + theorie: [P2] + praxis: Ein Skript schreiben, das vor knappem Speicherplatz warnt, und an drei Rechnern testen. + - tag: Mittwoch + theorie: [P3] + praxis: Praxisaufgabe 7.1 beginnen – Angaben in den CIM-Klassen finden, Objekt bauen, erster Lauf. + - tag: Donnerstag + theorie: [] + praxis: Praxisaufgabe 7.1 abschließen – Aktualisieren statt Anhängen, Fehlerbehandlung, Hilfeblock, Lauf auf drei Rechnern. + - tag: Freitag + theorie: [] + praxis: Lernzielkontrolle, danach Berichtsheft schreiben. diff --git a/content/wochen/08-datensicherung.yaml b/content/wochen/08-datensicherung.yaml new file mode 100644 index 0000000..ec28980 --- /dev/null +++ b/content/wochen/08-datensicherung.yaml @@ -0,0 +1,30 @@ +nummer: 8 +titel: Datensicherung und Speicher +block: system +leitfrage: Wie lange dauert es wirklich, bis nach einem Ausfall wieder gearbeitet werden kann? +ziel: >- + Du kannst ein Sicherungskonzept aus dem Schutzbedarf ableiten, eine + Wiederherstellung durchführen und messen und die passende RAID-Stufe für + einen Datenspeicher begründen. + +handouts: [S3, S4, S5] +aufgaben: ["8.1"] +checklisten: [06-wiederherstellung-testen] +lernzielkontrolle: null + +tage: + - tag: Montag + theorie: [S3] + praxis: Die Sicherungsaufträge des Betriebs gemeinsam mit dem Ausbilder durchgehen und je Auftrag Art, Häufigkeit und Aufbewahrung notieren. + - tag: Dienstag + theorie: [S5] + praxis: RAID-Zustand und Plattenüberwachung von Server und NAS prüfen, Kapazitäten für drei Ausbaustufen durchrechnen. + - tag: Mittwoch + theorie: [S4] + praxis: Eine einzelne Datei und einen Ordner mit Berechtigungen nach Checkliste zurückspielen. + - tag: Donnerstag + theorie: [] + praxis: Praxisaufgabe 8.1 – Sicherung des Bereichs prüfen, auf die Testumgebung zurückspielen, Zeit messen, Vorschläge schreiben. + - tag: Freitag + theorie: [] + praxis: Monatliches Feedbackgespräch, danach Berichtsheft schreiben.