id: woche-01 woche: 1 titel: Lernzielkontrolle Woche 1 – Arbeitsalltag und Auftrag dauer_minuten: 30 hinweis: >- Offene Fragen, keine Hilfsmittel. Antworte in ganzen Sätzen – bei der Abschlussprüfung wird ebenfalls nicht in Stichworten bewertet. fragen: - id: f1 frage: >- Nennen Sie vier Angaben, die in jede Störungsmeldung gehören, und begründen Sie bei zweien davon, warum sie ohne Rückfrage nötig sind. punkte: 8 musterloesung: >- Betroffene Person und Gerät oder Dienst; das beobachtete Verhalten einschließlich Fehlermeldung im Wortlaut; der Zeitpunkt des ersten Auftretens; die bereits durchgeführten Maßnahmen. Begründungen: Der Zeitpunkt erlaubt den Abgleich mit Änderungen und Protokolldateien und grenzt damit den Ursachenraum ein. Die bereits durchgeführten Maßnahmen verhindern, dass der Bearbeiter dieselben Schritte wiederholt und Zeit verliert. (Je Angabe 1 Punkt, je Begründung 2 Punkte.) - id: f2 frage: >- Ein Kollege schreibt als Betreff "Rechner spinnt". Formulieren Sie einen brauchbaren Betreff und erklären Sie in einem Satz, woran man einen guten Betreff erkennt. punkte: 4 musterloesung: >- Beispiel: "PC-042 Buchhaltung – Bluescreen beim Start von Word, seit heute 09:15". Ein guter Betreff nennt Gerät oder Dienst, das Fehlerbild und den Zeitpunkt und ist damit in der Ticketübersicht allein verständlich, ohne dass das Ticket geöffnet werden muss. - id: f3 frage: >- Warum wiederholt man im Kundengespräch das geschilderte Problem in eigenen Worten, bevor man mit der Fehlersuche beginnt? punkte: 4 musterloesung: >- Weil Missverständnisse dadurch auffallen, bevor Arbeitszeit in die falsche Richtung fließt. Der Kunde kann sofort korrigieren. Zusätzlich zeigt die Zusammenfassung, dass zugehört wurde, was die Anspannung senkt und die weitere Zusammenarbeit erleichtert. - id: f4 frage: >- Sie sollen den Aufwand für die Einrichtung von zehn Arbeitsplätzen schätzen. Beschreiben Sie Ihr Vorgehen in vier Schritten. punkte: 8 musterloesung: >- (1) Die Arbeit für einen Arbeitsplatz in einzelne Schritte zerlegen. (2) Jeden Schritt getrennt schätzen, jeweils mit bestem, wahrscheinlichem und schlechtestem Fall. (3) Prüfen, welche Schritte sich für zehn Geräte vorbereiten oder parallelisieren lassen – ein einmal erstelltes Abbild ersetzt zehn Installationen, die Zeit steigt also nicht linear. (4) Weg-, Rüst- und Übergabezeiten je Gerät ergänzen, Wartezeiten als Durchlaufzeit getrennt ausweisen und einen begründeten Puffer offenlegen; das Ergebnis als Spanne nennen. - id: f5 frage: >- Was gehört in ein Ticket, wenn Sie es schließen? Nennen Sie zwei Dinge und erklären Sie, warum "erledigt" nicht genügt. punkte: 6 musterloesung: >- Die festgestellte Ursache und die durchgeführte Maßnahme, idealerweise ergänzt um den tatsächlichen Aufwand. "Erledigt" genügt nicht, weil das Ticket die einzige Dokumentation des Vorgangs ist: Tritt der Fehler erneut auf oder bearbeitet ihn jemand anderes, ist ohne Ursache und Maßnahme die gesamte Fehlersuche zu wiederholen. Außerdem lässt sich ohne diese Angaben nicht erkennen, ob ein Fehler häufig auftritt und eine dauerhafte Lösung braucht.