id: woche-15 woche: 15 titel: Lernzielkontrolle Woche 15 – Serviceanfragen bearbeiten dauer_minuten: 40 hinweis: >- Offene Fragen. Es zählt die Begründung – bei Priorisierungen sind auch abweichende Einstufungen richtig, wenn sie schlüssig begründet sind. fragen: - id: f1 frage: >- Ordnen Sie zu und begründen Sie kurz, ob es sich um eine Störung, eine Serviceanfrage, ein Problem oder eine Änderung handelt: (a) Ein neuer Mitarbeiter braucht ein Konto. (b) Das VPN bricht bei allen Außendienstlern seit drei Wochen jeden Montag ab. (c) Die Firewall soll eine neue Firmware bekommen. (d) Ein Nutzer kann keine Mails mehr senden. punkte: 8 musterloesung: >- (a) Serviceanfrage – nichts ist kaputt, verlangt wird eine vorgesehene Standardleistung. (b) Problem – eine wiederkehrende Ursache hinter vielen Störungen, die dauerhaft beseitigt werden muss; die einzelnen Meldungen sind jeweils Störungen. (c) Änderung – ein geplanter Eingriff in ein laufendes System, der bewertet, freigegeben und mit Rückweg umgesetzt wird. (d) Störung – eine ungeplante Beeinträchtigung, Ziel ist die schnelle Wiederherstellung. (Je Zuordnung mit Begründung 2 P.) - id: f2 frage: >- Erklären Sie, wie die Priorität eines Tickets ermittelt wird, und wenden Sie das auf folgenden Fall an: Der Server mit der Lohnbuchhaltung ist am Tag vor der Gehaltsabrechnung nicht erreichbar. punkte: 6 musterloesung: >- Die Priorität ergibt sich aus Auswirkung (wie viele Nutzer bzw. wie wichtige Abläufe) und Dringlichkeit (wie schnell entsteht Schaden, gibt es eine Umgehung), die in einer Matrix verknüpft werden. Fall: Die Auswirkung ist hoch, weil die Gehaltszahlung aller Beschäftigten betroffen ist und gesetzliche bzw. vertragliche Fristen drohen. Die Dringlichkeit ist hoch, weil die Abrechnung am nächsten Tag laufen muss und es keine Umgehung gibt. Ergebnis: höchste Priorität (P1). (Verfahren 2 P., Auswirkung 2 P., Dringlichkeit und Ergebnis 2 P.) - id: f3 frage: >- Was ist der Unterschied zwischen funktionaler und hierarchischer Eskalation? Nennen Sie je ein Beispiel. punkte: 4 musterloesung: >- Funktional: Weitergabe an eine Stelle mit mehr Fachwissen, z. B. vom ersten Level an den Netzwerkadministrator, weil die Ursache im Switch liegt. Hierarchisch: Einbeziehung der Führungsebene, z. B. weil die vereinbarte Lösungszeit nicht zu halten ist oder für die Lösung eine Anschaffung freigegeben werden muss. (Je Begriff mit Beispiel 2 P.) - id: f4 frage: >- Was ist ein Workaround, und warum wird ein Ticket geschlossen, sobald er greift, obwohl die Ursache noch besteht? punkte: 4 musterloesung: >- Ein Workaround ist eine Umgehung, mit der der Nutzer weiterarbeiten kann, obwohl die Ursache noch nicht beseitigt ist. Die Störung wird geschlossen, weil ihr Ziel – die Arbeitsfähigkeit des Nutzers – erreicht ist. Die Ursache wird getrennt im zugehörigen Problem weiterverfolgt; so bleibt sichtbar, dass noch etwas offen ist, ohne dass das Ticket des Nutzers wochenlang offen steht. (Begriff 2 P., Begründung 2 P.) - id: f5 frage: >- Nennen Sie fünf Angaben, die vor einer normalen Änderung feststehen müssen. punkte: 5 musterloesung: >- Fünf aus: Beschreibung der Änderung; Grund bzw. Ziel; betroffene Systeme und Nutzer; Risikoeinschätzung; Rückweg; Sicherung bzw. Snapshot vorher; Freigabe durch die zuständige Person; Zeitpunkt bzw. Wartungsfenster; Ankündigung an die Betroffenen; Verantwortlicher für die Umsetzung; Kriterien, an denen der Erfolg geprüft wird. (Je Angabe 1 P.) - id: f6 frage: >- Formulieren Sie den Titel und die Gliederung eines Wissensartikels zu folgender Störung: Nutzer können nach dem Kennwortwechsel nicht mehr auf ihr Netzlaufwerk zugreifen, weil Windows noch das alte Kennwort gespeichert hat. punkte: 5 musterloesung: >- Titel nach dem Symptom in Nutzersprache, z. B. „Netzlaufwerk nach Kennwortwechsel nicht erreichbar – Zugriff verweigert". Gliederung: Gilt für (Windows-Version, betroffene Laufwerke); Symptom mit Fehlermeldung im Wortlaut; Ursache (altes Kennwort in der Anmeldeinformationsverwaltung gespeichert); Lösung in Schritten (Eintrag entfernen, neu anmelden bzw. Laufwerk neu verbinden); Prüfen; Stand und Verfasser. (Titel 2 P., Gliederung 3 P.)