# Glossar – Begriffe in verständlichem Deutsch erklärt. # Begriffe, die in Handouts vorkommen, werden dort automatisch verlinkt. # `formen` nennt weitere Schreibweisen, unter denen der Begriff im Text erkannt # werden soll (Plural, Abkürzung, ausgeschriebene Fassung). - begriff: APIPA steht_fuer: Automatic Private IP Addressing formen: ["169.254"] erklaerung: >- Die Notlösung eines Rechners, wenn kein DHCP-Server antwortet: Er gibt sich selbst eine Adresse aus dem Bereich 169.254.x.x. Damit erreicht er nur andere Geräte, die dasselbe getan haben. Praktisch ist es keine Adresse, sondern eine Fehlermeldung mit vier Zahlen. siehe_auch: [DHCP] - begriff: Blockgröße erklaerung: >- Beim Subnetting die Anzahl der Adressen, die ein Netz umfasst – einschließlich Netz- und Broadcastadresse. Sie ergibt sich aus 256 minus dem Maskenwert im betreffenden Oktett und ist der Schlüssel zum Rechnen im Kopf. siehe_auch: [Subnetzmaske, CIDR] - begriff: Broadcast erklaerung: >- Eine Nachricht an alle Geräte im selben Netz. Die Broadcastadresse ist die höchste Adresse eines Netzes und kann keinem Gerät zugewiesen werden. siehe_auch: [Netzadresse] - begriff: CIDR steht_fuer: Classless Inter-Domain Routing formen: [Präfixschreibweise] erklaerung: >- Die Schreibweise mit Schrägstrich, etwa 192.168.10.0/24. Die Zahl nach dem Schrägstrich sagt, wie viele Bits von links das Netz bezeichnen. Kürzer und weniger fehleranfällig als die Maske in vier Zahlen. siehe_auch: [Subnetzmaske] - begriff: DHCP steht_fuer: Dynamic Host Configuration Protocol erklaerung: >- Der Dienst, der Geräten beim Einschalten eine IP-Adresse zuteilt – dazu Maske, Gateway und DNS-Server. Die Adresse gilt auf Zeit und wird selbstständig verlängert. Ablauf in vier Schritten: Discover, Offer, Request, Acknowledge. siehe_auch: [APIPA, DNS, Lease] - begriff: DNS steht_fuer: Domain Name System erklaerung: >- Übersetzt Namen in IP-Adressen. Wenn eine IP-Adresse erreichbar ist, der Name aber nicht, liegt der Fehler hier. Gegenprobe mit nslookup. siehe_auch: [DHCP, TTL] - begriff: Gateway formen: [Standardgateway] erklaerung: >- Der Ausgang aus dem eigenen Netz. Alles, was nicht im selben Netz liegt, schickt ein Rechner an diese Adresse. Liegt das Gateway selbst nicht im eigenen Netz, kommt der Rechner nirgendwo hin. siehe_auch: [Subnetzmaske, Router] - begriff: Lease formen: [Mietdauer] erklaerung: >- Die Zeit, für die ein per DHCP vergebene Adresse gilt. Nach der Hälfte der Zeit fragt der Client von sich aus nach Verlängerung. siehe_auch: [DHCP] - begriff: MAC-Adresse steht_fuer: Media Access Control erklaerung: >- Die werkseitig vergebene Kennung einer Netzwerkschnittstelle, sechs Byte lang. Sie gilt nur im selben Netz und wird an jedem Router ersetzt. Grundlage für DHCP-Reservierungen. siehe_auch: [Switch] - begriff: Netzadresse erklaerung: >- Die kleinste Adresse eines Netzes, bei der alle Hostbits null sind. Sie bezeichnet das Netz selbst und wird keinem Gerät zugewiesen. siehe_auch: [Broadcast, Subnetzmaske] - begriff: NTFS-Berechtigung erklaerung: >- Die Zugriffsrechte, die direkt am Dateisystem hängen. Sie gelten lokal wie über das Netz. Trifft sie auf eine Freigabeberechtigung, setzt sich die jeweils strengere durch. siehe_auch: [Freigabeberechtigung, Vererbung] - begriff: Freigabeberechtigung erklaerung: >- Die Rechte, die für den Zugriff über das Netz auf eine Freigabe gelten. In der Praxis wird sie großzügig gesetzt und die eigentliche Steuerung über NTFS-Berechtigungen gemacht – sonst sucht man den Fehler an zwei Stellen. siehe_auch: [NTFS-Berechtigung] - begriff: Vererbung erklaerung: >- Berechtigungen eines Ordners gelten für alles darunter, solange die Vererbung nicht unterbrochen wird. Jede Unterbrechung muss dokumentiert werden – sonst versteht sie in zwei Jahren niemand mehr. siehe_auch: [NTFS-Berechtigung] - begriff: Prinzip der geringsten Rechte formen: [Least Privilege] erklaerung: >- Jedes Konto bekommt genau die Rechte, die es für seine Aufgabe braucht, und nicht mehr. Auf Zeit vergebene Rechte werden wieder entzogen. Der wirksamste einzelne Schutz gegen Schadsoftware und Fehlbedienung. siehe_auch: [NTFS-Berechtigung] - begriff: Port erklaerung: >- Die Nummer, die auf einem Rechner den Dienst bezeichnet – 443 für HTTPS, 445 für Dateifreigaben. Ist eine IP-Adresse erreichbar, ein Dienst aber nicht, ist meist ein Port gesperrt. siehe_auch: [Firewall] - begriff: Firewall erklaerung: >- Filtert Datenverkehr nach Regeln – nach Adresse, Port und je nach Bauart auch nach Anwendung. Eine Firewall, deren Regeln niemand mehr versteht, schützt weniger, als sie stört. siehe_auch: [Port] - begriff: Router erklaerung: >- Verbindet verschiedene Netze und entscheidet anhand der IP-Adresse, wohin ein Paket weitergeht. Arbeitet auf Schicht 3. siehe_auch: [Switch, Gateway] - begriff: Switch erklaerung: >- Verteilt Datenpakete innerhalb eines Netzes anhand der MAC-Adresse. Arbeitet auf Schicht 2. Viele Geräte können zusätzlich routen – bei der Fehlersuche muss klar sein, in welcher Rolle das Gerät gerade arbeitet. siehe_auch: [Router, MAC-Adresse, VLAN] - begriff: VLAN steht_fuer: Virtual Local Area Network erklaerung: >- Eine logische Aufteilung eines Switches in mehrere getrennte Netze. Ein Arbeitsplatz im falschen VLAN verhält sich wie einer mit gezogenem Kabel – er bekommt keine passende Adresse. siehe_auch: [Switch] - begriff: SMART steht_fuer: Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology erklaerung: >- Die Selbstauskunft eines Datenträgers über seinen Zustand. Reallocated und Pending Sectors über null bedeuten Tausch. Ein sauberer Wert ist keine Garantie, ein auffälliger aber eine verlässliche Warnung. siehe_auch: [Datenträger] - begriff: Subnetzmaske formen: [Maske, Netzmaske] erklaerung: >- Legt fest, welcher Teil einer IP-Adresse das Netz bezeichnet und welcher den einzelnen Rechner. Sie beantwortet genau eine Frage: Kann ich mein Ziel direkt erreichen oder muss ich über das Gateway? siehe_auch: [CIDR, Gateway, Blockgröße] - begriff: TTL steht_fuer: Time to Live erklaerung: >- Die Gültigkeitsdauer eines DNS-Eintrags im Zwischenspeicher. Wer einen Server umzieht, setzt die TTL vorher herunter – sonst zeigen Clients tagelang auf die alte Adresse. siehe_auch: [DNS] - begriff: Ticket erklaerung: >- Der dokumentierte Vorgang zu einer Störung oder einem Auftrag. Es ist nicht Verwaltungsaufwand neben der Arbeit, sondern die einzige Dokumentation der Arbeit. siehe_auch: [] - begriff: Datenträger formen: [Festplatte, SSD] erklaerung: >- Der dauerhafte Speicher eines Rechners. Festplatten verschleißen mechanisch, SSDs durch Schreibvorgänge – die Kennzahlen für den Zustand sind deshalb unterschiedlich. siehe_auch: [SMART] # --- Woche 5: Ausbildung, Betrieb, Zusammenarbeit ------------------------- - begriff: Probezeit erklaerung: >- Der erste Abschnitt der Ausbildung, mindestens einen und höchstens vier Monate lang. In dieser Zeit können beide Seiten jederzeit ohne Frist und ohne Angabe von Gründen kündigen, schriftlich. - begriff: Ausbildungsnachweis formen: [Berichtsheft, Ausbildungsnachweise, Ausbildungsnachweises] erklaerung: >- Die schriftliche oder elektronische Aufzeichnung dessen, was in der Ausbildung tatsächlich gelernt und getan wurde. Ein ordnungsgemäß geführter Nachweis ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. - begriff: Organigramm erklaerung: >- Die zeichnerische Darstellung der Aufbauorganisation eines Betriebs: Abteilungen, Stellen und wer wem gegenüber weisungsbefugt ist. - begriff: Betriebsrat erklaerung: >- Die gewählte Vertretung der Beschäftigten. Er hat unter anderem ein Mitbestimmungsrecht, wenn technische Einrichtungen eingeführt werden, die Verhalten oder Leistung überwachen können – also bei vielen IT-Projekten. siehe_auch: [Jugend- und Auszubildendenvertretung] - begriff: Jugend- und Auszubildendenvertretung steht_fuer: JAV formen: [JAV] erklaerung: >- Die Interessenvertretung der Beschäftigten unter 18 und der Auszubildenden unter 25. Sie kann gewählt werden, wo es einen Betriebsrat und in der Regel mindestens fünf solcher Beschäftigten gibt. siehe_auch: [Betriebsrat] # --- Woche 6: IT-Sicherheit und Datenschutz ------------------------------- - begriff: Schutzziele formen: [Schutzziel, Schutzzielen] erklaerung: >- Die drei Grundwerte der Informationssicherheit: Vertraulichkeit (nur Befugte sehen die Daten), Integrität (die Daten sind unverfälscht) und Verfügbarkeit (sie stehen bereit, wenn sie gebraucht werden). siehe_auch: [Schutzbedarf] - begriff: Schutzbedarf formen: [Schutzbedarfs, Schutzbedarfsfeststellung] erklaerung: >- Wie viel Schutz eine Information oder ein System braucht – gemessen am Schaden, der entstünde, wenn ein Schutzziel verletzt würde. Der IT-Grundschutz des BSI unterscheidet normal, hoch und sehr hoch. siehe_auch: [Schutzziele, Maximumprinzip] - begriff: Maximumprinzip erklaerung: >- Ein IT-System übernimmt den höchsten Schutzbedarf aller Anwendungen, die auf ihm laufen. Eine einzige Anwendung mit sehr hohem Bedarf hebt also das ganze System an. siehe_auch: [Schutzbedarf] - begriff: Phishing formen: [Phishing-Mail, Phishing-Mails] erklaerung: >- Gefälschte Nachrichten oder Webseiten, die zur Eingabe von Zugangsdaten oder zu einer Zahlung verleiten sollen. Erkennungszeichen sind Zeitdruck, ein unpassender Absender und ein Link, dessen Ziel nicht zum Absender passt. - begriff: Zwei-Faktor-Authentifizierung steht_fuer: 2FA formen: [2FA, MFA, zweiter Faktor, zweiten Faktor] erklaerung: >- Eine Anmeldung, die neben dem Passwort einen zweiten, unabhängigen Nachweis verlangt – etwa einen Code aus einer App oder einen Sicherheitsschlüssel. Ein gestohlenes Passwort allein genügt dann nicht mehr. - begriff: DSGVO steht_fuer: Datenschutz-Grundverordnung formen: [Datenschutz-Grundverordnung] erklaerung: >- Die europäische Verordnung, die regelt, wie personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet und geschützt werden müssen. Sie gilt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. siehe_auch: [personenbezogene Daten] - begriff: personenbezogene Daten formen: [personenbezogener Daten, personenbezogenen Daten] erklaerung: >- Alle Angaben, die sich einer bestimmten oder bestimmbaren Person zuordnen lassen – Name, E-Mail-Adresse, Personalnummer, aber auch eine IP-Adresse oder ein Foto. siehe_auch: [DSGVO] # --- Woche 7: Skripting mit PowerShell ------------------------------------ - begriff: Cmdlet formen: [Cmdlets] erklaerung: >- Ein eingebauter PowerShell-Befehl. Cmdlets heißen immer nach dem Muster Verb-Substantiv, etwa Get-Service, und liefern Objekte statt Text. siehe_auch: [Pipeline] - begriff: Pipeline erklaerung: >- Die Verkettung von Befehlen mit dem senkrechten Strich. In PowerShell wandern dabei Objekte von Befehl zu Befehl, die sich nach ihren Eigenschaften filtern, sortieren und auswählen lassen. siehe_auch: [Cmdlet] # --- Woche 8: Datensicherung und Speicher --------------------------------- - begriff: Vollsicherung formen: [Vollsicherungen] erklaerung: >- Eine Sicherung aller ausgewählten Daten, unabhängig davon, ob sie sich geändert haben. Grundlage für inkrementelle und differenzielle Sicherungen. siehe_auch: [inkrementelle Sicherung, differenzielle Sicherung] - begriff: inkrementelle Sicherung formen: [inkrementellen Sicherung, inkrementellen Sicherungen, inkrementell] erklaerung: >- Sichert nur, was sich seit der letzten Sicherung gleich welcher Art geändert hat. Schnell und platzsparend; zum Zurückspielen braucht man die Vollsicherung und alle inkrementellen Sicherungen seitdem. siehe_auch: [Vollsicherung, differenzielle Sicherung] - begriff: differenzielle Sicherung formen: [differenziellen Sicherung, differenziellen Sicherungen, differenziell] erklaerung: >- Sichert alles, was sich seit der letzten Vollsicherung geändert hat. Wächst bis zur nächsten Vollsicherung; zum Zurückspielen genügen die Vollsicherung und die letzte differenzielle Sicherung. siehe_auch: [Vollsicherung, inkrementelle Sicherung] - begriff: RPO steht_fuer: Recovery Point Objective erklaerung: >- Der größte Datenverlust, den ein Bereich verkraftet, gemessen in Zeit. Ein RPO von vier Stunden heißt: Es muss mindestens alle vier Stunden gesichert werden. siehe_auch: [RTO] - begriff: RTO steht_fuer: Recovery Time Objective erklaerung: >- Die größte Ausfallzeit, die ein Bereich verkraftet, bis nach einem Schaden wieder gearbeitet werden kann. Ob sie eingehalten wird, zeigt nur ein gemessener Wiederherstellungstest. siehe_auch: [RPO] - begriff: RAID steht_fuer: Redundant Array of Independent Disks erklaerung: >- Ein Verbund mehrerer Festplatten, der je nach Stufe schneller ist oder den Ausfall einzelner Platten übersteht. Ein RAID schützt nicht vor Löschen, Verschlüsselung oder Beschädigung von Dateien – es ist keine Datensicherung. - begriff: NAS steht_fuer: Network Attached Storage erklaerung: >- Ein Speichergerät im Netzwerk, das Dateien über Freigaben bereitstellt, etwa per SMB oder NFS. siehe_auch: [SAN, RAID] - begriff: SAN steht_fuer: Storage Area Network erklaerung: >- Ein Speichernetz, das Servern Speicherblöcke bereitstellt, etwa per iSCSI. Der Server sieht eine Festplatte und legt selbst ein Dateisystem darauf an. siehe_auch: [NAS] # --- Woche 9: Virtualisierung ---------------------------------------------- - begriff: Hypervisor formen: [Hypervisoren, Hypervisors] erklaerung: >- Die Software, die einen physischen Rechner in mehrere virtuelle Maschinen aufteilt. Typ 1 läuft direkt auf der Hardware (für Server), Typ 2 als Programm auf einem Betriebssystem (für Tests am Arbeitsplatz). siehe_auch: [virtuelle Maschine] - begriff: virtuelle Maschine steht_fuer: VM formen: [virtuellen Maschine, virtuelle Maschinen, virtuellen Maschinen, VM, VMs] erklaerung: >- Ein vollständiger Rechner mit eigenem Betriebssystem, der nicht auf eigener Hardware läuft, sondern sich die Ressourcen eines Hosts mit anderen VMs teilt. siehe_auch: [Hypervisor, Snapshot] - begriff: Snapshot formen: [Snapshots] erklaerung: >- Ein eingefrorener Zustand einer virtuellen Maschine, zu dem man zurückkehren kann. Gut als Rückweg für Stunden vor einer Änderung, aber keine Datensicherung – er liegt auf demselben Speicher und wird mit der Zeit groß und langsam. siehe_auch: [virtuelle Maschine, Vollsicherung] - begriff: Thin Provisioning erklaerung: >- Eine virtuelle Festplatte belegt nur den tatsächlich beschriebenen Platz und wächst bei Bedarf. Spart Speicher, kann ihn aber unbemerkt volllaufen lassen, wenn mehr zugesagt ist, als vorhanden ist. - begriff: Container erklaerung: >- Eine abgeschlossene Laufzeitumgebung für eine Anwendung, die sich den Kern des Host-Betriebssystems teilt. Leichter und schneller als eine virtuelle Maschine, aber weniger stark von anderen getrennt. siehe_auch: [virtuelle Maschine] # --- Woche 10: Verzeichnisdienst und Serverdienste ------------------------- - begriff: Active Directory steht_fuer: AD erklaerung: >- Der Verzeichnisdienst von Microsoft. Er verwaltet Benutzer, Computer, Gruppen und Richtlinien einer Domäne zentral und prüft Anmeldungen. siehe_auch: [Domänencontroller, Organisationseinheit, Gruppenrichtlinie] - begriff: Domänencontroller formen: [Domänencontrollern, Domänencontrollers] erklaerung: >- Ein Server, der das Verzeichnis einer Domäne hält und Anmeldungen prüft. Man betreibt mindestens zwei, damit ein Ausfall niemanden aussperrt. siehe_auch: [Active Directory, DNS] - begriff: Organisationseinheit steht_fuer: OU (Organizational Unit) formen: [Organisationseinheiten, OU, OUs] erklaerung: >- Ein Ordner im Active Directory, der Konten und Computer ordnet. An Organisationseinheiten werden Gruppenrichtlinien verknüpft und Verwaltungsrechte delegiert – Berechtigungen auf Dateien vergibt man dagegen an Gruppen. siehe_auch: [Active Directory, Gruppenrichtlinie, AGDLP] - begriff: AGDLP erklaerung: >- Die Regel für Gruppen im Active Directory: Accounts in Global groups, Global groups in Domain Local groups, Permissions an die Domain Local groups. Die globale Gruppe beschreibt die Rolle, die domänenlokale das Recht. siehe_auch: [Prinzip der geringsten Rechte, NTFS-Berechtigung] - begriff: Gruppenrichtlinie steht_fuer: GPO (Group Policy Object) formen: [Gruppenrichtlinien, GPO, GPOs] erklaerung: >- Ein Bündel zentraler Einstellungen für Computer oder Benutzer, das an einen Standort, die Domäne oder eine Organisationseinheit verknüpft wird. Angewendet in der Reihenfolge lokal, Standort, Domäne, OU – was zuletzt kommt, gewinnt. siehe_auch: [Organisationseinheit, Active Directory] - begriff: Schattenkopie formen: [Schattenkopien] erklaerung: >- Eine Zeitpunktkopie eines Laufwerks auf dem Dateiserver, über die Benutzer frühere Fassungen einer Datei selbst zurückholen können. Liegt auf demselben Laufwerk und ersetzt deshalb keine Datensicherung. siehe_auch: [Vollsicherung] # --- Woche 11: Netze trennen und verbinden --------------------------------- - begriff: Trunk formen: [Trunks, Trunk-Port, Trunk-Ports] erklaerung: >- Eine Switchverbindung, die mehrere VLANs gleichzeitig überträgt und jeden Rahmen mit seiner VLAN-ID markiert (IEEE 802.1Q). Verbindet Switches untereinander und mit Routern, Firewalls und Access Points. siehe_auch: [VLAN, Switch] - begriff: Standardroute formen: [Standardrouten, Default-Route] erklaerung: >- Der Eintrag 0.0.0.0/0 in einer Routingtabelle. Er greift für alle Ziele, für die es keine genauere Route gibt – meist der Weg ins Internet. siehe_auch: [Router, Gateway] - begriff: 802.1X erklaerung: >- Ein Verfahren, bei dem sich Geräte oder Benutzer vor dem Zugang zum Netz anmelden müssen – im WLAN als WPA2/WPA3-Enterprise, auch an Switchports. Die Prüfung übernimmt meist ein RADIUS-Server. siehe_auch: [RADIUS] - begriff: RADIUS steht_fuer: Remote Authentication Dial-In User Service erklaerung: >- Ein Dienst, der Anmeldungen am Netz zentral prüft, etwa gegen die Benutzerkonten im Verzeichnisdienst. Wird für WLAN-Zugänge mit eigenen Zugangsdaten je Person gebraucht. siehe_auch: [802.1X] # --- Woche 12: Kundenauftrag ----------------------------------------------- - begriff: Lastenheft formen: [Lastenhefts, Lastenhefte] erklaerung: >- Die Beschreibung des Auftraggebers, was er braucht und wofür. Die Grundlage, auf die der Auftragnehmer mit dem Pflichtenheft antwortet. siehe_auch: [Pflichtenheft] - begriff: Pflichtenheft formen: [Pflichtenhefts, Pflichtenhefte] erklaerung: >- Die Beschreibung des Auftragnehmers, wie und womit er die Anforderungen aus dem Lastenheft umsetzt – einschließlich der Kriterien, an denen bei der Abnahme geprüft wird. siehe_auch: [Lastenheft] - begriff: Bezugspreis formen: [Bezugspreise, Bezugskalkulation] erklaerung: >- Der Preis, den der Betrieb für eine Ware tatsächlich zahlt: Listenpreis minus Rabatt minus Skonto plus Bezugskosten wie Versand und Verpackung. siehe_auch: [Skonto] - begriff: Skonto erklaerung: >- Ein Preisnachlass für Zahlung innerhalb einer kurzen Frist, etwa 2 Prozent bei Zahlung binnen zehn Tagen. Wird vom Zieleinkaufspreis berechnet, also nach Abzug des Rabatts. siehe_auch: [Bezugspreis] - begriff: Werkvertrag formen: [Werkvertrags, Werkverträge] erklaerung: >- Ein Vertrag, bei dem ein Erfolg geschuldet wird, etwa ein funktionierendes Netzwerk. Bezahlt wird nach der Abnahme. siehe_auch: [Dienstvertrag, Gewährleistung] - begriff: Dienstvertrag formen: [Dienstvertrags, Dienstverträge] erklaerung: >- Ein Vertrag, bei dem eine Tätigkeit geschuldet wird, nicht ein Erfolg – etwa Support nach Stunden oder eine Schulung. siehe_auch: [Werkvertrag] - begriff: Gewährleistung formen: [Mängelhaftung] erklaerung: >- Die gesetzliche Haftung des Verkäufers für Mängel, die bei Übergabe vorhanden waren – bei neuen Sachen in der Regel zwei Jahre. Anders als die Garantie ist sie nicht freiwillig. siehe_auch: [Werkvertrag] - begriff: SLA steht_fuer: Service Level Agreement formen: [SLAs] erklaerung: >- Eine Vereinbarung über messbare Leistungswerte eines Dienstes, etwa Reaktionszeit, Wiederherstellungszeit und Verfügbarkeit. 99,9 Prozent Verfügbarkeit erlauben knapp neun Stunden Ausfall im Jahr. siehe_auch: [RTO]