id: woche-09 woche: 9 titel: Lernzielkontrolle Woche 9 – Virtualisierung dauer_minuten: 40 hinweis: >- Offene Fragen. Produktnamen sind als Beispiel willkommen, aber nicht gefordert – es zählt das Prinzip. fragen: - id: f1 frage: >- Erklären Sie den Unterschied zwischen einem Hypervisor vom Typ 1 und vom Typ 2 und nennen Sie je einen typischen Einsatz. punkte: 5 musterloesung: >- Typ 1 läuft direkt auf der Hardware ohne darunterliegendes Betriebssystem und verwaltet die Ressourcen selbst – Einsatz: Servervirtualisierung im Rechenzentrum, z. B. Proxmox VE, Hyper-V, VMware ESXi. Typ 2 läuft als Anwendung auf einem Wirtsbetriebssystem – Einsatz: Test- und Schulungsumgebungen am Arbeitsplatz, z. B. VirtualBox. (Unterschied 3 P., Einsatz je 1 P.) - id: f2 frage: >- Ein Kollege möchte vor einem Update einen Snapshot anlegen und ihn „sicherheitshalber" die nächsten drei Monate behalten. Was raten Sie ihm, und warum? punkte: 6 musterloesung: >- Den Snapshot vor dem Update anlegen ist richtig. Nach einer kurzen Beobachtungszeit, wenn das Update fehlerfrei läuft, sollte er ihn aber löschen: Der Snapshot wächst mit jeder Änderung, belegt Speicher und verlangsamt die VM; außerdem hängt er von der Ausgangsdatei ab und liegt auf demselben Speicher, schützt also nicht vor dessen Ausfall. Für einen Rückweg über Wochen ist die Datensicherung zuständig. (Empfehlung 2 P., Begründung 4 P.) - id: f3 frage: >- Ein Host hat 16 physische Kerne und 128 GB Arbeitsspeicher. Darauf sollen zwölf VMs mit je 4 virtuellen Kernen und 12 GB laufen. Beurteilen Sie die Planung. punkte: 6 musterloesung: >- Prozessor: 48 virtuelle auf 16 physische Kerne, also 3 zu 1 überbucht. Das ist bei Servern mit gemischter Last üblich und meist unproblematisch, sollte aber anhand der Auslastung beobachtet werden. Arbeitsspeicher: 12 × 12 GB = 144 GB bei 128 GB physisch – überbucht, zumal der Host selbst ebenfalls Speicher braucht. Das führt zu Auslagerung und spürbaren Einbrüchen. Abhilfe: Speicher je VM nach gemessenem Bedarf verringern, Arbeitsspeicher aufrüsten oder VMs auf einen zweiten Host verteilen. (Prozessor 2 P., Speicher mit Rechnung 3 P., Abhilfe 1 P.) - id: f4 frage: >- Was versteht man unter Thin Provisioning, und welches Risiko entsteht dabei? Nennen Sie eine Gegenmaßnahme. punkte: 5 musterloesung: >- Eine virtuelle Festplatte belegt nur den tatsächlich beschriebenen Platz und wächst bei Bedarf bis zur zugesagten Größe. Werden insgesamt mehr zugesagt als physisch vorhanden, kann der Speicher volllaufen; dann bleiben alle VMs auf diesem Speicher stehen. Gegenmaßnahme: den tatsächlichen Füllstand überwachen und bei Warnschwellen rechtzeitig erweitern oder aufräumen. (Begriff 2 P., Risiko 2 P., Maßnahme 1 P.) - id: f5 frage: >- Nennen Sie vier Angaben, die zu jeder virtuellen Maschine dokumentiert werden sollten, und begründen Sie eine davon. punkte: 5 musterloesung: >- Vier aus: Zweck, Verantwortlicher, Betriebssystem, Ressourcen, Netz bzw. VLAN und IP-Adresse, Speicherort, Sicherung, Datum der Bereitstellung. Beispielbegründung Verantwortlicher: Ohne ihn weiß niemand, ob die VM noch gebraucht wird, wer Änderungen freigibt und wen man bei einer Störung fragt – solche VMs werden nie abgeschaltet und nie gepflegt. (Je Angabe 1 P., Begründung 1 P.) - id: f6 frage: >- Worin unterscheidet sich ein Container von einer virtuellen Maschine? punkte: 4 musterloesung: >- Eine virtuelle Maschine hat ein vollständiges eigenes Betriebssystem auf virtueller Hardware. Ein Container teilt sich den Kern des Host-Betriebssystems und bringt nur die Anwendung mit ihren Abhängigkeiten mit. Container starten dadurch schneller und brauchen weniger Ressourcen, sind aber weniger stark voneinander getrennt. (Unterschied 2 P., Folgen 2 P.)