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Florian WildeandClaude Opus 5.5 08459d8c99 Inhalte: Wochen 9 bis 12
- Woche 9 Virtualisierung (B1, A8, LF9)
- Woche 10 Verzeichnisdienst und Serverdienste (B3, A6, LF10)
- Woche 11 Netze trennen und verbinden (B2, A6, LF9)
- Woche 12 Kundenauftrag von der Anfrage bis zur Abnahme (A2, A3, A7)

12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten,
2 Lernzielkontrollen, 23 Glossareintraege, Themenblock Server und
Virtualisierung. Die Praxisaufgaben 9.1 und 10.1 bauen aufeinander auf:
Der Testserver aus Woche 9 traegt die Testdomaene in Woche 10.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
2026-10-04 22:28:42 +02:00

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V2 Snapshots, virtuelle Netze und virtueller Speicher server 9 Drei Dinge, die bei der Virtualisierung anders funktionieren als bei echter Hardware – und an denen man sich am häufigsten verschätzt.
B1
B2
A9
LF9 Ein Snapshot ist ein Rückweg für Stunden, keine Sicherung für Wochen.
frage antwort
Warum ist ein Snapshot keine Datensicherung? Er liegt auf demselben Speicher wie die VM und hängt von ihrer Ausgangsdatei ab. Geht der Speicher kaputt, sind VM und Snapshot gemeinsam weg. Außerdem wächst er mit jeder Änderung und bremst die VM, je länger er besteht.
frage antwort
Was ist der Unterschied zwischen Thin und Thick Provisioning? Beim Thin Provisioning belegt eine virtuelle Festplatte nur so viel Platz, wie tatsächlich beschrieben ist, und wächst mit. Beim Thick Provisioning wird die volle Größe sofort reserviert. Thin spart Platz, kann den Speicher aber unbemerkt volllaufen lassen.
frage antwort
Wie kommt eine virtuelle Maschine ins echte Netz? Über einen virtuellen Switch auf dem Host, der mit einer physischen Netzwerkkarte verbunden ist. Die VM hängt am virtuellen Switch wie ein Rechner an einem echten Switch – auch VLANs lassen sich dort zuordnen.

Das Wesentliche

  • Snapshot: ein eingefrorener Zustand der VM. Ab dem Snapshot schreibt die VM ihre Änderungen in eine eigene Datei; zurückgehen heißt, diese Datei zu verwerfen.
  • Wofür Snapshots gut sind: vor einem Update, einer Konfigurationsänderung, einem Test. Ist alles in Ordnung, wird der Snapshot gelöscht – das führt die Änderungen zurück in die eigentliche Festplattendatei.
  • Wofür nicht: als Sicherung. Er liegt auf demselben Speicher, hängt von der Ausgangsdatei ab und wird mit jedem Tag größer und langsamer.
  • Bei Datenbanken und Domänencontrollern Vorsicht: Ein Zurücksetzen kann die Daten durcheinanderbringen, wenn andere Systeme in der Zwischenzeit mit ihnen gearbeitet haben. Hier gilt, was der Hersteller dazu empfiehlt.
  • Virtueller Switch: verbindet die VMs untereinander und über eine physische Netzwerkkarte mit dem echten Netz. Ein Switch ohne physische Karte ergibt ein abgeschlossenes Netz – gut für Testumgebungen.
  • Virtuelle Festplatten sind Dateien auf dem Speicher des Hosts. Thin wächst mit, thick ist sofort voll belegt. Wer thin bereitstellt, muss den tatsächlichen Füllstand überwachen, sonst bleiben irgendwann alle VMs gleichzeitig stehen.
  • Vorlagen: Eine fertig eingerichtete VM wird zur Vorlage, aus der neue VMs entstehen. Bei Windows vorher mit Sysprep verallgemeinern, sonst haben alle Kopien dieselbe Kennung.

Übersicht

Vorhaben Passendes Werkzeug
Vor dem Update für zwei Stunden einen Rückweg haben Snapshot, danach löschen
Den Stand von letzter Woche wiederherstellen Datensicherung
Zehn gleiche Test-VMs bereitstellen Vorlage
Eine VM ohne Verbindung zum Firmennetz betreiben Virtueller Switch ohne physische Karte
Wissen, wann der Speicher voll ist Überwachung des tatsächlichen Füllstands

Prüfungsfrage

Frage: Auf einem Host laufen zehn VMs mit Thin-Provisioning, insgesamt 4 TB zugesagt auf einem Speicher von 2 TB. Ein Kollege hält das für unproblematisch, weil derzeit nur 1,2 TB belegt sind. Bewerten Sie das.

Antwort: Die Zusage übersteigt den physischen Speicher um das Doppelte. Solange die VMs wenig schreiben, geht das gut; wachsen ihre Daten aber – etwa durch Protokolldateien, Updates oder einen Fehler, der eine Datei vollschreibt –, läuft der gemeinsame Speicher voll. Dann können alle VMs nicht mehr schreiben und bleiben stehen, nicht nur die verursachende. Die Überbuchung ist nur vertretbar mit einer Überwachung des tatsächlichen Füllstands mit Warnschwellen (etwa bei 70 und 85 Prozent), einem Plan zur Erweiterung des Speichers und dem Verzicht auf alte Snapshots, die zusätzlich Platz belegen.