- Woche 9 Virtualisierung (B1, A8, LF9) - Woche 10 Verzeichnisdienst und Serverdienste (B3, A6, LF10) - Woche 11 Netze trennen und verbinden (B2, A6, LF9) - Woche 12 Kundenauftrag von der Anfrage bis zur Abnahme (A2, A3, A7) 12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 23 Glossareintraege, Themenblock Server und Virtualisierung. Die Praxisaufgaben 9.1 und 10.1 bauen aufeinander auf: Der Testserver aus Woche 9 traegt die Testdomaene in Woche 10. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
4.3 KiB
id, titel, block, woche, worum, rahmenplan, lernfeld, merksatz, karten
| id | titel | block | woche | worum | rahmenplan | lernfeld | merksatz | karten | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| V5 | Gruppenrichtlinien – Einstellungen für alle auf einmal | server | 10 | Mit Gruppenrichtlinien setzt man Einstellungen zentral, statt sie an jedem Rechner von Hand vorzunehmen. Wer die Reihenfolge der Anwendung nicht kennt, sucht lange nach dem Grund, warum eine Einstellung nicht greift. |
|
LF10 | Lokal, Standort, Domäne, OU – was zuletzt kommt, gewinnt. gpresult sagt, was wirklich angekommen ist. |
|
Das Wesentliche
- Ein Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) bündelt Einstellungen – etwa Bildschirmsperre, Laufwerkszuordnungen, Updates, Sicherheitsoptionen – und wird an einen Standort, die Domäne oder eine OU verknüpft.
- Computer- und Benutzerkonfiguration: Die eine wirkt auf Rechner beim Start, die andere auf Benutzer bei der Anmeldung. Wirksam wird nur, was zu den Objekten in der verknüpften OU passt.
- Reihenfolge LSDOU: lokal, Standort, Domäne, OU, bei geschachtelten OUs von oben nach unten. Was später kommt, überschreibt Früheres.
- Ausnahmen: Eine als erzwungen markierte Verknüpfung setzt sich gegen tiefere durch. An einer OU lässt sich die Vererbung deaktivieren. Beides sparsam einsetzen – jede Ausnahme ist eine Stelle, an der man später sucht.
- Filtern nach Sicherheitsgruppe, wenn eine Richtlinie nur für einen Teil der Objekte gelten soll – statt dafür eine eigene OU anzulegen.
- Aktualisierung: Clients holen Richtlinien beim Start, bei der Anmeldung und danach etwa alle 90 Minuten. Manche Einstellungen, etwa Softwareverteilung, greifen erst nach Neustart oder Neuanmeldung.
- Prüfen statt raten:
gpresult /rzeigt am Client, was angekommen ist und was herausgefiltert wurde.gpupdate /forcewendet sofort neu an. - Eine Richtlinie, ein Zweck.
GPO-Clients-Bildschirmsperreist auffindbar und abschaltbar; eine Richtlinie mit 80 gemischten Einstellungen ist es nicht.
Übersicht
| Vorhaben | Wo einstellen |
|---|---|
| Bildschirmsperre nach 10 Minuten für alle Clients | Computerkonfiguration, verknüpft an die OU der Clients |
Laufwerk S: für die Buchhaltung |
Benutzerkonfiguration (Einstellungen), gefiltert auf die Gruppe der Buchhaltung |
| Kennwortrichtlinie der Domäne | Standard-Domänenrichtlinie |
| Ausnahme für einen einzelnen Testrechner | Eigene OU oder Filterung – nicht die Vererbung für alle abschalten |
Prüfungsfrage
Frage: Eine neue Gruppenrichtlinie für eine Bildschirmsperre wirkt auf den Rechnern der Verwaltung nicht. Beschreiben Sie Ihr Vorgehen bei der Fehlersuche.
Antwort: (1) Prüfen, ob die Richtlinie an die richtige OU verknüpft und die Verknüpfung
aktiviert ist – und ob die Rechner tatsächlich in dieser OU liegen. (2) Prüfen, ob die
Einstellung im passenden Teil steht: Liegen in der OU nur Computerkonten, muss sie in der
Computerkonfiguration stehen. (3) Am Client gpupdate /force ausführen, ggf. neu starten,
und mit gpresult /r prüfen, ob die Richtlinie angewendet oder herausgefiltert wurde –
etwa durch eine Sicherheitsfilterung. (4) Prüfen, ob eine später angewendete oder erzwungene
Richtlinie die Einstellung überschreibt oder die Vererbung an einer OU deaktiviert ist.
(5) Bei Fehlern in gpresult die Erreichbarkeit des Domänencontrollers und die
DNS-Einstellungen des Clients prüfen.