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Florian WildeandClaude Opus 5.5 70a3cd2d28 Inhalte: Wochen 13 bis 16
- Woche 13 Linux-Grundlagen (B3, A6, LF9)
- Woche 14 Betrieb und Ueberwachung (A8, A5, LF11)
- Woche 15 Serviceanfragen bearbeiten (A1, A2, A5, LF6)
- Woche 16 Vorbereitung auf Teil 1 (C3, C4, A10, LF2, LF5)

12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten,
2 Lernzielkontrollen und eine Probepruefung Teil 1 (90 Minuten,
100 Punkte, eine durchgehende Fallsituation). Alle Rechenbeispiele
nachgerechnet.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
2026-10-05 06:33:31 +02:00

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Raw Blame History

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A11 Priorisieren und eskalieren – was zuerst, und wer übernimmt arbeitsalltag 15 Wer immer das lauteste Ticket zuerst bearbeitet, lässt die wichtigen liegen. Die Priorität ergibt sich aus Auswirkung und Dringlichkeit – nicht aus der Lautstärke.
A1
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LF6 Priorität = Auswirkung × Dringlichkeit. Eskalieren ist keine Niederlage, sondern ein vereinbarter Weg.
frage antwort
Woraus ergibt sich die Priorität eines Tickets? Aus der Auswirkung (wie viele Nutzer, wie wichtige Abläufe sind betroffen) und der Dringlichkeit (wie schnell entsteht Schaden, gibt es eine Umgehung). Beides wird eingestuft und in einer Matrix zur Priorität verknüpft.
frage antwort
Was ist der Unterschied zwischen funktionaler und hierarchischer Eskalation? Funktional wird ein Ticket an eine Stelle mit mehr Fachwissen weitergegeben, etwa vom ersten an den zweiten Level. Hierarchisch wird die Führungsebene einbezogen, etwa wenn eine Frist zu reißen droht oder Ressourcen fehlen.
frage antwort
Was unterscheidet die Reaktionszeit von der Lösungszeit in einem SLA? Die Reaktionszeit ist die Zeit bis zur ersten qualifizierten Rückmeldung an den Nutzer, die Lösungszeit die Zeit bis zur Wiederherstellung des Betriebs.

Das Wesentliche

  • Auswirkung: Wie viele sind betroffen, und wie wichtig ist, was nicht geht? Ein einzelner Nutzer ist gering, eine Abteilung mittel, der ganze Betrieb oder ein Kernprozess hoch.
  • Dringlichkeit: Wie schnell entsteht Schaden? Kann gar nicht gearbeitet werden, nur eingeschränkt, oder gibt es eine Umgehung?
  • Priorität aus beidem, nicht aus Gefühl, Lautstärke oder Rang des Anrufers. Der Drucker der Geschäftsführung ist eine Störung mit geringer Auswirkung; die Kasse im Lager, an der zwanzig Lieferungen hängen, nicht.
  • Prioritäten dürfen sich ändern. Kommt heraus, dass mehr Nutzer betroffen sind, wird hochgestuft – und das im Ticket vermerkt.
  • Level: Der erste Level nimmt an, erfasst, löst Bekanntes. Der zweite Level bearbeitet, was Fachwissen braucht. Der dritte Level sind Spezialisten oder der Hersteller.
  • Funktional eskalieren, wenn das eigene Wissen nicht reicht – rechtzeitig, mit vollständigem Ticket. Hierarchisch eskalieren, wenn eine Frist zu reißen droht oder Entscheidungen nötig sind, die man selbst nicht treffen darf.
  • SLA: Vereinbarte Reaktions- und Lösungszeiten je Priorität. Die Uhr läuft ab Eingang, nicht ab dem Moment, in dem man das Ticket öffnet.
  • Den Nutzer informieren, auch wenn es nichts Neues gibt. Ein Nutzer, der weiß, dass jemand dran ist, ruft nicht dreimal an.

Übersicht

Auswirkung ↓ / Dringlichkeit → hoch mittel gering
hoch P1 kritisch P2 hoch P3 mittel
mittel P2 hoch P3 mittel P4 gering
gering P3 mittel P4 gering P4 gering

Beispiel für Zielzeiten: P1 Reaktion 15 Minuten, Lösung 4 Stunden · P2 1 Stunde / 1 Arbeitstag · P3 4 Stunden / 3 Arbeitstage · P4 1 Arbeitstag / nach Absprache.

Prüfungsfrage

Frage: Gleichzeitig gehen drei Tickets ein: (a) Der Geschäftsführer kann an seinem zweiten Bildschirm nichts sehen. (b) Im Lager kann niemand Lieferscheine drucken, der LKW wartet. (c) Eine Mitarbeiterin bittet um Installation eines neuen PDF-Programms. Priorisieren Sie mit Begründung.

Antwort: (b) zuerst – hohe Auswirkung, weil ein Kernprozess (Versand) für alle im Lager steht, und hohe Dringlichkeit, weil der wartende LKW unmittelbar Kosten verursacht: P1. (a) danach – geringe Auswirkung (ein Nutzer, ein Teil seines Arbeitsplatzes) und mittlere Dringlichkeit, weil er mit einem Bildschirm weiterarbeiten kann: P4, auch wenn der Melder ranghoch ist; eine kurze Rückmeldung mit Zeitangabe ist trotzdem angebracht. (c) ist keine Störung, sondern eine Serviceanfrage, die nach dem vorgesehenen Ablauf (Freigabe, Softwarekatalog) erledigt wird.