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Florian WildeandClaude Opus 5.5 70a3cd2d28 Inhalte: Wochen 13 bis 16
- Woche 13 Linux-Grundlagen (B3, A6, LF9)
- Woche 14 Betrieb und Ueberwachung (A8, A5, LF11)
- Woche 15 Serviceanfragen bearbeiten (A1, A2, A5, LF6)
- Woche 16 Vorbereitung auf Teil 1 (C3, C4, A10, LF2, LF5)

12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten,
2 Lernzielkontrollen und eine Probepruefung Teil 1 (90 Minuten,
100 Punkte, eine durchgehende Fallsituation). Alle Rechenbeispiele
nachgerechnet.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
2026-10-05 06:33:31 +02:00

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# Glossar – Begriffe in verständlichem Deutsch erklärt.
# Begriffe, die in Handouts vorkommen, werden dort automatisch verlinkt.
# `formen` nennt weitere Schreibweisen, unter denen der Begriff im Text erkannt
# werden soll (Plural, Abkürzung, ausgeschriebene Fassung).
- begriff: APIPA
steht_fuer: Automatic Private IP Addressing
formen: ["169.254"]
erklaerung: >-
Die Notlösung eines Rechners, wenn kein DHCP-Server antwortet: Er gibt sich
selbst eine Adresse aus dem Bereich 169.254.x.x. Damit erreicht er nur andere
Geräte, die dasselbe getan haben. Praktisch ist es keine Adresse, sondern
eine Fehlermeldung mit vier Zahlen.
siehe_auch: [DHCP]
- begriff: Blockgröße
erklaerung: >-
Beim Subnetting die Anzahl der Adressen, die ein Netz umfasst – einschließlich
Netz- und Broadcastadresse. Sie ergibt sich aus 256 minus dem Maskenwert im
betreffenden Oktett und ist der Schlüssel zum Rechnen im Kopf.
siehe_auch: [Subnetzmaske, CIDR]
- begriff: Broadcast
erklaerung: >-
Eine Nachricht an alle Geräte im selben Netz. Die Broadcastadresse ist die
höchste Adresse eines Netzes und kann keinem Gerät zugewiesen werden.
siehe_auch: [Netzadresse]
- begriff: CIDR
steht_fuer: Classless Inter-Domain Routing
formen: [Präfixschreibweise]
erklaerung: >-
Die Schreibweise mit Schrägstrich, etwa 192.168.10.0/24. Die Zahl nach dem
Schrägstrich sagt, wie viele Bits von links das Netz bezeichnen. Kürzer und
weniger fehleranfällig als die Maske in vier Zahlen.
siehe_auch: [Subnetzmaske]
- begriff: DHCP
steht_fuer: Dynamic Host Configuration Protocol
erklaerung: >-
Der Dienst, der Geräten beim Einschalten eine IP-Adresse zuteilt – dazu
Maske, Gateway und DNS-Server. Die Adresse gilt auf Zeit und wird
selbstständig verlängert. Ablauf in vier Schritten: Discover, Offer, Request,
Acknowledge.
siehe_auch: [APIPA, DNS, Lease]
- begriff: DNS
steht_fuer: Domain Name System
erklaerung: >-
Übersetzt Namen in IP-Adressen. Wenn eine IP-Adresse erreichbar ist, der Name
aber nicht, liegt der Fehler hier. Gegenprobe mit nslookup.
siehe_auch: [DHCP, TTL]
- begriff: Gateway
formen: [Standardgateway]
erklaerung: >-
Der Ausgang aus dem eigenen Netz. Alles, was nicht im selben Netz liegt,
schickt ein Rechner an diese Adresse. Liegt das Gateway selbst nicht im
eigenen Netz, kommt der Rechner nirgendwo hin.
siehe_auch: [Subnetzmaske, Router]
- begriff: Lease
formen: [Mietdauer]
erklaerung: >-
Die Zeit, für die ein per DHCP vergebene Adresse gilt. Nach der Hälfte der
Zeit fragt der Client von sich aus nach Verlängerung.
siehe_auch: [DHCP]
- begriff: MAC-Adresse
steht_fuer: Media Access Control
erklaerung: >-
Die werkseitig vergebene Kennung einer Netzwerkschnittstelle, sechs
Byte lang. Sie gilt nur im selben Netz und wird an jedem Router ersetzt.
Grundlage für DHCP-Reservierungen.
siehe_auch: [Switch]
- begriff: Netzadresse
erklaerung: >-
Die kleinste Adresse eines Netzes, bei der alle Hostbits null sind. Sie
bezeichnet das Netz selbst und wird keinem Gerät zugewiesen.
siehe_auch: [Broadcast, Subnetzmaske]
- begriff: NTFS-Berechtigung
erklaerung: >-
Die Zugriffsrechte, die direkt am Dateisystem hängen. Sie gelten lokal wie
über das Netz. Trifft sie auf eine Freigabeberechtigung, setzt sich die
jeweils strengere durch.
siehe_auch: [Freigabeberechtigung, Vererbung]
- begriff: Freigabeberechtigung
erklaerung: >-
Die Rechte, die für den Zugriff über das Netz auf eine Freigabe gelten. In
der Praxis wird sie großzügig gesetzt und die eigentliche Steuerung über
NTFS-Berechtigungen gemacht – sonst sucht man den Fehler an zwei Stellen.
siehe_auch: [NTFS-Berechtigung]
- begriff: Vererbung
erklaerung: >-
Berechtigungen eines Ordners gelten für alles darunter, solange die Vererbung
nicht unterbrochen wird. Jede Unterbrechung muss dokumentiert werden – sonst
versteht sie in zwei Jahren niemand mehr.
siehe_auch: [NTFS-Berechtigung]
- begriff: Prinzip der geringsten Rechte
formen: [Least Privilege]
erklaerung: >-
Jedes Konto bekommt genau die Rechte, die es für seine Aufgabe braucht, und
nicht mehr. Auf Zeit vergebene Rechte werden wieder entzogen. Der wirksamste
einzelne Schutz gegen Schadsoftware und Fehlbedienung.
siehe_auch: [NTFS-Berechtigung]
- begriff: Port
erklaerung: >-
Die Nummer, die auf einem Rechner den Dienst bezeichnet – 443 für HTTPS, 445
für Dateifreigaben. Ist eine IP-Adresse erreichbar, ein Dienst aber nicht,
ist meist ein Port gesperrt.
siehe_auch: [Firewall]
- begriff: Firewall
erklaerung: >-
Filtert Datenverkehr nach Regeln – nach Adresse, Port und je nach Bauart
auch nach Anwendung. Eine Firewall, deren Regeln niemand mehr versteht,
schützt weniger, als sie stört.
siehe_auch: [Port]
- begriff: Router
erklaerung: >-
Verbindet verschiedene Netze und entscheidet anhand der IP-Adresse, wohin ein
Paket weitergeht. Arbeitet auf Schicht 3.
siehe_auch: [Switch, Gateway]
- begriff: Switch
erklaerung: >-
Verteilt Datenpakete innerhalb eines Netzes anhand der MAC-Adresse. Arbeitet
auf Schicht 2. Viele Geräte können zusätzlich routen – bei der Fehlersuche
muss klar sein, in welcher Rolle das Gerät gerade arbeitet.
siehe_auch: [Router, MAC-Adresse, VLAN]
- begriff: VLAN
steht_fuer: Virtual Local Area Network
erklaerung: >-
Eine logische Aufteilung eines Switches in mehrere getrennte Netze. Ein
Arbeitsplatz im falschen VLAN verhält sich wie einer mit gezogenem Kabel –
er bekommt keine passende Adresse.
siehe_auch: [Switch]
- begriff: SMART
steht_fuer: Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology
erklaerung: >-
Die Selbstauskunft eines Datenträgers über seinen Zustand. Reallocated und
Pending Sectors über null bedeuten Tausch. Ein sauberer Wert ist keine
Garantie, ein auffälliger aber eine verlässliche Warnung.
siehe_auch: [Datenträger]
- begriff: Subnetzmaske
formen: [Maske, Netzmaske]
erklaerung: >-
Legt fest, welcher Teil einer IP-Adresse das Netz bezeichnet und welcher den
einzelnen Rechner. Sie beantwortet genau eine Frage: Kann ich mein Ziel
direkt erreichen oder muss ich über das Gateway?
siehe_auch: [CIDR, Gateway, Blockgröße]
- begriff: TTL
steht_fuer: Time to Live
erklaerung: >-
Die Gültigkeitsdauer eines DNS-Eintrags im Zwischenspeicher. Wer einen Server
umzieht, setzt die TTL vorher herunter – sonst zeigen Clients tagelang auf
die alte Adresse.
siehe_auch: [DNS]
- begriff: Ticket
erklaerung: >-
Der dokumentierte Vorgang zu einer Störung oder einem Auftrag. Es ist nicht
Verwaltungsaufwand neben der Arbeit, sondern die einzige Dokumentation der
Arbeit.
siehe_auch: []
- begriff: Datenträger
formen: [Festplatte, SSD]
erklaerung: >-
Der dauerhafte Speicher eines Rechners. Festplatten verschleißen mechanisch,
SSDs durch Schreibvorgänge – die Kennzahlen für den Zustand sind deshalb
unterschiedlich.
siehe_auch: [SMART]
# --- Woche 5: Ausbildung, Betrieb, Zusammenarbeit -------------------------
- begriff: Probezeit
erklaerung: >-
Der erste Abschnitt der Ausbildung, mindestens einen und höchstens vier
Monate lang. In dieser Zeit können beide Seiten jederzeit ohne Frist und ohne
Angabe von Gründen kündigen, schriftlich.
- begriff: Ausbildungsnachweis
formen: [Berichtsheft, Ausbildungsnachweise, Ausbildungsnachweises]
erklaerung: >-
Die schriftliche oder elektronische Aufzeichnung dessen, was in der
Ausbildung tatsächlich gelernt und getan wurde. Ein ordnungsgemäß geführter
Nachweis ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.
- begriff: Organigramm
erklaerung: >-
Die zeichnerische Darstellung der Aufbauorganisation eines Betriebs:
Abteilungen, Stellen und wer wem gegenüber weisungsbefugt ist.
- begriff: Betriebsrat
erklaerung: >-
Die gewählte Vertretung der Beschäftigten. Er hat unter anderem ein
Mitbestimmungsrecht, wenn technische Einrichtungen eingeführt werden, die
Verhalten oder Leistung überwachen können – also bei vielen IT-Projekten.
siehe_auch: [Jugend- und Auszubildendenvertretung]
- begriff: Jugend- und Auszubildendenvertretung
steht_fuer: JAV
formen: [JAV]
erklaerung: >-
Die Interessenvertretung der Beschäftigten unter 18 und der Auszubildenden
unter 25. Sie kann gewählt werden, wo es einen Betriebsrat und in der Regel
mindestens fünf solcher Beschäftigten gibt.
siehe_auch: [Betriebsrat]
# --- Woche 6: IT-Sicherheit und Datenschutz -------------------------------
- begriff: Schutzziele
formen: [Schutzziel, Schutzzielen]
erklaerung: >-
Die drei Grundwerte der Informationssicherheit: Vertraulichkeit (nur Befugte
sehen die Daten), Integrität (die Daten sind unverfälscht) und Verfügbarkeit
(sie stehen bereit, wenn sie gebraucht werden).
siehe_auch: [Schutzbedarf]
- begriff: Schutzbedarf
formen: [Schutzbedarfs, Schutzbedarfsfeststellung]
erklaerung: >-
Wie viel Schutz eine Information oder ein System braucht – gemessen am
Schaden, der entstünde, wenn ein Schutzziel verletzt würde. Der
IT-Grundschutz des BSI unterscheidet normal, hoch und sehr hoch.
siehe_auch: [Schutzziele, Maximumprinzip]
- begriff: Maximumprinzip
erklaerung: >-
Ein IT-System übernimmt den höchsten Schutzbedarf aller Anwendungen, die auf
ihm laufen. Eine einzige Anwendung mit sehr hohem Bedarf hebt also das ganze
System an.
siehe_auch: [Schutzbedarf]
- begriff: Phishing
formen: [Phishing-Mail, Phishing-Mails]
erklaerung: >-
Gefälschte Nachrichten oder Webseiten, die zur Eingabe von Zugangsdaten oder
zu einer Zahlung verleiten sollen. Erkennungszeichen sind Zeitdruck, ein
unpassender Absender und ein Link, dessen Ziel nicht zum Absender passt.
- begriff: Zwei-Faktor-Authentifizierung
steht_fuer: 2FA
formen: [2FA, MFA, zweiter Faktor, zweiten Faktor]
erklaerung: >-
Eine Anmeldung, die neben dem Passwort einen zweiten, unabhängigen Nachweis
verlangt – etwa einen Code aus einer App oder einen Sicherheitsschlüssel. Ein
gestohlenes Passwort allein genügt dann nicht mehr.
- begriff: DSGVO
steht_fuer: Datenschutz-Grundverordnung
formen: [Datenschutz-Grundverordnung]
erklaerung: >-
Die europäische Verordnung, die regelt, wie personenbezogene Daten erhoben,
verarbeitet und geschützt werden müssen. Sie gilt unmittelbar in allen
Mitgliedstaaten.
siehe_auch: [personenbezogene Daten]
- begriff: personenbezogene Daten
formen: [personenbezogener Daten, personenbezogenen Daten]
erklaerung: >-
Alle Angaben, die sich einer bestimmten oder bestimmbaren Person zuordnen
lassen – Name, E-Mail-Adresse, Personalnummer, aber auch eine IP-Adresse oder
ein Foto.
siehe_auch: [DSGVO]
# --- Woche 7: Skripting mit PowerShell ------------------------------------
- begriff: Cmdlet
formen: [Cmdlets]
erklaerung: >-
Ein eingebauter PowerShell-Befehl. Cmdlets heißen immer nach dem Muster
Verb-Substantiv, etwa Get-Service, und liefern Objekte statt Text.
siehe_auch: [Pipeline]
- begriff: Pipeline
erklaerung: >-
Die Verkettung von Befehlen mit dem senkrechten Strich. In PowerShell wandern
dabei Objekte von Befehl zu Befehl, die sich nach ihren Eigenschaften filtern,
sortieren und auswählen lassen.
siehe_auch: [Cmdlet]
# --- Woche 8: Datensicherung und Speicher ---------------------------------
- begriff: Vollsicherung
formen: [Vollsicherungen]
erklaerung: >-
Eine Sicherung aller ausgewählten Daten, unabhängig davon, ob sie sich
geändert haben. Grundlage für inkrementelle und differenzielle Sicherungen.
siehe_auch: [inkrementelle Sicherung, differenzielle Sicherung]
- begriff: inkrementelle Sicherung
formen: [inkrementellen Sicherung, inkrementellen Sicherungen, inkrementell]
erklaerung: >-
Sichert nur, was sich seit der letzten Sicherung gleich welcher Art geändert
hat. Schnell und platzsparend; zum Zurückspielen braucht man die
Vollsicherung und alle inkrementellen Sicherungen seitdem.
siehe_auch: [Vollsicherung, differenzielle Sicherung]
- begriff: differenzielle Sicherung
formen: [differenziellen Sicherung, differenziellen Sicherungen, differenziell]
erklaerung: >-
Sichert alles, was sich seit der letzten Vollsicherung geändert hat. Wächst
bis zur nächsten Vollsicherung; zum Zurückspielen genügen die Vollsicherung
und die letzte differenzielle Sicherung.
siehe_auch: [Vollsicherung, inkrementelle Sicherung]
- begriff: RPO
steht_fuer: Recovery Point Objective
erklaerung: >-
Der größte Datenverlust, den ein Bereich verkraftet, gemessen in Zeit. Ein
RPO von vier Stunden heißt: Es muss mindestens alle vier Stunden gesichert
werden.
siehe_auch: [RTO]
- begriff: RTO
steht_fuer: Recovery Time Objective
erklaerung: >-
Die größte Ausfallzeit, die ein Bereich verkraftet, bis nach einem Schaden
wieder gearbeitet werden kann. Ob sie eingehalten wird, zeigt nur ein
gemessener Wiederherstellungstest.
siehe_auch: [RPO]
- begriff: RAID
steht_fuer: Redundant Array of Independent Disks
erklaerung: >-
Ein Verbund mehrerer Festplatten, der je nach Stufe schneller ist oder den
Ausfall einzelner Platten übersteht. Ein RAID schützt nicht vor Löschen,
Verschlüsselung oder Beschädigung von Dateien – es ist keine Datensicherung.
- begriff: NAS
steht_fuer: Network Attached Storage
erklaerung: >-
Ein Speichergerät im Netzwerk, das Dateien über Freigaben bereitstellt, etwa
per SMB oder NFS.
siehe_auch: [SAN, RAID]
- begriff: SAN
steht_fuer: Storage Area Network
erklaerung: >-
Ein Speichernetz, das Servern Speicherblöcke bereitstellt, etwa per iSCSI.
Der Server sieht eine Festplatte und legt selbst ein Dateisystem darauf an.
siehe_auch: [NAS]
# --- Woche 9: Virtualisierung ----------------------------------------------
- begriff: Hypervisor
formen: [Hypervisoren, Hypervisors]
erklaerung: >-
Die Software, die einen physischen Rechner in mehrere virtuelle Maschinen
aufteilt. Typ 1 läuft direkt auf der Hardware (für Server), Typ 2 als
Programm auf einem Betriebssystem (für Tests am Arbeitsplatz).
siehe_auch: [virtuelle Maschine]
- begriff: virtuelle Maschine
steht_fuer: VM
formen: [virtuellen Maschine, virtuelle Maschinen, virtuellen Maschinen, VM, VMs]
erklaerung: >-
Ein vollständiger Rechner mit eigenem Betriebssystem, der nicht auf eigener
Hardware läuft, sondern sich die Ressourcen eines Hosts mit anderen VMs teilt.
siehe_auch: [Hypervisor, Snapshot]
- begriff: Snapshot
formen: [Snapshots]
erklaerung: >-
Ein eingefrorener Zustand einer virtuellen Maschine, zu dem man zurückkehren
kann. Gut als Rückweg für Stunden vor einer Änderung, aber keine
Datensicherung – er liegt auf demselben Speicher und wird mit der Zeit groß
und langsam.
siehe_auch: [virtuelle Maschine, Vollsicherung]
- begriff: Thin Provisioning
erklaerung: >-
Eine virtuelle Festplatte belegt nur den tatsächlich beschriebenen Platz und
wächst bei Bedarf. Spart Speicher, kann ihn aber unbemerkt volllaufen lassen,
wenn mehr zugesagt ist, als vorhanden ist.
- begriff: Container
erklaerung: >-
Eine abgeschlossene Laufzeitumgebung für eine Anwendung, die sich den Kern
des Host-Betriebssystems teilt. Leichter und schneller als eine virtuelle
Maschine, aber weniger stark von anderen getrennt.
siehe_auch: [virtuelle Maschine]
# --- Woche 10: Verzeichnisdienst und Serverdienste -------------------------
- begriff: Active Directory
steht_fuer: AD
erklaerung: >-
Der Verzeichnisdienst von Microsoft. Er verwaltet Benutzer, Computer, Gruppen
und Richtlinien einer Domäne zentral und prüft Anmeldungen.
siehe_auch: [Domänencontroller, Organisationseinheit, Gruppenrichtlinie]
- begriff: Domänencontroller
formen: [Domänencontrollern, Domänencontrollers]
erklaerung: >-
Ein Server, der das Verzeichnis einer Domäne hält und Anmeldungen prüft. Man
betreibt mindestens zwei, damit ein Ausfall niemanden aussperrt.
siehe_auch: [Active Directory, DNS]
- begriff: Organisationseinheit
steht_fuer: OU (Organizational Unit)
formen: [Organisationseinheiten, OU, OUs]
erklaerung: >-
Ein Ordner im Active Directory, der Konten und Computer ordnet. An
Organisationseinheiten werden Gruppenrichtlinien verknüpft und
Verwaltungsrechte delegiert – Berechtigungen auf Dateien vergibt man dagegen
an Gruppen.
siehe_auch: [Active Directory, Gruppenrichtlinie, AGDLP]
- begriff: AGDLP
erklaerung: >-
Die Regel für Gruppen im Active Directory: Accounts in Global groups, Global
groups in Domain Local groups, Permissions an die Domain Local groups. Die
globale Gruppe beschreibt die Rolle, die domänenlokale das Recht.
siehe_auch: [Prinzip der geringsten Rechte, NTFS-Berechtigung]
- begriff: Gruppenrichtlinie
steht_fuer: GPO (Group Policy Object)
formen: [Gruppenrichtlinien, GPO, GPOs]
erklaerung: >-
Ein Bündel zentraler Einstellungen für Computer oder Benutzer, das an einen
Standort, die Domäne oder eine Organisationseinheit verknüpft wird.
Angewendet in der Reihenfolge lokal, Standort, Domäne, OU – was zuletzt
kommt, gewinnt.
siehe_auch: [Organisationseinheit, Active Directory]
- begriff: Schattenkopie
formen: [Schattenkopien]
erklaerung: >-
Eine Zeitpunktkopie eines Laufwerks auf dem Dateiserver, über die Benutzer
frühere Fassungen einer Datei selbst zurückholen können. Liegt auf demselben
Laufwerk und ersetzt deshalb keine Datensicherung.
siehe_auch: [Vollsicherung]
# --- Woche 11: Netze trennen und verbinden ---------------------------------
- begriff: Trunk
formen: [Trunks, Trunk-Port, Trunk-Ports]
erklaerung: >-
Eine Switchverbindung, die mehrere VLANs gleichzeitig überträgt und jeden
Rahmen mit seiner VLAN-ID markiert (IEEE 802.1Q). Verbindet Switches
untereinander und mit Routern, Firewalls und Access Points.
siehe_auch: [VLAN, Switch]
- begriff: Standardroute
formen: [Standardrouten, Default-Route]
erklaerung: >-
Der Eintrag 0.0.0.0/0 in einer Routingtabelle. Er greift für alle Ziele, für
die es keine genauere Route gibt – meist der Weg ins Internet.
siehe_auch: [Router, Gateway]
- begriff: 802.1X
erklaerung: >-
Ein Verfahren, bei dem sich Geräte oder Benutzer vor dem Zugang zum Netz
anmelden müssen – im WLAN als WPA2/WPA3-Enterprise, auch an Switchports. Die
Prüfung übernimmt meist ein RADIUS-Server.
siehe_auch: [RADIUS]
- begriff: RADIUS
steht_fuer: Remote Authentication Dial-In User Service
erklaerung: >-
Ein Dienst, der Anmeldungen am Netz zentral prüft, etwa gegen die
Benutzerkonten im Verzeichnisdienst. Wird für WLAN-Zugänge mit eigenen
Zugangsdaten je Person gebraucht.
siehe_auch: [802.1X]
# --- Woche 12: Kundenauftrag -----------------------------------------------
- begriff: Lastenheft
formen: [Lastenhefts, Lastenhefte]
erklaerung: >-
Die Beschreibung des Auftraggebers, was er braucht und wofür. Die Grundlage,
auf die der Auftragnehmer mit dem Pflichtenheft antwortet.
siehe_auch: [Pflichtenheft]
- begriff: Pflichtenheft
formen: [Pflichtenhefts, Pflichtenhefte]
erklaerung: >-
Die Beschreibung des Auftragnehmers, wie und womit er die Anforderungen aus
dem Lastenheft umsetzt – einschließlich der Kriterien, an denen bei der
Abnahme geprüft wird.
siehe_auch: [Lastenheft]
- begriff: Bezugspreis
formen: [Bezugspreise, Bezugskalkulation]
erklaerung: >-
Der Preis, den der Betrieb für eine Ware tatsächlich zahlt: Listenpreis minus
Rabatt minus Skonto plus Bezugskosten wie Versand und Verpackung.
siehe_auch: [Skonto]
- begriff: Skonto
erklaerung: >-
Ein Preisnachlass für Zahlung innerhalb einer kurzen Frist, etwa 2 Prozent
bei Zahlung binnen zehn Tagen. Wird vom Zieleinkaufspreis berechnet, also
nach Abzug des Rabatts.
siehe_auch: [Bezugspreis]
- begriff: Werkvertrag
formen: [Werkvertrags, Werkverträge]
erklaerung: >-
Ein Vertrag, bei dem ein Erfolg geschuldet wird, etwa ein funktionierendes
Netzwerk. Bezahlt wird nach der Abnahme.
siehe_auch: [Dienstvertrag, Gewährleistung]
- begriff: Dienstvertrag
formen: [Dienstvertrags, Dienstverträge]
erklaerung: >-
Ein Vertrag, bei dem eine Tätigkeit geschuldet wird, nicht ein Erfolg – etwa
Support nach Stunden oder eine Schulung.
siehe_auch: [Werkvertrag]
- begriff: Gewährleistung
formen: [Mängelhaftung]
erklaerung: >-
Die gesetzliche Haftung des Verkäufers für Mängel, die bei Übergabe vorhanden
waren – bei neuen Sachen in der Regel zwei Jahre. Anders als die Garantie ist
sie nicht freiwillig.
siehe_auch: [Werkvertrag]
- begriff: SLA
steht_fuer: Service Level Agreement
formen: [SLAs]
erklaerung: >-
Eine Vereinbarung über messbare Leistungswerte eines Dienstes, etwa
Reaktionszeit, Wiederherstellungszeit und Verfügbarkeit. 99,9 Prozent
Verfügbarkeit erlauben knapp neun Stunden Ausfall im Jahr.
siehe_auch: [RTO]
# --- Woche 13: Linux-Grundlagen --------------------------------------------
- begriff: SSH
steht_fuer: Secure Shell
erklaerung: >-
Ein verschlüsselter Fernzugang zur Kommandozeile eines Rechners, üblich für
Linux-Server und Netzwerkgeräte. Sicher betrieben wird er mit Schlüsseln statt
Passwörtern.
- begriff: sudo
erklaerung: >-
Ein Befehl, mit dem ein berechtigter Benutzer unter Linux einen einzelnen
Befehl mit Administratorrechten ausführt. Jeder Aufruf wird protokolliert.
- begriff: systemd
formen: [systemctl, journalctl]
erklaerung: >-
Der Dienst, der auf den meisten Linux-Systemen alle anderen Dienste startet und
verwaltet. Mit systemctl steuert man Dienste, mit journalctl liest man ihre
Protokolle.
# --- Woche 14: Betrieb und Überwachung -------------------------------------
- begriff: NTP
steht_fuer: Network Time Protocol
erklaerung: >-
Das Verfahren, mit dem Rechner ihre Uhrzeit über das Netz abgleichen. Ohne
übereinstimmende Uhren lassen sich Protokolle nicht vergleichen, und die
Anmeldung im Active Directory scheitert.
siehe_auch: [Kerberos]
- begriff: Kerberos
erklaerung: >-
Das Anmeldeverfahren im Active Directory. Es arbeitet mit zeitlich begrenzten
Tickets und lässt nur eine kleine Abweichung der Uhren zu, standardmäßig fünf
Minuten.
siehe_auch: [NTP, Active Directory]
- begriff: Patchday
erklaerung: >-
Der feste Termin, an dem Microsoft Sicherheitsupdates veröffentlicht – der
zweite Dienstag jedes Monats. Viele Betriebe richten ihren Update-Takt danach
aus.
siehe_auch: [End of Life]
- begriff: End of Life
formen: [End-of-Life, EOL]
erklaerung: >-
Der Zeitpunkt, ab dem ein Hersteller für ein Produkt keine Sicherheitsupdates
mehr liefert. Neue Lücken bleiben danach offen, das Produkt muss ersetzt werden.
siehe_auch: [Patchday]
# --- Woche 15: Serviceanfragen ---------------------------------------------
- begriff: ITIL
erklaerung: >-
Das verbreitetste Rahmenwerk für IT-Servicemanagement. Es beschreibt unter
anderem, wie Störungen, Serviceanfragen, Probleme und Änderungen
unterschieden und bearbeitet werden.
- begriff: Serviceanfrage
formen: [Serviceanfragen, Service Request]
erklaerung: >-
Die Bitte um eine vorgesehene Standardleistung, ohne dass etwas kaputt ist –
etwa ein neues Konto, eine Software aus dem Katalog oder ein Zugriffsrecht.
siehe_auch: [ITIL, Workaround]
- begriff: Workaround
formen: [Workarounds, Umgehungslösung]
erklaerung: >-
Eine Umgehung, mit der Nutzer weiterarbeiten können, obwohl die eigentliche
Ursache einer Störung noch nicht beseitigt ist.
siehe_auch: [ITIL]
- begriff: Eskalation
formen: [eskalieren, eskaliert]
erklaerung: >-
Die Weitergabe eines Tickets – funktional an eine Stelle mit mehr Fachwissen
oder hierarchisch an die Führungsebene, wenn Fristen oder Entscheidungen es
verlangen.
siehe_auch: [SLA]
# --- Woche 16: Vorbereitung auf Teil 1 -------------------------------------
- begriff: Arbeitsstättenverordnung
steht_fuer: ArbStättV
formen: [ArbStättV]
erklaerung: >-
Die Verordnung, die Anforderungen an Arbeitsstätten festlegt. Ihr Anhang Nr. 6
regelt die Bildschirmarbeitsplätze und hat 2016 die Bildschirmarbeitsverordnung
abgelöst.
siehe_auch: [Gefährdungsbeurteilung]
- begriff: Gefährdungsbeurteilung
formen: [Gefährdungsbeurteilungen]
erklaerung: >-
Die Pflicht des Arbeitgebers nach dem Arbeitsschutzgesetz, die Gefährdungen
an jedem Arbeitsplatz zu ermitteln und Maßnahmen dagegen festzulegen – auch
für Bildschirmarbeit.
siehe_auch: [Arbeitsstättenverordnung]
- begriff: DIN 66399
erklaerung: >-
Die Norm für die Vernichtung von Datenträgern. Sie unterscheidet drei
Schutzklassen und sieben Sicherheitsstufen; für personenbezogene Daten wird in
der Regel mindestens Stufe 3 angesetzt.
siehe_auch: [ElektroG, personenbezogene Daten]
- begriff: ElektroG
steht_fuer: Elektro- und Elektronikgerätegesetz
erklaerung: >-
Das Gesetz, das Rücknahme und Verwertung von Elektrogeräten regelt. Alte
Rechner, Bildschirme und Drucker gehören über Rücknahmestellen oder
zertifizierte Entsorger in die Verwertung, nicht in den Restmüll.
siehe_auch: [DIN 66399]
- begriff: Pseudocode
erklaerung: >-
Die Beschreibung eines Ablaufs in strukturierter Umgangssprache mit festen
Schlüsselwörtern wie WENN, SOLANGE und FÜR. Er ist an keine Programmiersprache
gebunden.
siehe_auch: [Struktogramm, Schreibtischtest]
- begriff: Struktogramm
formen: [Struktogramme, Nassi-Shneiderman-Diagramm]
erklaerung: >-
Die zeichnerische Darstellung eines Ablaufs als ineinander geschachtelte
Kästen für Folge, Verzweigung und Schleife, nach Nassi und Shneiderman.
siehe_auch: [Pseudocode]
- begriff: Schreibtischtest
formen: [Schreibtischtests]
erklaerung: >-
Das Durchspielen eines Algorithmus von Hand mit Beispielwerten, wobei nach jedem
Schritt die Werte aller Variablen in einer Tabelle festgehalten werden.
siehe_auch: [Pseudocode]