- Woche 13 Linux-Grundlagen (B3, A6, LF9) - Woche 14 Betrieb und Ueberwachung (A8, A5, LF11) - Woche 15 Serviceanfragen bearbeiten (A1, A2, A5, LF6) - Woche 16 Vorbereitung auf Teil 1 (C3, C4, A10, LF2, LF5) 12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen und eine Probepruefung Teil 1 (90 Minuten, 100 Punkte, eine durchgehende Fallsituation). Alle Rechenbeispiele nachgerechnet. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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| id | titel | block | woche | worum | rahmenplan | lernfeld | merksatz | karten | ||||||||||||||||||
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| S9 | Überwachung – wissen, dass etwas kaputt ist, bevor es jemand meldet | system | 14 | Eine gute Überwachung meldet sich selten, aber dann zu Recht. Eine schlechte meldet sich ständig – und wird deshalb irgendwann ignoriert. |
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LF11 | Überwachen, was dem Nutzer wehtut. Warnen bei Trend, alarmieren bei Handlungsbedarf. Jeder Alarm braucht eine Handlung. |
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Das Wesentliche
- Von außen nach innen überwachen. Zuerst, was der Nutzer merkt: Ist die Anwendung erreichbar, antwortet sie schnell genug? Dann die Ursachen darunter: Dienste, Prozessor, Arbeitsspeicher, Platte, Netz.
- Was nicht fehlen darf: Erreichbarkeit, wichtige Dienste, Plattenplatz, Ergebnis der Datensicherung, Ablauf von Zertifikaten, Zustand von RAID und Platten (SMART), USV und Temperatur im Serverraum.
- Zwei Schwellen: Warnung, wenn Zeit zum Handeln bleibt, kritisch, wenn sofort gehandelt werden muss. Eine Platte, die von 70 auf 90 Prozent in einer Woche wächst, ist schlimmer als eine, die seit einem Jahr bei 92 steht.
- Trends ansehen. Eine Kurve über Wochen sagt mehr als der aktuelle Wert. Sie zeigt, wann die Platte voll sein wird, bevor sie es ist.
- Jeder Alarm braucht eine Handlung und einen Empfänger. Ein Alarm, auf den niemand reagieren muss, ist eine Information und gehört in einen Bericht, nicht aufs Handy.
- Alarmmüdigkeit ist die größte Gefahr. Wer täglich zwanzig unwichtige Meldungen bekommt, übersieht die eine wichtige.
- Die Überwachung überwachen. Fällt das Überwachungssystem aus, ist alles still – und Stille sieht aus wie „alles in Ordnung". Ein externer Check oder ein täglicher Lebenszeichen-Alarm hilft.
- Werkzeuge: Checkmk, Zabbix, PRTG für ganze Umgebungen, Uptime Kuma für einfache Erreichbarkeitsprüfungen. Wichtiger als das Werkzeug ist, was man damit überwacht.
Übersicht
| Prüfung | Warnung | Kritisch | Handlung |
|---|---|---|---|
| Plattenplatz | 80 % | 90 % | Aufräumen oder erweitern |
| Webanwendung erreichbar | Antwort über 2 s | keine Antwort | Dienst und Server prüfen |
| Datensicherung | ein Lauf fehlgeschlagen | zwei Läufe in Folge | Ursache finden, Lauf wiederholen |
| Zertifikat | läuft in 30 Tagen ab | läuft in 7 Tagen ab | Verlängern |
| RAID | – | Platte ausgefallen | Platte tauschen |
| Temperatur Serverraum | 27 °C | 32 °C | Klimaanlage prüfen |
Prüfungsfrage
Frage: Ihr Ausbilder bittet Sie, eine Überwachung für den neuen Dateiserver einzurichten. Nennen Sie fünf Prüfungen mit sinnvollen Schwellwerten und begründen Sie, warum eine Überwachung nur des Prozessors nicht genügt.
Antwort: Fünf aus: (1) Erreichbarkeit per Ping und SMB – kritisch bei Ausfall. (2) Plattenplatz je Laufwerk – Warnung 80 %, kritisch 90 %. (3) Ergebnis der nächtlichen Sicherung – Warnung bei einem, kritisch bei zwei fehlgeschlagenen Läufen. (4) Zustand von RAID und SMART – kritisch bei ausgefallener oder auffälliger Platte. (5) Arbeitsspeicher – Warnung über 85 % über längere Zeit. (6) Dienst „Server" bzw. Freigabedienst läuft. (7) Ablauf von Zertifikaten, falls verwendet. Der Prozessor allein genügt nicht, weil die häufigsten Ausfälle eines Dateiservers gar nicht mit Rechenlast zusammenhängen: Eine volle Platte, ein ausgefallener Dienst oder eine fehlgeschlagene Sicherung lassen die Prozessorlast unauffällig.