docs/ANLEITUNG.md: 20 Abschnitte, 27 Bildschirmfotos, getrennt fuer Ausbilder und Azubi, dazu "Wenn etwas nicht geht". Die Bilder entstehen automatisiert ueber npm run screenshots - was dort steht, ist gemessen und nicht gemalt. scripts/pruefungen/abnahme.mjs (npm run abnahme) laeuft gegen eine frische, leere Datenbank in einem Wegwerfverzeichnis: aufsetzen, Konten anlegen, arbeiten, abnehmen, sichern, beschaedigen, zurueckspielen. Eine Sicherung, die nie zurueckgespielt wurde, ist keine Sicherung. 33 von 33 Pruefungen erfuellt, Protokoll in docs/ABNAHME.md. Dabei drei echte Fehler gefunden, alle in Wegen, die nie ausgefuehrt worden waren: - Die Sicherungsskripte liefen nicht in Git Bash, obwohl das in ihrem Kopf stand: tar deutet den Doppelpunkt in "C:\..." als Rechnernamen. Beide wechseln jetzt erst ins Verzeichnis und uebergeben einen blossen Dateinamen. - Auf einer frischen Datenbank gibt es noch kein Wochenblatt; der Weg jedes neuen Azubis war nie durchlaufen worden. - Der Abnahmelauf selbst liess unter Windows seinen Server ueberleben (kill() beendet nur die cmd.exe) und prueft deshalb jetzt vorher, ob der Port frei ist - sonst haette er gegen fremde Daten geprueft. Fassung 1.0.0: package.json stand noch auf 0.1.0, waehrend das Aenderungsprotokoll bei 0.9.0 war. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
14 KiB
Lern-Bar – Anleitung
Diese Anleitung zeigt die Anwendung so, wie sie im Betrieb benutzt wird: erst der Ausbilder, dann der Azubi. Wer die Lern-Bar aufsetzen will, findet das im README – hier geht es um den Umgang damit.
Die Bilder stammen aus einer laufenden Anwendung mit den Beispielinhalten und
werden mit npm run screenshots neu erzeugt. Was hier steht, ist also nicht
gemalt, sondern gemessen.
Inhalt
Für den Ausbilder
- Anmelden
- Ein Azubikonto anlegen
- Den Wochenplan festlegen
- Eine Praxisaufgabe abnehmen
- Das Berichtsheft abzeichnen
- Eine Lernzielkontrolle korrigieren
- Die Rahmenplanabdeckung lesen
- Ein Feedbackgespräch führen
Für den Azubi
- Die Woche
- Handouts lesen und suchen
- Merkkarten lernen
- Eine Praxisaufgabe abgeben
- Eine Checkliste abarbeiten
- Das Berichtsheft führen
- Eine Lernzielkontrolle schreiben
Überall
Für den Ausbilder
1. Anmelden
Es gibt keine Selbstregistrierung. Das erste Ausbilderkonto legst du auf der Kommandozeile an (siehe README, Abschnitt In fünf Minuten zum laufenden System), alle weiteren Konten entstehen in der Verwaltung.
Nach dem Anmelden landest du auf deinem Überblick: was in dieser Woche ansteht, was offen ist, was auf dich wartet.
2. Ein Azubikonto anlegen
Verwaltung → Neues Azubikonto
Du gibst Name, E-Mail-Adresse, ein erstes Passwort (mindestens 10 Zeichen) und den Ausbildungsbeginn an; Probezeit und geplantes Ende sind freiwillig.
Das Passwort gibst du dem Azubi persönlich weiter – er kann es danach selbst ändern. Einsehbar ist es danach nirgends mehr, auch für dich nicht: In der Datenbank liegt nur ein Argon2id-Hash. Hat jemand sein Passwort vergessen, setzt du in der Verwaltung ein neues; das alte lässt sich nicht anzeigen.
Der Ausbildungsbeginn ist wichtiger, als er aussieht. Aus ihm ergeben sich das Ausbildungsjahr und damit die Wochennummern im Berichtsheft.
Ein Azubi hat genau einen Ausbilder. Das ist keine Einschränkung, die sich später aufheben ließe, sondern die Grundlage der Rechteprüfung: Der Azubi sieht ausschließlich seine eigenen Daten, der Ausbilder die seiner Azubis.
3. Den Wochenplan festlegen
Wochenplan
Die Wochen selbst stehen als Dateien unter content/wochen/. Hier legst du
fest, wann welche Woche läuft, und kannst sie verschieben – Urlaub,
Berufsschulblock, ein Projekt, das dazwischenkommt.
Verschiebst du eine Woche, wandern die folgenden mit. Was der Azubi schon erledigt hat, bleibt erledigt.
4. Eine Praxisaufgabe abnehmen
Aufgaben → eine abgegebene Aufgabe öffnen
Der Azubi gibt eine Aufgabe mit seiner Lösung und optional mit Anhängen ab – meist Fotos vom Handy. Du siehst die Abnahmekriterien aus der Aufgabendatei und hakst ab, was erfüllt ist.
Eine Aufgabe ist abgenommen, wenn du sie abgenommen hast. Nicht, wenn der Azubi sie abgegeben hat. Genau dieser Unterschied macht sie später in der Rahmenplanabdeckung zu einem belastbaren Nachweis.
Reicht etwas nicht, gibst du sie mit einer Bemerkung zurück. Der Azubi sieht, was fehlt, und kann nachbessern.
5. Das Berichtsheft abzeichnen
Berichtshefte → ein Wochenblatt öffnen
Der Ausbildungsnachweis ist der einzige Teil dieser Anwendung, den das Gesetz verlangt. Deshalb ist er der sorgfältigste.
Du liest das Blatt, siehst die Warnhinweise (leere Tage, Floskeln, mögliche Betriebs- oder Personennamen) und zeichnest ab. Nach dem Abzeichnen ist das Blatt unveränderlich – auch für dich. Willst du eine Änderung, gibst du es frei; das wird protokolliert.
Über Als PDF bekommst du das Blatt im IHK-Layout, mit Unterschriftenfeldern.
Ein Beispiel liegt unter docs/beispiel-ausbildungsnachweis.pdf.
6. Eine Lernzielkontrolle korrigieren
Kontrollen
Du gibst eine Kontrolle frei, der Azubi schreibt sie, du korrigierst. Punkte je Frage, daraus Prozent, daraus die Note nach dem IHK-Notenschlüssel (92/81/67/50/30 %).
Die Musterlösung bekommt der Azubi erst nach dem Absenden zu sehen. Vorher ist sie über keine Schnittstelle abrufbar – nicht im HTML, nicht in der Nachladung, nirgends. Das wird serverseitig entschieden, nicht in der Oberfläche, und mit einem eigenen Prüfskript nachgewiesen (
scripts/pruefungen/musterloesung-dichtheit.mjs).
7. Die Rahmenplanabdeckung lesen
Auswertung
Das ist die Ansicht, die gegenüber der IHK zählt. Sie beantwortet die Frage, die im Prüfungsausschuss gestellt wird: Ist der Ausbildungsrahmenplan abgedeckt?
Statt „erledigt / offen" gibt es vier Lagen:
| Lage | Bedeutung |
|---|---|
| vermittelt | eine abgenommene Praxisaufgabe oder ein abgeschlossener Checklisten-Durchlauf, oder mindestens zwei gelesene Handouts |
| angefangen | etwas erledigt, aber noch nicht genug – ein gelesenes Handout allein genügt bewusst nicht |
| geplant | Material vorhanden, aber unbearbeitet |
| ohne Inhalt | zu dieser Position gibt es im ganzen Lehrgang nichts |
Die vierte Lage ist die wichtigste und wird rot ausgewiesen:
Das ist keine Lücke beim Azubi, sondern eine im Lehrgang. Dort hilft kein
Lernen, sondern nur ein neues Handout oder eine neue Aufgabe unter content/.
In den Beispielinhalten betrifft das fünf Positionen: A4, A10, C1, C2 und C5.
Jede Position führt ihre einzelnen Nachweise mit Kürzel und Zustand auf und nennt ihre amtliche Fundstelle in der Verordnung. Wenn jemand fragt, worauf sich die Bewertung stützt, steht die Antwort da.
8. Ein Feedbackgespräch führen
Feedback → Neues Gespräch anlegen
Monatlich, mit Leitfaden und Bewertungsbogen. Der Ablauf:
- Du legst das Gespräch an und trägst deine Einschätzung ein: acht Kriterien auf einer Skala von 1 bis 5, dazu Stärken, Entwicklungsfelder und die vereinbarten Ziele.
- Der Azubi trägt seine Selbsteinschätzung ein. Er sieht deine Freitexte, kann sie aber nicht ändern – und du kannst seine Selbsteinschätzung nicht eintragen. Eine Selbsteinschätzung, die der Ausbilder eintragen könnte, wäre keine.
- Wo beide um zwei Stufen oder mehr auseinanderliegen, wird das hervorgehoben. Genau darüber lohnt das Gespräch – nicht über die Zahlen, sondern über die Stellen, an denen sie auseinandergehen.
- Beide bestätigen. Danach ist das Gespräch unveränderlich.
Als PDF für die Akte gibt beide Einschätzungen nebeneinander aus, mit Unterschriftenfeldern. Abweichungen sind auch dort markiert.
Die Kriterien und der Leitfaden stehen in
content/feedbackgespraech.yamlund lassen sich an den eigenen Betrieb anpassen. Ein bereits geführtes Gespräch behält seine Fassung, auch wenn du die Vorlage später änderst.
Für den Azubi
9. Die Woche
Die Startseite zeigt genau eine Woche: das Thema, was diese Woche zu tun ist, was schon erledigt ist, was drängt. Kein Dashboard mit zwölf Kacheln – die Frage lautet „Was mache ich jetzt?", nicht „Wie ist meine Gesamtlage?".
10. Handouts lesen und suchen
Die Handouts sind der Lesestoff: kurz, mit Beispielen, jeweils einem Thema zugeordnet. Die Suche geht über Titel und Volltext.
Unten markierst du ein Handout als gelesen. Das ist keine Spielerei: In der Auswertung zählen gelesene Handouts als stützende Nachweise für die Rahmenplanabdeckung.
Fachbegriffe, die dir unterwegs begegnen, stehen im Glossar – kurz erklärt, mit Querverweisen.
11. Merkkarten lernen
Die Karten gehören zu den Handouts und kommen nach dem Prinzip der Wiederholung nach Zeitabstand wieder: Was sitzt, kommt später wieder; was nicht sitzt, heute noch einmal.
Im Lernmodus:
- Antippen oder Leertaste – Karte umdrehen
- 1 / 2 / 3 – nochmal / unsicher / sitzt
- Wischen nach rechts für „sitzt", nach links für „nochmal"
Zehn Minuten am Tag reichen. Wer das durchhält, hat vor der Prüfung nichts nachzuholen.
12. Eine Praxisaufgabe abgeben
Du liest den Auftrag, siehst die Abnahmekriterien vorher – du weißt also, woran du gemessen wirst –, schreibst deine Lösung und hängst an, was dazugehört. Fotos vom Handy gehen direkt.
Dann gibst du ab. Der Ausbilder nimmt ab oder gibt zurück, mit Bemerkung.
13. Eine Checkliste abarbeiten
Checklisten sind für Abläufe, die immer gleich gehen: einen Arbeitsplatz übergeben, Windows installieren, einen Rechner zerlegen. Du startest einen Durchlauf und hakst Schritt für Schritt ab.
Ein Durchlauf kopiert die Schritte bei seinem Start. Ändert jemand die
Checkliste, während du sie abarbeitest, bleibt dein Durchlauf so, wie du ihn
begonnen hast. Am Ende gibt es ein PDF – ein Beispiel liegt unter
docs/beispiel-checkliste.pdf.
14. Das Berichtsheft führen
Pro Kalenderwoche ein Blatt, gegliedert nach Tagen, mit Stunden. Die Anwendung hilft an drei Stellen:
- Vorschläge aus dem, was du in der Woche tatsächlich gemacht hast: abgenommene Aufgaben, abgeschlossene Checklisten, gelesene Handouts.
- Prüfung vor dem Abgeben: leere Tage, Floskeln („diverse Tätigkeiten", „wie immer"), verdächtige Namen von Firmen oder Personen. Der Ausbildungsnachweis geht an die IHK – da haben Kundennamen nichts verloren.
- Formulierungshilfe: aus „Drucker repariert" wird „Fehlerbild aufgenommen, Fixiereinheit getauscht, Testdruck geprüft, Ticket dokumentiert".
Nach dem Abzeichnen ist das Blatt unveränderlich.
15. Eine Lernzielkontrolle schreiben
Der Ausbilder gibt die Kontrolle frei, du siehst sie unter Kontrollen. Du schreibst deine Antworten und sendest ab.
Erst nach dem Absenden siehst du die Musterlösung – vorher nicht, und auch nicht über Umwege. Das ist keine Gängelei, sondern der Sinn der Sache: Eine Kontrolle, deren Lösung vorher abrufbar wäre, misst nichts.
Überall
16. Auf dem Handy
Die Anwendung ist für das Handy gebaut, nicht dafür angepasst. Der Azubi hat es in der Tasche, nicht den Laptop.
| Handout | Lernmodus, Frage | Lernmodus, Antwort |
|---|---|---|
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Auf den Startbildschirm legen: Die Lern-Bar ist eine installierbare Anwendung.
- Android (Chrome): Menü → App installieren
- iPhone (Safari): Teilen → Zum Home-Bildschirm
Danach startet sie ohne Adresszeile und mit eigenem Symbol.
17. Ohne Netz
Im Serverraum, im Keller, im Zug gibt es kein Netz. Deshalb:
- Merkkarten und Handouts, die du schon einmal geöffnet hattest, funktionieren weiter.
- Deine Bewertungen werden gemerkt und gehen ab, sobald du wieder verbunden bist. Eine schmale Leiste sagt dir, wie viele warten – und meldet sich, wenn sie angekommen sind.
- Der Tag zählt, an dem du gelernt hast, nicht der Tag des Absendens.
Was nicht offline liegt: Lernzielkontrollen, Berichtsheft, Bewertungen, Feedbackgespräche, Anhänge und jedes PDF. Das ist Absicht. Diese Dinge stehen hinter einer eigenen Rechteprüfung, und was im Browserspeicher liegt, ist an dieser Prüfung vorbei.
Auf einem geteilten Gerät wird beim Abmelden alles Zwischengespeicherte weggeräumt.
18. Hell und dunkel
Oben rechts in der Kopfzeile schaltest du um. Die Einstellung bleibt auf dem Gerät. Beim Drucken wird immer hell gedruckt, auch wenn du dunkel eingestellt hast – sonst käme schwarzes Papier aus dem Drucker.
19. Drucken
Für die Dokumente, die eine Unterschrift tragen, gibt es PDFs: Wochenblatt, Checklisten-Durchlauf, Feedbackgespräch.
Für alles andere gibt es einen Druckknopf: Handout, Glossar, Auswertung. Die Navigation, Knöpfe und Hinweise werden nicht mitgedruckt, Karten werden nicht mitten durchgeschnitten, aufklappbare Abschnitte drucken aufgeklappt.
20. Wenn etwas nicht geht
| Beobachtung | Woran es liegt |
|---|---|
| „Diese Seite gibt es nicht" bei fremden Daten | Kein Fehler, sondern die Rechteprüfung. Ob es zu einer Kennung überhaupt Daten gibt, geht Unbefugte nichts an – deshalb 404 und nicht „kein Zugriff". |
| Die Anwendung startet nicht, nennt aber Datei und Zeile | Ein Inhaltsfehler unter content/. Die Meldung sagt genau, wo. npm run inhalte:pruefen prüft ohne Start. |
| Ein Anhang lässt sich nicht hochladen | Über 25 MB. Bei einem Reverse Proxy zusätzlich client_max_body_size 30m setzen (siehe README). |
| Ein abgezeichnetes Blatt lässt sich nicht ändern | So gewollt. Der Ausbilder kann es freigeben; das wird protokolliert. |
| Offline erscheint „Kein Netz" | Diese Seite lag nicht auf dem Gerät. Merkkarten und schon geöffnete Handouts gehen weiter. |
Bleibt etwas offen: docker compose logs -f zeigt, was der Server sagt, und
/api/gesundheit antwortet nur dann mit 200, wenn die Datenbank ansprechbar
ist.


























