- Woche 9 Virtualisierung (B1, A8, LF9) - Woche 10 Verzeichnisdienst und Serverdienste (B3, A6, LF10) - Woche 11 Netze trennen und verbinden (B2, A6, LF9) - Woche 12 Kundenauftrag von der Anfrage bis zur Abnahme (A2, A3, A7) 12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 23 Glossareintraege, Themenblock Server und Virtualisierung. Die Praxisaufgaben 9.1 und 10.1 bauen aufeinander auf: Der Testserver aus Woche 9 traegt die Testdomaene in Woche 10. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
3.9 KiB
id, titel, block, woche, worum, rahmenplan, lernfeld, merksatz, karten
| id | titel | block | woche | worum | rahmenplan | lernfeld | merksatz | karten | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| V1 | Virtualisierung – viele Server auf einer Maschine | server | 9 | Ein Hypervisor teilt einen physischen Rechner in viele virtuelle auf. Das spart Hardware, aber nur, wenn man die Ressourcen plant, statt sie zu verteilen, bis nichts mehr geht. |
|
LF9 | Typ 1 für Server, Typ 2 für den Schreibtisch. Ressourcen planen, Überbuchung bewusst entscheiden. |
|
Das Wesentliche
- Der Hypervisor verteilt Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicher und Netz eines physischen Rechners (des Hosts) auf mehrere virtuelle Maschinen (VMs, auch Gäste). Jede VM glaubt, einen eigenen Rechner zu haben.
- Typ 1 („bare metal") läuft direkt auf der Hardware: Proxmox VE, Microsoft Hyper-V, VMware ESXi. Das ist die Wahl für Server.
- Typ 2 läuft als Programm auf Windows, Linux oder macOS: VirtualBox, VMware Workstation. Gut für Tests am Arbeitsplatz, nicht für den Betrieb.
- Ressourcen planen. Eine VM bekommt so viel, wie sie braucht – nicht so viel, wie da ist. Zu viele virtuelle Prozessoren machen eine VM sogar langsamer, weil der Hypervisor sie gleichzeitig bereitstellen muss.
- Überbuchung: Bei Prozessorkernen ist ein Verhältnis von mehreren virtuellen zu einem physischen Kern üblich. Arbeitsspeicher überbucht man höchstens bewusst und knapp.
- Ein Host ist ein einzelner Ausfallpunkt. Fällt er aus, fallen alle VMs darauf aus. Abhilfe schafft ein Verbund aus mehreren Hosts mit gemeinsamem oder repliziertem Speicher, der VMs auf einen anderen Host umzieht.
- Container (etwa Docker) sind leichter als VMs: Sie teilen sich den Kern des Host-Betriebssystems. Schneller und sparsamer, aber weniger stark voneinander getrennt.
Übersicht
| Physischer Server | Virtuelle Maschine | Container | |
|---|---|---|---|
| Eigenes Betriebssystem | ja | ja | nein, teilt den Kern des Hosts |
| Bereitstellung | Tage bis Wochen | Minuten | Sekunden |
| Trennung voneinander | vollständig | stark | schwächer |
| Typischer Einsatz | Host selbst, Spezialhardware | Server aller Art | einzelne Anwendungen und Dienste |
Prüfungsfrage
Frage: Ein Betrieb betreibt fünf ältere physische Server mit geringer Auslastung und möchte sie virtualisieren. Nennen Sie zwei Vorteile und zwei Risiken und je eine Maßnahme gegen die Risiken.
Antwort: Vorteile: (1) Weniger Hardware, Strom, Kühlung und Platz, weil ein oder zwei Hosts die Last der fünf Server tragen. (2) Neue Server lassen sich schnell aus Vorlagen bereitstellen, und vor Änderungen sind Snapshots möglich. Risiken: (1) Der Host wird zum einzelnen Ausfallpunkt – Maßnahme: zwei Hosts im Verbund mit gemeinsamem oder repliziertem Speicher, damit VMs bei einem Ausfall auf dem anderen Host weiterlaufen. (2) Die VMs teilen sich die Ressourcen; eine VM unter Last bremst die anderen – Maßnahme: Ressourcen vorab anhand der gemessenen Auslastung planen, Arbeitsspeicher nicht überbuchen und die Auslastung des Hosts überwachen.