Die Abdeckung des Ausbildungsrahmenplans ist die Ansicht, die gegenueber
der IHK zaehlt. Sie unterscheidet vier Lagen statt "erledigt/offen":
vermittelt eine abgenommene Aufgabe oder ein abgeschlossener
Checklisten-Durchlauf, oder zwei gelesene Handouts
angefangen etwas erledigt, aber noch nicht genug
geplant Inhalt vorhanden, nichts davon bearbeitet
ohne Inhalt zu dieser Position gibt es im Lehrgang gar nichts
Die vierte Lage ist die wichtigste: Sie ist keine Luecke beim Azubi,
sondern eine im Lehrgang, und wird getrennt ausgewiesen. Die Regel steht
als reine Funktion in src/lib/auswertung/abdeckung.ts, mit 17 Tests.
Das Feedbackgespraech laesst beide Seiten getrennt bewerten. Wo sie um
zwei Stufen oder mehr auseinanderliegen, wird das hervorgehoben - in der
Ansicht, in der Uebersicht und im PDF, alle drei ueber dieselbe Funktion
liegtWeitAuseinander(). Nach beidseitiger Bestaetigung ist das Gespraech
unveraenderlich und wird nur noch gelesen.
Durchstich in scripts/pruefungen/baustein-9.mjs: alle fuenf Luecken
erkannt, getrennte Spalten, Sperre serverseitig, PDF nur mit Anmeldung,
ein fremder Azubi bekommt 404 - auch auf das PDF.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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Entscheidungen
Kurze Notizen zu Festlegungen, die im Auftrag offen waren. Jede Notiz nennt die Lage, die Wahl und den Grund.
E1 · Stack: Next.js 15 mit App Router
Der Auftrag verweist auf eine Stackvorgabe im „Kopf des Prompts", die nicht mitgeliefert wurde. Auf Rückfrage: Next.js 15 (App Router), React 19, TypeScript. Datenzugriff über Drizzle ORM auf better-sqlite3.
Serveraktionen ersetzen eine eigene REST-Schicht. Das hält die Rechteprüfung dort, wo die Daten geholt werden, statt sie über eine API zu verteilen.
E2 · Zeitstempel als ISO-8601 in UTC
Der Auftrag verlangt „alle Zeitstempel mit Zeitzone". Gespeichert wird
2026-09-10T07:15:00.000Z, also ein eindeutiger Zeitpunkt in UTC. Angezeigt
wird durchgehend in Europe/Berlin.
Grund: UTC-Strings sortieren sich lexikografisch richtig, was bei SQLite ohne
echten Zeitstempeltyp entscheidend ist. Ein gespeicherter Ortsversatz
(+02:00) würde beim Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit falsch sortieren.
Reine Kalenderdaten – Berichtszeitraum, Tagesnotiz, Ausbildungsbeginn – sind
YYYY-MM-DD ohne Uhrzeit, weil sie auch keine haben.
E3 · Eigener Migrationslauf statt drizzle-kit
Migrationen sind handgeschriebene SQL-Dateien unter
src/lib/db/migrationen/, die beim Start der Reihe nach genau einmal
angewendet und mit SHA-256-Prüfsumme vermerkt werden.
Grund: volle Kontrolle über Indizes und CHECK-Bedingungen (Statuswerte sind
Aufzählungen, keine freien Zeichenketten), und beim Start ist im Protokoll
sichtbar, was passiert ist. Wird eine bereits angewendete Datei nachträglich
verändert, bricht der Start mit klarer Meldung ab.
Der Preis: das Drizzle-Schema muss von Hand zu den SQL-Dateien passen. Dagegen läuft ein Test, der die migrierte Datenbank gegen das Schema abgleicht.
E4 · Schlüssel sind UUIDs, keine laufenden Nummern
Textspalten mit crypto.randomUUID(). Läuft auf SQLite und PostgreSQL
gleichermaßen, und beim Zurückspielen einer Sicherung gibt es keine Kollisionen
mit zwischenzeitlich vergebenen Nummern.
E5 · Debian-slim als Grundlage des Abbilds, nicht Alpine
better-sqlite3 und @node-rs/argon2 bringen für glibc fertige Binärdateien
mit, für musl nicht. Auf Alpine müsste im Abbild übersetzt werden – längerer
Bau, größere Bauschicht, mehr Fehlerquellen. Der Größenunterschied im
Laufzeitabbild ist bei einem selbst gehosteten Dienst ohne Belang.
E6 · Passwortprüfung mit gleichbleibender Antwortzeit
Bei unbekannter E-Mail-Adresse wird trotzdem einmal gegen einen festen Argon2-Wert gerechnet. Sonst verrät die Antwortzeit, welche Adressen es gibt. Die Fehlermeldung ist in beiden Fällen dieselbe.
E7 · Anhänge liegen im Dateisystem, nicht in der Datenbank
Unter <daten>/anhaenge/, in der Datenbank steht nur der Verweis. Hält die
Datenbankdatei klein und die Sicherung schnell; das Archiv nimmt beides mit.
E8 · Sicherung als Shell-Skript, nicht als Node-Werkzeug
scripts/im-container/sicherung.sh läuft im Laufzeitabbild, das kein
TypeScript kennt, und auf dem Entwicklungsrechner unter Git Bash. Eine zweite
Fassung in TypeScript wäre eine zweite Fehlerquelle. Die konsistente Kopie der
Datenbank entsteht über die Sicherungsschnittstelle von SQLite – ein cp wäre
bei aktivem WAL-Modus nicht verlässlich.
E9 · Kein main-Zweig ohne Freigabe
Die verbindliche Arbeitsweise verbietet Commits direkt auf main. Die
Erstfassung entsteht deshalb vollständig auf feat/lernbar-erstfassung.
main bleibt leer, bis eine Freigabe erfolgt.
E10 · Rahmenplan: A1–A10, B1–B3, C1–C5
Der Auftrag nennt die Berufsbildpositionen A 1 bis A 10, B 1 bis B 3 und
C 1 bis C 4. Die Verordnung selbst gliedert anders: Sie deckt alle vier
Fachrichtungen ab und hat deshalb sechs Abschnitte. Übersetzt:
| Kürzel hier | Abschnitt der FIAusbV | Inhalt |
|---|---|---|
| A1 – A10 | Abschnitt A | fachrichtungsübergreifend |
| B1 – B3 | Abschnitt C | Fachrichtung Systemintegration |
| C1 – C5 | Abschnitt F | integrativ zu vermitteln |
Abweichung: Abschnitt F hat fünf Positionen, nicht vier. Die fünfte („Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien") ist 2020 neu dazugekommen. Sie wegzulassen würde ausgerechnet in der Abdeckungsansicht eine Lücke erzeugen, die gegenüber der IHK zählt. Deshalb sind alle fünf drin.
Jede Position trägt im Feld verordnung ihre amtliche Fundstelle, damit die
Übersetzung nachvollziehbar bleibt.
E11 · Kennung einer Merkkarte: Handout-Kürzel plus laufende Nummer
Eine Karte heißt N3-1, N3-2 und so weiter – abgeleitet aus dem Handout und
der Reihenfolge im YAML-Kopf. Damit steht die Kennung fest, ohne dass sie in der
Datei gepflegt werden muss.
Der Preis: Wird eine Karte mittendrin eingefügt oder gelöscht, verschieben sich die Kennungen der folgenden, und ihr Lernstand rutscht mit. Neue Karten gehören deshalb ans Ende der Liste. Bei einem Handout mit ein bis drei Karten ist das zumutbar; eine gepflegte Kennung je Karte wäre mehr Aufwand für die Person, die Inhalte schreibt, als sie einbringt.
E12 · Glossarverweise: Link statt Überfahren
Der Auftrag lässt die Wahl zwischen automatischer Verlinkung und einer
Erklärung beim Überfahren mit der Maus. Es wird beides, aber der Link führt:
Ein reiner title-Hinweis ist am Handy nicht erreichbar und mit der Tastatur
nur mit Mühe. Der Verweis zeigt auf die Stelle im Glossar und trägt die
Erklärung zusätzlich im title.
Zurückhaltung ist eingebaut: Jeder Begriff wird höchstens einmal je Seite verlinkt, und nie innerhalb von Code, Überschriften, Tabellenköpfen oder bestehenden Verweisen. Ein Text, in dem jedes zweite Wort unterstrichen ist, liest sich schlechter als einer ganz ohne.
E13 · Kein gray-matter
Der YAML-Kopf einer Markdown-Datei wird selbst herausgelöst (zehn Zeilen).
Gründe: gray-matter merkt sich Ergebnisse und liefert beim zweiten Einlesen
desselben Textes ein Objekt ohne das Feld matter – im Betrieb fällt das nie
auf, im Test sofort. Und der Zeilenversatz für die Fehlermeldungen ist so
nachweislich richtig statt nachgebaut.
E14 · SM-2 mit drei Bewertungsstufen statt sechs
Das Original arbeitet mit einer Skala von 0 bis 5. In der Praxis unterscheidet niemand ehrlich zwischen „fast richtig" und „mit Mühe richtig" – und eine Selbstbewertung, die man nicht ehrlich abgeben kann, verfälscht die Rechnung.
Deshalb: sitzt / unsicher / nochmal. Die Leichtigkeit bewegt sich weiterhin zwischen 1,3 und 2,8, die Abstände folgen 1, 3, dann Abstand mal Leichtigkeit. Gedeckelt wird bei 180 Tagen – die Ausbildung dauert drei Jahre, weiter zu planen bringt nichts.
E15 · „nochmal" bringt die Karte in derselben Sitzung wieder
Erste Fassung legte sie nur auf den nächsten Tag. Das ist falsch: Wer „nochmal" drückt, will die Karte jetzt noch einmal sehen. Sie wird deshalb hinten an den laufenden Stapel gehängt.
E16 · Der tägliche Stapel wird bei 20 Karten gedeckelt
Ohne Deckel sitzt jemand nach drei Wochen Pause vor 52 fälligen Karten und macht es gar nicht. Sortiert wird nach Überfälligkeit; nie gelernte Karten kommen zuletzt, damit zuerst der Rückstand abgebaut wird.
E17 · Als „gelernt" gilt eine Karte ab Fach 4
Fach 4 heißt: Abstand über drei Tage, also mindestens dreimal in Folge gekonnt. Das ist die Schwelle, ab der die Karte im Wochenfortschritt als erledigt zählt. Wer sie einmal richtig hatte, hat sie noch nicht gelernt.
E18 · Anhänge: Pfad aus UUID, Auslieferung nur über eine geprüfte Route
Drei Regeln, die zusammengehören:
- Der Speicherpfad ist
<jahr>/<uuid><endung>. Der übermittelte Dateiname landet nur als Anzeigename in der Datenbank und wird nie zum Bilden eines Pfades benutzt.speicherpfad()wirft, wenn die Kennung keine UUID ist. - Ausgeliefert wird ausschließlich über
/anhaenge/<kennung>. Es gibt keinen Weg, über die Adresse eine beliebige Datei anzufordern, und die Berechtigung wird bei jedem Abruf neu geprüft – nicht nur beim Hochladen. - Der Antwortkopf trägt
Content-Security-Policy: sandboxundX-Content-Type-Options: nosniff. Anhänge sind Daten, kein Programm.
SVG ist trotz image/ nicht erlaubt: Es ist XML und kann Skripte enthalten.
E19 · Anhänge hängen an Aufgabe und Azubi
Der Bezug lautet <aufgabeId>::<azubiId>. Beim ersten Entwurf hing er nur an
der Aufgabe – bei zwei Azubis hätte der zweite die Fotos des ersten gesehen.
E20 · Kriterien werden über ihre Position gespeichert
kriterien_erfuellt ist eine JSON-Liste der Positionen in der Aufgabendatei,
etwa [0,2,3]. Wird die Reihenfolge der Kriterien nachträglich geändert,
verschiebt sich die Zuordnung. Neue Kriterien gehören deshalb ans Ende –
dieselbe Regel wie bei den Merkkarten (siehe E11).
E21 · Fehlende Berechtigung ist ein 404, kein 403
Seiten rufen erfordereSichtAufAzubi() auf, das mit „nicht gefunden" endet.
Ein 403 würde bestätigen, dass es die angefragten Daten gibt. Serveraktionen
brechen weiterhin mit einem Fehler ab – dort wäre eine Weiterleitung sinnlos.
Nebeneffekt: Next.js schwärzt Fehlermeldungen im Produktionsbetrieb. Eine eigene „Kein Zugriff"-Seite ließe sich anhand des Fehlertextes gar nicht erkennen.
E22 · Der Deckel für Serveraktionen liegt über der eigenen Grenze
serverActions.bodySizeLimit steht auf 30 MB, die eigene Prüfung auf 25 MB.
Der Abstand ist Absicht: Eine zu große Datei soll die eigene, verständliche
Meldung bekommen und nicht den Rumpfgrößenfehler des Gerüsts, der nur im
Serverprotokoll auftaucht. Zusätzlich prüft der Browser vorab, damit am
Mobilfunk nicht erst 30 MB übertragen und dann abgelehnt werden.
E23 · PDF mit Standardschriften statt eingebetteter Schrift
Die PDF-Ausgabe benutzt Helvetica, also eine der Schriften, die jeder PDF-Betrachter mitbringt. Das spart eine eingebettete Schriftdatei im Repository und hält die Dateien klein (ein Checklistenblatt wiegt rund 7 KB).
Der Preis ist der Zeichenvorrat WinAnsi. Enthalten sind alle deutschen Umlaute, ß, €, § und °. Nicht enthalten sind Zeichen wie ✓, ○, ▲ oder Emoji. Deshalb:
fuerPdf()ersetzt typografische Feinheiten (Anführungszeichen, Auslassungspunkte, geschützte Leerzeichen) und wirft nicht Darstellbares weg.- Ankreuzkästchen und Haken werden gezeichnet, nicht gesetzt. Das sieht in jedem Betrachter gleich aus und ist unabhängig von der Schrift.
Sollte später ein Zeichen außerhalb von WinAnsi wirklich gebraucht werden, ist der Weg das Einbetten einer freien Schrift – nicht das Aufweichen dieser Regel.
E24 · Fußzeilen brauchen einen aufgehobenen unteren Rand
PDFKit legt eine neue Seite an, sobald Text unterhalb des Satzspiegels geschrieben wird. Eine Fußzeile steht dort per Definition. Ohne Gegenmaßnahme entsteht je Seite und je Textaufruf eine leere Folgeseite.
fusszeilen() setzt deshalb page.margins.bottom kurzzeitig auf 0 und stellt
den Wert danach wieder her. Ein Test zählt die Seitenobjekte im erzeugten PDF –
damit fällt ein Rückfall sofort auf.
E25 · Ein Durchlauf kopiert die Texte seiner Vorlage
checkliste_lauf.titel und checkliste_schritt.text werden beim Start aus der
Vorlage übernommen, statt zur Anzeigezeit nachgeschlagen zu werden.
Grund: Ein abgeschlossener Durchlauf ist ein Nachweis. Er muss auch in zwei
Jahren noch dasselbe aussagen – auch wenn die Vorlage unter content/
inzwischen umformuliert, erweitert oder gelöscht wurde. Die Seite zeigt einen
Hinweis, wenn es die Vorlage nicht mehr gibt, bleibt aber vollständig lesbar.
E26 · Mitlesen und Bearbeiten sind getrennte Rechte
Beim Checklisten-Durchlauf fallen die beiden Rechte auseinander:
- Lesen darf der Eigentümer und sein Ausbilder (
laufZumLesen). - Bearbeiten darf nur der Eigentümer (
laufZumBearbeiten).
Der Ausbilder hakt also nichts für seinen Azubi ab. Im Nachweis soll keine Arbeit stehen, die der Azubi nicht selbst gemacht hat. Für die Abnahme gibt es die Praxisaufgaben – dort ist es genau andersherum.
E27 · Die Berichtsheftprüfung warnt, sie sperrt nicht
pruefeWochenblatt() liefert eine Liste von Warnungen und nichts anderes. Es
gibt bewusst kein darfEinreichen().
Grund: Eine Anwendung, die das Einreichen verhindert, erzieht dazu, Unsinn einzutragen, bis die Prüfung zufrieden ist. Der Azubi soll die Warnung sehen – was er damit macht, entscheidet er. Der Knopf heißt dann eben „Trotz 3 Warnungen einreichen".
Die Prüfung läuft im Browser beim Tippen mit und benutzt dieselbe Funktion wie der Server. Sie ist keine Sicherheitsmaßnahme, sondern eine Hilfe.
E28 · Floskeln werden am Zusammenhang erkannt, nicht am Wort
„Diverse Arbeiten" ist eine Floskel. „Diverse Patchkabel konfektioniert, gemessen und im Verteiler beschriftet" ist keine. Ein reiner Wortabgleich würde beide gleich behandeln und wäre nach dem dritten Fehlalarm nur noch lästig.
Die Prüfung schlägt deshalb nur an, wenn
- die Floskel den Eintrag im Wesentlichen ausmacht (höchstens 20 Zeichen Rest), oder
- im ganzen Eintrag kein einziges Tätigkeitsverb vorkommt.
Dieselbe Verbliste trägt auch die Formulierungshilfe.
E29 · Die laufende Nummer richtet sich nach dem Zeitraum
Wird eine vergessene Woche nachgetragen, bekommt sie die Nummer, die ihr zeitlich zusteht; alle späteren Blätter rücken eine Nummer weiter.
Der Grund ist das Papierformular: Ein Ausbildungsnachweis wird chronologisch abgeheftet, und Nr. 12 zwischen Nr. 3 und Nr. 4 wäre gegenüber der IHK nicht erklärbar.
E30 · Kundennamen werden an der Rechtsform erkannt
Personennamen lassen sich nicht zuverlässig erkennen, ohne ständig Fehlalarme zu erzeugen. Firmennamen dagegen schon: Sie enden fast immer auf GmbH, AG, KG, mbH, e. V. und Ähnliches.
Das Muster schließt bewusst mit einem negativen Vorausblick statt mit \b –
Rechtsformen wie „e. V." enden auf einen Punkt, und dort gibt es vor einem
Leerzeichen keine Wortgrenze. Genau dieser Fall war zuerst durchgerutscht.
E31 · Die Formulierungshilfe steht im Quelltext, nicht unter content/
Tätigkeitsverben und die Gegenüberstellungen sind Bedienhilfe der Anwendung, kein Ausbildungsinhalt. Sie ändern sich nicht mit dem Lehrgang und gehören deshalb nicht in dieselbe Ablage wie Handouts und Aufgaben.
E32 · Die Musterlösung wird entfernt, nicht versteckt
Der Auftrag verlangt: Musterlösungen dürfen dem Azubi erst nach dem Absenden angezeigt werden und niemals vorher über die Schnittstelle abrufbar sein.
Umgesetzt ist das in src/lib/kontrollen/sicht.ts. sichtbareKontrolle()
baut die Fassung, die den Browser erreichen darf; ist die Lösung nicht
freigegeben, steht dort null. Es gibt keine Stelle, an der die vollständige
Kontrolle an die Oberfläche gereicht und dort ausgeblendet wird.
Zwei Feinheiten:
- Die Funktion nimmt den ganzen Betrachter und den Bearbeitungsstand
entgegen, nicht ein vorberechnetes
darfSehen. Ein Aufrufer kann also nicht aus Versehentrueübergeben. - Die Zwischenspeicher-Aktion gibt nur einen Zeitstempel zurück. Sie reicht bewusst keinen Datensatz durch, in dem die Lösung mitreisen könnte.
Geprüft wird das doppelt: 21 Tests über alle Betrachter und Zustände, und ein Durchstich, der den Wortlaut aus der Inhaltsdatei im rohen Seitenquelltext sucht.
E33 · Notenschlüssel der IHK, und ein vorläufiges Ergebnis bleibt vorläufig
Gerechnet wird mit dem 100-Punkte-Schlüssel der IHK (ab 92 / 81 / 67 / 50 / 30 Prozent). Wer sich daran gewöhnt, erlebt in der Abschlussprüfung keine Überraschung.
Solange eine Frage ohne Punkte ist, gilt die Kontrolle nicht als
korrigiert: korrigiert_am bleibt leer, das Ergebnis heißt „vorläufig", und
die Kontrolle bleibt in der Liste „Was auf dich wartet". Ein halb korrigierter
Fragebogen, der als fertig erscheint, wäre schlimmer als gar keine Anzeige.
E34 · Antworten werden beim Tippen gespeichert, je Frage einzeln
Eine Lernzielkontrolle dauert 45 Minuten. Ein Browserabsturz oder ein versehentlich geschlossener Reiter darf nicht 45 Minuten kosten.
Gespeichert wird je Frage einzeln mit knapp einer Sekunde Verzögerung – nicht das ganze Formular auf einmal. So bleibt jeder Schreibvorgang klein, und eine lange Antwort auf Frage 1 wird nicht bei jedem Tastendruck in Frage 6 neu geschrieben.
E35 · Wann eine Berufsbildposition als vermittelt gilt
Die Regel steht an genau einer Stelle: stufeAus() in
src/lib/auswertung/abdeckung.ts.
Vermittelt ist eine Position, wenn es dazu gibt:
- mindestens einen belastbaren Nachweis – eine abgenommene Praxisaufgabe oder einen abgeschlossenen Checklisten-Durchlauf –, oder
- mindestens zwei stützende Nachweise, also gelesene Handouts.
Die Unterscheidung ist der Kern: Bei einer abgenommenen Aufgabe hat jemand etwas getan und ein anderer hat es gesehen. Ein gelesenes Handout sagt nur, dass der Stoff behandelt wurde. Ein einzelnes genügt deshalb nicht – sonst wäre die Abdeckung nach dem ersten Klick voll und die Ansicht wertlos.
Vier Lagen statt zwei:
| Lage | Bedeutung |
|---|---|
| vermittelt | die Regel oben ist erfüllt |
| angefangen | etwas erledigt, aber noch nicht genug |
| geplant | Inhalt vorhanden, nichts davon erledigt |
| ohne Inhalt | es gibt im ganzen Lehrgang nichts dazu |
Die vierte Lage ist die wichtigste. Sie ist keine Lücke beim Azubi, sondern
eine im Lehrgang, und wird deshalb getrennt und rot ausgewiesen. Dort hilft
kein Lernen, sondern nur ein neues Handout oder eine neue Aufgabe unter
content/.
Damit die Bewertung nachvollziehbar bleibt, führt die Ansicht je Position die einzelnen Nachweise mit Kürzel und Zustand auf – und die amtliche Fundstelle in der Verordnung.
E36 · Das Feedbackgespräch kopiert seine Vorlage
feedbackgespraech.inhalt enthält die verwendeten Kriterien und die Skala,
nicht nur die Bewertungen.
Grund: Ein bestätigtes Gespräch gehört in die Ausbildungsakte. Ändert der
Ausbilder später content/feedbackgespraech.yaml, bleibt ein geführtes
Gespräch genau so, wie es geführt wurde. Dieselbe Überlegung wie bei den
Checklisten-Durchläufen (siehe E25).
E37 · Beide Seiten bewerten getrennt
Ausbilder und Azubi tragen je eine eigene Spalte ein. Die Serveraktion schreibt immer nur die Spalte dessen, der gerade angemeldet ist – eine Selbsteinschätzung, die der Ausbilder eintragen könnte, wäre keine.
Liegen beide um zwei Stufen oder mehr auseinander, wird das Kriterium hervorgehoben. Das ist der eigentliche Wert des Bogens: nicht die Zahlen, sondern die Stellen, an denen sie auseinandergehen.
Bestätigen können beide einzeln; erst wenn beide bestätigt haben, ist das Gespräch unveränderlich. Solange nur eine Seite bestätigt hat, lässt sich die Bestätigung zurücknehmen.