docs(git): jeden ausgehenden Aufruf einzeln mit seinem Recht belegen
CI / pruefen (pull_request) Canceled after 0s

Die Faelle A und B beantworteten die Frage auf Ebene der Scopes, nicht
auf Ebene der Aufrufe. Wer nachpruefen wollte, ob ein Recht wirklich
noetig ist, musste die drei Clients selbst lesen.

Jetzt steht in der README je System eine vollstaendige Tabelle: Aufruf,
Zweck, benoetigtes Recht. Die Zuordnung bei GitHub folgt der offiziellen
Berechtigungsuebersicht - dass /tags und /stats/commit_activity unter
Metadata fallen und nicht unter Contents, ist nicht zu erraten. Fuer
GitLab ist mit Quellenangabe belegt, dass es unterhalb von 'api' keinen
Schreibzugriff auf Issues gibt.

Ausserdem war offen, woher die Kommentare an den Issues stammen: Nebula
schreibt keine. Der Schreibzugriff besteht aus genau zwei Aufrufen. Ein
Test klopft dafuer die Clients ab - kaeme ein dritter dazu, wuerde die
Empfehlung 'nimm ein lesendes Token' still falsch, ohne dass jemand
einen Fehler saehe.

Der Hinweis am Eingabefeld nannte Actions nicht, obwohl der CI-Zustand
bei GitHub genau daran haengt.

Refs #10
This commit is contained in:
2026-08-18 12:57:02 +02:00
parent 7920b6a20f
commit e9f01ba8fa
4 changed files with 181 additions and 25 deletions
+106 -21
View File
@@ -188,8 +188,10 @@ Ohne Token gehen nur öffentliche Repositories, mit strengem Rate-Limit.
### Welche Rechte der Token braucht
Nebula liest fast alles nur — geschrieben wird ausschließlich, wenn du eine Aufgabe als
Issue anlegst oder abhakst. Deshalb lohnt es, zwei Fälle zu unterscheiden:
Nebula liest fast alles nur. Geschrieben wird an **genau zwei Stellen**: wenn du eine
Aufgabe als Issue anlegst, und wenn eine Aufgabe auf `DONE` wandert und Nebula das
verknüpfte Issue schließt. Alles andere sind `GET`-Aufrufe. Deshalb lohnt es, zwei Fälle
zu unterscheiden:
**Fall A — nur Abgleich.** Branches, Tags, Commits, Releases, CI-Zustand, README,
Heatmap, offene Issues und PRs anzeigen. Rein lesend.
@@ -203,29 +205,112 @@ Issue geschlossen, hakt Nebula die Aufgabe ab und schließt sie umgekehrt mit.
| **GitLab** | `read_api` | `api` — **es gibt nichts dazwischen** |
| **Gitea / Forgejo** | `read:repository`, `read:issue`, `read:user` | `write:issue` |
Wozu die einzelnen Rechte gut sind:
#### Jeder Aufruf einzeln
| Recht | Wofür |
| --- | --- |
| Repository lesen (`Contents`, `read:repository`) | Branches, Tags, Commits, Releases, Sprachen, README, Commit-Heatmap |
| Issues lesen | Offene Issues auf der Projektseite, „Issues als Aufgaben übernehmen" |
| Pull Requests lesen | Offene PRs auf der Projektseite |
| Actions lesen (nur GitHub) | CI-Zustand des Default-Branch. Bei GitLab kommt er aus den Pipelines (`read_api`), bei Gitea aus dem Commit-Status (`read:repository`) |
| Benutzer lesen | Nur für den Verbindungstest — Nebula meldet zurück, als wer der Token gilt |
| Issues schreiben | Aufgabe als Issue anlegen, schließen, wieder öffnen |
Die folgenden Tabellen sind vollständig: mehr als das ruft Nebula nicht nach draußen.
Sie sind aus `src/lib/git/github.ts`, `gitlab.ts` und `gitea.ts` erhoben — wer prüfen
will, ob hier etwas fehlt, greppt dort nach `getJson`, `getJsonSafe` und `sendJson`.
> **GitLab ist der unangenehme Fall.** Es kennt keinen schmalen Schreib-Scope für Issues:
> `api` erlaubt alles, was dein Konto darf — auch Code ändern. Wenn dir das zu weit geht,
> nimm `read_api` und verzichte auf die Issue-Anbindung. Der Abgleich funktioniert
> vollständig, und geschlossene Issues werden trotzdem erkannt — nur eben nur gelesen.
**GitHub** — `https://api.github.com`, Header `Authorization: Bearer …`
**Was Nebula *nicht* braucht:** Schreibrechte auf Code, Adminrechte, Rechte zum Anlegen
von Webhooks. Den Haken für Webhooks trägst du selbst im Git-System ein — genau deshalb
verlangt Nebula dafür kein zusätzliches Recht.
| Aufruf | Wofür | Benötigtes Recht |
| --- | --- | --- |
| `GET /rate_limit` | Verbindungstest | keins |
| `GET /user` | Kontoname beim Testen zurückmelden | keins |
| `GET /user/repos` | Auswahlliste hinter **Repos laden** | Metadata: Read |
| `GET /repos/{o}/{r}` | Stammdaten, Default-Branch, Sichtbarkeit | Metadata: Read |
| `GET …/languages` | Sprachverteilung | Metadata: Read |
| `GET …/tags` | Tags | Metadata: Read |
| `GET …/stats/commit_activity` | Commit-Heatmap über ein Jahr | Metadata: Read |
| `GET …/branches` | Branch-Liste | Contents: Read |
| `GET …/commits` | die letzten 100 Commits | Contents: Read |
| `GET …/releases` | Releases | Contents: Read |
| `GET …/readme` | README-Vorschau | Contents: Read |
| `GET …/pulls?state=open` | offene Pull Requests | Pull requests: Read |
| `GET …/issues?state=open` | offene Issues | Issues: Read |
| `GET …/issues/{nr}` | Abgleich: ist das verknüpfte Issue noch offen? | Issues: Read |
| `GET …/actions/runs` | CI-Zustand des Default-Branch | Actions: Read |
| `POST …/issues` | **Aufgabe als Issue anlegen** | Issues: Read and write |
| `PATCH …/issues/{nr}` | **Issue schließen oder wieder öffnen** | Issues: Read and write |
**Im Zweifel klein anfangen.** Ein fehlendes Recht führt zu einem `403` mit dem Hinweis
„Token hat nicht die noetigen Scopes"; die Meldung steht am Repository auf der
Projektseite. Dann gezielt nachlegen, statt vorsorglich alles zu vergeben.
Dass `/tags` und `/stats/commit_activity` unter *Metadata* fallen und nicht unter
*Contents*, ist nicht zu erraten — es steht so in
[GitHubs Berechtigungsübersicht](https://docs.github.com/en/rest/authentication/permissions-required-for-fine-grained-personal-access-tokens).
**GitLab** — `{Basis-URL}/api/v4`, Header `PRIVATE-TOKEN: …`
| Aufruf | Wofür | Benötigtes Recht |
| --- | --- | --- |
| `GET /projects?per_page=1` | Verbindungstest | `read_api` |
| `GET /user` | Kontoname beim Testen zurückmelden | `read_user` (in `read_api` enthalten) |
| `GET /projects?membership=true` | Auswahlliste hinter **Repos laden** | `read_api` |
| `GET /projects/{id}?statistics=true` | Stammdaten, Default-Branch, Sichtbarkeit | `read_api` |
| `GET …/repository/branches` · `/tags` · `/commits` | Snapshot und Heatmap | `read_api` |
| `GET …/repository/tree` · `/repository/files/{datei}` | README (zwei Aufrufe, GitLab hat keinen README-Endpunkt) | `read_api` |
| `GET …/releases` · `/languages` | Releases, Sprachverteilung | `read_api` |
| `GET …/merge_requests?state=opened` | offene Merge Requests | `read_api` |
| `GET …/issues?state=opened` | offene Issues | `read_api` |
| `GET …/issues/{nr}` | Abgleich: ist das verknüpfte Issue noch offen? | `read_api` |
| `GET …/pipelines` | CI-Zustand des Default-Branch | `read_api` |
| `POST …/issues` | **Aufgabe als Issue anlegen** | `api` |
| `PUT …/issues/{nr}` (`state_event`) | **Issue schließen oder wieder öffnen** | `api` |
**Gitea / Forgejo** — `{Basis-URL}/api/v1`, Header `Authorization: token …`
| Aufruf | Wofür | Benötigtes Recht |
| --- | --- | --- |
| `GET /version` | Verbindungstest | keins — der Aufruf darf fehlschlagen, Nebula wertet ihn nur ergänzend aus |
| `GET /user` | Kontoname beim Testen zurückmelden | `read:user` |
| `GET /user/repos` bzw. `GET /repos/search` | Auswahlliste hinter **Repos laden** | `read:repository` |
| `GET /repos/{o}/{r}` | Stammdaten, Default-Branch, Sichtbarkeit | `read:repository` |
| `GET …/branches` · `/tags` · `/commits` · `/releases` · `/languages` | Snapshot und Heatmap | `read:repository` |
| `GET …/contents` · `/contents/{datei}` | README (zwei Aufrufe, wie bei GitLab) | `read:repository` |
| `GET …/commits/{branch}/status` | CI-Zustand des Default-Branch | `read:repository` |
| `GET …/pulls?state=open` | offene Pull Requests | `read:repository` — Gitea zählt PRs zum Repository-Scope, nicht zu den Issues |
| `GET …/issues?state=open&type=issues` | offene Issues | `read:issue` |
| `GET …/issues/{nr}` | Abgleich: ist das verknüpfte Issue noch offen? | `read:issue` |
| `POST …/issues` | **Aufgabe als Issue anlegen** | `write:issue` |
| `PATCH …/issues/{nr}` | **Issue schließen oder wieder öffnen** | `write:issue` |
`write:issue` schließt `read:issue` mit ein — Gitea versteht `write:` als „lesen und
schreiben". Beide anzuhaken schadet nicht, nötig ist es nicht.
#### Was Nebula nicht tut
- **Keine Kommentare.** Nebula schreibt nie einen Issue-Kommentar, weder beim Anlegen
noch beim Schließen. Was im Rumpf des angelegten Issues steht, ist die
Aufgabenbeschreibung plus eine Zeile Rückverweis — danach fasst Nebula den Text
nicht mehr an.
- **Kein Code.** Nichts wird committet, gepusht, gemergt oder getaggt. Nebula ist eine
Übersicht, keine Entwicklungsumgebung.
- **Keine Webhooks anlegen.** Den Haken trägst du selbst im Git-System ein — genau
deshalb verlangt Nebula dafür keine Administrationsrechte.
- **Keine Labels, keine Meilensteine, keine Zuweisungen.**
- **Keine Adminrechte**, keine Organisations- oder Benutzerverwaltung.
Kommentare und Labels, die an einem Issue hängen, stammen also entweder aus der
Weboberfläche deines Git-Systems oder von einem anderen Werkzeug mit eigenem Token —
nicht von Nebula.
#### Der GitLab-Sonderfall
GitLab kennt keinen schmalen Schreib-Scope für Issues. Laut
[Access token scopes](https://docs.gitlab.com/security/tokens/access_token_scopes/)
gibt es nur `api` — „complete read and write access to the API" — und darunter direkt
`read_api`. Wer bei GitLab Aufgaben als Issue anlegen will, vergibt damit ein Token, das
auch Code ändern darf.
Wenn dir das zu weit geht: bleib bei `read_api` und verzichte auf die Issue-Anbindung.
Der Abgleich läuft vollständig, und geschlossene Issues werden weiterhin erkannt und
haken ihre Aufgabe ab — nur der Rückweg von Nebula ins Issue fällt weg. Ein eigenes
Dienstkonto, das nur Zugriff auf die betroffenen Projekte hat, ist der andere Ausweg.
#### Im Zweifel klein anfangen
Ein fehlendes Recht führt zu einem `403` mit dem Hinweis „Token hat nicht die noetigen
Scopes"; die Meldung steht am Repository auf der Projektseite. Fang mit Fall A an und
leg gezielt nach, wenn du die Issue-Anbindung wirklich benutzt — statt vorsorglich
alles zu vergeben.
### Automatisch statt auf Knopfdruck