Ein Projekt mit vierzig offenen Aufgaben macht das Brett unbrauchbar: die Spalte laeuft ueber die halbe Seite, und die Bloecke darunter - Notizen, Repository, Verlauf - rutschen aus dem Blick. Die Grenze steht in den Admin-Einstellungen und gilt fuer alle Projekte, wie autoSyncBatchSize und staleAfterDays. Kein Feld am Projekt: das haette eine Migration am Project-Modell gekostet und eine Einstellung, die man vierzig Mal pflegt. 0 heisst "ohne Begrenzung", dieselbe Lesart wie bei SESSION_IDLE_HOURS. Begrenzt wird ausschliesslich die Anzeige. Das ist der Kern: persist() schickt je Spalte die vollstaendige Liste an /tasks/reorder, und eine dort schon gekuerzte Liste wuerde beim ersten Ziehen die verborgenen Aufgaben aus dem Brett loeschen. Der Zustand im Brett bleibt deshalb ganz, gekuerzt wird erst beim Rendern der Spalte. Gegengeprobt am echten PATCH-Rumpf: 40 IDs bei 15 sichtbaren Karten. Die Zahl neben der Spaltenueberschrift nennt weiter den vollen Bestand. Nur die sichtbaren Karten stehen im SortableContext - was nicht im DOM ist, kann dnd-kit ohnehin nicht treffen. Die Admin-Sektion zeigt neben der Einstellung die laengste Spalte im Bestand. Ohne die steht die Zahl im Leeren: eine Grenze von 15 sagt nichts, wenn die groesste Spalte aus drei Karten besteht. Refs #16
53 KiB
Funktionsübersicht
Vollständige Auflistung dessen, was Nebula kann — gegliedert nach Bereichen. Für Installation und Betrieb siehe README.md.
0. Konten und Zugang
0.1 Betriebsarten
Beim ersten Aufruf führt /setup durch die Einrichtung des Administratorkontos. Dort — und
später jederzeit unter Admin-Einstellungen — wird die Betriebsart gewählt:
| Modus | Verhalten |
|---|---|
| Einzelbetrieb | Genau ein Konto. Keine Registrierung, keine Benutzerverwaltung. |
| Mehrbenutzerbetrieb | Beliebig viele Konten mit strikt getrennten Daten. Selbstregistrierung optional zuschaltbar. |
Der Wechsel in den Einzelbetrieb wird abgelehnt, solange mehr als ein Konto existiert —
sonst würden Konten ausgesperrt. Nach der Einrichtung ist /setup dauerhaft gesperrt.
0.2 Anmeldung
- Benutzername und Passwort. Mindestens 10 Zeichen. Abgelehnt werden naheliegende
Passwörter, reine Ziffernfolgen, zu wenig verschiedene Zeichen (
abababab), durchlaufende Folgen (abcdefgh) und alles, was den eigenen Benutzernamen enthält. Keine Zusammensetzungsregeln — ASVS 2.1.9 rät ausdrücklich davon ab, weil sie zuPasswort1!führen statt zu Entropie. - Hashing mit scrypt,
N = 2^17, r = 8, p = 1nach dem OWASP Password Storage Cheat Sheet (rund 0,5 s und 128 MiB je Prüfung). Die Parameter stehen im Hash, ältere bleiben also lesbar — und werden bei der nächsten Anmeldung still auf den aktuellen Stand gehoben. Das ist der einzige Moment, in dem das Klartextpasswort vorliegt. - Gleiche Antwort für alles Fehlgeschlagene. Ob ein Konto existiert, gesperrt,
deaktiviert oder reines Passkey-Konto ist, sagt die Anmeldung erst, wenn das Passwort
stimmt. Davor gibt es genau einen Text und eine vergleichbare Antwortzeit
(
fakeVerifyDelay), damit sich Benutzernamen nicht durchprobieren lassen. - Passkey (WebAuthn). Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Sicherheitsschlüssel. Die Anmeldung läuft über auffindbare Credentials, ein Benutzername ist also nicht nötig. Mehrere Passkeys pro Konto, benennbar und einzeln entfernbar.
- Zwei-Faktor per TOTP. Zeitbasiertes Einmalkennwort zusätzlich zum Passwort, für jede gängige Authenticator-App. Einrichtung über QR-Code oder abgetippten Schlüssel; scharf wird er erst nach einem bestätigten Code, damit sich niemand aussperrt, der den Scan nicht hinbekommt. Dazu zehn Wiederherstellungscodes, jeder genau einmal gültig — sie werden nur bei der Ausgabe angezeigt. Abschalten und Neuerzeugen verlangen das Passwort, nicht bloß eine offene Sitzung.
- Die Passkey-Anmeldung fragt nicht nach dem zweiten Faktor: der Passkey ist bereits an ein Gerät gebunden und damit selbst der zweite Faktor.
- Ein Konto kann ausschließlich per Passkey nutzbar sein. Der letzte Passkey lässt sich dann nicht entfernen, solange kein Passwort gesetzt ist.
- Fehlversuche werden gezählt; nach acht sperrt sich das Konto für 15 Minuten.
- Die Fehlermeldung ist immer dieselbe und die Antwortzeit gleich lang, egal ob es den Benutzernamen gibt — so lässt sich nicht ausprobieren, welche Konten existieren.
0.3 Mein Konto
Anzeigename und E-Mail ändern · Passwort setzen oder wechseln · Zwei-Faktor einrichten und abschalten · Passkeys verwalten · aktive Sitzungen einsehen (Browser, Betriebssystem, IP, letzte Aktivität) · überall abmelden, wobei das eigene Gerät angemeldet bleibt.
0.4 Benutzerverwaltung (Administratoren)
- Konten anlegen, umbenennen, Rolle wechseln, deaktivieren, löschen
- Passwort eines Kontos neu setzen — beendet dessen Sitzungen sofort
- Übersicht je Konto: Projektzahl, Passkeys, letzte Anmeldung, Sperrstatus
- Selbstregistrierung an- und abschaltbar
- Schutzregeln: Der letzte aktive Administrator kann weder herabgestuft, deaktiviert noch gelöscht werden; das eigene Konto lässt sich nicht löschen oder deaktivieren.
- Administratoren sehen keine fremden Projekte. Sie verwalten Konten, nicht Inhalte.
1. Projekte
1.1 Anlegen und Verwalten
- Idee genügt. Ein Projekt braucht nur einen Namen. Alles Weitere — Beschreibung, Repository, Tags — lässt sich jederzeit nachtragen. Neue Projekte starten deshalb standardmäßig im Status Idee.
- Bearbeiten über einen Dialog, der auf dem Dashboard und der Projektseite identisch funktioniert.
- Löschen mit Rückfrage; zugehörige Notizen und der Repo-Snapshot verschwinden mit
(Fremdschlüssel mit
ON DELETE CASCADE). - Slug wird automatisch aus dem Namen erzeugt (umlautfest) und bei Namenskollision durchnummeriert.
1.2 Felder
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Name | Pflichtfeld |
| Kurzbeschreibung | Ein Satz für die Karte im Board |
| Beschreibung | Ausführliche Ideenskizze, Zeilenumbrüche bleiben erhalten |
| Status | Idee · In Planung · Offen · In Entwicklung · Fertig · Archiviert |
| Priorität | Niedrig · Normal · Hoch · Kritisch |
| Fortschritt | 0–100 %, per Regler |
| Akzentfarbe | Sechs Farbverläufe, prägen Karte und Detailseite |
| Tags | Kommagetrennt, bis zu 12 Stück, kleingeschrieben und dedupliziert |
| Favorit | Anpinnen — Favoriten stehen im Board immer oben |
| Git-Verbindung | Optionale Zuordnung zu einem Git-System |
| Repository | URL sowie Owner/Name (werden aus der URL abgeleitet) |
1.3 Status
Sechs Zustände, jeder mit eigener Farbe und Erklärung im Auswahlmenü:
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| Idee | Noch ein Gedanke — nichts gebaut, nichts entschieden |
| In Planung | Scope, Stack und Schnitt werden festgelegt |
| Offen | Startklar, liegt aber gerade still |
| In Entwicklung | Wird aktiv gebaut |
| Fertig | Ausgeliefert und abgeschlossen |
| Archiviert | Ruht — bleibt erhalten, ist im Board aber ausgeblendet |
Der Status ist direkt auf der Projektkarte umschaltbar, ohne den Detailbereich zu öffnen. Die Änderung wird optimistisch angezeigt und bei einem Fehler zurückgerollt.
2. Dashboard
Schnellerfassung
Ein Blitzsymbol in der Kopfleiste, auf jeder Seite erreichbar. Ein Feld, Enter, fertig —
als Idee entsteht ein Projekt im Status IDEA, als Aufgabe eine Aufgabe im
gewählten Projekt (TODO). Alles Weitere setzen die Vorgaben des Schemas.
Der Dialog bleibt nach dem Anlegen offen und leert nur das Feld. Wer eine Idee notiert, hat meistens gleich die nächste; ihn jedes Mal neu zu öffnen wäre genau die Hürde, die hier wegsoll. Angelegtes wird darunter mit Link bestätigt. Das zuletzt gewählte Projekt wird gemerkt.
Der Einstieg sitzt in der Kopfleiste und nicht als schwebender Knopf unten rechts — dort wäre er auf schmalen Anzeigen mit der Auswahlleiste kollidiert.
Überblick
-
Kennzahlen oben: Anzahl Projekte mit Ø-Fortschritt, offene Ideen, aktive Entwicklungen, fertige Projekte, verknüpfte Repositories. Auf dem Telefon zweispaltig, damit die Projekte nicht erst nach dem zweiten Wischen beginnen.
-
Volltextsuche über Name, Kurzbeschreibung, Beschreibung, Tags und Repo-Pfad.
-
Statusfilter als Chips mit Trefferzähler, mehrere gleichzeitig kombinierbar.
-
Sortierung nach zuletzt geändert, Anlagedatum, Name, Fortschritt oder Priorität — Favoriten bleiben stets oben.
-
Vier Ansichten: freies Raster, kompakte Liste, nach Status gruppierte Abschnitte oder Kanban.
-
Volltextsuche über Notizen und Aufgaben. Die Suche im Board arbeitet auf den geladenen Projekten (Name, Kurzbeschreibung, Tags, Repo-Pfad). Notizen und Aufgaben liegen dort nicht vor — sie mitzuladen würde die Seite aufblähen. Stattdessen sucht Postgres serverseitig mit seiner deutschen Textsuche, entprellt ab zwei Zeichen. Treffer erscheinen als zwei eigene Listen mit hervorgehobener Fundstelle, die betroffenen Projekte werden zusätzlich eingeblendet. Deutsche Stammformen greifen: „Webhook" findet auch „Webhooks", „Rechnung" auch „Rechnungen".
Beide Seiten haben je einen Ausdrucksindex (
Note_fulltext_idx,Task_fulltext_idx). Der Ausdruck darin muss Zeichen für Zeichen dem in der Abfrage entsprechen, sonst greift er nicht und Postgres rechnetto_tsvectorje Zeile neu. -
Archiv ist standardmäßig ausgeblendet und per Schalter einblendbar.
-
Leerzustände mit direktem Einstieg statt einer leeren Fläche.
Schnellsuche
Strg+K (auf dem Mac Cmd+K) öffnet überall eine Palette:
- Projekte nach Name, Kurzbeschreibung und Tags — ohne Eingabe stehen die letzten gleich bereit
- Notizen über dieselbe Volltextsuche wie im Board, entprellt ab zwei Zeichen
- Bereiche: Dashboard, Git-Verbindungen, Mein Konto, Admin-Einstellungen
Bedienung über Tastatur: Pfeile wählen, Enter öffnet, Esc schließt. Die Projektliste
wird beim ersten Öffnen geholt und dann behalten — sie bei jedem Tastendruck neu zu laden
wäre Verschwendung.
Projektvorlagen
Ein Projekt, das sich bewährt hat, lässt sich im Projektkopf über Als Vorlage sichern festhalten: Status, Priorität, Farbe, Tags, Notizen und offene Aufgaben. Beim Anlegen eines neuen Projekts steht die Vorlage oben im Dialog zur Auswahl.
Bewusst benutzereigen statt fest eingebaut — welche Tags und welche Startaufgaben sinnvoll sind, weiß nur, wer damit arbeitet. Eine mitgelieferte Liste wäre geraten.
- Erledigte Aufgaben kommen nicht mit. Eine Vorlage beschreibt, was zu tun ist, nicht was einmal getan wurde.
- Repositories gehen nicht mit. Eine Vorlage, die jedes neue Projekt an dasselbe Repository hängt, wäre eine Falle.
- Die Stammdaten füllt der Dialog sichtbar in die Felder, damit sie vor dem Speichern noch änderbar sind; bereits Getipptes wird nicht überschrieben. Notizen und Aufgaben legt erst der Server an — im Dialog ließen sie sich nicht darstellen.
- Vorlagen überleben das Löschen ihres Ursprungsprojekts.
Mehrfachauswahl
Ein Kästchen auf jeder Karte — es erscheint erst beim Überfahren, damit nicht auf jeder Karte dauerhaft eines steht. Sobald etwas ausgewählt ist, fährt unten eine Leiste ein: Status setzen, Tags ergänzen oder entfernen, als Favorit markieren, löschen.
Was der Filter ausblendet, fällt aus der Auswahl. Sonst träfe eine Massenänderung Projekte, die man gar nicht mehr vor Augen hat. Fremde IDs fallen serverseitig still unter den Tisch.
Liste
Eine Zeile je Projekt, alle gleich aufgebaut: Statusfarbe als Streifen, Name, Fortschrittsbalken mit Prozentwert, danach Aufgaben, Notizen, Branch und Alter des letzten Commits. Der Statuswechsler sitzt rechts, die ganze Zeile ist ein Link.
Gedacht ist die Ansicht für zwei Fälle:
- Auf dem Telefon. Eine Karte braucht rund 260 px Höhe und steht dort zwangsläufig allein in der Zeile — fünf Projekte füllen zwei Bildschirme, bevor man überhaupt etwas vergleichen kann. Eine Zeile kommt mit einem Viertel davon aus.
- Beim Vergleichen. Weil alle Zeilen gleich gebaut sind, liegen Name, Fortschritt und Status untereinander. Genau das verliert das Raster, sobald es einspaltig wird.
Was nicht mehr in die Zeile passt, fällt der Reihe nach weg, statt sie zu sprengen:
Notizen ab sm, Branch ab md, der letzte Commit und die Priorität ab lg.
Kanban
Spalten je Status, Karten per Ziehen verschiebbar. Der Wechsel wird sofort angezeigt und erst danach gespeichert; scheitert das Speichern, springt die Karte zurück.
- Gezogen wird am Griff links, nicht an der ganzen Karte — so bleibt der Titel ein normaler Link.
- Das Ziehen startet erst nach ein paar Pixeln Bewegung, damit Klicks weiter funktionieren. Auf Touchgeräten nach kurzem Halten.
- Freie Reihenfolge innerhalb einer Spalte. Die Position wird am Projekt gespeichert, wie beim Aufgabenbrett. Deshalb ist die Sortierung im Kopf in dieser Ansicht abgeschaltet — sie stehen zu lassen, ohne dass sie wirkt, wäre irreführend.
- Reines Umsortieren fasst das Änderungsdatum nicht an. Sonst schöbe ein Aufräumen im Brett sämtliche Projekte in der Sortierung „Zuletzt geändert“ nach oben.
- Neue, importierte und per Status verschobene Projekte landen am Ende ihrer Spalte.
- Ansicht, Sortierung und Archivschalter überdauern das Neuladen (im Browser gespeichert, nicht am Konto). Der Suchbegriff bleibt bewusst außen vor — eine Suche von gestern beim Öffnen wiederherzustellen wäre eher verwirrend als hilfreich.
Projektkarte auf einen Blick
Name und Favoritenstern · Kurzbeschreibung · Fortschrittsbalken · Provider-Badge · Default-Branch samt Anzahl weiterer Branches · letzter Tag · Alter des letzten Commits · Anzahl Notizen · Warnung bei Sync-Fehler · Tags · Statusauswahl · Priorität.
2a. Aufgaben je Projekt
Jedes Projekt hat ein eigenes Aufgabenbrett mit vier Spalten: Offen · In Arbeit · Blockiert · Erledigt.
- Ziehen und Ablegen zwischen den Spalten und innerhalb einer Spalte. Anders als beim Projektbrett ist die Reihenfolge hier bedeutsam, deshalb wird sie gespeichert.
- Gezogen wird am Griff links, damit ein Klick auf die Karte weiter den Dialog öffnet.
- Eine Aufgabe braucht nur einen Titel. Optional: Beschreibung (Markdown), Fälligkeitsdatum und Labels.
- Fälligkeiten färben sich mit: überfällig rot, heute gelb, in den nächsten Tagen gedämpft.
- Hängt ein Git-Issue daran, trägt die Karte dessen Nummer — vorn in der Fußzeile,
vor Beschreibung, Wiederholung, Frist und Labels, damit sich eine Spalte danach
überfliegen lässt. Bewusst kein Link: der Weg zum Issue führt über den Dialog (4.6),
weil ein
<a>innerhalb der anklickbaren Karte ungültiges Markup wäre.
Wie viele Karten eine Spalte zeigt
Eine Spalte zeigt höchstens so viele Karten, wie unter Admin-Einstellungen →
Aufgabenbrett eingestellt ist (Voreinstellung 15, 0 schaltet die Begrenzung ab). Was
darüber hinausgeht, steht hinter einem Knopf „n weitere anzeigen"; entfaltet wird je
Spalte einzeln. Die Zahl neben der Spaltenüberschrift nennt weiterhin den vollen
Bestand — sonst wäre nicht zu erkennen, dass etwas fehlt.
Begrenzt wird nur die Anzeige. Das Umsortieren schickt je Spalte die vollständige Liste an den Server; würde hier schon gekürzt, fielen die verborgenen Aufgaben beim nächsten Ziehen aus dem Brett. Die Einstellung ist deshalb bewusst eine Sache der Darstellung und keine der Abfrage — geladen wird ohnehin das ganze Projekt.
- Erledigtes wird durchgestrichen; der Zeitpunkt wird festgehalten und beim Zurückziehen wieder gelöscht.
Wiederkehrende Aufgaben
Täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen oder monatlich. Wandert die Aufgabe nach Erledigt — im Dialog oder durch Ziehen —, entsteht die nächste von selbst. Die erledigte bleibt stehen, sonst ginge die Historie verloren.
- Gerechnet wird vom Fälligkeitsdatum, nicht vom Abhaken. Eine wöchentliche Aufgabe bleibt auf ihrem Montag, auch wenn sie einmal erst am Mittwoch erledigt wurde.
- Lange Liegengebliebenes rutscht so weit vor, bis der Termin in der Zukunft liegt — eine Aufgabe, die schon bei ihrer Entstehung überfällig ist, hilft niemandem.
- Beim Monatsintervall bleibt der Tag im Monat erhalten. Der 31. Januar wird zum 28. Februar, nicht zum 3. März.
- Nur der Übergang nach Erledigt löst aus. Eine bereits erledigte Aufgabe erneut zu speichern erzeugt keine zweite Fassung.
- Bewusst grob gehalten: feinere Regeln („jeden zweiten Dienstag im Monat") braucht ein Projektdashboard nicht und wären ohne Kalenderansicht kaum nachvollziehbar.
Aus Git-Issues übernehmen
Im Git-Panel, Reiter Issues: ein Klick macht aus den offenen Issues Aufgaben — Titel, Labels und ein Link zurück ins Git-System.
- Grundlage ist der zuletzt geholte Stand, hier wird nichts nachgeladen. Ein Klick soll nicht ungefragt fremde APIs ansprechen; wer den neuesten Stand will, gleicht vorher ab.
- Die Issue-Nummer bleibt an der Aufgabe und ist je Projekt eindeutig. Ein zweiter Klick legt deshalb keine Dubletten an, auch wenn die Aufgabe inzwischen verschoben oder umbenannt wurde.
- Ohne Repo-Stand meldet der Server das mit einem Hinweis statt still nichts zu tun.
Fortschritt aus Aufgaben
Pro Projekt umschaltbar. Ist es an, ergibt sich der Fortschritt aus dem Anteil erledigter Aufgaben und wird bei jeder Änderung neu berechnet — der Regler ist dann gesperrt, statt einen Wert anzubieten, der gleich wieder überschrieben würde.
Auf der Projektkarte im Dashboard steht das Verhältnis als 3/8.
Wie die Reihenfolge gespeichert wird
Beim Ablegen schickt die Oberfläche je Spalte die vollständige Liste der Aufgaben in ihrer neuen Reihenfolge; der Server vergibt daraus Position und Status. Das ist wiederholbar, kommt ohne Positionsrechnerei im Browser aus, und ein verlorener Aufruf lässt sich einfach erneut senden. IDs, die nicht zum Projekt gehören, werden ignoriert statt verschoben.
2b. Aufgaben über alle Projekte
Die Seite /tasks sammelt jede Aufgabe aus jedem Projekt an einer Stelle. Erreichbar
über die Kopfleiste und die Schnellsuche.
Geordnet wird nach Fälligkeit, nicht nach Spalte. Projektübergreifend lautet die Frage „was ist überfällig", nicht „was steht wo im Brett". Die Fächer:
| Fach | Inhalt |
|---|---|
| Überfällig | Termin liegt vor heute |
| Heute | Termin ist der heutige Kalendertag |
| Diese Woche | in den nächsten sieben Tagen |
| Später | alles danach |
| Ohne Termin | kein Fälligkeitsdatum gesetzt |
Gerechnet wird auf Kalendertage in fester Zeitzone (Europe/Berlin), nicht auf Stunden und nicht nach Serverzeit. Eine heute um 9 Uhr fällige Aufgabe ist um 17 Uhr nicht überfällig, sondern immer noch „heute" — sonst wanderte die halbe Liste im Lauf des Tages nach oben. Und im Container läuft die Anwendung nach UTC; ohne feste Zeitzone kippte die Einteilung abends um einen Tag. Das Fach bestimmt der Server, damit Server-Render und Hydration nicht auseinanderlaufen.
- Filter nach Status (mit Zähler) und Projekt; Erledigtes ist ausgeblendet und einzeln zuschaltbar.
- Abhaken direkt aus der Liste. Der Endpunkt erledigt dabei den Rest: Zeitpunkt, abgeleiteter Projektfortschritt und — bei wiederkehrenden Aufgaben — die nächste Fassung.
- Jede Zeile nennt ihr Projekt und verlinkt es; ohne das ist eine übergreifende Liste nicht zu lesen. Stammt die Aufgabe aus einem Git-Issue, führt ein Symbol dorthin.
Bewusst nicht sortierbar per Ziehen. Die Position einer Aufgabe gilt innerhalb ihrer Spalte in ihrem Projekt; hier wäre sie ohne Bedeutung. Eine Reihenfolge anzubieten, die nirgends ankommt, wäre ein Versprechen, das die Seite nicht halten kann.
Die Aufgabe kennt keinen Besitzer — die Trennung läuft über das Projekt
(project: { ownerId } als einzige und erste Bedingung).
2c. Rückblick und Verlauf
Zwei Sichten auf denselben Aktivitätsverlauf, über alle Projekte hinweg. Beide teilen
sich Zeilendarstellung und Tagesgruppierung (components/ActivityRow) — zwei Kopien
wären beim nächsten Feinschliff auseinandergelaufen.
Der Verlauf kennt keinen Besitzer; die Trennung läuft über das Projekt
(project: { ownerId } als erste Bedingung).
Wochenrückblick
/rueckblick beantwortet „was ist diese Woche passiert". Oben Kennzahlen — Vorgänge,
berührte Projekte, erledigte und neue Aufgaben —, darunter die Vorgänge nach
Kalendertagen gebündelt, neuester Tag zuerst. Über ?woche=-n geht es bis zu 25 Wochen
zurück; weiter lohnt nicht, weil der Verlauf ohnehin nur 200 Einträge je Projekt hält.
Gerechnet wird auf Kalendertage in fester Zeitzone (Europe/Berlin), nicht auf „sieben mal 24 Stunden": liegt eine Zeitumstellung in der Woche, hat sie 167 oder 169 Stunden. Und im Container läuft die Anwendung nach UTC — ein Eintrag von Sonntagabend fiele sonst in die falsche Woche. Das Fach bestimmt der Server, damit Server-Render und Hydration nicht auseinanderlaufen.
„Aufgaben erledigt" wird am meta-Feld abgelesen (to: "DONE"), nicht am
Anzeigetext. Der Text ist zum Lesen da und ändert sich mit der Formulierung; eine
Zählung daran würde beim nächsten umformulierten Einzeiler unbemerkt kippen. Einträge
ohne meta zählen nicht mit — lieber untertreiben als raten.
Globale Zeitleiste
/verlauf zeigt denselben Verlauf fortlaufend: ohne Wochengrenze, ohne Fazit, mit
„Ältere laden". Die erste Seite kommt serverseitig mit, alles Weitere über
/api/activity.
Geblättert wird per Cursor über (createdAt, id), nicht per skip. Der Verlauf
schreibt mehrere Einträge im selben Augenblick — beim Übernehmen von Issues entstehen
zehn Zeilen mit identischem Zeitstempel. Ein Offset über eine solche Grenze hinweg
überspringt Zeilen oder zeigt sie zweimal, und zwar lautlos. Der zweite Zweig der
Bedingung (gleicher Zeitpunkt, kleinere ID) fängt genau das ab.
Nachgerechnet gegen 144 Einträge mit absichtlichen Blöcken gleicher Zeitstempel: 15 Seiten, 144 Zeilen, keine Dublette, streng absteigend.
Beide Seiten sind über die Schnellsuche erreichbar, der Rückblick zusätzlich über einen Verweis vom Dashboard. Bewusst kein weiterer Punkt in der Kopfleiste — die ist auf dem Telefon schon eng.
3. Notizen
- Beliebig viele Notizen pro Projekt, mit optionalem Titel und mehrzeiligem Text.
- Markdown wird dargestellt — Überschriften, Listen, Tabellen, Codeblöcke, Zitate und
Links. Aus
- [ ] Aufgabewerden echte Checklisten. Gilt auch für die Projekt- beschreibung. Rohes HTML wird beim Rendern entfernt (rehype-sanitize) — der Inhalt stammt vom Benutzer und wäre sonst ein XSS-Loch. - Anpinnen — angepinnte Notizen stehen oben und sind farblich hervorgehoben.
- Bearbeiten und Löschen direkt in der Liste; Löschen fragt nach.
- Zeitstempel: Anlagedatum immer, „bearbeitet vor …" nur bei echter Änderung.
- Zeilenumbrüche und Einrückungen bleiben erhalten — Checklisten und Code-Schnipsel überleben das Speichern.
- Eine neue Notiz aktualisiert die Änderungszeit des Projekts, damit die Sortierung „zuletzt geändert" die tatsächliche Aktivität abbildet.
4. Git-Anbindung
4.0 Mehrere Repositories je Projekt
Ein Vorhaben besteht oft aus mehreren Repositories — Frontend und Backend etwa, oder App und Infrastruktur. Sie gehören trotzdem in eine Karte.
- Im Git-Panel steht eine Leiste mit allen Repositories des Projekts, sobald es mehr als eines gibt. Jedes hat eigene Kennzahlen, Listen, CI und eigenen Abgleich; „Alle" gleicht sie nacheinander ab — nicht gleichzeitig, denn ein Schwung Anfragen an denselben Anbieter ist genau das, worauf Rate-Limits reagieren.
- Eine frei wählbare Bezeichnung („Frontend") tritt an die Stelle von
owner/name. - Das erste Repository ist das führende. Wo nur eines dargestellt werden kann — auf der
Karte im Dashboard, im Kanban —, ist es dieses. Die Karte zeigt daneben
+2 Repos. Ein Abgleichsfehler an irgendeinem Repository erscheint auf der Karte, sonst bliebe er unbemerkt. - Stillstand bemisst sich am jüngsten Commit über alle Repositories: an einem Vorhaben wird gearbeitet, sobald an einem seiner Teile gearbeitet wird.
- Benachrichtigungen merken sich den gemeldeten Zustand je Repository. Sonst verdeckte ein rotes Frontend die rote Pipeline des Backends. Der Betreff nennt das Repository nur, wenn es nicht ohnehin so heißt wie das Projekt.
- Übernommene Issues merken sich, aus welchem Repository sie stammen — Frontend und Backend haben beide ein Issue Nummer 5, und das sind zwei Aufgaben.
Der Projektdialog bearbeitet weiterhin nur das führende Repository; weitere verwaltet das Git-Panel. Beim Anlegen eines Projekts entsteht aus den Git-Feldern das erste.
4.0a README-Vorschau
Das README des führenden Repositories steht auf der Projektseite — man muss nicht ins Git wechseln, nur um zu sehen, worum ein halbvergessenes Projekt eigentlich ging. Lange READMEs sind eingeklappt, ein Knopf zeigt alles.
- Geholt wird höchstens einmal am Tag, wie die Heatmap. GitHub hat einen eigenen Endpunkt, der jede Schreibweise findet; bei GitLab und Gitea braucht es zwei Aufrufe (Wurzelverzeichnis auflisten, dann die Datei holen).
- Erkannt werden
README.mdund die üblichen Varianten, Groß- und Kleinschreibung egal. Markdown hat Vorrang — nur das lässt sich wirklich darstellen. - Bei 60 000 Zeichen wird an einer Zeilengrenze abgeschnitten, damit kein halber Codeblock stehen bleibt.
- Relative Links werden gegen das Verzeichnis der Datei im Repository aufgelöst, sonst liefen sie ins Leere.
- Bilder werden nicht geladen. Die Content-Security-Policy erlaubt
img-srcnur von der eigenen Instanz; sie dafür zu öffnen hieße, jedem fremden README das Nachladen beliebiger Bilder zu gestatten — also auch Zählpixeln. Für Abzeichen und Bildschirmfotos, die in einer Vorschau ohnehin Beiwerk sind, ist das kein guter Tausch. Stattdessen steht ein anklickbarer Verweis mit dem Alternativtext. - Der Inhalt stammt aus einem fremden Repository und läuft deshalb durch dieselbe
Bereinigung wie Notizen (
rehype-sanitize).
4.1 Unterstützte Systeme
| System | API | Authentifizierung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| GitHub | REST v3 | Authorization: Bearer |
github.com und GitHub Enterprise (/api/v3) |
| GitLab | API v4 | PRIVATE-TOKEN |
gitlab.com und Self-Hosted, verschachtelte Gruppen |
| Gitea / Forgejo | API v1 | Authorization: token |
beliebige eigene Instanz |
Mehrere Verbindungen desselben Typs sind möglich — etwa privates GitHub und Firmen-Gitea nebeneinander.
4.2 Verbindungen verwalten
- Anlegen mit Anzeigename, System, Basis-URL und Access Token.
- Verbindungstest auf Knopfdruck: prüft Erreichbarkeit und Token, zeigt den erkannten Benutzer und bei Gitea zusätzlich die Serverversion. Ergebnis und Zeitpunkt werden gespeichert und in der Karte angezeigt.
- Token-Verwaltung: verschlüsselt gespeichert, in der UI nur als Hinweis (
ghp_…9f3a) sichtbar. Beim Bearbeiten bedeutet ein leeres Feld „unverändert lassen". - Repository-Auswahl: Nebula listet alle Repos, auf die der Token Zugriff hat, mit Suchfeld. Ein Klick übernimmt URL, Owner, Name und — falls noch leer — Projektname und Kurzbeschreibung.
- Löschen trennt nur die Verknüpfung; die Projekte selbst bleiben erhalten.
Nötige Token-Rechte
Nebula liest fast alles nur. Geschrieben wird an genau zwei Stellen: POST …/issues
beim Anlegen und PATCH/PUT …/issues/{nr} beim Schließen oder Wiederöffnen (4.6). Wer
darauf verzichtet, kommt mit einem rein lesenden Token aus.
| System | Nur Abgleich | Zusätzlich für die Issue-Anbindung |
|---|---|---|
| GitHub | Metadata, Contents, Issues, Pull requests, Actions — je lesend | Issues: Read and write |
| GitLab | read_api |
api |
| Gitea / Forgejo | read:repository, read:issue, read:user |
write:issue |
Welcher Aufruf welches Recht verlangt, steht Zeile für Zeile in der README — dort ist jeder ausgehende Aufruf der drei Clients aufgeführt.
GitLab kennt keinen schmalen Schreib-Scope. api erlaubt alles, was das Konto darf,
Code eingeschlossen. Wem das zu weit geht, bleibt bei read_api: der Abgleich läuft
vollständig, geschlossene Issues werden weiterhin erkannt — nur schreibt Nebula dann
nicht zurück.
Nicht verlangt werden Schreibrechte auf Code, Adminrechte und Rechte zum Anlegen von Webhooks. Der Haken wird von Hand im Git-System eingetragen (4.7); das erspart dem Token genau die Administrationsrechte, die er sonst bräuchte.
Kommentare schreibt Nebula nie — weder beim Anlegen noch beim Schließen. In den Rumpf des angelegten Issues wandert die Aufgabenbeschreibung plus eine Zeile Rückverweis auf das Projekt; danach bleibt der Text unangetastet. Was sonst an Kommentaren und Labels an einem Issue hängt, kommt aus der Weboberfläche oder von einem anderen Werkzeug.
Ein fehlendes Recht endet in einem 403 mit „Token hat nicht die noetigen Scopes",
sichtbar am Repository auf der Projektseite. Klein anfangen und gezielt nachlegen ist
deshalb ohne Risiko.
4.3 Was beim Sync geholt wird
| Bereich | Details |
|---|---|
| Repository | Voller Pfad, Beschreibung, Default-Branch, Sichtbarkeit, Größe, letzte Aktivität |
| Kennzahlen | Stars, Forks, offene Issues, offene Pull-/Merge-Requests |
| Pull-/Merge-Requests | bis zu 50 offene, mit Nummer, Titel, Autor, Alter, Labels, Entwurfskennzeichnung und Link |
| Issues | bis zu 50 offene, gleiche Angaben. Bei GitHub und Gitea werden PRs herausgefiltert, die dort in derselben Liste stecken |
| CI-Status | Letzter Lauf auf dem Default-Branch: erfolgreich, fehlgeschlagen, läuft, wartet oder abgebrochen — mit Name und Link |
| Branches | bis zu 50, mit SHA, Default-Markierung, Schutzstatus und (wo die API es liefert) letztem Commit |
| Tags | bis zu 25, mit SHA, Nachricht und Datum |
| Commits | die letzten 15 zur Anzeige; geholt werden 100 für die Aktivitätskurve |
| Commit-Aktivität | Balkenreihe der letzten Tage, auf Karte und Projektseite |
| Commit-Heatmap | Ein Feld je Tag über bis zu ein Jahr, auf der Projektseite |
| Releases | bis zu 10, inklusive Pre-Release- und Draft-Kennzeichnung |
| Sprachen | Verteilung als Balken mit Prozentwerten |
Woher der CI-Status kommt:
| System | Quelle |
|---|---|
| GitHub | actions/runs für den Default-Branch; Lauf-Status und Ergebnis werden zusammengeführt |
| GitLab | pipelines für den Default-Branch |
| Gitea | Kombinierter Commit-Status — deckt Gitea Actions und externe Systeme wie Woodpecker ab, anders als ein reiner Actions-Endpunkt, den ältere Instanzen nicht kennen |
Zur Ehrlichkeit der Aktivitätskurve: geholt wird eine Seite mit 100 Commits. Reicht die nicht über den ganzen Zeitraum, wird die Kurve auf den tatsächlich belegten Ausschnitt gekürzt — eine Null zu zeichnen, wo wir schlicht nichts wissen, wäre falsch.
- Snapshot-Prinzip: Alle Daten werden in der Datenbank abgelegt. Das Dashboard bleibt ohne Netzverbindung oder bei erreichtem Rate-Limit vollständig nutzbar.
4.4 Automatischer Abgleich
Standardmäßig aus — jeder Durchlauf verbraucht fremde API-Kontingente, das soll eine bewusste Entscheidung sein. Einschalten in den Admin-Einstellungen.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Abstand | 15 Minuten bis täglich |
| Repositories je Durchlauf | 1–100, Voreinstellung 25 |
| Fertige und archivierte auslassen | Dort ändert sich selten noch etwas |
Gezählt und begrenzt wird je Repository, nicht je Projekt: sonst zöge ein Projekt mit fünf Repos fünfmal so viele Anfragen nach sich, wie sein Platz im Kontingent hergibt.
Die Daten für die Heatmap kommen getrennt und höchstens einmal am Tag — an einem Jahresüberblick ändert sich von Stunde zu Stunde nichts Sichtbares. Bei GitHub genügt dafür ein Aufruf der Jahresstatistik; GitLab und Gitea kennen keine, dort werden bis zu fünf Seiten Commits geholt. Reicht das nicht ein Jahr zurück, beginnt die Heatmap beim ältesten bekannten Commit und sagt es dazu — leere Felder für Zeiträume zu zeichnen, über die nichts bekannt ist, wäre eine Lüge.
Wie der Durchlauf arbeitet:
- Der Zeitgeber läuft im Serverprozess selbst (
instrumentation.ts), prüft minütlich, ob ein Durchlauf fällig ist, und startet ihn. Kein zusätzlicher Container, kein externer Cron. Zwei Durchläufe überschneiden sich nie. - Am längsten nicht abgeglichene zuerst. Was nicht in den Durchlauf passt, kommt beim nächsten Mal.
- Zurückhalten nach Fehlschlägen: Nach jedem Fehlversuch verdoppelt sich der Abstand bis zum nächsten Versuch (gedeckelt beim 16-fachen). Ein Repository mit abgelaufenem Token blockiert damit nicht dauerhaft das Kontingent.
- Kurze Pause zwischen zwei Projekten, damit kein Schwall entsteht.
- Pro Projekt abschaltbar über einen Schalter im Projektdialog. Manuell synchronisieren geht unabhängig davon immer.
- Der Adminbereich zeigt letzten und nächsten Durchlauf sowie einen Kurzbericht (aktualisiert / fehlgeschlagen / zurückgestellt) und hat einen Knopf Jetzt abgleichen.
- Wer lieber von außen taktet, lässt den Automatismus aus und ruft
POST /api/admin/sync/runper eigenem Cron auf.
Der Abgleich läuft über alle Konten hinweg — er ist ein Serverauftrag, keine Dateneinsicht. Ein Administrator sieht dadurch weiterhin keine fremden Projekte.
- URL-Erkennung für
https://…,git@host:owner/repo.gitund GitLab-Weboberflächen-URLs mit/-/tree/…; verschachtelte Gruppenpfade bleiben erhalten. - Ohne Token funktionieren öffentliche Repositories, mit deutlich strengerem Rate-Limit.
- Fehler landen am Projekt statt in einer Fehlerseite: die Karte zeigt „Sync-Fehler", die Projektseite die genaue Meldung. Typische HTTP-Codes werden in Klartext übersetzt (401 Token, 403 Scopes/Rate-Limit, 404 Pfad, 408 Timeout).
- Zeitlimit pro Aufruf über
GIT_API_TIMEOUT_MSeinstellbar; die Teilabfragen laufen parallel, eine fehlschlagende Liste bricht den restlichen Sync nicht ab.
4.6 Aufgabe ↔ Git-Issue
Die Verbindung geht in beide Richtungen — mit einer bewussten Grenze.
Nebula → Git. Ein Knopf im Aufgabendialog legt zur Aufgabe ein Issue im
verknüpften Repository an. Nummer und Adresse landen an der Aufgabe (sourceIssue,
sourceUrl, sourceRepositoryId — dieselben Felder, die die Übernahme aus Issues seit
v0.9.0 füllt, samt Eindeutigkeit je Repository gegen Dubletten). In den Rumpf kommt ein
Rückverweis auf das Projekt.
Ausdrücklich per Knopf und nie nebenbei: was in ein fremdes System geschrieben wird, soll jemand gewollt haben. Danach wandert der Zustand allerdings mit — erledigt schließt das Issue, ein Zurückziehen öffnet es wieder. Schlägt der Aufruf fehl, zieht die Aufgabe trotzdem um; ein nicht erreichbares Git-System darf das Abhaken nicht verhindern.
Git → Nebula auf zwei Wegen, die sich ergänzen:
-
Webhook — sofort, sobald das Issue geschlossen wird. Setzt voraus, dass die Instanz von außen erreichbar ist und der Haken eingetragen wurde (siehe 4.7).
-
Beim Abgleich — verzögert, aber verlässlich. Der Abgleich fragt den Zustand verknüpfter Issues nach und hakt ab, was in Git geschlossen ist. Damit funktioniert der Rückweg auch ohne Webhook, ohne öffentliche Erreichbarkeit und selbst dann, wenn ein Haken einmal ausfällt.
Gespart wird, wo es geht: Nummern, die der gerade geholte Snapshot als offen führt, werden nicht einzeln nachgefragt. Umgekehrt gilt das nicht — die Liste der offenen Issues ist gedeckelt, aus dem Fehlen einer Nummer folgt also nichts. Pro Durchgang fragt der Abgleich höchstens 25 Issues nach.
Der Abgleich hakt nur ab, er nimmt nie zurück. Er sieht Zustände, keine Ereignisse: ein offenes Issue kann auch bedeuten, dass das Schließen von Nebula aus fehlgeschlagen ist. Ein symmetrischer Abgleich würde dann eine bewusst erledigte Aufgabe wieder aufmachen. Das Zurücknehmen bleibt dem Webhook vorbehalten, der ein echtes „reopened“ sieht.
Ein gelöschtes Issue ist kein erledigtes — die Aufgabe bleibt stehen.
In beiden Fällen bewirkt ein geschlossenes Issue dasselbe wie ein Haken in der Oberfläche: bei einer wiederkehrenden Aufgabe entsteht die nächste Fassung, und der Vorgang landet im Projektverlauf (ohne Benutzer — das hat nicht jemand in Nebula getan, sondern das Git-System gemeldet).
Die Zustände passen nicht aufeinander, und das bleibt so. Nebula kennt
Offen · In Arbeit · Blockiert · Erledigt, ein Issue nur offen oder geschlossen. Nach
außen geht deshalb nur die Grenze um „erledigt“; ein Rundlauf verliert In Arbeit und
Blockiert. Labels wie nebula:doing wären die Alternative, würden aber den
Issue-Tracker mit Zuständen füllen, die dort niemand pflegt. Die feine Abstufung bleibt
in Nebula.
Eine echte beidseitige Synchronisation mit Konfliktauflösung gibt es nicht — das ist der klassische Ort für stillen Datenverlust.
Kein Widerspruch zu „keine eigenen Git-Operationen“: Issues laufen über die HTTP-API
der Provider, dieselbe Schicht wie alles andere (lib/git/http.ts, SSRF-Schutz
inklusive). Kein Klon, kein Arbeitsverzeichnis. Schreibende Aufrufe folgen dabei
keinen Umleitungen — ein 307 auf eine interne Adresse nähme den Rumpf und den Token
im Header mit.
4.7 Webhooks
Ein Push aktualisiert den Stand sofort, statt bis zum nächsten Durchlauf des Zeitgebers zu warten; ein geschlossenes Issue hakt seine Aufgabe ab. Der Zeitplan bleibt als Rückfalllösung bestehen.
Einzurichten am Repository (Funksymbol im Git-Bereich): Nebula erzeugt URL und Geheimnis, eingetragen wird der Haken im Git-System von Hand. Über die API anzulegen wäre machbar, verlangte aber Administrationsrechte am Repository — deutlich mehr, als Nebula sonst braucht.
Das Geheimnis ist genau einmal zu sehen; danach liegt es verschlüsselt in der Datenbank, wie die Zugangstoken, und verlässt den Server nicht mehr.
| System | Ausweis | Kopfzeile |
|---|---|---|
| GitHub | HMAC-SHA256 über den Rumpf | X-Hub-Signature-256: sha256=… |
| Gitea | dieselbe Rechnung, ohne Präfix | X-Gitea-Signature (ältere: X-Hub-Signature-256) |
| GitLab | das Geheimnis im Klartext | X-Gitlab-Token |
GitLabs Verfahren ist schwächer: es beweist nur, dass der Absender das Geheimnis kennt, nicht dass der Rumpf unverändert ist. Mehr gibt die Plattform nicht her; verglichen wird trotzdem zeitkonstant.
Geprüft wird gegen den rohen Rumpf — durch JSON.parse und JSON.stringify gedreht
käme eine andere Zeichenfolge heraus und die Signatur passte nie.
Was der Endpunkt bewusst nicht tut: den Rumpf als Quelle für Inhalte benutzen. Titel, Beschreibung und Zustand kommen weiter aus Nebula beziehungsweise beim nächsten Abgleich aus der API. Wer das Geheimnis kennt, kann also höchstens eine Aufgabe auf- oder zumachen und einen Abgleich auslösen — keine beliebigen Daten einschleusen.
Unbekannte Ereignisse werden angenommen und liegen gelassen. Ein Fehler brächte das Git-System zum Wiederholen und irgendwann zum Abschalten des Hakens.
Der Endpunkt ist der einzige ohne Anmeldung, der schreibt. Deshalb: Ratenbegrenzung je Repository (60/Minute), Deckel auf die Rumpfgröße, und ein unbekanntes Repository antwortet wie ein nicht eingerichtetes — mit 404, damit die ID nicht bestätigt wird.
4a. Export, Import und Sicherung
Projekte mitnehmen
-
JSON-Export einzeln oder für alle Projekte: Stammdaten, Notizen, Tags, Repo-Verknüpfung. Ohne Access Tokens — die Verbindung wird nur beschrieben, das Token muss beim Import neu hinterlegt werden. Auch ohne Snapshots (reproduzierbar) und ohne Datenbank-IDs (gelten nur in der Quellinstanz).
-
Markdown-Export eines Projekts: Beschreibung, Kennzahlen, Notizen und der letzte bekannte Git-Stand als lesbare Datei.
-
Import mit Vorschau. Die Datei wird streng geprüft, bevor irgendetwas passiert. Abgeglichen wird über den Slug; bei Treffern stehen drei Strategien bereit:
Strategie Wirkung Überspringen Vorhandene bleiben unverändert Zusätzlich anlegen Kopie mit freiem Slug ( nebula→nebula-2)Ersetzen Stammdaten überschreiben, Notizen austauschen Die Vorschau zeigt je Projekt, was geschähe, und weist auf fehlende Git-Verbindungen hin. Erst ein zweiter Klick schreibt.
Sicherung
- JSON-Sicherung im Adminbereich: Einstellungen, Konten, Verbindungen, Projekte und
Notizen in einer Datei. Passwörter als scrypt-Hash, Git-Tokens als Chiffrat — ohne
dasselbe
APP_SECRETwertlos. Sitzungen und Passkeys bleiben draußen: erstere sind kurzlebig, letztere hängen an Gerät und rpID. - Datenbank-Sicherung über
scripts/backup.*:pg_dumpim Container, mit--clean --if-exists, also für sich allein einspielbar. Gegenstück istscripts/restore.*, das vor dem Überschreiben nachfragt und sich über einen Parameter auf eine Wegwerf-Datenbank umlenken lässt — damit sich eine Sicherung prüfen lässt, ohne die echte anzufassen.
4b. Benachrichtigungen
Einzurichten unter Mein Konto → Benachrichtigungen, pro Konto und beliebig viele Ziele.
Anlässe
| Anlass | Wann |
|---|---|
| ⚠️ Abgleich fehlgeschlagen | Das Git-System war nicht erreichbar oder hat abgelehnt |
| 🔴 CI rot | Der letzte Lauf auf dem Default-Branch ist fehlgeschlagen |
| 🏷️ Neues Release | Ein neuer Tag oder ein neues Release ist aufgetaucht |
| 🕸️ Projekt steht still | Seit längerem kein Commit — Schwelle einstellbar, Vorgabe 60 Tage |
Nur bei Änderung
Der entscheidende Punkt: Gemeldet wird ausschließlich, wenn sich etwas ändert gegenüber dem, worüber zuletzt benachrichtigt wurde. Ein Repository mit abgelaufenem Token meldet sich also einmal, nicht bei jedem stündlichen Durchlauf. Wird der Fehler ein anderer, kommt eine neue Meldung; ist er behoben und tritt später erneut auf, ebenso.
Zwei Feinheiten:
- Beim allerersten Abgleich eines Repositories wird kein Release gemeldet — sonst wäre jede bereits vorhandene Version eine „Neuigkeit".
- Der Merkstand wird auch dann fortgeschrieben, wenn kein Ziel eingerichtet ist. Sonst käme beim ersten eingerichteten Ziel die ganze Vergangenheit hinterher.
Stillstand
Der einzige Anlass, der an keinem Ereignis hängt — es passiert ja gerade nichts. Deshalb ein eigener Durchlauf, höchstens einmal am Tag, unabhängig vom automatischen Abgleich. Hört niemand auf diesen Anlass, läuft die Prüfung gar nicht erst.
Maßstab ist ausschließlich der letzte Commit im verknüpften Repository. Das Änderungsdatum des Projekts taugt nicht: jeder Abgleich fasst es an und würde den Stillstand immer wieder zurücksetzen. Projekte ohne Repository bleiben deshalb außen vor, ebenso fertige und archivierte.
Gemeldet wird je Projekt einmal. Erneut erst, wenn danach wieder ein Commit kam und es seitdem wieder still geworden ist — ein Projekt, das aufwacht und wieder einschläft, meldet sich also ein zweites Mal.
Die Schwelle setzt ein Administrator unter Admin-Einstellungen → Stillstand (14 Tage bis ein Jahr). Eine Änderung wirkt sofort, nicht erst nach 24 Stunden.
Zustellwege
| Weg | Details |
|---|---|
| ntfy | Vollständige Themen-URL. Titel, Priorität und Symbol als Kopfzeilen; optionales Bearer-Token für geschützte Themen. Läuft auch gegen ein selbst gehostetes ntfy im eigenen Netz. |
| Webhook | JSON per POST mit Anlass, Titel, Text, Projektbezug und Tieflink. Mit hinterlegtem Geheimnis wird der Rumpf per HMAC-SHA256 signiert (X-Nebula-Signature), damit der Empfänger die Herkunft prüfen kann. |
Über SMTP. Steht erst zur Verfügung, wenn SMTP_HOST in der .env gesetzt ist — sonst ist die Auswahl in der Oberfläche gesperrt und erklärt, warum. |
Jedes Ziel lässt sich einzeln testen und pausieren; Ergebnis und Zeitpunkt der letzten Zustellung stehen an der Karte.
Absicherung
- Zieladressen sind Benutzereingaben, die der Server abruft — sie laufen deshalb durch denselben SSRF-Schutz wie die Git-Verbindungen. Ein ntfy im eigenen Netz bleibt erlaubt, Loopback und Cloud-Metadaten nicht.
- Redirects werden nicht verfolgt: ein Umleitungsziel wäre nicht geprüft.
- Geheimnisse liegen AES-256-GCM-verschlüsselt und verlassen den Server nie; die
Oberfläche zeigt nur einen Hinweis wie
test…mnis. - Eine fehlgeschlagene Zustellung lässt den Abgleich nicht scheitern — der Fehler landet am Ziel, nicht im Sync.
5. Oberfläche
- Dark Glassmorphism: milchige Glasflächen, driftende Nebel im Hintergrund, feines Raster, Neon-Akzente pro Projektfarbe.
- Animationen: gestaffelt einblendende Karten, Hover-Lift mit Farbverlaufsrand, animierte Fortschrittsbalken.
- Responsiv von Handy bis Ultrawide (bis zu vier Kartenspalten).
- Barrierefrei nach WCAG 2.1 AA, und zwar geprüft statt behauptet: axe-core läuft über
zehn Seitenzustände einschließlich der Dialoge und meldet keine Verstöße. Durchgehende
ARIA-Labels, Escape schließt Dialoge, sichtbarer Fokusring,
prefers-reduced-motionschaltet Animationen ab. Bei der ersten Durchsicht fielen 26 Kontrastverstöße auf: gedämpfter Text erreichte auf dem sehr dunklen Untergrund nur 3,8 statt 4,5 zu 1. Statt an hundert Stellen die Klasse zu tauschen, sind die beiden gedämpften Stufen im Theme aufgehellt — der Abstand zwischen ihnen bleibt sichtbar. - Deutschsprachig, Datums- und Zahlenformate in
de-DEmit fester Zeitzone Europe/Berlin, damit Server- und Browser-Darstellung übereinstimmen. - Als App installierbar. Ein Web-Manifest mit eigenen Symbolen — auf dem Handy „Zum Startbildschirm hinzufügen“, danach läuft Nebula ohne Adressleiste. Die maskierbare Fassung hat mehr Rand, weil Android Symbole je nach Gerät rund, eckig oder als Tropfen zuschneidet.
- Änderungsverlauf hinter der Versionsnummer in der Fußzeile: was neu ist, was besser
wurde und welche Fehler behoben sind. Die Liste steht in
src/lib/changelog.tsund ist die einzige Quelle — ein Test hält sie undpackage.jsonzusammen, weil genau diese beiden Angaben hier schon einmal auseinandergelaufen sind.
6. Daten und Technik
6.1 Datenmodell
| Tabelle | Inhalt |
|---|---|
User |
Konten, Rolle, Passwort-Hash, Sperrzähler |
Session |
Serverseitige Sitzungen (nur der Token-Hash) |
Credential |
Passkeys inkl. öffentlichem Schlüssel und Signaturzähler |
WebAuthnChallenge |
Kurzlebige, einmalig verwendbare Challenges |
RecoveryCode |
Wiederherstellungscodes für die Zwei-Faktor-Anmeldung (nur der Hash) |
PendingLogin |
Zwischenzustand zwischen Passwort und zweitem Faktor, fünf Minuten gültig |
AppSettings |
Betriebsart und Registrierung (eine Zeile) |
Project |
Projektstammdaten, Status, Fortschritt, Besitzer |
Repository |
Repositories eines Projekts inkl. Abgleichstand (n:1 zu Projekt) |
Task |
Aufgaben mit Spalte, Position, Fälligkeit, Labels, Wiederholung und Issue-Herkunft |
ProjectTemplate |
Vorlagen je Konto: Stammdaten, Tags, Notizen und Aufgaben |
Activity |
Verlauf je Projekt, neueste zuerst, auf 200 Einträge begrenzt |
NotificationTarget |
Zustellwege je Konto, mit verschlüsseltem Geheimnis |
Note |
Notizen (n:1 zu Projekt, Cascade-Delete) |
GitConnection |
Git-Systeme inkl. verschlüsseltem Token, Besitzer |
RepoSnapshot |
Zwischengespeicherter Repo-Stand (1:1 zu Repository) |
Project.ownerId und GitConnection.ownerId sind bewusst optional: so überleben Daten aus
der Zeit vor der Benutzerverwaltung die Migration und werden beim Anlegen des ersten Kontos
übernommen. Slug und Verbindungsname sind je Besitzer eindeutig — zwei Personen dürfen
beide ein Projekt „dashboard" haben.
Listen wie Branches oder Commits liegen als JSONB, damit providerspezifische Felder
nicht verloren gehen. Indizes auf Status, Verbindung und Änderungsdatum.
6.2 Sicherheit
- Zugangsschutz in zwei Ebenen. Die Middleware prüft nur, ob ein Sitzungscookie
überhaupt mitkommt — im Edge-Runtime gibt es keine Datenbank. Verbindlich entschieden
wird serverseitig in jeder Seite und jedem Endpunkt (
requireUserPage/requireUserApi). Das ist die eigentliche Sicherheitsgrenze. - Datentrennung über eine Besitzerbedingung in jeder Abfrage. Schreibzugriffe laufen
über
updateMany/deleteManymitownerIdin derwhere-Klausel, treffen fremde Datensätze also gar nicht erst. Fremde IDs liefern404statt403. - CSRF: Origin- bzw.
Sec-Fetch-Site-Prüfung für alle schreibenden Methoden, dazu erzwungenerContent-Type: application/json. - CSP mit Per-Request-Nonce und
strict-dynamic, plusframe-ancestors 'none',object-src 'none',base-uri 'none'und die üblichen Schutz-Header. - SSRF-Schutz vor jedem ausgehenden Git-Aufruf: Hostname wird aufgelöst, jede
Antwortadresse geprüft (schützt auch gegen DNS-Rebinding über einen zweiten A-Record),
Redirect-Ziele werden erneut geprüft. Konfigurierbar über
GIT_ALLOW_LOOPBACK,GIT_BLOCK_PRIVATEundGIT_ALLOWED_HOSTS. - Rate-Limiting für Anmeldung (je IP und je Konto), ausgehende Git-Aufrufe und WebAuthn-Optionen.
- Sitzungen: Zufallstoken mit 256 Bit, in der Datenbank nur als SHA-256-Hash — wer die
Datenbank liest, kann keine Sitzung übernehmen. Geprüft wird bei jeder Anfrage, Abmelden
und Sperren wirken also sofort. Zwei Fristen nach ASVS 3.3.2: absolut 30 Tage ab
Anmeldung (
SESSION_TTL_DAYS) und im Leerlauf 8 Stunden (SESSION_IDLE_HOURS). Ein Passwortwechsel entwertet alle Sitzungen und stellt für das eigene Gerät eine neue aus. - Cookies:
HttpOnly,SameSite=Strict,Securesobald die App über HTTPS läuft, und dann zusätzlich mit dem Präfix__Host-. Der Präfix lässt den Browser selbst erzwingen, dass keinDomaingesetzt ist — eine andere Subdomain kann den Cookie damit nicht überschreiben und keine Sitzung unterschieben. - Access Tokens verschlüsselt mit AES-256-GCM, Schlüssel per scrypt aus
APP_SECRETabgeleitet, Chiffrat versioniert (v1.<iv>.<tag>.<data>). - Tokens werden nie an den Browser gesendet — alle API-Antworten nutzen eine Feldauswahl
ohne
tokenCipher. - Zod-Validierung jeder Eingabe an der API-Grenze mit Feldfehlern für die UI, Body auf 256 KB begrenzt.
- Prisma arbeitet ausschließlich mit parametrisierten Abfragen.
6.3 Betrieb
- Zwei gleichwertige Betriebsarten: Standalone (Node-Prozess, beliebige PostgreSQL)
oder komplett in Docker — dieselbe Codebasis, dieselbe
.env. - Docker-Compose-Profile:
dbläuft immer,--profile fullstartet zusätzlich die App,--profile toolsbringt Adminer als DB-Oberfläche mit. - Automatische Migration beim Containerstart, inklusive Warteschleife auf die Datenbank.
- Healthchecks:
pg_isreadyfür Postgres,/api/healthfür die App. - Setup-Skript erzeugt die
.envsamt zufälligemAPP_SECRET. - Seed-Daten auf Wunsch, idempotent — mehrfaches Ausführen legt nichts doppelt an.
6.4 Tests
Zwei Ebenen. npm run test:all führt beide aus.
npm test — Unit-Tests (Vitest, 56 Stück, unter einer Sekunde, ohne DOM und ohne
Datenbank):
| Bereich | Was geprüft wird |
|---|---|
utils |
Slug-Erzeugung inklusive Umlauten und Längenbegrenzung, Tag-Aufbereitung, Kürzen, Zahlenformat |
git/parse |
URL-Zerlegung für https, SSH, verschachtelte GitLab-Gruppen und Oberflächenpfade; Provider-Erkennung; Bildung der Aktivitätskurve |
security/ssrf |
Sperrlisten für Loopback, Link-Local, Metadaten-Endpunkt, CGNAT und Multicast; Formprüfung; die drei Umgebungsschalter |
auth/password |
scrypt-Rundlauf, unterschiedliches Salz, Ablageformat, Verhalten bei kaputten Hashes, Passwortregeln |
tasks |
Berechnung des abgeleiteten Fortschritts, Spaltenreihenfolge |
notify/pending |
Wann eine Benachrichtigung fällig ist: neuer Fehler ja, gleicher Fehler nein; CI-Wechsel nach rot; Release erst ab dem zweiten Abgleich |
notify/stale |
Stillstandsschwelle, keine Zweitmeldung, aber erneute Meldung nach zwischenzeitlicher Aktivität |
validation |
Dass jeder Anlass, den die Oberfläche anbietet, auch vom Schema akzeptiert wird — entstanden aus genau diesem Fehler |
npm run test:e2e — Ende-zu-Ende (Playwright, 13 Stück, rund 20 Sekunden). Läuft
gegen die gebaute Anwendung mit eigener Datenbank auf Port 3111 — also durch Middleware,
Authentifizierung, Validierung und Datenbank hindurch:
| Datei | Was geprüft wird |
|---|---|
e2e/api.spec.ts |
Einrichtung sperrt sich nach dem ersten Konto · kein Zugriff ohne Anmeldung · fremdes Origin und falscher Content-Type abgewiesen · SSRF geblockt · Datentrennung zwischen zwei Konten · Aufgaben-Reihenfolge, abgeleiteter Fortschritt und untergeschobene IDs · Export ohne Geheimnisse, Import je Strategie |
e2e/ui.spec.ts |
Anmelden · Projekt anlegen · Aufgaben anlegen und per Ziehen verschieben (inklusive Prüfung nach dem Neuladen) · Volltextsuche · Abmelden sperrt geschützte Seiten wieder |
Zwei Dinge sind bewusst so gebaut:
- Die Testdatenbank kann nicht die echte sein.
e2e/global-setup.tsbricht ab, wenn der Datenbankname nichttestenthält — vor demTRUNCATE. Der teuerste denkbare Fehler wäre eine Testreihe, die die Produktivdaten leert. - Playwright startet den Server selbst (
webServerinplaywright.config.ts) mit eigenerDATABASE_URLund eigenem Port. Eine laufende Instanz auf 3000 stört nicht.
Einmalig vorbereiten:
docker exec nebula-db psql -U nebula -d postgres -c "CREATE DATABASE nebula_e2e_test"
6.5 Fortlaufende Prüfung
.gitea/workflows/ci.yml prüft jeden Push und jeden Pull Request: Typen, Unit-Tests,
Bau und Ende-zu-Ende-Tests gegen einen frischen PostgreSQL-Dienst. Schlägt etwas fehl,
wird der Playwright-Bericht als Artefakt abgelegt.
Dafür müssen in der Gitea-Instanz Actions aktiviert sein (app.ini: [actions] ENABLED = true) und ein Runner registriert. Die Syntax ist GitHub-kompatibel — für GitHub die
Datei nach .github/workflows/ kopieren.
6.6 API
Zehn REST-Endpunkte für Projekte, Notizen, Verbindungen, Sync, Repo-Listen und Health. Alles, was die Oberfläche kann, ist damit auch scriptbar. Übersicht in der README.
7. Ideen für später
Was als Nächstes kommen könnte, steht mit Aufwandsschätzung und offenen Fragen in ROADMAP.md — gedacht zum Durchsprechen und schrittweisen Abarbeiten.