
**ProxDeploy** ist eine selbst gehostete Webanwendung mit einer CLI (`proxdeploy`). Damit wählt man
einen von mehreren Proxmox-VE-Servern (8.x/9.x, Einzelhost oder Cluster) und rollt darauf vollständig
unattended eine VM oder einen LXC-Container mit Debian oder Ubuntu aus – mit Profilen wie `base`,
`docker` oder `zabbix-agent`. Distributionen und Profile sind YAML-Dateien im Katalog, kein Code.
> ProxDeploy ist ein unabhängiges Werkzeug und stammt nicht von der Proxmox Server Solutions GmbH.
> „Proxmox“ ist eine Marke der Proxmox Server Solutions GmbH.

## Was es kann
- **Assistent in neun Schritten** – Server, Typ, Distribution, Name, Ressourcen, Netzwerk (DHCP/statisch,
VLAN), Zugang (SSH-Schlüssel), Profile mit Variablen – und am Ende ein **Dry-Run** mit allen geplanten
Proxmox-Aufrufen und dem passenden CLI-Befehl.
- **Live-Fortschritt** je Phase (Server-Sent Events), in Web und CLI mit denselben Texten; bei Fehlern
Ursache und Lösungshinweis, danach auf Wunsch **Aufräumen** des halb angelegten Gasts.
- **Templates** aus offiziellen Cloud-Images (Prüfsumme geprüft, UEFI, Guest-Agent eingebaut), auf
Wunsch mit eingebackenen Profilen – ein Docker-Host ist dann in Sekunden statt Minuten fertig.
- **Ohne SSH zum Node** per API und Guest-Agent; mit SSH zusätzlich LXC-Provisionierung und
cloud-init-Snippets. Was ein Server kann, zeigt der Verbindungstest.
- **Verlauf** mit Filtern und Wiederholen, **Vorlagen** („Docker-Host klein“), hinterlegte
**SSH-Schlüssel**, **Rollen** Admin/Operator, **Audit-Log**, Anmeldung lokal oder per **OIDC**.
- **CLI** als einzelnes Binary für Linux, macOS und Windows – mit Batch-Dateien für viele Gäste.
| Übersicht | Assistent mit Dry-Run | Am Handy |
|---|---|---|
|  |  |  |
Weitere Ansichten: [Verlauf](docs/bilder/verlauf.png) · [Server mit Verbindungstest](docs/bilder/server.png) · [Katalog](docs/bilder/katalog.png).
Erzeugt mit `scripts/screenshots.ts` aus dem gebauten Stand.
## Installation
ProxDeploy braucht PostgreSQL und läuft als zwei Prozesse (app und worker). Es gehört hinter einen
Reverse-Proxy mit TLS; dann `TRUST_PROXY=true` und `APP_URL` auf die öffentliche Adresse setzen.
### Docker Compose
```bash
git clone https://git.wilde-server.de/florian.wilde/proxdeploy.git && cd proxdeploy
cp .env.example .env
# POSTGRES_PASSWORT=$(openssl rand -hex 24)
# PROXDEPLOY_SCHLUESSEL=$(openssl rand -base64 32) ← sichern! ohne ihn sind Tokens und Schlüssel verloren
# SITZUNG_GEHEIMNIS=$(openssl rand -base64 48)
# APP_URL=https://proxdeploy.example
# ADMIN_PASSWORT=… ← erster Admin, nur beim allerersten Start
docker compose up -d --build
```
Compose startet `postgres`, spielt mit `migrate` die Datenbank ein und startet dann `app` (Port 3000 auf
127.0.0.1) und `worker`. Aktualisieren: `git pull && docker compose up -d --build`.
### In einem Debian-LXC auf dem Proxmox-Host
Auf dem Proxmox-Host als root – Paket und Skripte kommen aus dem
[Release](https://git.wilde-server.de/florian.wilde/proxdeploy/releases):
```bash
v=1.0.0; basis=https://git.wilde-server.de/florian.wilde/proxdeploy/releases/download/v$v
for f in install-lxc.sh im-container.sh proxdeploy-$v.tar.gz SHA256SUMS; do curl -fsSLO "$basis/$f"; done
sha256sum -c --ignore-missing SHA256SUMS && chmod +x install-lxc.sh
./install-lxc.sh --paket proxdeploy-$v.tar.gz --url https://proxdeploy.example
```
Der Installer legt einen unprivilegierten Debian-13-Container an (DHCP auf `vmbr0`; `--ip`, `--gw`,
`--vlan`, `--storage`, `--ctid` u. a. siehe `--help`), installiert Node.js 24 (Prüfsumme geprüft) und
PostgreSQL, richtet systemd-Dienste ein und zeigt am Ende Adresse und das Passwort des ersten Admins.
Aktualisieren mit `./install-lxc.sh --aktualisieren --paket proxdeploy-.tar.gz` – die
letzten drei Fassungen bleiben unter `/opt/proxdeploy/versionen/`. Ein eigenes Paket aus dem
Repository baut `scripts/paket-bauen.sh --tar`.
## Erste Schritte
1. **Token in Proxmox:** eigenen Benutzer und die Rolle `ProxDeploy` anlegen, Token ohne
Privilege Separation – die Befehle für 8.x und 9.x stehen in [docs/proxmox-rechte.md](docs/proxmox-rechte.md).
2. **Server anlegen:** URL, Token, Zertifikat bestätigen (Fingerprint-Pinning für selbst signierte
Zertifikate), „Verbindung testen“. Optional SSH-Zugang zum Node hinterlegen.
3. **SSH-Schlüssel** unter Einstellungen hinterlegen – sie kommen automatisch in jeden Gast.
4. **Ausrollen:** fehlt das Template, baut ProxDeploy es vorher (oder unter „Templates“).
## Was ProxDeploy auf einem Server kann
Der Verbindungstest prüft jeden Server und zeigt, welcher Vorgang per API, per SSH oder gar nicht geht.
Maßgeblich ist die Proxmox-API (geprüft gegen PVE 8.x und 9.2):
- **Template bauen:** per API ab PVE 8.4 (`download-url` + `import-from`), davor per SSH
- **VM provisionieren:** über den Guest-Agent, ohne SSH
- **LXC provisionieren:** braucht SSH (Proxmox hat keine Exec-API für Container)
- **cloud-init-Snippets:** nur per SSH (keine API)
Das API-Token braucht eine eigene Rolle; die Befehle stehen in
[docs/proxmox-rechte.md](docs/proxmox-rechte.md).
## CLI
`proxdeploy` ist ein einzelnes Binary (Linux, macOS, Windows; amd64 und arm64) und spricht nur die
REST-API – dieselbe wie die Web-GUI, mit denselben Phasentexten.
```bash
# Linux amd64 – andere Plattformen: siehe Release (darwin, windows, arm64)
curl -fsSL -o /usr/local/bin/proxdeploy \
https://git.wilde-server.de/florian.wilde/proxdeploy/releases/download/v1.0.0/proxdeploy-1.0.0-linux-amd64
chmod +x /usr/local/bin/proxdeploy
```
```bash
proxdeploy login https://proxdeploy.example # fragt Benutzer und Passwort, speichert ein Token
proxdeploy servers
proxdeploy distros --type lxc
proxdeploy profiles
proxdeploy vm web01 --server rz1 --distro debian-13 --profile base,docker --ip 10.0.20.15/24 --gw 10.0.20.1 --vlan 20
proxdeploy lxc dns01 --server rz1 --distro ubuntu-24.04 --dry-run
proxdeploy template build --server rz1 --distro debian-13 --profile base,docker
proxdeploy batch gaeste.yaml
proxdeploy status a-7f3k
proxdeploy logs a-7f3k --follow
proxdeploy history --type lxc --status fehlgeschlagen
proxdeploy cleanup a-7f3k # halb angelegten Gast nach Fehlschlag löschen (mit Rückfrage)
```
```
⬡ ProxDeploy v0.4 · Server rz1 · Node pve01 · Debian 13 (Template 9013)
✓ Prüfungen VMID 120 frei · local-zfs · vmbr0 VLAN 20
✓ Klonen full clone 9013 → 120 · Disk auf 40G
✓ cloud-init user florian · SSH-Key · Profile base, docker
✓ Start VM 120 läuft
✓ Guest-Agent antwortet nach 18s
◐ Provisionierung cloud-init läuft … 1m 12s
```
- Was nicht angegeben ist, füllt der Server: Storage, Bridge und Node aus den Server-Einstellungen
bzw. dem Verbindungstest, Benutzer = eigener Benutzername, SSH-Schlüssel = die in den Einstellungen
hinterlegten. `--preset` belegt aus einer Vorlage vor; Flags gehen vor.
- Konfiguration in `~/.config/proxdeploy/config.toml` (Rechte 0600): `url`, `token`, optional
`server` als Standard für `--server` und `[instances.]` für weitere Instanzen
(`--instance`). `PROXDEPLOY_URL`, `PROXDEPLOY_TOKEN`, `PROXDEPLOY_INSTANCE` gehen vor.
- Tokens für Skripte und CI: Web-GUI → Einstellungen → API-Tokens, dann `proxdeploy login --token pd_…`.
- Ausgabe: Farben (24-bit, sonst 256) nur im Terminal und ohne `NO_COLOR`/`--no-color`; `--ascii`
ersetzt Symbole durch `[OK]`, `[..]`, `[!!]`; `--quiet` zeigt nur die Abschlussbox; `--json` ist
maschinenlesbar. Ohne Terminal (Pipe, CI) erscheint jede Phase als eine Zeile, sobald sie fertig ist.
- Exit-Codes: `0` Erfolg, `1` Auftrag fehlgeschlagen, `2` Bedienfehler, `3` Verbindung/Anmeldung.
- `Strg+C` hängt nur ab – der Auftrag läuft weiter (`proxdeploy status `); abbrechen mit
`proxdeploy cancel `.
`batch` rollt mehrere Gäste aus; die Schlüssel heißen wie die Flags. Die Datei wird vollständig
geprüft, bevor der erste Auftrag startet:
```yaml
defaults:
server: rz1
distro: debian-13
profile: [base]
guests:
- name: web01
type: vm
profile: [base, docker]
ip: 10.0.20.15/24
gw: 10.0.20.1
memory: 4096
- name: mon01
type: lxc
profile: [base, zabbix-agent]
vars: { zabbix-agent: { server: zbx.example } }
```
Bauen: `cli/bauen.sh 0.4.0` legt die sechs Binaries und `SHA256SUMS` unter `cli/bin/` ab (Go 1.27).
## Anmeldung per OIDC (z. B. authentik)
Optional zusätzlich zu lokalen Konten. Beim Identity Provider einen vertraulichen Client anlegen,
Redirect-URI `/api/v1/auth/oidc/rueckruf`, Scopes `openid profile email`, den
Gruppen-Claim ins ID-Token geben. Dann in der `.env`:
```bash
OIDC_AKTIV=true
OIDC_ISSUER=https://auth.example/application/o/proxdeploy/
OIDC_CLIENT_ID=…
OIDC_CLIENT_SECRET=…
OIDC_ANZEIGENAME=authentik
OIDC_GRUPPEN_CLAIM=groups
OIDC_GRUPPE_ADMIN=proxdeploy-admins
OIDC_GRUPPE_OPERATOR=proxdeploy-operators
```
- Ablauf: Authorization Code mit PKCE, State und Nonce; das ID-Token wird gegen die Schlüssel des IdP geprüft.
- Die Rolle kommt bei **jeder** Anmeldung aus den Gruppen; wer in keiner der beiden Gruppen ist, kommt nicht hinein.
- Neue SSO-Benutzer werden beim ersten Anmelden angelegt. Ein vorhandenes lokales Konto wird **nie**
über den Namen übernommen; verknüpfen geht angemeldet unter Einstellungen → „Mit … verknüpfen“.
- Gesperrte Konten bleiben gesperrt, auch per SSO. Getestet gegen einen Mock-IdP (`tests/oidc.test.ts`);
ein echter IdP folgt beim Feldtest.
## Katalog erweitern
- **Neue Distribution:** eine YAML-Datei unter `catalog/distros/` – Image-URL, Prüfsummen-Quelle,
Standardbenutzer, LXC-Template-Muster. Für eine neue Familie (z. B. `rhel` mit dnf) kommt ein
Adapter unter `src/engine/adapter/` dazu. → [docs/katalog.md](docs/katalog.md#neue-distribution-hinzufügen)
- **Eigenes Profil:** in der Web-GUI unter Katalog → „Profil anlegen“ (YAML mit Live-Prüfung und
Skriptvorschau) oder als Datei unter `catalog/profiles/`. → [docs/katalog.md](docs/katalog.md#eigenes-profil-anlegen)
## Stand
**1.0.0** – alle Etappen der Vorgabe umgesetzt. Änderungen stehen im [CHANGELOG](CHANGELOG.md), der
Plan in [docs/architektur.md](docs/architektur.md), die Aufgaben in [docs/issues/](docs/issues/README.md).
| Geprüft | |
|---|---|
| Proxmox VE 9.x | **Feldtest auf PVE 9.2**: VMs und LXC mit Debian 12/13 und Ubuntu 22.04/24.04/26.04, mit und ohne SSH zum Node ([#020](docs/issues/020-feldtest.md)) |
| Proxmox VE 8.x | im Code unterstützt (Rechte, API-Wege je Version gegen nachgebaute Server getestet), **nicht im Feldtest** |
| Anmeldung | lokale Benutzer im Betrieb geprüft; OIDC gegen einen nachgebauten Identity Provider getestet, noch nicht gegen einen echten |
| Betrieb | Docker Compose lokal, LXC-Installer samt Update auf PVE 9.2 |
## Entwicklung
Voraussetzungen: Node 24 (z. B. über nvm), pnpm 12 (corepack), Docker für PostgreSQL.
```bash
pnpm install
cp .env.example .env # Schlüssel erzeugen: openssl rand -base64 32 / 48, ADMIN_PASSWORT setzen
pnpm db:up # PostgreSQL 17 auf 127.0.0.1:5437 (inkl. Testdatenbank)
pnpm db:migrate
pnpm build && PORT=3310 APP_URL=http://127.0.0.1:3310 pnpm start
```
Prüfen vor jedem Commit:
```bash
pnpm lint && pnpm typecheck && pnpm format:pruefen && pnpm test
pnpm test:e2e # Browser-Abläufe gegen den gebauten Stand (Desktop und 390 px)
pnpm cli:pruefen # openapi.json und Go-Typen aktuell, go vet, go test (Golden-Files)
```
Ändert sich ein Schema der API, erst `pnpm openapi`, dann in `cli/` `go generate ./...` – der
Go-Client nutzt die aus `cli/api/openapi.json` erzeugten Typen.
Konventionen (deutsche Bezeichner, Schichtung, Versionen) stehen in [CLAUDE.md](CLAUDE.md).
## Lizenz
Noch nicht festgelegt.