Merge #20: Befunde der Sicherheitsprüfung

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2026-08-24 07:41:07 +00:00
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+18 -4
View File
@@ -14,12 +14,26 @@ BASE_URL=http://localhost:3000
APP_PORT=3000
# Anmeldung mit Benutzern, Gruppen und Rollen.
# false — jeder, der die App erreicht, darf alles (Einzelplatz/LAN).
# true — Anmeldung erforderlich. Beim ersten Aufruf legst du den ersten
# Administrator an.
# Administrator an. Das ist die Vorgabe, auch wenn die Zeile fehlt.
# false — jeder, der die App erreicht, darf alles: Verwaltung, Uploads,
# saemtliche Codes. Nur fuer Einzelplatz- oder LAN-Betrieb, und
# nur, wenn niemand Fremdes an den Rechner kommt. Der Container
# warnt beim Start deutlich, solange das so steht.
# Bewusst hier und nicht in der Oberfläche: so kann man sich nicht aussperren.
# Wer den Zugang verliert, setzt den Wert zurück auf false und startet neu.
AUTH_ENABLED=false
# Wer den Zugang verliert, setzt den Wert auf false und startet neu.
AUTH_ENABLED=true
# Steht ein Reverse Proxy davor, der `X-Forwarded-For` selbst setzt?
# false — Vorgabe. Die Kopfzeile wird nicht gelesen. Ohne Proxy koennte
# sie jeder Aufrufer selbst waehlen; eine Bremse, die sich so
# umgehen laesst, waere eine Behauptung.
# true — Nur setzen, wenn wirklich ein Proxy davorsteht und die Kopfzeile
# ueberschreibt. Sonst schenkst du jedem Aufrufer beliebig viele
# Anmeldeversuche.
# Unabhaengig davon gelten immer: die Wartezeit je Konto und die Obergrenze
# fuer die ganze Installation.
TRUST_PROXY=false
# Groesste erlaubte Datei fuer die Typen "PDF" und "Bild", in Megabyte.
# Die Dateien liegen in der Datenbank — wer die sichert, hat alles. Sehr
+9 -1
View File
@@ -291,7 +291,7 @@ sie eintragen.
| --- | --- | --- |
| `X-Forwarded-Proto` | erkennt, dass die Verbindung über HTTPS läuft | Der Sitzungs-Cookie wird ohne `Secure` gesetzt und ginge auch über eine unverschlüsselte Verbindung mit |
| `X-Forwarded-Host` | die aufgerufene Domain — für mehrere Domains und für die Anmeldung | Kurz-URLs unter Zweitdomains werden nicht zugeordnet |
| `X-Forwarded-For` | Absender für die Bremse gegen Durchprobieren | Alle Aufrufe zählen als derselbe Absender |
| `X-Forwarded-For` | Absender für die Bremse gegen Durchprobieren | Die Bremse je Absender entfällt; Wartezeit je Konto und Obergrenze der Instanz greifen weiter |
Für ein reines nginx (ohne NPM) heißt das:
@@ -305,6 +305,14 @@ proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
Bei **Traefik** und **Caddy** ist nichts zu tun — beide setzen die Kopfzeilen
von sich aus.
> **`TRUST_PROXY=true` erst setzen, wenn der Proxy wirklich steht.** Die
> Anwendung liest `X-Forwarded-For` nur mit dieser Angabe. Ohne Proxy könnte
> die Kopfzeile jeder Aufrufer selbst wählen und sich damit beliebig viele
> Anmeldeversuche verschaffen — eine Bremse, die sich so umgehen lässt, wäre
> eine Behauptung. Zwei Bremsen wirken unabhängig davon immer: die Wartezeit
> je Konto und die Obergrenze für die ganze Installation. Näheres in
> [docs/sicherheit.md](docs/sicherheit.md).
### Größe der Uploads
PDFs und Bilder gehen durch den Proxy. nginx bricht Anfragen oberhalb von
+6 -1
View File
@@ -37,7 +37,12 @@ services:
BASE_URL: ${BASE_URL:-http://localhost:3000}
DATABASE_URL: ${DATABASE_URL}
# Anmeldung mit Benutzern, Gruppen und Rollen.
AUTH_ENABLED: ${AUTH_ENABLED:-false}
# Ohne Angabe: an. Abgeschaltet wird nur, wer ausdruecklich
# AUTH_ENABLED=false setzt — siehe .env.example.
AUTH_ENABLED: ${AUTH_ENABLED:-true}
# Nur einschalten, wenn wirklich ein Proxy davorsteht — siehe
# .env.example.
TRUST_PROXY: ${TRUST_PROXY:-false}
MAX_UPLOAD_MB: ${MAX_UPLOAD_MB:-10}
SESSION_IDLE_DAYS: ${SESSION_IDLE_DAYS:-30}
SESSION_MAX_DAYS: ${SESSION_MAX_DAYS:-90}
+12
View File
@@ -5,5 +5,17 @@ set -e
echo "→ Datenbankmigrationen werden angewendet …"
node /app/node_modules/prisma/build/index.js migrate deploy
# Eine Anwendung ohne Anmeldung sieht genauso aus wie eine mit — deshalb
# muss sie es sagen. Wer das hier im Protokoll sieht und nicht erwartet hat,
# soll sofort wissen, woran er ist.
if [ "$(printf '%s' "${AUTH_ENABLED:-}" | tr '[:upper:]' '[:lower:]')" = "false" ]; then
echo "" >&2
echo " !! ACHTUNG: AUTH_ENABLED=false — die Anwendung laeuft OHNE Anmeldung." >&2
echo " !! Jeder, der sie erreicht, darf alles: Verwaltung, Uploads, saemtliche" >&2
echo " !! Codes anlegen, aendern und loeschen. Das ist nur fuer Einzelplatz-" >&2
echo " !! oder LAN-Betrieb gedacht und gehoert nicht ins offene Netz." >&2
echo "" >&2
fi
echo "→ Anwendung wird gestartet …"
exec "$@"
+192 -1
View File
@@ -1,7 +1,9 @@
# Anmeldung und Sitzungen — Durchsicht nach OWASP
Durchsicht der Anmeldung, der Sitzungsverwaltung und der Berechtigungen gegen
die einschlägigen OWASP-Merkblätter. Stand: 15.08.2026.
die einschlägigen OWASP-Merkblätter. Stand: 15.08.2026, ergänzt am 24.08.2026
um die Befunde einer externen Codeprüfung (Punkte 11 bis 14 und die drei
offenen Punkte am Ende).
Geprüft gegen:
@@ -163,6 +165,171 @@ Nutzung abgewiesen —, aber die Tabelle wuchs unbegrenzt.
**Behoben:** Beim Nachführen einer Sitzung (höchstens stündlich je Sitzung)
wird beiläufig aufgeräumt.
### 11. OIDC wertete eine unbestätigte E-Mail als bestätigt
**Befund:** Der schwerste der externen Prüfung. Findet die OIDC-Rückkehr ein
lokales Konto mit derselben E-Mail-Adresse, hängt sie die Identität des
Anbieters daran — aber nur, wenn die Adresse **bestätigt** ist. Genau das
prüfte der Code auch, nur war die Bestätigung falsch berechnet:
```ts
emailVerified: payload.email_verified !== false
```
Damit galt nicht nur `true` als bestätigt, sondern auch ein **fehlender
Claim**, `null`, `0` und jede Zeichenkette. Ein Anbieter, der
`email_verified` gar nicht mitschickt — das ist erlaubt und kommt vor —,
hätte die Verknüpfung geöffnet. Wer sich dort eine fremde Adresse eintragen
kann, hätte damit das hiesige Konto übernommen, im schlimmsten Fall das eines
Administrators.
**Behoben:** Nur ein ausdrückliches `true` zählt. Alles andere führt zur
bisherigen Meldung „der Anbieter hat sie nicht bestätigt“, und die
Verknüpfung unterbleibt.
**Was das nicht war:** kein Angriff ohne Zugriff auf den Anbieter — das
ID-Token muss weiterhin gültig signiert sein und Aussteller, Empfänger und
Nonce bestehen.
### 12. Eine fehlende Angabe schaltete die Anmeldung ab
**Befund:** `isAuthEnabled()` verlangte den Wert `true`; alles andere hieß
„aus“. Eine vergessene oder falsch geschriebene Variable ergab damit eine
Anwendung, in der jeder Besucher alles darf — und nichts sah danach aus. Die
Compose-Vorgabe stand zusätzlich auf `false`.
**Behoben:** Umgedreht. Abgeschaltet wird nur, wer ausdrücklich `false`
setzt; ein fehlender Wert bedeutet „an“. Die Vorgaben in `docker-compose.yml`
und `.env.example` stehen auf `true`. Steht die Anmeldung aus, schreibt der
Container beim Start eine mehrzeilige Warnung ins Protokoll.
Der offene Betrieb bleibt möglich — er ist für Einzelplatz und LAN gedacht
und dokumentiert. Er ist nur nicht mehr das, was man versehentlich bekommt.
### 13. Wettlauf beim ersten Administrator über OIDC
**Befund:** Der OIDC-Pfad las `user.count()` und legte danach an. Zwei
gleichzeitige erste Anmeldungen konnten sich beide für die erste halten und
beide als Instanz-Administrator entstehen. Die Passwort-Ersteinrichtung
sicherte denselben Ablauf längst mit einer serialisierbaren Transaktion.
**Behoben:** Derselbe Schutz auch hier — Zählen und Anlegen liegen in einer
Transaktion mit `isolationLevel: "Serializable"`.
### 14. Die Herkunftsprüfung verglich das Schema nicht
**Befund:** `isSameOrigin()` verglich nur den Host. `http://example.com` galt
damit als eigen, obwohl die Anwendung unter `https://example.com` läuft.
**Behoben:** Das Schema wird mitverglichen, und es kommt aus `BASE_URL` — der
einen Angabe zum Ursprung, über die der Aufrufer nicht mitbestimmt.
**Zur Einordnung:** Die Prüfung vergleicht weiterhin gegen den `Host`- bzw.
`X-Forwarded-Host`-Header der Anfrage. Aus einem Browser heraus ist das nicht
zu missbrauchen — `Host` darf Skriptcode nicht setzen, und ein selbst
gesetztes `X-Forwarded-Host` macht die Anfrage zu einer, die erst einen
CORS-Vorabflug bestehen müsste, den die Anwendung nicht beantwortet. Das
verbleibende Unbehagen ist das Vertrauensmodell insgesamt; dazu unten mehr.
### 15. Die Kontosperre konnte den Besitzer aussperren
**Befund:** Acht Fehlversuche sperrten ein Konto für 15 Minuten — auch gegen
das **richtige** Passwort. Wer die Adresse eines Administrators kannte,
konnte die Sperre alle 15 Minuten erneuern und die Verwaltung praktisch
dauerhaft schließen. Ein Nachweis, dass der Anfragende der Kontoinhaber ist,
war dafür nicht nötig.
**Behoben:** Aus der Sperre wurde eine **Wartezeit**. Die ersten vier
Fehlversuche bleiben folgenlos, danach verdoppelt sie sich bis zu einer
Minute:
| Fehlversuche | Wartezeit |
| --- | --- |
| bis 4 | keine |
| 5 | 1 s |
| 7 | 4 s |
| 10 | 32 s |
| ab 11 | 60 s |
Für den Besitzer heißt das im schlimmsten Fall eine Minute statt einer
Viertelstunde Aussperrung. Für jemanden, der Passwörter durchprobiert, einen
Versuch pro Minute — das ist die eigentliche Aufgabe der Bremse, und die
erfüllt sie weiterhin.
Die Wartezeit wird **vor** der Passwortprüfung ausgewertet. Ein Versuch, der
ohnehin abgewiesen wird, kostet damit keine 128 MiB.
### 16. Die Bremsen ließen sich über eine Kopfzeile umgehen
**Befund:** Der Absender wurde aus `X-Forwarded-For` gelesen. Ohne
vorgeschalteten Proxy — und die mitgelieferte Compose-Konfiguration
veröffentlicht den Port direkt — wählt ihn jeder Aufrufer selbst und umgeht
damit Login- wie Feedback-Bremse.
**Behoben:** Drei Stufen statt einer, in `src/lib/auth/throttle.ts`:
1. **Je Absender** — nur noch, wenn `TRUST_PROXY=true` gesetzt ist. Ohne
diese Angabe wird die Kopfzeile gar nicht gelesen. Eine Bremse, die sich
mit einem selbst gewählten Wert umgehen lässt, ist keine; dann lieber
ehrlich keine.
2. **Je Konto** — die Wartezeit aus Punkt 15. Sie hängt an der Kennung des
Kontos, nicht an einer Kopfzeile, und ist deshalb nicht zu umgehen.
3. **Für die ganze Installation** — eine Obergrenze von 60 Passwortprüfungen
je Minute, und 120 Rückmeldungen je Minute. Das ist die Stufe, die den
Speicher schützt: Ohne sie könnte jemand mit genügend gleichzeitigen
Anfragen den Server allein über die Hash-Berechnung lahmlegen.
Was bleibt: Die Zähler liegen im Arbeitsspeicher eines Prozesses. Bei
mehreren Instanzen bräuchte es einen gemeinsamen Zähler — siehe „Offen“.
### 17. Skripte liefen ohne Content-Security-Policy
**Befund:** Die Policy bestand aus `frame-ancestors 'none'`. Gegen
eingeschleusten Skriptcode wirkte sie nicht.
**Behoben:** Eine vollständige Policy mit **Nonce je Anfrage**. Skripte
laufen nur, wenn sie den Nonce dieser einen Anfrage tragen oder von einem
Skript geladen wurden, das selbst einen hatte (`strict-dynamic`). Ein
Skript, das über eine Lücke in die Seite gerät, hat keinen — und läuft
nicht.
Dazu `default-src 'self'`, `object-src 'none'`, `base-uri 'self'`,
`form-action 'self'`. `frame-src` nennt ausschließlich die beiden
Video-Anbieter, die der Typ „Video“ einbetten kann.
**Zwei bewusste Lockerungen**, damit sie nicht als Versehen gelesen werden:
- `style-src` erlaubt weiterhin `'unsafe-inline'`. Ein Nonce wirkt nur auf
`<style>`-Blöcke, nicht auf `style="…"` an einzelnen Elementen; die
Oberfläche benutzt solche Attribute an rund einem Dutzend Stellen. Über
ein Stilattribut lässt sich kein Code ausführen, der Gewinn wäre gering.
- `media-src` erlaubt jede `https:`-Quelle. Der Typ „Video“ nimmt
ausdrücklich auch einen Direktlink auf eine Videodatei entgegen, und wo
die liegt, weiß nur der, der ihn einträgt.
`upgrade-insecure-requests` steht nur, wenn `BASE_URL` auf `https` zeigt —
auf einer bewusst über HTTP betriebenen Installation würde die Regel die
eigenen Ressourcen hochstufen und alles zerlegen.
### 18. Sicherheitsereignisse standen nirgends
**Befund:** Fehlversuche, OIDC-Verknüpfungen und die Vergabe von
Administratorrechten hinterließen keine Spur.
**Behoben:** `src/lib/auth/protokoll.ts` schreibt je Ereignis eine Zeile als
JSON auf die Standardausgabe — damit landet sie in `docker compose logs` und
lässt sich von dort weiterreichen, ohne dass die Anwendung ein Werkzeug
dafür kennen muss.
Protokolliert werden: fehlgeschlagene Anmeldungen samt Zahl der Versuche und
Wartezeit, abgelehnte OIDC-Verknüpfungen mit Grund, erfolgte Verknüpfungen
und jede Vergabe von Administratorrechten.
**Was ausdrücklich nicht hineingehört:** Passwörter, Sitzungstoken und
vollständige E-Mail-Adressen. Konten stehen mit ihrer Id da. Ein Protokoll
wird kopiert und verschickt und ist selten so gut geschützt wie die
Datenbank.
---
## Was schon vorher stimmte
@@ -218,6 +385,30 @@ selbst ausgestellt, falscher Name — statt bloß daran zu scheitern.
Bewusst nicht umgesetzt, mit Begründung.
**Die Zähler gelten je Prozess.** Bremsen und Wartezeiten liegen im
Arbeitsspeicher und sind nach einem Neustart weg. Bei **einer** Instanz — dem
Regelfall dieser Anwendung — ist das verschmerzbar: Die Wartezeit je Konto
steht in der Datenbank und übersteht den Neustart, nur die Zähler je Absender
und die Obergrenze der Instanz beginnen von vorn.
Wer mehrere Instanzen hinter einem Lastverteiler betreibt, braucht einen
gemeinsamen, atomaren Zähler — üblicherweise Redis. Das ist ein weiterer
Dienst und lohnt sich erst, wenn es die zweite Instanz wirklich gibt.
**Prisma hängt an einer Advisory.** `npm audit --omit=dev` meldet
[GHSA-ggr8-5vv4-36mx](https://github.com/advisories/GHSA-ggr8-5vv4-36mx) in
`deepmerge-ts@7.1.5`, mitgeschleppt über `@prisma/config`. Es geht um
Stapelüberlauf beim Zusammenführen rekursiver Objekte.
Aus HTTP-Eingaben entsteht hier keine Prisma-Konfiguration, die praktische
Ausnutzbarkeit ist also gering. Die Prisma-CLI liegt aber im Laufzeit-Abbild
und läuft bei jedem Containerstart für die Migrationen — deshalb steht der
Punkt hier und nicht unter „egal“. Eine Fassung ohne die Advisory gibt es
noch nicht: 7.9.1 ist die neueste und hängt weiterhin an `deepmerge-ts@7.1.5`.
`npm audit fix --force` würde auf Prisma 6 zurückstufen und ist deshalb keine
Lösung. Zu tun: beobachten und aktualisieren, sobald es eine passende Fassung
gibt.
**E-Mail-Verifizierung.** Es gibt keine — und sie würde derzeit auch nichts
bringen. Die Anwendung kennt **keine Selbstregistrierung**: Es gibt nur
`login`, `setup`, `logout` und `change-password`. Konten legt ein
+32 -3
View File
@@ -11,6 +11,7 @@ import {
type OidcIdentity,
} from "@/lib/auth/oidc";
import { createSession } from "@/lib/auth/session";
import { sicherheitsereignis } from "@/lib/auth/protokoll";
import { prisma } from "@/lib/db";
import { getBaseUrl } from "@/lib/env";
@@ -100,6 +101,12 @@ async function findeOderLegeAn(
// jemand eine fremde Adresse eintragen und damit ein hiesiges Konto
// übernehmen.
if (!identity.emailVerified) {
// Der Versuch gehört ins Protokoll: Wenn er gehäuft auftritt, stimmt
// entweder die Anbieterkonfiguration nicht — oder jemand probiert es.
sicherheitsereignis("oidc-verknuepfung-abgelehnt", {
konto: nachEmail.id,
grund: "email-nicht-bestaetigt",
});
return {
fehler:
"Es gibt hier schon ein Konto mit dieser E-Mail-Adresse, der Anbieter hat sie aber nicht bestätigt.",
@@ -116,6 +123,12 @@ async function findeOderLegeAn(
...(istAdmin === undefined ? {} : { isInstanceAdmin: istAdmin }),
},
});
// Eine Verknüpfung verschiebt eine Vertrauensgrenze: Ab jetzt kommt man
// über den Anbieter in dieses Konto. Das soll nachvollziehbar sein.
sicherheitsereignis("oidc-konto-verknuepft", {
konto: verknuepft.id,
administrator: verknuepft.isInstanceAdmin,
});
return { id: verknuepft.id, isActive: verknuepft.isActive };
}
@@ -128,9 +141,15 @@ async function findeOderLegeAn(
// Der erste Mensch, der sich überhaupt anmeldet, wird Administrator —
// sonst gäbe es bei `OIDC_ONLY=true` niemanden, der die Verwaltung öffnen
// kann. Das entspricht der Ersteinrichtung bei der Passwort-Anmeldung.
const istErster = (await prisma.user.count()) === 0;
const angelegt = await prisma.user.create({
//
// Serialisierbar, aus demselben Grund wie dort: Zwischen „gibt es schon
// jemanden?" und dem Anlegen könnte sonst eine zweite Anmeldung
// dazwischenkommen, und beide würden sich für die erste halten. Am Ende
// stünden zwei Administratoren da, von denen einer ungebeten ist.
const angelegt = await prisma.$transaction(
async (tx) => {
const istErster = (await tx.user.count()) === 0;
return tx.user.create({
data: {
email: identity.email,
name: identity.name,
@@ -143,6 +162,16 @@ async function findeOderLegeAn(
: undefined,
},
});
},
{ isolationLevel: "Serializable" },
);
if (angelegt.isInstanceAdmin) {
sicherheitsereignis("administrator-vergeben", {
konto: angelegt.id,
weg: istAdmin === undefined ? "erster-benutzer" : "gruppe-des-anbieters",
});
}
return { id: angelegt.id, isActive: angelegt.isActive };
}
+53 -18
View File
@@ -17,18 +17,31 @@ import {
} from "@/lib/auth/session";
import {
clearAttempts,
kontoWartezeit,
requestOrigin,
teureRechnungErlaubt,
tooManyAttempts,
verbleibendeKontowartezeit,
} from "@/lib/auth/throttle";
import { sicherheitsereignis } from "@/lib/auth/protokoll";
import { prisma } from "@/lib/db";
import { errorResponse, firstZodMessage, jsonError } from "@/lib/http";
import { QrRequestError } from "@/lib/qr/type-module";
export const dynamic = "force-dynamic";
/** Sperrdauer nach zu vielen Fehlversuchen. */
const MAX_ATTEMPTS = 8;
const LOCK_MINUTES = 15;
/**
* Wartezeit statt Sperre.
*
* Früher stand hier eine Sperre von 15 Minuten nach acht Fehlversuchen. Die
* hatte einen Haken: Sie wies auch das **richtige** Passwort ab. Wer die
* Adresse eines Administrators kannte, konnte ihn damit alle 15 Minuten neu
* aussperren und die Verwaltung praktisch dauerhaft schließen.
*
* Jetzt wächst nur die Wartezeit zwischen zwei Versuchen, bis zu einer
* Minute — siehe `kontoWartezeit`. Der Besitzer kommt spätestens nach einer
* Minute hinein, ein Fremder bekommt einen Versuch pro Minute.
*/
/**
* Wird gegen einen nicht vorhandenen Benutzer gerechnet, damit die
@@ -248,10 +261,14 @@ async function handleSetup(
async function handleLogin(
input: z.infer<typeof loginSchema>,
absender: string,
/** Absender laut vertrauenswürdigem Proxy — `null`, wenn keiner davorsteht. */
absender: string | null,
): Promise<Response> {
// Vor allem anderen: Wer viele Konten durchprobiert, löst nie eine
// Kontosperre aus — dagegen hilft nur eine Bremse je Absender.
// Wer viele Konten durchprobiert, löst nie eine Wartezeit für ein
// einzelnes Konto aus — dagegen hilft nur eine Bremse je Absender. Sie
// greift nur hinter einem Proxy, dem ausdrücklich vertraut wird; sonst
// wählte der Aufrufer seine Kennung selbst.
if (absender !== null) {
const wartezeit = tooManyAttempts(`login:${absender}`);
if (wartezeit !== null) {
throw new QrRequestError(
@@ -259,6 +276,19 @@ async function handleLogin(
429,
);
}
}
// Der Deckel der ganzen Installation. Er steht vor jeder Passwortprüfung,
// auch vor der gegen den Attrappen-Hash: Beide kosten gleich viel Speicher,
// und wer sie auslösen darf, könnte den Server sonst allein damit
// lahmlegen. Das ist die einzige Bremse, die sich nicht über Kopfzeilen
// umgehen lässt.
if (!teureRechnungErlaubt()) {
throw new QrRequestError(
"Zurzeit gehen sehr viele Anmeldeversuche ein. Bitte versuche es in einer Minute erneut.",
429,
);
}
const user = await prisma.user.findUnique({ where: { email: input.email } });
@@ -275,12 +305,15 @@ async function handleLogin(
throw invalid;
}
if (user.lockedUntil && user.lockedUntil.getTime() > Date.now()) {
const minutes = Math.ceil(
(user.lockedUntil.getTime() - Date.now()) / 60000,
// Wartezeit des Kontos — **vor** der Passwortprüfung, damit ein Versuch,
// der ohnehin abgewiesen wird, keine 128 MiB kostet.
const kontoWarten = verbleibendeKontowartezeit(
user.failedLogins,
user.lockedUntil,
);
if (kontoWarten > 0) {
throw new QrRequestError(
`Zu viele Fehlversuche. Bitte versuche es in ${minutes} Minute${minutes === 1 ? "" : "n"} erneut.`,
`Zu viele Fehlversuche. Bitte versuche es in ${kontoWarten} Sekunde${kontoWarten === 1 ? "" : "n"} erneut.`,
429,
);
}
@@ -295,15 +328,17 @@ async function handleLogin(
if (!(await verifyPassword(input.password, user.passwordHash))) {
const failedLogins = user.failedLogins + 1;
// `lockedUntil` heißt jetzt „frühestens wieder ab“: der Zeitpunkt des
// Fehlversuchs. Wie lange das bedeutet, rechnet `kontoWartezeit` aus der
// Zahl der Fehlversuche — so bleibt die Spalte, aber nicht die Sperre.
await prisma.user.update({
where: { id: user.id },
data: {
failedLogins,
lockedUntil:
failedLogins >= MAX_ATTEMPTS
? new Date(Date.now() + LOCK_MINUTES * 60 * 1000)
: null,
},
data: { failedLogins, lockedUntil: new Date() },
});
sicherheitsereignis("anmeldung-fehlgeschlagen", {
konto: user.id,
fehlversuche: failedLogins,
wartezeit: kontoWartezeit(failedLogins),
});
throw invalid;
}
@@ -333,7 +368,7 @@ async function handleLogin(
},
});
clearAttempts(`login:${absender}`);
if (absender !== null) clearAttempts(`login:${absender}`);
await createSession(user.id);
return Response.json({ ok: true, email: user.email });
}
+38 -5
View File
@@ -1,6 +1,7 @@
import type { NextRequest } from "next/server";
import { z } from "zod";
import { requestOrigin } from "@/lib/auth/throttle";
import { prisma } from "@/lib/db";
import { errorResponse, firstZodMessage, jsonError } from "@/lib/http";
@@ -31,6 +32,31 @@ const FENSTER_MS = 60_000;
const MAX_PRO_FENSTER = 10;
const zaehler = new Map<string, { anzahl: number; bis: number }>();
/**
* Obergrenze für die ganze Installation.
*
* Die Bremse je Absender greift nur hinter einem Proxy, dem vertraut wird —
* sonst wählt der Aufrufer seine Kennung selbst. Dieser Deckel gilt immer
* und begrenzt, wie schnell die Tabelle überhaupt wachsen kann.
*
* Großzügig bemessen: Selbst ein gut besuchter Aushang bekommt keine
* hundertzwanzig Rückmeldungen in der Minute.
*/
const MAX_PRO_MINUTE_INSGESAMT = 120;
const MINUTE_MS = 60 * 1000;
let gesamtFenster = 0;
let gesamtAnzahl = 0;
function insgesamtZuSchnell(): boolean {
const jetzt = Date.now();
if (jetzt - gesamtFenster > MINUTE_MS) {
gesamtFenster = jetzt;
gesamtAnzahl = 0;
}
gesamtAnzahl += 1;
return gesamtAnzahl > MAX_PRO_MINUTE_INSGESAMT;
}
function zuSchnell(schluessel: string): boolean {
const jetzt = Date.now();
const eintrag = zaehler.get(schluessel);
@@ -58,12 +84,19 @@ export async function POST(request: NextRequest): Promise<Response> {
return jsonError(firstZodMessage(parsed.error));
}
const herkunft =
request.headers.get("x-forwarded-for")?.split(",")[0]?.trim() ||
request.headers.get("x-real-ip") ||
"unbekannt";
// Erst der Deckel für alle — er lässt sich nicht über Kopfzeilen umgehen.
if (insgesamtZuSchnell()) {
return jsonError(
"Zurzeit gehen sehr viele Rückmeldungen ein. Bitte versuche es gleich noch einmal.",
429,
);
}
if (zuSchnell(herkunft)) {
// Dann die Bremse je Absender. Sie sagt nur etwas aus, wenn ein Proxy
// davorsteht, dem ausdrücklich vertraut wird; sonst wählte der Aufrufer
// seine Kennung selbst und die Bremse wäre eine Behauptung.
const herkunft = requestOrigin(request.headers);
if (herkunft !== null && zuSchnell(herkunft)) {
return jsonError(
"Zu viele Rückmeldungen in kurzer Zeit. Bitte versuche es gleich noch einmal.",
429,
+11 -1
View File
@@ -1,4 +1,5 @@
import type { Metadata } from "next";
import { headers } from "next/headers";
import { THEME_INIT_SCRIPT } from "@/components/theme-toggle";
import { accentCss } from "@/lib/branding-colors";
@@ -47,6 +48,11 @@ export async function generateMetadata(): Promise<Metadata> {
export default async function RootLayout({ children }: LayoutProps<"/">) {
const branding = await getBranding();
// Der Nonce dieser Anfrage, gesetzt in `src/proxy.ts`. Ohne ihn lehnt der
// Browser die beiden eingebetteten Blöcke unten ab — sie sind die einzigen
// der Anwendung.
const nonce = (await headers()).get("x-nonce") ?? undefined;
return (
<html lang="de" className="h-full">
<body className="flex min-h-full flex-col">
@@ -55,7 +61,10 @@ export default async function RootLayout({ children }: LayoutProps<"/">) {
Wer der Systemeinstellung folgt, braucht das nicht — das erledigt
`light-dark()` im CSS von allein.
*/}
<script dangerouslySetInnerHTML={{ __html: THEME_INIT_SCRIPT }} />
<script
nonce={nonce}
dangerouslySetInnerHTML={{ __html: THEME_INIT_SCRIPT }}
/>
{/*
Überschreibt die Farbvariablen, die Tailwind ohnehin benutzt — damit
wirkt die Akzentfarbe an jeder Stelle der Oberfläche, ohne dass eine
@@ -64,6 +73,7 @@ export default async function RootLayout({ children }: LayoutProps<"/">) {
die Voreinstellung zurück.
*/}
<style
nonce={nonce}
dangerouslySetInnerHTML={{ __html: accentCss(branding.accentColor) }}
/>
{children}
+6 -1
View File
@@ -23,9 +23,14 @@ export type Actor =
* Bewusst eine Umgebungsvariable und kein Schalter in der Oberfläche: so
* kann man sich nicht aussperren. Wer den Zugang verliert, setzt
* `AUTH_ENABLED=false` in der .env und startet neu.
*
* **Abgeschaltet wird nur auf ausdrückliche Ansage.** Ein fehlender oder
* leerer Wert bedeutet „an“. Vorher war es umgekehrt: Wer die Variable
* vergaß, bekam eine Anwendung, in der jeder Besucher alles darf — und
* merkte es nicht, weil nichts danach aussah.
*/
export function isAuthEnabled(): boolean {
return (process.env.AUTH_ENABLED ?? "").trim().toLowerCase() === "true";
return (process.env.AUTH_ENABLED ?? "").trim().toLowerCase() !== "false";
}
export async function getActor(): Promise<Actor> {
+8 -1
View File
@@ -326,7 +326,14 @@ export async function exchangeCode(options: {
return {
subject,
email,
emailVerified: payload.email_verified !== false,
// Nur ein ausdrückliches `true` zählt. Ein fehlender Claim, `null`, `0`
// oder die Zeichenkette „true" gelten als **nicht** bestätigt.
//
// Vorher stand hier `!== false`, und damit war das Gegenteil der Fall:
// Ein Anbieter, der den Claim gar nicht schickt, hätte die Verknüpfung
// mit einem bestehenden Konto erlaubt — genau das, was die Prüfung in
// der Callback-Route verhindern soll.
emailVerified: payload.email_verified === true,
name,
groups: readGroups(payload, config.groupsClaim),
};
+43
View File
@@ -0,0 +1,43 @@
import "server-only";
/**
* Protokoll für Sicherheitsereignisse.
*
* Eine Zeile je Ereignis, als JSON, auf `stdout`. Damit landet sie in
* `docker compose logs` und lässt sich von dort in jedes Werkzeug
* weiterreichen, ohne dass die Anwendung eines davon kennen muss.
*
* **Was hier nicht hineingehört:** Passwörter, Sitzungstoken, vollständige
* E-Mail-Adressen. Ein Protokoll wird kopiert, verschickt und selten so gut
* geschützt wie die Datenbank. Konten stehen deshalb mit ihrer Id da, nicht
* mit ihrer Adresse — wer die Zuordnung braucht, hat ohnehin Zugriff auf die
* Verwaltung.
*/
export type Sicherheitsereignis =
| "anmeldung-fehlgeschlagen"
| "anmeldung-gesperrt"
| "oidc-konto-verknuepft"
| "oidc-verknuepfung-abgelehnt"
| "administrator-vergeben"
| "instanz-ohne-anmeldung";
/**
* Schreibt ein Ereignis.
*
* Bewusst `console.log` und kein Protokollrahmenwerk: Die Anwendung läuft in
* einem Container, und dort ist die Standardausgabe der übliche Weg.
*/
export function sicherheitsereignis(
ereignis: Sicherheitsereignis,
daten: Record<string, string | number | boolean | null> = {},
): void {
console.log(
JSON.stringify({
art: "sicherheit",
ereignis,
zeit: new Date().toISOString(),
...daten,
}),
);
}
+116 -14
View File
@@ -1,16 +1,26 @@
import "server-only";
/**
* Grobe Bremse gegen automatisiertes Durchprobieren.
* Bremsen gegen automatisiertes Durchprobieren.
*
* Ergänzt die Kontosperre, ersetzt sie aber nicht: Die Sperre schützt ein
* einzelnes Konto, diese Bremse den Server vor jemandem, der viele Konten
* gleichzeitig durchprobiert — dabei löst die Sperre nämlich nie aus.
* Drei Stufen, die verschiedene Dinge schützen:
*
* Im Arbeitsspeicher und damit pro Container. Bei einer selbst gehosteten
* Anwendung dieser Größe ist das angemessen; ein verteilter Zähler bräuchte
* einen weiteren Dienst. Die Adresse dient nur als Schlüssel und wird
* nirgends gespeichert.
* 1. **Je Absender** (`tooManyAttempts`) — greift nur, wenn ein Proxy davor
* steht, dem ausdrücklich vertraut wird. Sonst wählt der Aufrufer seine
* Kennung selbst und die Bremse wäre eine Behauptung.
* 2. **Je Konto** (`kontoWartezeit`) — eine ansteigende Wartezeit zwischen
* zwei Versuchen. Sie ersetzt die frühere harte Sperre: Wer das Passwort
* kennt, kommt nach höchstens einer Minute hinein; wer es nicht kennt,
* bekommt einen Versuch pro Minute.
* 3. **Für die ganze Installation** (`teureRechnungErlaubt`) — eine
* Obergrenze für Passwortprüfungen. Sie ist die einzige Stufe, die sich
* nicht über Kopfzeilen umgehen lässt, und schützt den Speicher: Eine
* Prüfung kostet rund 128 MiB.
*
* Alles im Arbeitsspeicher und damit je Container. Bei einer selbst
* gehosteten Anwendung dieser Größe ist das angemessen; ein verteilter
* Zähler bräuchte einen weiteren Dienst. Adressen dienen nur als Schlüssel
* und werden nirgends gespeichert.
*/
type Eintrag = { anzahl: number; bis: number };
@@ -53,17 +63,109 @@ export function clearAttempts(schluessel: string): void {
zaehler.delete(schluessel);
}
/* ------------------------------------------------------- Proxy-Vertrauen */
/**
* Absender einer Anfrage, so gut es hinter einem Proxy geht.
* Steht ein Proxy davor, dem zu trauen ist?
*
* `X-Forwarded-For` ist fälschbar, wenn kein Proxy davorsteht — deshalb ist
* das hier eine Bremse und keine Sperre: Wer den Wert fälscht, umgeht sie,
* aber die Kontosperre greift weiterhin.
* `X-Forwarded-For` kann jeder Aufrufer selbst setzen. Nur wenn ein Proxy
* davorsteht, der die Kopfzeile **überschreibt**, sagt sie etwas aus. Das
* kann die Anwendung nicht erkennen — Next.js-Routen kommen an die Adresse
* der Gegenstelle gar nicht heran —, also muss es eingestellt werden.
*
* Ohne Angabe: kein Vertrauen. Eine Bremse, die sich mit einer selbst
* gewählten Kopfzeile umgehen lässt, ist keine.
*/
export function requestOrigin(headers: Headers): string {
export function trustsProxy(): boolean {
return (process.env.TRUST_PROXY ?? "").trim().toLowerCase() === "true";
}
/**
* Absender einer Anfrage — oder `null`, wenn er sich nicht feststellen lässt.
*
* `null` heißt nicht „egal“, sondern „unbekannt“: Der Aufrufer bekommt dann
* keine eigene Bremse, wohl aber die Obergrenze der ganzen Installation zu
* spüren.
*/
export function requestOrigin(headers: Headers): string | null {
if (!trustsProxy()) return null;
return (
headers.get("x-forwarded-for")?.split(",")[0]?.trim() ||
headers.get("x-real-ip") ||
"unbekannt"
null
);
}
/* ----------------------------------------------------- Wartezeit je Konto */
/**
* Wartezeit zwischen zwei Anmeldeversuchen desselben Kontos, in Sekunden.
*
* Ersetzt die frühere Sperre von 15 Minuten. Der Unterschied ist der, auf
* den es ankommt: Eine Sperre weist auch das **richtige** Passwort ab —
* wer die Adresse eines Administrators kennt, konnte ihn damit dauerhaft
* aussperren. Eine Wartezeit verzögert nur.
*
* Die ersten Fehlversuche bleiben ohne Folge; danach verdoppelt sich die
* Wartezeit bis zu einer Minute. Für den Besitzer heißt das im schlimmsten
* Fall eine Minute, für jemanden, der Passwörter durchprobiert, einen
* Versuch pro Minute.
*/
const FREIVERSUCHE = 4;
const MAX_WARTEZEIT_S = 60;
export function kontoWartezeit(fehlversuche: number): number {
if (fehlversuche <= FREIVERSUCHE) return 0;
return Math.min(2 ** (fehlversuche - FREIVERSUCHE - 1), MAX_WARTEZEIT_S);
}
/**
* Wie lange ein Konto noch warten muss, in Sekunden — oder 0.
*
* `letzterVersuch` ist der Zeitpunkt des letzten Fehlversuchs.
*/
export function verbleibendeKontowartezeit(
fehlversuche: number,
letzterVersuch: Date | null,
): number {
if (!letzterVersuch) return 0;
const noetig = kontoWartezeit(fehlversuche);
if (noetig === 0) return 0;
const vergangen = (Date.now() - letzterVersuch.getTime()) / 1000;
return Math.max(0, Math.ceil(noetig - vergangen));
}
/* ------------------------------------------------- Obergrenze der Instanz */
/**
* Obergrenze für Passwortprüfungen in der ganzen Installation.
*
* Eine Prüfung kostet rund 128 MiB Arbeitsspeicher (scrypt mit N = 2¹⁷).
* Ohne Deckel könnte jemand mit genügend gleichzeitigen Anfragen den Server
* allein dadurch lahmlegen — unabhängig davon, welche Kopfzeilen er schickt.
*
* Das ist die einzige Stufe, die sich nicht umgehen lässt. Sie ist bewusst
* großzügig: Im normalen Betrieb meldet sich niemand sechzigmal in der
* Minute an.
*/
const TEURE_RECHNUNGEN_PRO_MINUTE = 60;
const MINUTE_MS = 60 * 1000;
let fensterBeginn = 0;
let fensterAnzahl = 0;
/**
* Fragt eine teure Rechnung an. `false` heißt: gerade nicht, bitte später.
*
* Wird **vor** der Passwortprüfung aufgerufen, nicht danach — sonst wäre der
* Speicher schon belegt, wenn der Deckel greift.
*/
export function teureRechnungErlaubt(): boolean {
const jetzt = Date.now();
if (jetzt - fensterBeginn > MINUTE_MS) {
fensterBeginn = jetzt;
fensterAnzahl = 0;
}
fensterAnzahl += 1;
return fensterAnzahl <= TEURE_RECHNUNGEN_PRO_MINUTE;
}
+9
View File
@@ -26,6 +26,15 @@ export function isSameOrigin(headers: Headers): boolean {
return false;
}
// Das Schema kommt aus `BASE_URL`, nicht aus der Anfrage: Es ist die eine
// Angabe zum Ursprung, über die der Aufrufer nicht mitbestimmt. Ohne diesen
// Vergleich gälte `http://example.com` als eigen, obwohl die Anwendung nur
// unter `https://example.com` läuft.
const erwartetesSchema = (process.env.BASE_URL ?? "").startsWith("http://")
? "http:"
: "https:";
if (herkunft.protocol !== erwartetesSchema) return false;
const host = headers.get("x-forwarded-host") ?? headers.get("host");
return Boolean(host) && herkunft.host === host;
}
+72 -8
View File
@@ -26,17 +26,68 @@ import { isSameOrigin } from "@/lib/http";
const SCHREIBEND = new Set(["POST", "PUT", "PATCH", "DELETE"]);
/**
* Schutzheader.
* Woher eingebettete Videos kommen dürfen.
*
* Bewusst ohne vollständige `Content-Security-Policy` für Skripte: Next.js
* bringt eingebettete Skripte mit, dafür bräuchte es Nonces durch die ganze
* Anwendung. Eine halbherzige Policy mit `unsafe-inline` sähe nur nach
* Schutz aus. Was hier steht, wirkt dagegen sofort.
* Der Video-Typ bettet YouTube und Vimeo ein — beide brauchen einen eigenen
* Eintrag, sonst bliebe der Rahmen nach dem Klick leer. Mehr steht hier
* nicht: Was nicht eingebettet wird, gehört auch nicht in die Liste.
*/
const VIDEO_QUELLEN = [
"https://www.youtube-nocookie.com",
"https://www.youtube.com",
"https://player.vimeo.com",
].join(" ");
/**
* Die Content-Security-Policy dieser Anfrage.
*
* Skripte laufen nur mit dem Nonce dieser einen Anfrage oder weil ein Skript
* sie geladen hat, das selbst eines hatte (`strict-dynamic`). Ein Skript,
* das über eine Lücke in die Seite gerät, hat keines — und läuft nicht.
*
* **Warum `style-src` weiter `unsafe-inline` erlaubt:** Ein Nonce wirkt nur
* auf `<style>`-Blöcke, nicht auf `style="…"` an einzelnen Elementen. Die
* Oberfläche benutzt solche Attribute an rund einem Dutzend Stellen, etwa
* für die gewählte Akzentfarbe. Sie zu verbieten hieße, sie vorher alle
* aufzulösen; der Gewinn wäre gering, denn über ein Stilattribut lässt sich
* kein Code ausführen. Das ist eine bewusste Grenze, keine Nachlässigkeit.
*
* `upgrade-insecure-requests` nur bei HTTPS: Auf einer Installation, die
* bewusst über HTTP läuft, würde die Regel die eigenen Ressourcen auf HTTPS
* hochstufen und damit alles zerlegen.
*/
function contentSecurityPolicy(nonce: string): string {
const entwicklung = process.env.NODE_ENV === "development";
const ueberHttps = (process.env.BASE_URL ?? "").startsWith("https://");
return [
"default-src 'self'",
"base-uri 'self'",
"object-src 'none'",
"frame-ancestors 'none'",
"form-action 'self'",
// `unsafe-eval` braucht React nur in der Entwicklung, für die
// Fehleraufbereitung im Browser.
`script-src 'self' 'nonce-${nonce}' 'strict-dynamic'${entwicklung ? " 'unsafe-eval'" : ""}`,
"style-src 'self' 'unsafe-inline'",
// `data:` für die Vorschau des QR-Codes, `blob:` für den Download.
"img-src 'self' data: blob:",
"font-src 'self'",
"connect-src 'self'",
`frame-src ${VIDEO_QUELLEN}`,
// Videos duerfen als Direktlink irgendwo liegen — der Typ „Video" nimmt
// ausdruecklich auch eine Adresse auf eine MP4-Datei entgegen. `https:`
// statt einer Liste: Welche Adresse jemand eintraegt, weiss nur er.
"media-src 'self' https:",
...(ueberHttps ? ["upgrade-insecure-requests"] : []),
].join("; ");
}
/** Schutzheader, die unabhängig von der Anfrage gelten. */
const HEADER: Record<string, string> = {
// Kein Einbetten in fremde Seiten — sonst ließe sich die Verwaltung hinter
// einer harmlos aussehenden Seite verstecken und fernsteuern.
"Content-Security-Policy": "frame-ancestors 'none'",
// einer harmlos aussehenden Seite verstecken und fernsteuern. Steht auch
// in der CSP; dieser Header erreicht ältere Browser.
"X-Frame-Options": "DENY",
// Der Browser soll den Inhaltstyp nicht raten.
"X-Content-Type-Options": "nosniff",
@@ -58,7 +109,20 @@ export function proxy(request: NextRequest) {
);
}
const response = NextResponse.next();
// Ein frischer Nonce je Anfrage. Next.js liest ihn aus der CSP der
// **Anfrage** und hängt ihn an seine eigenen Skripte — deshalb muss die
// Kopfzeile an beiden Stellen stehen, an der Anfrage und an der Antwort.
const nonce = crypto.randomUUID().replaceAll("-", "");
const csp = contentSecurityPolicy(nonce);
const anfrage = new Headers(request.headers);
anfrage.set("x-nonce", nonce);
anfrage.set("Content-Security-Policy", csp);
const response = NextResponse.next({ request: { headers: anfrage } });
if (!response.headers.has("Content-Security-Policy")) {
response.headers.set("Content-Security-Policy", csp);
}
for (const [name, wert] of Object.entries(HEADER)) {
// Routen, die eigene Regeln setzen — etwa die Sandbox für hochgeladene
// Dateien —, sollen sie behalten.