S1 (hoch): Die OIDC-Rueckkehr verknuepft eine Identitaet mit einem
bestehenden Konto nur bei bestaetigter E-Mail — geprueft wurde das auch,
nur war die Bestaetigung als `email_verified !== false` berechnet. Damit
galt auch ein fehlender Claim als bestaetigt, und genau den schicken
manche Anbieter gar nicht. Jetzt zaehlt allein ein ausdrueckliches `true`.
S2 (hoch): `isAuthEnabled()` verlangte den Wert "true"; alles andere hiess
"aus". Eine vergessene Variable ergab eine Anwendung, in der jeder
Besucher alles darf, und nichts sah danach aus. Umgedreht: Abgeschaltet
wird nur, wer ausdruecklich "false" setzt. Die Vorgaben in Compose und
.env.example stehen auf true, und der Container warnt beim Start
mehrzeilig, solange die Anmeldung aus ist.
S5 (mittel): Der OIDC-Bootstrap las `user.count()` und legte danach an —
zwei gleichzeitige erste Anmeldungen konnten beide Administrator werden.
Jetzt in einer serialisierbaren Transaktion, wie die lokale
Ersteinrichtung es laengst tut.
S6 (niedrig): Die Herkunftspruefung verglich nur den Host, nicht das
Schema. Das Schema kommt jetzt aus BASE_URL — die eine Angabe zum
Ursprung, ueber die der Aufrufer nicht mitbestimmt.
S3, S4 und S7 bleiben offen und stehen begruendet in docs/sicherheit.md.
Bei S3 wurde der naheliegende Ausweg geprueft und verworfen: Waehrend der
Sperre weiter Passwoerter zu pruefen kostet 128 MiB je Versuch und
tauschte eine Sperre gegen ein Konto gegen eine gegen alle.
Refs #20
Eine Domain zu registrieren ist der kleinste Teil der Arbeit — DNS,
Reverse Proxy und Zertifikat liegen ausserhalb dieser Anwendung. Fehlt
dort etwas, merkt man es am gedruckten Code, der nicht aufgeht.
Der Knopf "Pruefen" geht den Weg der Scanner nach: Namen aufloesen,
Zertifikat ansehen, Adresse aufrufen — und sich beweisen lassen, dass am
anderen Ende diese Installation steht. Der Beweis ist ein HMAC ueber eine
frische Zufallszahl; das Geheimnis dafuer entsteht beim ersten Check und
verlaesst den Server nie.
Geprueft wird nur ein Hostname aus der Datenbank, nie einer aus der
Anfrage — sonst waere die Route ein Werkzeug zum Abklopfen fremder
Adressen. Scheitert schon DNS, fallen die drei Folgeschritte aus, statt
dreimal dasselbe zu melden.
Die Grenze der Aussage steht im Bericht selbst: Der Aufruf startet dort,
wo der Container laeuft.
Refs #7
Die Frage kam auf und die Antwort gehoert festgehalten, sonst stellt sie sich
in einem halben Jahr wieder — dann ohne die Begruendung.
Kurz: Es gibt keine Selbstregistrierung. Konten legt ein Administrator an, der
die Adresse selbst eintraegt; eine Bestaetigungsmail wuerde also niemanden
hereinlassen und niemanden fernhalten. Und weil es keinen Reset per E-Mail
gibt, ist die unbestaetigte Adresse auch kein Uebernahmeweg. Noetig wuerde sie
in dem Moment, in dem sich Leute selbst registrieren duerfen.
Dazu das Zeitfenster der Ersteinrichtung ausdruecklich benannt: Das erste
Konto entsteht ohne Legitimation und ist gleich Administrator. Dagegen hilft
keine Verifizierung, sondern nur die Reihenfolge beim Aufsetzen — oder ein
einmaliges Token, das jetzt auf der Roadmap steht.
Zehn Befunde, alle behoben. Die wichtigsten:
scrypt lief mit N=2^15; das OWASP Password Storage Cheat Sheet nennt 2^17.
Jetzt 2^17, alte Hashes bleiben gueltig und werden beim naechsten Anmelden
still erneuert — das ist der einzige Moment, in dem das Klartextpasswort
vorliegt.
Passwoerter hatten keine Obergrenze. Ein Passwort von mehreren Megabyte haette
scrypt beschaeftigt, und zwar an einem Endpunkt ohne Anmeldung. Jetzt 128
Zeichen, geprueft vor dem Hashen.
Als CSRF-Schutz gab es nur SameSite=Lax. Das Merkblatt sagt ausdruecklich,
dass das allein nicht genuegt — besonders beim Upload, der multipart
entgegennimmt und damit von einem fremden Formular erreichbar waere. Jetzt
wird bei jedem schreibenden Zugriff der Origin gegen den Host der Anfrage
geprueft (nicht gegen BASE_URL, die Anwendung laeuft unter mehreren Domains).
Es gab keinen einzigen Schutzheader — die Verwaltung liess sich einbetten und
per Clickjacking fernsteuern. Jetzt frame-ancestors none, X-Frame-Options,
nosniff, Referrer-Policy und Permissions-Policy; X-Powered-By ist weg.
Sitzungen hatten keine absolute Obergrenze: eine gestohlene Sitzung haette
durch regelmaessige Nutzung unbegrenzt weitergelebt. Jetzt SESSION_MAX_DAYS
neben SESSION_IDLE_DAYS, beide einstellbar.
Dazu: Secure auch hinter einem TLS-Proxy, weniger Auskunft ueber fremde
Konten bei der Anmeldung, eine Bremse je Absender gegen breites
Durchprobieren, Ersteinrichtung ohne Wettlauf, und abgelaufene Sitzungen
werden aufgeraeumt.
Die Datei heisst proxy.ts statt middleware.ts — Next 16 hat die Konvention
umbenannt. /api/uploads bleibt davon ausgenommen: Der Proxy puffert
Anfragekoerper nur bis 10 MB, eine Datei an der Groessengrenze kaeme sonst
unvollstaendig an. Die Herkunftspruefung macht die Route dort selbst.
Befund, Begruendungen und was bewusst offen bleibt: docs/sicherheit.md