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Florian Wilde 367d9c540b Bremsen, Sperren und CSP: die offenen Punkte schliessen
S3: Aus der Kontosperre wird eine Wartezeit. Die alte Sperre wies auch das
richtige Passwort ab — wer die Adresse eines Administrators kannte, konnte
ihn alle 15 Minuten neu aussperren. Jetzt bleiben vier Fehlversuche
folgenlos, danach verdoppelt sich die Wartezeit bis zu einer Minute. Der
Besitzer kommt spaetestens nach einer Minute hinein, ein Fremder bekommt
einen Versuch pro Minute. Ausgewertet wird sie vor der Passwortpruefung,
damit ein ohnehin abgewiesener Versuch keine 128 MiB kostet.

S4: Drei Stufen statt einer. Die Bremse je Absender liest
X-Forwarded-For nur noch mit TRUST_PROXY=true — ohne Proxy waehlt den Wert
jeder Aufrufer selbst, und eine so umgehbare Bremse ist eine Behauptung.
Dazu die Wartezeit je Konto, die an der Datenbank haengt, und eine
Obergrenze fuer die ganze Installation: 60 Passwortpruefungen und 120
Rueckmeldungen je Minute. Die letzte Stufe ist die einzige, die sich nicht
ueber Kopfzeilen umgehen laesst, und sie schuetzt den Speicher.

CSP: Eine vollstaendige Policy mit Nonce je Anfrage, strict-dynamic,
default-src self, object-src none, base-uri und form-action self. Skripte
ohne den Nonce dieser Anfrage laufen nicht mehr. Zwei Lockerungen bleiben
und stehen begruendet in der Doku: style-src erlaubt unsafe-inline, weil
ein Nonce keine style-Attribute deckt, und media-src erlaubt https, weil
der Typ Video ausdruecklich Direktlinks annimmt.

Protokoll: Sicherheitsereignisse als JSON auf die Standardausgabe —
Fehlversuche, OIDC-Verknuepfungen samt abgelehnten, Vergabe von
Administratorrechten. Ohne Passwoerter, Token und Adressen.

Refs #20
2026-08-24 01:43:00 +02:00
Florian Wilde 1e0d04d0db Befunde der Sicherheitspruefung abarbeiten
S1 (hoch): Die OIDC-Rueckkehr verknuepft eine Identitaet mit einem
bestehenden Konto nur bei bestaetigter E-Mail — geprueft wurde das auch,
nur war die Bestaetigung als `email_verified !== false` berechnet. Damit
galt auch ein fehlender Claim als bestaetigt, und genau den schicken
manche Anbieter gar nicht. Jetzt zaehlt allein ein ausdrueckliches `true`.

S2 (hoch): `isAuthEnabled()` verlangte den Wert "true"; alles andere hiess
"aus". Eine vergessene Variable ergab eine Anwendung, in der jeder
Besucher alles darf, und nichts sah danach aus. Umgedreht: Abgeschaltet
wird nur, wer ausdruecklich "false" setzt. Die Vorgaben in Compose und
.env.example stehen auf true, und der Container warnt beim Start
mehrzeilig, solange die Anmeldung aus ist.

S5 (mittel): Der OIDC-Bootstrap las `user.count()` und legte danach an —
zwei gleichzeitige erste Anmeldungen konnten beide Administrator werden.
Jetzt in einer serialisierbaren Transaktion, wie die lokale
Ersteinrichtung es laengst tut.

S6 (niedrig): Die Herkunftspruefung verglich nur den Host, nicht das
Schema. Das Schema kommt jetzt aus BASE_URL — die eine Angabe zum
Ursprung, ueber die der Aufrufer nicht mitbestimmt.

S3, S4 und S7 bleiben offen und stehen begruendet in docs/sicherheit.md.
Bei S3 wurde der naheliegende Ausweg geprueft und verworfen: Waehrend der
Sperre weiter Passwoerter zu pruefen kostet 128 MiB je Versuch und
tauschte eine Sperre gegen ein Konto gegen eine gegen alle.

Refs #20
2026-08-24 01:02:03 +02:00
Florian Wilde 75252b32b4 Anmeldung und Sitzungen nach OWASP durchgesehen und gehaertet
Zehn Befunde, alle behoben. Die wichtigsten:

scrypt lief mit N=2^15; das OWASP Password Storage Cheat Sheet nennt 2^17.
Jetzt 2^17, alte Hashes bleiben gueltig und werden beim naechsten Anmelden
still erneuert — das ist der einzige Moment, in dem das Klartextpasswort
vorliegt.

Passwoerter hatten keine Obergrenze. Ein Passwort von mehreren Megabyte haette
scrypt beschaeftigt, und zwar an einem Endpunkt ohne Anmeldung. Jetzt 128
Zeichen, geprueft vor dem Hashen.

Als CSRF-Schutz gab es nur SameSite=Lax. Das Merkblatt sagt ausdruecklich,
dass das allein nicht genuegt — besonders beim Upload, der multipart
entgegennimmt und damit von einem fremden Formular erreichbar waere. Jetzt
wird bei jedem schreibenden Zugriff der Origin gegen den Host der Anfrage
geprueft (nicht gegen BASE_URL, die Anwendung laeuft unter mehreren Domains).

Es gab keinen einzigen Schutzheader — die Verwaltung liess sich einbetten und
per Clickjacking fernsteuern. Jetzt frame-ancestors none, X-Frame-Options,
nosniff, Referrer-Policy und Permissions-Policy; X-Powered-By ist weg.

Sitzungen hatten keine absolute Obergrenze: eine gestohlene Sitzung haette
durch regelmaessige Nutzung unbegrenzt weitergelebt. Jetzt SESSION_MAX_DAYS
neben SESSION_IDLE_DAYS, beide einstellbar.

Dazu: Secure auch hinter einem TLS-Proxy, weniger Auskunft ueber fremde
Konten bei der Anmeldung, eine Bremse je Absender gegen breites
Durchprobieren, Ersteinrichtung ohne Wettlauf, und abgelaufene Sitzungen
werden aufgeraeumt.

Die Datei heisst proxy.ts statt middleware.ts — Next 16 hat die Konvention
umbenannt. /api/uploads bleibt davon ausgenommen: Der Proxy puffert
Anfragekoerper nur bis 10 MB, eine Datei an der Groessengrenze kaeme sonst
unvollstaendig an. Die Herkunftspruefung macht die Route dort selbst.

Befund, Begruendungen und was bewusst offen bleibt: docs/sicherheit.md
2026-08-15 08:31:29 +02:00
Florian Wilde c8d60d8006 Anmeldung ueber Authentik und andere OIDC-Anbieter
Anmeldefluss mit PKCE (S256), State und Nonce. Das ID-Token wird gegen den
JWKS des Anbieters geprueft — Signatur, Aussteller, Empfaenger, Ablauf und
Nonce; alles Noetige kommt aus dem Discovery-Dokument, damit die Anbindung
nicht auf Authentik festgelegt ist.

Wiedererkannt wird jemand an der Kennung des Anbieters (sub), nicht an der
E-Mail-Adresse — Adressen aendern sich. Ein bestehendes Konto mit derselben
Adresse wird verknuepft statt verdoppelt, aber nur bei bestaetigter Adresse:
sonst koennte sich beim Anbieter jemand eine fremde Adresse eintragen und
damit ein hiesiges Konto uebernehmen.

Uebernommen wird bewusst nur, wer jemand ist — plus die Instanz-Administration,
wenn OIDC_ADMIN_GROUP gesetzt ist. Gruppen und Rollen bleiben Sache dieser
Anwendung: die Gruppen im Verzeichnis bedeuten etwas anderes als die hier.

Konten aus dem Verzeichnis haben kein Passwort mehr (passwordHash ist jetzt
optional); Konto-Bereich und Passwort-Anmeldung sagen das statt an einer
leeren Pruefung zu scheitern.

Anleitung mit allen Feldern in Authentik: docs/authentik.md
2026-08-15 00:12:21 +02:00
Florian Wilde e296b1e6c2 Phase C: die letzten sechs Typen — PDF, Bild, Feedback und Datei-Upload
Damit sind alle 15 QR-Typen gebaut.

PDF und Bild brauchen eine hochgeladene Datei. Die liegt in der Datenbank,
nicht auf der Platte: damit bleibt es bei einem Volumen, das gesichert werden
muss — ein zweites wird beim Sichern zu leicht vergessen. Geprueft wird der
Dateiinhalt, nicht die Endung; eine Textdatei namens harmlos.pdf kommt nicht
durch. SVG ist bewusst nicht erlaubt, weil es Skripte enthalten darf und von
derselben Adresse wie die Anwendung ausgeliefert wuerde. Ausgeliefert wird mit
nosniff und einer CSP-Sandbox, damit auch ein PDF mit Skripten nichts anrichtet.

Dateien haengen am Code: wird er geloescht, geht sie mit. Eine ausgetauschte
oder nie gespeicherte Datei wird nach 24 Stunden weggeraeumt. Eine fremde
Datei laesst sich nicht an den eigenen Code haengen — sonst koennte man sie
einem anderen Code entziehen.

Feedback sammelt Note und Kommentar, ohne Name, IP oder Geraetekennung. Die
Auswertung mit Durchschnitt, Verteilung und Kommentaren ist aus der Codeliste
erreichbar — ein Feedback-Code ohne Auswertung waere nur die halbe Sache.
2026-08-14 23:34:28 +02:00
Florian Wilde cdda55f9b0 AUTH_ENABLED an den Container durchreichen
Der Schalter blieb wirkungslos: AUTH_ENABLED stand zwar in der .env und im
README, fehlte aber im environment-Block des app-Dienstes. Docker Compose
liest die .env nur, um Platzhalter wie \ zu ersetzen - in den
Container gelangt ausschliesslich, was unter environment: aufgefuehrt ist.
Wer die Anmeldung einschalten wollte, blieb deshalb ohne jede Rueckmeldung
im Zustand 'ohne Anmeldung' haengen.

Gefunden hat das Florian beim Benutzen. Meine Pruefungen liefen alle gegen
'next start' mit direkt gesetzter Umgebungsvariable und konnten die Luecke
zwischen .env und Container deshalb gar nicht sehen.

- AUTH_ENABLED steht jetzt im environment des app-Dienstes, mit Hinweis im
  docker-compose.yml, warum das Ergaenzen dort nicht vergessen werden darf.
- Neue Pruefung compose-env.mjs: vergleicht die dokumentierten Variablen mit
  dem aufgeloesten Compose-Setup und mit der Umgebung des laufenden
  Containers. Genau diese Klasse von Fehler faellt damit kuenftig auf.
- README: Hinweis, dass die .env von git pull nicht angefasst wird und die
  Zeile in aelteren Installationen fehlt, plus ein Befehl zum Nachpruefen.

Geprueft gegen den Container in beiden Stellungen: 63 Pruefungen fuer
Anmeldung und Rollen sowie 34 fuer Multi-Domain mit AUTH_ENABLED=true,
dazu 293 mit false.
2026-08-14 14:29:39 +02:00
Florian Wilde 5806dc4ce0 Docker-Stack, README und Korrekturen aus dem ersten Durchlauf
- Dockerfile (4 Stufen) und docker-compose.yml mit Postgres-Healthcheck,
  Volume und direktem Port-Mapping 3000:3000, ohne Reverse Proxy.
- Entrypoint wendet beim Start "prisma migrate deploy" an; die Prisma-CLI
  bekommt eine eigene Build-Stufe, weil sie mehr als nur @prisma/* braucht.
- prisma.config.ts durch prisma.config.js ersetzt: laedt ohne TypeScript und
  ohne dotenv, damit sie im Laufzeit-Image funktioniert.
- Prisma-Client wird erst beim ersten Zugriff erzeugt. Vorher scheiterte
  "next build" beim Einsammeln der Routen-Konfiguration ohne DATABASE_URL.
- Postgres-18-Volume auf /var/lib/postgresql gemountet (neues Datenlayout).
- npm 11 blockiert Installationsskripte: erlaubte Pakete stehen jetzt im
  Feld "allowScripts" der package.json.
- Lokale Variable "module" ueberall in "qrType" umbenannt (verdeckte sonst
  die CommonJS-Variable) und Vorschau-Effekt ohne synchrones setState.
- README.md auf Deutsch: Setup, Konfiguration, Bedienung, Aufbau, API und
  Ausblick auf Version 2.
2026-08-13 16:48:28 +02:00