Bisher liess sich der laufenden Anwendung nicht ansehen, welche Fassung sie
ist. Nach einem Update war damit auch nicht zu erkennen, ob es angekommen
ist — die haeufigste Frage im Betrieb.
Die Fussleiste nennt jetzt die Version und fuehrt auf /version mit dem
vollstaendigen Verlauf. Zusammengetragen ist er aus dem, was es schon gab:
dem Abschnitt „Gebaut" der Roadmap und der Git-Historie.
Gepflegt wird der Verlauf an genau einer Stelle, src/lib/changelog.ts. Daraus
entsteht sowohl die Seite als auch die CHANGELOG.md (npm run changelog); eine
Pruefung mit --check wacht darueber, dass beides zusammenpasst. Zwei gepflegte
Listen liefen unweigerlich auseinander, und ein Changelog, der nicht stimmt,
ist schlimmer als keiner.
Die Historie hatte keine Tags. Die Eintraege sind deshalb nach Erscheinungstag
zu Versionen zusammengefasst — die Nummern sind nachtraeglich vergeben, die
Daten stammen aus den Commits. Zu jeder Version gibt es jetzt einen
annotierten Tag im Repo; v1.6.0 folgt beim Merge.
Die Roadmap fuehrt den Verlauf nicht mehr doppelt, sondern verweist darauf und
behaelt den Blick nach vorn.
Refs #9
Drei Zustaende in der Kopfzeile — System, Hell, Dunkel. Drei statt zwei, weil
ein reiner Ein/Aus-Schalter nach dem ersten Klick fuer immer eine feste Wahl
bedeutet; wer "System" waehlt, bekommt abends dunkel und morgens hell.
Umgesetzt ueber `light-dark()` im CSS, nicht ueber `dark:`-Klassen. Die
Oberflaeche benutzt an rund 440 Stellen feste Farbklassen; jede davon zu
verdoppeln waere eine riesige Fleissarbeit, und jede kuenftige Zeile muesste
daran denken. Stattdessen entscheiden die Farbvariablen selbst, welchen Wert
sie tragen — gesteuert ueber `color-scheme`. Deshalb genuegt fuer den
Umschalter ein Attribut am html-Element, und die Systemwahl funktioniert
sogar ohne JavaScript. Das Skript im Kopf setzt nur eine ausdrueckliche Wahl,
damit die helle Fassung nicht kurz aufblitzt.
Zwei Faelle liessen sich nicht ueber Variablen loesen: `bg-white` muss im
Dunkeln eine dunkle Flaeche sein, `text-white` dagegen weiss bleiben — beide
teilen sich aber dieselbe Variable. Fuer Flaechen gibt es deshalb jetzt
`bg-surface`. Ebenso brauchen Akzent-Links im Dunkeln eine hellere Stufe als
Akzent-Knoepfe: dafuer `text-accent-text` und `bg-accent-soft`.
Bewusst unveraendert bleiben die QR-Codes selbst — deren Farben legt die
Gestaltung fest.
Die dunklen Werte sind keine Spiegelung: Reines Schwarz unter weisser Schrift
flimmert. Alle Textkontraste sind gemessen und liegen ueber 4,5:1, der
niedrigste bei 5,9:1.
Name, Zusatz in der Fusszeile, Akzentfarbe, Logo und Favicon lassen sich
unter Verwaltung -> Erscheinungsbild einstellen. Sie gelten fuer die ganze
Installation und liegen in einer eigenen Tabelle mit genau einer Zeile.
Zur Farbe: Tailwind 4 uebersetzt bg-indigo-600 zu
background-color: var(--color-indigo-600). Die Anwendung schreibt diese
Variablen zur Laufzeit neu — damit folgen alle rund 60 eingefaerbten Stellen
der gewaehlten Farbe, ohne dass eine einzige Klasse angefasst werden muss.
Uebernommen werden nur Farbton und Saettigung, nicht die Helligkeit. Die
Helligkeitskurve stammt aus der Tailwind-Vorlage. Sonst wuerde ein helles
Gelb die Kopfzeile unlesbar machen, denn auf Stufe 600 steht weisse Schrift.
Die Umrechnung laeuft ueber OKLCH und trifft Tailwinds eigenes Indigo exakt.
Logo und Favicon sind Uploads mit eigener Groessengrenze (2 MB bzw. 512 KB)
und eigener Rechtepruefung: instance:manage statt codes:create. Uploads haben
jetzt ein Feld "purpose" — sonst haette die Aufraeumroutine fuer herrenlose
Dateien Logo und Favicon nach einem Tag geloescht. Ein ersetztes Bild wird
gelaescht, und eine Datei aus einem QR-Code laesst sich nicht als Logo
einhaengen.
Auf den Landingpages gelten Farbe und Favicon, aber weder Logo noch
Navigation — wer scannt, soll die Seite des Inhalts sehen.
Ein erster Entwurf hielt das Erscheinungsbild 15 Sekunden im Speicher, um die
Abfrage je Seitenaufruf zu sparen. Das ging schief: API-Route und Layout
laufen in getrennten Modulinstanzen, das Verwerfen beim Speichern erreichte
die andere Instanz nicht — nach dem Speichern blieb die Oberflaeche
unveraendert. Jetzt ohne Puffer.
Damit sind alle 15 QR-Typen gebaut.
PDF und Bild brauchen eine hochgeladene Datei. Die liegt in der Datenbank,
nicht auf der Platte: damit bleibt es bei einem Volumen, das gesichert werden
muss — ein zweites wird beim Sichern zu leicht vergessen. Geprueft wird der
Dateiinhalt, nicht die Endung; eine Textdatei namens harmlos.pdf kommt nicht
durch. SVG ist bewusst nicht erlaubt, weil es Skripte enthalten darf und von
derselben Adresse wie die Anwendung ausgeliefert wuerde. Ausgeliefert wird mit
nosniff und einer CSP-Sandbox, damit auch ein PDF mit Skripten nichts anrichtet.
Dateien haengen am Code: wird er geloescht, geht sie mit. Eine ausgetauschte
oder nie gespeicherte Datei wird nach 24 Stunden weggeraeumt. Eine fremde
Datei laesst sich nicht an den eigenen Code haengen — sonst koennte man sie
einem anderen Code entziehen.
Feedback sammelt Note und Kommentar, ohne Name, IP oder Geraetekennung. Die
Auswertung mit Durchschnitt, Verteilung und Kommentaren ist aus der Codeliste
erreichbar — ein Feedback-Code ohne Auswertung waere nur die halbe Sache.
Die sechs noch offenen Typen haben kein fremdes Ziel, auf das man
weiterleiten koennte — sie brauchen eine Seite. Dafuer bekommt der
Typ-Vertrag `hasLandingPage`: /r/[slug] schickt solche Codes auf /s/[slug],
statt `redirectTarget` zu befragen.
Die oeffentlichen Seiten duerfen die Navigation der Anwendung nicht zeigen —
wer einen Code scannt, hat mit „Verwaltung" nichts zu tun. Deshalb liegt das
App-Chrome jetzt in der Routengruppe (app); das Wurzel-Layout traegt nur noch
html und body. Die URLs aendern sich dadurch nicht.