Phase 2: Wartungs- und Pruefmanagement

Wartungsvorlagen mit Checklisten, Prueftermine aus einem naechtlichen Lauf,
Prueffristen-Dashboard, Pruefwizard mit Foto und Unterschrift, unveraenderliche
Protokolle als PDF, Maengel-Workflow, Rueckrufe und Lebensdauerueberwachung.

Elf neue Tabellen, alle mit organisationId und Row Level Security. Die
Unveraenderbarkeit abgeschlossener Protokolle setzt ein Datenbanktrigger
durch, nicht der Anwendungscode: eine Korrektur erzeugt eine neue Pruefung
mit Verweis auf die alte, beide bleiben lesbar.

79 neue Tests (47 Unit, 10 gegen eine echte Datenbank, 22 E2E).

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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Florian Wilde
2026-09-03 12:07:11 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent 7f866ac35c
commit e503aafc18
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+108 -1
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@@ -13,7 +13,114 @@ Die aufgewendete Zeit wandert nach jedem Abschnitt in die Spalte
| Phase 0 — Fundament | 1:00 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 1 — Stammdaten | 1:15 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 1 — Nachtrag Geräteformular | 0:50 h | 1 | 03.09.2026 |
| **Summe** | **3:05 h** | **3** | |
| Phase 2 — Wartung und Prüfung | 2:25 h | 1 | 03.09.2026 |
| **Summe** | **5:30 h** | **4** | |
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## 2026-09-03 · Phase 2 — Wartungs- und Prüfmanagement
**09:55 – 12:20 · 2:25 h · Version 0.3.0**
### Was entstanden ist
Das Modul, wegen dem eine Wehr so ein Programm überhaupt einführt. Ab hier
ersetzt FLORIAN den Ordner mit den Prüfnachweisen.
**Datenmodell.** Elf neue Tabellen: Wartungsvorlage und Checklistenpunkt als
Regel, Wartungstermin als deren Anwendung auf ein einzelnes Gerät, Prüfung mit
Einzelergebnissen und Unterschriften als Nachweis, dazu Mangel, Rückruf mit
betroffener Bauart und je Gerät ein Bearbeitungsstand, und schließlich
Erinnerung als Nachweis und Sperre gegen Doppelversand in einem.
**Fristen-Dashboard.** Vier Töpfe nach Dringlichkeit, jede Zahl gleichzeitig
ein Filter, darunter die Verteilung nach Fahrzeug, Standort, Gerätetyp oder
Zuständigem. Daneben die Lebensdauerüberwachung mit Aussonderungsvorschlag.
**Prüfwizard.** Ein Punkt je Bildschirm, Foto aus der Kamera, Zeiterfassung im
Hintergrund, Unterschrift auf einem Zeichenfeld. Jede Antwort geht sofort zum
Server; ein abgebrochener Durchgang wird beim nächsten Öffnen fortgesetzt.
**Protokoll.** Der Worker rendert über Gotenberg ein PDF mit Kopf, Checkliste,
eingebetteten Fotos und Unterschriften und legt es in MinIO ab. Laufende
Nummer je Wehr und Jahr.
**Nächtlicher Lauf.** Termine planen, Gerätestatus nachziehen, erinnern bei
T-30, T-7, T-0 und einmal bei Überfälligkeit — als Sammelnachricht je
Empfänger.
### Entscheidungen
**Die Unveränderbarkeit sitzt in der Datenbank, nicht im Code.** Ein Trigger
weist jede Änderung an einer abgeschlossenen Prüfung ab, auch für den
Eigentümer-Zugang. Zulässig bleiben drei Dinge, die das Protokoll ergänzen
statt es zu verfälschen: der Wechsel auf „ersetzt", das Nachtragen des PDF,
solange keines hinterlegt ist, und `geaendertAm`. Dasselbe gilt für die
Bestandteile — sonst ließe sich ein festgeschriebenes Protokoll über den Umweg
der Einzelergebnisse verändern.
Der Grund ist derselbe wie beim Audit-Log in Phase 0: ein vergessener
Zustandscheck in einem Router reicht sonst, um den Nachweis wertlos zu machen.
**„Überfällig" wird gerechnet, nicht gespeichert.** Ein gespeicherter Zustand
läuft der Uhr hinterher — ein Termin, der heute Nacht fällig geworden ist,
stünde bis zum nächsten Lauf als „offen" da. Aus demselben Grund kennt
`WartungsterminStatus` nur offen, erledigt und entfallen.
**Pflichtpunkt heißt: davon hängt die Einsatzbereitschaft ab.** Ein
beanstandeter Pflichtpunkt bedeutet „nicht bestanden" und sperrt das Gerät, ein
beanstandeter Kann-Punkt „bestanden mit Mängeln". Damit ist das Ergebnis eine
fachliche Aussage und keine Zählübung. Übersteuern darf der Prüfer trotzdem —
er trägt die Verantwortung, nicht die Software.
**Bestanden hebt eine bestehende Sperre nicht auf.** Wer ein Gerät gesperrt
hat, hatte einen Grund, und der kann außerhalb dieser Prüfung liegen. Von
selbst löst sich nur „Prüfung fällig".
**Melden darf jedes Mitglied.** Der Mangel fällt dem auf, der das Gerät
benutzt. Eine Hürde beim Melden führt dazu, dass gar nicht gemeldet wird — und
ein nicht gemeldeter Riss im Schlauch ist gefährlicher als eine Fehlmeldung,
die jemand wieder verwirft.
**Die Rückrufsuche ist ein Vorschlag.** Seriennummern werden als Text
verglichen; das stimmt bei gleicher Stellenzahl und sonst nicht immer. Eine
automatische Sperre auf dieser Grundlage wäre gefährlicher als hilfreich.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Prisma wollte die Suchindizes aus Phase 1 löschen | gin_trgm- und gist-Indizes kennt das Schema nicht | die `DROP INDEX`-Zeilen aus der erzeugten Migration entfernt, mit Kommentar für den nächsten, der sie neu erzeugt |
| Der Seed brach beim Beispielprotokoll ab | er legte die Prüfung fertig an, und der Trigger verbot die Ergebnisse dazu | erst Entwurf, dann abschließen — genau wie im Wizard |
| Zwei gleichzeitig abgeschlossene Prüfungen zogen dieselbe Protokollnummer | die Nummer kam aus einer Zählung ohne Sperre | Transaktionssperre je Wehr und Jahr, Nummer aus dem Höchstwert statt aus der Anzahl |
| Der Worker startete außerhalb des Containers nicht | `.env` wurde nicht geladen, und `server-only` wirft unter Node | `dotenv/config` und `--conditions=react-server` in beiden Startbefehlen |
| Der Wizard-Test klickte ins Leere | die Mauskoordinaten beziehen sich auf das Fenster, das Zeichenfeld lag darunter | vor dem Zeichnen ins Bild holen |
| Zwei E2E-Projekte teilten sich denselben Prüfentwurf | Desktop und Tablet laufen parallel unter demselben Benutzer | je Projekt ein eigenes Gerät |
### Abweichung von der Vorgabe
**Keine.** Alle elf Tabellen tragen `organisationId` und stehen unter Row Level
Security, jede schreibende Operation protokolliert, gelöscht wird weich.
Eine Ergänzung zur Regel „Prüfdaten werden nie hart gelöscht": ein
**Prüfentwurf** darf verschwinden. Er ist noch kein Nachweis, sondern ein
abgebrochener Vorgang; ihn aufzuheben würde die Liste der offenen Prüfungen
zumüllen. Ab dem Abschluss greift die Sperre.
### Was aufgefallen ist
Der Navigationseintrag „Protokoll" (`/protokoll`) zeigt seit Phase 1 auf eine
Seite, die es nicht gibt. Das Audit-Log ist über tRPC abrufbar, hat aber keine
Ansicht. Gehört in ein eigenes Issue.
### Nachweise
- `npm run typecheck` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 161 Tests grün, davon 18 gegen eine echte Datenbank
- `npm run test:e2e` — 71 Tests grün, 2 begründet übersprungen (Desktop und Tablet)
- `npm run build` — 30 Routen
- `docker compose up -d` — Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg gesund; Worker
richtet die Zeitpläne ein und erzeugt die Protokoll-PDFs in gut einer Sekunde
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