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FireAdministration/docs/ANLEITUNG.md
T
Florian WildeandClaude Opus 5 1c1e141666 Kartenmodule ergaenzen
Phase 6: alles, was einen Ort hat — Loeschwasser, Objekte mit Feuerwehrplan,
die Lagekarte eines Einsatzes und die geplante Foerderstrecke.

Keine Kacheln aus dem Netz. Wo eine Wehr ausrueckt und wo ihre Hydranten
liegen, ist niemandes Geschaeft; der Kartenserver laeuft selbst
(tileserver-gl im Compose-Profil "karte"). Ohne ihn zeigt die Karte einen
leeren Grund und sagt das auch — Punkte, Entfernungen und Umkreissuche
funktionieren trotzdem. Dasselbe gilt fuer einen eingetragenen, aber nicht
erreichbaren Server.

Die Umkreissuche laeuft ueber PostGIS: ST_DWithin auf der Geografie mit
GiST-Index rechnet in Metern und nutzt den Index. Gefragt wird waehrend der
Fahrt, und bei tausend Hydranten waere alles andere ein vollstaendiger
Tabellendurchlauf.

Der Import aus GeoJSON und Stadtwerke-CSV ist nachsichtig, aber ehrlich: er
erkennt "DN 100", deutsche Kommazahlen, Datumsangaben und vertauschte Achsen
— raet aber nichts. Fehlt die Position, wird die Zeile uebersprungen; ohne
Statusangabe steht "ungeprueft", nicht "einsatzbereit".

22 taktische Zeichen nach FwDV 102 selbst gezeichnet, die Lagekarte gleicht
ueber denselben Ereignisstrom ab wie die Atemschutzueberwachung.

Die Wasserfoerderung rechnet Reibung, Hoehe und Pumpenzahl; das Ergebnis wird
nie gespeichert, sondern bei jeder Anzeige neu gerechnet. Geht eine Strecke
nicht auf, sagt die Ausgabe das.

Behoben: die Reibungsbeiwerte lagen im ersten Wurf um den Faktor zehn daneben.
Aufgefallen ist es nur, weil die Tests gegen die Tabellenwerte der Ausbildung
pruefen und nicht gegen die eigene Implementierung.

Dazu ein Abruf fuer abgelegte Dateien (/api/dateien/[id]) — bis hierher gab es
nur den Upload.

59 neue Tests (48 Unit, 11 E2E je Browser).

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-04 01:41:24 +02:00

58 KiB
Raw Blame History

Anleitung

Bedienung von FLORIAN, Stand Phase 6 (Version 0.7.0). Die Bilder zeigen die Beispielwehr aus dem Seed und werden mit npm run screenshots neu erzeugt.

Benachrichtigungen, lokale KI und die Kassenverwaltung kommen in den folgenden Phasen dazu. Siehe ROADMAP.md.


1. Anmelden

Aufgerufen wird FLORIAN im Browser unter der Adresse, die der Administrator eingerichtet hat — in der Entwicklung http://localhost:3100.

Anmeldeseite

Die Anmeldeseite zeigt genau die Wege, die in dieser Installation eingerichtet sind:

Weg Wann
Anmeldung über authentik Der Regelweg, sobald authentik eingerichtet ist. Ein Klick, keine Passworteingabe in FLORIAN.
E-Mail und Passwort Beim Erststart, und wenn authentik gerade nicht erreichbar ist.
Terminal im Gerätehaus Am Wandtablet, mit PIN oder Ausweiskarte. Eigene Oberfläche, kommt in Phase 4.

Beim allerersten Start gibt es genau ein Konto: das aus SEED_ADMIN_EMAIL und SEED_ADMIN_PASSWORT in der .env. Vorgabe:

admin@beispielwehr.de
Feuerwehr2026

Dieses Passwort gehört nach dem ersten Login geändert.

Wenn die Anmeldung nicht klappt

Nach mehreren Fehlversuchen wird das Konto vorübergehend gesperrt — voreingestellt nach fünf Versuchen für fünf Minuten (KIOSK_MAX_FEHLVERSUCHE, KIOSK_SPERRDAUER). Die Meldung nennt nicht, ob die E-Mail-Adresse oder das Passwort falsch war; das ist Absicht und verhindert, dass sich vorhandene Konten erraten lassen.


2. Die Übersicht

Nach der Anmeldung steht die Übersicht der eigenen Wehr.

Übersicht

Von oben nach unten:

Kopfzeile. Name der Wehr und darunter, wer angemeldet ist und mit welchen Rollen. Wer mehrere Rollen trägt — der Gerätewart ist oft auch Ausbilder — sieht alle.

Sicherheitshinweis. Der gelbe Kasten bleibt stehen, solange die Wehr die Anwendung nicht ausdrücklich freigegeben hat. Er ist keine Formalität: Atemschutzüberwachung und Alarmmonitor sind sicherheitsrelevant, und bis zur Freigabe bleibt die analoge Überwachung führend.

Kennzahlen. Vier Kacheln mit aktiven Mitgliedern, Fahrzeugen, Geräten und fälligen Prüfungen. Sie zählen nur die eigene Wehr — was eine andere Wehr auf derselben Installation hat, ist nicht sichtbar und nicht abfragbar.

Stand des Aufbaus. Welche Phasen fertig sind und was als Nächstes kommt.

Die Seitenleiste

Links stehen alle Module. Was noch nicht existiert, ist ausgegraut und trägt rechts sein Phasenkürzel — P4 heißt „kommt in Phase 4".

Was jemand überhaupt sieht, hängt an seinen Rechten. Ein einfaches Mitglied sieht die Mitgliederliste, aber nicht das Protokoll. Wichtig zum Verständnis: das Ausblenden ist nur Bequemlichkeit. Der eigentliche Schutz sitzt auf dem Server — wer eine Adresse direkt aufruft, für die ihm das Recht fehlt, bekommt trotzdem nichts.


3. Helle und dunkle Darstellung

Oben rechts wird zwischen hell und dunkel umgeschaltet. Voreingestellt ist die Einstellung des Betriebssystems.

Übersicht in dunkler Darstellung

Die dunkle Darstellung ist bewusst kein invertiertes Schwarz, sondern ein warmes Grau. Wer abends vom Fahrzeug hereinkommt und ans Terminal tritt, soll nicht geblendet werden.


4. Geräte

Geräteliste

Die Geräteliste ist die Ansicht, die am häufigsten offen ist. Von links nach rechts steht dort, was man beim Suchen braucht: Inventarnummer, was es ist, von wem, wo es liegt, in welchem Zustand und wann es wieder geprüft werden muss.

Suchen und filtern

Das Suchfeld durchsucht Inventarnummer, Bezeichnung, Hersteller, Modell und Seriennummer gleichzeitig. Es genügt ein Teil — „press" findet alle Pressluftatmer. Gesucht wird erst, wenn man kurz aufhört zu tippen; das verhindert eine Abfrage bei jedem Anschlag.

Alle Zustände schränkt auf einen Status ein. Praktisch, wenn man wissen will, was gerade fällig oder gesperrt ist.

Spalten blendet Spalten ein und aus. Zwölf stehen zur Auswahl, sechs sind voreingestellt. Die Auswahl bleibt im Browser gespeichert — der Gerätewart schaut auf Prüftermine, der Kassier auf Anschaffungspreise, und beide finden ihre Einstellung beim nächsten Mal wieder.

Sortiert wird durch einen Klick auf die Spaltenüberschrift, ein zweiter Klick dreht die Richtung um.

Farben und Fristen

Farbe Bedeutung
grün einsatzbereit
gelb Prüfung fällig, oder eine Frist läuft in den nächsten 30 Tagen ab
rot gesperrt, ausgesondert oder überfällig
grau in Reparatur

Hinter jedem Datum steht, wie viele Tage noch bleiben — „in 12 Tagen" sagt mehr als ein Datum, das man erst im Kopf ausrechnen muss. Was vorbei ist, steht als „seit 62 Tagen" da.

Die Farbe allein trägt nie die Information: daneben steht immer Klartext.

Mehrere Geräte auf einmal

Über die Kästchen links lassen sich Geräte auswählen. Sobald mindestens eines ausgewählt ist, erscheint eine Leiste mit zwei Möglichkeiten:

  • Etiketten drucken erzeugt den Etikettenbogen als PDF.
  • Status setzen auf … ändert den Zustand aller ausgewählten Geräte. Der häufigste Handgriff überhaupt: Nach einer Sammelprüfung stehen zwanzig Geräte auf einmal wieder auf einsatzbereit.

Jede Änderung wird einzeln protokolliert — am jeweiligen Gerät, nicht als Sammelvorgang, den später niemand mehr zuordnen kann.


5. Ein einzelnes Gerät

Gerätedetail

Woher das Prüfintervall kommt

Steht am Gerät kein eigenes Intervall, gilt die Vorgabe des Gerätetyps. Das Bild zeigt es: „alle 12 Monate (aus dem Gerätetyp)". So muss man bei vierzig Pressluftatmern nicht vierzigmal dasselbe eintragen. Schreibt der Hersteller für eine bestimmte Charge etwas anderes vor, wird der Wert am Gerät gesetzt und gewinnt dann.

Dasselbe gilt für die Lebensdauer. Ob sie ab Herstellung oder ab Indienststellung zählt, hängt von der Vorschrift ab: Seile und Druckbehälter altern ab Herstellung, Schutzkleidung meist ab Indienststellung.

QR-Code

Rechts steht der QR-Code des Geräts. Etikett drucken erzeugt daraus einen Aufkleber für den Geräteraum.

Der Code zeigt auf .../g/<Inventarnummer>. Wer ihn scannt und angemeldet ist, landet direkt auf dieser Seite. Wer nicht angemeldet ist, landet zuerst auf der Anmeldung und danach hier — der Aufkleber ist keine Berechtigung. Wer ihn fotografiert, bekommt dadurch keinen Zugang.

Bewusst steht die Inventarnummer im Code und nicht die interne Kennung: Eine UUID wäre 36 Zeichen lang, das Muster entsprechend fein, und auf einem 38 × 21 mm großen Aufkleber im staubigen Geräteraum wird das unzuverlässig.

Verlauf

Unten steht, was mit dem Gerät passiert ist — direkt aus dem Audit-Log. Es gibt bewusst keine zweite Historie: zwei Quellen könnten auseinanderlaufen.


5a. Ein Gerät anlegen oder ändern

Formular für ein neues Gerät

Über Neues Gerät in der Geräteliste, oder über Bearbeiten auf der Detailseite eines vorhandenen Geräts. Für größere Bestände ist der Import der schnellere Weg; dieses Formular ist für den Neuzugang zwischendurch.

Pflicht sind nur zwei Angaben: Inventarnummer und Bezeichnung. Alles andere kann später nachgetragen werden.

Der Gerätetyp nimmt Arbeit ab

Wird oben ein Gerätetyp gewählt, gelten dessen Prüfintervall, Prüfvorschrift und Lebensdauer — man muss sie nicht eintragen. Die Felder darunter bleiben trotzdem änderbar: Was dort steht, überschreibt die Vorgabe für dieses eine Gerät. Das braucht man, wenn der Hersteller für eine bestimmte Charge etwas anderes vorschreibt.

Ist die Bezeichnung noch leer, wird sie aus dem Typ übernommen.

„Daraus ergibt sich"

Der graue Kasten zeigt, was aus den Angaben folgt: wann die nächste Prüfung fällig wird und wann die Nutzungsdauer endet. Er rechnet beim Tippen mit, sodass man vor dem Speichern sieht, was herauskommt. Gerechnet wird mit denselben Regeln wie auf dem Server — beim Speichern rechnet dieser erneut und behält das letzte Wort.

Steht dort „keine", fehlt entweder das Prüfintervall oder die Indienststellung. Das ist kein Fehler: Für Geräte ohne Prüfpflicht ist es der Normalfall.

Wo liegt es?

Entweder an einem Standort oder auf einem Fahrzeug. Der Umschalter lässt nur eines von beidem zu — deshalb kann hier gar nicht erst der Fehler entstehen, den die Datenbank sonst abweisen würde.

Bei „Auf einem Fahrzeug" lässt sich zusätzlich der Geräteraum angeben. Er darf leer bleiben: Manches liegt lose in der Kabine. Wird das Fahrzeug gewechselt, wird die Raumangabe zurückgesetzt — der Raum gehört zum Fahrzeug.

Gibt es in der Wehr nur einen Standort, ist er beim Anlegen schon ausgewählt.

Jede Änderung landet im Verlauf des Geräts. Wer wissen will, wann ein Prüftermin verschoben wurde und von wem, findet es dort.


6. Etiketten drucken

Der Bogen ist auf das gängige Format mit 65 Etiketten je DIN-A4-Seite (38,1 × 21,2 mm, 5 Spalten × 13 Zeilen) ausgelegt — den gibt es in jedem Schreibwarenladen und er passt in jeden Laserdrucker.

Auf jedem Etikett stehen drei Dinge: der QR-Code, die Inventarnummer zum Ablesen ohne Handy, und die Bezeichnung. Bei verlasteten Geräten kommt der Funkrufname des Fahrzeugs dazu.

Der Druck kann an einer beliebigen Position des Bogens beginnen. Wer drei Etiketten braucht, muss so keinen ganzen Bogen opfern.

Erzeugt wird das PDF von Gotenberg, einem eigenen Container im Stack. Kommt die Meldung „Der Etikettenbogen ließ sich nicht erzeugen", läuft er nicht: docker compose ps zeigt es.


7. Gerät scannen

Über Scannen in der Geräteliste öffnet sich der QR-Scanner. Der Browser fragt beim ersten Mal nach der Kamerafreigabe. Das Bild verlässt das Gerät nicht — ausgewertet wird direkt im Browser.

Zwei Dinge sind bewusst so gebaut:

  • Es geht immer auch ohne Kamera. Darunter steht ein Eingabefeld für die Inventarnummer. Wenn die Freigabe verweigert wurde oder das Etikett zerkratzt ist, tippt man sie ein.
  • Fremde Codes brechen nichts ab. Der Barcode des Herstellers klebt oft direkt daneben. Wird er erkannt, kommt ein Hinweis statt einer Fehlermeldung.

8. Fahrzeuge

Fahrzeugdetail

Die Übersicht zeigt die Fahrzeuge als Kacheln — eine Wehr hat drei bis zehn, nicht dreihundert. Auf jeder Kachel stehen der nächste TÜV-Termin und die Zahl der verlasteten Geräte.

Auf der Detailseite steht die Beladung nach Geräteräumen, in der Reihenfolge der Beladeordnung: G1 bis G6, Heck, Dach, Mannschaftsraum. Genau so sucht der Gerätewart — nicht „wo ist die Motorsäge", sondern „was ist in G3".

Beim Anlegen eines neuen Fahrzeugs werden diese Räume auf Wunsch gleich mitangelegt. Ein Mannschaftstransportwagen bekommt weniger Fächer als ein Löschfahrzeug.

Ein Gerät liegt entweder an einem Standort oder auf einem Fahrzeug. Beides gleichzeitig lässt die Datenbank nicht zu — das ist keine Formalität, sondern verhindert, dass ein Gerät zweimal gezählt wird.

Was verlastet ist, aber keinem Raum zugeordnet wurde, erscheint unter „Ohne Raumangabe" statt stillschweigend zu verschwinden.


9. Mitglieder und Qualifikationen

Qualifikationen

Die Mitgliederliste ist nach Abteilung gruppiert — Aktive, Jugendfeuerwehr, Passive. Eine durchlaufende alphabetische Liste vermischt Gruppen, die in der Wehr nichts miteinander zu tun haben.

Auf der Seite Qualifikationen steht oben, was abgelaufen ist oder demnächst abläuft. Das ist der Grund, warum jemand diese Seite öffnet.

Gewarnt wird mit der Vorwarnzeit des jeweiligen Typs, nicht mit einer pauschalen Frist. Eine G26.3-Untersuchung braucht 120 Tage Vorlauf, weil erst ein Termin beim Betriebsarzt gefunden werden muss; eine jährliche Unterweisung kommt mit deutlich weniger aus. Einsatzrelevante Qualifikationen sind gekennzeichnet.

Das Ablaufdatum wird beim Speichern aus der Gültigkeitsdauer des Typs gerechnet — lässt sich aber überschreiben. Auf einer Urkunde steht manchmal etwas anderes, als die Regel hergäbe.


10. Daten importieren

Import-Assistent

Der Import geht in drei Schritten, und der mittlere ist der eigentliche Punkt.

Schritt 1: Datei wählen

CSV oder Excel (.xlsx). Die erste Zeile muss die Spaltenüberschriften enthalten. Höchstens 10 MB und 5.000 Zeilen.

Erkannt werden die Formate, die in der Praxis herauskommen:

Fall Wird verstanden
Trennzeichen Semikolon, Komma, Tabulator, senkrechter Strich
Zeichensatz UTF-8 (auch mit BOM) und Windows-1252
Datum 02.09.2026, 2.9.26, 2026-09-02, und die Seriennummer aus Excel
Zahlen 1.234,56 und 1,234.56, mit und ohne Eurozeichen
Ja/Nein ja, j, x, 1, wahr — und die Gegenstücke

Schritt 2: Zuordnung prüfen

FLORIAN rät die Zuordnung anhand der Überschriften. „Inv.-Nr." landet bei Inventarnummer, „Fabrikat" bei Hersteller. Jede Zuordnung lässt sich ändern, und die Vorschau passt sich sofort an.

Die Vorschau ist der Grund, warum es diesen Zwischenschritt gibt. Sie zeigt Zeile für Zeile, was übernommen würde, und markiert rot, was nicht stimmt: fehlende Pflichtfelder, unlesbare Daten, Inventarnummern, die in der Datei doppelt vorkommen. Eine falsch zugeordnete Spalte verteilt sonst Seriennummern auf Inventarnummern, und das merkt man erst Wochen später am Regal.

Schritt 3: Übernehmen

Übernommen wird nur, was fehlerfrei ist. Zeilen mit Fehlern bleiben in der Datei und lassen sich nach der Korrektur erneut einlesen.

Vorhandene Datensätze aktualisieren entscheidet, was mit Datensätzen passiert, die es schon gibt: überspringen (Vorgabe) oder überschreiben. Erkannt werden sie über die Inventarnummer, bei Mitgliedern über die Mitgliedsnummer oder die E-Mail-Adresse.

Zum Schluss steht da, wie viele Datensätze angelegt, aktualisiert und übersprungen wurden. Der ganze Vorgang steht auch im Protokoll.



11. Prüfungen und Fristen

Fristen-Dashboard

Die Seite, die der Gerätewart morgens aufmacht. Sie beantwortet eine Frage: was ist zu tun.

Ganz oben stehen vier Zahlen, nach Dringlichkeit geordnet:

Topf Bedeutung
überfällig hätte längst geprüft sein müssen
diese Woche in den nächsten sieben Tagen
diesen Monat in den nächsten 30 Tagen
nächste 90 Tage mittelfristig zu planen

Jede Zahl ist gleichzeitig ein Filter: ein Klick, und die Liste darunter zeigt nur noch diesen Zeitraum. Nochmal klicken hebt den Filter wieder auf.

„Überfällig" wird jeden Tag neu gerechnet und nicht gespeichert. Ein Termin, der heute Nacht fällig geworden ist, steht morgen früh im richtigen Topf, ohne dass jemand etwas anstoßen muss.

Verteilung

Darunter steht, wo die offenen Termine hängen — wahlweise nach Fahrzeug, Standort, Gerätetyp oder Zuständigem. Wer einen Prüftag ansetzt, arbeitet ein Fahrzeug ab und keine alphabetische Liste; deshalb ist Fahrzeug die Vorgabe.

Termine zuweisen

In der Terminliste lassen sich mehrere Zeilen ankreuzen und in einem Zug jemandem zuweisen. Der Zuständige bekommt die Erinnerungen; ist niemand zuständig, gehen sie an die Gerätewarte der Wehr.

Erinnerungen

Nachts um 3:45 Uhr verschickt FLORIAN eine Sammelnachricht je Empfänger — nicht eine Mail je Gerät. Erinnert wird bei 30 Tagen (oder der Vorwarnzeit der Vorlage), bei 7 Tagen, am Fälligkeitstag und einmal, wenn ein Termin überfällig geworden ist. Jede Stufe genau einmal.

Solange MAIL_ENABLED=false steht, landen die Nachrichten im Protokoll statt im Postfach.


12. Wartungsvorlagen

Wartungsvorlagen

Eine Wartungsvorlage sagt, was an einem Gerätetyp in welchem Takt geprüft wird. Sie ist die Regel; der Termin ist ihre Anwendung auf ein einzelnes Gerät.

Ohne Vorlage gibt es keine Termine. Das ist die erste Seite, die eine Wehr in diesem Modul ausfüllt.

Angabe Wofür
Gerätetyp für welche Bauart die Vorlage gilt. Ohne Gerätetyp plant der nächtliche Lauf nichts.
Intervall in Monaten zählt ab der letzten durchgeführten Prüfung
Vorwarnzeit in Tagen wann die erste Erinnerung rausgeht
Prüfvorschrift steht später im Protokoll und in der Fußzeile des PDF
Übliche Dauer Erfahrungswert für die Planung eines Prüftags

Die Checkliste

Checkliste einer Vorlage

Jeder Punkt hat eine von vier Antwortarten:

Art Wann
Ja / Nein Sichtprüfungen: „ohne Risse", „Kennzeichnung lesbar"
Messwert alles Gemessene, mit zulässigem Bereich und Einheit
Text Befunde, die sich nicht ankreuzen lassen
Foto wenn der Zustand belegt werden soll

Bei einem Messwert entscheidet der zulässige Bereich, ob der Punkt in Ordnung ist. Gerechnet wird das auf dem Server, nicht im Browser.

Pflichtpunkt heißt: davon hängt die Einsatzbereitschaft ab. Ein Pflichtpunkt, der durchfällt, bedeutet „nicht bestanden" und sperrt das Gerät. Ein Kann-Punkt, der durchfällt, bedeutet „bestanden mit Mängeln". Wer einen Punkt als Pflicht anlegt, trifft also eine fachliche Entscheidung.

Die Reihenfolge zählt: der Prüfwizard arbeitet die Punkte genau so ab, wie sie hier stehen. Umsortiert wird mit den Pfeiltasten — das geht auch mit Handschuhen und mit der Tastatur.


13. Eine Prüfung durchführen

Gestartet wird sie entweder im Fristen-Dashboard über Prüfen oder auf der Gerätedetailseite über Prüfung durchführen. Wer das Gerät am Regal gescannt hat, ist schon auf der richtigen Seite.

Der Wizard zeigt einen Prüfpunkt je Bildschirm. Oben läuft die Zeit mit; sie landet im Protokoll und gehört zum Nachweis, wie gründlich geprüft wurde.

Zu jedem Punkt lassen sich zusätzlich ein Foto und eine Bemerkung erfassen. Auf dem Tablet öffnet der Fotoknopf unmittelbar die Kamera.

Jede Antwort geht sofort zum Server. Wenn im Gerätehaus das WLAN wegbricht, ist höchstens die letzte Antwort verloren. Beim erneuten Öffnen wird der angefangene Durchgang fortgesetzt — es entsteht keine zweite halbe Prüfung.

Der Abschluss

Am Ende steht:

  1. Ergebnis — vorgeschlagen wird, was sich aus den Antworten ergibt. Übersteuern darf der Prüfer; er trägt die Verantwortung, nicht die Software.
  2. Mängel — aus den beanstandeten Punkten vorgeschlagen, frei ergänzbar. Ein kritischer Mangel sperrt das Gerät.
  3. Unterschrift — auf dem Zeichenfeld, mit Finger, Stift oder Maus. Ohne Unterschrift lässt sich nicht abschließen: ein Protokoll ohne Unterschrift ist kein Nachweis.

Wurde die Prüfung extern durch eine Fachfirma gemacht, lassen sich hier Firma, Kosten und das Fremdprotokoll als PDF anhängen.

Mit dem Abschluss passiert alles auf einmal: die Prüfung wird festgeschrieben, der Termin gilt als erledigt, der nächste wird geplant, der Gerätestatus zieht nach, und das PDF entsteht im Hintergrund.


14. Prüfprotokolle

Prüfprotokoll

Jedes abgeschlossene Protokoll bekommt eine laufende Nummer im Format JJJJ-NNNN — das ist die Nummer, die man bei einer Rückfrage der Unfallkasse nennt.

Über Protokoll als PDF kommt die Fassung zum Ausdrucken oder Weiterreichen: Kopf mit Wehr, Gerät und Prüfer-Kennung, die Checkliste mit Soll, Ist und Befund, die Fotos, die Unterschriften und eine Fußzeile mit Prüfvorschrift und Prüfdatum. Alles ist im PDF eingebettet — es lädt nichts nach und sieht in zehn Jahren noch genauso aus.

Ein Protokoll lässt sich nicht ändern

Das ist keine Bequemlichkeitsfrage, sondern der Kern der Sache: ein Nachweis, den man nachträglich ändern kann, ist keiner. FLORIAN verhindert das in der Datenbank, nicht bloß in der Oberfläche.

Wenn etwas falsch ist, legt Korrektur anlegen eine neue Prüfung an — mit den bisherigen Antworten vorbelegt und einem Verweis auf das alte Protokoll. Sobald sie abgeschlossen ist, gilt das alte als „ersetzt". Beide bleiben lesbar, und im Korrekturprotokoll steht, warum korrigiert wurde.


15. Mängel

Mängel

Der Weg ist immer derselbe:

gemeldet → zugewiesen → in Arbeit → behoben

Melden darf jedes Mitglied. Der Riss im Schlauch fällt dem auf, der ihn in der Hand hat, nicht dem Gerätewart am Schreibtisch. Zum Melden gehören das Gerät, eine Beschreibung, eine Dringlichkeit und auf Wunsch ein Foto.

Ein Mangel der Stufe kritisch sperrt das Gerät sofort. Beim Beheben wird die Sperre wieder aufgehoben — aber nur, wenn kein anderer offener Mangel dasselbe Gerät sperrt. Ein behobener Kratzer gibt kein Gerät frei, das wegen eines Risses gesperrt ist.

Eine Fehlmeldung wird verworfen, nicht gelöscht: dass gemeldet wurde und was, bleibt nachvollziehbar.


16. Rückrufe

Rückrufe

Kommt ein Sicherheitshinweis des Herstellers, wird er hier erfasst — mit der betroffenen Bauart, wahlweise eingegrenzt über Modell, Seriennummernbereich und Herstellungszeitraum.

FLORIAN sucht dann im Bestand nach passenden Geräten und zeigt sie als Vorschlag. Zugeordnet wird nur, was der Gerätewart bestätigt — eine Chargenangabe des Herstellers passt selten eins zu eins auf die eigenen Seriennummern.

Zugeordnete Geräte lassen sich in einem Zug sperren. Je Gerät wird fortgeschrieben, wie es steht: offen, nicht betroffen, Maßnahme läuft, erledigt. Mit „erledigt" fällt die Sperre wieder — sofern kein Mangel dasselbe Gerät sperrt. Abschließen lässt sich der Rückruf erst, wenn zu jedem betroffenen Gerät ein Ergebnis steht.


17. Lebensdauer

Lebensdauer

Helme, Seile, Schutzkleidung und Pressluftatmer sind ab einem Stichtag nicht mehr zugelassen — unabhängig davon, wie gut sie aussehen. Diese Seite zeigt, was abgelaufen ist und was in den nächsten Monaten abläuft.

Ein Gerät mit abgelaufener Nutzungsdauer wird nachts automatisch gesperrt. Ausgesondert wird es von einem Menschen: das entscheidet, wer weiß, ob Ersatz da ist. Der Knopf dazu steht in der Zeile.

Voraussetzung ist, dass am Gerätetyp eine Lebensdauer hinterlegt ist (Kapitel 5).


18. Einen Einsatz erfassen

Einsatzliste

Im Alarmfall zählt eines: dass der Einsatz überhaupt angelegt wird. Die Schnellerfassung fragt deshalb nur drei Dinge:

  1. Stichwort — das, was die Leitstelle durchgegeben hat: „B 3 Wohnhausbrand"
  2. Ort — Straße, Hausnummer, gegebenenfalls das Objekt
  3. Fahrzeuge — welche ausgerückt sind

Die Alarmzeit ist der Moment des Anlegens. Alles andere — Mannschaft, Zeiten, Bericht — wird später nachgetragen. Der Einsatz bekommt sofort eine fortlaufende Nummer im Format JJJJ-NNNN.

Koordinaten lassen sich über „Koordinaten suchen" ermitteln, wenn die Wehr einen eigenen Nominatim betreibt (Kapitel 38). Ohne den bleibt das Feld leer — das ist in Ordnung, die Karte kommt in Phase 6.


19. Der Einsatz von innen

Einsatzdetail

Zeitstempel

Sechs Stempel beschreiben einen Einsatz vollständig:

Stempel wann
alarmiert die Leitstelle hat alarmiert
ausgerückt das erste Fahrzeug verlässt das Gerätehaus
eingetroffen das erste Fahrzeug ist an der Einsatzstelle
Einsatzende die Arbeit an der Einsatzstelle ist beendet
eingerückt zurück im Gerätehaus
einsatzbereit Fahrzeuge und Geräte sind wieder hergerichtet

Jeder Stempel ist ein Knopf und setzt die aktuelle Uhrzeit. Ein Klick auf „zurücknehmen" macht ihn wieder leer, falls er zu früh gedrückt wurde.

Daraus errechnet FLORIAN vier Zahlen:

  • Ausrückzeit — Alarm bis Ausrücken. Sagt etwas über die Wehr aus.
  • Anfahrt — Ausrücken bis Eintreffen. Sagt etwas über die Lage aus.
  • Hilfsfrist — Alarm bis Eintreffen. Die Zahl, nach der die Gemeinde fragt.
  • Einsatzdauer — Alarm bis Einrücken.

Stimmt die Reihenfolge nicht, erscheint ein Hinweis. Gespeichert wird trotzdem: Zeiten werden oft Tage später aus dem Gedächtnis nachgetragen, und ein Einsatz mit unsicheren Zeiten ist besser als einer, den niemand erfasst.

Mannschaft

„Mannschaft erfassen" zeigt einen Vorschlag, sortiert danach, wer im letzten Jahr am häufigsten dabei war. Daneben steht, ob die einsatzrelevanten Qualifikationen noch gelten — eine abgelaufene G26.3 fällt so auf, bevor jemand unter Atemschutz geht.

Ein Klick übernimmt die Person, danach lassen sich Funktion und Atemschutz in der Tabelle einstellen.

Rechts steht laufend die Stärke nach FwDV 3:

1/3/5/9    entspricht einer Gruppe
│ │ │ └── gesamt
│ │ └──── Mannschaft
│ └────── Unterführer (Truppführer)
└──────── Führer (Gruppen-, Zug-, Staffelführer, Einsatzleiter)

Regional unterschiedlich. Hier zählt der Maschinist zur Mannschaft. Manche Wehren rechnen ihn zu den Unterführern, andere schreiben dreistellig ohne Unterführer. Die Zuordnung steht an einer Stelle im Code und lässt sich anpassen.

Verlauf

Lagemeldungen halten fest, was währenddessen passiert ist — mit Foto und wahlweise als wichtig gekennzeichnet (Menschenrettung, Nachforderung, Lageänderung). Meldungen bleiben auch nach der Freigabe möglich.


20. Bericht und Freigabe

Der Bericht ist der Text des Einsatzleiters: Lage bei Eintreffen, was getan wurde, wie es endete. Er lässt sich jederzeit speichern und weiter ergänzen.

Freigeben schließt den Einsatz ab. Danach:

  • ist der Bericht unveränderbar — er geht an die Gemeinde und im Schadensfall an die Versicherung,
  • entsteht im Hintergrund das PDF (Knopf „Bericht als PDF"),
  • bleiben nur die Lagemeldungen weiter möglich.

Vor der Freigabe prüft FLORIAN zwei Dinge: dass eine Alarmzeit gesetzt ist und dass mindestens eine Einsatzkraft erfasst wurde. Ein Bericht ohne Mannschaft ist kein Nachweis.


21. Einsatzportal für Fremdwehren

Einsatzportal

Bei einer größeren Sache sind Nachbarwehren, THW oder Rettungsdienst mit vor Ort. Die brauchen kein Konto in FLORIAN — sie bekommen einen Link.

So geht es:

  1. Auf der Einsatzseite unter „Portal für Fremdwehren" eintragen, für wen der Link ist („FF Nachbarhausen").
  2. Erzeugen klicken. Der Link erscheint einmal — danach steht in der Datenbank nur noch sein Hash.
  3. Link kopieren und weitergeben, oder als QR-Code zeigen.

Was die Fremdwehr sieht: Stichwort, Ort, die Zeitstempel und den Verlauf. Was sie nicht sieht: Namen von Einsatzkräften, den Bericht, irgendetwas außerhalb dieses Einsatzes.

Was sie tun kann: eine Lagemeldung mit Foto absetzen.

Der Link gilt 24 Stunden, lässt sich jederzeit widerrufen, und jeder Aufruf wird mitgezählt — ein Link, der nach dem Einsatz noch benutzt wird, fällt auf.


22. Statistik

Einsatzstatistik

Zwei Fragen, eine Seite.

Was die Gemeinde fragt: wie viele Einsätze welcher Art, und wie schnell wart ihr da? Dafür stehen oben die Zahlen nach der Landesstatistik und die Hilfsfrist als 80-Prozent-Wert.

Warum nicht der Durchschnitt? Weil ein einzelner Einsatz auf der Autobahn ihn nach oben zieht, während neunzig Prozent der Fälle im Ort liegen. In Bayern gilt als Ziel: in 80 Prozent der Fälle binnen zehn Minuten. Genau diese Zahl steht hier.

Was die Wehr fragt: wer trägt die Last? Dafür steht unten die Beteiligung je Person — Einsätze, davon unter Atemschutz, und Übungen.

Jahresexport als PDF erzeugt das Blatt für die Gemeinde: Überblick, Kategorien und alle Einsätze des Jahres in einer Tabelle. Es wird nicht gespeichert, sondern jedes Mal neu gerechnet — es ist eine Auswertung, keine Urkunde.


23. Übungen

Übungen

Eine Übung besteht aus Thema, Art, Datum und den Lernzielen — was danach sitzen soll.

Übung mit Anwesenheit

Die Anwesenheit wird als Liste abgehakt: alle aktiven Mitglieder auf einmal, nicht einzeln gesucht. Bei einer Übung ist die halbe Wehr da.

Die Teilnahme fließt in die Beteiligungsstatistik ein — das ist die Zahl, nach der in der Jahreshauptversammlung gefragt wird und die bei Beförderungen zählt.


24. Das Terminal im Gerätehaus

Kachelschirm des Terminals

Das Terminal ist eine eigene Oberfläche unter /kiosk, gedacht für ein Wandtablet neben der Fahrzeughalle. Große Kacheln statt Seitenleiste, alles Bedienbare mindestens 64 Pixel hoch, jede Kachel mit Symbol und Text — das ist kein Geschmack, sondern die Voraussetzung dafür, dass es mit Feuerwehrhandschuhen bedienbar bleibt.

Einmal je Tablet einrichten

Bevor sich jemand anmelden kann, muss das Tablet wissen, zu welcher Wehr es gehört. Das macht der Administrator einmal unter /kiosk/einrichten: Kurzname der Wehr und das Gerätegeheimnis aus der .env (KIOSK_DEVICE_SECRET).

Damit am Tablet nichts abgetippt werden muss, nimmt die Seite beides auch aus der Adresse an:

http://florian.example/kiosk/einrichten?wehr=ff-musterhausen&schluessel=…

Diesen Link schickt sich der Administrator einmal selbst — etwa als QR-Code vom eigenen Rechner — und ruft ihn am Tablet auf.

Das Gerätegeheimnis ist die erste Schranke. Ohne eingerichtetes Tablet nimmt der Server keine PIN und keine Karte an. Ein fremdes Handy, das /kiosk aufruft, kommt nicht weiter, auch nicht mit richtiger PIN.

Anmelden

Anmeldung am Terminal

Drei Wege, in dieser Reihenfolge:

  1. Ausweis auflegen — der Regelfall. Der Leser am Tablet gibt die Kartenkennung wie eine Tastatur aus; es muss vorher nichts angetippt werden.
  2. QR-Code vom Handy — für den, der den Ausweis vergessen hat (Kapitel 29).
  3. Mitgliedsnummer und PIN — wenn beides fehlt.

Nach KIOSK_IDLE_TIMEOUT Sekunden ohne Bedienung (Vorgabe: 120) meldet sich das Terminal von selbst ab, mit sichtbarer Warnung vorher. Ein Terminal, an dem die letzte Anmeldung stehen bleibt, schreibt irgendwann alles dem Falschen zu.

Was auf dem Kachelschirm steht

Die Kacheln richten sich nach zwei Dingen: den Rechten der angemeldeten Person und ihrem aktuellen Zustand.

Kachel Wann sie sich ändert
Kommen / Gehen Wer eingecheckt ist, sieht „Gehen" samt Zeit, seit wann
Fahrt beginnen / Fahrt beenden Wer mit einem Fahrzeug unterwegs ist, sieht dessen Funkrufname
Wäsche abgeben Zeigt an, wie viele Stücke noch nicht zurück sind
Inventur Nur für den Gerätewart
Prüfung durchführen Ohne Netz gesperrt, mit dem Hinweis „braucht Netz"

25. Mangel melden am Terminal

Mangel melden

Der Vorgang, an dem sich das Terminal misst — Anspruch war unter dreißig Sekunden. Deshalb drei Schritte und kein Formular:

  1. QR-Code am Gerät scannen. Oder die Inventarnummer eintippen, wenn das Etikett unleserlich ist. Steht die Nummer im Bestand, erscheint sofort Bezeichnung und Zustand.
  2. Foto und ein Satz dazu. Das Foto ist kein Pflichtfeld, macht aber die halbe Arbeit: „Riss im Schlauch, etwa 20 cm von der Kupplung" plus Bild sagt dem Gerätewart mehr als jedes Formular.
  3. Dringlichkeit antippen. Damit ist die Meldung abgeschickt.
Dringlichkeit Was passiert
Kleinigkeit kann warten
Normal beim nächsten Dienst
Dringend vor dem nächsten Einsatz
Kritisch Das Gerät wird sofort gesperrt

Eine unbekannte Inventarnummer hält die Meldung nicht auf. Sie geht trotzdem raus und landet notfalls in der Konfliktliste (Kapitel 27) — lieber ein Zettel zu viel als ein Riss im Schlauch, den niemand gemeldet hat.


26. Ohne Netz weiterarbeiten

In einer Fahrzeughalle ist das Netz regelmäßig weg: Stahlbeton, Tore aus Metall, ein Repeater, der irgendwann ausfällt. Das Terminal ist dafür gebaut, nicht dagegen abgesichert.

Über jeder Terminalseite läuft eine Leiste, die den Zustand in Klartext sagt:

Leiste Bedeutung
Verbunden · alles übertragen Alles, was erfasst wurde, ist beim Server
Verbunden · 2 Änderungen warten Wird gerade übertragen
Kein Netz · 1 Änderung wartet Erfasst und gespeichert, wartet auf Netz

Und so funktioniert es: jede erfasste Aktion geht zuerst in eine Warteschlange im Tablet — auch dann, wenn Netz da ist. Erst von dort geht sie zum Server. Deshalb ist der Ablauf ohne Netz derselbe wie mit Netz, nur dauert er länger.

Was das im Betrieb bedeutet:

  • Die Bestätigung kommt sofort. Wer eine Meldung abschickt, kann das Tablet weglegen. Es ist gespeichert, auch wenn es noch nicht übertragen ist.
  • Ein Neustart des Tablets schadet nicht. Die Warteschlange liegt im Speicher des Browsers, nicht im Arbeitsspeicher.
  • Fotos warten mit. Das Bild liegt neben der Meldung und wird beim Übertragen zuerst hochgeladen.
  • Nichts wird doppelt gebucht. Jeder Vorgang bekommt beim Erfassen eine eigene Kennung. Bricht die Übertragung mitten drin ab und wird wiederholt, erkennt der Server dieselbe Kennung wieder und bucht nicht erneut.
  • Die Prüfung braucht Netz. Ein Prüfprotokoll mit Checkliste, Messwerten, Fotos und Unterschrift lässt sich nicht sinnvoll zwischenspeichern — ein halb erfasstes Protokoll wäre schlechter als keins. Die Kachel sagt das, statt ins Leere zu führen.

Bleibt ein Vorgang mehr als fünf Versuche liegen, lässt er sich über „anzeigen" einsehen und im Notfall verwerfen. Vorher nicht — und das ist Absicht.


27. Konflikte nachbearbeiten

Terminalübersicht

Ein Tablet, das drei Tage offline war, schickt irgendwann Vorgänge, deren Ziel es nicht mehr gibt: das Gerät wurde ausgesondert, die Prüfung inzwischen abgeschlossen und damit festgeschrieben.

FLORIAN erzwingt in diesem Fall nichts und verwirft nichts. Der Vorgang landet als Konflikt in der Übersicht unter /terminal — mit Zeitpunkt, Art, Grund und der Person, die ihn erfasst hat. Der Gerätewart entscheidet und vermerkt, wie es gelöst wurde.

Auf derselben Seite steht das Übrige, was am Terminal zusammenkommt: wer im Haus ist, welche Wäsche in der Reinigung ist und das Fahrtenbuch.


28. Hallenmonitor

Hallenmonitor

/kiosk/monitor ist für einen Fernseher in der Fahrzeughalle gedacht: Vollbild, große Schrift, keine Bedienung. Zu sehen sind Uhrzeit und Datum, ein laufender Einsatz, wer gerade im Haus ist, die Fahrzeuge samt laufenden Fahrten, fällige Prüfungen und die nächsten Termine.

Optional dazu Wetterwarnungen des DWD:

# .env
WETTER_ENABLED=true
DWD_WARNCELL=809162000

Das ist die einzige Verbindung, die FLORIAN von sich aus nach außen aufbaut, und sie ist deshalb standardmäßig aus. Nach draußen geht nur die Warnzellen-Nummer, keine Daten der Wehr. Fällt der Abruf aus, bleibt die Kachel leer — eine Wetterwarnung ist eine Zugabe, alarmiert wird über die Leitstelle.

Die Nummer der eigenen Gemeinde steht in der Warnzellenliste des DWD.


29. Anmeldemarke fürs Handy

Anmeldemarke

Wer den Ausweis vergessen hat, öffnet in FLORIAN auf dem Handy die Seite Anmeldemarke und hält den QR-Code vor die Kamera des Terminals.

Der Code gilt 60 Sekunden und wird von der Seite selbst erneuert. Er ist signiert und nirgends gespeichert: ein abfotografierter Code aus der Umkleide nützt eine Minute später nichts mehr.


30. Atemschutz — was das Modul ist und was nicht

Atemschutzübersicht

Über jeder Ansicht dieses Moduls steht: Ergänzendes System — die analoge Atemschutzüberwachung bleibt führend.

Das ist kein Kleingedrucktes. Die Überwachung, die im Ernstfall zählt, hängt am Fahrzeug und wird mit Stift geführt. FLORIAN schreibt mit, rechnet mit und druckt am Ende ein Protokoll — aber wenn dieses Tablet ausfällt, läuft der Einsatz unverändert weiter.

Der Hinweis lässt sich abschalten, aber nur zusammen mit einem Beleg:

# .env
ATEMSCHUTZ_HINWEIS=false
ATEMSCHUTZ_FREIGABE=Kommandantenbeschluss vom 12.03.2026

Fehlt die Fundstelle, bleibt der Hinweis stehen — egal was in ATEMSCHUTZ_HINWEIS steht. Eine Freigabe ohne Beschluss ist keine. Ist er abgeschaltet, verschwindet er nicht spurlos: dann steht dort, worauf sich die Freigabe stützt, und dasselbe steht später im Protokoll.

Die Startseite zeigt die Zahl, nach der im Einsatz als Erstes gefragt wird: wie viele Atemschutzgeräteträger heute einsetzbar sind — und wie viele davon knapp davor stehen, es nicht mehr zu sein.


31. Eine Überwachung führen

Überwachungsschirm

Eröffnen

Auf /atemschutz genügt eine Bezeichnung — „Zimmerbrand Hauptstraße 12". Die Zuordnung zu einem Einsatz lässt sich nachtragen; im Ernstfall wird zuerst überwacht und später sortiert.

Trupp anlegen

Zwei oder drei Personen, für jede der Eingangsdruck vom Manometer, eine davon Truppführer. Neben jedem Namen steht, ob die Person nach FwDV 7 einsetzbar ist und was gegebenenfalls fehlt.

Verweigert wird nichts. Im Einsatz entscheidet der Einheitsführer. Ein Programm, das ihm im entscheidenden Moment eine Person sperrt, wird umgangen — und dann steht am Ende gar nichts im Protokoll. Der Hinweis nützt, die Sperre schadet.

Was auf der Karte steht

Anzeige Bedeutung
unter Atemschutz Zeit seit dem Einstieg — läuft, solange der Trupp drin ist
niedrigster Druck Der ungünstigste Wert im Trupp. Der Trupp geht gemeinsam zurück
Rückzug bei Der errechnete Rückzugsdruck

Die Farbe der Karte ist die Ampel, und daneben steht immer der Text dazu: „im Rahmen", „Rückzugsdruck bald erreicht", „Rückzugsdruck erreicht — Trupp zurückziehen". Gelb kommt schon zehn Prozent vor der Grenze — der Trupp soll losgehen, bevor der Wert erreicht ist.

Der Rückzugsdruck

Gerechnet wird nach dem doppelten Anmarschverbrauch:

Rückzug = 2 × (Eingangsdruck − Druck am Einsatzziel) + Warndruck + Zuschlag

Dafür meldet der Trupp einmal, wenn er das Einsatzziel erreicht hat — dafür ist der Knopf „Einsatzziel erreicht" da. Bis dahin steht ein vorläufiger Wert nach der Zwei-Drittel-Regel; er liegt höher und ist damit die vorsichtigere Annahme. Die Karte sagt das auch dazu.

Beispiel: 300 bar rein, 260 bar am Ziel — 40 bar für den Hinweg, also 80 für hin und zurück, plus 55 bar Warndruck und 10 bar Zuschlag: Rückzug bei 145 bar.

Druckabfrage

Alle Werte des Trupps in einer Zeile, ein Knopf. Bleibt eine Meldung aus, steht nach ATEMSCHUTZ_ABFRAGE_INTERVALL Sekunden (Vorgabe zehn Minuten) ein deutlicher Hinweis auf der Karte — gerechnet ab der letzten Meldung, nicht ab dem Einstieg.

Mayday

Ein Knopf je Trupp. Er ändert nichts an der Lage: er hält fest, wann es losging, macht es auf jedem Bildschirm sichtbar und lässt einen Ton hören. Aufgehoben wird er ausdrücklich, nicht durch Wegklicken — und beides steht im Protokoll.

Beenden

Geht erst, wenn alle Trupps als draußen gemeldet sind. Das ist keine Schikane: eine beendete Überwachung mit einem Trupp, der noch drin steht, wäre die gefährlichste Zeile im ganzen Protokoll.


32. Was passiert, wenn die Technik streikt

Die wichtigste Eigenschaft dieser Ansicht ist, dass man ihr nichts anhaben kann. Der Grund dafür ist einfach: es gibt keinen Timer. In der Datenbank steht, wann der Trupp eingestiegen ist; wie lange er drin ist, rechnet der Bildschirm jede Sekunde neu aus.

Was passiert Was Sie sehen
Seite neu laden Dieselbe Zeit läuft weiter
Zweites Tablet daneben Dieselbe Zeit, ohne Abgleich
WLAN bricht ab Die Uhr läuft weiter; oben steht Verbindung unterbrochen
Server neu gestartet Nach der ersten Antwort ist alles wieder da

Oben rechts steht dauerhaft, ob die Verbindung steht. Das ist Absicht: wer nicht sieht, dass der Draht weg ist, hält einen alten Stand für den aktuellen. Meldet sich der Server acht Sekunden lang nicht, springt die Anzeige auf „unterbrochen" — auch dann, wenn der Browser selbst keinen Fehler meldet.

Ist die Verbindung weg, bleibt die Ansicht bedienbar; sie fragt weiter im Takt nach und holt auf, sobald es wieder geht.


33. Nachweise und Tauglichkeit

Nachweise

Drei Nachweise müssen gleichzeitig gelten, sonst ist jemand nicht einsetzbar:

Nachweis Frist Wo erfasst
G26.3 drei Jahre, ab 50 Jahren eines /atemschutz/nachweise
Belastungsübung jährlich dort, für die ganze Gruppe auf einmal
Einsatzübung unter Atemschutz jährlich dort — ein echter Einsatz zählt ebenso

Dazu die Qualifikation als Atemschutzgeräteträger aus Kapitel 9.

Das Ablaufdatum der G26 wird nach dem Alter vorgeschlagen; was auf der Bescheinigung steht, gilt und lässt sich überschreiben. Eine Untersuchung mit dem Ergebnis „Nachuntersuchung" oder „nicht tauglich" zählt nicht als Nachweis.

In der Übersicht steht neben jedem Namen im Klartext, was fehlt — „G26.3 ist abgelaufen", „Belastungsübung in diesem Jahr fehlt". Eine rote Ampel ohne Begründung hilft am Fahrzeug niemandem.

Drei Monate vor Ablauf der G26 wechselt die Ampel auf Gelb: die Person ist weiter einsetzbar, aber es wird Zeit für einen Termin.


34. Die Karte

Karte

Die Karte beantwortet die Frage, die auf der Anfahrt gestellt wird: Was liegt in der Nähe, und was gibt es her?

Kartenhintergrund einrichten

FLORIAN lädt keine Kacheln aus dem Netz. Wo Ihre Wehr ausrückt und wo Ihre Hydranten liegen, ist niemandes Geschäft — es gibt deshalb keinen Rückfall auf einen öffentlichen Kartendienst. Der Kartenserver läuft selbst:

docker compose --profile karte up -d

Dafür brauchen Sie eine MBTiles-Datei Ihres Ausrückegebiets; woher, steht in docker/karten/LIESMICH.md. Danach in der .env:

KARTE_STIL_URL=http://localhost:8085/styles/basic/style.json

Ohne Kartenserver funktioniert alles außer den Straßen. Punkte liegen an der richtigen Stelle, Entfernungen stimmen, die Umkreissuche rechnet. Die Karte sagt oben, dass der Hintergrund fehlt — sie tut nicht so, als wäre nichts.

Was auf der Karte liegt

Ebene Farbe
Löschwasser grün einsatzbereit, gelb eingeschränkt, rot defekt, grau ungeprüft
Objekte blau, mit Verweis auf den Feuerwehrplan

Beide lassen sich einzeln ab- und anschalten: wer Löschwasser sucht, will keine Objekte sehen und umgekehrt.

Umkreissuche

In die Karte tippen — rechts steht, was in 500 Metern erreichbar ist, nach Entfernung sortiert, mit Nennweite und Durchfluss. Findet sich nichts, steht das ausdrücklich da: eine Angabe, die man vor dem Einsatz wissen will, nicht währenddessen.


35. Hydranten pflegen und importieren

Import — der übliche Weg

Die Stadtwerke oder das Landratsamt haben die Liste. FLORIAN nimmt sie in zwei Formaten:

  • GeoJSON (aus QGIS, vom Landratsamt, aus einem OSM-Auszug)
  • CSV — mit den Spaltennamen, die eben drinstehen

Erkannt werden unter anderem Nummer, Bauart, DN, Lage, Latitude, Pruefdatum, Versorger und ihre Geschwister. Auch „DN 100" in der Zahlenspalte, „48,5031" mit Komma und „24.05.2026" als Datum. Sind Breite und Länge vertauscht, wird das erkannt und zurückgedreht.

Der Import läuft in zwei Schritten:

  1. Datei wählen — FLORIAN zeigt, was herauskäme: wie viele Hydranten gefunden wurden, welche Zeilen übersprungen werden und warum.
  2. Erst dann „übernehmen".

Zweimal importieren ist ungefährlich. Hydranten mit einer Nummer des Versorgers werden aktualisiert, nicht doppelt angelegt. Fehlt die Nummer, sagt der Import das vorher.

Was FLORIAN nicht tut: raten. Fehlt die Position, wird die Zeile übersprungen — ein Hydrant ohne Ort ist kein Hydrant. Und ohne Statusangabe steht „ungeprüft", nicht „einsatzbereit".

Einzeln erfassen

In die Karte tippen setzt den Ort, darunter kommen Bezeichnung, Art, Zustand und Nennweite. Für den einen Hydranten, der beim Neubaugebiet dazugekommen ist.


36. Objekte und Feuerwehrpläne

Objekte

Für jedes Objekt, für das es einen Feuerwehrplan gibt oder geben sollte: Schule, Pflegeheim, Aussiedlerhof, Betrieb.

Die Detailseite ist so sortiert, wie auf der Anfahrt gelesen wird:

Block Was hineingehört
Zufahrt Tordurchfahrt, Höhenbegrenzung, Aufstellfläche, Schranke
Gefahren Photovoltaik, Gasflaschen, Silo, Tiere, Personen
Schlüsseldepot Wo der FSD hängt und was er aufsperrt
Löschwasser am Objekt Wandhydranten, Steigleitung, Sprinklerzentrale

Darunter die Ansprechpartner — mit der einzigen Angabe, die im Einsatz zählt: wer nachts ans Telefon geht. Die Nummern lassen sich antippen.

Und die Planblätter nach DIN 14095 mit Art und Stand. Der Stand gehört dazu: ein Feuerwehrplan von 2009 ist eine Vermutung.

Gesucht wird über alles — Name, Straße, Gefahrenstichwort, Ansprechpartner. Wer im Einsatz sucht, weiß selten, wie das Objekt im System heißt, aber oft, was dort ist: „Photovoltaik" findet die Schule.


37. Lagekarte und Wasserförderung

Lagekarte

Jeder Einsatz hat eine, unterhalb der Einsatzdaten. 22 taktische Zeichen nach FwDV 102: Fahrzeuge, Einheiten, Führung, Stellen, Gefahren, Maßnahmen.

Ein Werkzeug, ein Klick: Zeichen antippen, in die Karte tippen. Dazu Linienzüge (Schlauchleitung, Absperrung), Flächen (Bereitstellungsraum) und freie Beschriftungen.

Was einer einträgt, sehen die anderen — auch auf einem zweiten Tablet. Oben steht, ob der Abgleich läuft; steht er nicht, sehen Sie eine ältere Lage und wissen das.

Eingetragenes lässt sich zurücknehmen, nicht löschen: was um 14:12 eingezeichnet wurde, gehört zur Mitschrift, auch wenn es um 14:20 nicht mehr stimmte.

Wasserförderung

Wasserförderung

Die Rechnung, die sonst mit Tabelle und Bleistift auf der Motorhaube entsteht. Punkte in die Karte tippen — der erste ist die Entnahmestelle, der letzte die Einsatzstelle —, dann Schlauchdurchmesser und Fördermenge einstellen.

Sofort steht da:

  • wie viele Pumpen gebraucht werden und wo ein Verstärker stehen muss,
  • wie viele Schlauchlängen je Abschnitt,
  • welcher Druck am Ende ankommt.

Zwei Dinge kosten Druck: die Reibung im Schlauch (steigt mit dem Quadrat der Fördermenge — doppelte Menge, vierfacher Verlust) und die Steigung (zehn Meter sind ein bar). Wo die Höhe bekannt ist, sollte sie eingetragen werden; ohne rechnet FLORIAN mit ebenem Gelände, und das ist im Zweifel zu günstig.

Geht eine Strecke nicht auf, sagt die Ausgabe das — statt eine Zahl auszuwerfen, die niemand halten kann.

Es bleibt eine Planungshilfe. Was zählt, ist der Druck am Verteiler — und den liest jemand ab.


38. Adressen zu Koordinaten (Nominatim)

FLORIAN löst Einsatzadressen nur auf, wenn die Wehr einen eigenen Nominatim betreibt:

# .env
GEOCODING_ENABLED=true
NOMINATIM_URL=http://nominatim:8080
GEOCODING_LAENDER=de,at,ch

Kein öffentlicher Dienst. Einsatzadressen sagen, wo es gebrannt hat und wer betroffen war. Solche Anfragen gehören nicht an einen fremden Server — und die Nutzungsbedingungen des öffentlichen Nominatim erlauben es ohnehin nicht.

Ohne Konfiguration bleibt die Suche leer. Koordinaten lassen sich dann von Hand eintragen oder weglassen.

39. Rollen und was sie dürfen

Neun Rollen, jede mit einem festen Satz Rechte. Die Zuordnung steht zentral in src/lib/authz.ts und wird beim Seed in die Datenbank gespiegelt — eine Wehr kann sie also nachträglich zuschneiden, ohne dass jemand Code ändert.

Rolle Darf im Kern
Administrator alles, auch über Wehren hinweg
Kommandant alles innerhalb der eigenen Wehr, einschließlich Rollen vergeben und Protokoll einsehen
Gerätewart Fahrzeuge und Geräte anlegen, ändern, aussondern; Prüfungen planen und durchführen
Atemschutzgerätewart zusätzlich Atemschutzgeräte, Träger und die Überwachung nach FwDV 7
Kassier Buchungen und Kassenabschluss (Modul noch nicht geplant, siehe Roadmap)
Schriftführer Mitglieder pflegen, Einsätze und Berichte erfassen
Ausbilder Übungen planen, Teilnahme und Qualifikationen erfassen
Mitglied eigene Daten, Listen lesen
Terminal nur anmelden und erfassen — nie verwalten

Zwei Dinge sind bewusst so gebaut:

Der Gerätewart kommt nicht an die Kasse, der Kassier nicht an die Geräte. Trennung nach Verantwortung, nicht nach Bequemlichkeit.

Das Terminal darf fast nichts. Wer am Wandtablet arbeitet, meldet sich zusätzlich mit PIN oder Karte an und handelt dann unter seiner eigenen Person. Das Terminal selbst ist nur die Tür.


40. Anmeldung über authentik einrichten

authentik läuft getrennt von FLORIAN und ist nicht Teil dieses Stacks.

In authentik

  1. Neuen Provider anlegen, Typ OAuth2/OpenID Provider
  2. Client-Typ: Confidential
  3. Redirect-URI genau so eintragen:
    https://<ihre-florian-adresse>/api/auth/callback/authentik
    
  4. Scopes: openid, profile, email
  5. Für die Rollenvorbelegung zusätzlich ein Scope-Mapping, das die Gruppen des Benutzers als Claim groups ausliefert
  6. Eine Application anlegen und mit dem Provider verbinden. Der Slug der Application ist der letzte Teil der Issuer-URL.

In der .env

AUTH_OIDC_ENABLED=true
AUTH_OIDC_ISSUER=https://auth.beispiel.de/application/o/florian/
AUTH_OIDC_CLIENT_ID=<aus authentik>
AUTH_OIDC_CLIENT_SECRET=<aus authentik>
AUTH_OIDC_GROUP_CLAIM=groups
AUTH_OIDC_GROUP_MAPPING=feuerwehr-kommandant:KOMMANDANT,feuerwehr-geraetewart:GERAETEWART
AUTH_OIDC_AUTO_PROVISION=true
AUTH_OIDC_STANDARD_ORGANISATION=ff-musterhausen

Danach die Anwendung neu starten. Auf der Anmeldeseite erscheint der Knopf für authentik.

Wie die Rollenvorbelegung wirkt

Die Zuordnung greift nur beim allerersten Login einer Person. Danach ist die in FLORIAN gepflegte Rolle führend, und authentik überschreibt sie nicht mehr. Wer also einem Mitglied in FLORIAN die Rolle „Gerätewart" gibt, behält sie — auch wenn die authentik-Gruppe etwas anderes sagt.

Steht AUTH_OIDC_AUTO_PROVISION=false, muss die Person vorher in FLORIAN angelegt sein. Verknüpft wird über die E-Mail-Adresse.

Wenn authentik ausfällt

Solange AUTH_LOCAL_ENABLED=true steht, bleibt der Passwort-Login als Rückfallweg erreichbar. Für den Wirkbetrieb ist es sinnvoll, mindestens ein Konto mit Passwort zu behalten — sonst sperrt ein Ausfall von authentik die ganze Wehr aus.


41. PIN und Ausweiskarte verwalten

Wie sich am Terminal angemeldet wird, steht in Kapitel 24. Hier geht es darum, was dahinter liegt.

Am Terminal wird zweifach geprüft:

  1. Das Gerät weist sich mit KIOSK_DEVICE_SECRET aus. Ohne diesen Wert nimmt der Server keine PIN und keine Karte an.
  2. Die Person meldet sich mit einer sechsstelligen PIN (zusammen mit ihrer Mitgliedsnummer) oder mit einer RFID-Karte an.

Beides wird nur als Hash gespeichert — weder die PIN noch die Kartenkennung liegen im Klartext in der Datenbank.

PINs, die sich zu leicht raten lassen, weist FLORIAN ab: lauter gleiche Ziffern und fortlaufende Folgen wie 123456.

Aus dem Seed lässt sich das ausprobieren: Mitgliedsnummer 0001 (Andreas Huber), PIN 471203.


42. Was protokolliert wird

Jede schreibende Änderung erzeugt einen Eintrag mit Zeitpunkt, Person, betroffenem Datensatz und den geänderten Feldern im Vorher-Nachher-Vergleich. Auch jede Anmeldung — erfolgreich wie gescheitert.

Zwei Eigenschaften sind wichtig:

Der Log lässt sich nicht ändern. Nicht über die Oberfläche, nicht über die Datenbank, auch nicht vom Administrator. Die Datenbank selbst verhindert es.

Er lässt sich nur im Aufbewahrungslauf kürzen. Nach der eingestellten Frist (AUDIT_AUFBEWAHRUNG_TAGE, Vorgabe 10 Jahre) sichert der Hintergrundprozess die alten Einträge und entfernt sie danach. Das ist der einzige Weg, auf dem etwas aus dem Log verschwindet.

Passwörter, PINs und Kartenkennungen stehen nie im Log — sie werden vor dem Schreiben herausgenommen.

Einsehbar ist der Log mit dem Recht system.auditlog, das Kommandant und Administrator haben. Am Gerät und am Fahrzeug ist der Verlauf bereits auf der jeweiligen Detailseite sichtbar.


43. Wenn etwas nicht geht

Beobachtung Wahrscheinliche Ursache Was hilft
Die Anwendung startet nicht und meldet fehlende Variablen .env unvollständig Die Meldung nennt jede fehlende Variable. Erklärungen dazu stehen in .env.example.
Anmeldung schlägt immer fehl, obwohl das Passwort stimmt Konto nach Fehlversuchen gesperrt Fünf Minuten warten, oder gesperrtBis in der Datenbank zurücksetzen
Listen sind leer, obwohl Daten da sind Kein Mandantenkontext gesetzt Das ist der Schutzmechanismus. Der Zugriff muss über fuerOrganisation() laufen.
Dateien lassen sich nicht hochladen MinIO nicht erreichbar oder Bucket fehlt http://localhost:9011 öffnen; docker compose logs minio-init
Der Knopf für authentik fehlt Issuer, Client-ID oder Secret nicht gesetzt Alle drei sind nötig, sonst wird der Weg ausgeblendet
Etikettenbogen lässt sich nicht erzeugen Gotenberg läuft nicht docker compose ps, dann docker compose up -d gotenberg
Kamera bleibt schwarz Freigabe abgelehnt, oder die Seite läuft nicht über HTTPS Der Browser fragt nur bei HTTPS oder localhost. Sonst die Inventarnummer eintippen
Import meldet fehlende Pflichtfelder Keine Spalte ist Inventarnummer oder Bezeichnung zugeordnet In Schritt 2 die Zuordnung von Hand setzen
Umlaute im Import verstümmelt Die Datei ist weder UTF-8 noch Windows-1252 In Excel als „CSV UTF-8" speichern
Gerät lässt sich nicht speichern Standort und Fahrzeug gesetzt, oder keines von beidem Genau eines von beiden angeben
docker compose up startet Traefik mit Override-Datei wurde nicht mitgeladen In Produktion -f docker-compose.yml angeben
Terminal zeigt „Terminal nicht eingerichtet" Das Tablet kennt keine Wehr, oder der Browserspeicher wurde geleert /kiosk/einrichten erneut aufrufen
Terminal weist jede PIN ab Gerätegeheimnis stimmt nicht mit KIOSK_DEVICE_SECRET überein Einrichtung mit dem aktuellen Wert wiederholen
Die Leiste zeigt dauerhaft wartende Änderungen Server erreichbar, aber der Vorgang wird abgelehnt Über „anzeigen" den Grund lesen; landet er als Konflikt, steht er unter /terminal
„Der Code wurde nicht erkannt" beim QR-Login Marke älter als 60 Sekunden Auf dem Handy die Seite Anmeldemarke offen halten, sie erneuert den Code selbst
Der Monitor zeigt keine Wetterwarnung WETTER_ENABLED aus oder DWD_WARNCELL leer Beides setzen; ohne Warnzelle wird nichts abgerufen
Der Sicherheitshinweis im Atemschutz bleibt trotz ATEMSCHUTZ_HINWEIS=false ATEMSCHUTZ_FREIGABE ist leer Fundstelle der Freigabe eintragen — ohne sie bleibt der Hinweis absichtlich stehen
Die Überwachung lässt sich nicht beenden Ein Trupp ist noch nicht als draußen gemeldet Trupp abmelden, dann beenden. Die Meldung nennt die Anzahl
Oben steht „Verbindung unterbrochen", obwohl das Netz da ist Der Ereignisstrom wurde von einem Proxy gepuffert oder gekappt Die Ansicht arbeitet weiter; bei einem Reverse Proxy X-Accel-Buffering: no durchreichen
Das Atemschutzprotokoll fehlt Die Überwachung ist noch nicht beendet Ein Protokoll entsteht erst mit dem Ende — vorher wäre es unvollständig und sähe vollständig aus
Die Karte zeigt keinen Hintergrund Kein Kartenserver eingerichtet oder nicht erreichbar docker compose --profile karte up -d, MBTiles nach docker/karten/, KARTE_STIL_URL setzen. Ohne läuft alles außer den Straßen
Der Import überspringt alle Zeilen Keine Spalte wurde als Breite und Länge erkannt Spalten umbenennen (lat/lon, Breitengrad/Längengrad) — die erkannten Namen stehen in lib/karte/hydrant-import.ts
Nach dem Import steht überall „ungeprüft" Die Quelle hat keine Statusspalte Absicht: ohne Angabe wird nicht „einsatzbereit" behauptet. Zustand nachpflegen
Die Lagekarte gleicht nicht ab Der Ereignisstrom ist unterbrochen Steht oben in der Lagekarte. Bei einem Reverse Proxy X-Accel-Buffering: no durchreichen
Die Förderstrecke braucht unerwartet viele Pumpen Fördermenge zu hoch für den Durchmesser Der Verlust steigt im Quadrat: 800 statt 400 l/min kostet die vierfache Reibung. Größeren Schlauch wählen oder weniger fördern

Zustand aller Randsysteme auf einen Blick:

http://localhost:3100/api/health

Antwortet mit 200 und "status": "ok", wenn Datenbank, Objektspeicher und Warteschlange erreichbar sind — sonst mit 503 und der Angabe, welcher Dienst fehlt.


Bilder erneuern

docker compose up -d
npm run dev
npm run screenshots

Die Bilder entstehen in docs/screenshots/, jeweils in heller und dunkler Darstellung, und werden mit eingecheckt — die Anleitung soll auch dann lesbar sein, wenn gerade kein Stack läuft.