ESLint hatte keine Konfiguration — das Skript "npm run lint" pruefte nichts. Jetzt Flat Config ohne Formatierungsregeln, dafuer mit den Regeln, die die Fehler dieses Projekts gemeldet haetten. Er hat gleich zwei gefunden, die niemand gesucht hatte. Das Badge rendert ein span statt eines div. Damit ist die Meldung "div cannot be a descendant of p" weg, die seit Phase 3 auf der Einsatzseite stand — sie ist der klassische Ausloeser fuer einen Hydration-Fehler. Die E2E-Tests laufen gegen eine eigene Wehr. Nach fuenf Phasen standen in der Beispielwehr 120 Atemschutz-Ueberwachungen statt einer und 115 Geraete statt 45; bei jedem Lauf aenderten sich alle Bildschirmfotos. Der Bestand ist einmal zurueckgesetzt, npm run db:test-reset baut die Testwehr neu auf. Behoben nebenbei: - Die Fehlerflaeche der Karte konnte nie etwas anzeigen. - Zwei useMemo der Lagekarte rechneten bei jedem Rendern neu. - tests/e2e war vom Typecheck ausgenommen und liess einen doppelt deklarierten Bezeichner durch. Closes #10 Closes #11 Closes #12 Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
57 KiB
Devlog
Entwicklungstagebuch mit Zeiterfassung. Jeder Arbeitsabschnitt bekommt einen Eintrag: wann, wie lange, was entstanden ist, und was dabei schiefging.
Die aufgewendete Zeit wandert nach jedem Abschnitt in die Spalte „tatsächlich" der Aufwandsschätzung.
Zeitübersicht
| Phase | Sitzungszeit | Sitzungen | abgeschlossen |
|---|---|---|---|
| Phase 0 — Fundament | 1:00 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 1 — Stammdaten | 1:15 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 1 — Nachtrag Geräteformular | 0:50 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 2 — Wartung und Prüfung | 2:25 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 3 — Einsätze und Übungen | 2:10 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 4 — Kiosk-PWA im Gerätehaus | 3:00 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 5 — Atemschutz nach FwDV 7 | 2:40 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 6 — Kartenmodule | 2:50 h | 1 | 04.09.2026 |
| Phase 7 — Benachrichtigungen und Termine | 3:10 h | 1 | 04.09.2026 |
| Phase 8 — Lokale KI | 3:40 h | 1 | 04.09.2026 |
| Aufräumarbeiten (Issues #10–#12) | 1:20 h | 1 | 04.09.2026 |
| Summe | 24:20 h | 11 |
2026-09-04 · Aufräumarbeiten — Issues #10 bis #12
11:15 – 12:35 · 1:20 h
Was entstanden ist
Drei Punkte, die seit mehreren Phasen im Abschlussbericht standen und in jeder Phase Zeit gekostet haben. Diesmal als Issues angelegt und abgearbeitet.
| Issue | Kern |
|---|---|
| #11 | ESLint hatte keine Konfiguration — npm run lint prüfte nichts |
| #12 | <div> in einem <p> auf der Einsatzseite, seit Phase 3 |
| #10 | Die E2E-Tests schrieben in die Beispielwehr |
Entscheidungen
ESLint zuerst. Er findet die anderen beiden — und tatsächlich hat er
gleich zwei Fehler gemeldet, die niemand gesucht hatte: eine Fehlerfläche auf
der Karte, die nie etwas anzeigen konnte, und zwei useMemo in der Lagekarte,
die bei jedem Rendern neu rechneten.
Keine Formatierungsregeln. Die macht Prettier. Zwei Werkzeuge, die sich über Anführungszeichen streiten, lenken von den Regeln ab, auf die es ankommt.
Auch keine typgestützten Regeln. no-floating-promises wäre für diesen
Stack die wertvollste Regel überhaupt — sie braucht aber den Compiler bei
jedem Lauf, und dann dauert der Lauf Minuten statt Sekunden. Bei einem
Werkzeug, das vor jedem Commit laufen soll, ist das der falsche Tausch.
Das Badge wurde ein <span>, nicht der Absatz ein <div>. Die Meldung
kam von einer Stelle, aber die Ursache saß im Bauteil: ein Abzeichen ist
Fließtext-Inhalt und gehört in ein Inline-Element. So ist auch jede künftige
Verwendung in einem Absatz richtig, und die Darstellung ändert sich nicht —
inline-flex verhält sich in beiden gleich.
Eine zweite Wehr statt Aufräumen nach dem Lauf. Ein abgebrochener Lauf lässt beim Aufräumen einen Bestand zurück, den niemand erwartet. Ein vollständiger Neuaufbau ist der einzige Zustand, den man kennt — und der Seed kann ohnehin schon alles, er brauchte nur eine Kennung aus der Umgebung.
Ein Riegel gegen den eigenen Fehler. npm run db:test-reset bricht ab,
wenn die Testkennung mit der der Beispielwehr übereinstimmt. Ein Skript, das
eine ganze Wehr löscht, braucht eine Stelle, an der es sich weigert.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Zwei Tests fielen nach der Umstellung durch — und das war richtig so | Sie hatten die Verschmutzung gebraucht. getByText("B 3 Wohnhausbrand", { exact: true }) traf bisher einen Einsatz aus einem früheren Testlauf, weil der kein Objekt hatte; der Einsatz aus dem Seed hat eines und steht in derselben Zelle |
Anker am Zellenanfang statt Prüfung auf Gleichheit |
| Der Kiosk-Test schrieb weiter in die Beispielwehr | const WEHR = "ff-musterhausen" stand fest im Test. Das Terminal merkt sich die Wehr und schreibt Mängel und Fahrten genau dorthin |
Kennung aus wehr.ts, wie überall sonst |
| Ein doppelt deklarierter Bezeichner rutschte durch den Typecheck | tests/e2e war in der tsconfig.json ausgeschlossen |
Ausnahme entfernt. Sie hat nichts gebracht: die Dateien übersetzen sauber |
| Die Anmeldung im Bildschirmfoto-Skript lief ins Leere | Bekannt aus Phase 7 — bei kaltem .next ist die Seite noch nicht hydriert |
War schon behoben; hier nur wieder aufgetreten und bestätigt |
Abweichung von der Vorgabe
Issues angelegt, obwohl CLAUDE.md das ausdrücklich verbietet („Niemals ein Issue anlegen"). Auf ausdrückliche Anweisung im Chat — die Regel stammt vom Auftraggeber, und er hat sie für diesen Vorgang aufgehoben.
Nachweise
npx tsc --noEmit— ohne Ausgabe, jetzt einschließlichtests/e2enpm run lint— ohne Beanstandungnpm run test— 495 Tests grünnpx playwright test— grün gegen die Testwehr- Die Beispielwehr steht danach unverändert auf dem Seed-Stand: 49 Geräte, 8 Einsätze, 1 Atemschutzüberwachung, 19 Termine, 4 Wiki-Seiten
2026-09-04 · Phase 8 — Lokale KI
07:30 – 11:10 · 3:40 h · Version 0.9.0
Was entstanden ist
Ein Wiki, das man befragen kann, ein Diktat, ein Berichtsassistent, eine Belegerfassung — und zwei Protokolle, die belegen, was davon eine Maschine getan hat.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Rechnen | lib/ki/zerlegen.ts, beleg-lesen.ts, anweisungen.ts, wiki.ts, vorgang.ts |
| Kanäle | lib/integrations/llm.ts (um Einbettungen und Bilder erweitert), whisper.ts |
| Server | server/routers/ki/wiki.ts, assistent.ts |
| Oberfläche | app/(app)/wiki/, belege/, ki-protokoll/, protokoll/; components/ki/ |
| Hintergrund | worker/ki.ts, zwei neue Auftragsarten |
| Betrieb | docker/postgres/Dockerfile (PostGIS und pgvector), Ollama und faster-whisper im Profil ki |
| Tests | 73 Unit, 14 E2E je Browser |
Entscheidungen
Nichts Maschinelles gelangt ungeprüft in einen Nachweis. Das ist die Regel aus Phase-8.md, und sie bestimmt den ganzen Aufbau: jede KI-Ausgabe ist zuerst ein eigener Datensatz und nicht ein Feld im Zieldokument. Es gibt keine Funktion, die eine Ausgabe erzeugt und gleich übernimmt — wer das umgehen will, muss Code schreiben, und das fällt in einer Durchsicht auf.
Die Datenbank hält gegen: Eingabe, Ausgabe, Modell und Art sind nach dem Anlegen unveränderlich, gelöscht wird nicht, und über einen Vorschlag wird genau einmal entschieden. Eine Absicht im Code ist eine Absicht; ein Trigger ist eine Zusicherung.
Kein Rückfall auf einen Anbieter. Fehlt der eigene Endpunkt, fehlt die Funktion. Ein Einsatzbericht spricht über Menschen in ihrer schlechtesten Stunde — solche Texte gehören nirgendwo anders hin als ins Gerätehaus. Und ein Rückfall, der „nur im Notfall" greift, ist genau der Fall, in dem niemand hinsieht.
Ohne Modell bleibt alles andere benutzbar. Das war der größte Einzelposten der Phase und steht in keiner Aufwandsschätzung. Vier Hinweise an vier Stellen, eine zweite Suche, die immer funktioniert, und vierzehn E2E-Tests, die genau diesen Zustand absichern — der Testlauf hat keinen Ollama daneben, und das ist Absicht.
Drei Modelle statt einem. Text, Einbettungen und Bilder sind einzeln konfigurierbar, weil ein Rechner ohne Grafikkarte das Einbettungsmodell noch flott schafft, das Textmodell zäh und das Vision-Modell praktisch nicht. Eine Wehr kann so ihr Wiki durchsuchbar machen, ohne Berichte schreiben zu lassen.
Zerlegt wird an den Überschriften, nicht nach Zeichenzahl. Weil die Fundstelle später unter der Antwort steht, und eine Fundstelle soll ein Kapitel sein. Dazu kommt die Überschriftenkette in den Einbettungstext: ein Abschnitt über „Rückzugsdruck" ohne das Wort „Atemschutz" darüber findet sich sonst nicht, wenn jemand nach Atemschutz fragt.
Markdown wird ohne HTML gerendert. Der Text kommt von Anwendern. Jeder Weg
über dangerouslySetInnerHTML wäre ein Weg für ein <script> in einer
Dienstvorschrift; der Renderer baut React-Elemente, und ein spitzes
Klammernpaar bleibt ein spitzes Klammernpaar.
HNSW statt IVFFlat. IVFFlat muss auf einem gefüllten Bestand trainiert werden und liefert auf einer frisch angelegten Tabelle schlechte Treffer. Ein Wiki wächst Seite für Seite — es gibt nie den Moment, an dem man den Index einmal aufbaut.
Ein eigenes Postgres-Image. pgvector und PostGIS gibt es nicht zusammen. Die Alternative wäre gewesen, den Kosinusabstand in TypeScript zu rechnen: geht bei zweihundert Wiki-Seiten, wird bei zweitausend zäh, und verlegt eine Aufgabe in die Anwendung, für die die Datenbank einen Index hat.
Die Audit-Log-Ansicht kam mit dazu. Sie stand seit Phase 0 als ausgegrauter Eintrag in der Navigation, markiert mit „ab Phase 8". Mit dem KI-Protokoll daneben wäre es schief geworden: die Wehr könnte nachlesen, was die Maschine getan hat, aber nicht, was Menschen getan haben. Der Router dafür existierte seit Phase 0 — es fehlte nur die Seite.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Ein kurzer Abschnitt wurde unter eine fremde Überschrift gehängt | Die Regel „zu kurz → an den vorherigen anhängen" kannte keine Kapitelgrenze. Unter einer Antwort hätte dann eine Fundstelle gestanden, in der der zitierte Satz gar nicht vorkommt | Zusammengezogen wird nur innerhalb desselben Überschriftenpfads. Gefunden hat es der Test, nicht das Ausprobieren |
prisma migrate dev wollte die Datenbank zurücksetzen |
Die zurückgerollte Migration aus Phase 7 stand noch in _prisma_migrations und galt als „applied but missing" |
Die Zeile entfernt. Ein migrate resolve --rolled-back räumt sie nicht weg |
| Prisma wollte wieder die Volltextindizes abräumen | Bekannt seit Phase 1, achte Migration in Folge | 27 DropIndex-Blöcke entfernt, im Kopf der Migration vermerkt |
Die abgeleiteten Typen der Oberfläche waren {} |
ReturnType<typeof useQuery>["data"] funktioniert bei tRPC nicht |
inferRouterOutputs<AppRouter> — wie schon in Phase 7 |
Abweichung von der Vorgabe
Das Wiki hat keine Bilder. Phase-8.md nennt sie nicht, aber man erwartet sie in einem Wiki. Sie fehlen bewusst: ein Bild in einer Seite wäre entweder eine Datei in MinIO mit eigener Rechteprüfung beim Ausliefern, oder ein Verweis auf einen fremden Server — und Letzteres verbietet die Grundregel, dass FLORIAN nichts von außen nachlädt. Nachrüstbar, wenn eine Wehr es vermisst.
Kein Streaming der Modellantwort. Der Bericht erscheint am Stück, nicht Wort für Wort. Das sähe moderner aus, ist hier aber falsch: der Text soll gelesen und gegengezeichnet werden, nicht beim Entstehen bewundert. Und ein halb geschriebener Entwurf, den jemand vorzeitig übernimmt, wäre genau die Lücke, die diese Phase schließen soll.
Nachweise
npx tsc --noEmit— ohne Ausgabenpm run test— 495 Tests grün, davon 21 neue gegen eine echte Datenbanknpx playwright test tests/e2e/wissen.spec.ts— 14 grün, ohne laufendes Modellnpm run build— 56 Routennpm run db:seed— vier Wiki-Seiten mit eigenem Textdocker compose build postgres— PostGIS 3.5 und pgvector 0.8.6 im selben Imagedocker compose config— Ollama und faster-whisper im Profilkiprüfen durch
2026-09-04 · Phase 7 — Benachrichtigungen und Termine
04:10 – 07:20 · 3:10 h · Version 0.8.0
Was entstanden ist
Der Jahresplan der Wehr und die Wege, auf denen die Mannschaft davon erfährt.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Rechnen | lib/termin/serie.ts, ics.ts, lib/benachrichtigung/vorlagen.ts, versand.ts, lib/dienstausweis.ts |
| Kanäle | lib/integrations/mail.ts (echtes SMTP), ntfy.ts, webpush.ts |
| Server | server/routers/termin/termin.ts, benachrichtigung.ts, stammdaten/dienstausweis.ts |
| Öffentlich | api/kalender/[token], ausweis/[code], api/ausweis/[code]/foto |
| Oberfläche | app/(app)/termine/, benachrichtigungen/, ausweis/ |
| Hintergrund | worker/benachrichtigung.ts, zwei neue Zeitpläne |
| Tests | 56 Unit, 17 E2E je Browser |
Entscheidungen
Niemand wird ungefragt benachrichtigt. Ein neu eingerichteter Zustellweg hat eine leere Ereignisliste. Es gibt keinen Weg, jemand anderem einen Kanal einzutragen — auch nicht für den Kommandanten. Der Seed legt bewusst keine Zustellkanäle an, obwohl das die Beispieldaten hübscher machen würde. Wer eine Wehr ungefragt anmeldet, hat binnen einer Woche eine Wehr, die die Benachrichtigungen abschaltet, und danach kommen auch die wichtigen nicht mehr an.
Serientermine werden ausgeschrieben, nicht gerechnet. Eine Regel wäre weniger Zeilen in der Datenbank und mehr Sonderfälle im Code: der Übungsabend fällt im August aus, im Dezember ist er eine Woche früher, und für jeden einzelnen gibt es Zusagen und eine Anwesenheitsliste. Ausgeschrieben ist jede dieser Ausnahmen einfach ein Datensatz, den man ändert. Der Preis sind hundert Zeilen für zwei Jahre — Kleingeld, und die Zahl steht vor dem Anlegen in der Maske.
Gerechnet wird auf dem Kalender, nicht in Millisekunden. „Monatlich" heißt
derselbe Tag im nächsten Monat. setMonth(+1) auf dem 31. Januar ergibt den
3. März, weil der Februar keinen 31. hat — ein Fehler, der in einer
Übungsserie erst im Frühjahr auffällt. Fällt der Tag im Zielmonat aus, rutscht
der Termin auf den letzten des Monats.
Anlegen und Zustellen sind getrennt. Wo ein Ereignis entsteht, wird eine Zeile geschrieben, sonst nichts. Der Worker nimmt sich, was auf WARTET steht. Wären es eine Sache, hinge das Speichern eines Termins am Antwortverhalten von Telegram. So ist die schlimmste Folge eines toten Mailservers eine Benachrichtigung, die auf FEHLGESCHLAGEN steht und sichtbar ist.
Intern bekommt den langen Text, extern die Kurzfassung. Der Mailserver
einer Wehr ist ihr eigener oder der der Gemeinde, und ein selbst betriebener
ntfy steht im Gerätehaus — dorthin dürfen Namen, Gerätebezeichnungen und
Einsatznummern. Telegram und Web-Push laufen über fremde Server und bekommen
„3 Prüfungen fällig", nicht welche. Das steht in KANAL_EXTERN an einer
Stelle, wird im Test für jeden externen Kanal geprüft und in der Oberfläche
zweimal gesagt: neben dem Kanal und über dem Vorlagenfeld.
Kein CalDAV, sondern ICS. CalDAV ist ein Schreib-Lese-Protokoll mit Rechteverwaltung und Konfliktauflösung. Gebraucht wird Lesen. Eine Adresse, die eine ICS-Datei ausliefert, kann jeder Kalender — das Format ist eine Liste von Zeilen, und die interessanten Teile (Zeitzone, Umbruch nach 75 Oktetten) stehen in zwanzig Zeilen. Eine Abhängigkeit dafür wäre in einer Anwendung ohne Netzzugang der schlechtere Tausch.
Der Ausweis gilt fünf Minuten, die Anmeldemarke eine. Beide sind mit AUTH_SECRET signiert; was sie trennt, ist der Zweck im signierten Teil. Ohne den ginge das eine als das andere durch, und der Ausweis wäre plötzlich ein Anmeldeweg. Die fünf Minuten sind der Unterschied zwischen „wird gescannt" und „wird vorgezeigt, abgelesen und weggesteckt" — und die Prüfseite nennt den Zeitpunkt der Ausstellung, weil ein Ausweis, der „gültig" sagt ohne zu sagen seit wann, wertlos ist.
Fehlgeschlagene Benachrichtigungen werden nicht abgeräumt. Der Aufbewahrungslauf nimmt sich nur die zugestellten. Eine fehlgeschlagene ist der Hinweis darauf, dass ein Kanal kaputt ist, und der verliert seinen Wert nicht durch Zeitablauf.
Erinnert wird um sieben, zugestellt jede Minute. Eine Push-Meldung um drei Uhr weckt Leute, die am nächsten Tag arbeiten müssen. Eine Absage am Dienstagabend muss dagegen ankommen, solange sie noch etwas nützt.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Die Vorlagenmaske überschrieb den gerade getippten Text | Der Effekt, der den passenden Text lädt, hing an vorlagen.data. Wird die Liste im Hintergrund nachgeladen — nach dem Speichern, beim Zurückkommen ins Fenster —, war die Eingabe weg |
Merker auf ereignis:kanal; geladen wird nur beim Wechsel der Auswahl. Gefunden hat es der E2E-Test, nicht das Ausprobieren |
personId wurde zweimal gesetzt und überschrieb sich |
Einschränkung und Ausschluss als zwei Objekt-Einträge im selben where — der zweite gewinnt still |
Beide in eine Bedingung zusammengeführt |
| Der Aufräumlauf durfte nicht löschen | REVOKE DELETE ON "benachrichtigung" gilt der Anwendungsrolle, und fuerOrganisation benutzt genau die |
Über ohneMandantenfilter mit ausdrücklichem Mandantenfilter in der Bedingung — begründet, wie es die Regel verlangt |
| Zwei E2E-Selektoren trafen zu viel | „Absagen" steckt auch in „Termin absagen"; {titel} steht im Textfeld und auf dem Platzhalterknopf |
exact: true und Suche innerhalb des Dialogs |
| Der Warteliste-Test hing an der Reihenfolge im Seed | Ob der angemeldete Nutzer schon einen Platz hat, entscheidet die Mitgliedsnummer | Test prüft jetzt die Anzeige der Warteliste — die gilt für alle |
Abweichung von der Vorgabe
Kein CalDAV, obwohl Phase-7.md „CalDAV-/ICS-Feed" nennt. Begründung oben; sie steht auch im README und in der Roadmap.
Termine einer Serie werden einzeln geändert, nicht „alle folgenden". Der Fall ist selten und mehrdeutig — meint „alle folgenden" auch die, die jemand schon von Hand verschoben hat? Absagen geht dagegen für die ganze Serie, weil das der Fall ist, der wirklich vorkommt (Sommerpause, Bauarbeiten am Gerätehaus).
Kein Push für iOS ohne Umweg. Web-Push funktioniert auf dem iPhone erst, wenn FLORIAN zum Startbildschirm hinzugefügt wurde. Das steht in der Oberfläche; ein eigener Weg dafür wäre eine App im Store, und die gibt es bewusst nicht.
Nachweise
npx tsc --noEmit— ohne Ausgabenpm run test— 422 Tests grün, davon 15 neue gegen eine echte Datenbanknpx playwright test tests/e2e/termine.spec.ts— 17 grünnpm run build— 50 Routen, darunter/termine,/benachrichtigungen,/ausweisund die beiden öffentlichen Endpunktenpm run db:seed— 19 Termine, Warteliste und abgehakte Anwesenheitdocker compose config— ntfy im Profilpushprüft durch
2026-09-04 · Phase 6 — Kartenmodule
22:10 – 01:00 · 2:50 h · Version 0.7.0
Was entstanden ist
Alles, was einen Ort hat: Löschwasser, Objekte mit Feuerwehrplan, die Lagekarte eines Einsatzes und die geplante Förderstrecke.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Rechnen | lib/karte/wasserfoerderung.ts, hydrant-import.ts, taktische-zeichen.ts |
| Server | server/routers/karte/hydrant.ts, objekt.ts, lagekarte.ts |
| Karte | components/karte/karte.tsx (MapLibre), api/lagekarte/strom |
| Oberfläche | app/(app)/karte/ mit Karte, Hydranten, Objekten, Wasserförderung; Lagekarte im Einsatz |
| Betrieb | tileserver-gl im Compose-Profil karte, docker/karten/LIESMICH.md |
| Tests | 48 Unit, 11 E2E je Browser |
Entscheidungen
Kein öffentlicher Kartendienst — auch nicht als Rückfall. Wo eine Wehr ausrückt und wo ihre Hydranten liegen, ist niemandes Geschäft. Die Kacheln kommen aus dem eigenen tileserver-gl. Ohne ihn zeigt die Karte einen leeren Grund und sagt das; Punkte, Entfernungen und Umkreissuche funktionieren weiter. Ein stiller leerer Kasten wäre die schlechtere Lösung gewesen: er sieht aus wie ein Fehler, ohne einer zu sein.
Die Umkreissuche gehört in die Datenbank. ST_DWithin auf der Geografie
mit GiST-Index rechnet in Metern und nutzt den Index. In der Anwendung wäre es
ein vollständiger Tabellendurchlauf mit Grad-Arithmetik — und gefragt wird
während der Fahrt.
Der Import rät nicht. Er erkennt viel („DN 100", „48,5031", „24.05.2026", vertauschte Achsen), aber wo die Position fehlt, wird die Zeile übersprungen statt geschätzt. Und ohne Statusangabe steht „ungeprüft" — nicht „einsatzbereit". Eine Liste, die tausend Hydranten als geprüft ausweist, weil die Spalte fehlte, wäre schlimmer als keine Liste.
Ein Ereignisstrom für beides. Die Lagekarte benutzt denselben Hook wie die Atemschutzüberwachung aus Phase 5, nur mit anderer Adresse. Zwei Ströme mit unterschiedlichem Verhalten wären ein Ort mehr, an dem sich ein Fehler verstecken kann.
Das Ergebnis der Wasserförderung wird nicht gespeichert. Nur die Eingaben. Eine gespeicherte Zahl neben geänderten Eingaben wäre falsch, ohne falsch auszusehen.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Der Druckverlust lag um den Faktor zehn daneben | Die Beiwerte waren aus dem Kopf gegriffen statt aus der Formel abgeleitet: gebraucht wird verlust = beiwert × (menge/100)², also 0,0234 für den B-Schlauch, nicht 0,23 |
Beiwerte aus den Tabellenwerten zurückgerechnet. Aufgefallen ist es nur, weil die Tests gegen die Ausbildungstabelle prüfen und nicht gegen die eigene Implementierung |
| Ein nicht erreichbarer Kartenserver ließ die Karte kaputt aussehen | Der Hinweis „kein Hintergrund" hing an stilUrl === null, nicht daran, ob der Stil geladen wurde |
MapLibre meldet den Fehlschlag; die Karte fällt jetzt in denselben ehrlichen Zustand wie ohne Server |
| Die Klicks in die Karte gingen im E2E-Test ins Leere | Die Lagekarte liegt unten auf der Einsatzseite, außerhalb des Fensters. page.mouse klickt in Fensterkoordinaten |
Karte vor dem Klick ins Bild holen |
| Prisma wollte wieder die Volltextindizes abräumen | Bekannt seit Phase 1 | DropIndex-Block aus der Migration entfernt, im Kopf vermerkt |
Abweichung von der Vorgabe
Keine Cluster-Darstellung. Phase-6.md nennt sie. Bei 24 Löschwasserstellen im Beispiel und einigen hundert in einer echten Wehr sind Cluster eine Lösung für ein Problem, das erst bei Zehntausenden entsteht — und sie verstecken genau das, was man sehen will: die Lücke im Netz. Nachrüstbar, wenn eine Wehr mit großem Ausrückegebiet es vermisst.
Kein Höhenprofil aus einem Geländemodell. Die Höhe je Punkt wird von Hand eingetragen. Ein Höhenmodell (SRTM, DGM) wäre ein weiterer Datensatz von hunderten Megabyte, den jede Wehr selbst beschaffen müsste. Die Rechnung ist ohne Höhe zu günstig — und das steht auch so an der Eingabe.
Nachweise
npx tsc --noEmit— ohne Ausgabenpm run test— 354 Tests grünnpx playwright test tests/e2e/karte.spec.ts— 22 grün (Desktop und Tablet)npm run build— 44 Routennpm run db:seed— 24 Löschwasserstellen, 3 Objekte, Standorte verortet
2026-09-03 · Phase 5 — Atemschutz nach FwDV 7
19:40 – 22:20 · 2:40 h · Version 0.6.0
Was entstanden ist
Die Atemschutzüberwachung. Sieben Tabellen, ein Ereignisstrom, ein lückenloses Protokoll — und der Hinweis über allem, dass die analoge Überwachung führend bleibt.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Rechnen | lib/atemschutz/berechnung.ts, tauglichkeit.ts, verfuegbarkeit.ts |
| Server | server/routers/atemschutz/ueberwachung.ts, traeger.ts |
| Strom | app/api/atemschutz/strom/route.ts, components/atemschutz/stand.ts |
| Protokoll | lib/atemschutz/protokoll.ts, protokoll-erzeugen.ts, api/atemschutz/protokoll |
| Oberfläche | app/(app)/atemschutz/, components/atemschutz/ |
| Tests | 51 Unit, 17 Datenbank, 8 E2E je Browser |
Entscheidungen
Server-Sent Events statt Socket.IO. Phase-5.md nennt Socket.IO; das
verlangt in Next.js einen eigenen Node-Server und damit ein anderes
Deployment. Gebraucht wird aber nur eine Richtung: der Server meldet „es hat
sich etwas geändert", der Browser holt den Stand über tRPC. Ein Route Handler
genügt, EventSource verbindet nach einem Abbruch von selbst neu, und
next start bleibt wie es ist. Nach Rücksprache so entschieden.
Es gibt keinen Timer. Kein Zähler, kein Intervall, das Zeit führt. Jede Dauer entsteht aus zwei Zeitstempeln — einem aus der Datenbank, einem von der Uhr. Damit ist die Anforderung „übersteht Reload und Verbindungsabbruch" keine Funktion, die man testen muss, sondern eine Eigenschaft, die sich nicht verlieren lässt. Getestet wird sie trotzdem.
Der Rückzugsdruck nach dem doppelten Anmarschverbrauch. Nach Rücksprache: die Wehr rechnet mit dem tatsächlichen Verbrauch auf dem Hinweg. Solange keine Zielmeldung vorliegt, greift die Zwei-Drittel-Regel — sie liegt höher, ist also die vorsichtigere Annahme, und das steht auch so auf der Karte.
Die Tauglichkeit sperrt niemanden. Neben jedem Namen steht, ob die Person nach FwDV 7 einsetzbar wäre und was fehlt. Verweigert wird nichts. Ein Programm, das im Einsatz eine Person blockiert, wird umgangen — und dann steht am Ende gar nichts im Protokoll. Der Hinweis nützt, die Sperre schadet.
Das Protokoll ist doppelt gesichert. Entzogene Rechte und ein Trigger
auf druckmessung und atemschutz_ereignis. Eine Sperre hätte gereicht; bei
einer Aufzeichnung, an der Menschenleben hängen, ist die zweite ihren Preis
wert.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Ein gekapptes Netz ließ die Anzeige „Verbunden" melden | context.setOffline() trennt einen offenen SSE-Strom in Chromium nicht — er liefert weiter. Der Test prüfte damit etwas anderes als gedacht. Schlimmer: bei einem echten Abriss schweigt EventSource, ohne einen Fehler zu melden |
Der Server schickt alle zwei Sekunden ein Lebenszeichen; bleibt es acht Sekunden aus, gilt die Verbindung als tot. Der Test schneidet den Strom jetzt über eine abgewiesene Route ab, statt das Netz zu kappen |
| Prisma meldete den Teilindex nicht beim Namen | Ein UNIQUE INDEX … WHERE erscheint als verletzte Eindeutigkeit auf der Spalte |
Zusicherung im Test daran angepasst, mit Verweis auf den Index |
| Die Bildschirmfotos zeigten Testleichen | 34 Überwachungen aus den E2E-Läufen standen über der einen echten aus dem Seed | Rückstände in der Entwicklungsdatenbank abgeräumt, Auswahl im Skript auf Nicht-Testdaten eingegrenzt. Die Ursache bleibt: die E2E-Suite schreibt in die Demowehr |
Abweichung von der Vorgabe
Kein Socket.IO. Siehe oben — nach Rücksprache durch Server-Sent Events ersetzt. Die Roadmap ist entsprechend berichtigt.
Kein RFID-Scan beim Truppanlegen. Phase-5.md nennt „Truppanlage per RFID-Scan oder Auswahl". Umgesetzt ist die Auswahl. Der Kartenleser hängt am Terminal im Gerätehaus (Phase 4) und meldet dort Personen an; am Überwachungsschirm steht der Überwacher mit einem Tablet und wählt zwei Namen aus einer Liste, auf der ohnehin die Tauglichkeit steht. Der Scan wäre dort ein zweiter Weg zum selben Ziel — nachrüstbar, wenn er im Betrieb vermisst wird.
Nachweise
npx tsc --noEmit— ohne Ausgabenpm run test— 306 Tests grün, davon 36 gegen eine echte Datenbanknpx playwright test tests/e2e/atemschutz.spec.ts— 16 grün (Desktop und Tablet)npm run db:seed— Nachweise und eine abgeschlossene Überwachung angelegt
2026-09-03 · Phase 4 — Kiosk-PWA im Gerätehaus
14:40 – 17:40 · 3:00 h · Version 0.5.0
Was entstanden ist
Das Terminal an der Wand. Sieben neue Tabellen, eine eigene Oberfläche unter
/kiosk, ein Service Worker und eine Warteschlange, die den Betrieb ohne Netz
trägt.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Datenmodell | Fahrt, Anwesenheit, Waescheabgabe, Inventurgang, Inventurposten, KioskVorgang, SyncKonflikt |
| Offline | public/sw.js, lib/kiosk/outbox.ts, components/kiosk/warteschlange.tsx |
| Anmeldung | lib/kiosk/anmeldemarke.ts, Anbieter terminal-marke in lib/auth.ts, components/kiosk/anmeldung.tsx |
| Oberfläche | app/kiosk/ mit Kacheln, sechs Wizards, Monitor und Einrichtung |
| Verwaltung | app/(app)/terminal/, app/(app)/anmeldemarke/ |
| Server | server/routers/kiosk/kiosk.ts, lib/integrations/wetter.ts |
| Tests | tests/unit/kiosk-marke.test.ts, kiosk-outbox.test.ts, kiosk-datenbank.test.ts, tests/e2e/kiosk.spec.ts |
Entscheidungen
Die Warteschlange ist der einzige Weg, auch online. Es wäre naheliegend, online direkt zu senden und nur im Fehlerfall zu puffern. Dann gäbe es zwei Wege durch den Code — und der seltenere wäre der ungetestete, also genau der, der im Gerätehaus gebraucht wird. Jetzt läuft alles durch dieselbe Bahn, und der Offline-Fall ist der Normalfall mit längerer Wartezeit.
Die Kennung erzeugt der Browser, nicht der Server. crypto.randomUUID()
beim Einreihen. Damit ist sie derselbe Wert über beliebig viele Sendeversuche
hinweg, und der Server kann einen wiederholten Vorgang erkennen, statt ihn
doppelt zu buchen. Die Kennung ist der Primärschlüssel von kiosk_vorgang, und
die Datenbank verweigert dem Anwendungszugang UPDATE und DELETE darauf —
sonst ließe sich die Spur nachträglich glätten.
Konflikte werden nicht erzwungen und nicht verworfen. Ein Tablet, das drei
Tage offline war, schickt Vorgänge, deren Ziel es nicht mehr gibt oder das
inzwischen festgeschrieben ist. Beides ist kein Fehler des Anwenders. Der
Vorgang landet in sync_konflikt, verschwindet aus der Warteschlange (er ist
angekommen) und wartet unter /terminal auf eine Entscheidung.
Die Prüfung bleibt online. Der Wizard aus Phase 2 mit Checkliste, Messwerten,
Fotos und Unterschrift lässt sich nicht sinnvoll in eine Warteschlange legen —
und ein halb erfasstes Protokoll ist schlechter als keins. Die Kachel zeigt
deshalb „braucht Netz" und ist ohne Verbindung gesperrt, statt ins Leere zu
führen. PRUEFUNG_ERFASSEN steht trotzdem im Datenmodell: die Atemschutzprüfung
in Phase 5 ist kurz genug dafür.
Die Anmeldemarke wird signiert, nicht gespeichert. HMAC über Person, Wehr
und Zeitstempel mit AUTH_SECRET, gültig 60 Sekunden. Keine Tabelle, kein
Aufräumjob, kein zweiter Ort mit einem Geheimnis — und ein abfotografierter
Code aus der Umkleide ist nach einer Minute wertlos.
Der Kartenleser hängt am Fenster, nicht an einem Eingabefeld. Ein RFID-Leser tippt die Kennung in Millisekunden und schließt mit Enter ab. Wer die Karte auflegt, soll vorher nichts antippen müssen; unterschieden wird am Anschlagstempo (60 ms), nicht am Fokus.
Wetterwarnungen sind aus. Es ist die einzige Verbindung, die FLORIAN von
sich aus nach außen aufbaut. Wer sie einschaltet, soll das bewusst tun; ohne
DWD_WARNCELL passiert nichts, und bei Ausfall bleibt die Kachel leer statt
den Monitor aufzuhalten.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Die Warteschlange schickte einen liegen gebliebenen Vorgang nie ein zweites Mal | jetztSenden hatte das Mutationsobjekt von React Query in den Abhängigkeiten. Das ist bei jedem Rendern ein neues, also änderte sich die Identität der Funktion dauernd, der Effekt lief neu, zog den 20-Sekunden-Zeitgeber neu auf — und der lief nie ab. Dazu wurde der online-Zuhörer ständig neu registriert und verpasste das Ereignis manchmal |
Mutation, tRPC-Werkzeuge und das „läuft gerade"-Kennzeichen über Referenzen statt über Abhängigkeiten. Damit ist jetztSenden stabil |
Der Produktionsbuild brach bei /kiosk/einrichten ab |
useSearchParams() ohne Suspense-Grenze lässt sich nicht vorab erzeugen |
<Suspense> um das Formular |
Der Build brach bei wetter.ts ab |
Der Hallenmonitor ist eine Client-Komponente und importierte die Warnstufentexte aus einem server-only-Modul |
Texte nach lib/integrations/wetter-texte.ts, dieselbe Trennung wie bei qr.ts / qr-parser.ts |
| Der Outbox-Test lief ins Leere | speicherVerfuegbar() fragt window, und die Testsuite läuft in Node |
Diese Datei unter jsdom (@vitest-environment) mit fake-indexeddb |
| Das Einrichtungsformular ließ sich im Test nicht abschicken | Playwright klickte, bevor der Effekt die Felder aus der Adresse gefüllt hatte — das Pflichtfeld war leer | Im Test auf die Feldwerte warten |
| Der Idempotenztest sah in der Verwaltung kein Anmeldeformular | Im selben Browserkontext lief noch die Terminalsitzung, und /anmelden leitet Angemeldete weiter |
Prüfung in einen eigenen Test mit frischem Kontext |
getByText("B 3 Wohnhausbrand") in den Einsatztests wurde mehrdeutig |
Frühere E2E-Läufe haben Einsätze mit ähnlichem Stichwort in der Demowehr angelegt | exact: true; die eigentliche Ursache bleibt offen (siehe unten) |
Abweichung von der Vorgabe
Kein Auto-Logout nach 90 Sekunden. Die Roadmap nennt 90 Sekunden, die
Konfiguration hatte schon KIOSK_IDLE_TIMEOUT=120. Der konfigurierte Wert
gewinnt — 90 Sekunden sind knapp, wenn jemand mitten in einer Mangelmeldung
noch das Foto machen muss. Die Roadmap ist entsprechend berichtigt.
npm run lint läuft in diesem Projekt nicht. Es gibt keine
ESLint-Konfiguration; next lint fragt interaktiv nach einer. Das ist älter als
diese Phase und in ihr nicht behoben — es würde quer über alle bisherigen
Dateien Befunde erzeugen und gehört in einen eigenen Schritt.
Nachweise
npx tsc --noEmit— ohne Ausgabenpm run test— 258 Tests grün, davon 19 gegen eine echte Datenbanknpx playwright test tests/e2e/kiosk.spec.ts— 18 Tests grün (Desktop und Tablet)npm run build— 34 Routen, 103 kB gemeinsames JavaScriptnpm run db:seed— Fahrtenbuch, Anwesenheiten und Wäsche angelegt
2026-09-03 · Phase 3 — Einsätze und Übungen
12:25 – 14:35 · 2:10 h · Version 0.4.0
Was entstanden ist
Ab hier dokumentiert die Wehr, was sie tut. Acht neue Tabellen, ein öffentlich erreichbares Portal und die Zahlen, nach denen die Gemeinde fragt.
Schnellerfassung. Im Alarmfall fragt FLORIAN drei Dinge: Stichwort, Ort, welche Fahrzeuge raus sind. Alarmzeit ist der Moment des Anlegens. Alles Weitere wird nachgetragen, wenn wieder Ruhe ist.
Zeitstempel und Kennzahlen. Sechs Stempel, je ein Knopf. Daraus rechnet sich Ausrückzeit, Anfahrtszeit, Hilfsfrist und Einsatzdauer.
Stärke nach FwDV 3. Aus den Funktionen der Mannschaft, in der üblichen Schreibweise, mit Zuordnung zur taktischen Einheit.
Einsatzbericht. Als PDF über Gotenberg, mit der Freigabe festgeschrieben. Dazu der Jahresexport quer gedruckt für die Gemeinde.
Statistik. Kategorien nach Landesstatistik, Verteilung der Hilfsfristen mit dem 80-Prozent-Wert, Beteiligung je Person, Auslastung je Fahrzeug.
Portal für Fremdwehren. Ein signierter Link ohne Anmeldung: Stand sehen, Lagemeldung mit Foto absetzen. Zeitlich begrenzt, mengenbegrenzt, widerrufbar.
Übungen. Thema, Lernziele, Anwesenheit zum Abhaken — die Grundlage für die Teilnahmequote in der Jahreshauptversammlung.
Entscheidungen
Die Hilfsfrist wird als 80-Prozent-Wert ausgewiesen, nicht als Durchschnitt. Der Durchschnitt sagt bei Eintreffzeiten nichts: ein einzelner Einsatz auf der Autobahn zieht ihn nach oben, während neunzig Prozent der Fälle im Ort liegen. In Bayern gilt als Ziel, in 80 Prozent der Fälle binnen zehn Minuten da zu sein — also ist genau das die Zahl.
Hinweise statt Sperren bei Zeiten und Stärke. Eine verdrehte Reihenfolge oder eine fehlende Führungskraft wird angezeigt, aber nicht verhindert. Einsätze werden Tage später aus dem Gedächtnis nachgetragen; ein Einsatz mit unsicheren Zeiten ist immer noch besser als einer, den niemand erfasst, weil das Formular ihn nicht angenommen hat.
Der freigegebene Bericht ist unveränderbar — Lagemeldungen nicht. Der Bericht geht an die Gemeinde, die Meldungen sind das Protokoll des Verlaufs. Eine Meldung aus dem Portal kann eintreffen, wenn der Bericht längst geschrieben ist; sie nachträglich abzuweisen wäre falsch.
Das Portal zeigt bewusst wenig. Stichwort, Ort, Zeitstempel und Meldungen — also das, was an der Einsatzstelle ohnehin jeder sieht. Keine Namen von Einsatzkräften, kein Bericht, keine Navigation. Der Link ist ein Fenster auf einen Einsatz, keine Tür in die Anwendung.
Koordinaten liegen doppelt. Als Dezimalgrad, die Prisma lesen kann, und als PostGIS-Punkt für die Karte ab Phase 6. Ein Trigger hält beides zusammen — sonst wäre jede Schreiboperation Roh-SQL geworden, und ein über einen anderen Weg angelegter Einsatz fehlte später auf der Karte.
Geocoding nur gegen einen eigenen Nominatim. Einsatzadressen sagen, wo es gebrannt hat. Solche Anfragen gehören nicht an einen fremden Dienst — und die Nutzungsbedingungen des öffentlichen Nominatim erlauben es ohnehin nicht.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Prisma wollte wieder die Suchindizes löschen | wie in Phase 2: gin_trgm und gist kennt das Schema nicht | DROP INDEX-Zeilen aus der erzeugten Migration entfernt, mit Kommentar |
| Der Prisma-Client ließ sich nicht neu erzeugen | die Engine-DLL war vom laufenden Entwicklungsserver gesperrt | Server und Worker beenden, dann erzeugen — unter Windows unvermeidlich |
| Die Anwesenheitsliste blieb leer | sie forderte 300 Mitglieder an, erlaubt sind 200 je Seite | auf 200 gesetzt; aufgefallen in der Server-Ausgabe während der E2E-Tests |
| Zwei E2E-Tests schlugen im Gesamtlauf fehl, einzeln aber nicht | die erste Übersetzung einer Route dauert unter Last länger als das Erwartungslimit | Limit von 15 auf 25 Sekunden — Wartezeit des Entwicklungsservers, kein Fehler der Anwendung |
Abweichung von der Vorgabe
Keine. Alle acht Tabellen tragen organisationId und stehen unter Row
Level Security, jede schreibende Operation protokolliert, gelöscht wird weich.
Eine Ergänzung: die Portalprozeduren sind die ersten öffentlich erreichbaren Endpunkte in FLORIAN. Sie prüfen den Token selbst, laufen für die Suche des Zugangs bewusst ohne Mandantenfilter (begründet im Code) und arbeiten danach im Mandantenkontext der gefundenen Wehr.
Offen und bewusst so gelassen
Die Zuordnung der Funktionen zur Stärke ist regional unterschiedlich. Hier
zählt der Maschinist zur Mannschaft und nur der Truppführer als Unterführer;
eine Gruppe ergibt damit 1/3/5/9. Andere Wehren rechnen anders. Die Zuordnung
steht an einer Stelle in lib/einsatz/staerke.ts und ist leicht zu ändern —
bestätigt ist sie noch nicht.
Nachweise
npm run typecheck— ohne Ausgabenpm run test— 207 Tests grün, davon 32 gegen eine echte Datenbanknpm run test:e2e— 95 Tests grün, 2 übersprungennpm run build— 38 Routendocker compose up -d— Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg gesund
2026-09-03 · Phase 2 — Wartungs- und Prüfmanagement
09:55 – 12:20 · 2:25 h · Version 0.3.0
Was entstanden ist
Das Modul, wegen dem eine Wehr so ein Programm überhaupt einführt. Ab hier ersetzt FLORIAN den Ordner mit den Prüfnachweisen.
Datenmodell. Elf neue Tabellen: Wartungsvorlage und Checklistenpunkt als Regel, Wartungstermin als deren Anwendung auf ein einzelnes Gerät, Prüfung mit Einzelergebnissen und Unterschriften als Nachweis, dazu Mangel, Rückruf mit betroffener Bauart und je Gerät ein Bearbeitungsstand, und schließlich Erinnerung als Nachweis und Sperre gegen Doppelversand in einem.
Fristen-Dashboard. Vier Töpfe nach Dringlichkeit, jede Zahl gleichzeitig ein Filter, darunter die Verteilung nach Fahrzeug, Standort, Gerätetyp oder Zuständigem. Daneben die Lebensdauerüberwachung mit Aussonderungsvorschlag.
Prüfwizard. Ein Punkt je Bildschirm, Foto aus der Kamera, Zeiterfassung im Hintergrund, Unterschrift auf einem Zeichenfeld. Jede Antwort geht sofort zum Server; ein abgebrochener Durchgang wird beim nächsten Öffnen fortgesetzt.
Protokoll. Der Worker rendert über Gotenberg ein PDF mit Kopf, Checkliste, eingebetteten Fotos und Unterschriften und legt es in MinIO ab. Laufende Nummer je Wehr und Jahr.
Nächtlicher Lauf. Termine planen, Gerätestatus nachziehen, erinnern bei T-30, T-7, T-0 und einmal bei Überfälligkeit — als Sammelnachricht je Empfänger.
Entscheidungen
Die Unveränderbarkeit sitzt in der Datenbank, nicht im Code. Ein Trigger
weist jede Änderung an einer abgeschlossenen Prüfung ab, auch für den
Eigentümer-Zugang. Zulässig bleiben drei Dinge, die das Protokoll ergänzen
statt es zu verfälschen: der Wechsel auf „ersetzt", das Nachtragen des PDF,
solange keines hinterlegt ist, und geaendertAm. Dasselbe gilt für die
Bestandteile — sonst ließe sich ein festgeschriebenes Protokoll über den Umweg
der Einzelergebnisse verändern.
Der Grund ist derselbe wie beim Audit-Log in Phase 0: ein vergessener Zustandscheck in einem Router reicht sonst, um den Nachweis wertlos zu machen.
„Überfällig" wird gerechnet, nicht gespeichert. Ein gespeicherter Zustand
läuft der Uhr hinterher — ein Termin, der heute Nacht fällig geworden ist,
stünde bis zum nächsten Lauf als „offen" da. Aus demselben Grund kennt
WartungsterminStatus nur offen, erledigt und entfallen.
Pflichtpunkt heißt: davon hängt die Einsatzbereitschaft ab. Ein beanstandeter Pflichtpunkt bedeutet „nicht bestanden" und sperrt das Gerät, ein beanstandeter Kann-Punkt „bestanden mit Mängeln". Damit ist das Ergebnis eine fachliche Aussage und keine Zählübung. Übersteuern darf der Prüfer trotzdem — er trägt die Verantwortung, nicht die Software.
Bestanden hebt eine bestehende Sperre nicht auf. Wer ein Gerät gesperrt hat, hatte einen Grund, und der kann außerhalb dieser Prüfung liegen. Von selbst löst sich nur „Prüfung fällig".
Melden darf jedes Mitglied. Der Mangel fällt dem auf, der das Gerät benutzt. Eine Hürde beim Melden führt dazu, dass gar nicht gemeldet wird — und ein nicht gemeldeter Riss im Schlauch ist gefährlicher als eine Fehlmeldung, die jemand wieder verwirft.
Die Rückrufsuche ist ein Vorschlag. Seriennummern werden als Text verglichen; das stimmt bei gleicher Stellenzahl und sonst nicht immer. Eine automatische Sperre auf dieser Grundlage wäre gefährlicher als hilfreich.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Prisma wollte die Suchindizes aus Phase 1 löschen | gin_trgm- und gist-Indizes kennt das Schema nicht | die DROP INDEX-Zeilen aus der erzeugten Migration entfernt, mit Kommentar für den nächsten, der sie neu erzeugt |
| Der Seed brach beim Beispielprotokoll ab | er legte die Prüfung fertig an, und der Trigger verbot die Ergebnisse dazu | erst Entwurf, dann abschließen — genau wie im Wizard |
| Zwei gleichzeitig abgeschlossene Prüfungen zogen dieselbe Protokollnummer | die Nummer kam aus einer Zählung ohne Sperre | Transaktionssperre je Wehr und Jahr, Nummer aus dem Höchstwert statt aus der Anzahl |
| Der Worker startete außerhalb des Containers nicht | .env wurde nicht geladen, und server-only wirft unter Node |
dotenv/config und --conditions=react-server in beiden Startbefehlen |
| Der Wizard-Test klickte ins Leere | die Mauskoordinaten beziehen sich auf das Fenster, das Zeichenfeld lag darunter | vor dem Zeichnen ins Bild holen |
| Zwei E2E-Projekte teilten sich denselben Prüfentwurf | Desktop und Tablet laufen parallel unter demselben Benutzer | je Projekt ein eigenes Gerät |
Abweichung von der Vorgabe
Keine. Alle elf Tabellen tragen organisationId und stehen unter Row Level
Security, jede schreibende Operation protokolliert, gelöscht wird weich.
Eine Ergänzung zur Regel „Prüfdaten werden nie hart gelöscht": ein Prüfentwurf darf verschwinden. Er ist noch kein Nachweis, sondern ein abgebrochener Vorgang; ihn aufzuheben würde die Liste der offenen Prüfungen zumüllen. Ab dem Abschluss greift die Sperre.
Was aufgefallen ist
Der Navigationseintrag „Protokoll" (/protokoll) zeigt seit Phase 1 auf eine
Seite, die es nicht gibt. Das Audit-Log ist über tRPC abrufbar, hat aber keine
Ansicht. Gehört in ein eigenes Issue.
Nachweise
npm run typecheck— ohne Ausgabenpm run test— 161 Tests grün, davon 18 gegen eine echte Datenbanknpm run test:e2e— 71 Tests grün, 2 begründet übersprungen (Desktop und Tablet)npm run build— 30 Routendocker compose up -d— Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg gesund; Worker richtet die Zeitpläne ein und erzeugt die Protokoll-PDFs in gut einer Sekunde
2026-09-03 · Phase 1 — Nachtrag: Geräteformular
08:30 – 09:20 · 0:50 h
Was entstanden ist
Die letzte offene Lücke aus Phase 1: ein Formular zum Anlegen und Bearbeiten eines einzelnen Geräts. Bis dahin konnte man Geräte nur über den Import erfassen — für einen Bestand richtig, für den einen nachbeschafften Gerät umständlich.
| Datei | Inhalt |
|---|---|
components/stammdaten/geraet-formular.tsx |
das Formular, geteilt von Anlegen und Bearbeiten |
components/stammdaten/geraet-formular-werte.ts |
Typ und Vorgabewerte, bewusst ohne "use client" |
components/ui/textarea.tsx |
fehlender Baustein |
app/(app)/geraete/neu/page.tsx |
Anlegen |
app/(app)/geraete/[id]/bearbeiten/page.tsx |
Bearbeiten |
tests/e2e/geraet-formular.spec.ts |
7 Tests |
Entscheidungen
Die Lagerung ist ein Umschalter, keine zwei Auswahlfelder. Standort und Fahrzeug schließen sich aus. Zwei nebeneinanderstehende Felder laden dazu ein, beide zu füllen; die Datenbank weist das ab, aber eine Fehlermeldung nach dem Absenden ist schlechter als ein Formular, in dem der Fehler gar nicht möglich ist. Beim Wechsel des Fahrzeugs wird der Geräteraum geleert — er gehört zum Fahrzeug.
Die Fristen werden schon beim Tippen vorgerechnet. Wer ein Prüfintervall einträgt, sieht sofort, wann die nächste Prüfung fällig wird. Gerechnet wird mit denselben Funktionen wie auf dem Server; beim Speichern rechnet der Server erneut und behält das letzte Wort. Die Vorschau ist Anzeige, keine Quelle.
Bei nur einem Standort wird er vorbelegt. Das ist bei den meisten Wehren der Fall, und ein Pflichtfeld weniger ist ein Klick weniger.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Formular stürzte beim ersten Rechnen ab | LEERES_GERAET lag im "use client"-Modul; eine Server-Komponente bekommt beim Import nur eine Client-Referenz, das Spreaden ergibt undefined |
Werte in ein eigenes Modul ohne "use client" |
| E2E fand die Felder nicht | getByLabel vergleicht den Text des <label>, nicht den zugänglichen Namen — am Pflichtfeld steht dort ein Sternchen |
Tests suchen über die Rolle; das Sternchen bekam zusätzlich aria-hidden, weil es sonst vorgelesen wird |
fill() blieb bei Datumsfeldern wirkungslos |
Chromium nimmt bei input[type=date] keinen gesetzten Wert über fill() an |
Datum wird getippt, wie es ein Mensch auch täte |
| Zwei Tests scheiterten unter Touch-Emulation | dort öffnet Chromium den Auswähler des Betriebssystems statt Zeichen anzunehmen | begründet übersprungen; die Rechnung selbst deckt der Unit-Test ab |
| Anmeldung im Screenshot-Skript lief ins Zeitlimit | bei kaltem .next übersetzt next dev die Route erst beim ersten Aufruf |
Zeitlimit von 20 auf 90 Sekunden |
Nachweise
npm run typecheck— ohne Ausgabenpm run test— 104 Tests grünnpm run test:e2e— 56 grün, 2 begründet übersprungennpm run build— 19 Routen- Testgeräte aus dem E2E-Lauf wurden aus der Entwicklungsdatenbank entfernt
2026-09-03 · Phase 1 — Stammdaten
07:10 – 08:25 · 1:15 h · Version 0.2.0
Was entstanden ist
41 neue Quelldateien, der Umfang wächst von rund 6.100 auf 15.600 Zeilen.
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Datenmodell | 5 neue Tabellen (Standort, Geraeteraum, Geraetetyp, Qualifikationstyp, Qualifikation), Fahrzeug und Geraet deutlich erweitert, 2 Migrationen |
| Fachlogik | fristen.ts (Prüftermine, Lebensdauer, Statusableitung), qr.ts und qr-parser.ts, etiketten.ts, pdf.ts, import.ts und import-felder.ts |
| Server | 8 tRPC-Router mit Liste, Detail, Anlegen, Ändern, Massenbearbeitung und Verlauf |
| Oberfläche | Geräteliste mit Suche und Spaltenauswahl, Gerätedetail mit QR, Fahrzeugliste und -detail mit Beladung, Mitgliederliste, Mitgliedsdetail, Qualifikationen, Import-Assistent, QR-Scanner |
| Daten | Seed erweitert: 3 Standorte, 20 Geräteräume, 14 Gerätetypen, 49 Geräte, 14 Qualifikationstypen, 107 Qualifikationen |
| Tests | 104 Vitest-Tests (vorher 32), 44 Playwright-Tests (vorher 10) |
Entscheidungen
Der Gerätetyp ist Vorgabe, das Gerät darf abweichen. Vierzig Pressluftatmer
haben dasselbe Prüfintervall — das gehört einmal an den Typ und nicht
vierzigmal an das Gerät. Wo der Hersteller für eine Charge etwas anderes
vorschreibt, gewinnt der Wert am Gerät. Umgesetzt in effektiverWert(), das
bewusst zwischen null und 0 unterscheidet: ein Intervall von 0 ist eine
Angabe, kein fehlender Wert.
Ein Gerät liegt entweder an einem Standort oder auf einem Fahrzeug. Beides gleichzeitig wäre eine Falschangabe, keines von beidem auch. Das steht als Prüfbedingung in der Datenbank, nicht nur im Formular — und ein Trigger prüft zusätzlich, dass ein angegebener Geräteraum wirklich zu dem angegebenen Fahrzeug gehört. Das ließe sich als CHECK nicht ausdrücken.
Der QR-Code enthält die Inventarnummer, nicht die UUID. Eine UUID wäre 36 Zeichen lang; der Code bekäme ein feines Muster, und auf einem 38 × 21 mm großen Etikett im staubigen Geräteraum wird das unzuverlässig. Die Inventarnummer steht ohnehin lesbar daneben, und wer den Code mit einem beliebigen Scanner liest, sieht sofort, um welches Gerät es geht.
Der Import liest die Datei zweimal. Die Vorschau zeigt, was passieren würde; beim Übernehmen wird die Datei erneut hochgeladen und serverseitig neu eingelesen. Es wandert kein einziger Wert aus dem Browser in die Datenbank. Der Preis ist eine zweite Übertragung — bei den Größen, um die es geht, kein Thema.
Der Etikettenbogen kann an beliebiger Position beginnen. Wer drei Etiketten braucht, soll nicht einen ganzen Bogen opfern.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Fristen um einen Tag verschoben | startOfDay aus date-fns rechnet in der Zeitzone des Servers; ein DATE aus der Datenbank kommt als UTC-Mitternacht und landete dadurch auf dem Vortag |
eigene Kalenderarithmetik auf UTC-Bestandteilen, „heute“ über Europe/Berlin bestimmt |
ctx.sitzung blieb nullbar |
t.middleware() erzeugt eine Middleware auf dem Wurzelkontext; die Verengung aus der vorigen Middleware ging verloren |
Middleware direkt als Funktion an .use() übergeben |
| Import-Tests brachen beim Laden ab | import "server-only" wirft beim blossen Import, und Vitest ist weder Server noch Browser |
im Testlauf durch ein leeres Modul ersetzt (tests/stubs/server-only.ts) |
| 15 E2E-Tests im Zeitlimit | next dev übersetzt jede Route erst beim ersten Aufruf; zu viele parallele Erstaufrufe |
Worker auf 4 begrenzt, Zeitlimit angehoben |
| 5 weitere E2E-Tests rot | CardTitle war ein div und damit keine Überschrift |
in der Komponente auf ein echtes h3 umgestellt — behebt zugleich einen Zugänglichkeitsmangel |
| Erste Bilder zeigten Ladebalken | „networkidle“ greift zu früh: die Listen holen ihre Daten erst nach, wenn React im Browser gelaufen ist | Screenshot-Skript wartet, bis keine Ladeanzeige mehr im Baum ist |
| Demodaten inkonsistent | die 40 Geräte aus Phase 0 hatten keinen Gerätetyp, und der Seed ist idempotent | Geräte-Zeilen der Entwicklungsdatenbank gezielt geleert und neu eingespielt |
Abweichung von der Vorgabe
prisma migrate reset wurde nicht ausgeführt. Der naheliegende Weg, die
Demodaten sauber neu aufzubauen, verlangt eine ausdrückliche Freigabe — Prisma
verweigert den Befehl gegenüber einem KI-Agenten ohne Zustimmung. Statt zu
fragen wurde der schmalere Weg gewählt: nur die Tabelle geraet der
Entwicklungsdatenbank geleert und neu eingespielt.
Kein eigenes Formular zum Anlegen von Geräten. Die Router können anlegen, ändern, umlagern und aussondern; die Oberfläche dazu deckt Liste, Detail, Massenbearbeitung und Import ab. Ein einzelnes Anlegeformular fehlt noch — in der Praxis kommen Bestände als Tabelle herein, und einzelne Neuzugänge lassen sich bis dahin über den Import erfassen. Nachzuholen in Phase 2, wo ohnehin Formulare für Prüfungen entstehen.
Nachweise
npm run typecheck— ohne Ausgabenpm run test— 104 Tests grün, davon 8 gegen eine echte Datenbanknpm run test:e2e— 44 Tests grün (Desktop und Tablet)npm run build— 17 Routen, 103 kB gemeinsames JavaScriptnpm run screenshots— 18 Bilder, hell und dunkel- Keine Konsolenfehler und keine Hydratationswarnungen im Browser
2026-09-02 / 03 · Phase 0 — Fundament
23:13 – 00:13 · 1:00 h · Version 0.1.0
Was entstanden ist
46 Quelldateien, rund 6.100 Zeilen. Im Einzelnen:
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Betrieb | docker-compose.yml (7 Dienste), Entwicklungs-Override, mehrstufiges Dockerfile, Postgres-Initialisierung, .env.example mit Kommentar zu jeder Variable |
| Datenmodell | Prisma-Schema mit 11 Tabellen, 3 Migrationen |
| Kern | env, db, authz, storage, audit, auth, passwort, warteschlange, 3 Integrationsschnittstellen |
| Server | tRPC v11 mit drei Prozedurarten, Kontext, Wurzel-Router |
| Oberfläche | Layout, Seitenleiste, Anmeldeseite, Übersicht, 5 shadcn-Bausteine, Farbwelt in OKLCH |
| Daten | Seed: 1 Wehr, 9 Rollen, 38 Rechte, 16 Personen, 3 Fahrzeuge, 40 Geräte |
| Tests | 32 Vitest-Tests, 10 Playwright-Tests |
| Doku | README, Anleitung, Roadmap, Aufwandsschätzung, Versionierung, Changelog |
Entscheidungen
Zwei Datenbankverbindungen statt einer. Der erste Entwurf hatte einen
einzigen Prisma-Client. Der ist beim ersten Anmeldeversuch aufgelaufen: die
Anwendung verbindet sich als florian_app, für den Row Level Security greift
— und die Anmeldung muss eine E-Mail-Adresse über alle Wehren hinweg suchen,
bevor überhaupt feststeht, zu welcher Wehr sie gehört. Ohne gesetzten
Mandantenkontext liefert RLS null Zeilen, also fand der Login nie jemanden.
Die Lösung ist eine saubere Trennung: prismaApp für alle Fachdaten (RLS
aktiv), prismaSystem für die wenigen Vorgänge, die vor der
Mandantenauflösung stattfinden. Der Name ist bewusst unbequem, damit auffällt,
wenn ihn jemand im falschen Zusammenhang benutzt.
Kein FORCE ROW LEVEL SECURITY. Der Tabelleneigentümer umgeht RLS. Das ist
gewollt: Migrationen und Seed müssen über alle Mandanten hinweg arbeiten
können. Mit FORCE wäre der Seed nicht mehr lauffähig gewesen.
Audit-Log: append-only mit genau einer Ausnahme. Der erste Trigger hat
UPDATE und DELETE ausnahmslos gesperrt. Das ist beim Aufräumen der
Testdaten aufgefallen — eine Organisation ließ sich nicht mehr löschen, weil
die Kaskade auf den Audit-Log traf.
Das ist kein Testproblem, sondern ein echtes: nach
AUDIT_AUFBEWAHRUNG_TAGE muss der Worker alte Einträge exportieren und dann
entfernen, sonst wächst die Tabelle unbegrenzt und das Löschkonzept nach DSGVO
lässt sich nicht umsetzen. Die zweite Migration führt deshalb einen
ausdrücklichen Schalter ein: SET LOCAL app.audit_bereinigung = 'an' erlaubt
DELETE für die laufende Transaktion. UPDATE bleibt unter allen Umständen
gesperrt — ein Eintrag darf verschwinden, nachdem er gesichert wurde, aber
niemals verfälscht werden.
Rollen aus authentik nur als Vorbelegung. Auf Nachfrage entschieden: der
Gruppen-Claim setzt die Rolle beim ersten Login, danach ist die in FLORIAN
gepflegte Rolle führend. Umgesetzt über das Feld ausOidcGruppe an
PersonRolle und eine Prüfung, die nur bei leerer Rollenliste greift.
Terminal mit zwei Schranken. Erst weist sich das Gerät mit
KIOSK_DEVICE_SECRET aus, dann die Person mit PIN oder Karte. Eine erratene
sechsstellige PIN nützt ohne das Gerätegeheimnis nichts.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Postgres startete nicht | de_DE.UTF-8 gibt es im Debian-Basisimage nicht |
ICU-Locale: --locale-provider=icu --icu-locale=de-DE --locale=C.UTF-8 |
| Init-Skript brach mit Syntaxfehler ab | psql ersetzt seine Variablen nicht innerhalb dollar-quotierter Blöcke | DO $$-Block durch SELECT format(...) \gexec ersetzt |
| Anmeldung schlug immer fehl | siehe oben: RLS blockierte die E-Mail-Suche | zweite Datenbankverbindung |
npm install ließ Installationsskripte aus |
npm 11.17 verlangt eine ausdrückliche Freigabe | npm approve-scripts für Prisma, esbuild und drei weitere |
| Aufräumen der Testdaten scheiterte | Audit-Trigger blockierte die Kaskade | Aufbewahrungsschalter (siehe oben) |
| Zwei E2E-Tests rot | Next.js hängt einen eigenen Routen-Ansager mit role="alert" in die Seite; CardTitle ist ein div, keine Überschrift |
Fehlermeldung über data-testid angesprochen, Anmeldetitel zu einer echten h1 gemacht |
Abweichung von der Vorgabe
Berechtigung trägt kein organisationId. Die Architekturregel verlangt
es für jede Tabelle. Diese Tabelle ist aber kein Mandantendatum, sondern der
systemweite Katalog dessen, was die Software überhaupt kann — für alle Wehren
identisch. Mandantenbezogen wird es erst über RolleBerechtigung, und die
trägt organisationId. Die Tabelle ist für alle lesbar und für die
Anwendungsrolle nicht beschreibbar. Die Ausnahme steht im Schema und in der
Migration kommentiert.
Phasenzuordnung in der Seitenleiste korrigiert. Beim Schreiben der Roadmap
ist aufgefallen, dass ich die Module den falschen Phasen zugeordnet hatte
(Atemschutz als Phase 3, Einsätze als Phase 4). Nach Phase-3.md bis
Phase-8.md gilt: 3 Einsätze, 4 Kiosk, 5 Atemschutz, 6 Karten, 7
Benachrichtigungen, 8 KI. Seitenleiste, Kommentare in authz.ts und die
Übersicht sind entsprechend berichtigt.
Kassenmodul kommt in keiner Phase vor. Die Rolle KASSIER ist gefordert
und angelegt, ein Modul dazu gibt es in Phase-0.md bis Phase-8.md nicht.
Die Rechte stehen im Katalog, es gibt aber keinen Navigationseintrag. Offene
Entscheidung, siehe ROADMAP.md.
Nachweise
npm run typecheck— ohne Ausgabenpm run test— 32 Tests grün, davon 8 gegen eine echte Datenbanknpm run test:e2e— 10 Tests grün (Desktop und Tablet)npm run build— 6 Routen, 103 kB gemeinsames JavaScriptdocker compose up -d— Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg gesund
Vorlage für neue Einträge
## JJJJ-MM-TT · Phase N — Titel
**HH:MM – HH:MM · X:XX h · Version 0.N.0**
### Was entstanden ist
### Entscheidungen
### Wo es gehakt hat
### Abweichung von der Vorgabe
### Nachweise