Files
FireAdministration/docs/ROADMAP.md
T
Florian WildeandClaude Opus 5 845942f36c Phase 0: Fundament der Feuerwehr-Verwaltungsplattform
Legt den kompletten Unterbau an, auf dem die Fachmodule aufsetzen.

Betrieb:
- docker-compose.yml mit Traefik, App, Worker, PostgreSQL 17 + PostGIS,
  Redis, MinIO und Gotenberg; Entwicklungs-Override ohne Traefik, dafuer
  mit Mailpit und Adminer
- Mehrstufiges Dockerfile: eigener Benutzer, tini als PID 1, Healthcheck
- .env.example mit einem Kommentar zu jeder Variable

Mandantentrennung:
- Row Level Security auf allen mandantenpflichtigen Tabellen
- Zwei getrennte Datenbankverbindungen: florian_app mit aktiver RLS fuer
  die Anwendung, Eigentuemer-Zugang nur fuer Migration, Seed und Anmeldung
- fuerOrganisation() als einziger Weg zu Fachdaten

Nachvollziehbarkeit:
- AuditLog append-only per Trigger; UPDATE ist dauerhaft gesperrt, DELETE
  nur im gekennzeichneten Aufbewahrungslauf
- Geheimnisse werden vor dem Schreiben entfernt

Anmeldung:
- OIDC gegen ein extern betriebenes authentik, Rollen aus Gruppen nur als
  Vorbelegung beim ersten Login
- Lokaler E-Mail/Passwort-Login als Rueckfallweg
- Terminal per PIN und RFID mit zwei Schranken (Geraet, dann Person)

Weiteres:
- lib/authz.ts mit 9 Rollen und 38 Einzelrechten
- lib/storage.ts (MinIO), lib/audit.ts, lib/warteschlange.ts (BullMQ)
- Integrationen fuer Mail, Telegram und LLM hinter abschaltbaren Interfaces
- tRPC v11, Basis-Layout mit Seitenleiste und dunkler Darstellung
- Seed mit einer Beispielwehr: 16 Personen, 3 Fahrzeuge, 40 Geraete
- 32 Vitest-Tests (davon 8 gegen eine echte Datenbank), 10 Playwright-Tests
- README, Anleitung mit Screenshots, Roadmap, Aufwandsschaetzung, Devlog,
  Versionierungsregeln und Changelog

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-03 00:13:53 +02:00

9.2 KiB
Raw Blame History

Roadmap

Was FLORIAN wann kann. Die Phasen kommen aus Phase-0.md bis Phase-8.md und werden einzeln abgearbeitet — nie zwei in einem Schritt.

Aufwände je Phase: AUFWANDSSCHAETZUNG.md. Versionszuordnung: VERSIONIERUNG.md.

Stand

Phase 0  ████████████████████  fertig      0.1.0
Phase 1  ░░░░░░░░░░░░░░░░░░░░  offen       0.2.0
Phase 2  ░░░░░░░░░░░░░░░░░░░░  offen       0.3.0
Phase 3  ░░░░░░░░░░░░░░░░░░░░  offen       0.4.0
Phase 4  ░░░░░░░░░░░░░░░░░░░░  offen       0.5.0
Phase 5  ░░░░░░░░░░░░░░░░░░░░  offen       0.6.0
Phase 6  ░░░░░░░░░░░░░░░░░░░░  offen       0.7.0
Phase 7  ░░░░░░░░░░░░░░░░░░░░  offen       0.8.0
Phase 8  ░░░░░░░░░░░░░░░░░░░░  offen       0.9.0
Freigabe ░░░░░░░░░░░░░░░░░░░░  offen       1.0.0

Phase 0 — Fundament · fertig

Alles, worauf der Rest aufsetzt.

  • Monorepo, Docker Compose mit Traefik, PostgreSQL 17 + PostGIS, Redis, MinIO, Gotenberg
  • Mandantentrennung über Row Level Security, geprüft gegen eine echte Datenbank
  • Append-only-Audit-Log mit kontrolliertem Aufbewahrungslauf
  • Anmeldung: OIDC gegen authentik, lokaler Passwort-Login, Terminal per PIN und RFID
  • 9 Rollen, 38 Einzelrechte, zentral in lib/authz.ts
  • Dateiablage in MinIO, Zugriff nur über lib/storage.ts
  • Basis-Layout mit Seitenleiste und dunkler Darstellung
  • Seed mit einer vollständigen Beispielwehr

Phase 1 — Stammdaten · als Nächstes

Die Wehr trägt ein, was sie hat.

  • Standort, Geraeteraum, Geraetetyp, Qualifikationstyp, Qualifikation
  • Fahrzeug um Fahrgestellnummer, DIN-Typ und TÜV-Termin erweitern
  • Geraet um Lebensdauerkategorie und die Zuordnung „Standort ODER Fahrzeug + Geräteraum" erweitern
  • Tabellen mit Sortierung, Filter, Volltextsuche und Spaltenauswahl
  • QR-Code je Gerät, Etikettenbogen als PDF (DIN A4, 65 Etiketten)
  • QR-Scan über die Kamera öffnet direkt die Gerätedetailseite
  • CSV-/Excel-Import mit Spaltenzuordnung und Vorschau
  • Gerätehistorie aus dem Audit-Log
  • Qualifikationen mit Ablaufwarnung auf der Übersicht

Danach kann die Wehr: ihren Bestand vollständig führen und jedes Gerät per QR-Code am Regal wiederfinden.

Phase 2 — Wartung und Prüfung

Das wichtigste Modul. Ab hier ersetzt FLORIAN den Ordner.

  • Wartungsvorlagen mit Checklisten, Intervall und Vorwarnzeit
  • Fristen-Dashboard: überfällig / diese Woche / diesen Monat / nächste 90 Tage
  • Nächtlicher Job erzeugt Termine, setzt Status, erinnert bei T-30, T-7 und T-0
  • Prüfungs-Wizard mit Foto je Checklistenpunkt, Zeiterfassung und Unterschrift
  • PDF-Prüfprotokoll über Gotenberg, unveränderlich in MinIO
  • Lebensdauerüberwachung mit Aussonderungsvorschlag
  • Rückrufe markieren betroffene Geräte automatisch
  • Mängel-Workflow: melden → zugewiesen → in Arbeit → behoben

Danach kann die Wehr: einen DGUV-Nachweis führen, der einer Prüfung durch die Unfallkasse standhält.

Phase 3 — Einsätze und Übungen

  • Einsatz mit allen Zeitstempeln: alarmiert, ausgerückt, eingetroffen, Einsatzende, eingerückt, einsatzbereit
  • Schnellerfassung: Stichwort, Adresse, Fahrzeuge — Rest später
  • Geocoding über self-hosted Nominatim
  • Personalauswahl mit Vorschlag nach Verfügbarkeit und Qualifikation
  • Stärkeberechnung nach FwDV 3
  • Einsatzbericht als PDF, Jahresexport für die Gemeinde
  • Statistik: Kategorien, Eintreffzeiten, Beteiligung, Fahrzeugauslastung
  • Externes Portal für Fremdwehren über signierten QR-Link, ohne Anmeldung

Danach kann die Wehr: ihre Jahresstatistik auf Knopfdruck erzeugen.

Phase 4 — Kiosk-PWA

Für die Wandtablets in der Fahrzeughalle.

  • Eigenes Layout: große Kacheln, mindestens 64px, mit Handschuhen bedienbar
  • Anmeldung per RFID, PIN oder QR vom Handy, Auto-Logout nach 90 Sekunden
  • Wizards: Wartung, Fahrtenbuch, Mangel melden, Inventur, Wäsche, Anwesenheit
  • Hallen-Monitor: Vollbild mit Terminen, überfälligen Prüfungen, Fahrzeugstatus, Wetterwarnung
  • Offline-Betrieb mit IndexedDB-Outbox und Synchronisation bei Reconnect

Danach kann die Wehr: einen Mangel in unter 30 Sekunden melden, ohne den Rechner im Büro einzuschalten — auch wenn das Netz gerade weg ist.

Phase 5 — Atemschutz nach FwDV 7

Sicherheitsrelevant. Jede Ansicht zeigt dauerhaft den Hinweis, dass die analoge Überwachung führend bleibt — abschaltbar erst über eine Option, die eine dokumentierte Freigabe durch den Kommandanten voraussetzt.

  • Truppanlage per RFID, Eingangsdruck erfassen
  • Serverseitig autoritative Timer, per Socket.IO verteilt
  • Rückzugsdruck-Berechnung mit Ampel und akustischem Alarm
  • Erinnerung zur Druckabfrage im konfigurierbaren Intervall
  • Mayday-Knopf je Trupp
  • Lückenloses PDF-Protokoll am Einsatz
  • G26.3-Fristen, Belastungsübungen, Tauglichkeitsübersicht

Danach kann die Wehr: die Überwachung digital mitführen — parallel zur analogen, bis die Wehr ausdrücklich anders entscheidet.

Phase 6 — Kartenmodule

  • MapLibre GL mit selbst gehosteten Kacheln fürs Ausrückegebiet
  • Hydranten mit Typ, Nennweite, Durchfluss, letzter Prüfung; Import aus GeoJSON und Stadtwerke-CSV
  • Objekte und Feuerwehrpläne nach DIN 14095, vom Einsatz aus erreichbar
  • Lagekarte mit taktischen Zeichen nach FwDV 102, Echtzeit-Sync
  • Wasserförderung: Druckverlust, Verstärkerpumpen, druckbares Schema

Danach kann die Wehr: auf der Anfahrt sehen, wo der nächste Hydrant liegt und was ihn hergibt.

Phase 7 — Benachrichtigungen und Termine

  • Kanäle: E-Mail, Telegram, ntfy, Web-Push. WhatsApp bewusst nicht.
  • Vorlagen mit Platzhaltern, je Ereignis und Rolle konfigurierbar
  • Kalender: Dienste, Übungen, Lehrgänge, Arbeitsdienste; Serientermine, Selbstanmeldung mit Teilnehmerlimit, Anwesenheitsliste zum Ausdrucken
  • CalDAV-/ICS-Feed je Person
  • Digitaler Dienstausweis mit signiertem QR und Prüfseite

Warum kein WhatsApp

Die WhatsApp Business API kostet je Konversation und verlangt einen zugelassenen Anbieter dazwischen — laufende Kosten für eine Wehr, die keinen Etat dafür hat. Der schwerere Grund ist der Datenschutz: die Nummern aller Mitglieder gingen an Meta, was sich mit einer Anwendung, die bewusst im Gerätehaus steht, nicht verträgt. Telegram, ntfy und Web-Push decken denselben Bedarf ab, ntfy sogar vollständig selbst gehostet.

Phase 8 — Lokale KI

Alles gegen Ollama, kein externer Anbieter, komplett abschaltbar.

  • Diktat: Aufnahme im Browser → faster-whisper → Transkript im Berichtsfeld
  • Berichtsassistent: aus Stichpunkten einen Entwurf, immer als Vorschlag
  • Wiki mit pgvector: semantische Suche mit Quellenangabe
  • Belegerfassung: Foto einer Quittung → Vorschlag für Betrag, Datum, Händler

Jede KI-Ausgabe ist gekennzeichnet und muss bestätigt werden, bevor sie in ein Dokument mit Nachweischarakter gelangt.

1.0.0 — Freigabe

Kein neues Modul, sondern eine Entscheidung: die Wehr setzt FLORIAN im Echtbetrieb ein. Voraussetzungen:

  • Datenübernahme aus der bisherigen Verwaltung abgeschlossen und abgeglichen
  • Sicherungskonzept steht und ist einmal wiederhergestellt worden
  • Schulung von Kommandant, Gerätewart und Atemschutzgerätewart erfolgt
  • Löschkonzept nach DSGVO abgenommen
  • Der Hinweis zur analogen Atemschutzüberwachung wird bewusst und dokumentiert abgeschaltet — oder bewusst stehen gelassen

Offene Punkte

Kassenmodul fehlt in der Phasenplanung

Phase 0 verlangt die Rolle KASSIER, und sie ist angelegt — mit den Rechten kasse.lesen, kasse.bearbeiten und kasse.abschluss. Ein Kassenmodul kommt in keiner der Phasen 0 bis 8 vor. Die Rolle hätte also dauerhaft Rechte ohne zugehörige Oberfläche.

Zwei Wege:

  1. Phase 9 ergänzen — Buchungen, Beiträge, Rechnungen, Kassenabschluss, Jahresauswertung. Geschätzt 8–11 PT.
  2. Rolle belassen, Modul streichen — der Kassier nutzt weiterhin seine bisherige Lösung, die Rechte bleiben als Platzhalter stehen.

Solange das nicht entschieden ist, bleiben die Rechte im Katalog, aber es gibt keinen Navigationseintrag dafür.

Weitere Kandidaten für später

Idee Nutzen grob
Fahrtenbuch als eigenes Modul derzeit nur als Kiosk-Wizard in Phase 4 vorgesehen 3–4 PT
Kleiderkammer und Wäscheverwaltung in Phase 4 nur als Wizard, ohne Bestandsführung 4–6 PT
Jugendfeuerwehr mit eigener Abzeichenverwaltung eigene Fachlichkeit 5–7 PT
Schnittstelle zur Integrierten Leitstelle Alarmdaten automatisch übernehmen 6–10 PT, stark abhängig von der ILS
Mehrere Wehren je Installation technisch bereits möglich, Oberfläche fehlt 4–6 PT

Die Mandantenfähigkeit ist der Punkt, der ohne Zusatzaufwand am weitesten trägt: das Datenmodell und RLS können bereits mehrere Wehren. Was fehlt, ist eine Oberfläche zum Umschalten und ein Konzept für gemeindeübergreifende Auswertungen. Für einen Landkreis, der mehrere Wehren betreiben will, wäre das der nächste sinnvolle Schritt.