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FireAdministration/CHANGELOG.md
T
Florian WildeandClaude Opus 5 9156dcc144
Pruefung / pruefung (pull_request) Canceled after 0s
Pruefung / oberflaeche (pull_request) Canceled after 0s
Phase 11: Freigabereife
Kein Modul, sondern die drei Software-Voraussetzungen fuer 1.0.0:
Auskunft nach Art. 15 DSGVO, ein geprueftes Sicherungskonzept und eine
Pipeline.

Das Auskunftsrecht war ein Versprechen ohne Umsetzung: `person.export`
stand seit Phase 0 im Katalog und war dem Kommandanten zugewiesen,
implementiert war nichts. Ohne Auskunftsseite ist ein Loeschkonzept nicht
abnehmbar. Jetzt sammelt FLORIAN dreizehn Abschnitte ueber eine Person,
mit dem Zweck ueber jedem - Art. 15 verlangt nicht nur die Daten, sondern
auch Zwecke und Rechte, und eine blosse Liste erfuellt die Pflicht nicht.
Ein Durchgang liefert Anzeige, PDF und JSON nach Art. 20.

Die Trennlinie ist "ueber mich" gegen "von mir": was ueber die Person
gespeichert ist, steht vollstaendig drin, auch das Unangenehme. Was sie
getan hat, steht als Zahl drin - die Pruefprotokolle gehoeren zum
Nachweisbestand der Wehr, und vollstaendig ausgeliefert kaeme jeder ueber
eine Selbstauskunft an die Geraeteakten.

Die Rueckspielprobe hat sich sofort bezahlt gemacht: der erste Versuch
lief sauber durch und hatte dabei saemtliche Unveraenderlichkeitsgarantien
der Datenbank entfernt. Die Vorgabeprivilegierung aus dem Init-Skript gibt
jeder von pg_restore neu angelegten Tabelle wieder alle Rechte, und GRANT
kann nur hinzufuegen. Die Anwendungsrolle durfte danach das Audit-Log
aendern, Wiki-Fassungen loeschen, Kiosk-Vorgaenge umschreiben - und nichts
haette darauf hingewiesen. Gefunden haben es vier Datenbanktests
unmittelbar nach der Probe, also genau die Probe, wegen der 1.0.0 sie
verlangt.

Die Pipeline ist geschrieben, aber NICHT erprobt: in Gitea ist kein
act_runner registriert. Das steht so im README und im Devlog, damit sich
niemand auf eine Pruefung verlaesst, die nicht stattfindet.

601 Unit-Tests gruen; Sicherung und Wiederherstellung einmal vollstaendig
durchgefuehrt und die Tests danach erneut gruen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-05 17:16:08 +02:00

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# Changelog
Alle nennenswerten Änderungen an FLORIAN. Format nach
[Keep a Changelog](https://keepachangelog.com/de/1.1.0/), Versionierung nach
[Semantic Versioning](https://semver.org/lang/de/).
Die Regeln dazu stehen in [docs/VERSIONIERUNG.md](docs/VERSIONIERUNG.md).
## [0.12.0] — 2026-09-05
Phase 11: Freigabereife. Die drei Software-Voraussetzungen für 1.0.0 —
Personenauskunft nach Art. 15 DSGVO, ein geprüftes Sicherungskonzept und eine
Pipeline, die die Tests von allein ausführt.
**Das Auskunftsrecht war ein Versprechen ohne Umsetzung.** `person.export`
stand seit Phase 0 im Berechtigungskatalog und war dem Kommandanten
zugewiesen; implementiert war nichts. Die Löschseite gab es (Anonymisierung im
Aufbewahrungslauf), die Auskunftsseite nicht — und ohne Art. 15 ist ein
Löschkonzept nicht abnehmbar.
**Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung.** Genau
das hat sich hier bestätigt: der erste Rückspielversuch lief scheinbar
sauber durch und hatte dabei sämtliche Unveränderlichkeitsgarantien der
Datenbank entfernt.
### Hinzugefügt
**Auskunft nach Art. 15 DSGVO**
- `lib/dsgvo/auskunft.ts` sammelt alles, was über eine Person vorliegt:
Stammdaten, Zugang, Rollen, Qualifikationen, arbeitsmedizinische Vorsorge,
Belastungsübungen, Einsatz- und Übungsbeteiligung, Anwesenheiten, Fahrten,
Beiträge, Benachrichtigungswege, Ausweise. Dreizehn Abschnitte.
- **Über jedem Abschnitt steht, wozu die Daten vorliegen.** Art. 15 Abs. 1
verlangt nicht nur die Daten, sondern auch Zwecke, Empfänger und den Hinweis
auf die weiteren Rechte. Eine Liste ohne das sieht aus wie eine Auskunft und
ist keine.
- **Gesundheitsdaten sind als besondere Kategorie nach Art. 9 gekennzeichnet** —
G26 und Belastungsübungen.
- **Leere Abschnitte bleiben stehen.** „Dazu liegt nichts vor" ist eine
Auskunft; ein weggelassener Abschnitt wirft die Frage auf, ob da doch etwas
ist.
- **Was die Person getan hat, wird gezählt, nicht mitgeliefert.** Prüfprotokolle
und Mängelmeldungen gehören zum Nachweisbestand der Wehr. Vollständig
ausgeliefert käme jeder über eine Selbstauskunft an die Geräteakten — die
Auskunftspflicht wäre eine Hintertür.
- Ein Durchgang liefert alles: die Anzeige, ein PDF für die Akte und JSON nach
Art. 20. Bewusst nicht drei Knöpfe, von denen zwei vergessen werden können.
- Der Vorgang wird protokolliert. Dass eine Auskunft erteilt wurde, gehört
festgehalten — sie legt alles offen, was über einen Menschen gespeichert ist.
**Sicherung und Wiederherstellung**
- `npm run sicherung` — Datenbank über `pg_dump` im Container, dazu alle
Dateien aus MinIO, dazu ein Manifest. Beides aus demselben Moment: eine
Datenbank von heute mit Dateien von gestern ergibt Verweise ins Leere.
- `npm run wiederherstellen` — mit Probelauf als Vorgabe. Ohne `--wirklich`
wird nur angezeigt, was geschähe.
- Nach dem Zurückspielen setzt das Skript die Sperren der Anwendungsrolle neu
und **prüft danach nach**, ob es gewirkt hat.
- `scripts/sicherung-sperren.ts` ist die eine Liste, aus der Wiederherstellen
und Prüfen entstehen. Ein Test gleicht sie gegen die migrierte Datenbank ab —
läuft sie auseinander, wäre der Schaden lautlos.
**Pipeline**
- `.gitea/workflows/pruefung.yml` mit zwei Aufträgen: `pruefung` (typecheck,
lint, Migrationen, Seed, 599 Unit-Tests) bei jedem Push, `oberflaeche`
(E2E) auf `main` und in Pull Requests.
- Die Datenbank wird aus `docker/postgres` gebaut statt aus einem fertigen
Image: FLORIAN braucht PostGIS **und** pgvector. Ein Dienst-Container mit
`postgres:17` ließe die Migrationen durch und scheiterte erst bei der ersten
Umkreissuche.
- Der Seed läuft mit, weil er selbst ein Test ist.
### Behoben
- **Eine Wiederherstellung entfernte alle Unveränderlichkeitsgarantien.** Der
Dump lief mit `--no-acl`, die Rechte kamen also nicht zurück; und selbst
ohne dieses Flag greift beim Zurückspielen die Vorgabeprivilegierung aus
`docker/postgres/10-init-app-role.sh` — jede von `pg_restore` neu angelegte
Tabelle bekommt automatisch alle Rechte, und `GRANT` kann nur hinzufügen,
nie wegnehmen. Nach einer Wiederherstellung durfte die Anwendungsrolle das
Audit-Log ändern, Wiki-Fassungen löschen und Kiosk-Vorgänge umschreiben.
Nichts hätte darauf hingewiesen.
Gefunden haben es vier Datenbanktests unmittelbar nach der ersten
Rückspielprobe — also genau die Probe, wegen der 1.0.0 sie verlangt.
- **Ein E2E-Test klickte, bevor die Seite lebendig war.** Unter Last dauert das
Hydrieren länger; das Formular verschickte sich dann selbst, und die
Fehlerfläche, auf die der Test wartete, entstand nie — obwohl der Server
richtig ablehnte. Er wartet jetzt auf einen client-seitig erzeugten Knopf.
### Nachweise
- Sicherung und Wiederherstellung einmal vollständig durchgeführt: ein nach
der Sicherung angelegter Datensatz war danach weg, alle Zahlen stimmten
wieder, und **599 Tests liefen nach dem Zurückspielen grün** — einschließlich
derer, die die Sperren prüfen.
---
## [0.11.0] — 2026-09-05
Phase 10: Mandantenfähigkeit. Ein Konto, mehrere Wehren, eine Kreisebene, die
zusieht — und eine Verwaltung für den, der die Installation betreibt.
**Das Anmeldekonto ist von der Personenakte gelöst.** Bis hierher war die Akte
zugleich das Konto: Passwort-Hash und OIDC-Subject hingen an `person`, und
`person` gehört genau einer Wehr. Ein Mensch konnte damit nicht zu zwei Wehren
gehören, ohne zwei Passwörter zu haben — und die Anmeldung per E-Mail war
mehrdeutig, sobald dieselbe Adresse in zwei Wehren stand, weil die
Eindeutigkeit nur je Organisation galt.
**Das Konto trägt keine Mandantenkennung — und kann keine tragen.** Es ist der
Angelpunkt, an dem ein Mensch zu mehreren Wehren gehört. Geschützt wird es
deshalb wie `Berechtigung` aus Phase 0: über Rechte statt über Row Level
Security. Was ein Konto in einer Wehr darf, entscheidet nicht es selbst,
sondern seine `Mitgliedschaft` — und die trägt `organisationId` wie jede
andere Tabelle.
**Die Kreisebene sieht und ändert nichts.** Ihre Rechte werden nicht
aufgezählt, sondern gefiltert: alles, was `.lesen` heißt, und sonst nichts.
Eine Liste von Hand wäre bei der nächsten Phase veraltet, und zwar unbemerkt.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `Benutzer` — das Anmeldekonto. Global eindeutige E-Mail, ein Passwort, ein
OIDC-Subject. Ohne `organisationId`, mit Begründung im Schema.
- `Mitgliedschaft` — die Zugehörigkeit eines Kontos zu einer Wehr, als
`MITGLIED` (mit Personenakte) oder `AUFSICHT` (ohne).
- `Person` verliert die Anmeldefelder. Der Passwort-Hash kann damit aus einer
Personenabfrage gar nicht mehr herausfallen — die drei Stellen, die ihn
bisher vorsichtshalber abgeschnitten haben, sind entfallen.
**Was die Datenbank durchsetzt** (Migrationen `20260905090000` und
`20260905091500`)
- RLS für `mitgliedschaft` wie für jede andere Tabelle. Eine Wehr sieht damit
auch nicht, in welchen anderen ein Konto noch geführt wird.
- Trigger `mitgliedschaft_akte_gleiche_wehr` — eine Zuordnung, deren
Personenakte in einer anderen Wehr liegt, wird abgelehnt. Ein Fremdschlüssel
prüft nur, *dass* es die Akte gibt, nicht *wo* sie liegt; ohne den Trigger
ließe sich ein Konto über eine fremde Akte in eine Wehr hängen.
- Trigger `benutzer_kennung_unveraenderlich` — E-Mail, OIDC-Subject und das
Verwaltermerkmal lassen sich nicht aus einer Wehr heraus ändern.
- `REVOKE INSERT, DELETE ON benutzer` für die Anwendungsrolle.
- CHECKs: `MITGLIED` braucht eine Akte, `AUFSICHT` darf keine haben; ein Konto
braucht einen Anmeldeweg; eine E-Mail ohne @ ist keine.
**Die Umstellung ist datenerhaltend.** Jede Person mit Anmeldedaten bekommt
ein Konto und eine Mitgliedschaft, bevor die alten Spalten fallen. Wer schon
mit derselben Adresse in zwei Wehren stand, bekommt **ein** Konto mit **zwei**
Mitgliedschaften — genau das, was vorher nicht möglich war. Eine Prüfung am
Ende bricht die Migration ab, statt einen halben Zustand zu hinterlassen.
**Oberfläche**
- **Wehrwähler** in der Seitenleiste. Er erscheint nur bei mehr als einer Wehr
— ein Auswahlfeld mit genau einem Eintrag ist eine Frage ohne
Antwortmöglichkeit.
- Nach der Anmeldung öffnet die **eigene** Wehr, nicht die betreute.
- Ein dauerhafter Hinweis, wenn man eine Wehr als Kreisaufsicht sieht — nicht
als kurz aufblitzende Meldung.
- **`/wehren`** für den Verwalter: Wehren anlegen (samt Systemrollen), Konten
führen, Zuordnungen vergeben und beenden. Jede Zuordnung wird in der
betroffenen Wehr protokolliert, nicht beim Verwalter — sonst hätte der
Betreiber einen Weg, sich still in fremde Daten zu setzen.
**Rechte**
- Neue Rolle `AUFSICHT` — bewusst **nicht** im Prisma-Enum: sie wird nicht
vergeben, sondern ergibt sich aus der Mitgliedschaftsart.
- Ausdrücklich ausgenommen, obwohl sie auf `.lesen` enden: `kasse.lesen` (die
Kasse gehört dem Verein oder der Kommune, nicht der Kreisaufsicht),
`person.export`, `system.auditlog`, `ki.protokoll`.
- `istVerwalter` als Merkmal des Kontos, nicht als Recht.
**Tests**
- 19 neue Unit-Tests, davon 11 gegen eine echte Datenbank: Doppelmitgliedschaft,
der Trigger gegen wehrfremde Akten, die CHECKs und die Trennung der
Zuordnungen über RLS.
- 13 E2E-Tests: kein Wähler bei einer Wehr, Wechsel in die betreute und
zurück, die Mitglieder der anderen Wehr, die verschlossene Kasse, und dass
der Administrator die Umstellung überlebt hat.
**Seed**
- Eine zweite, kleine Wehr je Mandant und ein Konto, das in der einen Mitglied
und in der anderen Kreisaufsicht ist. Ohne sie ließe sich die Phase nicht
ausprobieren — und eine Mandantentrennung, die nie zwei Mandanten hatte, ist
keine geprüfte.
### Geändert
- Eine Sitzung ohne Personenakte ist gültig. Bis hierher galt genau das als
„nicht angemeldet"; für die Kreisaufsicht, die in der betreuten Wehr keine
Akte hat, hätte jeder Aufruf auf der Anmeldeseite geendet.
- `Sitzung.personId` ist nullbar. Der Typechecker hat damit die fünf Stellen
gezeigt, an denen eine Aufsichtssitzung nichts verloren hat — Anmeldemarke,
Dienstausweis, Prüfungswizard, Dateiupload, Atemschutz.
- Die Mitgliederansicht zeigt statt eines ungenutzten Zeitstempels, ob jemand
überhaupt ein Konto hat. Das ist die nützlichere Auskunft: ohne Konto kommt
er nicht in FLORIAN hinein.
### Behoben
- **Ein Testaufbau war nicht wiederholbar.** `ki-datenbank.test.ts` legte Wehr
und Person idempotent an, die Wiki-Seite aber nicht — blieb aus einem
abgebrochenen Lauf etwas stehen, scheiterte der ganze Datei-Lauf an einer
Eindeutigkeit, die mit dem Geprüften nichts zu tun hat.
- **`db:test-reset` ließ die Nachbarwehr stehen** und der Seed hielt daraufhin
alles für erledigt — die Mitgliedschaft in der neu angelegten Testwehr
entstand nie wieder. Der Reset nimmt sie jetzt mit, und der Seed prüft
Nachbarwehr und Kreiskonto getrennt statt mit einem gemeinsamen Ausstieg.
- **Der Fehlversuch-Test sperrte das gemeinsame Testkonto.** Fünf Fehlversuche
sperren ein Konto für fünf Minuten; bei zwei Projekten und Wiederholungen
kam das im vollen Lauf zusammen, und fremde Testdateien fielen mit
„Anmeldung fehlgeschlagen“ aus. Er nimmt jetzt eine Adresse, die es nicht
gibt — die Meldung muss ohnehin dieselbe sein.
---
## [0.10.0] — 2026-09-04
Phase 9: Kassenverwaltung. Kassenbuch, Mitgliedsbeiträge, Rechnungen an
Dritte, Kassenprüfung und die Auswertungen für die Jahreshauptversammlung.
**Eine festgeschriebene Buchung ist unveränderbar.** Nicht, weil ein Zweig im
Router es so vorsieht, sondern weil die Datenbank es ablehnt. Korrigiert wird
über eine Gegenbuchung mit Verweis; beide Buchungen bleiben stehen, und im
Kassenbuch ist zu sehen, dass etwas berichtigt wurde. Genau das will ein
Kassenprüfer sehen — eine verschwundene Buchung dagegen kann er nicht prüfen.
**Der Kassenabschluss schließt seinen Zeitraum.** Danach wird keine Buchung
mit einem Datum darin mehr angenommen, auch keine nachträglich hineindatierte.
Ohne diese zweite Hälfte stimmte der geprüfte Bestand nach einem
Datumswechsel nicht mehr — und niemand hätte es bemerkt.
**Gerechnet wird mit `Prisma.Decimal`, nirgends mit Fließkomma.** `0.1 + 0.2`
ergibt in JavaScript 0.30000000000000004. In einer Kasse ist das kein
Rundungsfehler, sondern eine Differenz in der Prüfung, die niemand erklären
kann.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `Kassenkonto` (bar, Bank, Rücklage) mit Anfangsbestand. Der laufende Bestand
wird **gerechnet und nie gespeichert**: ein gespeicherter Bestand neben
einer nachgetragenen Buchung wäre falsch, ohne falsch auszusehen.
- `Buchungskategorie` als zweistufiger Baum, mit Kontonummer für den Export an
die Kämmerei.
- `Buchung` mit Datum, Richtung, immer positivem Betrag, Verwendungszweck,
Belegnummer, Beleg-Datei und dem Verweis auf die Gegenbuchung.
- `Beitragssatz` und `Beitrag` (offen, bezahlt, erlassen, gemahnt) mit
Mahnstufe und Erlassbegründung.
- `Rechnung` und `Rechnungsposition` mit Nummernkreis je Jahr. Die Menge hat
drei Nachkommastellen — Einsatzstunden werden viertelstündlich abgerechnet.
- `Kassenabschluss` und `Abschlussposten` mit Bestand laut Buch, gezähltem
Bestand, Differenz, zwei Prüfern und dem Bericht als PDF.
**Was die Datenbank durchsetzt** (Migration `20260904140000`)
- RLS für alle neun Tabellen, wie in jeder Phase zuvor.
- Trigger `buchung_unveraenderlich` — festgeschriebene Buchungen lassen sich
weder ändern noch löschen. Änderbar bleibt genau eines: der Verweis auf die
Gegenbuchung. Eine Stornierung entsteht später; sie einzutragen ist keine
Änderung des Vorgangs, sondern seine Fortschreibung.
- Trigger `buchung_zeitraum_offen` — ein geprüfter Zeitraum nimmt weder eine
neue Buchung an noch das Hineindatieren einer vorhandenen.
- Trigger `abschluss_unveraenderlich` — ein festgeschriebener Abschluss bleibt,
wie er ist. Nachtragen lässt sich nur der Prüfbericht, denn das PDF entsteht
im Hintergrund und damit nach dem Festschreiben.
- `REVOKE DELETE ON kassenabschluss` für die Anwendung.
- CHECKs, die verhindern, was sich hinterher nicht mehr erkennen ließe: ein
Betrag von null oder darunter, eine Buchung an eine Person **und** einen
Dritten zugleich, ein erlassener Beitrag ohne Begründung, ein Abschluss mit
einer Differenz, die nicht zu seinen eigenen Zahlen passt, eine Rechnung,
die fällig wird, bevor sie geschrieben wurde.
**Kassenbuch**
- Buchungsmaske mit **Kategorievorschlag**: zuerst aus den eigenen früheren
Buchungen der Wehr, erst danach aus einer kurzen Stichwortliste. Unter der
Hälfte gemeinsamer Wörter schweigt der Vorschlag — ein falscher wird
übernommen, ohne gelesen zu werden.
- Summen über **alle** Treffer, nicht nur über die angezeigte Seite.
- Festschreiben als Sammelaktion bis zu einem Stichtag.
- Gegenbuchen mit Pflichtbegründung; das Buchungsdatum ist immer heute, damit
ein geprüfter Zeitraum zubleibt.
- **Aus einem gegengezeichneten Beleg wird eine Buchung.** Die Brücke zu
Phase 8: fotografiert und ausgefüllt wird am Terminal oder am Handy,
gebucht wird in der Kasse — mit Konto und Kategorie, die keine Maschine
entscheiden kann. Das Foto hängt danach an der Buchung, und genau das
verlangt eine Kassenprüfung: zu jeder Ausgabe ein Beleg, an der Buchung
und nicht in einem Ordner daneben. Ein Entwurf lässt sich nicht buchen.
**Kontoauszug einlesen**
- CAMT.053 und MT940, beides ohne zusätzliche Abhängigkeit. Erkannt wird am
Inhalt, nicht an der Dateiendung.
- Es entstehen **Entwürfe, keine fertigen Buchungen**.
- Jeder Umsatz trägt eine Kennung — die der Bank, sonst eine aus Datum, Betrag
und Zweck gebildete. Ein zweimal eingelesener Auszug wird dadurch als solcher
erkannt, statt einen Monat doppelt zu buchen.
- Was nicht gelesen werden konnte, steht mit Grund daneben, statt still zu
verschwinden.
**Beiträge**
- Sätze je Abteilung, gültig ab einem Jahr und nicht rückwirkend änderbar.
- Beitragslauf mit **Vorschau**: wie viele Beiträge entstehen, welche Summe —
und wer keinen passenden Satz hat. Der Lauf ist wiederholbar, ohne dass
etwas doppelt entsteht.
- Zahlungseingang erzeugt zugleich die Buchung. Ein Häkchen ohne Geld in der
Kasse wäre eine Behauptung.
- Mahnen als Sammelaktion, Erlassen nur mit Begründung.
- Rückstandsliste über alle Jahre — die Ansicht, in der auffällt, wer seit
drei Jahren offen steht.
**Rechnungen**
- Fortlaufende Nummer je Jahr, lückenlos: eine fehlende Nummer muss in der
Kassenprüfung erklärt werden.
- Der Betrag ist die Summe der Positionen, gerechnet und nicht eingegeben.
- Bis zum Versenden ein Entwurf, danach unveränderbar. Korrigiert wird über
Storno und eine neue Rechnung — die stornierte bleibt mit Grund stehen.
- PDF über Gotenberg, im Hintergrund erzeugt.
**Kassenprüfung und Auswertung**
- Prüfmaske: links der Bestand laut Buch, rechts der gezählte. In dieser
Reihenfolge — wer erst das Buch sieht und dann zählt, zählt, bis es passt.
- Ohne Prüfer und Prüfdatum lässt sich nichts festschreiben; eine Differenz
ohne Erläuterung ebenso wenig.
- Kassenprüfbericht als PDF mit vier Unterschriftsfeldern.
- Jahresauswertung nach Kategorie und Monat, mit Vorjahresvergleich.
- CSV-Export mit Semikolon und BOM — was Excel in Deutschland ohne Rückfrage
richtig öffnet.
**Tests**
- 67 neue Unit-Tests: Geldrechnen, beide Auszugsformate, Kategorievorschlag,
und dreizehn gegen eine echte Datenbank, die die Trigger und CHECKs prüfen.
Sie laufen über den Systemzugang: kommt nicht einmal der Eigentümer der
Datenbank daran vorbei, kommt niemand vorbei.
- 13 E2E-Tests über Desktop und Tablet.
**Seed**
- Ein vollständiges Kassenjahr: drei Konten, der Standardkontenrahmen,
24 Buchungen über zwei Jahre, die Mitgliedsbeiträge mit Rückständen, zwei
Rechnungen und die festgeschriebene Kassenprüfung des Vorjahres. Die Zahlen
des Abschlusses sind die Summe der Buchungen und nicht erfunden.
### Geändert
- Ein E2E-Test aus Phase 0 sicherte zu, dass die Kasse in der Navigation
**kein** Verweis ist — sie war ja noch nicht da. Die Zusicherung ist mit
dieser Phase abgelaufen und prüft jetzt das Gegenteil. Ein künftiges Modul
zum Ausgrauen gibt es nicht mehr; kommt später eines dazu, gehört sie
zurück.
### Behoben
- **Die Rechnungsnummer war ein Wettlauf.** Höchste lesen und dann schreiben:
schreiben zwei Leute gleichzeitig eine Rechnung, lesen beide dieselbe
höchste Nummer, und die zweite läuft in den Eindeutigkeitsfehler. Gefunden
hat das der parallele E2E-Lauf. Der seltene Zusammenstoß wird jetzt erkannt
und die nächste Nummer genommen — lückenlos bleibt sie dabei.
- **Eine Organisation ließ sich nicht mehr löschen**, sobald sie eine
festgeschriebene Buchung hatte: der Trigger lehnte auch das Löschen im
Aufbewahrungslauf ab. Er kennt jetzt denselben Schalter wie das Audit-Log
und das Prüfprotokoll (`app.audit_bereinigung`). Ohne ihn wäre die
DSGVO-Löschung einer ausscheidenden Wehr nicht durchführbar gewesen.
---
## [0.9.1] — 2026-09-04
Aufräumarbeiten vor Phase 9. Drei Punkte, die sich über mehrere Phasen
angesammelt hatten und in jeder Phase Zeit gekostet haben.
### Hinzugefügt
- **ESLint** hat endlich eine Konfiguration (`eslint.config.mjs`, Flat Config).
Bis dahin gab es das Skript `npm run lint`, aber nichts, was es hätte prüfen
können — ein Werkzeug, das aussieht, als prüfe es etwas, und nichts prüft,
ist schlechter als gar keines. Bewusst **ohne** Formatierungsregeln: die
macht Prettier. Dazu `npm run lint:fix`.
- **Eine eigene Wehr für die E2E-Tests.** `npm run db:test-reset` legt
`ff-teststelle` neu an — vollständig, mit denselben Beispieldaten, aber unter
eigener Kennung. Ein Riegel im Skript bricht ab, wenn die Testkennung mit der
der Beispielwehr übereinstimmt.
- `tests/e2e/wehr.ts` — Zugangsdaten und Anmeldung an einer Stelle statt
achtmal wortgleich in acht Dateien. Schlägt die Anmeldung fehl, sagt die
Meldung, dass die Testwehr fehlt, statt zweihundertmal „Timeout".
### Behoben
- **Die E2E-Tests schrieben in die Beispielwehr.** Nach fünf Phasen standen
dort 120 Atemschutz-Überwachungen statt einer, 115 Geräte statt 45 und
39 Einsätze statt 8. Zweimal fielen Tests aus, weil ein gesuchter Eintrag von
Seite 1 gerutscht war; bei jedem Lauf unterschieden sich alle 72
Bildschirmfotos. Der Bestand ist einmal zurückgesetzt, die Tests laufen
jetzt gegen die eigene Wehr.
- **`<div>` in einem `<p>` auf der Einsatzseite** — die Meldung stand seit
Phase 3 in der Konsole und ist der klassische Auslöser für einen
Hydration-Fehler. Die Wurzel war das `Badge`: es rendert jetzt ein `<span>`
statt eines `<div>`. Ein Abzeichen ist Fließtext-Inhalt, und die Darstellung
ändert sich dadurch nicht.
- **Die Fehlerfläche der Karte konnte nie etwas anzeigen** — der Zustand
dahinter wurde nirgends gesetzt. Eine gescheiterte Abfrage sah damit aus wie
„keine Hydranten vorhanden". Gefunden hat das der neue Linter.
- **Die Lagekarte rechnete bei jedem Rendern neu.** Ein `?? []` erzeugte jedes
Mal ein neues leeres Feld und machte damit zwei `useMemo` wirkungslos — bei
einer Karte mit dreißig Elementen und einem Ereignisstrom im Zwei-Sekunden-
Takt kein akademischer Punkt.
- Deutsche Anführungszeichen in vier Ansichten schlossen mit einem geraden
Zoll-Zeichen statt mit dem typografischen.
- Unbenutzte Importe in fünf Dateien.
### Geändert
- `npm run lint` ruft jetzt `eslint .` statt des in Next 15.5 abgekündigten
`next lint`.
- **`tests/e2e` ist nicht mehr vom Typecheck ausgenommen.** Die Ausnahme hat
beim Umbau einen doppelt deklarierten Bezeichner durchgelassen, den erst der
Testlauf gemeldet hat — `npx tsc --noEmit` hatte geschwiegen.
---
## [0.9.0] — 2026-09-04
Phase 8: Lokale KI. Ein Wiki mit semantischer Suche, Diktat, Berichtsassistent
und Belegerfassung — alles gegen selbst betriebene Modelle.
**Nichts, was ein Modell erzeugt, gelangt ungeprüft in einen Nachweis.** Jede
KI-Ausgabe ist zuerst ein eigener Datensatz und nicht ein Feld im
Zieldokument. Sie ist gekennzeichnet, sie steht daneben statt mittendrin, und
sie braucht zwei gleich große Knöpfe, bevor etwas mit ihr geschieht.
**Es läuft alles im Haus.** Ollama und faster-whisper als Container daneben,
kein Anbieter, kein Schlüssel. Es gibt keinen Rückfall auf einen Cloud-Dienst:
fehlen die Container, fehlt die Funktion.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `KiVorgang` — jede Befragung eines Modells mit Eingabe, Ausgabe, Modell,
Dauer und der Entscheidung darüber. Auch Fehlschläge: ein Modell, das
dreimal am Tag in eine Zeitüberschreitung läuft, ist eine Information.
- `Wikiseite`, `Wikiabschnitt` (mit `vector(768)`) und `Wikiversion`.
- `Diktat` mit Aufnahme in MinIO, `Belegentwurf` mit allen Feldern optional —
ein Modell, das den Betrag nicht findet, soll nichts erfinden.
**Postgres mit pgvector**
- Eigenes Image (`docker/postgres/Dockerfile`), weil FLORIAN PostGIS **und**
pgvector braucht und es kein offizielles Image mit beidem gibt.
- HNSW-Index statt IVFFlat: IVFFlat muss auf gefülltem Bestand trainiert
werden, HNSW ist ab der ersten Zeile brauchbar. Ein Wiki wächst Seite für
Seite — es gibt nie den Moment, an dem man den Index einmal aufbaut.
**Wiki**
- Markdown, selbst gerendert **ohne HTML**: der Text kommt von Anwendern, und
jeder Weg über `dangerouslySetInnerHTML` wäre ein Weg für ein `<script>` in
einer Dienstvorschrift.
- Zwei Suchen: Wortsuche (immer, mit Textstelle) und Frage ans Modell
(semantisch, mit Fundstellen). Steht die Antwort nicht in den Unterlagen,
sagt FLORIAN das — ohne passende Auszüge wird gar nicht erst gefragt.
- Zerlegt wird an den Überschriften, mit der Überschriftenkette im
Einbettungstext: ein Abschnitt über „Rückzugsdruck" ohne das Wort
„Atemschutz" darüber findet sich sonst nicht.
- Jede Änderung schreibt die vorherige Fassung weg.
**Diktat, Bericht, Beleg**
- Aufnahme im Browser, Erkennung über faster-whisper im Hintergrund. Die
Aufnahme bleibt, solange nicht entschieden ist — sie ist das einzige
Original.
- Berichtsentwurf aus Stichpunkten. Zeitstempel und Einsatznummer bekommt das
Modell **nicht**: sie stehen schon als Felder im Bericht.
- Belegerfassung mit Vision-Modell. Nicht erkannte Felder bleiben leer und
gelb hinterlegt statt geraten zu werden.
**Zwei Protokolle**
- `/ki-protokoll` — was die Maschine getan hat, mit Kennzahlen und
aufklappbarer Eingabe/Ausgabe.
- `/protokoll` — das Audit-Log. Wird seit Phase 0 geschrieben; die Ansicht
dazu kam jetzt, weil beides nebeneinander gehört: was hat ein Mensch getan,
was die Maschine.
### Geändert
- `lib/integrations/llm.ts` kann jetzt drei Dinge statt einem: Text,
Einbettungen und Bilder — mit je eigenem Modell, weil ein Rechner ohne
Grafikkarte das Einbettungsmodell noch schafft und das Vision-Modell nicht.
- Der Datei-Upload nimmt Tonaufnahmen an (webm, ogg, mp4, wav).
- Neue Rechte: `wiki.lesen` als Grundrecht (eine Wehr, in der nur die Führung
nachschlagen darf, hat kein Wiki, sondern einen Aktenschrank),
`wiki.bearbeiten`, `ki.nutzen`, `ki.protokoll`, `beleg.erfassen`.
- Der Aufbewahrungslauf zieht nebenbei Wiki-Seiten nach, deren Suchstand
veraltet ist.
### Behoben
- Beim Zerlegen einer Wiki-Seite wurde ein kurzer Abschnitt an den vorherigen
gehängt, auch wenn er unter einer anderen Überschrift stand. Unter einer
Antwort hätte dann eine Fundstelle gestanden, in der der zitierte Satz gar
nicht vorkommt. Gefunden hat es der Test, nicht das Ausprobieren.
### Sicherheit
- Row Level Security für die sechs neuen Tabellen — auch für die Vektorsuche:
ein perfekt passender Abschnitt einer fremden Wehr taucht nicht auf.
- Eingabe, Ausgabe, Modell und Art eines KI-Vorgangs sind nach dem Anlegen
unveränderlich (Trigger). Über einen Vorschlag wird genau einmal
entschieden. `REVOKE DELETE ON "ki_vorgang"`.
- `REVOKE UPDATE, DELETE ON "wikiversion"`: eine Dienstvorschrift, deren
Vorgeschichte sich bereinigen lässt, ist als Nachweis wertlos.
- Prüfbedingungen: keine Entscheidung ohne Zeitpunkt, kein Fehlschlag ohne
Grund, kein negativer Betrag auf einer Quittung.
### Tests
- 73 neue Unit-Tests: Zerlegen einer Seite (Überschriftenketten, Codeblöcke,
Teilung an Absatzgrenzen), Auswerten einer Modellantwort auf ein Belegfoto
(deutsche Zahlen, Tausenderpunkt, unmögliche Daten), die Anweisungen an das
Modell und die Datenbankregeln samt Vektorsuche über Mandanten hinweg.
- 14 neue E2E-Tests, die **ohne laufendes Modell** prüfen, dass alles andere
vollständig benutzbar bleibt und ehrlich sagt, was fehlt.
---
## [0.8.0] — 2026-09-04
Phase 7: Benachrichtigungen und Termine. Ab hier weiß die Mannschaft, wann der
nächste Dienst ist — ohne dass jemand eine Rundmail tippt.
**Niemand wird ungefragt benachrichtigt.** Wer nichts einträgt, bekommt nichts.
Es gibt keine Voreinstellung, die stillschweigend alle anmeldet: ein neu
eingerichteter Zustellweg hat eine leere Ereignisliste, und erst wer ankreuzt,
wofür er ihn will, bekommt etwas.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `Termin` mit Art, Ort, Beginn und Ende, Leitung, Platzbegrenzung,
Anmeldeschluss und Serienkennung. Abgesagt wird mit Grund und Zeitpunkt —
**gelöscht wird nicht**, wer zugesagt hat, soll den Grund sehen.
- `Terminanmeldung` mit Zu-, Absage oder Warteliste, dem Grund einer Absage und
der Anwesenheit als eigenem Feld. Zusage und Anwesenheit sind bewusst
getrennt: wer zugesagt hat und nicht kam, steht genau so in der Liste.
- `Zustellkanal` — ein Datensatz je Person und Weg, mit der Adresse dieses Wegs
und der Liste der Ereignisse, für die er benutzt wird. Leer bedeutet: für
nichts.
- `Benachrichtigung` — steht **vor** dem Versand in der Tabelle, nicht danach.
Damit ist nachvollziehbar, wer wann worüber informiert wurde und wer nicht,
weil sein Kanal nicht erreichbar war.
- `Benachrichtigungsvorlage` je Ereignis und Kanal, `Kalenderzugang` mit
SHA-256 des Tokens.
**Terminkalender**
- Liste mit Filter nach Art und „nur meine", Rückmeldung direkt aus der Zeile.
- Serientermine werden **ausgeschrieben**, nicht als Regel gespeichert: jeder
Abend ist ein eigener Datensatz. Sonst wäre jeder ausgefallene Übungsabend
ein Sonderfall. Vor dem Anlegen steht in der Maske, wie viele Termine daraus
werden.
- Kalenderrechnung statt Millisekunden: „monatlich" heißt derselbe Tag im
nächsten Monat, und der 31. Januar landet im Februar auf dem 28. — nicht im
März, wie es passiert, wenn man stur Monate addiert.
- **Warteliste, die von selbst nachrückt.** Wer bei belegten Plätzen zusagt,
landet auf ihr; sagt jemand ab, rückt der Erste nach und erfährt es.
- Absage mit Grund, wahlweise für alle folgenden Termine einer Serie.
Vergangene bleiben unberührt. Benachrichtigt werden die Angemeldeten, nicht
die ganze Wehr.
- Anwesenheitsliste über **alle aktiven Mitglieder**, nicht nur die
Angemeldeten — auf einem Blatt zum Abhaken muss jeder stehen. Zum Abhaken am
Tablet oder zum Ausdrucken.
**Kalenderabonnement**
- ICS-Feed nach RFC 5545 unter `/api/kalender/<token>.ics`. Die Termine der
Wehr stehen damit im Handy neben allem anderen.
- **Bewusst kein CalDAV**: das ist ein Schreib-Lese-Protokoll mit
Rechteverwaltung und Konfliktauflösung. Gebraucht wird nur Lesen.
- Die Adresse steht genau einmal auf dem Bildschirm; gespeichert wird nur ihr
Hash. Jeder Zugang lässt sich einzeln widerrufen, und wer austritt, verliert
ihn.
- Ausgeliefert werden nur Termine — keine Anmeldelisten, keine Personen außer
der Leitung.
**Vier Zustellwege, hinter Schnittstellen**
- **SMTP** löst den Platzhalter aus Phase 0 ab: nodemailer mit
Verbindungspool, damit ein Sammellauf mit vierzig Nachrichten Sekunden statt
Minuten braucht.
- **ntfy** (neu, selbst gehostet, Compose-Profil `push`): Push aufs Handy ohne
Konto, ohne Telefonnummer, ohne Telefonbuchabgleich. Läuft der Server im
Gerätehaus, verlässt keine Nachricht das Haus.
- **Web-Push** (neu, VAPID): Push in den Browser ohne App. Schlüsselpaar über
`npm run vapid`.
- **Telegram** aus Phase 0 wird jetzt tatsächlich benutzt.
- Was das Netz der Wehr verlässt (Telegram, Web-Push), bekommt **nur die
Kurzfassung** — „3 Prüfungen fällig", nicht welche. In der Oberfläche steht
das neben jedem externen Kanal.
**Textvorlagen**
- Je Ereignis und Kanal, mit eingebautem Standardtext für alles. Eine Wehr, die
nichts einstellt, bekommt trotzdem brauchbare Nachrichten.
- Platzhalter zum Anklicken, Vorschau mit erfundenen Beispielwerten. Ein
Platzhalter, den es für das Ereignis nicht gibt, wird beim Speichern
abgewiesen — mit der Liste der erlaubten daneben.
- Ein unbekannter Platzhalter bleibt im Text **sichtbar stehen**, statt still
zu verschwinden. Eine Lücke, die niemand bemerkt, ist schlimmer als ein
seltsam aussehender Text, den jemand korrigiert.
**Digitaler Dienstausweis**
- QR-Code auf dem Handy, Prüfseite ohne Anmeldung unter `/ausweis/<code>`.
Sie zeigt Name, Wehr, Funktion, Foto und die gültigen Qualifikationen.
- Signiert statt gespeichert (HMAC über Person, Wehr und Zeitstempel), **fünf
Minuten gültig**. Die Prüfseite nennt den Zeitpunkt der Ausstellung — ein
Ausweis, der „gültig" sagt, ohne zu sagen seit wann, ist wertlos.
- Der Zweck steht im signierten Teil, damit ein Ausweis nicht als Anmeldemarke
aus Phase 4 durchgeht und umgekehrt.
- Ein gültig signierter Code für jemanden, der ausgetreten ist, wird
abgewiesen. Das Passbild ist über denselben Code erreichbar und damit genauso
lange gültig.
**Was von selbst benachrichtigt**
- Prüfung fällig, Mangel gemeldet, Qualifikation läuft ab (90/30/7 Tage
vorher), neuer Termin, Terminerinnerung (7 und 1 Tag vorher), Einsatzbericht
freigegeben.
- **Anlegen und Zustellen sind getrennt.** Wo ein Ereignis entsteht, wird nur
eine Zeile geschrieben; der Worker schickt sie weg. Sonst hinge das Speichern
eines Termins am Antwortverhalten von Telegram.
- Erinnert wird um sieben Uhr morgens, zugestellt jede Minute: eine
Push-Meldung um drei Uhr weckt Leute, die am nächsten Tag arbeiten müssen —
eine Absage am Dienstagabend muss dagegen ankommen, solange sie noch etwas
nützt.
- Die Sammelmail an den zuständigen Gerätewart bleibt, wie sie war. Wer sie
ohnehin bekommt, wird von der zusätzlichen Benachrichtigung ausgenommen und
hat sie damit nicht doppelt.
### Geändert
- `lib/integrations/mail.ts` verschickt tatsächlich, statt eine Meldung ins Log
zu schreiben. Ohne `MAIL_ENABLED` bleibt es beim Log.
- Neue Rechte: `termin.lesen` und `benachrichtigung.eigene` als Grundrechte
(jeder sieht den Kalender und richtet seine eigenen Wege ein — das ist keine
Sache des Kommandanten), `termin.bearbeiten`, `termin.anwesenheit` und
`benachrichtigung.vorlagen` bei Kommandant, Schriftführer und Ausbilder.
- `DIENSTGRAD_TEXT` liegt jetzt in `lib/stammdaten/texte.ts` statt zweimal fast
gleich in zwei Seiten.
- Der Service Worker nimmt Push-Meldungen an und öffnet beim Antippen ein schon
offenes FLORIAN, statt einen zwölften Tab aufzumachen.
- Der Aufbewahrungslauf räumt zugestellte Benachrichtigungen nach Frist ab.
**Fehlgeschlagene bleiben** — sie zeigen einen kaputten Kanal an, und das
verliert seinen Wert nicht durch Zeitablauf.
### Behoben
- Die Vorlagenmaske überschrieb den gerade getippten Text, sobald die Liste im
Hintergrund nachgeladen wurde (nach dem Speichern, beim Zurückkommen ins
Fenster). Gefunden hat es der E2E-Test, nicht das Ausprobieren.
### Sicherheit
- Row Level Security und Mandantenfilter für alle sechs neuen Tabellen.
- `REVOKE DELETE ON "benachrichtigung"` für die Anwendungsrolle: wer wann
worüber informiert wurde, lässt sich nicht über die Oberfläche wegräumen.
Die Aufbewahrungsfrist läuft über den Systemzugang.
- Prüfbedingungen in der Datenbank: kein Ende vor dem Beginn, kein
Anmeldeschluss nach dem Termin, kein Kontingent von null Plätzen, keine
negative Versuchszahl.
- Kalendertoken nur als SHA-256; ein Push-Abo, das der Dienst als tot meldet,
wird stillgelegt statt gelöscht, damit die Person es in ihren Einstellungen
sieht und neu erlauben kann.
- **Kein WhatsApp** — Begründung im README unter „Warum kein WhatsApp":
Verarbeitung über Meta-Server, Kosten je Konversation, Telefonbuchabgleich.
### Tests
- 56 neue Unit-Tests: Serienrechnung (Monatsenden, Schaltjahr, Kappung),
ICS-Erzeugung (Maskierung, Zeilenumbruch nach 75 Oktetten, CRLF, Absage),
Textbausteine (Kurzfassung für externe Kanäle, unbekannte Platzhalter),
Dienstausweis (Frist, Fälschung, Verwechslung mit der Anmeldemarke) und die
Datenbankregeln der neuen Tabellen.
- 17 neue E2E-Tests für Kalender, Rückmeldung, Warteliste, Absage,
Anwesenheitsliste, Kalenderabonnement, Vorlagen und Prüfseite.
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## [0.7.0] — 2026-09-04
Phase 6: Kartenmodule. Ab hier weiß die Wehr auf der Anfahrt, wo der nächste
Hydrant liegt und was er hergibt.
**Keine Kacheln aus dem Netz.** Wo eine Wehr ausrückt, wo ihre Hydranten liegen
und welche Objekte sie im Blick hat, ist niemandes Geschäft. Der Kartenserver
läuft selbst (tileserver-gl im Compose-Profil `karte`); ohne ihn zeigt die
Karte einen leeren Grund und sagt das auch — Punkte, Entfernungen und
Umkreissuche funktionieren trotzdem.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `Hydrant` mit Typ (Unterflur, Überflur, Saugstelle, Zisterne, offenes
Gewässer), Nennweite, Durchfluss, Zustand, letzter Prüfung und Hinweis für
das, was man vor Ort wissen muss.
- `Objekt` mit Kategorie, **Zufahrt, Gefahren und Schlüsseldepot als eigene
Felder** — im Einsatz sucht niemand in einem Absatz. Dazu `Objektkontakt`
(mit „jederzeit erreichbar") und `Objektplan` (DIN 14095).
- `Lagekarte` und `Lageelement` — eine Karte je Einsatz, jedes Element mit
Geometrie, Zeichen und Urheber.
- `Wasserfoerderung` und `Foerderpunkt` — die Eingaben einer Förderstrecke.
Das Ergebnis wird **nicht** gespeichert, sondern bei jeder Anzeige neu
gerechnet.
- Standorte haben jetzt Dezimalgrade neben dem PostGIS-Punkt und liegen damit
auf der Karte.
**Karte**
- MapLibre GL aus dem eigenen Paketstand, Kacheln aus dem eigenen
tileserver-gl. Kein Skript, kein Stylesheet, kein Bild von einem fremden
Server.
- Hydranten und Objekte als getrennt schaltbare Ebenen, Filter nach Art und
Zustand, Suche über Straße, Nummer, Objektname und Gefahrenstichwort.
- **Umkreissuche über PostGIS**: `ST_DWithin` auf der Geografie mit
GiST-Index — in die Karte tippen, und es steht da, was in 500 Metern
erreichbar ist, nach Entfernung sortiert.
**Import**
- GeoJSON und Tabellen der Stadtwerke. Spaltennamen werden erkannt („DN",
„Lage", „Latitude", „Pruefdatum"), deutsche Kommazahlen und Datumsangaben
ebenso, vertauschte Achsen werden erkannt und zurückgedreht.
- Zwei Schritte wie beim Geräteimport aus Phase 1: erst zeigen, was
herauskäme, dann übernehmen. Übersprungene Zeilen stehen mit Zeilennummer
und Grund da.
- Wiederholbar: Hydranten mit einer Nummer des Versorgers werden aktualisiert
statt doppelt angelegt.
**Objekte und Feuerwehrpläne**
- Zufahrt, Gefahren, Schlüsseldepot und Löschwasser am Objekt stehen ganz
oben — in dieser Reihenfolge werden sie auf der Anfahrt gelesen.
- Ansprechpartner mit Telefonnummern zum Antippen und der Angabe, wer nachts
ans Telefon geht.
- Planblätter nach DIN 14095 mit Art und Stand. Ein Plan von 2009 ist eine
Vermutung, und das steht dran.
**Lagekarte**
- 22 taktische Zeichen nach FwDV 102, **selbst gezeichnet** als SVG in
`lib/karte/taktische-zeichen.ts`: Fahrzeuge, Einheiten, Führung, Stellen,
Gefahren, Maßnahmen.
- Zeichen setzen, Linien ziehen, Flächen aufziehen, beschriften — ein
Werkzeug, ein Klick.
- Abgleich zwischen Geräten über denselben Ereignisstrom wie die
Atemschutzüberwachung aus Phase 5; der Zustand der Verbindung steht sichtbar
da.
- Zurücknehmen statt löschen: was um 14:12 eingezeichnet wurde, gehört zur
Mitschrift.
**Wasserförderung**
- Strecke in die Karte tippen, Durchmesser und Fördermenge einstellen — die
Rechnung läuft mit: Reibungsverlust, Höhenunterschied, Zahl der
Verstärkerpumpen, Schlauchlängen je Abschnitt.
- Gerechnet wird im Browser **und** auf dem Server mit demselben Code.
- Reicht ein Abschnitt selbst mit voller Pumpe nicht, sagt die Ausgabe das,
statt eine Zahl auszuwerfen, die niemand halten kann.
- Unter jeder Rechnung steht, dass sie eine Planungshilfe ist — was zählt, ist
der Druck am Verteiler.
**Dateien abrufen**
- `/api/dateien/[id]` liefert eine abgelegte Datei aus, mandantengebunden und
mit Eintrag im Protokoll. Bis Phase 6 gab es nur den Upload und eigene
Endpunkte je Dokumentart.
**Sonstiges**
- Der Seed legt 24 Löschwasserstellen an — mit Weiher, Zisterne und
Saugstelle im Außenbereich, zwei defekten und zwei ungeprüften — sowie drei
Objekte mit Ansprechpartnern: Schule, Pflegeheim, Aussiedlerhof.
- 59 neue Tests: 48 Unit-Tests zu Druckverlust, Förderplan und Import,
11 Playwright-Durchläufe je Browser.
### Geändert
- Der Koordinaten-Trigger aus Phase 3 ist jetzt allgemein: eine Funktion für
jede Tabelle mit Breiten- und Längengrad. Sie hängt an Standort, Hydrant und
Objekt.
- Der Ereignisstrom-Hook aus Phase 5 nimmt jetzt eine Adresse entgegen und
wird von Lagekarte und Atemschutzüberwachung gemeinsam benutzt. Zwei Ströme
mit unterschiedlichem Verhalten wären ein Ort mehr, an dem sich ein Fehler
verstecken kann.
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## [0.6.0] — 2026-09-03
Phase 5: Atemschutzüberwachung nach FwDV 7. Das sicherheitsrelevanteste Modul
des Projekts — und deshalb das mit dem höchsten Testanteil.
Über jeder Ansicht steht: **Ergänzendes System — die analoge
Atemschutzüberwachung bleibt führend.** Der Hinweis lässt sich nur abschalten,
wenn zusätzlich die Fundstelle einer Freigabe des Kommandanten hinterlegt ist;
ohne sie bleibt er stehen.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `Atemschutzeinsatz` — eine Überwachung mit Überwacher, Abfrageintervall,
Warndruck und Sicherheitszuschlag. Hängt an einem Einsatz oder einer Übung,
kann aber auch für sich stehen: im Ernstfall wird zuerst überwacht und
später zugeordnet.
- `Atemschutztrupp` mit Status (bereit, im Einsatz, Rückweg, draußen), den
Zeitstempeln dazu, dem errechneten Rückzugsdruck und dem Notfallzeitpunkt.
- `Truppmitglied` — zwei oder drei Personen je Trupp, genau eine davon
Truppführer, optional mit dem verwendeten Pressluftatmer.
- `Druckmessung` mit Art (Eingang, Einsatzziel, Zwischenmeldung, Ausgang).
- `AtemschutzEreignis` — jede Zeile des Protokolls mit Zeitpunkt.
- `G26Untersuchung` und `Belastungsuebung` als eigene Nachweise.
**Die Zeit gehört dem Server**
- Nirgends wird eine Restzeit heruntergezählt. Jede Dauer entsteht aus zwei
Zeitstempeln — einem aus der Datenbank und der aktuellen Uhr. Deshalb
übersteht die Anzeige ein Neuladen, einen zweiten Bildschirm und einen
Verbindungsabbruch: es gibt nichts, das dabei verloren gehen könnte.
- Server und Browser rechnen mit **denselben** Funktionen aus
`lib/atemschutz/berechnung.ts`. Was das Tablet anzeigt, weist das Protokoll
später genauso aus.
**Rückzugsdruck nach dem doppelten Anmarschverbrauch**
- Der Trupp meldet beim Erreichen des Einsatzziels einmal seinen Druck. Daraus:
`2 × Anmarschverbrauch + Ansprechdruck der Warneinrichtung + Zuschlag`.
- Solange keine Zielmeldung vorliegt, greift die Zwei-Drittel-Regel — sie liegt
höher und ist damit die vorsichtigere Annahme.
- Maßgeblich ist immer der ungünstigste Wert im Trupp: der Trupp geht
gemeinsam zurück.
- Ampel in drei Stufen mit Klartext daneben, Gelb schon zehn Prozent über der
Grenze. Bei Notfall zusätzlich ein erzeugter Ton — ausdrücklich eine Zugabe.
**Überwachungsschirm**
- Trupp anlegen mit Eingangsdruck je Person; daneben steht, ob die Person nach
FwDV 7 überhaupt einsetzbar ist. **Gesperrt wird nichts** — im Einsatz
entscheidet der Einheitsführer, und ein Programm, das ihm im entscheidenden
Moment eine Person verweigert, wird umgangen.
- Druckabfrage für den ganzen Trupp in einer Zeile, Erinnerung im
konfigurierbaren Intervall (Vorgabe zehn Minuten).
- Mayday je Trupp, ausdrücklich aufzuheben statt wegzuklicken.
- Rückzug anordnen, Statuswechsel, Notizen ins Protokoll.
- Die Überwachung lässt sich erst beenden, wenn alle Trupps als draußen
gemeldet sind.
**Ereignisstrom über Server-Sent Events**
- Ein Route Handler unter `/api/atemschutz/strom` meldet Änderungen; der
Browser holt daraufhin den Stand. Kein eigener Server nötig, `EventSource`
verbindet nach einem Abbruch von selbst neu.
- Der Zustand der Verbindung steht sichtbar auf dem Schirm. Bleibt das
Lebenszeichen des Servers aus, gilt die Verbindung nach acht Sekunden als
tot — auch wenn der Browser keinen Fehler meldet.
- Fällt der Strom ganz aus, bleibt die Ansicht bedienbar: sie fragt zusätzlich
im festen Takt nach.
**Protokoll**
- Lückenloses PDF mit Rahmen, Trupps und dem Verlauf aus Ereignissen und
Druckmessungen in einer gemeinsamen Zeitachse.
- Entsteht beim Beenden im Hintergrundprozess und bei Bedarf beim Abruf — ein
Nachweis, den man nicht bekommt, weil ein Dienst einen schlechten Tag hatte,
wäre keiner.
- Im Kopf steht, ob die digitale Überwachung freigegeben war. Wer das Blatt
später liest, soll wissen, was er in der Hand hält.
**Tauglichkeit nach FwDV 7**
- Drei Nachweise, die gleichzeitig gelten müssen: gültige G26.3,
Belastungsübung im laufenden Jahr, Einsatzübung im laufenden Jahr. Ein
Einsatz unter Atemschutz ersetzt die Einsatzübung.
- Ampel mit **Klartext**, was fehlt — eine rote Ampel ohne Begründung hilft am
Fahrzeug niemandem.
- Fristvorschlag für die G26 nach Alter: drei Jahre, ab fünfzig eines.
- Nachweise pflegen: G26 je Person, Belastungsübung für die ganze Gruppe auf
einmal.
- Kachel auf der Startseite: wie viele Träger heute einsetzbar sind und wie
viele davon knapp davor stehen, es nicht mehr zu sein.
**Sonstiges**
- Der Seed legt acht G26-Untersuchungen an — darunter eine abgelaufene und
eine bald ablaufende —, zwölf Übungsnachweise und eine vollständig
durchgespielte Überwachung mit zwei Trupps.
- 68 neue Tests: 51 Unit-Tests zu Rückzugsdruck, Ampel, Restzeit, Statusfolge
und Tauglichkeit, 17 gegen eine echte Datenbank und 8 Playwright-Durchläufe
je Browser — darunter die beiden, um die es in dieser Phase geht: die Uhr
nach einem Neuladen und bei abgerissenem Ereignisstrom.
### Geändert
- Die Datenbank verweigert dem Anwendungszugang `UPDATE` und `DELETE` auf
`druckmessung` und `atemschutz_ereignis`; zusätzlich sitzt auf beiden ein
Trigger. Ein Fehler wird durch einen neuen Eintrag richtiggestellt, nicht
durch Ändern — sonst wäre jede Aufzeichnung nachträglich glättbar.
- Neue Bedingungen: Druck zwischen 0 und 400 bar, kein Rückzug vor dem
Einstieg, kein Ende vor dem Beginn, genau ein Truppführer je Trupp.
- Die Startseite stand noch auf dem Stand von Phase 1 („Als Nächstes kommt das
Prüfmanagement"). Sie nennt jetzt den tatsächlichen Ausbaustand.
- Der Navigationseintrag „Protokoll" führte auf eine Seite, die es nicht gibt.
Die Ansicht des Audit-Logs gehört zum Löschkonzept in Phase 8; bis dahin
steht der Eintrag ausgegraut da statt ins Leere zu führen.
---
## [0.5.0] — 2026-09-03
Phase 4: das Terminal im Gerätehaus. Ein Wandtablet, das mit Handschuhen
bedienbar ist und weiterarbeitet, wenn das Netz weg ist.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `Fahrt` — Fahrtenbuch je Fahrzeug: Fahrer, Zweck, Ziel, Kilometerstand bei
Abfahrt und Rückkehr, getankte Menge. Eine Fahrt ohne Rückkehr ist die
laufende Fahrt.
- `Anwesenheit` — wer im Gerätehaus ist, mit Anlass (Dienst, Übung, Einsatz,
Arbeitsdienst) und offener Abmeldung, solange jemand da ist.
- `Waescheabgabe` — Schutzkleidung in der Reinigung, mit Grund und Stand von
„abgegeben" bis „zurück".
- `Inventurgang` und `Inventurposten` — der Gerätewart geht mit dem Tablet durch
die Halle und scannt; am Ende steht die Liste dessen, was fehlt.
- `KioskVorgang` — jeder vom Terminal übermittelte Vorgang, **mit der im
Browser erzeugten Kennung als Primärschlüssel**. Das ist der Kern des
Offline-Betriebs: kommt derselbe Vorgang nach einem abgebrochenen
Sendeversuch ein zweites Mal an, wird er wiedererkannt statt neu angelegt.
- `SyncKonflikt` — was sich beim Nachtragen nicht anwenden ließ. Nichts geht
verloren, es wartet auf eine Entscheidung.
**Terminaloberfläche unter `/kiosk`**
- Kachelschirm: sieben Kacheln, jede mindestens 160 Pixel hoch, jede mit Symbol
und Text, sichtbar nach Rechten. Keine Navigationsleiste.
- Anmeldung auf drei Wegen: Ausweis auflegen (der RFID-Leser tippt die Kennung
als Tastatureingabe, erkannt am Anschlagstempo), QR-Code vom Handy oder
Mitgliedsnummer samt PIN.
- Mangel melden in drei Schritten — Gerät scannen, Foto und ein Satz dazu,
Dringlichkeit antippen. Anspruch war „unter dreißig Sekunden".
- Kommen und Gehen mit zwei Tipps, Fahrtenbuch, Wäscheabgabe und Inventurgang.
- Abmeldeuhr: nach `KIOSK_IDLE_TIMEOUT` Sekunden Untätigkeit meldet sich das
Terminal von selbst ab, mit sichtbarer Warnung vorher.
- Hallenmonitor unter `/kiosk/monitor`: Uhrzeit, laufender Einsatz, wer im Haus
ist, Fahrzeuge, fällige Prüfungen und die nächsten Termine — Vollbild ohne
Bedienung.
**Offline-Betrieb**
- Ein von Hand geschriebener Service Worker (`public/sw.js`): App-Shell und
Stammdaten im Zwischenspeicher, `network-first` für Seiten mit
Ausweichseite `/kiosk/offline`, `stale-while-revalidate` für lesende
tRPC-Aufrufe. Schreibende Anfragen und alles unter `/api/auth` fasst er nicht
an — eine zwischengespeicherte Anmeldung wäre eine Sicherheitslücke.
- Warteschlange in einer IndexedDB (Dexie): **jede** schreibende Aktion geht
zuerst dorthin, auch online. Sonst gäbe es zwei Wege durch den Code, und der
seltenere wäre der ungetestete.
- Fotos liegen als Blob in derselben Warteschlange und werden beim Übertragen
zuerst hochgeladen.
- Sichtbarer Zustand als Leiste über allem: verbunden, wie viele Änderungen
warten, kein Netz — in Klartext, nicht nur als Farbe.
- Erledigt heißt: angenommen **oder** als bereits verarbeitet erkannt **oder**
in der Konfliktliste gelandet. In allen drei Fällen ist der Vorgang beim
Server und darf aus der Warteschlange verschwinden.
**Anmeldemarke**
- `/anmeldemarke` zeigt einen QR-Code fürs Handy: signiert mit `AUTH_SECRET`,
gültig 60 Sekunden, nicht gespeichert. Ein abfotografierter Code aus der
Umkleide nützt nach einer Minute nichts mehr.
**Terminalübersicht in der Verwaltung**
- `/terminal` zeigt Konflikte zuerst — das sind die Vorgänge, die ein Mensch
anfassen muss —, danach Anwesende, Wäsche und Fahrtenbuch.
**Installierbar als App**
- Web-App-Manifest, eigene Symbole (`npm run icons`), Startseite `/kiosk`. Kein
externes CDN, keine fremde Schriftart.
**Wetterwarnungen (optional, aus)**
- Warnungen des DWD auf dem Hallenmonitor, hinter einer Schnittstelle in
`lib/integrations/`. Standardmäßig **aus** — es ist die einzige Verbindung,
die FLORIAN von sich aus nach außen aufbaut. Fällt sie aus, bleibt die Kachel
leer.
**Sonstiges**
- Der Seed legt ein Fahrtenbuch mit vier Fahrten (eine läuft noch), vier
Anwesenheiten (eine Person ist noch im Haus) und drei Wäscheabgaben an.
- 31 neue Tests: 20 Unit-Tests zu Anmeldemarke und Warteschlange (letztere
unter jsdom mit `fake-indexeddb`), 11 gegen eine echte Datenbank
(Kilometerstände, Anwesenheitszeiten, Unveränderbarkeit der Vorgänge,
Mandantentrennung) und 9 Playwright-Durchläufe je Browser — darunter der
Offline-Fall mit `context.setOffline(true)` und der doppelt gesendete
Vorgang, dessen Antwort unterwegs verloren geht.
### Geändert
- Die Datenbank setzt vier neue Regeln selbst durch: Kilometerstände laufen
vorwärts, eine Rückkehr liegt nicht vor der Abfahrt, ein Gehen nicht vor dem
Kommen, eine Wäscheabgabe umfasst mindestens ein Stück. Dazu `REVOKE UPDATE,
DELETE` auf `kiosk_vorgang` — ein übermittelter Vorgang lässt sich nicht
nachträglich glätten.
- Die Beschriftung der DWD-Warnstufen liegt in
`src/lib/integrations/wetter-texte.ts`, getrennt vom `server-only`-Modul
daneben — dieselbe Trennung wie bei `qr.ts` und `qr-parser.ts`.
- Neue Rechte `fahrtenbuch.lesen` und `fahrtenbuch.fuehren`, beide im
Grundrechtebündel.
### Behoben
- Die Warteschlange rief sich selbst in eine Renderschleife: `jetztSenden`
hatte das Mutationsobjekt von React Query in seinen Abhängigkeiten, und das
ist bei jedem Rendern ein neues. Damit wurde der 20-Sekunden-Zeitgeber
ständig neu aufgezogen und lief nie ab — ein liegen gebliebener Vorgang wäre
ohne Zutun nie ein zweites Mal losgeschickt worden. Gefunden vom
Offline-E2E-Test, der genau darauf wartet.
- `/kiosk/einrichten` ließ sich nicht vorab erzeugen, weil `useSearchParams()`
ohne Suspense-Grenze stand. Der Produktionsbuild brach dabei ab.
- Der Anwesenheits- und der Fahrten-Wizard zeigten erst die eine, nach dem
Laden des eigenen Stands die andere Fassung — wer zügig tippte, drückte ins
Leere. Bis der Stand bekannt ist, steht dort jetzt ein Platzhalter.
- Die Offline-Seite blieb stehen, wenn nur eine einzelne Anfrage abgebrochen
war. Am Hallenmonitor, den niemand bedient, hieße das: bis jemand vorbeikommt.
Sie versucht es jetzt alle zehn Sekunden von selbst.
- Der Hallenmonitor stapelte alle laufenden Einsätze übereinander und schob
damit Anwesenheit, Fahrzeuge und Prüfungen aus dem Bild. Zwei stehen groß,
der Rest als Zeile.
---
## [0.4.0] — 2026-09-03
Phase 3: Einsätze und Übungen. Ab hier dokumentiert die Wehr, was sie tut —
für die Gemeinde, für die Versicherung und für die eigene Mannschaft.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `Einsatz` mit den sechs Zeitstempeln (alarmiert, ausgerückt, eingetroffen,
Einsatzende, eingerückt, einsatzbereit), Ort samt Koordinaten, Kategorie nach
der bayerischen Feuerwehrstatistik und den Zahlen für die Gemeindemeldung.
- `Einsatzfahrzeug` mit eigenen Zeiten je Fahrzeug — Nachalarmierung bleibt
sichtbar —, Kilometerstand und Wasserabgabe.
- `Einsatzkraft` mit Funktion nach FwDV 3, Fahrzeug, Zeitraum und
Atemschutz-Kennzeichen.
- `Materialverbrauch` und `Lagemeldung` mit Foto und Herkunft.
- `PortalZugang` — ein zeitlich begrenzter Link für eine Fremdwehr, gespeichert
nur als Hash.
- `Uebung` und `Uebungsteilnahme` mit Thema, Lernzielen und Anwesenheit.
**Schnellerfassung**
- Stichwort, Ort, ausgerückte Fahrzeuge — mehr fragt die Erfassung im Alarmfall
nicht. Alarmzeit ist der Moment des Anlegens, alles Weitere wird nachgetragen.
- Fortlaufende Einsatznummer `JJJJ-NNNN` je Wehr und Jahr, vergeben unter einer
Transaktionssperre.
**Zeiten und Stärke**
- Ein Knopf je Zeitstempel, solange der Einsatz läuft.
- Daraus gerechnet: Ausrückzeit, Anfahrtszeit, Hilfsfrist und Einsatzdauer.
- Stärke nach FwDV 3 in der Schreibweise `Führer/Unterführer/Mannschaft/Gesamt`,
mit Zuordnung zur taktischen Einheit (Trupp, Staffel, Gruppe, Zug).
- Hinweise statt Sperren: eine verdrehte Zeitreihenfolge oder eine fehlende
Führungskraft wird angezeigt, verhindert das Speichern aber nicht — ein
Einsatz, der drei Wochen später nachgetragen wird, ist immer noch besser als
einer, den niemand erfasst.
**Personalvorschlag**
- Sortiert nach Einsatzerfahrung der letzten zwölf Monate, mit dem
Qualifikationsstand daneben: eine abgelaufene G26.3 fällt auf, bevor jemand
unter Atemschutz geht.
**Einsatzbericht und Freigabe**
- Bericht als PDF über Gotenberg: Kopf, Zeitleiste mit Kennzahlen, Fahrzeuge,
Mannschaft mit Stärke, Material, Verlauf und Bericht.
- Mit der Freigabe wird der Einsatz festgeschrieben — durchgesetzt von einem
Datenbanktrigger, nicht vom Anwendungscode. Ausgenommen bleiben das
nachgetragene PDF und die Lagemeldungen.
- Jahresexport als quer gedrucktes PDF unter `/api/einsaetze/jahresexport`.
**Statistik**
- Einsätze nach Kategorie und Monat, Verteilung der Hilfsfristen mit dem
80-Prozent-Wert, Beteiligung je Person (Einsätze, davon unter Atemschutz,
Übungen) und Auslastung je Fahrzeug.
**Einsatzportal für Fremdwehren**
- Signierter Link ohne Anmeldung, gültig 24 Stunden, jederzeit widerrufbar,
jeder Aufruf wird mitgezählt.
- Zeigt Stichwort, Ort, Zeitstempel und Lagemeldungen — keine Namen von
Einsatzkräften, keinen Bericht, keinen Weg in den Rest der Anwendung.
- Nimmt Lagemeldungen mit Foto an, begrenzt auf 30 Meldungen und 10 Fotos je
Zugang und Stunde.
- Eigene Zugriffsbegrenzung über Redis (`src/lib/ratelimit.ts`), die bei
Störung durchlässt statt zu blockieren.
**Übungen**
- Thema, Art, Lernziele, Ort und Leitung; Anwesenheit als Liste zum Abhaken.
- Fließt in die Beteiligungsstatistik ein.
**Adressen zu Koordinaten**
- Anbindung an einen **selbst betriebenen** Nominatim hinter einer Schnittstelle
in `lib/integrations/`. Ohne Konfiguration bleibt die Suche leer und die
Koordinaten werden von Hand eingetragen.
- Koordinaten liegen doppelt: als Dezimalgrad für die Anwendung und als
PostGIS-Punkt für die Karte ab Phase 6, zusammengehalten von einem Trigger.
**Sonstiges**
- Der Seed legt acht Einsätze über das Jahr verteilt an — Brände, technische
Hilfeleistungen, ein Fehlalarm einer Brandmeldeanlage — dazu sechs Übungen
und die Beteiligung der Mannschaft.
- 57 neue Tests: 32 Unit-Tests zu Stärke, Zeiten und Nummernkreis, 14 gegen eine
echte Datenbank (Koordinaten-Trigger, Freigabe, Mandantentrennung) und 11
Playwright-Durchläufe einschließlich des Portals in einem Browser **ohne**
Sitzung.
### Geändert
- Der Nummernkreis `JJJJ-NNNN` liegt jetzt in `src/lib/nummernkreis.ts` und wird
von Prüfprotokollen, Einsätzen und Übungen gemeinsam verwendet.
- Die Seitenleiste zeigt Einsätze und Übungen als verfügbar.
- Das Zeitlimit der E2E-Erwartungen steigt von 15 auf 25 Sekunden: mit fünfzig
Routen dauert die erste Übersetzung einer Seite im Entwicklungsserver unter
Last länger als vorher, und daran scheiterten gelegentlich Tests, die einzeln
grün sind.
### Behoben
- Die Anwesenheitsliste einer Übung forderte 300 Mitglieder an und lief damit
in die Höchstzahl von 200 je Seite — die Liste blieb leer. Gefunden über die
Server-Ausgabe während der E2E-Tests.
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## [0.3.0] — 2026-09-03
Phase 2: Wartungs- und Prüfmanagement. Das Modul, wegen dem eine Wehr so ein
Programm einführt — Fristen im Blick behalten und im Streitfall nachweisen
können, dass geprüft wurde.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `Wartungsvorlage` — was an einem Gerätetyp in welchem Takt geprüft wird, mit
Intervall, Vorwarnzeit, Prüfvorschrift und Erfahrungswert für die Dauer.
- `Checklistenpunkt` in vier Ausprägungen: Ja/Nein, Messwert (mit zulässigem
Bereich und Einheit), Text und Foto. Pflichtpunkte sind die, an denen die
Einsatzbereitschaft hängt.
- `Wartungstermin` — ein fälliger Termin an einem konkreten Gerät. Eindeutig
über Gerät, Vorlage und Fälligkeitstag, damit ein zweiter nächtlicher Lauf
nichts doppelt anlegt.
- `Pruefung`, `Pruefergebnis` und `Signatur` — die durchgeführte Prüfung mit
Antworten je Punkt und Unterschrift.
- `Mangel` mit dem Weg melden → zugewiesen → in Arbeit → behoben.
- `Rueckruf`, `RueckrufGeraetetyp` und `RueckrufBetroffenheit` — eine
Herstellerwarnung, die betroffene Bauart und der Stand je Gerät.
- `Erinnerung` als Nachweis und gleichzeitig als Sperre gegen Doppelversand.
**Unveränderbarkeit der Protokolle**
- Ein Trigger in der Datenbank weist jede Änderung an einer abgeschlossenen
Prüfung ab. Zulässig bleiben genau drei Dinge: der Wechsel auf „ersetzt", das
Nachtragen des PDF, solange keines hinterlegt ist, und `geaendertAm`.
- Dieselbe Sperre gilt für die Bestandteile: an einem abgeschlossenen Protokoll
lassen sich weder Einzelergebnisse ändern noch Unterschriften nachtragen.
- Korrekturen erzeugen eine **neue** Prüfung mit Verweis auf die alte. Beide
bleiben lesbar.
- Gelöscht wird ein Protokoll nur im gekennzeichneten Aufbewahrungslauf —
derselbe Schalter wie beim Audit-Log.
**Fristen-Dashboard** (`/pruefungen`)
- Vier Töpfe nach Dringlichkeit: überfällig, diese Woche, diesen Monat, nächste
90 Tage. Jede Zahl ist gleichzeitig ein Filter.
- Bündelung nach Fahrzeug, Standort, Gerätetyp oder Zuständigem — wer einen
Prüftag ansetzt, arbeitet ein Fahrzeug ab, keine alphabetische Liste.
- Sammelzuweisung mehrerer Termine an eine Person.
- Daneben die Lebensdauerüberwachung (`/pruefungen/lebensdauer`) mit Vorschlag
zur Aussonderung.
**Prüfwizard** (`/pruefungen/neu`)
- Ein Prüfpunkt je Bildschirm, große Schaltflächen, Foto direkt aus der Kamera.
- Zeiterfassung läuft mit und landet im Protokoll.
- Unterschrift auf einem Zeichenfeld, das Finger, Stift und Maus versteht; das
PNG landet in MinIO.
- Jede Antwort geht sofort zum Server — bricht das WLAN weg, ist höchstens die
letzte verloren, und der Entwurf wird beim nächsten Öffnen fortgesetzt.
- Mängel werden aus den beanstandeten Punkten vorgeschlagen.
- Externe Wartung: Fachfirma, Kosten und das Fremdprotokoll als PDF.
**Prüfprotokoll als PDF**
- Erzeugt der Hintergrundprozess über Gotenberg und legt es in MinIO ab: Kopf
mit Wehr, Gerät und Prüfer-Kennung, Checkliste mit Soll, Ist und Befund,
eingebettete Fotos und Unterschriften, Fußzeile mit Prüfvorschrift, Prüfdatum
und Seitenzahl.
- Laufende Protokollnummer `JJJJ-NNNN` je Wehr und Jahr.
**Nächtlicher Lauf**
- `fristen.pruefen` (3:15 Uhr) plant Termine aus den Vorlagen und zieht Frist
und Status an jedem Gerät nach.
- `erinnerung.senden` (3:45 Uhr) verschickt Vorwarnungen bei T-30, T-7, T-0 und
einmal bei Überfälligkeit — als Sammelnachricht je Empfänger.
- Beide Läufe sind wiederholbar und tragen sich beim Start des Workers je Wehr
selbst ein.
**Mängel und Rückrufe**
- Melden darf jedes Mitglied; ein kritischer Mangel sperrt das Gerät sofort.
- Beim Beheben wird die Sperre aufgehoben — aber nur, wenn kein anderer offener
Mangel dasselbe Gerät sperrt.
- Rückrufe suchen betroffene Geräte über Bauart, Modell, Seriennummernbereich
und Herstellungszeitraum. Das Ergebnis ist ein Vorschlag, keine automatische
Sperre.
**Sonstiges**
- Datei-Upload unter `/api/dateien` für Fotos, Unterschriften und
Fremdprotokolle — als Multipart, nicht Base64 durch eine JSON-Antwort.
- Der Seed legt 5 Wartungsvorlagen mit echten Prüfvorgaben an (DGUV 112-190,
DIN 14811, DGUV Vorschrift 3, DIN 14920), dazu die fälligen Termine, ein
abgeschlossenes Protokoll samt Mangel und einen Beispielrückruf.
- 79 neue Tests: 47 Unit-Tests zu Fristen, Bewertung und Planung, 10 gegen eine
echte Datenbank zur Unveränderbarkeit und Mandantentrennung, 22 Playwright-
Durchläufe über Dashboard, Vorlagen, Wizard, Mängel und Rückrufe.
**Nachzügler aus Phase 1**
Mit dieser Version wird auch das Geräteformular ausgeliefert, das nach der
0.2.0 entstanden ist:
- **Formular zum Anlegen und Bearbeiten eines Geräts** (`/geraete/neu` und
`/geraete/<id>/bearbeiten`). Damit ist die letzte offene Lücke aus Phase 1
geschlossen: Ein Neuzugang lässt sich einzeln erfassen, ohne den Umweg über
eine Importdatei.
- Die Lagerung wird als Umschalter geführt statt als zwei Auswahlfelder, die
man versehentlich beide füllen kann.
- Prüftermin und Lebensdauerende werden schon beim Tippen ausgerechnet und
angezeigt — mit denselben Funktionen, mit denen der Server anschließend
rechnet.
- Ist nur ein Standort angelegt, wird er vorbelegt.
- 7 weitere Playwright-Tests zum Formular (nun 58 statt 44, zwei davon unter
Touch-Emulation begründet übersprungen).
Dabei behoben:
- **Das Formular stürzte beim ersten Rechnen ab.** Die Vorgabewerte lagen in
einem `"use client"`-Modul und wurden von einer Server-Komponente importiert;
dort kommt nur eine Client-Referenz an, kein Objekt. Das Spreaden davon ergab
lauter `undefined`. Die Werte liegen jetzt in einem eigenen Modul ohne
`"use client"`.
- **Das Sternchen an Pflichtfeldern wurde vorgelesen.** Eine Sprachausgabe
nannte das Feld „Bezeichnung Stern". Das Sternchen trägt jetzt `aria-hidden`;
dass ein Feld ausgefüllt werden muss, sagt das `required`-Attribut.
- Fehlermeldungen in Formularen sind eindeutig ansteuerbar (`data-testid`) —
Next.js hängt einen eigenen Routen-Ansager mit derselben Rolle in jede Seite.
### Geändert
- Die Datumsarithmetik aus Phase 1 (`utcTag`, `monateAddieren`, `heutigerTag`,
`tagesabstand`) ist jetzt exportiert. Zwei Umsetzungen derselben Rechnung
wären früher oder später um einen Tag auseinandergelaufen.
- Die Seitenleiste zeigt Prüfungen, Mängel und Rückrufe als verfügbar.
- Die Gerätedetailseite zeigt Prüfhistorie, offene Mängel und anstehende
Termine — und startet die Prüfung.
### Behoben
- **Zwei gleichzeitig abgeschlossene Prüfungen zogen dieselbe Protokollnummer.**
Die eindeutige Bedingung in der Datenbank fing das ab, aber der zweite Prüfer
bekam einen Datenbankfehler statt eines Protokolls. Die Nummer wird jetzt
unter einer Transaktionssperre je Wehr und Jahr vergeben — gefunden von den
E2E-Tests, weil Desktop- und Tablet-Durchlauf parallel prüften.
- **Der Worker ließ sich außerhalb des Containers nicht starten.** Ihm fehlte
das Laden der `.env`, und `server-only` warf beim Import unter Node. Beide
Startbefehle laufen jetzt mit `--conditions=react-server`, womit der leere
Export dieses Pakets greift.
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## [0.2.0] — 2026-09-03
Phase 1: Stammdaten. Ab hier führt die Wehr ihren Bestand in FLORIAN — mit
Standorten, Fahrzeugen samt Beladeordnung, Gerätetypen als Vorgabe und
Geräten, die per QR-Code am Regal auffindbar sind.
### Hinzugefügt
**Datenmodell**
- `Standort` (Gerätehaus, Lager, Außenstelle, Werkstatt) mit PostGIS-Punkt für
die Karte ab Phase 6.
- `Geraeteraum` — die Fächer am Fahrzeug (G1 bis G6, Heck, Dach,
Mannschaftsraum), in Beladereihenfolge sortierbar.
- `Geraetetyp` als Vorgabe für Prüfintervall, Prüfvorschrift und Lebensdauer.
Ein einzelnes Gerät darf davon abweichen; sonst gilt der Typ.
- `Qualifikationstyp` und `Qualifikation` mit Gültigkeitsdauer und eigener
Vorwarnzeit je Typ.
- `Fahrzeug` erweitert um Fahrgestellnummer, DIN-Typkurzzeichen, Erstzulassung,
Sitzplätze, Tankinhalt, Gesamtmasse und die UVV-Frist.
- `Geraet` erweitert um Gerätetyp, Lebensdauerkategorie, errechnetes
Lebensdauerende, Anschaffungspreis und die Lagerung.
**Regeln in der Datenbank**
- Ein Gerät steht entweder an einem Standort oder ist auf einem Fahrzeug
verlastet — eine Prüfbedingung setzt das durch, ein Trigger stellt zusätzlich
sicher, dass ein angegebener Geräteraum auch zum angegebenen Fahrzeug gehört.
- Row Level Security auf allen neuen Tabellen.
- Trigram-Indizes für die Volltextsuche über Geräte, Fahrzeuge und Personen.
**Funktionen**
- Geräteliste mit Volltextsuche, Statusfilter, serverseitiger Sortierung,
Blättern und Spaltenauswahl. Die Spaltenauswahl bleibt je Browser gespeichert.
- Massenbearbeitung: Status mehrerer Geräte auf einmal setzen, Geräte umlagern.
Jede Änderung erzeugt einen eigenen Protokolleintrag am jeweiligen Gerät.
- QR-Code je Gerät. Der Code zeigt auf `/g/<inventarnummer>` und führt nach der
Anmeldung direkt zur Gerätedetailseite.
- Etikettenbogen als PDF über Gotenberg: DIN A4 mit 65 Etiketten
(38,1 × 21,2 mm). Der Druck kann an einer beliebigen Position beginnen, damit
angebrochene Bögen weiterverwendet werden können.
- QR-Scan über die Kamera im Browser, mit Eingabefeld als Rückfallweg.
- Import aus CSV und Excel: Spalten werden nach den Überschriften automatisch
zugeordnet, die Vorschau zeigt Zeile für Zeile, was übernommen würde und was
daran nicht stimmt. Geschrieben wird erst nach Bestätigung.
- Gerätehistorie und Fahrzeughistorie, gerendert aus dem Audit-Log.
- Qualifikationen mit Ablaufwarnung, gerechnet mit der Vorwarnzeit des
jeweiligen Typs.
- Fahrzeugdetail zeigt die Beladung nach Geräteräumen statt alphabetisch.
**Daten und Tests**
- Der Seed legt jetzt zusätzlich 3 Standorte, 20 Geräteräume, 14 Gerätetypen
mit echten Prüfvorgaben (DGUV, DIN, vfdb), 49 Geräte und 107 Qualifikationen
an. Fristen sind bewusst gestreut, damit die Ampeln etwas zeigen.
- 104 Vitest-Tests (vorher 32), davon 40 zum Import und 32 zu QR und Fristen.
- 44 Playwright-Tests (vorher 10) über Desktop und Tablet.
### Geändert
- **Fristenrechnung auf UTC-Kalenderarithmetik umgestellt.** Vorher wurde über
`startOfDay` aus date-fns gerechnet, das die Zeitzone des Servers verwendet.
Ein Prüfdatum kommt aus der Datenbank als UTC-Mitternacht und wurde dabei auf
den Vortag zurückgeschoben — Fristen wären einen Tag zu früh fällig geworden.
- `CardTitle` rendert eine echte Überschrift statt eines `div`. Wer mit einer
Sprachausgabe arbeitet, springt von Überschrift zu Überschrift; Karten
tauchten in dieser Navigation vorher gar nicht auf.
- Die Entwicklungsanzeige von Next.js ist abgeschaltet, damit sie nicht in den
Bildern der Anleitung mitläuft.
### Sicherheit
- Der Etikettendruck wird protokolliert (`EXPORTIERT`) — damit ist
nachvollziehbar, wann welche Aufkleber erzeugt wurden.
- Der Import übernimmt keine Werte, die der Browser geschickt hat: die Datei
wird beim Übernehmen erneut serverseitig eingelesen und geprüft. Sonst ließe
sich die Vorschau umgehen.
## [0.1.0] — 2026-09-03
Phase 0: das Fundament. Ab hier steht ein lauffähiger Stack mit
Mandantentrennung, Anmeldung, Dateiablage und lückenloser Protokollierung.
### Hinzugefügt
**Betrieb**
- `docker-compose.yml` mit Traefik, App, Worker, PostgreSQL 17 + PostGIS,
Redis, MinIO und Gotenberg.
- `docker-compose.override.yml` für die Entwicklung: ohne Traefik, mit
Mailpit als SMTP-Auffangkorb und Adminer für den Blick in die Datenbank.
Host-Ports bewusst abseits der Standardwerte (3100, 5442, 6389, 9010/9011),
damit FLORIAN neben anderen lokalen Stacks laufen kann.
- Mehrstufiges `docker/Dockerfile`: eigener Benutzer `florian` (UID 1001,
kein root), `tini` als PID 1, Healthcheck gegen `/api/health`,
Standalone-Build von Next.js.
- `docker/entrypoint.sh` wendet ausstehende Migrationen an — nur im
App-Container, nicht im Worker.
- `docker/postgres/10-init-app-role.sh` legt beim ersten Start die Rolle
`florian_app` (`NOBYPASSRLS`) samt Vorgabeprivilegien an.
- `.env.example` mit einem Kommentar zu jeder einzelnen Variable.
**Datenmodell**
- Prisma-Schema mit `Organisation`, `Person`, `Rolle`, `Berechtigung`,
`RolleBerechtigung`, `PersonRolle`, `AusweisToken`, `AuditLog`, `Datei`.
- `Fahrzeug` und `Geraet` bereits schmal angelegt, damit der Seed eine
realistische Wehr aufbauen kann. Phase 1 erweitert beide.
- Migration `20260902000100_rls_policies`: Row Level Security auf allen
mandantenpflichtigen Tabellen, Funktion `aktuelle_organisation()`,
Append-only-Trigger auf `audit_log`.
- Migration `20260902000200_audit_bereinigung`: `UPDATE` auf `audit_log`
bleibt dauerhaft gesperrt, `DELETE` ist nur im gekennzeichneten
Aufbewahrungslauf möglich.
**Anwendungskern**
- `lib/env.ts` — Zod-Validierung der gesamten Umgebung beim Start.
- `lib/db.ts` — getrennte Verbindungen für Anwendung (RLS aktiv) und System
(RLS-frei), `fuerOrganisation()` als einziger Weg zu Fachdaten.
- `lib/authz.ts` — 9 Rollen, 38 Einzelrechte, zentrale Prüffunktionen.
- `lib/storage.ts` — MinIO, presignte Up- und Downloads, SHA-256-Prüfsumme.
- `lib/audit.ts` — Protokolleinträge mit Vorher/Nachher-Vergleich, entfernt
Geheimnisse vor dem Schreiben.
- `lib/auth.ts` — Auth.js mit OIDC gegen authentik, lokalem Passwort-Login
und Terminal-Anmeldung über PIN oder RFID.
- `lib/warteschlange.ts` und `src/worker/` — BullMQ-Gerüst mit den
Auftragsarten für Fristen, Erinnerungen, PDF und Aufbewahrung.
- `lib/integrations/` — Mail, Telegram und LLM hinter abschaltbaren
Schnittstellen.
- tRPC v11 mit den Prozedurarten `oeffentlich`, `angemeldet` und
`mitRecht(...)`.
**Oberfläche**
- Basis-Layout mit Seitenleiste, heller und dunkler Darstellung
(Systemvorgabe als Standard) und durchgängig deutschen Texten.
- Anmeldeseite, die genau die eingerichteten Anmeldewege zeigt.
- Übersicht mit Kennzahlen und dem Sicherheitshinweis zur analogen
Atemschutzüberwachung.
- Farbwelt in OKLCH mit festen Statusfarben für Gerätezustände.
**Daten und Tests**
- Seed mit einer vollständigen Beispielwehr: 15 Personen mit Rollen und
Terminal-Ausweisen, 3 Fahrzeuge, 40 Geräte mit gemischten Prüffristen.
- Vitest: 32 Tests, darunter acht, die die Mandantentrennung gegen eine echte
Datenbank prüfen.
- Playwright: 10 Tests über Desktop und Tablet.
- `npm run screenshots` erzeugt die Bilder für die Anleitung.
**Dokumentation**
- README mit Schnellstart in sechs Zeilen.
- Anleitung, Roadmap, Aufwandsschätzung, Devlog und Versionierungsregeln.