Files
FireAdministration/docs/DEVLOG.md
T

1255 lines
70 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters
This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
# Devlog
Entwicklungstagebuch mit Zeiterfassung. Jeder Arbeitsabschnitt bekommt einen
Eintrag: wann, wie lange, was entstanden ist, und was dabei schiefging.
Die aufgewendete Zeit wandert nach jedem Abschnitt in die Spalte
„tatsächlich" der [Aufwandsschätzung](AUFWANDSSCHAETZUNG.md).
## Zeitübersicht
| Phase | Sitzungszeit | Sitzungen | abgeschlossen |
|---|---:|---:|---|
| Phase 0 — Fundament | 1:00 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 1 — Stammdaten | 1:15 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 1 — Nachtrag Geräteformular | 0:50 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 2 — Wartung und Prüfung | 2:25 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 3 — Einsätze und Übungen | 2:10 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 4 — Kiosk-PWA im Gerätehaus | 3:00 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 5 — Atemschutz nach FwDV 7 | 2:40 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 6 — Kartenmodule | 2:50 h | 1 | 04.09.2026 |
| Phase 7 — Benachrichtigungen und Termine | 3:10 h | 1 | 04.09.2026 |
| Phase 8 — Lokale KI | 3:40 h | 1 | 04.09.2026 |
| Aufräumarbeiten (Issues #10–#12) | 1:20 h | 1 | 04.09.2026 |
| Phase 9 — Kassenverwaltung | 4:10 h | 1 | 04.09.2026 |
| Phase 10 — Mandantenfähigkeit | 4:20 h | 1 | 05.09.2026 |
| **Summe** | **32:50 h** | **13** | |
---
## 2026-09-05 · Phase 10 — Mandantenfähigkeit
**08:10 – 12:30 · 4:20 h · Version 0.11.0**
### Was entstanden ist
Die einzige Phase bisher, die die Anmeldung selbst anfasst.
| Bereich | Umfang |
|---|---|
| Datenmodell | `Benutzer`, `Mitgliedschaft`, `MitgliedschaftArt`; `Person` verliert die Anmeldefelder |
| Absicherung | RLS für `mitgliedschaft`, zwei Trigger, vier CHECKs, ein REVOKE |
| Anmeldung | `lib/auth.ts` neu: Konto statt Akte, Mitgliedschaftswahl, Wehrwechsel im Token |
| Rechte | Rolle `AUFSICHT`, gefiltert statt aufgezählt; `istVerwalter` als Kontomerkmal |
| Oberfläche | Wehrwähler, Aufsichtshinweis, `/wehren` zur Verwaltung |
| Tests | 19 neue Unit-Tests (11 gegen die Datenbank), 13 E2E-Tests |
### Entscheidungen
**Die Sitzung behält ihre Form.** `sitzung.organisationId` und
`sitzung.personId` werden an 329 bzw. 85 Stellen in 61 Dateien gelesen. Hätte
sich ihre Bedeutung geändert, wäre das ein Umbau durch das halbe Projekt
geworden. Stattdessen entsteht die Sitzung nur *anders* — aus der aktiven
Mitgliedschaft statt aus der Person. Keine dieser 61 Dateien musste angefasst
werden.
**`personId` ist nullbar geworden.** Das war die eine Ausnahme davon, und zwar
absichtlich: eine Aufsichtssitzung hat keine Akte. Der Typechecker hat daraus
eine Liste gemacht — genau fünf Stellen verlangen eine Person, und alle fünf
sind Dinge, an denen die Kreisaufsicht nichts verloren hat (Anmeldemarke,
Dienstausweis, Prüfungswizard, Dateiupload, Atemschutz). Ein `?? ""` hätte
dieselben fünf Stellen still passieren lassen.
**`Benutzer` ohne `organisationId`.** Die zweite Ausnahme von der
Architekturregel nach `Berechtigung` — und dieselbe Begründung: die Tabelle
steht über allen Mandanten, weil sie der Angelpunkt ist, an dem ein Mensch zu
mehreren Wehren gehört. Geschützt über Rechte statt RLS.
**`AUFSICHT` steht nicht im Prisma-Enum.** Alle anderen Rollen werden einem
Menschen in einer Wehr zugewiesen. Diese ergibt sich aus der Mitgliedschaftsart.
Sie vergebbar zu machen hiesse, dass jemand innerhalb einer Wehr Rechte an
einer anderen verteilen könnte.
**Ihre Rechte werden gefiltert, nicht aufgezählt.** Alles, was `.lesen` heißt,
minus vier ausdrückliche Ausnahmen. Eine Liste von Hand wäre bei Phase 11
veraltet, und zwar unbemerkt — ein neues Modul brächte Rechte mit, die niemand
nachträgt. So bekommt die Aufsicht neue Leserechte automatisch und neue
Schreibrechte nie. Der Test dazu ist entsprechend formuliert: nicht „diese
dreizehn Rechte", sondern „kein einziges, das nicht lesen heißt".
**Die Kasse ist ausgenommen**, obwohl `kasse.lesen` auf `.lesen` endet. Sie
gehört dem Verein oder der Kommune, nicht der Kreisaufsicht. Sie wäre nur
deshalb dabei gewesen, weil das Recht zufällig richtig heißt — und genau
dagegen ist die Ausnahmeliste da.
**Die Migration ist datenerhaltend, mit Abbruchprüfung.** Konten und
Zuordnungen entstehen, *bevor* die alten Spalten fallen; am Ende prüft ein
`DO`-Block, dass keine Person mit Anmeldedaten ohne Konto dasteht, und bricht
sonst ab. Eine Migration, die die Anmeldung anfasst und auf halbem Weg
liegenbleibt, sperrt alle aus.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Nach dem Wehrwechsel landete alles auf der Anmeldeseite | `aktuelleSitzung()` verlangte eine Personenkennung — die Aufsicht hat keine und galt damit als nicht angemeldet | Eine Sitzung ist gültig, wenn Wehr und Konto feststehen; die Akte darf fehlen |
| Der Wechsel schien nicht zu greifen | Er griff: das Token trug die neue Wehr. Es war der dritte hängengebliebene Entwicklungsserver dieser Woche — `npm run build` neben laufendem `next dev` macht `.next` unbrauchbar, und der Server antwortet danach nur noch mit 500 | Server beenden, `.next` löschen. Diesmal notiert, damit es nicht ein viertes Mal passiert |
| Der Seed brach ab | Er legt die Rollen aus `ROLLEN` an, und dort steht jetzt `AUFSICHT` — die es im Prisma-Enum bewusst nicht gibt | Im Seed gefiltert, mit Begründung |
| `unstable_update` nahm den Wechselwunsch nicht an | Es akzeptiert nur `Partial<Session>` | Der Wunsch reist als `user.mitgliedschaftId` und wird serverseitig gegen die Mitgliedschaften geprüft |
| Die Nachbarwehr war fest verdrahtet | `ff-nachbarshausen` für jeden Mandanten — genau die Vermischung von Test- und Beispieldaten, die Phase 8 beseitigt hat | Aus dem Mandanten abgeleitet: `<slug>-nachbar` |
| Ein alter Datenbanktest wurde unzuverlässig | `ki-datenbank.test.ts` legte Wehr und Person idempotent an, die Wiki-Seite aber nicht. Die neue Testdatei verschob die Reihenfolge, und ein Rest aus einem abgebrochenen Lauf ließ den ganzen Datei-Lauf scheitern | Auch dort ein `upsert` |
| Nach `db:test-reset` zeigte der Wehrwähler nur noch die betreute Wehr | Der Reset löschte die Testwehr, aber nicht ihre Nachbarwehr. Der Seed sah die Nachbarwehr, hielt alles für erledigt und legte die Mitgliedschaft in der neuen Testwehr nie wieder an | Der Reset nimmt Nachbarwehr und Kreiskonto mit; der Seed prüft beide Teile getrennt statt mit einem gemeinsamen Ausstieg. Gefunden hat es ein E2E-Test |
| Im vollen Lauf fielen fremde Testdateien mit „Anmeldung fehlgeschlagen“ aus | Der Fehlversuch-Test meldete sich mit der Adresse des Administrators an. Fünf Fehlversuche sperren das Konto fünf Minuten — bei zwei Projekten und Wiederholungen kam das zusammen, und alle anderen Dateien brauchen dasselbe Konto | Der Test nimmt jetzt eine Adresse, die es nicht gibt. Die Meldung muss ohnehin dieselbe sein, damit sie nicht verrät, ob es die Adresse gibt |
### Abweichung von der Vorgabe
**Zwei Architekturregeln bekommen eine dokumentierte Ausnahme.**
„Jede Tabelle hat `organisationId`" gilt für `Benutzer` nicht — sie kann es
nicht, ohne den Zweck der Tabelle aufzuheben. Die Ausnahme steht im Schema, in
der Migration und in der Roadmap, und die Tabelle ist dafür über Rechte
geschützt statt über RLS.
„Berechtigungen zentral in `lib/authz.ts`" gilt für den Verwalterzugang nicht:
er hängt an `Benutzer.istVerwalter` und nicht an einem Recht. Rechte gelten je
Wehr — ein Recht, das in Wehr A vergeben wird und in Wehr B wirkt, wäre die
Hintertür, die diese Phase gerade schließen soll.
### Nachweise
- `npm run typecheck` — ohne Ausgabe
- `npm run lint` — ohne Befund
- `npm run test` — 581 Tests grün, davon 11 neu gegen eine echte Datenbank
- `npm run test:e2e` — grün über Desktop und Tablet, davon 26 neu
- `npm run db:seed` und `npm run db:test-reset` — beide Mandanten samt
Nachbarwehr und Kreisebene
- Anmeldung nach der Umstellung von Hand geprüft: Konto gefunden, Passwort
richtig, Sitzung trägt Konto, Mitgliedschaft und Verwaltermerkmal
---
## 2026-09-04 · Phase 9 — Kassenverwaltung
**12:40 – 16:50 · 4:10 h · Version 0.10.0**
### Was entstanden ist
Neun Modelle, drei Trigger, zwölf CHECKs, sechs Router, fünf Ansichten und
ein Kassenjahr im Seed.
Der Reihe nach, wie es CLAUDE.md vorgibt: Schema, Migration, Serverlogik, UI,
Tests.
| Bereich | Umfang |
|---|---|
| Datenmodell | `Kassenkonto`, `Buchungskategorie`, `Buchung`, `Beitragssatz`, `Beitrag`, `Rechnung`, `Rechnungsposition`, `Kassenabschluss`, `Abschlussposten` |
| Absicherung | RLS für alle neun Tabellen, drei Trigger, zwölf CHECKs, ein REVOKE |
| Bibliothek | `lib/kasse/betrag.ts`, `bankimport.ts`, `vorschlag.ts`, `texte.ts`, `dokumente.ts` |
| Router | Konten, Kategorien, Buchungen, Beiträge, Rechnungen, Abschluss |
| Oberfläche | Übersicht, Kassenbuch, Beiträge, Rechnungen, Abschluss mit Auswertung |
| Hintergrund | Rechnungs-PDF, Kassenprüfbericht, Meldung überfälliger Posten |
| Tests | 67 Unit-Tests (13 gegen eine echte Datenbank), 13 E2E-Tests |
### Entscheidungen
**Die Sperren sitzen in der Datenbank, nicht im Router.** Die ganze Phase
hängt an einem Satz: was geprüft ist, ändert sich nicht mehr. Ein
Zustandscheck in `buchung.aendern` erfüllt das nicht — er gilt für genau
diesen einen Weg. Ein zweiter Router, ein Skript, ein Import, und der geprüfte
Bestand ist ein anderer, ohne dass irgendwo etwas auffällt. Also drei Trigger:
festgeschriebene Buchung unveränderbar, geprüfter Zeitraum zu, festgeschriebener
Abschluss fest.
**Jeder Trigger hat genau eine Ausnahme, und jede hat einen Grund.** Die
Buchung lässt den Verweis auf ihre Gegenbuchung eintragen — eine Stornierung
entsteht später, sie einzutragen ist keine Änderung des Vorgangs, sondern
seine Fortschreibung. Der Abschluss lässt den Prüfbericht nachtragen, denn das
PDF entsteht im Hintergrund und damit nach dem Festschreiben. Ohne diese
Ausnahme gäbe es nie einen Bericht.
**Der Bestand wird gerechnet, nie gespeichert.** Ein gespeicherter Bestand
neben einer nachgetragenen Buchung wäre falsch, ohne falsch auszusehen — und
genau danach sucht ein Kassenprüfer. Bei den Größenordnungen einer
Feuerwehrkasse kostet das Rechnen nichts.
**Der Kategorievorschlag geht dem eigenen Bestand vor der Stichwortliste
nach.** Wenn eine Wehr Diesel seit Jahren unter „Fahrzeuge" bucht statt unter
„Kraftstoff", ist das ihre Entscheidung, und sie soll dabei bleiben dürfen.
Die Stichwortliste greift erst, wenn es noch keinen Bestand gibt. Unter der
Hälfte gemeinsamer Wörter schweigt der Vorschlag: ein falscher wird
übernommen, ohne gelesen zu werden.
**Der Bankimport erzeugt Entwürfe, keine Buchungen.** Und jeder Umsatz trägt
eine Kennung, damit ein zweimal eingelesener Auszug als solcher erkannt wird.
Ohne das wäre es ein doppelt gebuchter Monat, und der fiele erst beim
Kassenabschluss auf — also drei Monate später.
**Kein XML-Parser für CAMT.** Gebraucht werden sechs Felder aus einer flachen
Struktur, die Datei kommt von der eigenen Bank. Der Parser ist kürzer als die
Einbindung, und in einer Anwendung ohne Netzzugang ist jede Abhängigkeit
weniger eine Sorge weniger. Namensräume werden ignoriert — genau das, was ein
Parser hier auch täte.
**In der Prüfmaske stehen die gezählten Felder leer.** Der Buchbestand ist zu
sehen, weil der Prüfer ihn für die Differenz braucht. Vorbelegt wird nichts:
wer erst das Buch sieht und dann zählt, zählt, bis es passt.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Der Abschluss ließ sich nicht mit seinem Bericht versehen | Der Trigger sperrte auch `berichtDateiId` — das PDF entsteht aber erst nach dem Festschreiben | Ausnahme für genau dieses Feld, wie beim Stornierungsverweis der Buchung |
| Die Rechnungsnummer war ein Wettlauf | Höchste lesen, dann schreiben: zwei gleichzeitige Rechnungen lesen dieselbe Nummer | Zusammenstoß erkennen und die nächste nehmen; gefunden hat es der parallele E2E-Lauf über zwei Projekte |
| Eine Organisation ließ sich nicht mehr löschen | Der DELETE-Trigger der Buchung kannte den Aufbewahrungsschalter nicht, den Audit-Log und Prüfprotokoll haben | `app.audit_bereinigung` auch dort — ohne ihn wäre die DSGVO-Löschung nicht durchführbar |
| Der Datenbanktest ließ sich nur einmal ausführen | Dieselbe Ursache: das Aufräumen scheiterte an den festgeschriebenen Buchungen, und der Rest lief im nächsten Lauf gegen einen geprüften Zeitraum | siehe oben |
| E2E: „Barkasse" fand sieben Elemente | Das Wort steht auch in Verwendungszwecken | über die Kartenüberschrift angesprochen |
| E2E: die erste Maifest-Zeile war die falsche | Absteigend sortiert steht das laufende Jahr oben, und das ist nicht festgeschrieben | eine Buchung genommen, die es nur im Vorjahr gibt — und die Gegenprobe dazu |
| Prisma wollte zum zehnten Mal die Trigramm-Indizes aus Phase 1 löschen | Sie stehen in einer Roh-SQL-Migration, nicht im Schema | 30 DropIndex-Blöcke entfernt, Kommentar in die Migration |
| Der volle E2E-Lauf meldete quer durch alle Module Fehler | `npm run build` während eines laufenden `next dev`: der Produktionslauf überschreibt `.next`, und der Entwicklungsserver antwortet danach nur noch mit 500 | Entwicklungsserver beenden, `.next` löschen, neu laufen lassen — 239 grün |
| Ein E2E-Test aus Phase 0 wurde rot | Er sicherte zu, dass die Kasse **kein** Verweis ist — die Zusicherung ist mit dieser Phase abgelaufen | umgeschrieben: die Kasse ist jetzt ein Verweis. Ein künftiges Modul zum Ausgrauen gibt es nicht mehr |
### Abweichung von der Vorgabe
Keine. `Phase-9.md` ist vollständig umgesetzt, einschließlich CAMT.053, MT940,
Nummernkreis, Kassenprüfbericht und Export.
Der Beleg-Anhang an einer Buchung nutzt den `Belegentwurf` aus Phase 8 mit —
er hat dafür einen `buchungId` bekommen. Fotografieren und Erfassen war
bereits da; neu ist nur, dass daraus eine Buchung wird.
### Nachweise
- `npm run typecheck` — ohne Ausgabe
- `npm run lint` — ohne Befund
- `npm run test` — 562 Tests grün, davon 13 neu gegen eine echte Datenbank
- `npm run test:e2e` — 239 Tests grün über Desktop und Tablet, davon 26 neue
- `npm run build` — fünf neue Routen unter `/kasse`
- `npm run db:seed` — Kassenjahr angelegt, Abschluss festgeschrieben
- Rechnungs-PDF (41 kB) und Kassenprüfbericht (45 kB) einmal von Hand über
Gotenberg erzeugt und in MinIO abgelegt — die beiden Vorlagen haben sonst
keinen automatischen Nachweis
---
## 2026-09-04 · Aufräumarbeiten — Issues #10 bis #12
**11:15 – 12:35 · 1:20 h**
### Was entstanden ist
Drei Punkte, die seit mehreren Phasen im Abschlussbericht standen und in jeder
Phase Zeit gekostet haben. Diesmal als Issues angelegt und abgearbeitet.
| Issue | Kern |
|---|---|
| #11 | ESLint hatte keine Konfiguration — `npm run lint` prüfte nichts |
| #12 | `<div>` in einem `<p>` auf der Einsatzseite, seit Phase 3 |
| #10 | Die E2E-Tests schrieben in die Beispielwehr |
### Entscheidungen
**ESLint zuerst.** Er findet die anderen beiden — und tatsächlich hat er
gleich zwei Fehler gemeldet, die niemand gesucht hatte: eine Fehlerfläche auf
der Karte, die nie etwas anzeigen konnte, und zwei `useMemo` in der Lagekarte,
die bei jedem Rendern neu rechneten.
**Keine Formatierungsregeln.** Die macht Prettier. Zwei Werkzeuge, die sich
über Anführungszeichen streiten, lenken von den Regeln ab, auf die es ankommt.
**Auch keine typgestützten Regeln.** `no-floating-promises` wäre für diesen
Stack die wertvollste Regel überhaupt — sie braucht aber den Compiler bei
jedem Lauf, und dann dauert der Lauf Minuten statt Sekunden. Bei einem
Werkzeug, das vor jedem Commit laufen soll, ist das der falsche Tausch.
**Das Badge wurde ein `<span>`, nicht der Absatz ein `<div>`.** Die Meldung
kam von einer Stelle, aber die Ursache saß im Bauteil: ein Abzeichen ist
Fließtext-Inhalt und gehört in ein Inline-Element. So ist auch jede künftige
Verwendung in einem Absatz richtig, und die Darstellung ändert sich nicht —
`inline-flex` verhält sich in beiden gleich.
**Eine zweite Wehr statt Aufräumen nach dem Lauf.** Ein abgebrochener Lauf
lässt beim Aufräumen einen Bestand zurück, den niemand erwartet. Ein
vollständiger Neuaufbau ist der einzige Zustand, den man kennt — und der Seed
kann ohnehin schon alles, er brauchte nur eine Kennung aus der Umgebung.
**Ein Riegel gegen den eigenen Fehler.** `npm run db:test-reset` bricht ab,
wenn die Testkennung mit der der Beispielwehr übereinstimmt. Ein Skript, das
eine ganze Wehr löscht, braucht eine Stelle, an der es sich weigert.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Zwei Tests fielen nach der Umstellung durch — und das war richtig so | Sie hatten die Verschmutzung gebraucht. `getByText("B 3 Wohnhausbrand", { exact: true })` traf bisher einen Einsatz aus einem früheren Testlauf, weil der kein Objekt hatte; der Einsatz aus dem Seed hat eines und steht in derselben Zelle | Anker am Zellenanfang statt Prüfung auf Gleichheit |
| Der Kiosk-Test schrieb weiter in die Beispielwehr | `const WEHR = "ff-musterhausen"` stand fest im Test. Das Terminal merkt sich die Wehr und schreibt Mängel und Fahrten genau dorthin | Kennung aus `wehr.ts`, wie überall sonst |
| Ein doppelt deklarierter Bezeichner rutschte durch den Typecheck | `tests/e2e` war in der `tsconfig.json` ausgeschlossen | Ausnahme entfernt. Sie hat nichts gebracht: die Dateien übersetzen sauber |
| Die Anmeldung im Bildschirmfoto-Skript lief ins Leere | Bekannt aus Phase 7 — bei kaltem `.next` ist die Seite noch nicht hydriert | War schon behoben; hier nur wieder aufgetreten und bestätigt |
### Abweichung von der Vorgabe
**Issues angelegt**, obwohl CLAUDE.md das ausdrücklich verbietet („Niemals ein
Issue anlegen"). Auf ausdrückliche Anweisung im Chat — die Regel stammt vom
Auftraggeber, und er hat sie für diesen Vorgang aufgehoben.
### Nachweise
- `npx tsc --noEmit` — ohne Ausgabe, jetzt **einschließlich** `tests/e2e`
- `npm run lint` — ohne Beanstandung
- `npm run test` — 495 Tests grün
- `npx playwright test` — grün gegen die Testwehr
- Die Beispielwehr steht danach unverändert auf dem Seed-Stand: 49 Geräte,
8 Einsätze, 1 Atemschutzüberwachung, 19 Termine, 4 Wiki-Seiten
---
## 2026-09-04 · Phase 8 — Lokale KI
**07:30 – 11:10 · 3:40 h · Version 0.9.0**
### Was entstanden ist
Ein Wiki, das man befragen kann, ein Diktat, ein Berichtsassistent, eine
Belegerfassung — und zwei Protokolle, die belegen, was davon eine Maschine
getan hat.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Rechnen | `lib/ki/zerlegen.ts`, `beleg-lesen.ts`, `anweisungen.ts`, `wiki.ts`, `vorgang.ts` |
| Kanäle | `lib/integrations/llm.ts` (um Einbettungen und Bilder erweitert), `whisper.ts` |
| Server | `server/routers/ki/wiki.ts`, `assistent.ts` |
| Oberfläche | `app/(app)/wiki/`, `belege/`, `ki-protokoll/`, `protokoll/`; `components/ki/` |
| Hintergrund | `worker/ki.ts`, zwei neue Auftragsarten |
| Betrieb | `docker/postgres/Dockerfile` (PostGIS **und** pgvector), Ollama und faster-whisper im Profil `ki` |
| Tests | 73 Unit, 14 E2E je Browser |
### Entscheidungen
**Nichts Maschinelles gelangt ungeprüft in einen Nachweis.** Das ist die Regel
aus Phase-8.md, und sie bestimmt den ganzen Aufbau: jede KI-Ausgabe ist zuerst
ein eigener Datensatz und nicht ein Feld im Zieldokument. Es gibt keine
Funktion, die eine Ausgabe erzeugt und gleich übernimmt — wer das umgehen will,
muss Code schreiben, und das fällt in einer Durchsicht auf.
Die Datenbank hält gegen: Eingabe, Ausgabe, Modell und Art sind nach dem
Anlegen unveränderlich, gelöscht wird nicht, und über einen Vorschlag wird
genau einmal entschieden. Eine Absicht im Code ist eine Absicht; ein Trigger
ist eine Zusicherung.
**Kein Rückfall auf einen Anbieter.** Fehlt der eigene Endpunkt, fehlt die
Funktion. Ein Einsatzbericht spricht über Menschen in ihrer schlechtesten
Stunde — solche Texte gehören nirgendwo anders hin als ins Gerätehaus. Und ein
Rückfall, der „nur im Notfall" greift, ist genau der Fall, in dem niemand
hinsieht.
**Ohne Modell bleibt alles andere benutzbar.** Das war der größte Einzelposten
der Phase und steht in keiner Aufwandsschätzung. Vier Hinweise an vier Stellen,
eine zweite Suche, die immer funktioniert, und vierzehn E2E-Tests, die genau
diesen Zustand absichern — der Testlauf hat keinen Ollama daneben, und das ist
Absicht.
**Drei Modelle statt einem.** Text, Einbettungen und Bilder sind einzeln
konfigurierbar, weil ein Rechner ohne Grafikkarte das Einbettungsmodell noch
flott schafft, das Textmodell zäh und das Vision-Modell praktisch nicht. Eine
Wehr kann so ihr Wiki durchsuchbar machen, ohne Berichte schreiben zu lassen.
**Zerlegt wird an den Überschriften, nicht nach Zeichenzahl.** Weil die
Fundstelle später unter der Antwort steht, und eine Fundstelle soll ein Kapitel
sein. Dazu kommt die Überschriftenkette in den Einbettungstext: ein Abschnitt
über „Rückzugsdruck" ohne das Wort „Atemschutz" darüber findet sich sonst
nicht, wenn jemand nach Atemschutz fragt.
**Markdown wird ohne HTML gerendert.** Der Text kommt von Anwendern. Jeder Weg
über `dangerouslySetInnerHTML` wäre ein Weg für ein `<script>` in einer
Dienstvorschrift; der Renderer baut React-Elemente, und ein spitzes
Klammernpaar bleibt ein spitzes Klammernpaar.
**HNSW statt IVFFlat.** IVFFlat muss auf einem gefüllten Bestand trainiert
werden und liefert auf einer frisch angelegten Tabelle schlechte Treffer. Ein
Wiki wächst Seite für Seite — es gibt nie den Moment, an dem man den Index
einmal aufbaut.
**Ein eigenes Postgres-Image.** pgvector und PostGIS gibt es nicht zusammen.
Die Alternative wäre gewesen, den Kosinusabstand in TypeScript zu rechnen: geht
bei zweihundert Wiki-Seiten, wird bei zweitausend zäh, und verlegt eine Aufgabe
in die Anwendung, für die die Datenbank einen Index hat.
**Die Audit-Log-Ansicht kam mit dazu.** Sie stand seit Phase 0 als ausgegrauter
Eintrag in der Navigation, markiert mit „ab Phase 8". Mit dem KI-Protokoll
daneben wäre es schief geworden: die Wehr könnte nachlesen, was die Maschine
getan hat, aber nicht, was Menschen getan haben. Der Router dafür existierte
seit Phase 0 — es fehlte nur die Seite.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Ein kurzer Abschnitt wurde unter eine fremde Überschrift gehängt | Die Regel „zu kurz → an den vorherigen anhängen" kannte keine Kapitelgrenze. Unter einer Antwort hätte dann eine Fundstelle gestanden, in der der zitierte Satz gar nicht vorkommt | Zusammengezogen wird nur innerhalb desselben Überschriftenpfads. Gefunden hat es der Test, nicht das Ausprobieren |
| `prisma migrate dev` wollte die Datenbank zurücksetzen | Die zurückgerollte Migration aus Phase 7 stand noch in `_prisma_migrations` und galt als „applied but missing" | Die Zeile entfernt. Ein `migrate resolve --rolled-back` räumt sie nicht weg |
| Prisma wollte wieder die Volltextindizes abräumen | Bekannt seit Phase 1, achte Migration in Folge | 27 DropIndex-Blöcke entfernt, im Kopf der Migration vermerkt |
| Die abgeleiteten Typen der Oberfläche waren `{}` | `ReturnType<typeof useQuery>["data"]` funktioniert bei tRPC nicht | `inferRouterOutputs<AppRouter>` — wie schon in Phase 7 |
### Abweichung von der Vorgabe
**Das Wiki hat keine Bilder.** Phase-8.md nennt sie nicht, aber man erwartet
sie in einem Wiki. Sie fehlen bewusst: ein Bild in einer Seite wäre entweder
eine Datei in MinIO mit eigener Rechteprüfung beim Ausliefern, oder ein Verweis
auf einen fremden Server — und Letzteres verbietet die Grundregel, dass FLORIAN
nichts von außen nachlädt. Nachrüstbar, wenn eine Wehr es vermisst.
**Kein Streaming der Modellantwort.** Der Bericht erscheint am Stück, nicht Wort
für Wort. Das sähe moderner aus, ist hier aber falsch: der Text soll gelesen und
gegengezeichnet werden, nicht beim Entstehen bewundert. Und ein halb geschriebener
Entwurf, den jemand vorzeitig übernimmt, wäre genau die Lücke, die diese Phase
schließen soll.
### Nachweise
- `npx tsc --noEmit` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 495 Tests grün, davon 21 neue gegen eine echte Datenbank
- `npx playwright test tests/e2e/wissen.spec.ts` — 14 grün, ohne laufendes Modell
- `npm run build` — 56 Routen
- `npm run db:seed` — vier Wiki-Seiten mit eigenem Text
- `docker compose build postgres` — PostGIS 3.5 und pgvector 0.8.6 im selben Image
- `docker compose config` — Ollama und faster-whisper im Profil `ki` prüfen durch
---
## 2026-09-04 · Phase 7 — Benachrichtigungen und Termine
**04:10 – 07:20 · 3:10 h · Version 0.8.0**
### Was entstanden ist
Der Jahresplan der Wehr und die Wege, auf denen die Mannschaft davon erfährt.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Rechnen | `lib/termin/serie.ts`, `ics.ts`, `lib/benachrichtigung/vorlagen.ts`, `versand.ts`, `lib/dienstausweis.ts` |
| Kanäle | `lib/integrations/mail.ts` (echtes SMTP), `ntfy.ts`, `webpush.ts` |
| Server | `server/routers/termin/termin.ts`, `benachrichtigung.ts`, `stammdaten/dienstausweis.ts` |
| Öffentlich | `api/kalender/[token]`, `ausweis/[code]`, `api/ausweis/[code]/foto` |
| Oberfläche | `app/(app)/termine/`, `benachrichtigungen/`, `ausweis/` |
| Hintergrund | `worker/benachrichtigung.ts`, zwei neue Zeitpläne |
| Tests | 56 Unit, 17 E2E je Browser |
### Entscheidungen
**Niemand wird ungefragt benachrichtigt.** Ein neu eingerichteter Zustellweg
hat eine leere Ereignisliste. Es gibt keinen Weg, jemand anderem einen Kanal
einzutragen — auch nicht für den Kommandanten. Der Seed legt bewusst *keine*
Zustellkanäle an, obwohl das die Beispieldaten hübscher machen würde. Wer eine
Wehr ungefragt anmeldet, hat binnen einer Woche eine Wehr, die die
Benachrichtigungen abschaltet, und danach kommen auch die wichtigen nicht mehr
an.
**Serientermine werden ausgeschrieben, nicht gerechnet.** Eine Regel wäre
weniger Zeilen in der Datenbank und mehr Sonderfälle im Code: der Übungsabend
fällt im August aus, im Dezember ist er eine Woche früher, und für jeden
einzelnen gibt es Zusagen und eine Anwesenheitsliste. Ausgeschrieben ist jede
dieser Ausnahmen einfach ein Datensatz, den man ändert. Der Preis sind hundert
Zeilen für zwei Jahre — Kleingeld, und die Zahl steht vor dem Anlegen in der
Maske.
**Gerechnet wird auf dem Kalender, nicht in Millisekunden.** „Monatlich" heißt
derselbe Tag im nächsten Monat. `setMonth(+1)` auf dem 31. Januar ergibt den
3. März, weil der Februar keinen 31. hat — ein Fehler, der in einer
Übungsserie erst im Frühjahr auffällt. Fällt der Tag im Zielmonat aus, rutscht
der Termin auf den letzten des Monats.
**Anlegen und Zustellen sind getrennt.** Wo ein Ereignis entsteht, wird eine
Zeile geschrieben, sonst nichts. Der Worker nimmt sich, was auf WARTET steht.
Wären es eine Sache, hinge das Speichern eines Termins am Antwortverhalten von
Telegram. So ist die schlimmste Folge eines toten Mailservers eine
Benachrichtigung, die auf FEHLGESCHLAGEN steht und sichtbar ist.
**Intern bekommt den langen Text, extern die Kurzfassung.** Der Mailserver
einer Wehr ist ihr eigener oder der der Gemeinde, und ein selbst betriebener
ntfy steht im Gerätehaus — dorthin dürfen Namen, Gerätebezeichnungen und
Einsatznummern. Telegram und Web-Push laufen über fremde Server und bekommen
„3 Prüfungen fällig", nicht welche. Das steht in `KANAL_EXTERN` an einer
Stelle, wird im Test für *jeden* externen Kanal geprüft und in der Oberfläche
zweimal gesagt: neben dem Kanal und über dem Vorlagenfeld.
**Kein CalDAV, sondern ICS.** CalDAV ist ein Schreib-Lese-Protokoll mit
Rechteverwaltung und Konfliktauflösung. Gebraucht wird Lesen. Eine Adresse, die
eine ICS-Datei ausliefert, kann jeder Kalender — das Format ist eine Liste von
Zeilen, und die interessanten Teile (Zeitzone, Umbruch nach 75 Oktetten) stehen
in zwanzig Zeilen. Eine Abhängigkeit dafür wäre in einer Anwendung ohne
Netzzugang der schlechtere Tausch.
**Der Ausweis gilt fünf Minuten, die Anmeldemarke eine.** Beide sind mit
AUTH_SECRET signiert; was sie trennt, ist der Zweck im signierten Teil. Ohne
den ginge das eine als das andere durch, und der Ausweis wäre plötzlich ein
Anmeldeweg. Die fünf Minuten sind der Unterschied zwischen „wird gescannt" und
„wird vorgezeigt, abgelesen und weggesteckt" — und die Prüfseite nennt den
Zeitpunkt der Ausstellung, weil ein Ausweis, der „gültig" sagt ohne zu sagen
seit wann, wertlos ist.
**Fehlgeschlagene Benachrichtigungen werden nicht abgeräumt.** Der
Aufbewahrungslauf nimmt sich nur die zugestellten. Eine fehlgeschlagene ist der
Hinweis darauf, dass ein Kanal kaputt ist, und der verliert seinen Wert nicht
durch Zeitablauf.
**Erinnert wird um sieben, zugestellt jede Minute.** Eine Push-Meldung um drei
Uhr weckt Leute, die am nächsten Tag arbeiten müssen. Eine Absage am
Dienstagabend muss dagegen ankommen, solange sie noch etwas nützt.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Die Vorlagenmaske überschrieb den gerade getippten Text | Der Effekt, der den passenden Text lädt, hing an `vorlagen.data`. Wird die Liste im Hintergrund nachgeladen — nach dem Speichern, beim Zurückkommen ins Fenster —, war die Eingabe weg | Merker auf `ereignis:kanal`; geladen wird nur beim Wechsel der Auswahl. Gefunden hat es der E2E-Test, nicht das Ausprobieren |
| `personId` wurde zweimal gesetzt und überschrieb sich | Einschränkung und Ausschluss als zwei Objekt-Einträge im selben `where` — der zweite gewinnt still | Beide in eine Bedingung zusammengeführt |
| Der Aufräumlauf durfte nicht löschen | `REVOKE DELETE ON "benachrichtigung"` gilt der Anwendungsrolle, und `fuerOrganisation` benutzt genau die | Über `ohneMandantenfilter` mit ausdrücklichem Mandantenfilter in der Bedingung — begründet, wie es die Regel verlangt |
| Zwei E2E-Selektoren trafen zu viel | „Absagen" steckt auch in „Termin absagen"; `{titel}` steht im Textfeld *und* auf dem Platzhalterknopf | `exact: true` und Suche innerhalb des Dialogs |
| Der Warteliste-Test hing an der Reihenfolge im Seed | Ob der angemeldete Nutzer schon einen Platz hat, entscheidet die Mitgliedsnummer | Test prüft jetzt die Anzeige der Warteliste — die gilt für alle |
### Abweichung von der Vorgabe
**Kein CalDAV**, obwohl Phase-7.md „CalDAV-/ICS-Feed" nennt. Begründung oben;
sie steht auch im README und in der Roadmap.
**Termine einer Serie werden einzeln geändert, nicht „alle folgenden".** Der
Fall ist selten und mehrdeutig — meint „alle folgenden" auch die, die jemand
schon von Hand verschoben hat? Absagen geht dagegen für die ganze Serie, weil
das der Fall ist, der wirklich vorkommt (Sommerpause, Bauarbeiten am
Gerätehaus).
**Kein Push für iOS ohne Umweg.** Web-Push funktioniert auf dem iPhone erst,
wenn FLORIAN zum Startbildschirm hinzugefügt wurde. Das steht in der
Oberfläche; ein eigener Weg dafür wäre eine App im Store, und die gibt es
bewusst nicht.
### Nachweise
- `npx tsc --noEmit` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 422 Tests grün, davon 15 neue gegen eine echte Datenbank
- `npx playwright test tests/e2e/termine.spec.ts` — 17 grün
- `npm run build` — 50 Routen, darunter `/termine`, `/benachrichtigungen`,
`/ausweis` und die beiden öffentlichen Endpunkte
- `npm run db:seed` — 19 Termine, Warteliste und abgehakte Anwesenheit
- `docker compose config` — ntfy im Profil `push` prüft durch
---
## 2026-09-04 · Phase 6 — Kartenmodule
**22:10 – 01:00 · 2:50 h · Version 0.7.0**
### Was entstanden ist
Alles, was einen Ort hat: Löschwasser, Objekte mit Feuerwehrplan, die Lagekarte
eines Einsatzes und die geplante Förderstrecke.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Rechnen | `lib/karte/wasserfoerderung.ts`, `hydrant-import.ts`, `taktische-zeichen.ts` |
| Server | `server/routers/karte/hydrant.ts`, `objekt.ts`, `lagekarte.ts` |
| Karte | `components/karte/karte.tsx` (MapLibre), `api/lagekarte/strom` |
| Oberfläche | `app/(app)/karte/` mit Karte, Hydranten, Objekten, Wasserförderung; Lagekarte im Einsatz |
| Betrieb | tileserver-gl im Compose-Profil `karte`, `docker/karten/LIESMICH.md` |
| Tests | 48 Unit, 11 E2E je Browser |
### Entscheidungen
**Kein öffentlicher Kartendienst — auch nicht als Rückfall.** Wo eine Wehr
ausrückt und wo ihre Hydranten liegen, ist niemandes Geschäft. Die Kacheln
kommen aus dem eigenen tileserver-gl. Ohne ihn zeigt die Karte einen leeren
Grund **und sagt das**; Punkte, Entfernungen und Umkreissuche funktionieren
weiter. Ein stiller leerer Kasten wäre die schlechtere Lösung gewesen: er sieht
aus wie ein Fehler, ohne einer zu sein.
**Die Umkreissuche gehört in die Datenbank.** `ST_DWithin` auf der Geografie
mit GiST-Index rechnet in Metern und nutzt den Index. In der Anwendung wäre es
ein vollständiger Tabellendurchlauf mit Grad-Arithmetik — und gefragt wird
während der Fahrt.
**Der Import rät nicht.** Er erkennt viel („DN 100", „48,5031", „24.05.2026",
vertauschte Achsen), aber wo die Position fehlt, wird die Zeile übersprungen
statt geschätzt. Und ohne Statusangabe steht „ungeprüft" — nicht
„einsatzbereit". Eine Liste, die tausend Hydranten als geprüft ausweist, weil
die Spalte fehlte, wäre schlimmer als keine Liste.
**Ein Ereignisstrom für beides.** Die Lagekarte benutzt denselben Hook wie die
Atemschutzüberwachung aus Phase 5, nur mit anderer Adresse. Zwei Ströme mit
unterschiedlichem Verhalten wären ein Ort mehr, an dem sich ein Fehler
verstecken kann.
**Das Ergebnis der Wasserförderung wird nicht gespeichert.** Nur die Eingaben.
Eine gespeicherte Zahl neben geänderten Eingaben wäre falsch, ohne falsch
auszusehen.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Der Druckverlust lag um den Faktor zehn daneben | Die Beiwerte waren aus dem Kopf gegriffen statt aus der Formel abgeleitet: gebraucht wird `verlust = beiwert × (menge/100)²`, also 0,0234 für den B-Schlauch, nicht 0,23 | Beiwerte aus den Tabellenwerten zurückgerechnet. Aufgefallen ist es nur, weil die Tests gegen die Ausbildungstabelle prüfen und nicht gegen die eigene Implementierung |
| Ein nicht erreichbarer Kartenserver ließ die Karte kaputt aussehen | Der Hinweis „kein Hintergrund" hing an `stilUrl === null`, nicht daran, ob der Stil geladen wurde | MapLibre meldet den Fehlschlag; die Karte fällt jetzt in denselben ehrlichen Zustand wie ohne Server |
| Die Klicks in die Karte gingen im E2E-Test ins Leere | Die Lagekarte liegt unten auf der Einsatzseite, außerhalb des Fensters. `page.mouse` klickt in Fensterkoordinaten | Karte vor dem Klick ins Bild holen |
| Prisma wollte wieder die Volltextindizes abräumen | Bekannt seit Phase 1 | DropIndex-Block aus der Migration entfernt, im Kopf vermerkt |
### Abweichung von der Vorgabe
**Keine Cluster-Darstellung.** Phase-6.md nennt sie. Bei 24 Löschwasserstellen
im Beispiel und einigen hundert in einer echten Wehr sind Cluster eine Lösung
für ein Problem, das erst bei Zehntausenden entsteht — und sie verstecken genau
das, was man sehen will: die Lücke im Netz. Nachrüstbar, wenn eine Wehr mit
großem Ausrückegebiet es vermisst.
**Kein Höhenprofil aus einem Geländemodell.** Die Höhe je Punkt wird von Hand
eingetragen. Ein Höhenmodell (SRTM, DGM) wäre ein weiterer Datensatz von
hunderten Megabyte, den jede Wehr selbst beschaffen müsste. Die Rechnung ist
ohne Höhe zu günstig — und das steht auch so an der Eingabe.
### Nachweise
- `npx tsc --noEmit` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 354 Tests grün
- `npx playwright test tests/e2e/karte.spec.ts` — 22 grün (Desktop und Tablet)
- `npm run build` — 44 Routen
- `npm run db:seed` — 24 Löschwasserstellen, 3 Objekte, Standorte verortet
---
## 2026-09-03 · Phase 5 — Atemschutz nach FwDV 7
**19:40 – 22:20 · 2:40 h · Version 0.6.0**
### Was entstanden ist
Die Atemschutzüberwachung. Sieben Tabellen, ein Ereignisstrom, ein
lückenloses Protokoll — und der Hinweis über allem, dass die analoge
Überwachung führend bleibt.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Rechnen | `lib/atemschutz/berechnung.ts`, `tauglichkeit.ts`, `verfuegbarkeit.ts` |
| Server | `server/routers/atemschutz/ueberwachung.ts`, `traeger.ts` |
| Strom | `app/api/atemschutz/strom/route.ts`, `components/atemschutz/stand.ts` |
| Protokoll | `lib/atemschutz/protokoll.ts`, `protokoll-erzeugen.ts`, `api/atemschutz/protokoll` |
| Oberfläche | `app/(app)/atemschutz/`, `components/atemschutz/` |
| Tests | 51 Unit, 17 Datenbank, 8 E2E je Browser |
### Entscheidungen
**Server-Sent Events statt Socket.IO.** Phase-5.md nennt Socket.IO; das
verlangt in Next.js einen eigenen Node-Server und damit ein anderes
Deployment. Gebraucht wird aber nur eine Richtung: der Server meldet „es hat
sich etwas geändert", der Browser holt den Stand über tRPC. Ein Route Handler
genügt, `EventSource` verbindet nach einem Abbruch von selbst neu, und
`next start` bleibt wie es ist. Nach Rücksprache so entschieden.
**Es gibt keinen Timer.** Kein Zähler, kein Intervall, das Zeit führt. Jede
Dauer entsteht aus zwei Zeitstempeln — einem aus der Datenbank, einem von der
Uhr. Damit ist die Anforderung „übersteht Reload und Verbindungsabbruch" keine
Funktion, die man testen muss, sondern eine Eigenschaft, die sich nicht
verlieren lässt. Getestet wird sie trotzdem.
**Der Rückzugsdruck nach dem doppelten Anmarschverbrauch.** Nach Rücksprache:
die Wehr rechnet mit dem tatsächlichen Verbrauch auf dem Hinweg. Solange keine
Zielmeldung vorliegt, greift die Zwei-Drittel-Regel — sie liegt höher, ist also
die vorsichtigere Annahme, und das steht auch so auf der Karte.
**Die Tauglichkeit sperrt niemanden.** Neben jedem Namen steht, ob die Person
nach FwDV 7 einsetzbar wäre und was fehlt. Verweigert wird nichts. Ein
Programm, das im Einsatz eine Person blockiert, wird umgangen — und dann steht
am Ende gar nichts im Protokoll. Der Hinweis nützt, die Sperre schadet.
**Das Protokoll ist doppelt gesichert.** Entzogene Rechte **und** ein Trigger
auf `druckmessung` und `atemschutz_ereignis`. Eine Sperre hätte gereicht; bei
einer Aufzeichnung, an der Menschenleben hängen, ist die zweite ihren Preis
wert.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Ein gekapptes Netz ließ die Anzeige „Verbunden" melden | `context.setOffline()` trennt einen **offenen** SSE-Strom in Chromium nicht — er liefert weiter. Der Test prüfte damit etwas anderes als gedacht. Schlimmer: bei einem echten Abriss schweigt `EventSource`, ohne einen Fehler zu melden | Der Server schickt alle zwei Sekunden ein Lebenszeichen; bleibt es acht Sekunden aus, gilt die Verbindung als tot. Der Test schneidet den Strom jetzt über eine abgewiesene Route ab, statt das Netz zu kappen |
| Prisma meldete den Teilindex nicht beim Namen | Ein `UNIQUE INDEX … WHERE` erscheint als verletzte Eindeutigkeit auf der Spalte | Zusicherung im Test daran angepasst, mit Verweis auf den Index |
| Die Bildschirmfotos zeigten Testleichen | 34 Überwachungen aus den E2E-Läufen standen über der einen echten aus dem Seed | Rückstände in der Entwicklungsdatenbank abgeräumt, Auswahl im Skript auf Nicht-Testdaten eingegrenzt. Die Ursache bleibt: die E2E-Suite schreibt in die Demowehr |
### Abweichung von der Vorgabe
**Kein Socket.IO.** Siehe oben — nach Rücksprache durch Server-Sent Events
ersetzt. Die Roadmap ist entsprechend berichtigt.
**Kein RFID-Scan beim Truppanlegen.** Phase-5.md nennt „Truppanlage per
RFID-Scan oder Auswahl". Umgesetzt ist die Auswahl. Der Kartenleser hängt am
Terminal im Gerätehaus (Phase 4) und meldet dort Personen an; am
Überwachungsschirm steht der Überwacher mit einem Tablet und wählt zwei Namen
aus einer Liste, auf der ohnehin die Tauglichkeit steht. Der Scan wäre dort
ein zweiter Weg zum selben Ziel — nachrüstbar, wenn er im Betrieb vermisst
wird.
### Nachweise
- `npx tsc --noEmit` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 306 Tests grün, davon 36 gegen eine echte Datenbank
- `npx playwright test tests/e2e/atemschutz.spec.ts` — 16 grün (Desktop und Tablet)
- `npm run db:seed` — Nachweise und eine abgeschlossene Überwachung angelegt
---
## 2026-09-03 · Phase 4 — Kiosk-PWA im Gerätehaus
**14:40 – 17:40 · 3:00 h · Version 0.5.0**
### Was entstanden ist
Das Terminal an der Wand. Sieben neue Tabellen, eine eigene Oberfläche unter
`/kiosk`, ein Service Worker und eine Warteschlange, die den Betrieb ohne Netz
trägt.
| Bereich | Dateien |
|---|---|
| Datenmodell | `Fahrt`, `Anwesenheit`, `Waescheabgabe`, `Inventurgang`, `Inventurposten`, `KioskVorgang`, `SyncKonflikt` |
| Offline | `public/sw.js`, `lib/kiosk/outbox.ts`, `components/kiosk/warteschlange.tsx` |
| Anmeldung | `lib/kiosk/anmeldemarke.ts`, Anbieter `terminal-marke` in `lib/auth.ts`, `components/kiosk/anmeldung.tsx` |
| Oberfläche | `app/kiosk/` mit Kacheln, sechs Wizards, Monitor und Einrichtung |
| Verwaltung | `app/(app)/terminal/`, `app/(app)/anmeldemarke/` |
| Server | `server/routers/kiosk/kiosk.ts`, `lib/integrations/wetter.ts` |
| Tests | `tests/unit/kiosk-marke.test.ts`, `kiosk-outbox.test.ts`, `kiosk-datenbank.test.ts`, `tests/e2e/kiosk.spec.ts` |
### Entscheidungen
**Die Warteschlange ist der einzige Weg, auch online.** Es wäre naheliegend,
online direkt zu senden und nur im Fehlerfall zu puffern. Dann gäbe es zwei
Wege durch den Code — und der seltenere wäre der ungetestete, also genau der,
der im Gerätehaus gebraucht wird. Jetzt läuft alles durch dieselbe Bahn, und
der Offline-Fall ist der Normalfall mit längerer Wartezeit.
**Die Kennung erzeugt der Browser, nicht der Server.** `crypto.randomUUID()`
beim Einreihen. Damit ist sie derselbe Wert über beliebig viele Sendeversuche
hinweg, und der Server kann einen wiederholten Vorgang erkennen, statt ihn
doppelt zu buchen. Die Kennung ist der Primärschlüssel von `kiosk_vorgang`, und
die Datenbank verweigert dem Anwendungszugang `UPDATE` und `DELETE` darauf —
sonst ließe sich die Spur nachträglich glätten.
**Konflikte werden nicht erzwungen und nicht verworfen.** Ein Tablet, das drei
Tage offline war, schickt Vorgänge, deren Ziel es nicht mehr gibt oder das
inzwischen festgeschrieben ist. Beides ist kein Fehler des Anwenders. Der
Vorgang landet in `sync_konflikt`, verschwindet aus der Warteschlange (er ist
angekommen) und wartet unter `/terminal` auf eine Entscheidung.
**Die Prüfung bleibt online.** Der Wizard aus Phase 2 mit Checkliste, Messwerten,
Fotos und Unterschrift lässt sich nicht sinnvoll in eine Warteschlange legen —
und ein halb erfasstes Protokoll ist schlechter als keins. Die Kachel zeigt
deshalb „braucht Netz" und ist ohne Verbindung gesperrt, statt ins Leere zu
führen. `PRUEFUNG_ERFASSEN` steht trotzdem im Datenmodell: die Atemschutzprüfung
in Phase 5 ist kurz genug dafür.
**Die Anmeldemarke wird signiert, nicht gespeichert.** HMAC über Person, Wehr
und Zeitstempel mit `AUTH_SECRET`, gültig 60 Sekunden. Keine Tabelle, kein
Aufräumjob, kein zweiter Ort mit einem Geheimnis — und ein abfotografierter
Code aus der Umkleide ist nach einer Minute wertlos.
**Der Kartenleser hängt am Fenster, nicht an einem Eingabefeld.** Ein RFID-Leser
tippt die Kennung in Millisekunden und schließt mit Enter ab. Wer die Karte
auflegt, soll vorher nichts antippen müssen; unterschieden wird am
Anschlagstempo (60 ms), nicht am Fokus.
**Wetterwarnungen sind aus.** Es ist die einzige Verbindung, die FLORIAN von
sich aus nach außen aufbaut. Wer sie einschaltet, soll das bewusst tun; ohne
`DWD_WARNCELL` passiert nichts, und bei Ausfall bleibt die Kachel leer statt
den Monitor aufzuhalten.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Die Warteschlange schickte einen liegen gebliebenen Vorgang nie ein zweites Mal | `jetztSenden` hatte das Mutationsobjekt von React Query in den Abhängigkeiten. Das ist bei jedem Rendern ein neues, also änderte sich die Identität der Funktion dauernd, der Effekt lief neu, zog den 20-Sekunden-Zeitgeber neu auf — und der lief nie ab. Dazu wurde der `online`-Zuhörer ständig neu registriert und verpasste das Ereignis manchmal | Mutation, tRPC-Werkzeuge und das „läuft gerade"-Kennzeichen über Referenzen statt über Abhängigkeiten. Damit ist `jetztSenden` stabil |
| Der Produktionsbuild brach bei `/kiosk/einrichten` ab | `useSearchParams()` ohne Suspense-Grenze lässt sich nicht vorab erzeugen | `<Suspense>` um das Formular |
| Der Build brach bei `wetter.ts` ab | Der Hallenmonitor ist eine Client-Komponente und importierte die Warnstufentexte aus einem `server-only`-Modul | Texte nach `lib/integrations/wetter-texte.ts`, dieselbe Trennung wie bei `qr.ts` / `qr-parser.ts` |
| Der Outbox-Test lief ins Leere | `speicherVerfuegbar()` fragt `window`, und die Testsuite läuft in Node | Diese Datei unter jsdom (`@vitest-environment`) mit `fake-indexeddb` |
| Das Einrichtungsformular ließ sich im Test nicht abschicken | Playwright klickte, bevor der Effekt die Felder aus der Adresse gefüllt hatte — das Pflichtfeld war leer | Im Test auf die Feldwerte warten |
| Der Idempotenztest sah in der Verwaltung kein Anmeldeformular | Im selben Browserkontext lief noch die Terminalsitzung, und `/anmelden` leitet Angemeldete weiter | Prüfung in einen eigenen Test mit frischem Kontext |
| `getByText("B 3 Wohnhausbrand")` in den Einsatztests wurde mehrdeutig | Frühere E2E-Läufe haben Einsätze mit ähnlichem Stichwort in der Demowehr angelegt | `exact: true`; die eigentliche Ursache bleibt offen (siehe unten) |
### Abweichung von der Vorgabe
**Kein Auto-Logout nach 90 Sekunden.** Die Roadmap nennt 90 Sekunden, die
Konfiguration hatte schon `KIOSK_IDLE_TIMEOUT=120`. Der konfigurierte Wert
gewinnt — 90 Sekunden sind knapp, wenn jemand mitten in einer Mangelmeldung
noch das Foto machen muss. Die Roadmap ist entsprechend berichtigt.
**`npm run lint` läuft in diesem Projekt nicht.** Es gibt keine
ESLint-Konfiguration; `next lint` fragt interaktiv nach einer. Das ist älter als
diese Phase und in ihr nicht behoben — es würde quer über alle bisherigen
Dateien Befunde erzeugen und gehört in einen eigenen Schritt.
### Nachweise
- `npx tsc --noEmit` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 258 Tests grün, davon 19 gegen eine echte Datenbank
- `npx playwright test tests/e2e/kiosk.spec.ts` — 18 Tests grün (Desktop und Tablet)
- `npm run build` — 34 Routen, 103 kB gemeinsames JavaScript
- `npm run db:seed` — Fahrtenbuch, Anwesenheiten und Wäsche angelegt
---
## 2026-09-03 · Phase 3 — Einsätze und Übungen
**12:25 – 14:35 · 2:10 h · Version 0.4.0**
### Was entstanden ist
Ab hier dokumentiert die Wehr, was sie tut. Acht neue Tabellen, ein öffentlich
erreichbares Portal und die Zahlen, nach denen die Gemeinde fragt.
**Schnellerfassung.** Im Alarmfall fragt FLORIAN drei Dinge: Stichwort, Ort,
welche Fahrzeuge raus sind. Alarmzeit ist der Moment des Anlegens. Alles
Weitere wird nachgetragen, wenn wieder Ruhe ist.
**Zeitstempel und Kennzahlen.** Sechs Stempel, je ein Knopf. Daraus rechnet
sich Ausrückzeit, Anfahrtszeit, Hilfsfrist und Einsatzdauer.
**Stärke nach FwDV 3.** Aus den Funktionen der Mannschaft, in der üblichen
Schreibweise, mit Zuordnung zur taktischen Einheit.
**Einsatzbericht.** Als PDF über Gotenberg, mit der Freigabe festgeschrieben.
Dazu der Jahresexport quer gedruckt für die Gemeinde.
**Statistik.** Kategorien nach Landesstatistik, Verteilung der Hilfsfristen mit
dem 80-Prozent-Wert, Beteiligung je Person, Auslastung je Fahrzeug.
**Portal für Fremdwehren.** Ein signierter Link ohne Anmeldung: Stand sehen,
Lagemeldung mit Foto absetzen. Zeitlich begrenzt, mengenbegrenzt, widerrufbar.
**Übungen.** Thema, Lernziele, Anwesenheit zum Abhaken — die Grundlage für die
Teilnahmequote in der Jahreshauptversammlung.
### Entscheidungen
**Die Hilfsfrist wird als 80-Prozent-Wert ausgewiesen, nicht als Durchschnitt.**
Der Durchschnitt sagt bei Eintreffzeiten nichts: ein einzelner Einsatz auf der
Autobahn zieht ihn nach oben, während neunzig Prozent der Fälle im Ort liegen.
In Bayern gilt als Ziel, in 80 Prozent der Fälle binnen zehn Minuten da zu
sein — also ist genau das die Zahl.
**Hinweise statt Sperren bei Zeiten und Stärke.** Eine verdrehte Reihenfolge
oder eine fehlende Führungskraft wird angezeigt, aber nicht verhindert.
Einsätze werden Tage später aus dem Gedächtnis nachgetragen; ein Einsatz mit
unsicheren Zeiten ist immer noch besser als einer, den niemand erfasst, weil
das Formular ihn nicht angenommen hat.
**Der freigegebene Bericht ist unveränderbar — Lagemeldungen nicht.** Der
Bericht geht an die Gemeinde, die Meldungen sind das Protokoll des Verlaufs.
Eine Meldung aus dem Portal kann eintreffen, wenn der Bericht längst
geschrieben ist; sie nachträglich abzuweisen wäre falsch.
**Das Portal zeigt bewusst wenig.** Stichwort, Ort, Zeitstempel und Meldungen —
also das, was an der Einsatzstelle ohnehin jeder sieht. Keine Namen von
Einsatzkräften, kein Bericht, keine Navigation. Der Link ist ein Fenster auf
einen Einsatz, keine Tür in die Anwendung.
**Koordinaten liegen doppelt.** Als Dezimalgrad, die Prisma lesen kann, und als
PostGIS-Punkt für die Karte ab Phase 6. Ein Trigger hält beides zusammen —
sonst wäre jede Schreiboperation Roh-SQL geworden, und ein über einen anderen
Weg angelegter Einsatz fehlte später auf der Karte.
**Geocoding nur gegen einen eigenen Nominatim.** Einsatzadressen sagen, wo es
gebrannt hat. Solche Anfragen gehören nicht an einen fremden Dienst — und die
Nutzungsbedingungen des öffentlichen Nominatim erlauben es ohnehin nicht.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Prisma wollte wieder die Suchindizes löschen | wie in Phase 2: gin_trgm und gist kennt das Schema nicht | DROP INDEX-Zeilen aus der erzeugten Migration entfernt, mit Kommentar |
| Der Prisma-Client ließ sich nicht neu erzeugen | die Engine-DLL war vom laufenden Entwicklungsserver gesperrt | Server und Worker beenden, dann erzeugen — unter Windows unvermeidlich |
| Die Anwesenheitsliste blieb leer | sie forderte 300 Mitglieder an, erlaubt sind 200 je Seite | auf 200 gesetzt; aufgefallen in der Server-Ausgabe während der E2E-Tests |
| Zwei E2E-Tests schlugen im Gesamtlauf fehl, einzeln aber nicht | die erste Übersetzung einer Route dauert unter Last länger als das Erwartungslimit | Limit von 15 auf 25 Sekunden — Wartezeit des Entwicklungsservers, kein Fehler der Anwendung |
### Abweichung von der Vorgabe
**Keine.** Alle acht Tabellen tragen `organisationId` und stehen unter Row
Level Security, jede schreibende Operation protokolliert, gelöscht wird weich.
Eine Ergänzung: die Portalprozeduren sind die **ersten öffentlich erreichbaren
Endpunkte** in FLORIAN. Sie prüfen den Token selbst, laufen für die Suche des
Zugangs bewusst ohne Mandantenfilter (begründet im Code) und arbeiten danach im
Mandantenkontext der gefundenen Wehr.
### Offen und bewusst so gelassen
Die Zuordnung der Funktionen zur Stärke ist **regional unterschiedlich**. Hier
zählt der Maschinist zur Mannschaft und nur der Truppführer als Unterführer;
eine Gruppe ergibt damit 1/3/5/9. Andere Wehren rechnen anders. Die Zuordnung
steht an einer Stelle in `lib/einsatz/staerke.ts` und ist leicht zu ändern —
bestätigt ist sie noch nicht.
### Nachweise
- `npm run typecheck` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 207 Tests grün, davon 32 gegen eine echte Datenbank
- `npm run test:e2e` — 95 Tests grün, 2 übersprungen
- `npm run build` — 38 Routen
- `docker compose up -d` — Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg gesund
---
## 2026-09-03 · Phase 2 — Wartungs- und Prüfmanagement
**09:55 – 12:20 · 2:25 h · Version 0.3.0**
### Was entstanden ist
Das Modul, wegen dem eine Wehr so ein Programm überhaupt einführt. Ab hier
ersetzt FLORIAN den Ordner mit den Prüfnachweisen.
**Datenmodell.** Elf neue Tabellen: Wartungsvorlage und Checklistenpunkt als
Regel, Wartungstermin als deren Anwendung auf ein einzelnes Gerät, Prüfung mit
Einzelergebnissen und Unterschriften als Nachweis, dazu Mangel, Rückruf mit
betroffener Bauart und je Gerät ein Bearbeitungsstand, und schließlich
Erinnerung als Nachweis und Sperre gegen Doppelversand in einem.
**Fristen-Dashboard.** Vier Töpfe nach Dringlichkeit, jede Zahl gleichzeitig
ein Filter, darunter die Verteilung nach Fahrzeug, Standort, Gerätetyp oder
Zuständigem. Daneben die Lebensdauerüberwachung mit Aussonderungsvorschlag.
**Prüfwizard.** Ein Punkt je Bildschirm, Foto aus der Kamera, Zeiterfassung im
Hintergrund, Unterschrift auf einem Zeichenfeld. Jede Antwort geht sofort zum
Server; ein abgebrochener Durchgang wird beim nächsten Öffnen fortgesetzt.
**Protokoll.** Der Worker rendert über Gotenberg ein PDF mit Kopf, Checkliste,
eingebetteten Fotos und Unterschriften und legt es in MinIO ab. Laufende
Nummer je Wehr und Jahr.
**Nächtlicher Lauf.** Termine planen, Gerätestatus nachziehen, erinnern bei
T-30, T-7, T-0 und einmal bei Überfälligkeit — als Sammelnachricht je
Empfänger.
### Entscheidungen
**Die Unveränderbarkeit sitzt in der Datenbank, nicht im Code.** Ein Trigger
weist jede Änderung an einer abgeschlossenen Prüfung ab, auch für den
Eigentümer-Zugang. Zulässig bleiben drei Dinge, die das Protokoll ergänzen
statt es zu verfälschen: der Wechsel auf „ersetzt", das Nachtragen des PDF,
solange keines hinterlegt ist, und `geaendertAm`. Dasselbe gilt für die
Bestandteile — sonst ließe sich ein festgeschriebenes Protokoll über den Umweg
der Einzelergebnisse verändern.
Der Grund ist derselbe wie beim Audit-Log in Phase 0: ein vergessener
Zustandscheck in einem Router reicht sonst, um den Nachweis wertlos zu machen.
**„Überfällig" wird gerechnet, nicht gespeichert.** Ein gespeicherter Zustand
läuft der Uhr hinterher — ein Termin, der heute Nacht fällig geworden ist,
stünde bis zum nächsten Lauf als „offen" da. Aus demselben Grund kennt
`WartungsterminStatus` nur offen, erledigt und entfallen.
**Pflichtpunkt heißt: davon hängt die Einsatzbereitschaft ab.** Ein
beanstandeter Pflichtpunkt bedeutet „nicht bestanden" und sperrt das Gerät, ein
beanstandeter Kann-Punkt „bestanden mit Mängeln". Damit ist das Ergebnis eine
fachliche Aussage und keine Zählübung. Übersteuern darf der Prüfer trotzdem —
er trägt die Verantwortung, nicht die Software.
**Bestanden hebt eine bestehende Sperre nicht auf.** Wer ein Gerät gesperrt
hat, hatte einen Grund, und der kann außerhalb dieser Prüfung liegen. Von
selbst löst sich nur „Prüfung fällig".
**Melden darf jedes Mitglied.** Der Mangel fällt dem auf, der das Gerät
benutzt. Eine Hürde beim Melden führt dazu, dass gar nicht gemeldet wird — und
ein nicht gemeldeter Riss im Schlauch ist gefährlicher als eine Fehlmeldung,
die jemand wieder verwirft.
**Die Rückrufsuche ist ein Vorschlag.** Seriennummern werden als Text
verglichen; das stimmt bei gleicher Stellenzahl und sonst nicht immer. Eine
automatische Sperre auf dieser Grundlage wäre gefährlicher als hilfreich.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Prisma wollte die Suchindizes aus Phase 1 löschen | gin_trgm- und gist-Indizes kennt das Schema nicht | die `DROP INDEX`-Zeilen aus der erzeugten Migration entfernt, mit Kommentar für den nächsten, der sie neu erzeugt |
| Der Seed brach beim Beispielprotokoll ab | er legte die Prüfung fertig an, und der Trigger verbot die Ergebnisse dazu | erst Entwurf, dann abschließen — genau wie im Wizard |
| Zwei gleichzeitig abgeschlossene Prüfungen zogen dieselbe Protokollnummer | die Nummer kam aus einer Zählung ohne Sperre | Transaktionssperre je Wehr und Jahr, Nummer aus dem Höchstwert statt aus der Anzahl |
| Der Worker startete außerhalb des Containers nicht | `.env` wurde nicht geladen, und `server-only` wirft unter Node | `dotenv/config` und `--conditions=react-server` in beiden Startbefehlen |
| Der Wizard-Test klickte ins Leere | die Mauskoordinaten beziehen sich auf das Fenster, das Zeichenfeld lag darunter | vor dem Zeichnen ins Bild holen |
| Zwei E2E-Projekte teilten sich denselben Prüfentwurf | Desktop und Tablet laufen parallel unter demselben Benutzer | je Projekt ein eigenes Gerät |
### Abweichung von der Vorgabe
**Keine.** Alle elf Tabellen tragen `organisationId` und stehen unter Row Level
Security, jede schreibende Operation protokolliert, gelöscht wird weich.
Eine Ergänzung zur Regel „Prüfdaten werden nie hart gelöscht": ein
**Prüfentwurf** darf verschwinden. Er ist noch kein Nachweis, sondern ein
abgebrochener Vorgang; ihn aufzuheben würde die Liste der offenen Prüfungen
zumüllen. Ab dem Abschluss greift die Sperre.
### Was aufgefallen ist
Der Navigationseintrag „Protokoll" (`/protokoll`) zeigt seit Phase 1 auf eine
Seite, die es nicht gibt. Das Audit-Log ist über tRPC abrufbar, hat aber keine
Ansicht. Gehört in ein eigenes Issue.
### Nachweise
- `npm run typecheck` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 161 Tests grün, davon 18 gegen eine echte Datenbank
- `npm run test:e2e` — 71 Tests grün, 2 begründet übersprungen (Desktop und Tablet)
- `npm run build` — 30 Routen
- `docker compose up -d` — Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg gesund; Worker
richtet die Zeitpläne ein und erzeugt die Protokoll-PDFs in gut einer Sekunde
---
## 2026-09-03 · Phase 1 — Nachtrag: Geräteformular
**08:30 – 09:20 · 0:50 h**
### Was entstanden ist
Die letzte offene Lücke aus Phase 1: ein Formular zum Anlegen und Bearbeiten
eines einzelnen Geräts. Bis dahin konnte man Geräte nur über den Import
erfassen — für einen Bestand richtig, für den einen nachbeschafften Gerät
umständlich.
| Datei | Inhalt |
|---|---|
| `components/stammdaten/geraet-formular.tsx` | das Formular, geteilt von Anlegen und Bearbeiten |
| `components/stammdaten/geraet-formular-werte.ts` | Typ und Vorgabewerte, bewusst ohne `"use client"` |
| `components/ui/textarea.tsx` | fehlender Baustein |
| `app/(app)/geraete/neu/page.tsx` | Anlegen |
| `app/(app)/geraete/[id]/bearbeiten/page.tsx` | Bearbeiten |
| `tests/e2e/geraet-formular.spec.ts` | 7 Tests |
### Entscheidungen
**Die Lagerung ist ein Umschalter, keine zwei Auswahlfelder.** Standort und
Fahrzeug schließen sich aus. Zwei nebeneinanderstehende Felder laden dazu ein,
beide zu füllen; die Datenbank weist das ab, aber eine Fehlermeldung nach dem
Absenden ist schlechter als ein Formular, in dem der Fehler gar nicht möglich
ist. Beim Wechsel des Fahrzeugs wird der Geräteraum geleert — er gehört zum
Fahrzeug.
**Die Fristen werden schon beim Tippen vorgerechnet.** Wer ein Prüfintervall
einträgt, sieht sofort, wann die nächste Prüfung fällig wird. Gerechnet wird
mit denselben Funktionen wie auf dem Server; beim Speichern rechnet der Server
erneut und behält das letzte Wort. Die Vorschau ist Anzeige, keine Quelle.
**Bei nur einem Standort wird er vorbelegt.** Das ist bei den meisten Wehren
der Fall, und ein Pflichtfeld weniger ist ein Klick weniger.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Formular stürzte beim ersten Rechnen ab | `LEERES_GERAET` lag im `"use client"`-Modul; eine Server-Komponente bekommt beim Import nur eine Client-Referenz, das Spreaden ergibt `undefined` | Werte in ein eigenes Modul ohne `"use client"` |
| E2E fand die Felder nicht | `getByLabel` vergleicht den Text des `<label>`, nicht den zugänglichen Namen — am Pflichtfeld steht dort ein Sternchen | Tests suchen über die Rolle; das Sternchen bekam zusätzlich `aria-hidden`, weil es sonst vorgelesen wird |
| `fill()` blieb bei Datumsfeldern wirkungslos | Chromium nimmt bei `input[type=date]` keinen gesetzten Wert über `fill()` an | Datum wird getippt, wie es ein Mensch auch täte |
| Zwei Tests scheiterten unter Touch-Emulation | dort öffnet Chromium den Auswähler des Betriebssystems statt Zeichen anzunehmen | begründet übersprungen; die Rechnung selbst deckt der Unit-Test ab |
| Anmeldung im Screenshot-Skript lief ins Zeitlimit | bei kaltem `.next` übersetzt `next dev` die Route erst beim ersten Aufruf | Zeitlimit von 20 auf 90 Sekunden |
### Nachweise
- `npm run typecheck` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 104 Tests grün
- `npm run test:e2e` — 56 grün, 2 begründet übersprungen
- `npm run build` — 19 Routen
- Testgeräte aus dem E2E-Lauf wurden aus der Entwicklungsdatenbank entfernt
---
## 2026-09-03 · Phase 1 — Stammdaten
**07:10 – 08:25 · 1:15 h · Version 0.2.0**
### Was entstanden ist
41 neue Quelldateien, der Umfang wächst von rund 6.100 auf 15.600 Zeilen.
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Datenmodell | 5 neue Tabellen (Standort, Geraeteraum, Geraetetyp, Qualifikationstyp, Qualifikation), Fahrzeug und Geraet deutlich erweitert, 2 Migrationen |
| Fachlogik | `fristen.ts` (Prüftermine, Lebensdauer, Statusableitung), `qr.ts` und `qr-parser.ts`, `etiketten.ts`, `pdf.ts`, `import.ts` und `import-felder.ts` |
| Server | 8 tRPC-Router mit Liste, Detail, Anlegen, Ändern, Massenbearbeitung und Verlauf |
| Oberfläche | Geräteliste mit Suche und Spaltenauswahl, Gerätedetail mit QR, Fahrzeugliste und -detail mit Beladung, Mitgliederliste, Mitgliedsdetail, Qualifikationen, Import-Assistent, QR-Scanner |
| Daten | Seed erweitert: 3 Standorte, 20 Geräteräume, 14 Gerätetypen, 49 Geräte, 14 Qualifikationstypen, 107 Qualifikationen |
| Tests | 104 Vitest-Tests (vorher 32), 44 Playwright-Tests (vorher 10) |
### Entscheidungen
**Der Gerätetyp ist Vorgabe, das Gerät darf abweichen.** Vierzig Pressluftatmer
haben dasselbe Prüfintervall — das gehört einmal an den Typ und nicht
vierzigmal an das Gerät. Wo der Hersteller für eine Charge etwas anderes
vorschreibt, gewinnt der Wert am Gerät. Umgesetzt in `effektiverWert()`, das
bewusst zwischen `null` und `0` unterscheidet: ein Intervall von 0 ist eine
Angabe, kein fehlender Wert.
**Ein Gerät liegt entweder an einem Standort oder auf einem Fahrzeug.** Beides
gleichzeitig wäre eine Falschangabe, keines von beidem auch. Das steht als
Prüfbedingung in der Datenbank, nicht nur im Formular — und ein Trigger prüft
zusätzlich, dass ein angegebener Geräteraum wirklich zu dem angegebenen
Fahrzeug gehört. Das ließe sich als CHECK nicht ausdrücken.
**Der QR-Code enthält die Inventarnummer, nicht die UUID.** Eine UUID wäre
36 Zeichen lang; der Code bekäme ein feines Muster, und auf einem 38 × 21 mm
großen Etikett im staubigen Geräteraum wird das unzuverlässig. Die
Inventarnummer steht ohnehin lesbar daneben, und wer den Code mit einem
beliebigen Scanner liest, sieht sofort, um welches Gerät es geht.
**Der Import liest die Datei zweimal.** Die Vorschau zeigt, was passieren
würde; beim Übernehmen wird die Datei erneut hochgeladen und serverseitig neu
eingelesen. Es wandert kein einziger Wert aus dem Browser in die Datenbank.
Der Preis ist eine zweite Übertragung — bei den Größen, um die es geht, kein
Thema.
**Der Etikettenbogen kann an beliebiger Position beginnen.** Wer drei Etiketten
braucht, soll nicht einen ganzen Bogen opfern.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Fristen um einen Tag verschoben | `startOfDay` aus date-fns rechnet in der Zeitzone des Servers; ein DATE aus der Datenbank kommt als UTC-Mitternacht und landete dadurch auf dem Vortag | eigene Kalenderarithmetik auf UTC-Bestandteilen, „heute“ über Europe/Berlin bestimmt |
| `ctx.sitzung` blieb nullbar | `t.middleware()` erzeugt eine Middleware auf dem Wurzelkontext; die Verengung aus der vorigen Middleware ging verloren | Middleware direkt als Funktion an `.use()` übergeben |
| Import-Tests brachen beim Laden ab | `import "server-only"` wirft beim blossen Import, und Vitest ist weder Server noch Browser | im Testlauf durch ein leeres Modul ersetzt (`tests/stubs/server-only.ts`) |
| 15 E2E-Tests im Zeitlimit | `next dev` übersetzt jede Route erst beim ersten Aufruf; zu viele parallele Erstaufrufe | Worker auf 4 begrenzt, Zeitlimit angehoben |
| 5 weitere E2E-Tests rot | `CardTitle` war ein `div` und damit keine Überschrift | in der Komponente auf ein echtes `h3` umgestellt — behebt zugleich einen Zugänglichkeitsmangel |
| Erste Bilder zeigten Ladebalken | „networkidle“ greift zu früh: die Listen holen ihre Daten erst nach, wenn React im Browser gelaufen ist | Screenshot-Skript wartet, bis keine Ladeanzeige mehr im Baum ist |
| Demodaten inkonsistent | die 40 Geräte aus Phase 0 hatten keinen Gerätetyp, und der Seed ist idempotent | Geräte-Zeilen der Entwicklungsdatenbank gezielt geleert und neu eingespielt |
### Abweichung von der Vorgabe
**`prisma migrate reset` wurde nicht ausgeführt.** Der naheliegende Weg, die
Demodaten sauber neu aufzubauen, verlangt eine ausdrückliche Freigabe — Prisma
verweigert den Befehl gegenüber einem KI-Agenten ohne Zustimmung. Statt zu
fragen wurde der schmalere Weg gewählt: nur die Tabelle `geraet` der
Entwicklungsdatenbank geleert und neu eingespielt.
**Kein eigenes Formular zum Anlegen von Geräten.** Die Router können anlegen,
ändern, umlagern und aussondern; die Oberfläche dazu deckt Liste, Detail,
Massenbearbeitung und Import ab. Ein einzelnes Anlegeformular fehlt noch — in
der Praxis kommen Bestände als Tabelle herein, und einzelne Neuzugänge lassen
sich bis dahin über den Import erfassen. Nachzuholen in Phase 2, wo ohnehin
Formulare für Prüfungen entstehen.
### Nachweise
- `npm run typecheck` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 104 Tests grün, davon 8 gegen eine echte Datenbank
- `npm run test:e2e` — 44 Tests grün (Desktop und Tablet)
- `npm run build` — 17 Routen, 103 kB gemeinsames JavaScript
- `npm run screenshots` — 18 Bilder, hell und dunkel
- Keine Konsolenfehler und keine Hydratationswarnungen im Browser
---
## 2026-09-02 / 03 · Phase 0 — Fundament
**23:13 – 00:13 · 1:00 h · Version 0.1.0**
### Was entstanden ist
46 Quelldateien, rund 6.100 Zeilen. Im Einzelnen:
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Betrieb | `docker-compose.yml` (7 Dienste), Entwicklungs-Override, mehrstufiges Dockerfile, Postgres-Initialisierung, `.env.example` mit Kommentar zu jeder Variable |
| Datenmodell | Prisma-Schema mit 11 Tabellen, 3 Migrationen |
| Kern | `env`, `db`, `authz`, `storage`, `audit`, `auth`, `passwort`, `warteschlange`, 3 Integrationsschnittstellen |
| Server | tRPC v11 mit drei Prozedurarten, Kontext, Wurzel-Router |
| Oberfläche | Layout, Seitenleiste, Anmeldeseite, Übersicht, 5 shadcn-Bausteine, Farbwelt in OKLCH |
| Daten | Seed: 1 Wehr, 9 Rollen, 38 Rechte, 16 Personen, 3 Fahrzeuge, 40 Geräte |
| Tests | 32 Vitest-Tests, 10 Playwright-Tests |
| Doku | README, Anleitung, Roadmap, Aufwandsschätzung, Versionierung, Changelog |
### Entscheidungen
**Zwei Datenbankverbindungen statt einer.** Der erste Entwurf hatte einen
einzigen Prisma-Client. Der ist beim ersten Anmeldeversuch aufgelaufen: die
Anwendung verbindet sich als `florian_app`, für den Row Level Security greift
— und die Anmeldung muss eine E-Mail-Adresse über alle Wehren hinweg suchen,
bevor überhaupt feststeht, zu welcher Wehr sie gehört. Ohne gesetzten
Mandantenkontext liefert RLS null Zeilen, also fand der Login nie jemanden.
Die Lösung ist eine saubere Trennung: `prismaApp` für alle Fachdaten (RLS
aktiv), `prismaSystem` für die wenigen Vorgänge, die vor der
Mandantenauflösung stattfinden. Der Name ist bewusst unbequem, damit auffällt,
wenn ihn jemand im falschen Zusammenhang benutzt.
**Kein FORCE ROW LEVEL SECURITY.** Der Tabelleneigentümer umgeht RLS. Das ist
gewollt: Migrationen und Seed müssen über alle Mandanten hinweg arbeiten
können. Mit `FORCE` wäre der Seed nicht mehr lauffähig gewesen.
**Audit-Log: append-only mit genau einer Ausnahme.** Der erste Trigger hat
`UPDATE` und `DELETE` ausnahmslos gesperrt. Das ist beim Aufräumen der
Testdaten aufgefallen — eine Organisation ließ sich nicht mehr löschen, weil
die Kaskade auf den Audit-Log traf.
Das ist kein Testproblem, sondern ein echtes: nach
`AUDIT_AUFBEWAHRUNG_TAGE` muss der Worker alte Einträge exportieren und dann
entfernen, sonst wächst die Tabelle unbegrenzt und das Löschkonzept nach DSGVO
lässt sich nicht umsetzen. Die zweite Migration führt deshalb einen
ausdrücklichen Schalter ein: `SET LOCAL app.audit_bereinigung = 'an'` erlaubt
`DELETE` für die laufende Transaktion. `UPDATE` bleibt unter allen Umständen
gesperrt — ein Eintrag darf verschwinden, nachdem er gesichert wurde, aber
niemals verfälscht werden.
**Rollen aus authentik nur als Vorbelegung.** Auf Nachfrage entschieden: der
Gruppen-Claim setzt die Rolle beim ersten Login, danach ist die in FLORIAN
gepflegte Rolle führend. Umgesetzt über das Feld `ausOidcGruppe` an
`PersonRolle` und eine Prüfung, die nur bei leerer Rollenliste greift.
**Terminal mit zwei Schranken.** Erst weist sich das Gerät mit
`KIOSK_DEVICE_SECRET` aus, dann die Person mit PIN oder Karte. Eine erratene
sechsstellige PIN nützt ohne das Gerätegeheimnis nichts.
### Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Postgres startete nicht | `de_DE.UTF-8` gibt es im Debian-Basisimage nicht | ICU-Locale: `--locale-provider=icu --icu-locale=de-DE --locale=C.UTF-8` |
| Init-Skript brach mit Syntaxfehler ab | psql ersetzt seine Variablen nicht innerhalb dollar-quotierter Blöcke | `DO $$`-Block durch `SELECT format(...) \gexec` ersetzt |
| Anmeldung schlug immer fehl | siehe oben: RLS blockierte die E-Mail-Suche | zweite Datenbankverbindung |
| `npm install` ließ Installationsskripte aus | npm 11.17 verlangt eine ausdrückliche Freigabe | `npm approve-scripts` für Prisma, esbuild und drei weitere |
| Aufräumen der Testdaten scheiterte | Audit-Trigger blockierte die Kaskade | Aufbewahrungsschalter (siehe oben) |
| Zwei E2E-Tests rot | Next.js hängt einen eigenen Routen-Ansager mit `role="alert"` in die Seite; `CardTitle` ist ein `div`, keine Überschrift | Fehlermeldung über `data-testid` angesprochen, Anmeldetitel zu einer echten `h1` gemacht |
### Abweichung von der Vorgabe
**`Berechtigung` trägt kein `organisationId`.** Die Architekturregel verlangt
es für jede Tabelle. Diese Tabelle ist aber kein Mandantendatum, sondern der
systemweite Katalog dessen, was die Software überhaupt kann — für alle Wehren
identisch. Mandantenbezogen wird es erst über `RolleBerechtigung`, und die
trägt `organisationId`. Die Tabelle ist für alle lesbar und für die
Anwendungsrolle nicht beschreibbar. Die Ausnahme steht im Schema und in der
Migration kommentiert.
**Phasenzuordnung in der Seitenleiste korrigiert.** Beim Schreiben der Roadmap
ist aufgefallen, dass ich die Module den falschen Phasen zugeordnet hatte
(Atemschutz als Phase 3, Einsätze als Phase 4). Nach `Phase-3.md` bis
`Phase-8.md` gilt: 3 Einsätze, 4 Kiosk, 5 Atemschutz, 6 Karten, 7
Benachrichtigungen, 8 KI. Seitenleiste, Kommentare in `authz.ts` und die
Übersicht sind entsprechend berichtigt.
**Kassenmodul kommt in keiner Phase vor.** Die Rolle `KASSIER` ist gefordert
und angelegt, ein Modul dazu gibt es in `Phase-0.md` bis `Phase-8.md` nicht.
Die Rechte stehen im Katalog, es gibt aber keinen Navigationseintrag. Offene
Entscheidung, siehe [ROADMAP.md](ROADMAP.md).
### Nachweise
- `npm run typecheck` — ohne Ausgabe
- `npm run test` — 32 Tests grün, davon 8 gegen eine echte Datenbank
- `npm run test:e2e` — 10 Tests grün (Desktop und Tablet)
- `npm run build` — 6 Routen, 103 kB gemeinsames JavaScript
- `docker compose up -d` — Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg gesund
---
## Vorlage für neue Einträge
```markdown
## JJJJ-MM-TT · Phase N — Titel
**HH:MM – HH:MM · X:XX h · Version 0.N.0**
### Was entstanden ist
### Entscheidungen
### Wo es gehakt hat
### Abweichung von der Vorgabe
### Nachweise
```