Wartungsvorlagen mit Checklisten, Prueftermine aus einem naechtlichen Lauf, Prueffristen-Dashboard, Pruefwizard mit Foto und Unterschrift, unveraenderliche Protokolle als PDF, Maengel-Workflow, Rueckrufe und Lebensdauerueberwachung. Elf neue Tabellen, alle mit organisationId und Row Level Security. Die Unveraenderbarkeit abgeschlossener Protokolle setzt ein Datenbanktrigger durch, nicht der Anwendungscode: eine Korrektur erzeugt eine neue Pruefung mit Verweis auf die alte, beide bleiben lesbar. 79 neue Tests (47 Unit, 10 gegen eine echte Datenbank, 22 E2E). Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
20 KiB
Devlog
Entwicklungstagebuch mit Zeiterfassung. Jeder Arbeitsabschnitt bekommt einen Eintrag: wann, wie lange, was entstanden ist, und was dabei schiefging.
Die aufgewendete Zeit wandert nach jedem Abschnitt in die Spalte „tatsächlich" der Aufwandsschätzung.
Zeitübersicht
| Phase | Sitzungszeit | Sitzungen | abgeschlossen |
|---|---|---|---|
| Phase 0 — Fundament | 1:00 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 1 — Stammdaten | 1:15 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 1 — Nachtrag Geräteformular | 0:50 h | 1 | 03.09.2026 |
| Phase 2 — Wartung und Prüfung | 2:25 h | 1 | 03.09.2026 |
| Summe | 5:30 h | 4 |
2026-09-03 · Phase 2 — Wartungs- und Prüfmanagement
09:55 – 12:20 · 2:25 h · Version 0.3.0
Was entstanden ist
Das Modul, wegen dem eine Wehr so ein Programm überhaupt einführt. Ab hier ersetzt FLORIAN den Ordner mit den Prüfnachweisen.
Datenmodell. Elf neue Tabellen: Wartungsvorlage und Checklistenpunkt als Regel, Wartungstermin als deren Anwendung auf ein einzelnes Gerät, Prüfung mit Einzelergebnissen und Unterschriften als Nachweis, dazu Mangel, Rückruf mit betroffener Bauart und je Gerät ein Bearbeitungsstand, und schließlich Erinnerung als Nachweis und Sperre gegen Doppelversand in einem.
Fristen-Dashboard. Vier Töpfe nach Dringlichkeit, jede Zahl gleichzeitig ein Filter, darunter die Verteilung nach Fahrzeug, Standort, Gerätetyp oder Zuständigem. Daneben die Lebensdauerüberwachung mit Aussonderungsvorschlag.
Prüfwizard. Ein Punkt je Bildschirm, Foto aus der Kamera, Zeiterfassung im Hintergrund, Unterschrift auf einem Zeichenfeld. Jede Antwort geht sofort zum Server; ein abgebrochener Durchgang wird beim nächsten Öffnen fortgesetzt.
Protokoll. Der Worker rendert über Gotenberg ein PDF mit Kopf, Checkliste, eingebetteten Fotos und Unterschriften und legt es in MinIO ab. Laufende Nummer je Wehr und Jahr.
Nächtlicher Lauf. Termine planen, Gerätestatus nachziehen, erinnern bei T-30, T-7, T-0 und einmal bei Überfälligkeit — als Sammelnachricht je Empfänger.
Entscheidungen
Die Unveränderbarkeit sitzt in der Datenbank, nicht im Code. Ein Trigger
weist jede Änderung an einer abgeschlossenen Prüfung ab, auch für den
Eigentümer-Zugang. Zulässig bleiben drei Dinge, die das Protokoll ergänzen
statt es zu verfälschen: der Wechsel auf „ersetzt", das Nachtragen des PDF,
solange keines hinterlegt ist, und geaendertAm. Dasselbe gilt für die
Bestandteile — sonst ließe sich ein festgeschriebenes Protokoll über den Umweg
der Einzelergebnisse verändern.
Der Grund ist derselbe wie beim Audit-Log in Phase 0: ein vergessener Zustandscheck in einem Router reicht sonst, um den Nachweis wertlos zu machen.
„Überfällig" wird gerechnet, nicht gespeichert. Ein gespeicherter Zustand
läuft der Uhr hinterher — ein Termin, der heute Nacht fällig geworden ist,
stünde bis zum nächsten Lauf als „offen" da. Aus demselben Grund kennt
WartungsterminStatus nur offen, erledigt und entfallen.
Pflichtpunkt heißt: davon hängt die Einsatzbereitschaft ab. Ein beanstandeter Pflichtpunkt bedeutet „nicht bestanden" und sperrt das Gerät, ein beanstandeter Kann-Punkt „bestanden mit Mängeln". Damit ist das Ergebnis eine fachliche Aussage und keine Zählübung. Übersteuern darf der Prüfer trotzdem — er trägt die Verantwortung, nicht die Software.
Bestanden hebt eine bestehende Sperre nicht auf. Wer ein Gerät gesperrt hat, hatte einen Grund, und der kann außerhalb dieser Prüfung liegen. Von selbst löst sich nur „Prüfung fällig".
Melden darf jedes Mitglied. Der Mangel fällt dem auf, der das Gerät benutzt. Eine Hürde beim Melden führt dazu, dass gar nicht gemeldet wird — und ein nicht gemeldeter Riss im Schlauch ist gefährlicher als eine Fehlmeldung, die jemand wieder verwirft.
Die Rückrufsuche ist ein Vorschlag. Seriennummern werden als Text verglichen; das stimmt bei gleicher Stellenzahl und sonst nicht immer. Eine automatische Sperre auf dieser Grundlage wäre gefährlicher als hilfreich.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Prisma wollte die Suchindizes aus Phase 1 löschen | gin_trgm- und gist-Indizes kennt das Schema nicht | die DROP INDEX-Zeilen aus der erzeugten Migration entfernt, mit Kommentar für den nächsten, der sie neu erzeugt |
| Der Seed brach beim Beispielprotokoll ab | er legte die Prüfung fertig an, und der Trigger verbot die Ergebnisse dazu | erst Entwurf, dann abschließen — genau wie im Wizard |
| Zwei gleichzeitig abgeschlossene Prüfungen zogen dieselbe Protokollnummer | die Nummer kam aus einer Zählung ohne Sperre | Transaktionssperre je Wehr und Jahr, Nummer aus dem Höchstwert statt aus der Anzahl |
| Der Worker startete außerhalb des Containers nicht | .env wurde nicht geladen, und server-only wirft unter Node |
dotenv/config und --conditions=react-server in beiden Startbefehlen |
| Der Wizard-Test klickte ins Leere | die Mauskoordinaten beziehen sich auf das Fenster, das Zeichenfeld lag darunter | vor dem Zeichnen ins Bild holen |
| Zwei E2E-Projekte teilten sich denselben Prüfentwurf | Desktop und Tablet laufen parallel unter demselben Benutzer | je Projekt ein eigenes Gerät |
Abweichung von der Vorgabe
Keine. Alle elf Tabellen tragen organisationId und stehen unter Row Level
Security, jede schreibende Operation protokolliert, gelöscht wird weich.
Eine Ergänzung zur Regel „Prüfdaten werden nie hart gelöscht": ein Prüfentwurf darf verschwinden. Er ist noch kein Nachweis, sondern ein abgebrochener Vorgang; ihn aufzuheben würde die Liste der offenen Prüfungen zumüllen. Ab dem Abschluss greift die Sperre.
Was aufgefallen ist
Der Navigationseintrag „Protokoll" (/protokoll) zeigt seit Phase 1 auf eine
Seite, die es nicht gibt. Das Audit-Log ist über tRPC abrufbar, hat aber keine
Ansicht. Gehört in ein eigenes Issue.
Nachweise
npm run typecheck— ohne Ausgabenpm run test— 161 Tests grün, davon 18 gegen eine echte Datenbanknpm run test:e2e— 71 Tests grün, 2 begründet übersprungen (Desktop und Tablet)npm run build— 30 Routendocker compose up -d— Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg gesund; Worker richtet die Zeitpläne ein und erzeugt die Protokoll-PDFs in gut einer Sekunde
2026-09-03 · Phase 1 — Nachtrag: Geräteformular
08:30 – 09:20 · 0:50 h
Was entstanden ist
Die letzte offene Lücke aus Phase 1: ein Formular zum Anlegen und Bearbeiten eines einzelnen Geräts. Bis dahin konnte man Geräte nur über den Import erfassen — für einen Bestand richtig, für den einen nachbeschafften Gerät umständlich.
| Datei | Inhalt |
|---|---|
components/stammdaten/geraet-formular.tsx |
das Formular, geteilt von Anlegen und Bearbeiten |
components/stammdaten/geraet-formular-werte.ts |
Typ und Vorgabewerte, bewusst ohne "use client" |
components/ui/textarea.tsx |
fehlender Baustein |
app/(app)/geraete/neu/page.tsx |
Anlegen |
app/(app)/geraete/[id]/bearbeiten/page.tsx |
Bearbeiten |
tests/e2e/geraet-formular.spec.ts |
7 Tests |
Entscheidungen
Die Lagerung ist ein Umschalter, keine zwei Auswahlfelder. Standort und Fahrzeug schließen sich aus. Zwei nebeneinanderstehende Felder laden dazu ein, beide zu füllen; die Datenbank weist das ab, aber eine Fehlermeldung nach dem Absenden ist schlechter als ein Formular, in dem der Fehler gar nicht möglich ist. Beim Wechsel des Fahrzeugs wird der Geräteraum geleert — er gehört zum Fahrzeug.
Die Fristen werden schon beim Tippen vorgerechnet. Wer ein Prüfintervall einträgt, sieht sofort, wann die nächste Prüfung fällig wird. Gerechnet wird mit denselben Funktionen wie auf dem Server; beim Speichern rechnet der Server erneut und behält das letzte Wort. Die Vorschau ist Anzeige, keine Quelle.
Bei nur einem Standort wird er vorbelegt. Das ist bei den meisten Wehren der Fall, und ein Pflichtfeld weniger ist ein Klick weniger.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Formular stürzte beim ersten Rechnen ab | LEERES_GERAET lag im "use client"-Modul; eine Server-Komponente bekommt beim Import nur eine Client-Referenz, das Spreaden ergibt undefined |
Werte in ein eigenes Modul ohne "use client" |
| E2E fand die Felder nicht | getByLabel vergleicht den Text des <label>, nicht den zugänglichen Namen — am Pflichtfeld steht dort ein Sternchen |
Tests suchen über die Rolle; das Sternchen bekam zusätzlich aria-hidden, weil es sonst vorgelesen wird |
fill() blieb bei Datumsfeldern wirkungslos |
Chromium nimmt bei input[type=date] keinen gesetzten Wert über fill() an |
Datum wird getippt, wie es ein Mensch auch täte |
| Zwei Tests scheiterten unter Touch-Emulation | dort öffnet Chromium den Auswähler des Betriebssystems statt Zeichen anzunehmen | begründet übersprungen; die Rechnung selbst deckt der Unit-Test ab |
| Anmeldung im Screenshot-Skript lief ins Zeitlimit | bei kaltem .next übersetzt next dev die Route erst beim ersten Aufruf |
Zeitlimit von 20 auf 90 Sekunden |
Nachweise
npm run typecheck— ohne Ausgabenpm run test— 104 Tests grünnpm run test:e2e— 56 grün, 2 begründet übersprungennpm run build— 19 Routen- Testgeräte aus dem E2E-Lauf wurden aus der Entwicklungsdatenbank entfernt
2026-09-03 · Phase 1 — Stammdaten
07:10 – 08:25 · 1:15 h · Version 0.2.0
Was entstanden ist
41 neue Quelldateien, der Umfang wächst von rund 6.100 auf 15.600 Zeilen.
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Datenmodell | 5 neue Tabellen (Standort, Geraeteraum, Geraetetyp, Qualifikationstyp, Qualifikation), Fahrzeug und Geraet deutlich erweitert, 2 Migrationen |
| Fachlogik | fristen.ts (Prüftermine, Lebensdauer, Statusableitung), qr.ts und qr-parser.ts, etiketten.ts, pdf.ts, import.ts und import-felder.ts |
| Server | 8 tRPC-Router mit Liste, Detail, Anlegen, Ändern, Massenbearbeitung und Verlauf |
| Oberfläche | Geräteliste mit Suche und Spaltenauswahl, Gerätedetail mit QR, Fahrzeugliste und -detail mit Beladung, Mitgliederliste, Mitgliedsdetail, Qualifikationen, Import-Assistent, QR-Scanner |
| Daten | Seed erweitert: 3 Standorte, 20 Geräteräume, 14 Gerätetypen, 49 Geräte, 14 Qualifikationstypen, 107 Qualifikationen |
| Tests | 104 Vitest-Tests (vorher 32), 44 Playwright-Tests (vorher 10) |
Entscheidungen
Der Gerätetyp ist Vorgabe, das Gerät darf abweichen. Vierzig Pressluftatmer
haben dasselbe Prüfintervall — das gehört einmal an den Typ und nicht
vierzigmal an das Gerät. Wo der Hersteller für eine Charge etwas anderes
vorschreibt, gewinnt der Wert am Gerät. Umgesetzt in effektiverWert(), das
bewusst zwischen null und 0 unterscheidet: ein Intervall von 0 ist eine
Angabe, kein fehlender Wert.
Ein Gerät liegt entweder an einem Standort oder auf einem Fahrzeug. Beides gleichzeitig wäre eine Falschangabe, keines von beidem auch. Das steht als Prüfbedingung in der Datenbank, nicht nur im Formular — und ein Trigger prüft zusätzlich, dass ein angegebener Geräteraum wirklich zu dem angegebenen Fahrzeug gehört. Das ließe sich als CHECK nicht ausdrücken.
Der QR-Code enthält die Inventarnummer, nicht die UUID. Eine UUID wäre 36 Zeichen lang; der Code bekäme ein feines Muster, und auf einem 38 × 21 mm großen Etikett im staubigen Geräteraum wird das unzuverlässig. Die Inventarnummer steht ohnehin lesbar daneben, und wer den Code mit einem beliebigen Scanner liest, sieht sofort, um welches Gerät es geht.
Der Import liest die Datei zweimal. Die Vorschau zeigt, was passieren würde; beim Übernehmen wird die Datei erneut hochgeladen und serverseitig neu eingelesen. Es wandert kein einziger Wert aus dem Browser in die Datenbank. Der Preis ist eine zweite Übertragung — bei den Größen, um die es geht, kein Thema.
Der Etikettenbogen kann an beliebiger Position beginnen. Wer drei Etiketten braucht, soll nicht einen ganzen Bogen opfern.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Fristen um einen Tag verschoben | startOfDay aus date-fns rechnet in der Zeitzone des Servers; ein DATE aus der Datenbank kommt als UTC-Mitternacht und landete dadurch auf dem Vortag |
eigene Kalenderarithmetik auf UTC-Bestandteilen, „heute“ über Europe/Berlin bestimmt |
ctx.sitzung blieb nullbar |
t.middleware() erzeugt eine Middleware auf dem Wurzelkontext; die Verengung aus der vorigen Middleware ging verloren |
Middleware direkt als Funktion an .use() übergeben |
| Import-Tests brachen beim Laden ab | import "server-only" wirft beim blossen Import, und Vitest ist weder Server noch Browser |
im Testlauf durch ein leeres Modul ersetzt (tests/stubs/server-only.ts) |
| 15 E2E-Tests im Zeitlimit | next dev übersetzt jede Route erst beim ersten Aufruf; zu viele parallele Erstaufrufe |
Worker auf 4 begrenzt, Zeitlimit angehoben |
| 5 weitere E2E-Tests rot | CardTitle war ein div und damit keine Überschrift |
in der Komponente auf ein echtes h3 umgestellt — behebt zugleich einen Zugänglichkeitsmangel |
| Erste Bilder zeigten Ladebalken | „networkidle“ greift zu früh: die Listen holen ihre Daten erst nach, wenn React im Browser gelaufen ist | Screenshot-Skript wartet, bis keine Ladeanzeige mehr im Baum ist |
| Demodaten inkonsistent | die 40 Geräte aus Phase 0 hatten keinen Gerätetyp, und der Seed ist idempotent | Geräte-Zeilen der Entwicklungsdatenbank gezielt geleert und neu eingespielt |
Abweichung von der Vorgabe
prisma migrate reset wurde nicht ausgeführt. Der naheliegende Weg, die
Demodaten sauber neu aufzubauen, verlangt eine ausdrückliche Freigabe — Prisma
verweigert den Befehl gegenüber einem KI-Agenten ohne Zustimmung. Statt zu
fragen wurde der schmalere Weg gewählt: nur die Tabelle geraet der
Entwicklungsdatenbank geleert und neu eingespielt.
Kein eigenes Formular zum Anlegen von Geräten. Die Router können anlegen, ändern, umlagern und aussondern; die Oberfläche dazu deckt Liste, Detail, Massenbearbeitung und Import ab. Ein einzelnes Anlegeformular fehlt noch — in der Praxis kommen Bestände als Tabelle herein, und einzelne Neuzugänge lassen sich bis dahin über den Import erfassen. Nachzuholen in Phase 2, wo ohnehin Formulare für Prüfungen entstehen.
Nachweise
npm run typecheck— ohne Ausgabenpm run test— 104 Tests grün, davon 8 gegen eine echte Datenbanknpm run test:e2e— 44 Tests grün (Desktop und Tablet)npm run build— 17 Routen, 103 kB gemeinsames JavaScriptnpm run screenshots— 18 Bilder, hell und dunkel- Keine Konsolenfehler und keine Hydratationswarnungen im Browser
2026-09-02 / 03 · Phase 0 — Fundament
23:13 – 00:13 · 1:00 h · Version 0.1.0
Was entstanden ist
46 Quelldateien, rund 6.100 Zeilen. Im Einzelnen:
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Betrieb | docker-compose.yml (7 Dienste), Entwicklungs-Override, mehrstufiges Dockerfile, Postgres-Initialisierung, .env.example mit Kommentar zu jeder Variable |
| Datenmodell | Prisma-Schema mit 11 Tabellen, 3 Migrationen |
| Kern | env, db, authz, storage, audit, auth, passwort, warteschlange, 3 Integrationsschnittstellen |
| Server | tRPC v11 mit drei Prozedurarten, Kontext, Wurzel-Router |
| Oberfläche | Layout, Seitenleiste, Anmeldeseite, Übersicht, 5 shadcn-Bausteine, Farbwelt in OKLCH |
| Daten | Seed: 1 Wehr, 9 Rollen, 38 Rechte, 16 Personen, 3 Fahrzeuge, 40 Geräte |
| Tests | 32 Vitest-Tests, 10 Playwright-Tests |
| Doku | README, Anleitung, Roadmap, Aufwandsschätzung, Versionierung, Changelog |
Entscheidungen
Zwei Datenbankverbindungen statt einer. Der erste Entwurf hatte einen
einzigen Prisma-Client. Der ist beim ersten Anmeldeversuch aufgelaufen: die
Anwendung verbindet sich als florian_app, für den Row Level Security greift
— und die Anmeldung muss eine E-Mail-Adresse über alle Wehren hinweg suchen,
bevor überhaupt feststeht, zu welcher Wehr sie gehört. Ohne gesetzten
Mandantenkontext liefert RLS null Zeilen, also fand der Login nie jemanden.
Die Lösung ist eine saubere Trennung: prismaApp für alle Fachdaten (RLS
aktiv), prismaSystem für die wenigen Vorgänge, die vor der
Mandantenauflösung stattfinden. Der Name ist bewusst unbequem, damit auffällt,
wenn ihn jemand im falschen Zusammenhang benutzt.
Kein FORCE ROW LEVEL SECURITY. Der Tabelleneigentümer umgeht RLS. Das ist
gewollt: Migrationen und Seed müssen über alle Mandanten hinweg arbeiten
können. Mit FORCE wäre der Seed nicht mehr lauffähig gewesen.
Audit-Log: append-only mit genau einer Ausnahme. Der erste Trigger hat
UPDATE und DELETE ausnahmslos gesperrt. Das ist beim Aufräumen der
Testdaten aufgefallen — eine Organisation ließ sich nicht mehr löschen, weil
die Kaskade auf den Audit-Log traf.
Das ist kein Testproblem, sondern ein echtes: nach
AUDIT_AUFBEWAHRUNG_TAGE muss der Worker alte Einträge exportieren und dann
entfernen, sonst wächst die Tabelle unbegrenzt und das Löschkonzept nach DSGVO
lässt sich nicht umsetzen. Die zweite Migration führt deshalb einen
ausdrücklichen Schalter ein: SET LOCAL app.audit_bereinigung = 'an' erlaubt
DELETE für die laufende Transaktion. UPDATE bleibt unter allen Umständen
gesperrt — ein Eintrag darf verschwinden, nachdem er gesichert wurde, aber
niemals verfälscht werden.
Rollen aus authentik nur als Vorbelegung. Auf Nachfrage entschieden: der
Gruppen-Claim setzt die Rolle beim ersten Login, danach ist die in FLORIAN
gepflegte Rolle führend. Umgesetzt über das Feld ausOidcGruppe an
PersonRolle und eine Prüfung, die nur bei leerer Rollenliste greift.
Terminal mit zwei Schranken. Erst weist sich das Gerät mit
KIOSK_DEVICE_SECRET aus, dann die Person mit PIN oder Karte. Eine erratene
sechsstellige PIN nützt ohne das Gerätegeheimnis nichts.
Wo es gehakt hat
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Postgres startete nicht | de_DE.UTF-8 gibt es im Debian-Basisimage nicht |
ICU-Locale: --locale-provider=icu --icu-locale=de-DE --locale=C.UTF-8 |
| Init-Skript brach mit Syntaxfehler ab | psql ersetzt seine Variablen nicht innerhalb dollar-quotierter Blöcke | DO $$-Block durch SELECT format(...) \gexec ersetzt |
| Anmeldung schlug immer fehl | siehe oben: RLS blockierte die E-Mail-Suche | zweite Datenbankverbindung |
npm install ließ Installationsskripte aus |
npm 11.17 verlangt eine ausdrückliche Freigabe | npm approve-scripts für Prisma, esbuild und drei weitere |
| Aufräumen der Testdaten scheiterte | Audit-Trigger blockierte die Kaskade | Aufbewahrungsschalter (siehe oben) |
| Zwei E2E-Tests rot | Next.js hängt einen eigenen Routen-Ansager mit role="alert" in die Seite; CardTitle ist ein div, keine Überschrift |
Fehlermeldung über data-testid angesprochen, Anmeldetitel zu einer echten h1 gemacht |
Abweichung von der Vorgabe
Berechtigung trägt kein organisationId. Die Architekturregel verlangt
es für jede Tabelle. Diese Tabelle ist aber kein Mandantendatum, sondern der
systemweite Katalog dessen, was die Software überhaupt kann — für alle Wehren
identisch. Mandantenbezogen wird es erst über RolleBerechtigung, und die
trägt organisationId. Die Tabelle ist für alle lesbar und für die
Anwendungsrolle nicht beschreibbar. Die Ausnahme steht im Schema und in der
Migration kommentiert.
Phasenzuordnung in der Seitenleiste korrigiert. Beim Schreiben der Roadmap
ist aufgefallen, dass ich die Module den falschen Phasen zugeordnet hatte
(Atemschutz als Phase 3, Einsätze als Phase 4). Nach Phase-3.md bis
Phase-8.md gilt: 3 Einsätze, 4 Kiosk, 5 Atemschutz, 6 Karten, 7
Benachrichtigungen, 8 KI. Seitenleiste, Kommentare in authz.ts und die
Übersicht sind entsprechend berichtigt.
Kassenmodul kommt in keiner Phase vor. Die Rolle KASSIER ist gefordert
und angelegt, ein Modul dazu gibt es in Phase-0.md bis Phase-8.md nicht.
Die Rechte stehen im Katalog, es gibt aber keinen Navigationseintrag. Offene
Entscheidung, siehe ROADMAP.md.
Nachweise
npm run typecheck— ohne Ausgabenpm run test— 32 Tests grün, davon 8 gegen eine echte Datenbanknpm run test:e2e— 10 Tests grün (Desktop und Tablet)npm run build— 6 Routen, 103 kB gemeinsames JavaScriptdocker compose up -d— Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg gesund
Vorlage für neue Einträge
## JJJJ-MM-TT · Phase N — Titel
**HH:MM – HH:MM · X:XX h · Version 0.N.0**
### Was entstanden ist
### Entscheidungen
### Wo es gehakt hat
### Abweichung von der Vorgabe
### Nachweise