"Datensicherung pruefen" steht in vier der sieben mitgelieferten Vorlagen, wortgleich. Wer den Ablauf aendert, aendert ihn viermal -- oder dreimal und vergisst den vierten. Entschieden wie im Issue vorgeschlagen: ein Entwurf **verweist** auf eine veroeffentlichte Baustein-Fassung, und beim Veroeffentlichen der Vorlage setzt der Dienst deren Schritte als tiefe Kopie ein. Danach sieht ein Lauf weiterhin konkrete Schritte, und Schrittergebnis, Druckansicht und Archiv muessen nichts von Bausteinen wissen. Die Alternative -- Laeufe verweisen zur Laufzeit -- haette die Unveraenderlichkeit an einer zweiten Stelle durchsetzen muessen. Eine neue Fassung aendert damit keine veroeffentlichte Vorlagenversion und keinen laufenden Lauf. Sie wirkt in der naechsten veroeffentlichten Version; die Oberflaeche sagt das an zwei Stellen, weil man sonst Durchschlag erwartet. Vier Garantien liegen in der Datenbank, nicht nur im Dienst: hoechstens ein Entwurf je Baustein, eine veroeffentlichte Fassung ist unveraenderlich, der Weg zurueck zum Entwurf ist versperrt, und ein Abschnitt kann nur auf eine veroeffentlichte Fassung verweisen. Der Titel kommt aus dem Baustein, nicht aus dem Abschnitt der Vorlage: sonst muesste er in jeder Vorlage einzeln gepflegt werden, und zwei Vorlagen zeigten denselben Baustein unter verschiedenen Namen. Ein Export traegt die aufgeloesten Schritte, keinen Verweis -- eine Kennung aus dieser Installation bedeutet in einer anderen nichts. Das Durchklicken des gebauten Stands fand einen Fehler, den die Suite nicht gesehen haette: die Platzhalter-Schritte eines Baustein-Abschnitts haben keinen Titel, wurden aber mitgeschickt, und SchrittSchema wies den ganzen Entwurf ab. Behoben, mit Test und Gegenprobe. Der ganze Weg danach am gebauten Stand nachgemessen: Baustein anlegen, veroeffentlichen, einsetzen, Vorlage veroeffentlichen -- die Schritte stehen drin, mit Herkunft und Protokolleintrag. Closes #50
Laufzettel — Anleitung
Laufzettel ist eine Checkliste für wiederkehrende IT-Arbeiten. Ein Redakteur schreibt einmal auf, was bei einer PC-Neuinstallation, einem Onboarding oder einem Patchday zu tun ist — das ist eine Vorlage. Aus einer veröffentlichten Vorlage entsteht ein Lauf: die Abschrift für einen bestimmten Fall, mit einem bestimmten Gerät und einer bestimmten Person. Den Lauf arbeitet ein Techniker Schritt für Schritt ab, oft am Handy, direkt am Gerät. Am Ende wird er abgeschlossen und archiviert und ändert sich nie wieder.
Auf jedem Gerät klebt ein QR-Aufkleber. Wer ihn scannt, landet auf der Geräteseite und sieht, was dort zu tun ist und was dort schon getan wurde. Der Code auf dem Aufkleber wird nie geändert und nie an ein zweites Gerät vergeben — er ist die einzige Angabe am Gerät, die Jahre hält.
Wer welches Kapitel braucht
Techniker — du arbeitest Läufe ab, scannst Aufkleber und druckst Etiketten:
- 01 Erste Schritte — anmelden, wo was steht
- 02 Läufe abarbeiten — der Alltag, am Schreibtisch und am Handy
- 03 QR-Aufkleber und Tags — scannen, registrieren, Etiketten drucken
- 08 Fehlerbehebung — wenn etwas klemmt
Administrator oder Redakteur — du richtest ein und pflegst:
- 04 Vorlagen bauen — Abschnitte, Schritte, Variablen, veröffentlichen
- 05 Mitarbeiter, Abteilungen und Geräte — Stammdaten und CSV-Import
- 06 Verzeichnis anbinden — Active Directory als Quelle der Personen
- 07 Verwaltung — Benutzer, Rollen, Einstellungen, Betriebsmodus, Kunden
Zwei Betriebsmodi
Laufzettel läuft in einem von zwei Modi. Der Modus entscheidet, ob es eine Kundenebene gibt, und ändert einige Beschriftungen.
| Modus | Für wen | Kundenebene |
|---|---|---|
| Intern | eine Firma und ihre eigenen Mitarbeiter | unsichtbar |
| Dienstleistung | IT-Dienstleister mit mehreren Kunden | sichtbar: Kundenliste, Kundenwahl, Kürzel auf dem Etikett |
Im Modus Intern heißt der Menüpunkt „Mitarbeiter & Geräte“, im Modus Dienstleistung „Personen & Geräte“; dort kommt außerdem „Kunden“ dazu, und das Verzeichnis fällt weg. Wo diese Anleitung „Person“ schreibt, heißt es im Modus Intern auch „Mitarbeiter“ — gemeint ist dasselbe. Umgestellt wird der Modus unter Admin, siehe Kapitel 07.
Drei Zusagen, die überall gelten
- Eine veröffentlichte Version wird nie verändert. Sonst zeigte ein alter Lauf Schritte, die es damals nicht gab. „Bearbeiten“ erzeugt stattdessen eine Kopie als Entwurf.
- Ein archivierter Lauf ist schreibgeschützt. Kein Haken, keine Notiz, kein Kommentar geht danach noch. Nur ein Administrator holt ihn zurück.
- Gelöscht wird fast nichts. Geräte, Abteilungen, Vorlagen und Kunden werden archiviert, Personen nur deaktiviert. Ein archivierter Lauf muss auch in zehn Jahren noch sagen können, für wen er lief.
