Aus einer Vorlage wird hier der PowerShell-Befehl, den ein Techniker kopiert und
auf einem Domaenencontroller ausfuehrt. Entsprechend dicht ist die Abdeckung:
810 Tests, und die Maskierung wird **ausgefuehrt** geprueft, nicht gelesen.
- Platzhalter aus Geraet, Lauf, Mitarbeiter und Abteilung, dazu die Variablen
der Vorlage; ein unbekannter bleibt sichtbar stehen
- `{{ou}}` ist der Eltern-Container des DN — genau der Pfad fuer New-ADUser
- Namensregeln fuer upn, sam, mail und hostname mit Transliteration, `{v}`,
`{nnn}` und `{kundenkuerzel}`; Kundenregeln ueberlagern die globalen feldweise
- Maskierung je Shell, Skript-Kopie je Abschnitt mit Kommentarzeilen
- `{{generiertes_passwort}}`: 20 Zeichen, bei jeder Anzeige neu, nirgends
gespeichert; im Druck `[Passwort – nicht gespeichert]`
Der unabhaengige Review fand drei Blocker. Der schwerste war eine
Codeausfuehrung: PowerShell liest auch `“`, `”` und `„` als Begrenzer einer
Zeichenkette, die Maskierung kannte nur das ASCII-Zeichen. Ein Abteilungsname
aus Word — Word wandelt `"` von selbst um — reichte. Gefunden hat es der Review
nicht durch Lesen, sondern indem er sich PowerShell in einen Container geholt
und die Markierungsdatei hat entstehen lassen. Der Test dagegen hatte sich still
uebersprungen; er nimmt jetzt selbst das Abbild und bricht in CI ab.
Dazu: zwei verschiedene Passwoerter in einer Antwort (Anzeige und Skript wurden
getrennt gefuellt), eine Vorlagenvariable, die `{{techniker}}` und `{{kunde}}`
ueberschreiben konnte, und die tragende Annahme der Maskierung — dass der
Platzhalter in Anfuehrungszeichen steht —, die niemand geprueft hat.
Schliesst #012
Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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Architektur und Entscheidungen
Ergänzt CLAUDE.md, das die verbindlichen Konventionen enthält. Hier steht das
Warum.
1. Zwei Betriebsmodi, ein Codepfad
Einstellung.modus ist INTERN oder DIENSTLEISTUNG und liegt in der Datenbank, nicht in der
Umgebung — der Admin schaltet ohne Neustart um.
Der Kern der Entscheidung: jede kundenbezogene Zeile trägt immer eine kundeId, auch im
Modus INTERN. Dort ist es die eine Organisation mit isteigeneOrganisation = true, die in
keiner Liste, keinem Filter, keinem Formular und auf keinem Etikett erscheint. Dadurch ist der
Wechsel nach DIENSTLEISTUNG eine Datenänderung (die eigene Organisation wird zum ersten Kunden)
und keine Migration.
Es gibt daher nicht zwei Codepfade für Geräte oder Läufe, sondern ein- und ausgeblendete Felder und Filter. Zwei Funktionen tragen das:
betriebsmodus()— gecachter Zugriff, den alle Listen und Formulare fragenkundeErmitteln(eingabe)— liefert im ModusINTERNimmer die eigene Organisation und verwirft eine mitgeschicktekundeId. Das ist eine Sicherheitsgrenze, kein Komfort.
2. Schichtung
Server Component ──► queries/* ──► prisma
Server Action ──► services/* ──► prisma
└─ rechtErforderlich(), Zod, Regeln, Protokoll
services/* hält die Regeln und wirft eigene …Fehler-Klassen. queries/* hält Lesemodelle und
wendet Rollen- und Mandantensicht selbst an, damit kein Aufrufer sie vergessen kann.
actions/* sind Dreizeiler: Recht prüfen, Schema anwenden, Service rufen.
Der Grund für die Trennung von Action und Service: die Regeln sollen ohne Next.js testbar sein. Vitest ruft den Service direkt.
3. Anmeldung: kein Auth.js
Der Auftrag nannte Auth.js. Beim Prüfen der Lage am 2026-09-24:
next-authv5 steht auf5.0.0-beta.32, seit Jahren ohne GA- authjs.dev führt das Projekt im Wartungsmodus („The Auth.js project is now part of Better Auth"), die Maintainer schreiben „no immediate plans for v5“
@auth/prisma-adapterdeklariert@prisma/clientnur bis>=6— wir fahren Prisma 7
Entschieden wurde deshalb der Eigenbau mit stabilen Bausteinen, wie in ProxLedger:
openid-client6.x für generisches OIDC mit Discovery (Ziel: authentik)josefür ein signiertes Sitzungs-Cookie (HS256 ausAPP_SECRET)@node-rs/argon2für den lokalen Notfallzugang
Rolle und Aktiv-Status werden pro Anfrage aus der Datenbank gelesen, nicht aus dem Token. Eine Rollenänderung greift damit sofort, und ein deaktivierter Benutzer wird auch mit gültigem Cookie abgewiesen.
4. Versionierung und Archiv
Zwei Regeln tragen die Nachvollziehbarkeit:
- Eine veröffentlichte
VorlagenVersionwird nie verändert. „Bearbeiten“ erzeugt eine tiefe Kopie als Entwurf. Ein Lauf auf Version 1 zeigt für immer die Schritte aus Version 1, auch wenn längst Version 5 veröffentlicht ist. - Ein archivierter Lauf ist schreibgeschützt. Die Sperre sitzt in genau einer Funktion,
laufMussVeraenderbarSein(lauf), die vor jeder Änderung an Kopfdaten,SchrittergebnisundKommentargerufen wird. NurADMINholt einen Lauf zurück, mitProtokoll-Eintrag.
Beides ist durch Tests abgedeckt, nicht durch Disziplin.
Der Aufbau einer Version wird als Ganzes gespeichert, nicht Schritt für Schritt: der Editor
hält den Baum im Speicher und sortiert per Drag & Drop, ein Teil-Update wäre dort ständig mit dem
Sortieren im Streit. Dasselbe Zod-Schema (src/lib/vorlagen-format.ts) beschreibt den Entwurf im
Editor, den JSON-Export und den Import — drei getrennte Schemata würden auseinanderlaufen, und der
Import wäre der Ort, an dem das erst auffiele. Das Format ist in
docs/vorlagen-format.md beschrieben.
Die eingebauten Platzhalter stehen als Liste in src/lib/platzhalter.ts
— Daten, kein Code. Der Editor zeigt sie als Hilfe, die Warnung vor unbekannten Platzhaltern
vergleicht dagegen, und die Auflösung in #012 baut darauf auf. Eine zweite Aufzählung an anderer
Stelle würde unweigerlich auseinanderlaufen: ein Platzhalter, der in der Hilfe steht, aber nicht
aufgelöst wird, bliebe im fertigen PowerShell-Befehl als {{…}} stehen.
Die Warnung ist ausdrücklich keine Ablehnung. Ein Tippfehler soll im Editor auffallen und nicht erst dem Techniker im Lauf; es kann aber gute Gründe geben, einen Platzhalter stehen zu lassen — etwa weil die Variable gleich noch kommt. Speichern und Veröffentlichen bleiben deshalb erlaubt.
5. Der Weg zu Phase 4 (Aktionen)
Die in den Vorlagen vorbereiteten PowerShell-Befehle sind bewusst die Vorstufe ausführbarer Schritte. Damit der Schritt dorthin keine Migration braucht:
VorlagenSchritt.typist ein Enum, demAKTIONhinzugefügt wird;konfig(Json) trägt dann Connector und ParameterSchrittergebnis.wertist ein Json, das ein Aktionsergebnis mit Log, IDs und Zeitstempeln aufnimmt- kein Codepfad nimmt an, dass ein Schritt nur von einem Menschen erledigt wird
- das Krypto-Modul für das LDAP-Bind-Passwort ist schon der Platz für Connector-Geheimnisse
5a. Was in der Datenbank steht und warum
Die Service-Schicht ist der richtige Ort für Regeln mit verständlichen Meldungen. Sie ist aber
nicht der einzige Weg, auf dem Daten entstehen: Migrationen, psql, Skripte und ab Phase 4 die
Connectoren schreiben an ihr vorbei. Was stillschweigend falsch werden könnte, steht deshalb
zusätzlich in der Datenbank:
| Regel | Form |
|---|---|
| Höchstens eine eigene Organisation | partieller Eindeutigkeitsindex |
| Höchstens ein Entwurf je Vorlage | partieller Eindeutigkeitsindex |
Kundenkürzel, tagCode-Form, verschlüsseltes Bind-Passwort |
CHECK auf die Form |
| Registriertes Gerät braucht Hostname oder Bezeichnung | CHECK, greift erst ab registriertAm |
| Mitarbeiter aus dem Verzeichnis oder Freitextname | CHECK |
| Status und Zeitstempel laufen nicht auseinander | vier CHECKs |
NICHT_ZUTREFFEND und FEHLGESCHLAGEN brauchen eine Notiz |
CHECK |
| Einstellung ist eine einzelne Zeile | CHECK auf die feste Kennung |
| Mandantengrenze | vier zusammengesetzte Fremdschlüssel |
Die Mandantengrenze verdient die Erklärung: Lauf verweist mit ("geraetId", "kundeId") auf
Geraet("id", "kundeId"), analog für Person und Abteilung, und Geraet ebenso auf den Besitzer.
Damit ist ein Lauf, der ein Gerät eines fremden Kunden zieht, nicht mehr bloß ein Fehler im
Service, sondern strukturell unmöglich. MATCH SIMPLE sorgt dafür, dass ein Lauf ohne Gerät
weiterhin erlaubt ist.
Zwei Dinge sind bewusst nicht kaskadierend: ein Lauf nimmt seine Schrittergebnisse und
Kommentare nicht mit, und ein Protokoll-Eintrag verliert seinen Urheber nicht. Beides stünde
gegen den Zweck eines Archivs. Der tagCode ist zusätzlich in TagCodeVergabe festgehalten,
aus dem nie gelöscht wird — sonst würde ein Code nach dem Löschen eines Geräts wieder frei und
ein alter Aufkleber zeigte auf ein fremdes Objekt.
5b. Warum ein Screenshot nichts über Bedienbarkeit sagt
In dieser Umgebung hydriert next dev nicht: die Seiten werden serverseitig gerendert und sehen
vollständig richtig aus, aber React hängt sich nie an — kein Knopf, kein Formular, kein Sortieren
tut etwas. Nachgewiesen in #010, und zwar auch ohne src/proxy.ts und ohne output: "standalone";
der HMR-WebSocket scheitert mit ERR_INVALID_HTTP_RESPONSE. Es liegt am Werkzeug, nicht an diesem
Code — im gebauten Stand tragen 1281 von 1296 Elementen React-Knoten, im Entwicklungsmodus zwei.
Zwei Folgen, beide verbindlich:
- Oberflächen werden gegen
pnpm build && pnpm startabgenommen, nicht gegenpnpm dev— ebenso die Screenshots. Steht inCLAUDE.md. - Was nur mit angehängtem React gelingt, gehört in einen Playwright-Test.
pnpm test:e2eklickt den Editor durch: anlegen, tippen, sortieren mit dem Finger bei 390 px, speichern, neu laden und nachsehen, ob es wirklich in der Datenbank steht.
Die Content-Security-Policy in src/proxy.ts ist deshalb zweigeteilt: im Entwicklungsmodus mit
unsafe-eval und WebSocket, im ausgelieferten Stand ohne beides. Die Entscheidung fällt an
process.env.NODE_ENV, und tests/sicherheitsrichtlinie.test.ts prüft sie am Proxy selbst — eine
Prüfung der Funktion mit selbst gesetztem Argument hätte genau den Fehler durchgelassen, vor dem
der Kommentar darüber warnt.
5c. Warum die Maskierung dort sitzt, wo sie sitzt
Aus einer Vorlage entsteht ein PowerShell-Befehl, den ein Techniker kopiert und auf einem Domänencontroller ausführt. Drei Entscheidungen tragen das (#012):
- Maskiert wird der eingesetzte Wert, nicht der fertige Befehl. Sonst maskierte man die
Anführungszeichen des Befehls gleich mit.
platzhalterErsetzenbekommt die Maskierung deshalb als Funktion und wendet sie auf jeden Wert einzeln an. - Die Maskierung setzt keine Anführungszeichen dazu — die stehen in der Vorlage. Das ist eine
Annahme, und sie wird geprüft: steht ein
{{platzhalter}}in einemBEFEHL-Schritt nicht zwischen den erwarteten Anführungszeichen, wird der Schritt abgewiesen statt gefüllt. Ein halb maskierter Befehl zum Kopieren wäre die gefährlichste aller Antworten. - Was sich nicht sicher maskieren lässt, wird abgelehnt. Für Cmd gibt es keine Regel, die ein
"in jedem Fall richtig behandelt — ein solcher Wert bekommt eine Fehlermeldung, keinen Befehl. PowerShell liest auch“,”und„als Begrenzer; die werden auf ihre ASCII-Form gebracht und dann maskiert, weil sie sich als Text ohnehin nicht durchreichen lassen.
Geprüft wird das ausgeführt, nicht gelesen: tests/shell.test.ts schickt bösartige Werte durch
ein echtes bash -c und durch ein echtes PowerShell — und wenn auf der Maschine kein pwsh liegt,
nimmt der Test das Container-Abbild. In CI bricht er ab, statt sich zu überspringen; ein stilles
Überspringen sieht genauso grün aus wie ein bestandener Lauf.
Das generierte Passwort entsteht erst beim Ersetzen und wird nirgends zurückgegeben — es gibt keinen Weg, es außerhalb des fertigen Texts zu bekommen. Gäbe es ein Feld dafür, wäre die Versuchung groß, es „nur fürs Protokoll“ mitzuschreiben.
6. Betrieb: zwei Wege, eine Regel
Die Datenbank ist auf beiden Wegen von außen nicht erreichbar:
| Weg | Wie |
|---|---|
| Docker Compose | postgres ohne ports:, nur im Netz intern mit internal: true (kein Gateway) |
| Nativ im LXC | PostgreSQL mit listen_addresses = '' — nur Unix-Socket |
Festgehalten in tests/betriebsstand.test.ts, damit ein ports:-Mapping nicht versehentlich
zurückkommt.
7. Werkzeug-Obergrenzen
Zwei Abhängigkeiten dürfen nicht angehoben werden, beides empirisch festgestellt:
eslintbleibt auf 9.x.eslint-config-nextbringteslint-plugin-react@7.37.5mit, daseslintnur bis^9.7unterstützt. Mit eslint 10 bricht das Regelwerk beim Laden ab (contextOrFilename.getFilename is not a function). Eine neuere Fassung des Plugins gibt es nicht — die letzte stammt von April 2025.typescriptbleibt auf~6.0.3.typescript-eslint@8erlaubt nur>=4.8.4 <6.1.0. TypeScript 7.0.2 ist zwarlatest, aber noch nicht unterstützt.
Dazu ein Pinning: prisma und @prisma/client exakt auf 7.10.0. Der latest-Tag von
prisma zeigt auf einen 8.0-RC, der von @prisma/client nicht — ein unbedachtes
pnpm add prisma würde beide auseinanderlaufen lassen.