Files
Laufzettel/docs/devlog.md
T
florian.wilde d8d5444e9f
Prüfung / pruefung (push) Canceled after 0s
Prüfung / e2e (push) Canceled after 0s
feat(vorlagen): Versionierung, Unveraenderlichkeit und JSON-Austausch (#23)
2026-09-25 06:10:01 +00:00

342 lines
20 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters
This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
# DEVLOG – Laufzettel
Entwicklungstagebuch mit Zeiterfassung. Eine Sitzung ist ein Abschnitt; Sub-Agenten-Läufe stehen
als Unterpunkte mit Aufgabe und Dauer.
## Zeitübersicht
| Issue | Titel | Tatsächlich |
|---|---|---|
| #005 | M0 – Gerüst, Prozess, Design-Token | 1 h 25 min |
| #006 | M1 – Datenmodell | 1 h 10 min |
| #007 | M2 – Auth, Rollen, Benutzer | 1 h 35 min |
| #008 | M3 – Betriebsmodus und Kunden | 1 h 20 min |
| #009 | M4 – Vorlagen-Versionierung im Service | 1 h 20 min |
| | **Summe** | **6 h 50 min** |
| Meilenstein | Tatsächlich | Status |
|---|---|---|
| v0.1.0 | 6 h 50 min | in Arbeit |
---
## 2026-09-24 · Sitzung 1 · 22:05–23:30
**Issue:** #005 (M0)
**Version:** 0.1.0
### Erledigt
- Umgebung geprüft: Node v24.21.0 nur über nvm (nicht im `PATH` nicht-interaktiver Shells),
Docker 29.1.3, Chromium-Systembibliotheken vorhanden, kein `pandoc`
- Gitea aufgesetzt: 11 Labels, 5 Meilensteine (`v0.1.0`–`v0.5.0`), 19 Issues (#1–#19), Nummern
passen zu den Dateinamen unter `docs/issues/`
- Projektgerüst angelegt und alle vier Schranken grün: `lint`, `typecheck`, `test`, `build`
- Betriebsstand gehärtet und der Nachweis in `tests/betriebsstand.test.ts` festgeschrieben
- Abnahme von #005 wirklich gefahren, nicht behauptet: `docker compose up -d --build` startet den
Stack, `migrate` läuft und beendet sich, `web` wartet korrekt darauf, `/api/gesundheit` meldet
`ok` — und `5432` ist vom Host nicht erreichbar, aus `web` schon
- `scripts/pruefe-doku.mjs` gegen vier eingebaute Fehler geprüft: es findet abweichende Zeiten,
fehlende Einträge, Verweise auf fehlende Dateien und fehlende Bilder
### Entscheidungen
- **Deutsch im Code, auch für Bezeichner.** Der Auftragstext verlangte Englisch; Florian hat sich
für Einheitlichkeit mit ProxLedger entschieden. Verbindliche Namensabbildung in `CLAUDE.md`.
- **Kein Auth.js.** v5 steht seit Jahren auf Beta (`5.0.0-beta.32`), authjs.dev führt das Projekt
im Wartungsmodus („now part of Better Auth“), die Maintainer nennen „no immediate plans for v5“,
und `@auth/prisma-adapter` deklariert Prisma nur bis 6 — wir fahren Prisma 7. Stattdessen
`openid-client` + `jose` wie in ProxLedger. Dieselbe Überlegung wie dort, nur ein Jahr später
noch deutlicher.
- **`prisma` exakt auf 7.10.0 gepinnt.** Der `latest`-Tag von `prisma` zeigt auf `8.0.0-rc.17`,
der von `@prisma/client` auf `7.10.0`. Ein unbedachtes `pnpm add prisma` hätte einen
Versions-Konflikt erzeugt.
- **`eslint` bleibt auf 9.x.** Mit eslint 10 bricht das Regelwerk beim Laden ab:
`eslint-config-next` bringt `eslint-plugin-react@7.37.5` mit, das `eslint` nur bis `^9.7`
unterstützt, und eine neuere Fassung des Plugins gibt es nicht (letzte Veröffentlichung
April 2025). Empirisch festgestellt, nicht geraten.
- **`typescript` bleibt auf `~6.0.3`.** `typescript-eslint@8.70.1` erlaubt nur
`>=4.8.4 <6.1.0`; TypeScript 7.0.2 ist zwar `latest`, aber noch nicht unterstützt.
- **`@node-rs/argon2` statt `argon2`.** Liefert vorgebaute musl- und gnu-Binaries, braucht auf
`node:24-alpine` also keine C++-Toolchain in der Bau-Stufe.
- **`barcode-detector` statt `jsQR`.** `jsqr` ist seit April 2021 unveröffentlicht. Der Polyfill
bietet dieselbe API wie das native `BarcodeDetector`, also ein Codepfad statt zwei.
- **Seed läuft nicht automatisch.** Die Migrationen schon, der Seed bleibt ein dokumentierter
Handgriff — so steht es in den Abnahmekriterien.
- **shadcn/ui eingerichtet, aber der Button folgt der Vorgabe, nicht dem Preset.** Der Vertrag
von shadcn (`--background`, `--primary`, `--border`, …) wird in `globals.css` aus den
Laufzettel-Token gespeist; jedes später kopierte Bauteil sieht damit sofort richtig aus und
folgt auch dem hellen Modus. Der Scannen-Knopf nutzt den shadcn-Button, überschreibt aber Form
und Höhe (Pille, 44 px am Handy statt 32 px).
- **PDF der Anleitung über Playwright.** `pandoc` und `wkhtmltopdf` fehlen und sind ohne root
nicht installierbar; Chromium ist für die E2E-Tests ohnehin da.
### Probleme
- **Projektverzeichnis gehörte `root`.** `~/Projekte/Laufzettel` war root-eigen, die Sitzung läuft
als `florianwilde`, und `sudo` verlangt hier ein Passwort. Bis Florian den `chown` gemacht hat,
wurde das Gerüst im Scratchpad vorgebaut und danach hineinverschoben — die Gitea-Arbeit brauchte
das Verzeichnis nicht und lief parallel.
- **pnpm 12 hat die Einstellung für Build-Skripte umbenannt.** `onlyBuiltDependencies` wird noch
von `pnpm config list` angezeigt, aber nicht mehr angewandt; wirksam ist `allowBuilds` als
Zuordnung in `pnpm-workspace.yaml`. Das `pnpm`-Feld in `package.json` liest pnpm 12 gar nicht
mehr. Gefunden über `pnpm approve-builds --all`, das die richtige Form selbst schreibt.
- **Context7-MCP ist nicht autorisiert**, der OAuth-Ablauf geht in dieser Sitzung nicht. Alle
Versionen wurden stattdessen direkt gegen das npm-Registry und die offiziellen Docs geprüft.
- **pnpm 12 prüft die Lieferkette und lehnt taufrische Pakete ab.** `vite@8.3.1` (8,7 h alt) und
`lucide-react@1.48.0` (15,3 h alt) fielen durch. Beide auf die Vorgängerfassung gesetzt, die
Richtlinie bleibt an. Bei der Gelegenheit alle direkten Abhängigkeiten auf ihr Alter geprüft.
- **`shadcn init` lässt sich nicht skripten.** Es fragt auch mit `--yes` nach einem Preset und
bleibt hinter einer Pipe stumm hängen. `shadcn add <bauteil> --yes --overwrite < /dev/null`
geht dagegen. Zusätzlich nötig: Pfad `"cn": ["./src/lib/utils"]` in `tsconfig.json` und das
Paket `radix-ui`, beides schreibt `init` nicht.
- **Port 3000 ist von ProxLedger belegt.** Die Abnahme lief auf 3100 und 3200.
- **Kein Gitea-Actions-Runner registriert** (0 Runner). `.gitea/workflows/ci.yml` wird trotzdem
angelegt und ist nutzbar, sobald ein Runner da ist; verbindlich sind bis dahin der
Pre-Commit-Hook und die Durchläufe vor jedem Commit.
### Offen
- Der `pct create`-Teil des Proxmox-Skripts (#019) lässt sich hier nicht ausführen, weil kein
PVE-Host erreichbar ist. Geplant: `shellcheck` plus `--dry-run`, und `deploy/install.sh`
vollständig in einem `debian:13`-Container geprüft. Der Lauf auf echtem Proxmox braucht eine
Gegenprüfung durch Florian, dafür kommt eine Prüfliste.
- Der OpenLDAP-Testcontainer wandert von #005 nach #016, wo er tatsächlich benutzt wird — ein
Dienst, den noch kein Test anfasst, wäre eine Attrappe.
### Nächster Schritt
- #006 Datenmodell: das vollständige Schema in deutscher Benennung, `tagCode`-Generator,
Krypto-Helfer, erste Migration, idempotenter Seed-Rumpf.
---
## 2026-09-25 · Sitzung 2 · 00:05–01:15
**Issue:** #006 (M1)
**Version:** 0.1.0
### Erledigt
- Vollständiges Schema in deutscher Benennung: 20 Tabellen, 9 Aufzählungen, eine Migration
- `src/lib/tagcode.ts` und `src/lib/geheimnisse.ts` samt Tests, parallel von einem Sub-Agenten
gebaut, während ich das Schema schrieb (Dauer dort: rund 10 min)
- Idempotenter Seed für Betriebsmodus, eigene Organisation und Administrator — zweimal
hintereinander gefahren, keine Zeile geändert
- Unabhängiger Review-Agent gegen die Akzeptanzkriterien; alle Blocker und alle neun „sollte
behoben werden"-Punkte abgearbeitet
- **106 Tests** grün (vorher 11), davon 42 gegen die echten Datenbankregeln
### Entscheidungen
- **Regeln gehören zusätzlich in die Datenbank.** Zwölf CHECK-Bedingungen, zwei partielle
Eindeutigkeitsindizes und vier zusammengesetzte Fremdschlüssel. Begründung: die Service-Schicht
ist nicht der einzige Weg, auf dem Daten entstehen — Migrationen, `psql`, Skripte und ab
Phase 4 die Connectoren schreiben an ihr vorbei.
- **Die Mandantengrenze wird strukturell erzwungen.** `Lauf` verweist mit
`("geraetId", "kundeId")` auf `Geraet("id", "kundeId")`, analog für Person und Abteilung.
`docs/architektur.md` nennt die Grenze eine Sicherheitsgrenze — dann soll sie nicht allein an
`kundeErmitteln()` hängen. `MATCH SIMPLE` lässt einen Lauf ohne Gerät weiter zu.
- **Kein Cascade dort, wo das Archiv hängt.** Ein `DELETE` auf einen Lauf hätte Schrittergebnisse
und Kommentare stillschweigend mitgenommen, ein Protokolleintrag hätte seinen Urheber verlieren
können. Beides jetzt `Restrict`.
- **`TagCodeVergabe` als Vergabebuch.** Die Eindeutigkeit allein aus `Geraet.tagCode` zu ziehen
reicht nicht: verschwindet die Zeile, wäre der Code wieder frei und ein alter Aufkleber im
Regal zeigte auf ein fremdes Objekt.
- **Widerspruch im Auftrag beim tagCode-Alphabet.** Das wörtliche Alphabet enthält ein `L`,
die Klammer daneben verbietet es. Aufgelöst zugunsten des wörtlichen Alphabets: die Klammer
benennt Verwechslungsgruppen, keine Ausschlussliste — aus `{1, I, L}` sind `1` und `I` weg,
dadurch ist `L` eindeutig. Das Akzeptanzkriterium in #006 ist richtiggestellt worden, statt
einen grünen Test darüber zu setzen.
- **Ein Systemlauf muss darstellbar sein.** `Lauf.erstelltVonId` ist optional, wie schon
`Schrittergebnis.aktualisiertVonId`. Wiederkehrende Läufe und der Start per Webhook (Phase 4)
haben keinen Menschen dahinter.
### Probleme
- **`prisma migrate reset --force` zeigte den Bestätigungsdialog trotzdem** und ließ einen
Schema-Engine-Prozess zurück, der die Advisory-Sperre hielt; der nächste `migrate dev` lief
daraufhin in einen Timeout. Verlässlicher: `DROP SCHEMA public CASCADE` per psql, dann
`migrate dev --create-only < /dev/null`.
- **Port 5433 ist von ProxLedger belegt.** Die Entwicklungsdatenbank liegt jetzt auf 5434,
umstellbar über `DEV_DB_PORT`.
- **Eine Regex-Ersetzung hat `quelle.length` auch aus der Längenprüfung gerissen** und den
Krypto-Helfer unübersetzbar gemacht. Die Testsuite hat es sofort gezeigt — ein Argument mehr
dafür, nach jeder Sammeländerung wirklich alle Schranken laufen zu lassen.
### Nächster Schritt
- #007 Auth, Rollen, Benutzer: `openid-client` mit Discovery, `jose`-Sitzungscookie, lokaler
Login mit argon2, `RECHTE`-Tabelle, Login-Seite mit Rücksprung auf die ursprüngliche URL.
---
## 2026-09-25 · Sitzung 3 · 01:55–03:35
**Issue:** #007 (M2)
**Version:** 0.1.0
### Erledigt
- OIDC mit `openid-client` 6.8.8: Discovery, PKCE, `state`, `nonce`; API vorher gegen die
Typdefinitionen im Paket geprüft statt aus dem Gedächtnis geschrieben
- `jose`-Sitzungscookie, lokaler Login mit argon2, Rechtetabelle, JIT-Provisionierung
- Anmeldeseite, geschützter Bereich, Benutzerverwaltung, rollenabhängige Navigation
- Sub-Agent hat `rollen.ts` und `sitzung.ts` samt 85 Tests parallel gebaut (rund 6 min)
- Unabhängiger Review-Agent: ein Blocker, acht weitere Befunde, alle abgearbeitet
- **274 Tests** grün (vorher 106)
### Entscheidungen
- **Rücksprungziel wird aufgelöst, nicht mit Präfixen verglichen.** Die Präfix-Prüfung war eine
offene Weiterleitung: `/<TAB>/fremd.example` besteht `startsWith("/")`, ist kein `//` und kein
`/\` — Browser entfernen den Tabulator aber beim Verarbeiten der URL, übrig bleibt
`//fremd.example`. Das Auflösen gegen eine Wegwerf-Basis macht genau das, was der Browser tut,
und der Vergleich der Herkunft erschlägt alle Formen auf einmal.
- **Alle Umleitungen über `APP_URL`.** `nextUrl.origin` lieferte im Test `localhost` statt
`127.0.0.1`; hinter einem Reverse Proxy wäre es der interne Host. Neues Modul
`src/lib/adressen.ts`, die Herkunft der Anfrage ist nur noch Notnagel.
- **Ohne `OIDC_GROUP_*` bleibt die Rolle, wie sie ist.** Sonst wäre jede OIDC-Anmeldung eine
stille Herabstufung auf `LESER` — bei einem einzigen Administrator ohne Rückweg.
- **Verknüpfung über die Adresse nur bei `email_verified`.** Sonst wäre ein Anbieter mit frei
wählbaren Adressen der Weg, den lokalen Notfall-Administrator zu übernehmen.
- **Der letzte aktive Administrator ist geschützt**, gegen Herabstufung wie gegen Abschalten.
- **Kein `overflow-x: hidden` auf `body`.** Es sieht aus wie eine Lösung, verdeckt aber nur: zu
breiter Inhalt wird abgeschnitten statt erreichbar, und die Prüfung im Screenshot-Skript kann
ihn nicht mehr finden. Layouts müssen bei 390 px von sich aus passen.
- **`ROLLEN_TEXT` liegt in `src/lib`,** nicht in der Server-Schicht: eine Client-Komponente hätte
sonst die komplette Rechtetabelle ins Browser-Bündel gezogen.
### Probleme
- **Der Platzhalter-Hash gegen den Zeitkanal war erfunden** und hätte sofort geworfen statt Zeit
zu kosten. Die Zusage wäre damit schlicht falsch gewesen. Jetzt ein echter, lazy erzeugter
argon2-Hash; nachgemessen rund 1 ms Unterschied über je 60 Anfragen.
- **Beim Verschieben der Übersicht nach `(app)/` blieb `<Huelle>` in der Seite stehen.** Die Hülle
wurde doppelt gerendert — zwei Kopfzeilen, das innere Menü ohne Benutzer. Es war im Screenshot
zu sehen und ist mir trotzdem entgangen; gefunden hat es der Review-Agent. Ein Bild anzusehen
ersetzt nicht, gezielt nach dem zu suchen, was sich gerade geändert hat.
- **Prisma-Modelltypen kommen aus `@/generated/prisma/client`,** nicht aus `.../models` — dort
liegen nur die Hilfstypen der Abfragen. Steht jetzt in `CLAUDE.md`.
- **`networkidle` als Wartebedingung in Playwright** läuft bei einer Anwendung mit offenen
Verbindungen in den Timeout. `load` plus geladene Schriften ist deterministisch.
### Nächster Schritt
- #008 Betriebsmodus und Kunden: `betriebsmodus()`, `kundeErmitteln()`, Moduswechsel in beiden
Richtungen, Kundenverwaltung, Admin-Einstellungen.
---
## 2026-09-25 · Sitzung 4 · 05:35–07:00
**Issue:** #008 (M3)
**Version:** 0.1.0
### Erledigt
- `src/server/mandant.ts` als die eine Stelle für die Mandantenregel
- Moduswechsel in beiden Richtungen, Kundenverwaltung (Sub-Agent, 25 Tests), Admin-Einstellungen
- Wechsel per Playwright **durch die Oberfläche** gefahren, nicht nur im Service: Navigation
wechselt sofort, `/kunden` wird erreichbar
- Unabhängiger Review: drei Blocker, sechs weitere Befunde, alle abgearbeitet
- **336 Tests** grün (vorher 274)
### Entscheidungen
- **Die Sichtbarkeit gehört in `kundeErmitteln`,** nicht in eine zweite Funktion daneben. Sonst
müsste jeder künftige Service daran denken — und #009 ff. übernehmen diese Signatur.
- **Lesemodelle filtern selbst.** Sie verlangen den Benutzer, statt sich auf den Aufrufer zu
verlassen. `undefined` heißt „keine Einschränkung“, `[]` heißt „sieht nichts“; die Umsetzung
steht an einer Stelle, und beide Fälle haben einen Test.
- **`pg_advisory_xact_lock` statt Serializable.** Der Wechsel ist selten und kurz; ein Schloss auf
Transaktionsebene ist verständlicher als eine Isolationsstufe, die man beim Lesen übersieht, und
wird auch bei einem Abbruch freigegeben.
- **Die Prüfung läuft zweimal** — einmal für den Dialog, einmal innerhalb der Transaktion. Beide
Male derselbe Code, damit es keine nachgebaute zweite Wahrheit gibt.
- **ASCII-Faltung gilt für Bezeichner, nicht für Fließtext.** Steht jetzt ausdrücklich in
`CLAUDE.md`; Protokoll-Aktionen sind entsprechend nachgezogen.
### Probleme
- **Ich habe in einem Kommentar etwas behauptet, das nicht stimmte** („Alles in einer
Transaktion"), während der Protokolleintrag dahinter stand. Ein Kommentar, der eine Zusage
macht, gehört genauso geprüft wie der Code darunter.
- **`sichtbareKundenIds` hatte keinen einzigen Aufrufer.** Eine Funktion zu schreiben, die eine
Regel durchsetzt, und sie dann nirgends zu rufen, sieht im Review aus wie Absicht und ist es
nicht. Der Volltextlauf über `src` hätte das in zehn Sekunden gezeigt.
- **Der Wettlauf war reproduzierbar**, nicht theoretisch: zwei gleichzeitige Wechsel liefen beide
durch.
### Nächster Schritt
- #009 Vorlagen-Versionierung: Veröffentlichen, tiefe Kopie als Entwurf, höchstens ein Entwurf,
Unveränderlichkeit, JSON-Export und -Import.
---
## 2026-09-25 · Sitzung 5 · 07:00–08:20
**Issue:** #009 (M4)
**Version:** 0.1.0
### Erledigt
- `src/server/services/vorlagen.ts`: Anlegen, Kopfdaten bearbeiten, Entwurf holen (tiefe Kopie),
Speichern, Veröffentlichen, Verwerfen, Duplizieren, Archivieren
- `src/server/services/vorlagen-austausch.ts` mit `docs/vorlagen-format.md`: ein Zod-Schema für
Editor, Export und Import — eine Vorlage zieht als Datei zwischen zwei Installationen um
- `src/lib/validierung.ts` als einzige Quelle für Zod samt deutscher Meldungen, mit ESLint-Regel
- Migration `vorlagen_unveraenderlich`: vier Trigger, die die Unveränderlichkeit in der Datenbank
durchsetzen — nicht nur im Service
- Unabhängiger Review: drei Blocker (alle an der Mandantengrenze), acht weitere Befunde, alle
abgearbeitet
- **428 Tests** grün (vorher 336), davon neu: Mandantensicht, Datenbankregeln, Gleichzeitigkeit,
Austausch mit unsauberen Daten
### Entscheidungen
- **Die Regel steht zweimal: im Service und in der Datenbank.** Der Service gibt die verständliche
Meldung, die Datenbank die Garantie. Alles, was nicht durch den Service geht — Migrationen,
`psql`, der Seed, ab Phase 4 die Connectoren —, läuft sonst an der einen Regel vorbei, die das
Archiv überhaupt erst etwas wert macht. Die doppelte Haltung kostet einen Trigger und spart die
Annahme, dass jeder künftige Schreibweg daran denkt.
- **Ein Entwurf je Vorlage kommt vom partiellen Index**, nicht von einer Prüfung davor. Zwei
gleichzeitige Klicks auf „Bearbeiten“ laufen damit unvermeidlich in `P2002` — und genau dort
wiederholt der Service und gibt beiden denselben Entwurf zurück, statt einen Fehler zu zeigen,
den niemand versteht.
- **Optimistisches Sperren über `geaendertAm`,** nicht über eine Zählerspalte. Der Zeitstempel ist
ohnehin da, und `updateMany` mit Bedingung erledigt den Vergleich in derselben Anweisung.
- **Unbekannte `konfig`-Schlüssel überleben, unbekannte Werte bekannter Schlüssel nicht.** Ein
neues Feld aus einer späteren Fassung darf einen Umzug nicht verhindern; eine unbekannte `shell`
aber entscheidet darüber, wie ein Wert maskiert wird — sie stillschweigend zu verwerfen hieße,
einen bash-Befehl nach PowerShell-Regeln zu maskieren, und das kann auf einem Server Daten
kosten. Also laut abweisen, mit Pfad und erlaubten Werten.
- **Der Export ist nachsichtig, der Import streng.** Herausgeben muss man auch, was nicht ins
Schema passt, sonst verliert die Datei Inhalt. Annehmen darf man es nicht.
- **`tests/datenbankregeln.test.ts` als Wächter.** Prisma erzeugt für jede künftige Migration
Löschbefehle gegen die handgeschriebenen Objekte. Der Test zählt sie namentlich auf, damit ein
übersehener `DROP` die Suite rot macht statt still die Mandantengrenze zu entfernen.
### Probleme
- **Die drei Blocker lagen alle an derselben Stelle: den Lesemodellen.** Der Suchfilter brachte
einen zweiten `OR`-Schlüssel mit und überschrieb die Kundenbedingung — ein Buchstabe im Suchfeld
genügte, um einem gebundenen Techniker alle Vorlagen aller Kunden zu zeigen. Historie und Aufbau
einer Version filterten gar nicht. Zu `queries/vorlagen.ts` gab es keinen Test; die Sicht in #008
abzusichern und in #009 nur den Service zu testen war der Fehler.
- **`Prisma.validator`-Objekte mit zwei gleichen Schlüsseln sind kein Typfehler.** Ein
zusammengebautes `where` mit `OR` aus zwei Quellen fällt weder ESLint noch `tsc` auf. Deshalb
liegt die Mandantenbedingung jetzt in `AND`, wo ein zweiter Filter sie nicht erreichen kann.
- **Prisma wollte sieben handgeschriebene Objekte löschen.** Die Migration musste von Hand
geschrieben werden; zusätzlich fehlten `@default(now())` bei den `@updatedAt`-Feldern, weshalb
Prisma bei jedem Lauf `DROP DEFAULT` vorschlug.
- **Zwei gleichzeitige Testläufe gegen `laufzettel_test`** ergaben 62 falsche Fehlschläge. Der
Review-Agent und ich haben uns die Daten weggetruncated; im Auftrag an den Agenten hatte ich die
eigene Datenbank nicht verlangt.
### Nächster Schritt
- #010 Vorlagen-Editor: Liste mit Suche und Filtern, Abschnitte und Schritte per Drag & Drop,
Vorschau, Veröffentlichen, Versionshistorie, Warnung bei unbekannten Platzhaltern.